Toiletten - Unterschiedliche Toiletten-Typen, Spülsysteme und Nutzungshinweise

Holztür mit ausgeschnittenem Herz einer Toilette draußen

Unterschiedliche Kloarten und Hinweise zur Regulierung des Wasserverbrauchs bei der Klospülung

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  • von Paradisi-Redaktion

Toiletten sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Sie gelten aber auch als ein Merkmal des Wohlstands, welches keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Dabei gibt es verschiedenen Toiletten-Typen und Spülsysteme, die für Komfort und Hygiene sorgen. Entscheidender Punkt stellt in diesem Zusammenhang auch der sparsame Wasserverbrauch dar. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Toilettentypen und holen Sie sich Tipps zur Auswahl und Regulierung des Wasserverbrauchs.

Verschiedene Toilettentypen im Überblick

Als Toilette, Wasserklosett oder kurz Klo wird sowohl der abgetrennte Raum als auch die sanitäre Vorrichtung als solche bezeichnet. Im hiesigen Kulturraum werden alle Körperausscheidungen und das in dem Zusammenhang benutzte Toiletten- oder Klopapier mit Wasser in den Abfluss gespült, also abgeleitet.

Wasser ist teuer, und so wird versucht, auch bei der Klospülung zu sparen. Es gibt unterschiedliche Spülsysteme, aber ebenso lassen sich bei der Toilettenart Unterschiede erkennen.

Generell unterscheidet man frei im Raum stehende Toiletten - früher die übliche Bauweise - sowie Trockenbaukonstruktionen, die die Leitungen verdecken. Das Toilettenbecken wird heutzutage als Hänge-WCs und somit als wandhängende Konstruktion installiert.

Porzellantoilette

Hierzulande stellt die Porzellantoilette das Standardmodell dar. Diese verfügt über eine Spülung sowie über eine direkte Verbindung zur Kanalisation und kann in drei Formen vorgefunden werden.

Einsicht modernes Badezimmer mit einem Hängeklo
Einsicht modernes Badezimmer mit einem Hängeklo
Flachspüler

Dies wäre zunächst einmal der Flachspüler. Bei diesem Modell befindet sich eine Art Auffangbecken in der Mitte des Kloinneren. Die Ausscheidungen des Benutzers werden somit zunächst einmal gesammelt, um schließlich durch den Spülvorgang in die Kanalisation überführt zu werden.

Der große Nachteil von Flachspülern ist dabei die unangenehme Geruchsentwicklung, welche sich zwischen der Ausscheidung und dem Spülvorgang vollzieht. Dies ist auch der Hauptgrund, weshalb Flachspülsysteme hierzulande seit den 90er Jahren kaum noch eingebaut werden.

Tiefspüler

Stattdessen setzt man heute primär auf die zweite Form der Porzellantoilette: den Tiefspüler. Statt auf ein massives Auffangbecken fallen die Ausscheidungen hier direkt in ein Siphon. So werden die Exkremente direkt mit Wasser umschlossen und es kommt kaum zu einer ausgeprägten Geruchsbildung. Negativ fällt bei dieser Toilettenform lediglich das aufspritzende Wasser während des Stuhlgangs auf, an welchem sich manche Benutzer stören.

Hocktoilette

Die letzte Form der klassischen Porzellantoilette ist schließlich die Hocktoilette. Wie der Name vermuten lässt, steht dem Benutzer hier keinerlei Sitzgelegenheit zur Verfügung. Stattdessen wird sich über die Schüssel gehockt, was zwar anstrengend sein mag, jedoch insgesamt auch hygienischer ist.

Weitere Toilettenformen

Neben der Porzellantoilette gibt es noch weitere Toilettenformen, auf welche heutzutage teils kaum mehr gestoßen werden kann.

Plumpsklo

In diesem Zusammenhang kann zunächst einmal das umgangssprachliche Plumpsklo genannt werden. Hierunter versteht man eine Toilette, welche über keinerlei Wasserspülung verfügt und somit in der Regel auch nicht mit der Kanalisation verbunden ist.

Stattdessen fallen die Ausscheidungen in ein Auffangbecken. Plumpsklos sind aufgrund der Geruchsentwicklung und der Notwendigkeit eines möglichst tiefen Auffangbeckens zumeist im Freien.

In Verkehrsmitteln: Vakuumtoilette

Deutlich moderner geht es da schon bei den Vakuumtoiletten zu, welche in Schiffen, Flugzeugen und Zügen vorgefunden werden können. Hier werden die Ausscheidungen durch einen Unterdruck eingesaugt, was ein klassisches Spülen überflüssig macht.

Sonstige Formen

Des Weiteren gibt es:

  • Toiletten mit Sickergrube
  • mobile Toilettenkabinen
  • Toiletten mit antiseptischem Tank (in Wohnmobilen oder etwa bei Veranstaltungen)
  • Komposttoiletten/Trockentrenntoiletten mit Urintrennung und Feststoffkompostierung
  • Bordtoiletten, zum Beispiel in Reisebussen

Merkmale und Unterscheidungen öffentlicher Toiletten

Toiletten in öffentlichen Gebäuden sind in der Regel nach Geschlecht getrennt und durch ein typisches Piktogramm mit abgebildeter Frau bzw. abgebildetem Mann erkennbar. Gibt es keinen Platz für getrennte Toilettenräume, ist die Rede von einer Unisex-Toilette.

In diesem Fall nutzen beide Geschlechter die Räumlichkeiten. Als typische Beispiele gelten die Toiletten in Zügen oder mobilen WCs.

In einigen Fällen finden sich neben dem WC auch ein Bidet. Dabei handelt es sich um ein Sitzwaschbecken, welches der Intimhygiene nach dem Toilettengang dient.

Öffentliche Männertoiletten sind oftmals mit Urinalen oder auch Pinkelrinnen ausgestattet. Je nach Region bzw. Land gibt es außerdem

  • Lautsprecher, um die Körpergeräusche während des Toilettengangs zu übertönen
  • ein Gebläse zum Absaugen der Gerüche oder
  • ein Kindersitz, um den Nachwuchs sicher abzusetzen, während man auf die Toilette geht.
Eingänge zu den Damen- und Herren-Toiletten in einem Flughafen
Eingänge zu den Damen- und Herren-Toiletten in einem Flughafen

Funktionsweise verschiedener Spülsysteme

Der englische Mathematiker und Mechaniker Alexander Cumming gilt als der Erfinder, sozusagen Konstrukteur des Wasserklosetts, dem Vorläufer der heutigen Toilette mit Toilettenspülung. Das von ihm Mitte der 1770er Jahre entwickelte S-Rohr, der Siphon wurde als ein Gasverschluss von Rohren auf seinen Namen patentiert.

