7. Dezember 2011
Zugegeben: Ohne ein Sitzkissen sind manche Stühle, beispielsweise Küchen- oder Gartenstühle, auf Dauer eine ziemliche Herausforderung für das Gesäß. Doch so ein zusätzliches Sitzkissen hat auch seine Tücken. Da wäre beispielsweise das allbekannte Wegrutschen. Findige Hersteller bieten mittlerweile Sitzkissen mit Schnüren an, die man mit einer dekorativen Schleife am Stuhl festbinden kann.
Leider sind viele herkömmliche Stuhlkissen sehr weich und kommen nicht an den Komfort eines gepolsterten Stuhls heran. Ein weiterer Nachteil: Durch das weiche Kissen spürt man nach einer gewissen Dauer auch den harten Stuhl wieder. Hier können besondere Sitzkissen, je nach Hersteller anders bezeichnet (beispielsweise "Aktiv-Sitzkissen", "Ballsitzkissen", "Nova-Pad" etc.), gute Dienste leisten. Besonders ergonomisch sind orthopädische Sitzkissen, die schon mal in Form einer kreisförmigen, genoppten Gummiauflage daherkommen oder als Fleece-bezogener Gummiring. Sie entlasten die Wirbelsäule und sorgen für sogenanntes "dynamisches Sitzen", das zu einer aufrechten Haltung und trainierten Muskeln beiträgt. Andere verfügen über ein integriertes Kipplagersystem, welches der Funktionsweise von Wirbelsäule und Bandscheibensystem angepasst ist und wie eine zusätzliche äußere Bandscheibe wirkt. Gerade für Menschen, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, können solche ergonomischen Stützkissen eine große Entlastung sein. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich hier Keilkissen aus Schaumstoff, die auf den Bürostuhl gelegt werden und dafür sorgen, dass das Becken etwas nach vorn gekippt und die Wirbelsäule so aufgerichtet wird. Sitz-Profis raten dazu, handelsübliche Keilkissen um etwa ein Drittel von der starken Seite ausgehend zu kürzen, sodass sie nicht mehr ganz so hoch sind. Der Effekt: Man rutscht auf ihnen nicht mehr so stark nach vorn und kann länger bequem darauf sitzen. Auch hier gilt ansonsten dasselbe wie bei den Kissen für Küchen- und Gartenstühle: zu weich dürfen sie nicht sein.
Da Sessel und Sofas schon ab Werk mit einer ebenso großzügig wie punktgenau gepolsterten Sitzfläche versehen sind, sind hier zumeist keine zusätzlichen ergonomischen Sitzkissen notwendig. Wer das Gefühl mag, in einem Meer aus Sofakissen zu versinken, wird dies nicht aufgrund des richtigen Sitzens, sondern für das persönliche Wohlgefühl tun. Allerdings gibt es auch zum richtigen Sitzen auf Sofas einen Tipp: Die Sofakissen einfach in den Rücken schieben, um die Wirbelsäule in eine aufrechte Position bringen. Das tut dem Rücken gut und ist trotzdem bequem.
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