Beliebte Unterbetten-Materialien und deren Eigenschaften

Junges Paar liegt im Bett und schläft, er liegt hinter ihr und hält sie im Arm

Unterbetten aus Lammfell, Baumwolle und weiteren Stoffen

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Bett als Liegestätte wird buchstäblich zusammengesetzt. In das Bettgestell, das heißt in den Bettrahmen, wird die Matratze eingelegt. Zum Zudecken des Körpers dient das Ober- oder Zudeckbett. Auf dem Unterbett liegt der Bettbenutzer - es befindet sich zwischen Bettbezug und Matratze. Die Materialien von Unterbetten können je nach Bedarf ganz unterschiedlich gewählt werden. Lesen Sie über beliebte Unterbett-Stoffe sowie deren Eigenschaften.

Das Unterbett

Das Unterbett ist ein dünnes Federbett. Es liegt direkt auf der Matratze und wird deswegen auch als Matratzenschoner oder als Matratzenauflage bezeichnet; es gilt als eine der möglichen Formen. Auf das Unterbett wird das Bettlaken gespannt.

Es ist gleichzeitig die Liegefläche für den Bettbenutzer. Der bedeckt seinen Körper mit dem Ober- beziehungsweise mit dem Zudeckbett. Das Bett selbst ist ein Möbelstück, das ausschließlich zum Schlafen benutzt wird.

Aufgestellt wird es innerhalb einer Wohnung im Schlafzimmer. Sofern die verfügbare Grundfläche nicht ausreichend groß ist, wird in dem kombinierten Wohn-/Schlafraum, beispielsweise in einem Appartement, eine Schlafecke eingerichtet.

Den persönlichen Ansprüchen anpassen

Die Qualität des gesamten Bettes ist mitentscheidend für seine Lebensdauer sowie für das Wohlbefinden während der tagtäglichen Ruhe- und Schlafphasen. Bettwaren und Bettwäsche müssen mit den Eigenschaften und Eigenarten des Körpers während der nächtlichen Ruhestunden korrespondieren.

Der eine schwitzt schnell und viel, der andere benötigt seines niedrigen Blutdrucks wegen buchstäblich mehr Bettwärme. Die muss sowohl von unten, also von der Matratze mit Unterbett, als auch vom Zudeckbett geliefert und gespeichert werden.

Das geht nur mit den dafür geeigneten Materialien. Die Ansprüche an das Unterbett sind deutlich größer als die an das Oberbett.

Im Gegensatz zum beweglichen, sozusagen mobilen Oberbett ist das Unterbett fest mit der Matratze verbunden. Das ist so auch so gewünscht, denn es soll nicht verrutschen.

Das Unterbett sollte die Matratze in voller Länge und Breite bedecken. Die Oberfläche der Matratze, also die Liegefläche, wird komplett mit dem Unterbett bezogen.

Abhängig von Marke und Modell wird es seitlich mit Knöpfen verschlossen. Das ist dann bei Matratze und Unterbett möglich, wenn beide von Marke und Modell her zueinander passen.

Das Unterbett für den hygienischen Schlafcomfort
Das Unterbett für den hygienischen Schlafcomfort

Materialien

Bei den Materialien für das Unterbett ist die Auswahl groß. Sie reicht vom reinen Baumwollunterbett über eine Mischung aus Kamelhaar und Schurwolle, über Merinowolle zusammen mit Wildseide oder Zirbelspänen, bis hin zur Unterbettmischung aus Kaschmir und Schafschurwolle.

Im Grunde genommen sind die verfügbaren Materialien für das Unterbett identisch mit denen für das Zudeckbett. Im Gegensatz zum Oberbett ist das Unterbett jedoch deutlich dünner, also leichter.

Ob die Hausfrau von einem Unterbett, von einer Matratzenauflage oder von einem Matratzenschoner spricht, ist von der Qualität dieser Bettenware abhängig. Je aufwändiger und insofern teurer sie ist, umso eher handelt es sich um das Unterbett. Daran sollte auch nicht gespart werden.

