Rund um die Immobilienwahl - Tipps zur Auswahl und Finanzierung

Haus mit großer Terrasse und Swimming Pool im Garten

Hinweise zum Kauf einer Immobilie

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  • von Paradisi-Redaktion

Immobiliensuche und -kauf stellen große Veränderungen im Leben eines Menschen dar. Ob es sich nun um eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus handelt - bei der Auswahl gilt es, einige generelle Punkte zu beachten. In diesem Zusammenhang spielt vor allem auch die passende Finanzierung eine große Rolle. Rund um die Immobilienwahl - holen Sie sich Tipps zur Suche, zum Kauf sowie zur Finanzierung.

Die Suche nach der geeigneten Immobilie

Bei der Immobiliensuche möchte man möglichst ohne Makler auskommen, um die Kaufnebenkosten gering zu halten. Es ist durchaus möglich, ohne Maklergebühren das perfekte Eigenheim zu finden. Die folgenden Tipps können bei der Suche helfen.

Wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft werden sollen, so müssen diese nicht bereits im Internet oder über Makler veröffentlicht worden sein. Es kann sich lohnen, das persönliche Netzwerk zu nutzen, um über mögliche Verkaufsintentionen zu erfahren.

Ebenso können berufliche Kontakte hilfreich sein. Es gibt beispielsweise hier und da die Möglichkeit, Immobilien über das Intranet anzubieten.

Auch über soziale Netzwerke können viele Menschen erreicht werden. So kann man auch als Interessent seinen Immobilienwunsch beschreiben. Möglicherweise liest jemand, der von einem Hausverkauf weiß, diese Notiz.

Mittlerweile gängig ist die Suche im Internet. Hier findet man diverse Immobilienportale, auf denen sich gezielt auch nach Angeboten ohne Maklerprovision suchen lässt.

Klassisch geht man vor, wenn man Anzeigen im gewünschten Wohngebiet verteilt. Auch bei dieser Variante hat man vielleicht Glück und diese wird von der richtigen Person gelesen.

Bei der Suche nach der Immobilie wird man sich sicherlich auch schon Gedanken um den Kaufpreis gemacht haben, um das Angebot einschränken zu können. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, sich über die aktuellen Marktdaten zu informieren. Dies gelingt beispielsweise über den Maklerverband IVD oder auch die Gutachterausschüsse.

Bei Toplage ist Geduld gefragt

Was man unbedingt beachten sollte: bei der Immobiliensuche ist in der Regel sehr viel Geduld gefragt. Besonders, wenn man Haus oder Wohnung in Toplage ergattern möchte, sind ein bis zwei Jahre normal, wenn es um die Suchdauer geht.

Außerdem gilt: bei passendem Objekt heißt es schnell zu sein. Das bedeutet: man sollte die passenden finanziellen Mittel bereitliegen haben, um das Objekt reservieren zu können. Und in diesem Zusammenhang sollten 2.000 bis 4.000 Euro zur Verfügung stehen. Anderenfalls ist es nahezu sicher, dass man leer ausgeht.

Die geeignete Immobilie zu finden erfordert manchmal viele Hausbesichtigungen und Geduld
Die geeignete Immobilie zu finden erfordert manchmal viele Hausbesichtigungen und Geduld

Meint man, eine geeignete Immobilie gefunden zu haben, gilt es, sich diese genau anzusehen...

Merkmale einer guten Immobilie

Bevor eine Immobilie gemietet oder gekauft wird, sollte man sich immer ein genaues Bild machen. Lage und Infrastruktur spielen ebenso eine Rolle wie der Zustand des Hauses. Auch wenn die Vorstellungen einer guten Immobilie oft verschieden sind, gibt es einige Aspekte, die den Wert eines jeden Hauses erhöhen.

Gute Wohnlage

Ein Punkt, der eine gute Immobilie ausmacht, ist die Wohnlage.