Die untere Rohrbiegung bleibt dauerhaft mit Wasser gefüllt und erschwert den Durchlass von Gasen nach oben, ermöglicht gleichzeitig aber auch das Abfließen von Wasser nach unten. Heutzutage ist die Toilettenspülung direkt an die Kanalisation angeschlossen.

Wenn das nicht der Fall ist, dann wird von einem nicht erschlossenen Grundstück gesprochen. In diesem Falle führt die Toilettenspülung in eine Sickergrube. Vom so genannten Plumpsklo wird gesprochen, wenn die Körperausscheidungen ohne Toilettenspülung, also direkt dort hinterlassen werden.

Die Toilettenspülung ist unmittelbar mit dem Toilettenbecken verbunden. Die heutzutage gängigen Bauarten sind der Flachspüler, die Hocktoilette und der Tiefspüler. Bei den Spülsystemen wird in das Druck- und in das Kastenspülen unterschieden.

Beim Druckspülen gelangt das Wasser direkt aus der Leitung der Hauswasserversorgung in das Toilettenbecken. Es läuft ungebremst und solange, wie buchstäblich gedrückt wird.

Der Wasserverbrauch ist weder messbar noch kontrollierbar. Vor dem Hintergrund von Hygiene und Sauberkeit wird erfahrungsgemäß eher länger als kürzer gedrückt.

Das ist beim Kastenspüler ganz anders. Der Spülkasten ist oberhalb der Toilettenschüssel montiert. Über ein Füllventil wird das Auf- und Nachfüllen des Spülkastens reguliert.

Er fasst üblicherweise zehn Liter Wasser. In Deutschland ist es Leitungswasser, also gereinigtes Trinkwasser.

Über einen Druckauslöser wird der Wasseraustritt freigegeben. Durch eine direkte Zuleitung gelangt das Wasser mit einem druckvollen Schwung in die Toilettenschüssel und schwemmt den Inhalt durch den Siphon hindurch weiter in das Abflussrohr. Das Nachfüllen des Spülkastens geschieht automatisch im direkten Anschluss an das Leeren.

Tipps zur Wahl des passenden WCs

Ein leicht zu reinigendes Modell hat Vorteile
Ein leicht zu reinigendes Modell hat Vorteile

Wer ein Bad neu gestaltet, wird sich auch Gedanken über das passende WC machen müssen. Generell sollte die Toilette möglichst leicht zu reinigen sein.

Wer sich für eine Installationsart entschieden hat, muss sichergehen, dass sich diese auch im Bad realisieren lassen kann. Wand-WCs beispielsweise sind nicht in jedem Raum möglich.

Sie machen die Reinigung leichter, benötigen aber eine tragfähige Wand. Stand-WCs wiederum können einfacher montiert werden. Je nach persönlicher Situation sollte auch an den Komfort bei der Toilettennutzung im Alter gedacht werden.

Natürlich sollte das Klo bestmöglich zur restlichen Einrichtung passen. Auch der sparsame Wasserverbrauch zählt zu den wichtigen Kriterien.

Flachspüler können eher zu Gerüchen führen; hier wird jedoch hochspritzendes Wasser vermieden. Tiefspüler punkten durch die verminderte Geruchsentstehung.

Mögliche Zusatzfunktionen

Wer sich ein neues WC zulegt, wird mittlerweile auch auf diverse Modelle mit unterschiedlichen Zusatzfunktionen treffen. Zu diesen zählen beispielsweise

  • WCs mit langsam schließenden Deckeln, um ein lautes Herunterfallen zu vermeiden
  • Kompakt-WCs: diese WCs in kompakter Bauweise eignen sich für kleine Bäder besonders gut
  • Geruchsabsaugung: es gibt Modelle, bei denen Gerüche bereits während der Benutzung abgesaugt werden
  • Dusch-WCs: erspart den Einbau eines Bidets - nach dem Toilettengang kann der Intimbereich gereinigt werden
  • Spülrandlose Toiletten: es gibt keinen Spülrand an der obereren Schüsselkante, was die Reinigung vereinfacht, da sich keine schwer zu erreichenden Ablagerungen bilden können

Den Wasserverbrauch regulieren

Mit der Kastenspülung lässt sich die verbrauchte Wassermenge regulieren und in etwa ausrechnen. Um direkten Einfluss auf den Wasserverbrauch zu nehmen, bieten sich die moderne Zwei-Mengen-Spültechnik oder die Spül-Stopp-Funktion an. Der Toilettenbenutzer kann sich für die geringere Wassermenge mit etwa drei Litern entscheiden oder für die gesamte Füllmenge des Spülkastens mit bis zu zehn Litern.

Ein Nachspülen ist auf dieselbe Weise über beide Spülkammern möglich. Die Spül-Stopp-Funktion wird in öffentlichen Gebäuden vielfach mit einer Automatik versehen. Die Füllkammern werden sehr sparsam auf- und nur langsam mit Wasser nachgefüllt.

Als ein Nachteil erweist sich die Anfälligkeit der häufig betätigten Automatik. Wenn sie defekt ist, dann gilt das für den gesamten Spülgang; die Toilette ist aus dieser Sicht unbenutzbar.

Wasser ist heutzutage eine teure und kostbare Ressource. Toilettenspülungen werden aus ganz unterschiedlichen Gründen oftmals unbewusst, unbedacht und auch überflüssigerweise betätigt. Wenn dieses Verhalten beibehalten, dabei jedoch bei der Zwei-Mengen-Spültechnik die Taste mit dem geringeren Wasserverbrauch betätigt wird, dann werden Wasser und Geld gespart.

In der Öffentlichkeit denken die einen dabei an die Umwelt, zuhause dagegen an das eigene Portemonnaie. Der Mieter von Haus oder Wohnung sollte Wert darauf legen, dass der Vermieter die Toilettenspülung im Bad und besonders für das Gäste-WC mit dieser modernen und ressourcenschonenden Technik versieht.

