25. November 2009
Es gibt viele Möglichkeiten, Farbe und Struktur auf Wände zu bekommen. Ob dafür eher Streichen oder Tapezieren in Frage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In erster Linie spielt natürlich der individuelle Geschmack eine Rolle. Aber auch der Arbeitsaufwand, der Preis und die Wandbeschaffenheit müssen berücksichtigt werden.
Auf glattem rissfreien Putz kann direkt gestrichen werden. Hier ist sowohl ein einfacher einfarbiger Anstrich möglich wie auch die Anwendung verschiedener Wandgestaltungen. Mit Natur- oder Effektschwämmen lässt sich eine Wand farbenfroh und lebendig gestalten, auch Wandtattoos und Ornamentschablonen sorgen für eine farbige und individuelle Abwechselung. Vor allem auf Gipsputz lässt sich gut streichen, da er sehr gleichmäßig und fein ist. Um etwas Struktur unter die Farbe zu bekommen, können Decken und Wände zuvor mit flüssigem Rauh- oder Strukturputz bearbeitet werden. Hierdurch wird der Eindruck vermittelt, man habe auf Rauhfaser gestrichen.
Einfaches Streichen hat mehrere Vorteile. Zum einen ist ein Farbeimer im Gegensatz zu Tapeten relativ günstig, zum anderen kann der Putz bei Bedarf einfach erneut überstrichen werden, ohne dass Tapeten von der Wand entfernt werden müssen. Insbesondere bei schlecht isolierten Altbauten entsteht nicht so schnell Schimmel an den Wänden, da die Wände besser atmen können und sich so keine Feuchtigkeit im Mauerwerk stauen kann. Während für das Anbringen von Tapeten oft zwei Personen nötig sind, ist man beim Streichen nicht auf Hilfe angewiesen.
Tapeten ermöglichen im Gegensatz zum einfachen Anstrich eine Vielzahl an vorgegebenen Musterungen und Motiven, die nicht in Handarbeit selbst aufgetragen werden müssen. Lediglich die klassische Rauhfasertapete ähnelt hinsichtlich individueller Gestaltungsmöglichkeiten dem Anstrich auf Putz. Papier- und Vliestapeten sind dagegen mit Muster oder Struktur versehen und erfordern weniger eigene Kreativität.
Ein Vorteil beim Tapezieren ist der oft geringere Arbeitsaufwand. Dieser ist schon allein dadurch gegeben, dass Tapezieren im Gegensatz zum Streichen eine sauberere Arbeit ist. Es müssen keine Tür- und Fensterrahmen abgeklebt und keine Fußböden abgedeckt werden. Je nach Art haben Tapeten sogar schall- und wärmeisolierende Eigenschaften. Unter Tapeten lassen sich zudem kleine Unebenheiten in der Wand und zugespachtelte Bohrlöcher verstecken.
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