10. Januar 2012
Möbel mit Lackoberfläche liegen im Trend. Wer es einfach mag, setzt auf Lackfolien, die beispielsweise auf die Fronten von Küchen- oder Dielenschränken einfach aufgeklebt werden. Traditionalisten bevorzugen handlackierte Holzmöbel.
Da aber auch der hochwertigste Lack irgendwann stumpf wird oder kleine Schäden, beispielsweise Kratzer, aufweist, muss nachlackiert werden. Ein weitaus häufigerer Grund für das Neulackieren ist aber die schlichte Lust am neuen Look: Da möchte beispielsweise jemand dem Schlafzimmer die Schwere nehmen, indem er die alten, dunkelbraunen Möbel durch weiße ersetzen möchte, ohne neue Möbel kaufen zu müssen. Auch manch alte Erbstücke aus Haushaltsauflösungen erscheinen durch eine neue Lackschicht in einem modernen Farbton in ganz neuem Licht.
Nicht nötig ist eine neue Lackschicht, wenn die Oberfläche des Möbels durch einen Fettfilm, beispielsweise von Fingerabdrücken verursacht, unregelmäßig erscheint. Hier hilft eine partielle Reinigung mit etwas Spiritus. Wichtig: Die behandelte Stelle hinterher trockenreiben! Kleine Kratzer im Lack lassen sich mit einen sogenannten Lack-Korrekturstift ungeschehen machen, der wie ein Filzstift auf der betroffenen Stelle angewendet wird. Ebenfalls empfehlenswert sind sogenannte Schleifpasten, die Kratzer und andere Unebenheiten entfernen. Danach muss aber mit einer Politur bzw. mit einem Lack nachgearbeitet werden.
Wenn ein komplett neuer Lackanstrich fällig ist, müssen die Reste des alten Lackes gründlich entfernt werden. Mit einem simplen Waschen ist es nicht getan - alle Farbreste müssen runter, ob man sie nun mit Sandpapier abschleift oder mit einer speziellen Beize löst. Die Rückstände der Beize wiederum müssen gründlich mit Wasser entfernt werden, da die Säurereste ansonsten den neuen Lackanstrich angreifen würden. Nun muss das Möbelstück einmal komplett durchtrocknen und, wenn nötig, nochmals entstaubt werden - schließlich können Wasserreste und Staubkörner in Ritzen dazu führen, dass der neue Lack schlecht haftet, Blasen wirft oder absplittert. Ist die Oberfläche des Möbelstückes rau, empfiehlt es sich, vor dem eigentlichen Lack eine Grundierung aufzutragen: den sogenannten Filler. Nun steht dem eigentlichen Lackiervorgang nichts mehr im Wege, denn heutzutage führen Baumärkte und (Online-)Fachgeschäfte Lacke, die in ihrer Konsistenz und Farbgebung bereits so angelegt sind, dass sie auch von Laien verwendet werden können. Und wer auf ein gesundes Wohnklima Wert legt, findet eine immer größer werdende Auswahl an Lacken mit dem "Blauen Engel"-Umweltsiegel.
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