Funktion verschiedener Matratzenauflagen (Topper) und Matratzenschoner

Nahaufnahme Matratze auf Lattenrost

Die Matratze vor Abrieb schützen, schonen und verstärken

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  • von Paradisi-Redaktion

Das englische Wort "toppen" heißt zu Deutsch "übertreffen", oder auch "obendrauf". Ein Topper wird zusätzlich auf die Matratze aufgelegt. Als Matratzenauflage hat er sowohl eine schonende als auch die Matratze verstärkende Wirkung. Doch auch Matratzenschoner gehören zur Bettausstattung mit Wäsche. Sie sind wie eine Schutzzone zwischen Lattenrost und aufliegender Matratze. Informieren Sie sich über den Nutzen und die Arten von Matratzenauflagen und -schonern.

Merkmale und Anwendungsbereiche eines Toppers

Die Matratze ist zusammen mit dem Lattenrost der wesentliche Bestandteil des Bettes. Beides wird von dem Gestell und dem damit verbundenen Rahmen zusammengehalten. Alles zusammen ergibt das Bett.

Der Bettbenutzer liegt auf der Matratze. Die wird ihrerseits durch eine Matratzenauflage je nach Bedarf geschont oder in ihrer Wirkung verstärkt. Das hängt wesentlich von der Art und der Qualität einer Matratzenauflage ab.

Im Krankheitsfall kann die Auflage bei dauerhaft bettlägerigen Erkrankten einen ausschließlich hygienischen Zweck haben. Die Matratzenauflage, in diesem Falle die umgangssprachliche Unterlage, wird bei Bedarf und zeitnah ausgewechselt. Zu den Vorteilen aller Topper gehört das Reinigen mit Lüften, Waschen und Trocknen.

Sinn und Zweck eines Toppers

Der Zweck eines Toppers kann auch eine dauerhafte Schonung der Matratze sein. Die Matratzenoberfläche wird mit Verwendung einer separaten und abnehmbaren Matratzenauflage deutlich weniger beansprucht als ohne sie.

Einflüsse wie

gelangen durch den Schutz der Matratzenauflage einfach nicht bis auf die Matratze.

Und letztendlich kann eine hochelastische Matratzenauflage aus Visco-Mineralschaum die ohnehin schon vorhandene Liegequalität der Matratze nochmals spürbar verbessern. Dadurch lässt sich beispielsweise bei Bedarf eine Matratzenhärte ausgleichen, die sich im Nachhinein oder im Laufe der Jahre als zu fest erwiesen hat.

Mit einem qualitativ guten und weichen Topper kann nachträglich ein vergleichbarer Effekt erzielt werden wie mit der originären Matratze bei ihren fünf bis sieben Liegezonen. Viele der Topper sind aus Molton, einem beidseitig angerauten Baumwollgewebe.

Es ist luftdurchlässig sowie atmungsaktiv. Im pflegerischen Bereich von Krankenhaus und Heimen wird die Moltonauflage oftmals einseitig mit einer wasserdichten Einlage aus Polyethylen versehen.

Arten und Eignung

Es gibt unterschiedliche Arten von Toppern im Handel. Solche aus Viscoschaum, Gel oder Kaltschaum gelten als gängige Varienten.

Topper aus Viscoschaum bestehen aus einem bestimmten Schaumstoff (memory foam), der gut auf Druck und Wärme reagiert - somit kann eine optimale Druckentlastung gegeben werden, ebenso wie die unveränderte Körperwärme. Steigt die Körpertemperatur, steigt auch die Elastizität des Schaums, um sich dem Körper besser anzupassen; somit ist diese Variante besonders für Menschen mit Rückenschmerzen oder denjenigen, die schnell frieren, zu empfehlen.

Zu beachten ist, dass Viscoschaum an Elastizität einbüßen kann, wenn die Temperaturen unter 18 Grad Celsius sinken. Somit sind sie eher für diejenigen zu empfehlen, die es nachts gern etwas wärmer haben und den Raum entsprechend beheizen.

Topper aus Kaltschaum können sich sehr gut an den Körper der schlafenden Person anpassen und vergügen über eine gute Luftzirkulation und Feuchtigkeitsregulation. Wer zu Schwitzen tendiert, ist mit dieser Variante gut beraten, ebenso diejenigen, die gerne etwas fester liegen.

Topper aus Gelschaum vereinen die Eigenschaften von Viscoschaum und Kaltschaum. Das Drehen im Schlaf gelingt hierbei jedoch einfacher als bei den Modellen aus Viscoschaum; zudem sind sie temperaturunabhängig.

Matratzenauflagen werden vielfach auch als Matratzenschoner bezeichnet, da sie die Matratze aus mehrerlei Sichtweise schonen - doch auch eine Matratzenunterlage findet man unter diesem Begriff...

