5. August 2009
Was unter Gemütlichkeit verstanden wird, ist oft individuell verschieden. Hinsichtlich Farbgestaltung, Temperaturempfinden und Einrichtungsstil variieren die geschmacklichen Vorlieben. Beim Streichen der Wände ist es daher von Vorteil, die Wirkung von Farben auf den Menschen zu kennen und nicht stur auf seine Lieblingsfarbe zu setzen.
Generell verbreiten rote, orange und gelbe Farbtöne eine warme Atmosphäre, die als belebend und stimulierend empfunden wird. Die Raumtemperatur wird als höher wahrgenommen und es fällt leichter, sich bei geistiger Arbeit zu konzentrieren. Eine beruhigende und entspannende Wirkung erzeugen dagegen die kalten Farben Grün, Blau und Violett. Diese wirken zudem appetitzügelnd, während die warmen Farben als appetitanregend gelten.
Sowohl bei den warmen wie auch bei den kalten Farbtönen sollte darauf geachtet werden, dass die Wandfarbe nicht zu knallig ausfällt. Zu knallige Farben verstärken die Wirkung nämlich nicht. Eher erzeugen sie Unruhe oder sogar Aggressivität. Für eine gemütliche Wohnung sind das Attribute, auf die verzichtet werden kann. Das gleiche gilt für eine Kombination von Komplementärfarben wie zum Beispiel Blau und Orange. Diese Farbzusammenspiele werden im Wohnbereich meist als störend empfunden.
Damit nicht nur ein Zimmer, sondern die ganze Wohnung gemütlich, freundlich und wohnlich wirkt, sollten die einzelnen Räume entsprechend ihres Nutzens in unterschiedlichen Farben gestrichen werden. Für Schlafzimmer empfehlen sich die kühlen Farben. Blau beispielsweise sorgt für Ausgeglichenheit und beruhigt nach einem anstrengenden Arbeitstag.
Im lebendigen, aber zugleich auch gemütlichen Wohnzimmer eignen sich vor allem Rot-, Orange- und Gelbtöne. Diese warmen Farben schaffen nicht nur ein Gefühl von Lebensfreude und Geborgenheit, in dunklen Nuancen lassen sie den Raum auch kleiner und damit noch gemütlicher erscheinen. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass zu dunkle Farbtöne an Wänden und Decke schnell auch erdrückend wirken können.
Die Küche als Wohn- und Essbereich sollte möglichst in lebendigen, appetitanregenden warmen Farben gestrichen werden, während sich für das Badezimmer auch kühle Farben aus Blau- oder Grüntönen eignen.
Mit verschiedenen Wandtechniken wie zum Beispiel der Wickel- oder Schwammtechnik, lassen sich die Farbtöne intensiver hervorheben und miteinander kombinieren. Hier sollte allerdings auf zu starke Kontraste verzichtet werden, um aus der gemütlichen keine störende Wohnatmosphäre zu machen.
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