Wenn das eigene Verhalten darauf reduziert wird, die Toilettenspülung ausschließlich zum Wegspülen von Körperausscheidungen zu betätigen, dann lassen sich in einem mehrköpfigen Haushalt monatlich einige Kubikmeter teures Leitungswasser einsparen. So wie das eigene Verhalten zum Sparen bei Strom und Heizung überprüft wird, so muss es auch beim Wasserverbrauch der Toilettenspülung sein.

Es sollte bewusst werden, dass jeder Liter Wasser, der aus der Leitung oder aus dem Spülkasten läuft, ein Wasserkauf ist. Vergleichbar mit Strom und Gas kommt auch hier das dicke Ende über die Endabrechnung der Haus- oder Mietnebenkosten.

Dank Urinella muss Frau nicht mehr im Sitzen pinkeln

Nun haben Männer einen Vorteil weniger: Ein trichterförmiges Tütchen, oben und unten geöffnet, ermöglicht es Frauen im Stehen zu urinieren und das ohne sich dabei vollkommen zu entblößen. Maximal die Hälfte des Oberschenkels ist bei Anwendung der Pinkelhilfe zu sehen.

Urinella, welche auch simpel selber zu basteln ist, wird einfach mit der breiteren Seite auf dem Schambereich aufgelegt, so dass der Harn problemfrei durch das spitze Ende abfließen kann.

Für unterwegs: Aufblasbares Klosett

Verschmutzte öffentliche Toiletten sind keine Sonderheit, doch nun kann man sein eigenes Klo überall mitnehmen: „Inflate-a-potty“ nennt sich die mobile Toilette für unterwegs. Ist das Gerät aufgeblasen, so stülpt man eine Plastiktüte in die Öffnung und das Mobilklo ist bereits einsatzfähig.

Die Tüte sollte danach selbstverständlich entsprechend entsorgt werden. Die neue Erfindung gibt es für Kinder zum Preis von 14,95 US-Dollar, die Erwachsenengröße kostet 19,90 US-Dollar.

Der "Ladybag" - ab sofort hat die lästige Warterei vor öffentlichen Toiletten ein Ende

Wir Frauen kennen das Problem: Da müssen wir unterwegs mal ganz dringend auf Toilette und entweder ist kein WC auffindbar oder aber die Schlange davor ist so lang, dass wir uns schon dreimal in die Hose gemacht haben, bevor wir in der Toilettenkabine angekommen sind.

Diese lukrative Marktlücke hat ein cleveres deutsches Unternehmen nun für sich entdeckt und ein mobiles WC entwickelt, das perfekt in die Handtasche passt und somit jederzeit zur Stelle ist. Im Inneren mit einer Polymerschicht ausgekleidet, verwandelt diese den Urin in ein geruchsneutrales Gel, das in einem separaten Beutel bequem und umweltfreundlich entsorgt werden kann.

Öffentliche Toiletten werden nur selten benutzt

Im Auftrag des Apothekenmagazins "Apotheken Umschau" wurde eine Umfrage zum Thema "Öffentliche Toiletten" gemacht. Hier ist das Ergebnis, so dass die meisten Deutschen, Frauen wesentlich mehr als Männer, den Gang auf eine öffentliche Einrichtung nur im äußersten "Notfall" machen.

In Prozent ausgedrückt finden 84 Prozent der Frauen es sehr unangenehm, die öffentlichen Toiletten aufzusuchen, bei den Männern liegt der Anteil "nur" bei etwa knapp 60 Prozent. Aber besonders wegen der oftmals mangelnden Hygiene versuchen auch knapp 60 Prozent der Befragten sogar die Klinken nicht zu berühren.

In den Privathaushalten wird bei einem Drittel der Befragten täglich die Toilette gereinigt. An der Umfrage, die von der GfK Marktforschung Nürnberg durchgeführt wurde, haben insgesamt 2.047 Personen, älter als 14 Jahre, teilgenommen. Hierbei waren 1.054 Frauen und 993 Männern befragt worden.

Lübeck - Die ersten "netten Toiletten" in Schleswig-Holstein

Staatliche Zuschüsse, Werbung und Co. - Schleswig-Holstein setzt auf die "nette Toilette"

Ansicht von oben: Toilettenschüssel mit hochgeklapptem Sitz und Deckel
Toilettenschüssel © Alterfalter - www.fotolia.de

In Lübeck und somit in ganz Schleswig-Holstein wurden nun auch die ersten "netten Toiletten" eingeführt. In ganz Deutschland existieren diese bereits in 90 Städten. Hinter der Idee steckt eine Art Sparmaßnahme für den Staat, aber auch die Gastronomen können von dem Projekt profitieren, weil so eventuell neue Gäste an Land gezogen werden können.

Prinzip und Nutzen der "netten Toilette"

Das Projekt der netten Toilette meint dabei eigentlich nur, dass Restaurants, Kneipen und andere öffentliche Einrichtungen ihre Toiletten allen Leuten frei zur Verfügung stellen. Diejenigen die sich an dem Projekt beteiligen erhalten staatliche Zuschüsse in Höhe von bis zu 150 Euro im Monat. Zwar werden damit nicht alle Kosten gedeckt, die den Besitzern entstehen, aber auf diese Weise machen die Betreiber auch Werbung für ihren Laden.

Der Staat spart mit diesem Projekt etwa 120.000 Euro im Jahr, was sonst für den Bau und die Instandhaltung von öffentlichen Toiletten draufgehen würde. Zu erkennen sind die teilnehmenden Betriebe an einem Schild am Eingang auf dem steht "nette Toilette".

Japan - WC misst automatisch Blutdruck und Urinwerte

Wer in japanischen Krankenhäusern eine Routineuntersuchung durchführen lassen will, muss lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Um den Warteschlangen entgegenzuwirken, hat der Toilettenhersteller Toto ein WC der Extraklasse entwickelt. Dieses ist nicht nur in der Lage, die Körpertemperatur und das Gewicht des WC Besuchers zu messen, es ermittelt ebenfalls den Zuckergehalt im Urin. Über eine entsprechende Armmanschette wird der Blutdruck gemessen und via Display angezeigt. Alle Werte sollen künftig per E-Mail verschickbar sein, an Ärzte oder zur privaten Dokumentation. Ab 3.200 Euro ist die High-Tech Toilette zu haben.

Zur japanischen Standard-Toilette zählt übrigens mittlerweile bereits ein Heißluftgebläse, spezielle Wasserdüsen zur Reinigung und eine serienmäßige Vorrichtung zur Einstellung der Sitztemperatur. Oft werden Klobrillen auf Knopfdruck gereinigt und der Toilettendeckel geschlossen.

