10. November 2011
Raumausstatter ist ein anerkannter Lehrberuf in Deutschland. Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre und kann in einem Ausbildungsbetrieb im dualen System, aber auch nur auf dem schulischen Weg erfolgen. Der Beruf gehört dem Handwerk an und unterliegt somit der Handwerksordnung. Hat man die Ausbildung erfolgreich absolviert, kann man sich mit Bestehen der Gesellenprüfung "Raumausstatter" nennen.
Wem das noch nicht reicht, kann direkt nach der Gesellenprüfung mit der Weiterbildung zum Raumausstatter Meister beginnen. Diese schnelle Weiterbildung ist in Deutschland noch recht neu. Denn im Handwerk ist es üblich, dass man mindestens drei Jahre im Beruf gearbeitet haben muss, bevor man eine weiterführende Ausbildung absolvieren darf. Hier wurde diese Regelung aufgeweicht, was interessierten Berufsstartern nur als Vorteil dienen kann.
Zudem gibt es für Raumausstatter, welche sich gestalterisch weiterbilden möchten, die Möglichkeit, sich als "Gestalter im Handwerk" weiterqualifizieren zu lassen. Eine noch höhere Stufe wäre dann ein Fachhochschulstudium im Bereich Betriebswirtschaft mit dem Ziel, sich nach bestandenem Studium Innenarchitekt nennen zu dürfen.
Die Ausbildungs- und Qualifikationsmöglichkeiten als Raumausstatter sind also sehr vielschichtig und höchst interessant. Mit einem guten Realschulabschluss, einer großen Portion Kreativität, handwerklichem Können und Einsatzbereitschaft kann man all diese Wege zum Traumberuf gehen. Und wer weiß, vielleicht kann dies sogar der Start in eine erfolgreiche Karriere sein. Denn Raumausstatter werden immer gebraucht.
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