Der Bettenkäufer muss sich darüber bewusst sein, dass er durchschnittlich acht bis zehn Stunden täglich darin ruht. Das Bett ist meistens eine Anschaffung für die nächsten Jahre oder ein, zwei Jahrzehnte.

Erholung und Entspannung durch die tägliche Bettruhe werden für die Leistungsfähigkeit sowie für das Wohlbefinden im Alltag dringend benötigt. Insofern kann das Bett als ein Motor für die tägliche Regeneration bezeichnet werden.

Sich vom Fachmann informieren lassen

Hier darf nicht gespart, sondern muss investiert werden. Das beinhaltet auch eine umfassende Information über das Bett und seine Bestandteile.

Zu denen gehören der Lattenrost, die Matratze und die Bettwaren mit dem Unterbett. Es schützt einerseits die Matratze und sorgt andererseits für ein angenehmes Liegen darauf.

Unterbett ist keineswegs gleich Unterbett. Der Unterschied zwischen der einfachen Matratzenauflage und einem Unterbett ist spätestens im direkten Vergleich deutlich spürbar.

Bei der Ersteinrichtung einer Wohnung müssen mehrere bis viele Möbelstücke gekauft werden. Das Bett ist nur ein Möbel unter ihnen. Das Wohn-/Esszimmer hat meistens schon aus optischen Gründen die oberste Priorität.

Dabei sollte das Einzel- oder Doppelbett mit seinem Inhalt und dem dazugehörigen Unterbett nicht vernachlässigt werden. Unterm Strich wird es deutlich mehr frequentiert als das Wohnzimmer.

Damit Sie beim Kauf auch die richtige Wahl treffen, gehen wir im Folgenden auf die unterschiedlichen Materialien des Unterbetts ein...

Lammfell

Lammfell als kuscheliges Material für das Unterbett
Lammfell als kuscheliges Material für das Unterbett

Das Lamm ist ein junges Schaf. Es wird als juveniles Tier bezeichnet, als ein Tier vor seiner Geschlechtsreife. Mit ihr vollzieht sich der Wechsel hin zum jungen Schaf.

Das neue sowie erstmalig gewachsene Lammfell ist besonders weich und weiß. Es hält warm und ist flauschig. Dementsprechend verhält sich auch das Unterbett aus Lammfell.

Kleine Lämmer frieren dank ihrer Felldichte nicht. Das gilt gleichermaßen für das Liegen auf dem Unterbett.

Das Material Lammfell ist warm, dicht und doch wärmeaustauschend. Es ist seit jeher eine weltweite Handelsware.

Hersteller von Unterbetten werben mit einem hochwertigen deutschen Lammfell. Es ist das Fell von Hausschafen, die deutschlandweit gehalten und gezüchtet werden.

Die Vorzüge von Lammfell

Lammfell ist in der Lage, bei Kälte zu wärmen – andererseits auch, bei Hitze zu kühlen, sodass man mit einem Lammfellunterbett zu einem echten Vier-Jahreszeiten-Unterbett kommt. Dies liegt an der temperaturausgleichenden Eigenschaft von echtem Lammfell.

Außerdem bietet es durch eine Art natürliches Luftpolster eine atmungsaktive Zone, sodass es – trotz behaglicher Wärme im Winter – nicht zu nächtlichem Schwitzen kommt. Auch für seine feuchtigkeitsregulierende Wirkung ist Lammfell bekannt: Die Wolle des Lammfells kann bis zu dreißig Prozent Feuchtigkeit als Wasserdampf aufnehmen, ohne dass sie sich feucht oder kalt anfühlt.

Das heißt, selbst im feuchten Zustand besitzt Lammfell eine natürliche Eigenwärme und fühlt sich nie kalt an. Zudem nimmt Lammfell Nachtschweiß sofort auf und gibt ihn sieben Mal schneller an die Luft ab als Synthetik.

Lammfell als Unterbett

Dies macht Lammfell zum idealen Material für Unterbetten. Schließlich wussten schon sibirische Nomaden vor zwölftausend Jahren über die Vorzüge des Lammfells Bescheid. Neben den genannten temperaturausgleichenden, atmungsaktiven und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften ist es extrem anschmiegsam, sodass jedem, der auf Lammfell schläft, allgemeines Wohlbefinden sowie Entspannung vermittelt wird.