Taschen-Toilette: der neue Verkaufshit aus England

Wer kennt das nicht: man steht im Stau und die Blase zwickt oder auf dem Festivalgelände sind alle Klos besetzt und schmutzig. Eine englische Firma schafft jetzt Abhilfe, und das mit durchschlagendem Erfolg. Halfords stellt eigentlich Accessoires für Auto und Freizeit her, die neue Toilette für die Tasche mausert sich allerdings zum absoluten Verkaufshit.

Die 4,70-Euro-Toilette besteht aus einer Tüte, die von innen speziell beschichtet ist und den Urin sofort in ein Gel umwandelt. Sie passt bequem ins Handschuhfach und soll tropf- und geruchssicher sein, für Männer zwischen drei und 103 Jahren geeignet und auch für Frauen nutzbar sein.

Benutzer müssen bei Umwelt-WC genau zielen

Die Idee ist gut: Eine Toilette, die zwischen Kot und Urin unterscheidet. Dies ist umweltfreundlich, weil die Säuberung effizienter und günstiger ist.

Im niederländischen Zwolle gibt es an der Hochschule Windesheim solche WCs. Allerdings funktioniert die Toiletten-Benutzung in der Praxis nicht so gut, wie erhofft. Der Benutzer muss sehr konzentriert und genau sein Geschäft verrichten.

Da dies in einer Massen-Toilette kaum klappt, geht viel daneben. Für das Säuberungs-Personal bedeutet das Extra-Putzrunden und der eigentliche Vorteil ist dahin. Die Hochschule hat bereits angekündigt, Anpassungen vorzunehmen.

Eine Toilette zum Mitnehmen

Ein Klo für unterwegs präsentierte der Arzt Laurent Helewa aus Frankreich auf der Erfindermesse in Genf.

Helewa erklärte, dass es bei Naturkatastrophen wichtig sei, Zugang zu einer Toilette zu haben. Sonst drohe der Ausbruch einer Cholera-Epidemie, da die Betroffenen ihr Geschäft überall machen würden. Das Klo wiegt lediglich zwei Kilogramm und ist somit leicht transportierbar.

Die tragbare Toilette sieht aufgestellt aus wie ein Umzugskarton. Im Inneren des Kartons befindet sich eine Tüte mit Gel-Pads, die Kot und Urin auffangen und die Exkremente binden. Nach der Benutzung lässt sich das WC einfach zusammenfalten. Eine benutzte Toilette hält einem Höchstgewicht von 200 Kilogramm stand.

Frankfurter Innenstadt testet Urinale für Frauen

Für mehr Gleichberechtigung testet Frankfurt nun Urinale für Frauen

Holztür mit ausgeschnittenem Herz einer Toilette draußen
herz © Edgar Löhr - www.fotolia.de

Es ist ja schon ein bisschen ungerecht, wenn überall in den großen Innenstädten öffentliche Urinale verteilt sind, die Männern kostenlos zur Verfügung stehen. Frauen müssen nach einer öffentlichen Toilettenanlage meist schon etwas länger suchen und in der Regel auch noch Geld für die Benutzung bezahlen.

Nach einigen Beschwerden hat sich die Stadt Frankfurt dazu entschieden auch Urinale für Frauen einzuführen und zu testen. Ab kommenden Montag sollen demnach auch Frauen die Möglichkeit haben in der öffentlichen WC-Anlage der Hauptwache kostenlos ihr kleines Geschäft zu verrichten, denn dort werden nun die ersten Pissoirs für Frauen getestet.

Schneller Toilettenbesuch und wenig Wasserverbrauch

Wie die Stabsstelle für öffentliches Toilettenwesen der Stadt mitteilte, bringen die Urinale nicht nur Vorteile für ihre Benutzerinnen mit sich, sondern verbrauchen auch weniger Wasser als normale Toiletten und haben somit auch geringere Betriebskosten. Ob sich das Urinal für die Frau schließlich durchsetzt, hängt von den Benutzerinnen ab.

Die ersten Urinale können bis August getestet und von den Benutzerinnen bewertet werden. Zeigt sich eine allgemeine Zufriedenheit sollen noch weitere Frauen-Urinale in der Stadt eingerichtet werden.

Auf der Suche nach einer neuen Toilette

Toilette ohne Wasser, dafür mit Membranfilter

Ausschnitt Badezimmer, Toilette, Dusche, graue Fliesen
badezimmer 1 © Irina Fischer - www.fotolia.de

Eine Toilette im Badezimmer ist in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Für fast 2,6 Milliarden Menschen jedoch nicht, denn sie besitzen keinen Anschluss an ein Abwassernetz. Vermutlich werden viele von ihnen diesen auch niemals erhalten.

Daher hat die "Bill & Melinda Gates Foundation" des Microsoft-Gründers nun einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Die Teilnehmer sollen eine Toilette für die Menschen entwickeln, die nicht mit dem Abwassernetz verbunden sind. In der ersten Projektphase stellt die Stiftung dafür drei Millionen Dollar bereit. Später soll der Betrag noch einmal deutlich erhöht werden.

Toilette 2.0

Sylvia Mathews Burwell von der "Bill & Melinda Gates Foundation" rechtfertigt die Millionensumme. Die Neuerfindung der Toilette sei enorm wichtig, so Mathews Burwell, schließlich habe keine Innovation in den vergangenen 200 Jahren mehr für die Hygiene und Gesundheit geleistet als das Wasserklosett (WC).

Die Wasserspülung ist zwar praktisch, aber zu unwirtschaftlich und daher zu teuer. Sie benötigt zu viel Wasser, das in vielen Ländern viel zu knapp und kostbar ist. Das Plumpsklo ist zwar kostengünstiger, hat aber Nachteile in der Hygiene.

Daher ist jetzt die Toilette 2.0 gefragt. Sie soll ohne Stromzufuhr von außen funktionieren und nicht mehr als fünf US-Cent pro Tag und Nutzer kosten. Ein Membranfilter soll die flüssigen von den festen Anteilen des Toilettengangs trennen.

Anschließend sollen die menschlichen Ausscheidungen aufbereitet werden. Mit dem Urin sollen sich Menschen die Hände waschen können. Der Kot soll als Dünger dienen.

Im August des kommenden Jahres sollen verschiedene Forscherteams ihre Ergebnisse präsentieren.

