29. November 2011
Im Zuge der Retro-Welle haben auch schwere Ledersessel, wie sie früher in jedem klassischen "Herrenzimmer" zu finden waren, wieder Hochkonjunktur. Nur dass sie heutzutage längst nicht mehr nur den Herren der Schöpfung vorbehalten sind, denn schließlich ist so ein Ledersessel nicht nur unglaublich bequem, sondern auch ein prunkvoller Blickfang im Wohnzimmer.
Mit einem zeitlosen Clubsessel oder einem klassischen Chesterfieldsessel aus echtem Leder beweist man Stil und guten Geschmack. Leider sind Ledersessel nicht wirklich preiswert. Umso ärgerlicher ist da ein Fehlkauf. Worauf beim Erwerb eines Ledersessels zu achten ist, verraten die folgenden Tipps. Im Allgemeinen gilt, dass es sich nicht auszahlt, an der falschen Ecke zu sparen. Wer mit dem Ledersessel auch seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte darauf achten, dass das ausgesuchte Leder nach hohen Qualitätsrichtlinien geprüft ist und während der Verarbeitung ökologisch unbedenkliche Gerb- bzw. Farbstoffe verwendet wurden. Auch wenn das Leder – zu bevorzugen ist hier strapazierfähiges Rindsleder – so vorbehandelt wurde, dass es pflegeleicht ist, sollte der Ledersessel später nie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, um einem Austrocknen des Leders vorzubeugen. Auch ist die regelmäßige Behandlung mit einer guten Lederpflege empfehlenswert.
Auch der Holzunterbau des Sessels, bei dem (eventuell Metall-verstärktes) Massivholz zu bevorzugen ist, um dem Sessel die notwendige Standfestigkeit zu verleihen, sollte aus zertifiziertem Holz modernen Umwelt- und Qualitätsstandards genügen. Das schwedische "Nordic Swan"-Siegel beispielsweise steht für die Verwendung von Hölzern aus zertifizierten Forsten. Die FSC-Zertifizierung weist die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft aus.
Die Polsterung von modernen Ledersesseln besteht aus hochwertigen Schaumstoffen. Sind bei einer punktelastischen Polsterung eingebettete Knöpfe vorhanden, ist eine Handheftung für diese zu bevorzugen. Moderne Polyesterfasern in der Polsterung sorgen dafür, dass Arm- und Rückenlehnen geschmeidig biegsam und weich sind, sodass ein hoher Sitzkomfort entsteht. Als Richtwerte für die Dichte der Schaumstoffpolsterung können für die Sitzfläche dreißig bis fünfunddreißig Kilogramm pro Quadratmeter, bei der Rückenlehne circa dreißig Kilogramm pro Quadratmeter und bei der Armlehne circa vierzig Kilogramm pro Quadratmeter veranschlagt werden. Letzten Endes aber ist entscheidend, dass Sie sich in Ihrem Ledersessel wohlfühlen – aus diesem Grunde sollten Sie den Sessel vor dem Kauf am besten ausgiebig Probe sitzen bzw. beim Kauf im Internet auf ein Rückgaberecht achten.
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