13. September 2007
Von Anne Fünfstück
Ewiger Streit um die Schuhe vor der Wohnungstür, laute Musik nach zehn oder auch die ordnungsgemäße Mülltrennung kann Nachbarn zu Feinden machen. Mit etwas Geduld, Rücksichtnahme und Verständnis kann man auch mit dem schlimmsten Nachbarn in Einklang leben.
Extrem penible, unordentliche oder einfach sehr laute Nachbarn können den eigenen Geduldsfaden schnell zu reißen bringen. Hier heißt es Ruhe bewahren, denn aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit kann schnell ein Krieg entflammen. Ruft man die Polizei oder beginnt die andere Partei zu beschimpfen, kann aus einer Mücke sehr rasant ein Elefant werden.
Zieht jemand Neues in Ihre Umgebung oder ziehen vielleicht Sie selbst an einen andern Ort, so ist es immer eine nette Geste, sich den anderen Parteien vorzustellen. Wagen Sie den Schritt und gehen Sie mal auf Klingeltour. Mit einem netten Lächeln auf dem Lippen und einer lockeren und unvoreingenommenen Haltung, sammeln Sie auf diesem Weg schon einmal Pluspunkte beim neuen Hausgenossen.
Versuchen Sie, Freundschaften zu schließen und bieten Sie Ihre Hilfe an. Übernehmen Sie die Tierfütterung wenn Ihr Nachbar in den Urlaub will, bieten Sie älteren Herrschaften in der Nachbarschaft Ihre Hilfe beim Einkauf an und bauen Sie einfach eine Bindung zu den Menschen in Ihrer Umgebung auf.
Haben Sie dennoch ein Problem mit Ihren Nachbarn, so suchen Sie das Gespräch und versuchen Sie gemeinsam eine Lösung für Ihre Probleme zu finden. Sagen Sie ganz offen welches Problem Sie mit Ihrem Gegenüber haben und geben Sie auch ihm die Chance, seine Ansichten zu äußern. Ist die Situation einmal völlig festgefahren, so sollten Sie einen Vermittler bitten, bei einem klärenden Gespräch dabei zu sein. Dies sollte eine neutrale Person sein, die beide Parteien gleichgut kennt. Hierfür bietet sich zum Beispiel ein weiterer Nachbar, der Vermieter oder gar der Hauswart an. Wichtig ist nur, dass Institutionen wie die Polizei erst dann zu Hilfe gerufen werden, wenn eine Situation völlig eskaliert. Doch dies lässt sich ganz einfach durch Respekt und Achtung vermeiden.
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