10. Januar 2012
Kommoden sind auch 2012 das große Einrichtungsthema. Allerdings geht es nicht um herkömmliche Kommoden "von der Stange", die man in jedem Möbelhaus erwerben kann, sondern vielmehr um Unikate, die die eigene Persönlichkeit widerspiegeln und der Einrichtung eine individuelle Note verleihen.
Natürlich ist auch hier Vintage in allen Spielarten tonangebend, ob nun wirkliches Vintage in Form der von Oma geerbten Kommode oder dem antiken asiatischen Hochzeitskommödchen, das im heimischen Wohnzimmer zu neuen Ehren kommt, oder aber Vintage-Style im Shabby Chic, das heißt, werkneue Möbel mit Antik-Finish, die ein Vorleben und überhaupt Geschichte vorgaukeln. Kommoden müssen auch nicht mehr in Naturfarben gehalten sein - manch einer wird seinen Spaß daran haben, einem alten Stück mit buntem Anstrich zu neuem Leben zu verhelfen - und nebenbei ein einzigartiges Möbel zu kreieren, wie es nur einmal auf der Welt vorkommt.
Wer nicht gleich zu Sandstrahler, Schleifpapier und Lasur greifen möchte, kann einer Kommode durch das simple Austauschen der ab Werk geplanten Griffe und Knäufe eine individuelle Note verleihen. Ob man nun die vorhandenen Messingknäufe durch matt silberfarbene ersetzen möchte, weil diese besser mit der übrigen Einrichtung harmonieren, oder ob man die im Laufe der Zeit verlorengegangenen Originalgriffe wieder mit Stücken, die der Entstehungszeit und dem Stil des Möbels entsprechen, versehen möchte, ist dabei nebensächlich. Manche Menschen machen sich sogar ein Hobby daraus, auf Flohmärkten oder Urlaubsreisen auf die Jagd nach möglichst antiken, landestypischen Griffen und Knäufen zu gehen.
Besonders beliebt sind zurzeit Porzellanknäufe, die mittels feinster Porzellanmalerei verziert sind. Dank der großen Beliebtheit dieses nostalgischen Looks sind solche mittlerweile sogar manchmal in Super- oder Baumärkten erhältlich. Schöner sind natürlich die Originale, die man sich bei den verschiedensten Scheunenverkäufen in bäuerlich geprägten Landstrichen zusammen sammeln kann. Schließlich sagt auch niemand, dass alle Schübe einer Kommode mit demselben Griff-Typus versehen sein muss.
Besonders originell wirken unterschiedliche Knäufe an schmalen Kommoden, deren Schubfächer über lediglich einen mittig platzierten Knauf verfügen. Bei breiteren Schüben, die mit zwei Griffen versehen sind, sollte schon aufgrund der Handlichkeit auf identische Griffe geachtet werden. Es spricht jedoch nichts dagegen, dass das Griffpaar des nächsten Schubes in einer völlig anderen Optik daherkommt.
Überhaupt gilt es zu bedenken, ob man den bewussten Stilbruch provozieren möchte (beispielsweise antike schmiedeeiserne Griffe an einer modernen PVC-Lackkommode oder umgekehrt satinierte, schörkellose Knäufe an dem Erbstück), oder ob man mit der Wahl von Griffen und Knäufen den Stil der Kommode unterstützen möchte. Beide Herangehensweisen haben ihre Berechtigung.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
21.08.11 | |
![]() | KOMMODEN |
25.03.11 | |
![]() | KOMMODEN |
15.02.11 | |
![]() | KOMMODEN |
27.01.11 | |
![]() | KOMMODEN |
30.08.10 | |
![]() | KOMMODEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Kommoden Forum