  • Ruhige Siedlungen versprechen eine höhere Wohnqualität als ein Haus in einem Industriegebiet.
  • Stark befahrene Straßen, Bahnschienen und eng aneinandergereihte Grundstücke mindern den Wert einer Immobilie, während eine gute Infrastruktur mit Supermärkten, Schulen und öffentlichem Nahverkehr sowie eine Lage im Grünen oder am Waldrand sehr beliebt sind.
  • Auch ein großzügig angelegter Garten, der nach Süden ausgerichtet ist, zeichnet eine gute Immobilie aus.

Sehr gute Qualität der Bausubstanz

Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf die Qualität der Bausubstanz einer Immobilie gerichtet werden.

  • Keinen guten Eindruck machen Risse und Spalten im Mauerwerk oder im Putz;
  • ein modrig riechender Keller deutet auf Feuchtigkeit und Schimmelbildung hin und
  • ein Dachboden, der einen freien Blick auf die Dachziegel zulässt, lässt auf eine ungenügende Wärmedämmung schließen.

Gute Immobilien sind folglich sowohl mit einer neuzeitlichen Wärmedämmung wie auch mit einer Schallisolierung ausgestattet. Letzteres gilt vor allem für Reihen- und Doppelhäuser sowie für Häuser, die beispielsweise an stark befahrenen und lauten Straßen liegen.

Moderne Fenster

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen guter Immobilien zählen moderne Fenster. Diese sollten

  • mindestens doppelt verglast sein
  • das Eindringen von UV-Licht verringern und
  • den Schall dämmen.

Auch eingebaute Rollladen vor den Fenstern sind gern gesehen, da heruntergelassene Rollladen im Sommer die Räume kühl halten und im Winter Energiekosten einsparen können. Zudem sichern sie die Immobilie gegen das Eindringen Unbefugter.

Rohre und Leitungen in gutem Zustand

Auch der Zustand der

verraten einiges über den Zustand und den Wert des Hauses. Ein Gutachter kann bestimmen, wie sanierungsbedürftig und energieeffizient diese sind oder ob sie bereits auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurden.

Die Qualität sollte bei einer Immobilie immer abgecheckt werden
Die Qualität sollte bei einer Immobilie immer abgecheckt werden

Tipps zum Immobilienkauf

Mit dem Kauf einer Immobilie geht für die meisten Menschen ein langersehnter Traum in Erfüllung. Damit dieser Traum nicht schon nach wenigen Jahren zum Albtraum wird, sollte schon bei der Auswahl und beim Kauf der Immobilie auf bestimmte Dinge geachtet werden. Oft verstecken sich hinter scheinbar günstigen Angeboten nämlich Mängel verschiedenster Art.

Infrastruktur

Ein Einzug in ein neues Heim bedeutet zugleich auch ein Einzug in eine neue Umgebung. Bevor eine Immobilie besichtigt wird, sollte also das nähere Umfeld begutachtet werden. Für viele Menschen ist die Infrastruktur, die die Gegend bietet, ein entscheidender Aspekt.

  • Gibt es zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und den Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel?
  • Sind Schulen und Kindergärten gut zu erreichen?
  • Aber auch ständige Lärmbelästigungen, die durch große Straßen, Fabriken, Anlieferungsverkehr oder auch Schulhöfe und Spielplätze verursacht werden, sollten berücksichtigt werden.
Nachbarschaft

Letztlich kann es auch im Interesse des Käufers liegen, sich vorab über die Nachbarschaft zu informieren.

  • Gibt es hier oft Streit?
  • Wohnen bellende Hunde oder schreiende Kinder in der Gegend?
  • Werden oft laute Partys gefeiert?

Erst wenn man sicher ist, dass die Umgebung einem zusagt, lohnt sich eine nähere Betrachtung der frei stehenden Immobilien.

Zustand der Immobilie

Hier ist vor allem der Zustand des Hauses entscheidend. Sind offensichtliche Baumängel wie Risse im Mauerwerk, Feuchtigkeit im Innenbereich oder Hohlstellen in Putz oder auf dem Fußboden vorhanden, sollte man vorsichtig sein. Eine Sanierung könnte viel Geld kosten.

