23. November 2009
Das Verputzen von Wänden gehört zu den Renovierungsarbeiten, die problemlos selbst durchgeführt werden können. Benötigtes Material und Werkzeug sind in jedem Baumarkt erhältlich. Nun kommt es nur noch auf die richtige Anleitung an und die Arbeit kann beginnen.
Der klassische Innenputz, der das Mauerwerk verkleidet und der später beliebig tapeziert oder getrichen werden kann, wird Mörtelputz genannt. Die andere Art von Putz ist der Dekorputz. Mit diesem können Wände gestaltet, Strukturen geschaffen und Farbe in den Raum gebracht werden.
Für das Autragen von Mörtelputz kann wie folgt vorgegangen werden: Zunächst muss der Untergrund vorbereitet werden. Das Mauerwerk muss auf jeden Fall trocken, schmutz- und staubfrei sowie fest sein. Lose Stücke sollten entfernt und die Wand mit einem Handfeger von jeglichem Schmutz befreit werden. Im nächsten Schritt müssen Putzlatten senkrecht auf das gesamte Mauerwerk aufgenagelt werden. Der Abstand sollte jeweils etwa 50 cm betragen. Die Putzlatten haben den Zweck, dass beim Verputzen eine gerade, ebene Fläche entsteht.
Mit einem Rührquirl und einer Bohrmaschine kann der Putz nun angerührt werden. Das vorgegebene Verhältnis von Wasser und Pulver sollte genau eingehalten werden. Anschließend kann der Putz mit einer Kelle auf das Mauerwerk geworfen und mit einem flachen Brett zwischen den Putzlatten abgezogen werden. Eine richtig glatte Oberfläche erhält man, wenn anschließend noch ein Reibebrett zum Einsatz kommt.
Ist der Putz trocken, können die Latten abgenommen und die Zwischenräume mit frischem Putz gefüllt werden.
Beim Verputzen mit Dekorputz muss zunächst der Untergrund auf Tragfähigkeit geprüft werden. Es dürfen sich keine losen Stücke dort befinden, zudem darf die Wand nicht feucht oder staubig sein. Vor allem sandige Wände sollten vor dem Verputzen mit Tiefengrund eingestrichen und eventuell mit Grundierfarbe übergestrichen werden.
Wie Mörtelputz kann auch Dekorputz am besten mit einer Bohrmaschine und einem Rührquirl angerührt werden. Anschließend wird auch dieser mit einer Kelle und einem Reibebrett aufgetragen, wobei allerdings etwas feiner gearbeitet werden sollte, da die Schicht relativ dünn werden soll. Am besten zieht man den Putz mit dem Brett von unten nach oben hoch. Um auch an den Ecken ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, können Eckkellen bei Innenecken und Eckprofile bei Außenecken hilfreich sein.
Bei Strukturputz kann nun eine Strukturrolle zum Einsatz kommen, Reibeputz kann den eigenen Vorstellungen entsprechend mit einer speziellen Holzreibe verrieben werden.
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