1. Dezember 2011
Ein Weihnachtsbaum in der Stube gehört zum Weihnachtsfest einfach dazu. Manche Menschen allerdings haben ökologische Bedenken, für diese paar Tage einen Baum fällen zu lassen, der danach entsorgt wird. Anderen tut der Baum "einfach leid". Experimente mit Weihnachtsbäumen, die ihre Wurzelballen behielten und nach dem Fest in der freien Natur eingegraben wurden, haben sich jedoch nicht zur allgemeinen Zufriedenheit entwickelt. Schließlich kann man nicht jedes Jahr einen weiteren Tannenbaum im Vorgarten pflanzen, und auch das wilde private Aufforsten der Wälder ist aus naheliegenden Gründen untersagt.
Bleibt der Tannenbaum aus Kunststoff. Das größte Argument gegen ihn war bisher, dass er "irgendwie nicht echt" wirkt. Und tatsächlich hat man einigen Exemplaren früher ihre künstliche Herkunft schon von weitem angesehen. Andere bemängeln, dass ein Kunstbaum nicht nach Fichtennadeln und Harz riecht - wo dieser Geruch für sie zu Weihnachten doch einfach dazugehöre. Für beide Probleme wurde mittlerweile mindestens eine Lösung gefunden, und die heutigen künstlichen Tannenbäume sind von echten nur noch sehr schwer zu unterscheiden. Allerdings sind diese täuschend echten Weihnachtsbäume nicht unbedingt preisgünstig - dafür aber kann man sie ein Leben lang verwenden, sodass sich der hohe Anschaffungspreis über die Jahre rechnet.
Das Angebot der Kunstbäume ist mittlerweile weit gefächert und reicht von der Blautanne zur Edelfichte, sodass man auch hier dem individuellen Geschmack folgen kann, ebenso wie beim Kauf eines echten Baumes. Künstliche Tannenbäume, deren Äste vor und nach dem Fest platzsparend zusammengeklappt werden können, lassen sich per Hand individuell zurechtbiegen und -zupfen, bis der Baum die gewünschte Optik hat. Ein großer Vorteil ist, dass das ärgerliche Nadeln beim Kunstbaum entfällt, zudem ist ein künstlicher Nadelbaum ein weitaus geringeres Brandrisiko als ein echter. Auch das Allergiepotenzial eines Kunstbaumes ist im Gegensatz zum echten Baum kein Thema mehr.
Nicht zuletzt hat ein Kunstbaum ökologische Vorzüge, denn immerhin muss ein echter Weihnachtsbaum ungefähr acht bis zwölf Jahre auf einer Weihnachtsbaumplantage wachsen und benötigt in dieser Zeit die entsprechende Menge an Pestiziden - und das jedes Jahr wieder. Ein Kunstbaum wird einmal produziert und kann fortan immer wieder verwendet werden. Und für die richtige Weihnachtsatmosphäre hat sich die Industrie auch etwas einfallen lassen: Raumsprays mit Fichtenadel- oder Tannenduft.
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