Videospiele auf der Toilette

Ein Hightech-Urinal mit 12-Zoll-Bildschirm bietet "The Exhibit", eine Bar im Süden der britischen Hauptstadt London. Für seine männlichen Gäste stehen Spiele wie "On The Piste" oder "Clever Dick" zur Verfügung. Gesteuert werden sie über den Urinstrahl, die Hände sind dabei nicht nötig.

Nutzt niemand das Urinal, läuft Werbung über den Bildschirm. Betritt jedoch ein Gast die Toilette, wird der Spiel-Modus aktiviert. Entwickelt hat die Spiele Gordon MacSween von der englischen Firma Captive Media. Er gab an, besonders viel Wasser getrunken zu haben, um seine Produkte häufiger testen zu können.

Auch auf der Damen-Toilette sollen demnächst Spielkonsolen stehen. Doch sie werden ein anderes Aussehen haben. Schließlich, so MacSween, gäbe es gute anatomische Gründe, warum man für Damen nicht das gleiche Gerät installieren könne. Um die Wartezeit zu verkürzen, können Frauen in der Nähe des Händetrockners Quizfragen beantworten.

Was die Deutschen am liebsten auf dem stillen Örtchen lesen

Wie kann man die Zeit, die man täglich auf dem Klo verbringt besser nutzen als zum Lesen? Vor allem die Deutschen scheinen auf dem Klo ihre Lektüre nicht missen zu wollen, wie eine Umfrage im Auftrag des Taschentuchherstellers "Tempo" unter 1.077 Personen zeigt. Demnach liest jeder zweite Mann und jede dritte Frau auf dem stillen Örtchen.

Besonders beliebt sind mit 51 Prozent der Stimmen Zeitschriften. 47 Prozent lesen Zeitung, 25 Prozent schauen sich Werbeprospekte an, 11 Prozent greifen zum guten, alten Buch und 8 Prozent nehmen ihr Smartphone mit auf Toilette. Besonders beliebt bei den Frauen sind Zeitschriften (56 Prozent), bei den Männern hingegen Tageszeitungen (57 Prozent).

Wasserstrahl statt Klopapier - Dusch-WCs liegen im Trend

Wasserstrahl statt Klopapier: Das ist der neueste Hygienetrend. In vielen arabischen sowie asiatischen Ländern, insbesondere in Japan, ist es üblich, nach dem großen Geschäft seinen Po mit Wasser zu säubern. Diese Art von Hygienekultur ist in Europa und den meisten westlichen Staaten weitestgehend unbekannt.

Das Abwischen des Anus mit Klopapier ist für nicht wenige Menschen unangenehm. Hightech-WCs mit Duschvorrichtung bieten dagegen sanfte Hygiene an: Die Reinigung des Pos erfolgt mithilfe integrierter Waschdüse und eines Wasserstrahls. Anschließend trocknet ein eingebauter Föhn den Allerwertesten. Diese Vorrichtungen lassen sich sogar per Fernbedienung steuern.

Ganz billig sind die Dusch-WCs jedoch nicht. Die Kosten liegen zwischen 800 und 8.000 Euro. Gerade für ältere Leute und für Menschen mit Bewegungseinschränkungen sind sie vorteilhaft. Wer sich zwar auf sein Klo setzen kann, aber große Probleme hat, sich allein reinigen zu können, profitiert von der automatischen Toilette. Für zumindest diesen Personenkreis ist das Dusch-WC mit seinen Extras durchaus sinnvoll.

Alle anderen sparen immerhin das Geld für das Klopapier.

Japanischer Toiletten-Hersteller entwickelt "Toilet Bike"

Nicht nur hierzulande steigen die Spritpreise ins Unermessliche. In Japan hat ein Toilettenhersteller den steigenden Spritpreisen den Kampf angesagt und ein Motorrad entwickelt, das ausschließlich mit Bio-Treibstoff aus Exkrementen betrieben wird.

Das "Toilet Bike" hat, wie der Name schon vermuten lässt, eine Toilette als Sitz. Betrieben wird es aber nicht mit menschlichen Exkrementen, sondern mit tierischen, auch wenn ein Klorollen-Halter neben der Keramikschüssel angebracht ist, der wie die Schüssel selbst aber eigentlich nur zur Deko dient.

Laut dem Hersteller "Toto" kann man mit dem "Toilet Bike" ganze 300 Kilometer weit fahren, ohne neuen Treibstoff zu "tanken". Damit dem Fahrer von dem stechenden Geruch der Tier-Exkremente nich speiübel wird, ist der Tank luftdicht verschlossen.

Auf den Markt kommen wird das Klo-Motorrad aber nicht. Es dient dem Toiletten-Hersteller lediglich zu Werbezwecken.

Japanische Toilettenfirma präsentiert ihre neueste Erfindung, den Toiletten-Torwart

In Sachen kurioser Technik hat Japan mal wieder einen Clou gebracht: Die japanische Firma Toto präsentierte kürzlich eine Toilette, die zwar nicht ihren eigentlichen Zweck erfüllen kann, welche jedoch besser ist als alle Fußball-Torhüter dieser Welt.

Versucht man, aufs Tor zu schießen, registrieren die an den Pfosten montierten Hochgeschwindigkeitskameras die genaue Aufprallposition des Balles und leiten die Informationen an die sich in der Mitte des Tores befindliche Toilette weiter. Diese kann nun punktgenau Bälle unterschiedlicher Größe aus der in ihr integrierten Kanone auf den entgegenkommenden Ball schießen und ihn somit abwehren.

Nicht die nützlichste Erfindung, aber ohne Frage eine beeindruckende.

Das Klo, das eine Fahrtgeschwindigkeit von 90 km/h erreicht

Colin Furze aus England hat sich einen Spaß erlaubt und eine Toilette auf ein Gefährt gebaut, mit dem er es auf bis zu 90 Stundenkilometer schafft. So witzig sei die Fahrt darauf jedoch nicht, wie der 33-Jährige sagt, man könne durchaus Angst bekommen, wenn man die Straße entlang rast.

Um die "schnellste Toilette der Welt" zu bauen, brauchte der Engländer einen Monat. Dass er sie während der Fahrt benutzt, möchte man sich lieber nicht vorstellen.

"P EZ" - das tragbare Urinal für Frauen

Während es für Männer in den meisten Fällen kein Problem darstellt, auch unterwegs mal schnell die Blase zu entleeren, haben Frauen da schon größere Schwierigkeiten. Eine Firma aus Großbritannien hat sich diesem Problem gewidmet und mit "P EZ" ein tragbares Urinal für die Damenwelt auf den Markt gebracht.