Nicht zuletzt kommt dem Lammfell eine durchblutungsfördernde Wirkung zu – und eine gute Durchblutung ist Voraussetzung für einen gesunden Schlaf, wie jeder weiß, der schon einmal wegen kalter Füße nicht einschlafen konnte. Im Winter speichert die natürliche Wollfaser des Lammfells die Wärme, die jeder Körper abgibt, und gibt sie dem Körper zurück.

Auch und insbesondere für Allergiker sind Unterbetten aus Lammfell geeignet, da Lammfelle zu einhundert Prozent aus so genanntem Lanolin, bestimmten Eiweißproteinen, bestehen und Eiweiße wiederum keinen Nährboden für Bakterien und Viren bieten. Diese antibakterielle Wirkung schützt auch die Haut.

Die natürliche Struktur der Wollfaser des Lammfells, die eher schuppig ist, stößt Schmutz ganz von selbst ab, sodass das Lammfell über eine natürliche Selbstreinigungskraft verfügt. Regelmäßiges Aufschütteln und Lüften ist ausreichend, um Gerüche zu neutralisieren und die flach gelegenen Wollfasern wieder aufzurichten. Lammfell ist von Natur aus strapazierfähig, elastisch und von hoher Reißfestigkeit, sodass Lammfellunterbetten in der Regel eine lange Lebensdauer haben.

Schaffell

Als späteres Schaf wird das junge Lamm dann viele Jahre lang geschoren und liefert mit der Schurwolle das Material für das Unterbett aus Schaffell. Der Käufer kann nicht erkennen, um die wievielte Schur es sich bei seinem Schaffellunterbett handelt.

Je jünger das Schaf ist, umso weicher, buchstäblich schöner ist die Schurwolle, also das Schaffell. So robust wie das Schaf ist, so strapazierfähig ist auch das Schaffell.

Das gilt für das Unterbett sowohl aus Schaffell als auch aus Lammfell. Das ist allein deswegen feiner, weil das junge Tier erst einmal oder nur wenige Male geschoren worden ist.

Die Lebenszeit als Lamm in der freien Natur ist deutlich kürzer als die der älteren Schafe. Das hat Auswirkung auf die Qualität des Schaffells, also der Schafwolle. Auch die Länge ist mitentscheidend für seine Güte.

Im Handel werden die Begriffe "Lammfell" und "Schaffell" vielfach zusammen, buchstäblich in einem Satz verwendet. Der Käufer sollte sich daran orientieren, wie der Hersteller das Unterbett deklariert.

Lamm und Schaf sind eins und trotzdem nicht dasselbe. Das gilt auch für das Unterbett. Wenn mit Lammfell geworben wird, dann sollte es auch die Schurwolle des kleinen Tieres sein.

Baby in gelb-blauem Kapuzenbademantel auf Schaffell
Baby in gelb-blauem Kapuzenbademantel auf Schaffell

Molton

Die Matratzenauflage aus Molton ist ein in jeder Hinsicht robustes und widerstandsfähiges Unterbett. Der Molton ist ein Baumwollgewebe.

Zu den Merkmalen der beidseitigen Rauung gehört unter anderem das Absorbieren von Licht und Schall. Molton ist ein weiches Gewebe und überaus pflegeleicht.

Abhängig von ihrer Füllung ist die Matratzenauflage aus Molton zweiseitig für Sommer und Winter nutzbar. Hersteller bieten die so genannte Winterseite mit einem gerauten Moltongewebe an, während die andere, die Sommerseite, zum Beispiel ein verstepptes Frotteegestrick sein kann.

Ob Unterbett oder Matratzenauflage, das Material Molton schont auf jeden Fall die Matratze. Das problemlose regelmäßige maschinelle Waschen kommt den Allergikern besonders entgegen. Sie haben die Gewähr, zu jeder Zeit auf einem absolut sauberen Moltonunterbett zu liegen - frei von Hausstaubmilben und jeglichen Allergiebelastungen.

