7. Oktober 2009
Viele Menschen können sich ein Haus ohne Keller gar nicht vorstellen. Dennoch wird beim Bau eines Hauses immer häufiger auf einen Keller verzichtet - meist aus Kostengründen. Ob der Bau eines Kellers sich aber trotz aller Mehrkosten lohnt, sollte gründlich abgewogen werden. Denn wie so oft gibt es auch hier Dinge, die sowohl für wie auch gegen einen Keller sprechen.
Meistens ist es teurer, einen Keller zu bauen als das Haus auf einer Bodenplatte zu errichten. Vor allem problematische Bodenverhältnisse erschweren das Ausheben eines Kellers und können den Preis empfindlich in die Höhe treiben. Es sollte aber auch bedacht werden, dass ein vorhandener Keller, der gut ausgebaut und isoliert ist, den Mehrwert und Wiederverkaufswert eines Hauses erhöht und dieses somit attraktiver für Mieter oder Käufer macht.
Ein Keller bietet zusätzliche Nutz- und Wohnfläche und ist vielfältig nutzbar. Als Nutzkeller kann er dazu dienen, Mobiliar, Hausrat oder Lebensmittel zu lagern. Auch die Unterbringungen eines Öltanks oder einer Gastherme erfolgt meist in einem separatem Kellerraum. Ungeheizte Keller bieten zudem Platz für Waschmaschinen oder eine Sauna, auch als Werk- oder Bastelkeller kommen sie in Frage. Gut isolierte und gedämmte Keller können sogar zusätzliche Wohnfläche bieten. Ein Partykeller ist genauso denkbar wie ein Gästezimmer oder eine Einliegerwohnung, die vermietet werden kann.
Ein Keller bietet zwar in den meisten Fällen mehr Vor- als Nachteile, es muss aber auch berücksichtigt werden, dass über die Mauern, die Kontakt mit dem Erdreich haben, Feuchtigkeit in den Keller und ins Haus eindringen kann. Vor allem Altbauten mit schlechter Abdichtung des Mauerwerks sind bekannt dafür, dass sich schnell Schimmel bildet. Ist ein Keller bei einem Neubau geplant, sollte die Isolierung immer fachmännisch durchgeführt werden, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
In bestimmten Fällen macht ein Keller wenig Sinn oder der zusätzliche Platz wird gar nicht benötigt. So sollte in Hochwassergebieten der Bau eines Kellers gründlich überdacht werden und Passivhäuser, die keine Kellerräume zur Unterbringung von Öltanks oder Gasthermen benötigen, können auf einen Keller verzichten, wenn das Haus über ausreichend Wohn- und Nutzfläche verfügt.
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