6. Oktober 2011
Schon längst muss der Wandkalender kein klassisches Seitenformat von 2:3 mehr aufweisen. Schließlich ist er ein Stück der Raumgestaltung, deren Gegebenheiten er sich anpassen soll.
Bei den außergewöhnlichen Kalenderformaten erfreut sich der sehr schmale, dafür aber umso längere Wandkalender der wohl größten Beliebtheit. Gab es ihn lange Zeit nur als sogenannten Küchenkalender für die Küche, sind immer mehr Kalenderhersteller darauf gekommen, wie elegant sich Fotos in diesem Format in Szene setzen lassen. Ob Pflanzen oder Großstadtskylines, ob Gewürze oder andere alltägliche Dinge in Nahaufnahme – die Perspektive und der Ausschnitt lassen manche Dinge des täglichen Gebrauchs in diesem überlangen Format ganz rätselhaft wirken.
Auch das Querformat haben die Wandkalender mit ungewöhnlichem Seitenverhältnis erobert. Aktuell finden sich, angelehnt an das Format moderner Plasma-Fernseher, viele Wandkalender im 21:9 Bildformat. Ebenso wie bei Kinofilmen oder Konsolenspielen gilt hier, dass sie das Motiv besonders gut zur Geltung bringen. Manche Hersteller nennen dieses Breitwandformat auch Panoramaformat – gemeint ist immer, dass einfach mehr auf das Bild passt: Mehr von der Umgebung des Hauptmotivs, mehr Atmosphäre und nicht zuletzt mehr Stil. Schließlich landet bei der alljährlichen Kalenderflut, die von Firmen zu Werbezwecken verschickt wird, zuerst das im Papierkorb, was nach Nullachtfünfzehn aussieht.
Neben Streifen- und Panoramaformat erobern sich aber auch andere Formate außerhalb der DIN-Reihe ihren Platz unter den Wandkalendern. Ob quadratischer Kalender, Leporellokalender – ein Streifenkalender, der sich wie eine Ziehharmonika auffaltet – oder gar runder Kalender. Letzterer bietet sich besonders für Motive an, die von Natur aus rund sind – also beispielsweise für Planeten, Blüten oder Mandalas. Für Sportfreunde gibt es runde Kalender, die verschiedene Bälle präsentieren, beispielsweise Fußball, Tennisball, Handball etc.
Dies ist auch gleichzeitig eine tolle Bastelidee, sollten Sie eine individuellere Note wünschen. Gehen Sie mit dem Fotoapparat auf Pirsch nach Dingen, die etwas gemeinsam haben. Ob das nun Bälle sind oder ob Sie Ihren selbst gestalteten Kalender thematisch einfach einer Farbe unterstellen wollen (für "rot" könnten sie dann beispielsweise fotografieren: eine Chilischote, einen Lippenstift, ein Stoppschild und so fort). Blanko-Kalender finden Sie meistens nicht in ungewöhnlichen Formaten, aber aus stabilem Papier lässt sich hier ganz einfach selbst ein Basiskalender herstellen, auf den Sie Ihre Fotos kleben können.
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