Um Matratzen etwas vor Verunreinigungen zu schützen benutzt man Matratzenauflagen
Um Matratzen etwas vor Verunreinigungen zu schützen benutzt man Matratzenauflagen

Merkmale und Anwendungsbereiche eines Matratzenschoners

Innerhalb des Bettes wird die Matratze als ein weiches Polster auf den buchstäblich harten Lattenrost aufgelegt. Der besteht aus mehrschichtigen massiven Holzlatten. Sie sind durch ihr Leimen zwar elastisch, bleiben jedoch das, was sie von Natur aus sind, nämlich hartes Holz.

Darauf wird die von ihrem Material her empfindliche Matratze gelegt. Ob Federkern-, Kaltschaum-, Luftkern- oder viskoelastische Matratze, ihre Beschaffenheit ist in jeder Ausführung so weich wie empfindlich.

Auch heutzutage sind Matratzenschoner für Holzlattenroste unentbehrlich. In früheren Jahrzehnten waren sie für die damaligen Sprunglattenroste mit ihren Drahtfedern unabdingbar notwendig. In der heutigen Zeit ist es fast umgekehrt.

Der Abrieb und somit eine dauerhafte Beschädigung der Matratze wird eher durch deren hochwertiges Material forciert. Obwohl die Holzlattenroste von ihrer Verarbeitung her mit den früheren Sprunglattenrosten in keiner Weise vergleichbar sind, entsteht auf Dauer ein natürlicher Abrieb an der Matratze.

Schutz für die Matratze

Als Schutz der Matratze dient ein so genannter Matratzenschoner. Er wird ganzflächig zwischen Matratze und Lattenrost ausgelegt. Sein Material ist beispielsweise Kokosfaser oder Schafschurwolle.

Durch das jahrelange Aufliegen der Matratze auf dem Lattenrost sind besonders diejenigen Matratzenstellen empfindlich, die auf den Kanten der Federleisten aufliegen. Der Matratzenschoner muss, und zwar von seinen Ausmaßen her, alle verschiedenen Sitz- und Liegepositionen von Lattenrost und Matratze buchstäblich mitmachen. Er darf sich nicht spannen, sondern muss genügend Spiel haben.

Schutz vor Staub und Schmutz

Der Abrieb der Matratze wird durch einen Matratzenschoner aus gutem Material vermieden. Das erhöht die Nutzungsdauer der Matratze, weil sie diesbezüglich unbeschädigt bleibt. Darüber hinaus schützt der Matratzenschoner die Unterseite der Matratze vor Staubeinwirkung des Fußbodens.

Der Lattenrost ist luft- und staubdurchlässig. Ganz unabhängig vom Fußbodenbelag befindet sich Staub unter dem Bettgestell, also unter dem Bett. Der Bodenbelag aus Laminat lässt sich einfach wischen.

Eine Teppichbodenpflege unter dem Bett ist demgegenüber deutlich aufwändiger. Teppichvelours zieht Staub geradezu an.

Durch jede Luftbewegung wird der Staub unterhalb des Bettgestells von unten nach oben bewegt. Dort befindet sich der Lattenrost, und darüber die Matratze.

Der Matratzenschoner ist wie eine Staubschutzzone für die Matratze. Der Fußbodenstaub wird absorbiert; er hat keine Chance, in die Matratze einzudringen. Vor diesem Hintergrund ist es angebracht bis notwendig, den Matratzenschoner in regelmäßigen Abständen zu reinigen, also vom Staub zu befreien.

Luftdurchlässigkeit

Ein atmungsaktiver Matratzenschoner sorgt auch für die notwendige Luftdurchlässigkeit zur Matratze hin. Kondenswasser, das sich zwischen Matratze und Lattenrost absetzt, wird durch einen hochwertigen Matratzenschoner aufgenommen.

Fazit

Wenn die Auflagefläche zwischen Lattenrost und Matratze komplett mit einem Matratzenschoner ausgelegt, man könnte sagen abgedichtet ist, dann ist ein Matratzenabrieb nicht mehr möglich.

Mit einer überschaubaren Investition für den Matratzenschoner lässt sich die Lebensdauer der hochwertigen Matratze deutlich verlängern.

Empfehlenswert sind Pflege sowie regelmäßige Reinigung des Matratzenschoners. Beim Kauf sollte an der Qualität und somit am Preis nicht gespart werden. Zum hochwertigem Lattenrost mit passender Matratze gehört ein dementsprechender Matratzenschoner, um das Gesamtbild des Einzel- oder Doppelbettes gekonnt abzurunden.

Grundinformationen und Hinweise zu Matratzen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Lattenrost mit Matratze © Alterfalter - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Choosing mattress and bed. © geografika - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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