9. Oktober 2009
Laminat ist ein pflegeleichter, günstiger und dekorativer Bodenbelag, der aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit immer häufiger in Mietwohnungen verlegt und aufgrund seiner Design- und Farbenvielfalt auch für Eigenheimbesitzer eine beliebte Alternative zu anderen Bodenbelägen ist. Vor dem Laminatkauf sollte man sich darüber informieren, welche Arten es gibt und welche Eigenschaften die verschiedene Sorten aufweisen.
Grob kann zwischen dem klassischen Laminat und dem Klick-Laminat unterschieden werden. Ersteres muss in den Fugen verleimt werden, für Klick-Laminat ist dagegen kein Leim mehr erforderlich. Immer mehr Hersteller produzieren daher nur noch das einfach zu verlegende Klick-Laminat, dass die gleiche Stabilität aufweist wie das klassische Laminat und daher für viele Hobbyhandwerker die erste Wahl ist.
Während die einzelnen Paneele des herkömmlichen Laminats beim Verlegen mit einem wasserfesten Leim zusammen gefügt werden müssen, werden die Klick-Laminat-Paneele einfach mit Hilfe eines Schlagklotzes ineinander verkeilt. Klick-Laminat hat zudem den Vorteil, dass es fugenfrei verlegt werden kann, sofort begehbar ist und zum Beispiel bei einem Umzug wiederverlegt werden kann.
Neben der groben Einteilung in normales und Klick-Laminat gibt es bei diesem Material auch Unterschiede hinsichtlich des Aufbaus und der Merkmale, die sich durch die Stärke, die Beschichtung oder die zusätzliche Ausstattung wie zum Beispiel einer integrierten Trittschalldämmung ergeben.
Die normale Laminatstärke liegt mit 6-8 mm weit unter der Stärke von Parkett, ist aber dennoch für die private Nutzung in Wohnräumen ausreichend. Dennoch gilt, je dicker das Laminat ist, desto qualitativ besser ist es. Massive, schwere Möbel sollten auf möglichst dickem Laminat stehen, damit es zu keinen Brüchen oder anderen Beschädigungen kommt. Auch für die gewerbliche Nutzung, also wenn der Bodenbelag stark beansprucht wird, ist dickes Laminat von Vorteil.
Neben der Stärke gibt es auch bei der obersten Schicht Unterschiede. Diese als Nutzschicht bezeichnete Kunststoffbeschichtung verhindert den Abrieb, der durch mechanische Belastungen entsteht. Je mehr Abrieb zu erwarten ist, desto dicker und fester sollte diese Schicht sein.
Einige Laminatsorten verfügen über eine integrierte Trittschalldämmung und in vielen Laminat-Sorten ist ein Feuchtigkeitsschutz integriert. Auch wenn eine eingebaute Trittschalldämmung nicht in allen Fällen einen separaten Dämmschutz ersetzt, sollte beim Kauf auf diese Ausstattung Wert gelegt werden.
Letztlich unterscheiden sich die verschiedenen Laminate natürlich auch in ihrer Optik. Die Dekorschicht, die sich unter der Nutzschicht befindet, verleiht dem Laminat seine vielseitige Optik. Man hat die Wahl zwischen edlen Holzoptiken, Kork- oder auch Fliesendekors in den verschiedensten Farben und Strukturen.
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