Das Produkt zeigte sich schon nach kurzer Zeit als Verkaufshit und kommt besonders im Berich des Wanderns und Campings sehr gut an. Mit diesem aus Silikon hergestellten Urinal können Frauen im Stehen auf Toilette gehen und müssen sich nicht irgendwo im Gebüsch hinhocken. Anschließend kann man es einfach abwaschen und bei Bedarf wieder verwenden. Es kommt in sechs verschiedenen Farben daher, darunter Pink, Blau, Rot, Grün und Orange.

Heute ist Welttoilettentag - Dabei ist eine Toilette für viele keine Selbstverständlichkeit

Ansicht von oben: Toilettenschüssel mit hochgeklapptem Sitz und Deckel
Toilettenschüssel © Alterfalter - www.fotolia.de

Heute, am 19. November, ist der Welttoilettentag. Für viele Menschen in den westlichen Ländern ist diese Hygieneeinrichtung eine Selbstverständlichkeit und man denkt kaum darüber nach. So sieht es aber nicht überall auf der Welt aus. Gerade in den Entwicklungsländern ist eine Toilette, wie man sie hierzulande kennt, unvorstellbarer Luxus.

Welttoilettentag am 19. November

Genau aus diesem Grund gibt es den Welttoilettentag, denn besonders den wohlhabenden Ländern und Menschen soll ins Bewusstsein gebracht werden, wie wichtig diese Sanitäranlagen sind. Als Tag wurde der 19. November gewählt, da sich an diesem Tag im Jahr 2001 die Welttoilettenorganisation in Singapur gründete. Seit 2001 gibt es dank der Organisation auch viele Projekte, die sich dem Thema Sanitär und Hygiene widmen.

Aktuell wird an vielen Orten und in den Medien wieder verstärkt Aufklärungsarbeit betrieben. So kann man beispielsweise erfahren, dass allein in Afrika und Südasien rund zwei Drittel der Menschen und damit die deutliche Mehrheit keine Toilette haben. Diese Menschen verrichten ihr "Geschäft" vor allen Dingen unter freiem Himmel. Dies führt in den Ortschaften aber zu einem großen Hygieneproblem. Gerade Kinder infizieren sich auf diese Weise immer wieder mit Erregern.

Hygnieneprobleme in Ortschaften ohne Toiletten

Eine genauere Erhebung in drei philippinischen Provinzen zeigte, dass dort mehr als 50 Prozent der Kinder tatsächlich an Darmwürmern leiden. Der Mangel an Toiletten führt weltweit zu Kosten, die um die 190 Milliarden Euro liegen. In diese Rechnung fallen die Kosten für Behandlungen, aber auch der Ausfall an Arbeitskraft aufgrund einer solchen Krankheit. Außerdem entwickeln sich bei vielen Kindern körperliche und geistige Defizite, da sie in unhygienischen Regionen aufwachsen.

Der regelmäßige Gang zur Toilette ist für Kinder wichtig

Teddy sitzt in einem Töpfchen, daneben ein Stapel Windeln
A teddy bear in a white potty next to stack of diapers © zoeytoja - www.fotolia.de

Es ist wichtig, dass Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren regelmäßig die Toilette aufsuchen. Experten raten bis zu sieben Toilettengängen am Tag. Unterdrücken Kinder regelmäßig das Wasserlassen, dann entsteht meist ein Teufelskreis. Denn es verlernt, den Schließmuskel zu öffnen und wieder zu schließen. Das verstärkt auf Dauer die Blasenwand und es entsteht ein immer häufiger auftretender Drang zum Wasserlassen.

Konsequenzen des unterdrückten Harndrangs

Die Folgen sind meist Einnässen und Blasenentleerungsstörungen. Eltern wird geraten, feste Toilettenzeiten einzuführen. Beispielsweise morgens nach dem Aufstehen. Am späten Vormittag nach dem Spielen oder vor dem Mittag. Nachmittags und Abends. Kinder müssen lernen, dass sie regelmäßig auf die Toilette gehen müssen.

Häufigkeit der Toilettengänge

Babys nässen in einem Alter zwischen drei und sechs Monaten bis zu 20 Mal am Tag ein. In einem Alter zwischen sechs Monaten und einem Jahr, entleert sich die Blase noch bis zu 16 mal. Danach reduziert es sich auf 12 Entleerungen und zwischen zwei und drei Jahren sind es dann nur noch 10. Jugendliche hingegen sollten im Durchschnitt zwischen vier und fünf Toilettengänge für das kleine Geschäft am Tag einplanen.

Gang zum Kinderarzt

Eltern sollten den Kinderarzt aufsuchen, wenn das Kind im Vorschulalter oder im Grundschulalter alle ein bis zwei Stunden auf das WC muss. Auch wenn es nur sehr selten geht, also höchsten bis zu zweimal am Tag, ist das ein Grund, diesen Umstand vom Arzt abklären zu lassen.

Die nächste Toilette ist nur einen Klick entfernt: Internetseite weiß Rat

Ausschnitt Badezimmer, Toilette, Dusche, graue Fliesen
badezimmer 1 © Irina Fischer - www.fotolia.de

Wer kennt das nicht: Man ist unterwegs und hat ein dringendes Bedürfnis. Meist ist keine Toilette in der Nähe. Was soll man machen?

Nutzung von Privattoiletten gegen Gebühr

Jetzt gibt es für von solchen Bedürfnissen geplagten Menschen Abhilfe. Max Gaudin und Travis Laurendine aus New Orleans kamen auf die Idee, Privatpersonen zu motivieren, ihr heimisches WC an Touristen abzugeben und damit ein paar Dollars zu verdienen.

Um den „Müssenden“ mit dem Anbieter zusammenzubringen, haben sie eine neue Website eingerichtet. Inspiriert wurden sie von der Internetseite Airbnb, auf der Touristen eine Übernachtungsgelegenheit finden können. Sogar der Name ist Inspiration, ihre Website heißt Airpnp.

Ideenfindung an Karneval

Die Idee zündete bei den Beiden, als sie Karnevalsbesucher beobachteten, die in langen Schlangen vor den Toiletten in Bars warteten. Jetzt werben die beiden auf ihrer Internetseite mit dem Slogan "Wenn es nicht genügend Toiletten in der Nähe gibt, dann rettet Airpnp den Tag". Sogar Erfahrungsberichte von Toilettennutzern gibt es dort.