Webpelz

Ein ebenso beliebtes wie strapazierfähiges Material für das Unterbett ist der Webpelz. Als Pelzimitat wird er auch Kunstfell genannt. Webpelz wird aus Polyacryl und Florgarn hergestellt.

Für diejenigen, die bei ihrem Unterbett auf Tierfelle, beispielsweise auf Lamm- oder auf Schaffell, verzichten möchten, ist der Webpelz aus Baumwolle eine geradezu ideale Alternative. Auch beim Webpelz aus Baumwolle sollte auf das Zertifikat "KbA" für kontrolliert biologischer Anbau geachtet werden. Andere Webpelzarten für Unterbetten haben einen hohen Füllanteil an Schafschurwolle.

Durch die Verarbeitung und eine dazu gehörige Bindetechnik wird aus der Baumwolle Baumwollgarn, und daraus das gewünschte Garn. Mit seiner angenehm-warmen Dichte ist es sehr anschmiegsam.

Die Besonderheit beim Webpelzunterbett ist seine Verarbeitung. Die geschieht nur einseitig, also auf einer Liegefläche. Dadurch entsteht beim Benutzer das subjektive Empfinden, umgekehrt direkt auf einem Fell zu liegen.

So wie der Webpelz selbst ein Imitat des echten Fells ist, so ist das Webpelzunterbett eine kleine Imitierung dahingehend, dass direkt auf dem Naturmaterial Baumwolle oder Schafswolle geruht wird. Entscheidend ist dabei das Material für das Unterbett. Durch die einseitige Naturbelassenheit des Webpelzunterbettes kommen die Vorteile der Bettfüllung besonders gut zur Geltung.

Kamelflaumhaar

Zu den besonderen Materialien von Unterbetten bzw. deren Füllungen zählt Kamelflaumhaar. Es kann vor Überhitzung als auch vor Unterkühlung schützen und somit die Körpertemperatur ideal ausgleichen. Oftmals findet man eine zusätzliche Beimischung von Schafschurwolle, um das Unterbett strapazierfähiger zu machen.

Der nächtliche Schweiß der schlafenden Person wird von dem Material aufgenommen und an die Außenluft abgegeben. Zusätzliche Vorteile:

  • Muskelentspannung
  • Wärmeffekt
  • Hautdurchblutung

Alles in allem kann für ein trockenes Schlafklima gesorgt werden. Geeignet ist ein Unterbett aus diesem Material besonders für Menschen, die nachts zum stärkeren Schwitzen tendieren, gleichzeitig aber eine zusätzliche, wärmende Matratzenauflage wünschen.

Lyocell

Lyocell wird auch Tencel genannt. Es handelt sich um eine Zellulosefaser, die sich ebenso gut für eine Füllung des Unterbettes eignet. Auch dieses Material kann Feuchtigkeit aufnehmen und hat einen temperaturausgleichenden Effekt.

Zu den weiteren Vorzügen zählt, dass es

  • im Schonwaschgang bei 60 Grad gewaschen werden kann
  • trocknergeeignet ist
  • für Allergiker eine gute Wahl darstellt
  • über gute Wärmeeigenschaften verfügt
  • sehr atmungsaktiv ist

Hanf

Wählt man Hanf als Füllung für das Unterbett, wird dieses in der Regel mit Baumwolle vermischt. Das Besondere an Hanf: es übertrifft in Sachen Haltbarkeit und Festigkeit die Baumwolle und kann Wärme fast so gut speichern, wie Schafschurwolle.

Hanf ist

  • widerstandsfähig gegen Mikroorganismen
  • staubabweisend
  • feuchtigkeitsregulierend
  • sehr atmungsaktiv
  • wärmend
  • durchblutungsfördernd

Grundinformationen und Tipps zu Unterbetten

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: sweet dreams © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: woman taking a nap © Kati Molin - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sheepskin © Barbro Bergfeldt - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kleines Mädchen auf Schaffell, Bademantel © tunedin - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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