Einen guten Eindruck macht es, wenn der Verkäufer dem Interessenten eine Liste mit kleineren und größeren Mängeln zur Verfügung stellt. Das zeigt, dass der Verkäufer keine Mängel verheimlichen möchte und es ehrlich mit dem potentiellen Käufer meint.

Energie und Ausstattung

Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Immobilienkauf ist das Thema Energie. Verfügt das Haus über eine neuzeitliche Wärmedämmung, über Isolierverglasung und über einen Energiepass? Welche Art von Heizung ist vorhanden?

Da vor allem die Ausstattung einer Immobilie die Wohnqualität stark beeinflusst, sollte auch auf die Größe und die Aufteilung der Zimmer geachtet werden. Viele Menschen wünschen sich eine Badewanne, einen Balkon oder einen eigenen Garten. Für andere sind Rolläden oder ein eingebauter Kamin ein Muss.

Gutachten und Kaufvertrag

Ist man sich unsicher über den Verkehrswert des Hauses oder möchte man die Immobilie auf versteckte Mängel prüfen lassen, sollte ein Gutachter vor dem Kauf hinzugezogen werden. Entscheidet man sich letztendlich für die Immobilie, muss immer ein notarieller Kaufvertrag unterschrieben werden, damit die Immobilie im Grundbuch auf den neuen Eigentümer umgeschrieben werden kann.

Vertragsunterschrift mit einem Füller, daneben ein kleines Holzmodell eines Hauses mit rotem Dach
Vertragsunterschrift mit einem Füller, daneben ein kleines Holzmodell eines Hauses mit rotem Dach

Wichtige Infos zum Thema Immobilienkauf bei einer Zwangsversteigerung

Die Zwangsversteigerung einer Immobilie ist der letzte Ausweg, sobald der Eigentümer der Immobilie mögliche finanzielle Schulden nicht mehr annähernd begleichen kann. Die Zwangsversteigerung ist dabei ein streng geregeltes Vollstreckungsverfahren, welches durch ein Amtsgericht geleitet wird. Doch was sollte man eigentlich alles rund um das Thema Zwangsversteigerung wissen?

Vorteile

Zunächst einmal ist es interessant zu wissen, dass prinzipiell jeder geschäftsfähige Bürger an einer Zwangsversteigerung teilnehmen kann. Um allerdings für ein bestimmtes Objekt Gebote abgeben zu können, ist es wichtig, sich ausweisen zu können und direkt an der Versteigerung teilzunehmen.

Des Weiteren gelten Zwangsversteigerungen für die Interessenten als attraktiv, weil einige Vorteile gegenüber einem regulären Immobilienkauf bestehen. So ist der Kauf einer Immobilie bei einer Zwangsversteigerung zum einen in der Regel günstiger. Schließlich kann ein Objekt gekauft werden, für dessen Auffinden keine Maklergebühren anfallen.

Zudem laufen Zwangsversteigerungen unter einem gewissen Zeitdruck ab, was wiederum für eine leichte Preissenkung in einigen Fällen sorgt. Daneben haben Teilnehmer bei einer Zwangsversteigerung Zugriff auf ein kostenloses Gutachten eines Sachverständigen, weshalb die Vor- und Nachteile der Immobilie abgeschätzt werden können, ohne dass erst selbst ein Sachverständiger beauftragt und bezahlt werden muss.

Nachteile

Es gibt allerdings auch Nachteile, welche im Rahmen der Zwangsversteigerung auftreten können. Zum einen haben die Interessenten kein Recht, das Objekt von innen zu besichtigen. Aus diesem Grund ist man auf die Kulanz des derzeitigen Schuldners angewiesen, um die Immobilie von innen besichtigen zu können.

Damit einher geht die Gefahr, dass Mängel am Objekt bestehen, welche so nicht von außen gesehen oder eingeschätzt werden können. Daneben kommt es gelegentlich zu Problemen bei der Räumung, weshalb sich eine Nutzung des Objekts eventuell verzögern kann.