Längere "Sitzungen" auf dem "Stillen Örtchen" sind ungesund

Klopapier Rolle mit rosa Blumen auf Badezimmerschrank neben Handtuch
toilettenpapier rolle © Benjamin Haas - www.fotolia.de

Bei dem täglichen Gang auf das sogenannte "stille Örtchen" nehmen sich viele Menschen auch eine Lektüre mit, beispielsweise die Tageszeitung. Dort hat man Ruhe um neben seinem "Geschäft" auch noch die neuesten Nachrichten zu lesen, oder manch anderer sein Buch.

Positive Meinungen

Doch ist eigentlich dies auch gesund? Dieser Frage sind ein Psychologe, ein Urologe und ein Darmspezialist einmal nachgegangen. So sieht der Psychologe in diesem Verhalten keinerlei Probleme, denn manche wollen in der "Abgeschiedenheit" und Ruhe ohne Telefon und Co ihre Lektüre dort entspannt lesen. Auch der Urologe schließt sich dieser Meinung an.

Erhöhtes gesundheitliches Risiko

Dagegen meint aber der Darmspezialist, dass man grundsätzlich nicht aus reiner Gewohnheit, beispielsweise morgens um sieben Uhr, mit der Zeitung unter dem Arm die Toilette aufsuchen sollte. Besser ist es, wenn man erst geht, wenn es auch "drückt". Danach ist auch die ganze "Sitzung" nach drei bis maximal fünf Minuten erledigt, was aber für ein Zeitungslesen meistens zu kurz ist.

Auch besteht bei einer längeren "Sitzung" ein höheres Risiko für die Bildung von Hämorrhoiden sowie einer Beckenboden- oder Blasensenkung. Zusätzlich wird dieses Risiko durch die Faktoren Alter und Übergewicht erhöht.

Zeitung nach dem Toilettengang in Ruhe lesen

Wie der Experte empfiehlt, sollte man seine "Sitzung" möglichst schnell erledigen und wer dann in Ruhe seine Zeitung lesen möchte, sollte dies auf dem geschlossen Toilettensitz tun, aber vorher bitte den Hintern abputzen und die Hose hochziehen.

Forscher entwickeln neue Toilette für Entwicklungsländer: Sonnenlicht ersetzt Wasser

Ausschnitt Badezimmer, Toilette, Dusche, graue Fliesen
badezimmer 1 © Irina Fischer - www.fotolia.de

In vielen Entwicklungsländern mangelt es an einer vernünftigen Wasserversorgung. Forscher der University of Colorado haben daher Toiletten entwickelt, die mit Sonnenlicht funktionieren und kein Wasser verbrauchen.

Das Prinzip der neuen Sonnentoilette

Die neuartigen Toiletten sind mit einem Stahlmast ausgestattet, an dem acht Spiegel befestigt sind. Die Spiegel bündeln Sonnenlicht auf eine kleine Fläche. Mittels Glasfaserkabel wird das Licht dann in einen Fäkalienbehälter transportiert und dort in Wärme umgewandelt. So können die menschlichen Ausscheidungen auf über 300 Grad Celcius erhitzt werden. Keime und Krankheitserreger haben so keine Chance.

Und einen nützlichen Nebeneffekt haben die Solartoiletten auch noch: Bei dem Prozess wird Kohlenstoff zu Biokohle, die in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt werden kann.

Die neuen Toiletten sollen kaum Betriebskosten verursachen und könnten laut der Forscher vor allem im öffentlichen Bereich zum Einsatz kommen. Weltweit sind rund zweieinhalb Milliarden Menschen von sanitären Einrichtungen abgeschnitten und verrichten ihre Notdurft überwiegend im Freien. Dadurch können sich gefährliche Keime verbreiten. Die Entwicklung von günstigen und innovativen Toiletten für Entwicklungsländer ist daher eine wichtige Aufgabe.

Die Einsamkeit der Inkontinenz-Patienten: Es gibt zu wenige öffentliche WCs

Holztür mit ausgeschnittenem Herz einer Toilette draußen
schwarzes herz © Walter Quirtmair - www.fotolia.de

Fast jeder war schon einmal in der Verlegenheit, beim Stadtbummel oder beim Warten auf den Bus eine Toilette zu benötigen. Oft kann man den Drang noch so lange zurückhalten, bis das nächste Geschäft mit ausgewiesener Toilette oder der Zielort erreicht ist. Patienten mit einer Harn- oder Stuhlinkontinenz können dies jedoch nicht. Sie haben durch Unfall, Krankheit oder Alter keine oder nur wenig Kontrolle über Harn und Stuhl.

Dies ist eine enorme seelische Belastung und treibt viele Betroffene in die Einsamkeit. Sie trauen sich aufgrund ihrer Krankheit kaum noch aus dem Haus. Ausgedehnte Spaziergänge oder der Stadtbummel mit Freunden ist fast unmöglich. Gehen sie doch hinaus, dann müssen sie die Route nach den verfügbaren öffentlichen Toiletten planen. Sind diese dann auch noch unplanmäßig geschlossen, komplett verdreckt oder länger besetzt, kann schnell die Katastrophe eintreten.

"Deutsche Kontinenz-Gesellschaft" kritisiert Mangel an öffentlichen WC's

Die "Deutsche Kontinenz-Gesellschaft" betont, dass es hierzulande eindeutig zu wenige öffentliche WCs gibt. In Städten verfügen zwar Restaurants und einige großen Kaufhäuser über Kundentoiletten, aber diese stehen nur offen, wenn auch das Geschäft gerade geöffnet ist. Wer dann morgens um sieben Uhr vor den regulären Geschäftszeiten eine öffentliche Toilette sucht, kann schnell verzweifeln.

In Restaurants und Bars gilt zudem per Gesetz, dass nur zahlende Kunden das WC nutzen dürfen. Inkontinenz-Patienten können hier maximal auf die Kulanz des Besitzers hoffen. Wirklich freistehende WC-Häuser gibt es nur wenige. An Flughäfen und Bahnhöfen findet man gut gepflegte Toilettenräume, doch in der Innenstadt ist man meist von beiden öffentlichen Gebäuden ein ganzes Stück entfernt.

