21. September 2009
Ob Sie für Ihre Sammlung besser eine Vitrine oder doch lieber einen Setzkasten zur Aufbewahrung nutzen, das ist zwar auch Geschmackssache, hängt aber ebenso nicht unwesentlich von der Art der gesammelten Objekte ab. Einige Argumente für oder gegen die Nutzung von Vitrinen und/oder Setzkästen haben wir hier für Sie aufgelistet.
Setzkästen gibt es heute - ebenso wie Vitrinen - in jeder nur erdenklichen Form und Ausführung. Was jedoch nur die wenigsten Menschen wissen ist, wo der Setzkasten ursprünglich benutzt wurde. In seine Fächer wurden nämlich nicht schon immer Sammelstücke gesetzt. Der Setzkasten wurde im Buch- und Zeitungsdruck benötigt. Hier befand er sich in Form einer Schublade in einem großen Schrank, in dem der Buchdrucker und der Schriftsetzer ihre Bleibuchstaben aufbewahrten. Jedes Fach eines Setzkastens war einem bestimmten Buchstaben vorbehalten.
Deshalb sind die Kästchen auch unterschiedlich groß, da es Buchstaben gibt, die mehr oder weniger häufig verwendet wurden. Erst viel später fand der Setzkasten als stilvolles Objekt Einzug in den Wohnbereich. Heute sind nur noch wenige originale Setzkästen vorhanden, die auf Antiquitätenbörsen teuer gehandelt werden. Die dekorativen Varianten, die es mittlerweile in fast jedem Möbelhaus zu kaufen gibt, haben meist größere Fächer, so dass sie sich auch für die Aufbewahrung von Sammlerstücken gut eignen.
Der typische Setzkasten ist offen, das bedeutet, dass die Sammelstücke mit der Zeit verstauben können. Im Unterschied dazu sind Vitrinen geschlossen, bieten also nicht nur mehr Schutz vor Staub, sondern auch vor anderen mechanischen Einwirkungen. Leider benötigt die Vitrine aber auch wesentlich mehr Platz und Standfläche als der sehr flache Setzkasten. Die Fächeranzahl im Setzkasten ist begrenzt, während man in der Vitrine durch geschicktes Anordnen immer wieder neuen Platz schaffen kann. Die Einlegeböden der Vitrine sind meist variabel einstellbar und können erweitert werden. Eine besonders schöne Ausleuchtung der Exponate kann in einer Vitrine durch geschicktes Anbringen von Lichtquellen erzielt werden.
Zudem bieten reine Glasvitrinen eine Rundum-Ansicht der Sammelstücke, im Falle von Glasböden sogar eine Aufsicht von Unten. Es kommt also ganz auf Ihre Sammelstücke an, für welche Variante Sie sich entscheiden. Große, dekorative Stücke werden vermutlich in einer Vitrine besser zur Geltung kommen als in einem Setzkasten.
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