Renovieren gilt nach wie vor als Männersache. Doch auch den Herren der Schöpfung unterlaufen dabei zahlreiche Pannen und Unfälle.
Das Renovieren der eigenen vier Wände übernehmen die Deutschen am liebsten selbst. Dabei werden Türen geschliffen, Teppichböden verlegt, Wände tapeziert und sogar Dächer repariert. Allerdings sind diese Tätigkeiten nicht frei von Gefahren. So kommt es Jahr für Jahr zu 300.000 Verletzungen durch Heimwerken oder Renovierungsarbeiten.
Verletzungen und Pannen beim Renovieren sind leider keine Seltenheit. Zu den typischen Heimwerkerblessuren gehört die Verletzung des Daumens. So haben Umfragen zufolge rund 33 Prozent aller Männer ihren Daumen schon einmal mit dem Hammer malträtiert. Eine weniger schmerzhafte, aber dennoch ärgerliche Panne, ist das Herabfallen von angebrachten Tapeten. Dieses Malheur unterlief 25 Prozent aller Befragten.
24 Prozent aller männlichen Heimwerker unterlief der Fehler, eine elektrische Leitung in der Wand anzubohren. 15 Prozent aller Hobby-Renovierer stießen versehentlich beim Arbeiten einen Eimer mit Farbe um. Lediglich 13 Prozent der Befragten absolvierten ihre Renovierungsarbeiten unfallfrei. Allerdings schaffen es nur 9 Prozent aller Heimwerker, alleine zu arbeiten.
Die meisten Renovierer suchen sich Unterstützung bei Freunden oder Verwandten. Nur 24 Prozent holen sich Hilfe von Fachleuten.
Dass es beim Heimwerken und Renovieren so häufig zu Missgeschicken oder gar Unfällen kommt, wird von Experten auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, Unerfahrenheit und schlechte Konzentration zurückgeführt. Um schwere Unfälle zu vermeiden, sollte man beim Einsatz von elektrischen Geräten wie Bohrmaschinen, Kreissägen oder Winkelschleifern besondere Vorsicht walten lassen.
So dürfen bei Tisch- oder Handkreissägen keinesfalls die Schutzhaube oder der Spaltkeil entfernt werden, da es sich dabei um wichtige Schutzvorrichtungen handelt. Außerdem ist es ratsam, eng anliegende Kleidung beim Arbeiten zu tragen, damit diese sich nicht in den rotierenden Werkzeugen verfangen kann. Selbstverständlich sollte man sich auch die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Gerätes gründlich durchlesen, bevor man mit dem Arbeiten beginnt.
Für körperlich untrainierte Heimwerker ist es besser, wenn sie sich beim Arbeiten nicht überfordern. Vor allem das Arbeiten in gebückter Haltung oder über Kopf belastet Gelenke, Bänder und die Wirbelsäule erheblich. So ist es leider keine Seltenheit, dass Unfälle durch ungewohnte Haltungen oder einseitige Belastungen verursacht werden. Besonders groß ist dann die Gefahr eines Sturzes von der Leiter.
Daher ist es wichtig, dass man zwischendurch regelmäßig Pausen einlegt und sich die Beine an der frischen Luft vertritt. Auch vor Zugluft und Wärmeverlust beim Arbeiten gilt es, sich zu schützen.
Für den Fall, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal ein Unfall passiert, werden die finanziellen Belastungen durch den Abschluss einer privaten Unfallversicherung abgemildert. Von dieser erhält der Versicherte, wenn er durch einen Unfall unter dauerhaften Schäden leidet, eine zuvor vereinbarte Summe. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Unfall in den eigenen vier Wänden oder auswärts passiert.
Eine solche Versicherung kann hilfreich sein, wenn nach einem Arbeitsunfall beispielsweise eine Betreuung des Verletzten zu Hause erforderlich ist.
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03.05.13 | |
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