"Nette Toilette"

Dieses Defizit versucht das Projekt "nette Toilette" seit einigen Jahren zu ändern. Seit 2002 gibt es schon in 150 Städten Geschäfte, Banken und Restaurants, die durch ein rotes Logo signalisieren, dass bei ihnen eben doch jeder das WC benutzen darf. Die "Deutsche Kontinenz-Gesellschaft" hofft, dass das Konzept sich in den kommenden Jahren noch weiter herumspricht.

Auf dem stillen Örtchen klingelt die Kasse - immer mehr Toiletten kostenpflichtig

Ansicht von oben: Toilettenschüssel mit hochgeklapptem Sitz und Deckel
Toilettenschüssel © Alterfalter - www.fotolia.de

Ob auf Bahnhöfen, Raststätten oder anderen öffentlichen Plätzen – wer ein stilles Örtchen sucht, wird immer öfter zur Kasse gebeten. Selbst einige Restaurants erheben mittlerweile eine Extragebühr für den Toilettenbesuch. Die Betreiber der sanitären Anlagen finden solchen Geschäftssinn ganz normal. Den Nutzern stinkt es gewaltig.

Schon die Suche nach einem WC kann an fremden Orten schwierig sein. Hier helfen neuerdings Apps. Wer dann glücklich einen Platz zum Erleichtern gefunden hat, muss feststellen: zuerst Bares, dann erst darf der Ballast abgeworfen werden.

Gutscheine zum Einlösen bei Sanifair

Bei Sanifair, einem der großen Anbieter, kostet der Gang zur Toilette etwa einen Euro. Anzufinden sind die Bezahl-WCs inzwischen an 14 bundesdeutschen Bahnhöfen und zahllosen Ratsstätten entlang der Autobahn. Und hier zeigt sich besonders, wie raffiniert das Geschäftsmodell funktioniert: wer eine Euromünze in den Automaten steckt, bekommt Zugang zur Toilette und einen 50-Cent-Gutschein, einzulösen bei McDonalds, Crobag und Co.

Allerdings: der Mindestumsatz beträgt 2,50 Euro, und bei jedem Einkauf kann nur ein Bon angerechnet werden.

Kunden ärgern sich über teuere und unsaubere Toiletten

Entlang der Autobahn mag diese Praxis noch verständlich sein. Die meisten Reisenden sind auch bereit die Summe zu zahlen, wenn sie dafür eine saubere Toilette vorfinden. Für Ärger sorgt jedoch das sanitäre Outsourcing auf Bahnhöfen.

Die Deutsche Bahn erklärt, das Betreiben von Toilettenanlagen gehöre nicht zu ihrem Kerngeschäft. Deshalb verpachtet sie die Anlagen. Bahnkunden fühlen sich aber doppelt abkassiert. Und wer im Urlaub mal auf einem französischen Bahnhof musste, weiß, dass es auch anders geht.

Ist es schädlich den Urin zu halten, wenn man auf die Toilette muss?

Warum Einhalten die Blase nicht trainiert und Frauen häufiger aufs Klo müssen als Männer

Frauenhände vor Schmerz auf Unterleib gelegt
pain © Agnese Vazne - www.fotolia.de

Diese Situation kennt jeder: Man steht im Stau auf der Autobahn, die Blase drückt, aber eine Toilette ist weit und breit nicht zu sehen. Nun gilt es, den Urin einzuhalten, bis der nächste Rastplatz erreicht werden kann.

Doch schadet dies dem Körper? Hartnäckig hält sich der Mythos, dass so Blasenentzündungen entstehen können.

Kann man die Blase trainieren?

Grundsätzlich ist es nicht schädlich, den Harndrang zu unterdrücken, wenn gerade keine Toilette in der Nähe ist. Allerdings ist dies ohnehin nicht über einen längeren Zeitraum möglich, da sich dann das untere Ventil der Blase öffnet, man den Urin nicht mehr halten kann und sich dabei in die Hose macht.

Das Anhalten des Urins trainiert die Blase nicht. Wer häufig auf die Toilette muss, kann dies auch nicht ändern, in dem er absichtlich den Harndrang unterdrückt.

Wer muss öfter?

Eine überaktive Blase lässt sich jedoch medikamentös behandeln. Normal ist vier- bis sechsmaliges Wasserlassen am Tag und keinmal oder einmal in der Nacht.

Frauen müssen in der Regel eher urinieren, da ihre Blase aufgrund der Gebärmutter lediglich 200 bis 400 Milliliter fasst. Die männliche Blase nimmt dagegen durchschnittlich 350 bis 550 Milliliter Urin auf.

Privatleute bieten auf der Toiletten-App Airpnp ihr Klo zur Benutzung an

App und Internetplattform helfen, wenn außerhalb der eigenen vier Wände die Blase drückt

Mann sitzt auf der Toilette und zieht am Toilettenpapier
man in the toilet © nito - www.fotolia.de

Wenn die Natur fernab des heimischen WCs ihr Recht verlangt, ist guter Rat teuer. Die Airpnp-App hilft dem Nutzer aus einer solchen Notlage, indem sie die Standorte privater Toiletten aufführt.

Die Benutzungsgebühr liegt in der Regel zwischen 0,50 und 3,50 Euro. Die einzige hygienische Auflage besteht in der Reinlichkeit der Toilettenbesitzer und -benutzer.

Die Toiletten-App

Vor jedem Klobesuch erhalten registrierte WC-Anbieter eine Anfrage per SMS. Wenn der Wohnungsinhaber zu Hause ist, stehen auf dem Handy Vorschaubilder des stillen Örtchens zur Verfügung. Der Besucher hat die Möglichkeit, die Toilette nach der Benutzung zu bewerten.

Großen Anklang findet die App bislang in den USA und Belgien. Allein im belgischen Antwerpen haben sich knapp 100 Privatleute mit ihren Bädern und Toiletten registrieren lassen.

In Deutschland ist Airpnp dagegen nicht weit verbreitet. So bieten im gesamten Bundesgebiet bislang gerade einmal ein Dutzend Privatleute ihr Klo an.

Toiletten in der Gastronomie

Alternativen bietet die Internetplattform "Die nette Toilette", auf der Gastronomen kostenlos ihre WCs zur Verfügung stellen. Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Baden-Württemberg zusammen verzeichnen gut 1500 nette Toiletten.

Grundinformationen zur Toilette

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: schwarzes herz © Walter Quirtmair - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Badezimmer © dazarter - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: entrance to the male and female toilet. Sign in airport © irynakolesova - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Cleaning the bathroom © Peggy Blume - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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