Informationen über anstehende Zwangsversteigerungen finden

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, wo man sich über zwangsversteigerte Objekte informieren kann und wie viele Informationen eingesehen werden können. Um sich einen Überblick über anstehende Zwangsversteigerungen zu verschaffen, sollte ein Blick in den Staatsanzeiger des jeweiligen Bundeslandes geworfen werden.

Daneben kann es sich noch lohnen, entsprechende Rubriken in den lokalen Tageszeitungen zu lesen. Hier schalten die Amtsgerichte dann rechtzeitig Inserate, in welchen auch genauere Informationen genannt werden. Sollten diese Informationen spärlich ausfallen oder noch weitere Fragen bestehen, kann sich auch online in diversen Versteigerungskatalogen informiert werden.

Zwangsversteigerungen werden dabei in der Regel im zuständigen Amtsgericht abgehalten. In Ausnahmefällen kann es auch dazu kommen, dass ein geeigneter Saal in der Nähe des zu versteigernden Objekts genutzt wird, um die Versteigerung abzuhalten. Eine Versteigerung kann dann zwischen 30 Minuten bis mehrere Stunden andauern, wobei die Dauer vom Verhalten der Bieter abhängt.

Ein Immobilienkauf ist für die meisten Menschen ein großes Unterfangen
Ein Immobilienkauf ist für die meisten Menschen ein großes Unterfangen

In vielen Fällen stellen Immobilien im Ausland besonders lukrative Angebote dar...

Tipps zum Immobilienkauf im Ausland

Beim Auslandskauf einer Immobilie gilt immer das jeweilige Landesrecht. Der Käufer muss sich informieren und auf Aus- oder Zusagen Dritter verlassen können. Zu denen gehört die DAS, die Deutsche Schutzvereinigung Auslandsimmobilien.

Die Anlässe für einen Immobilienkauf im Ausland, also für ein bebautes oder noch zu bebauendes Grundstück, sind recht unterschiedlich. Für die einen soll eine Auslandsimmobilie die Heimat für den Lebensabschnitt nach dem jahrzehntelangen Erwerbsleben sein. Andere möchten ihre Urlaubswochen nicht im Hotel oder in der Pension, sondern im Eigentum, in einer eigenen Immobilie verleben.

Sie alle werden zum Zeitpunkt des Immobilienkaufs mit denselben und für sie völlig neuen Fragestellungen konfrontiert. Im Detail ist aber jeder Immobilienkauf anders, also ein Einzelfall.

Es ist riskant als Laie im Ausland eine Immobilie zu erwerben
Es ist riskant als Laie im Ausland eine Immobilie zu erwerben

Jedes Land hat eine eigene Rechts- und Gesetzeslage. Die wird dezentral durch regionale bis hin zu lokale Vorgaben ergänzt.

Ungeachtet moderner Internetkommunikation mit Videotelefonie, Webkamera, E-Mail und Datenaustausch ist eine Präsenz vor Ort unerlässlich. Und je nachdem, für welches Land sich der Immobilienkäufer entscheidet, wird die Landessprache mit ihren regionalen Dialekten gut, mäßig oder gar nicht beherrscht.

Makler engagieren

Für jeden Kauf einer Auslandsimmobilie benötigt der Kaufinteressent einen Makler, eine Person seines Vertrauens. Die muss zunächst gesucht und gefunden werden.

Eine Recherche im Internet ist hilfreich, aber nicht ausreichend. Wünschenswert sind Referenzen zu bereits abgewickelten Immobiliengeschäften in dem betreffenden Ausland.

DAS

Bei Auslandsimmobilien in den EU-Mitgliedsländern

bietet beispielsweise die DAS, die Deutsche Schutzvereinigung Auslandsimmobilien e.V. mit Sitz im baden-württembergischen Freiburg, ihre Dienstleistung mit Manpower, Knowhow und Erfahrung an.

IVD

Bei gleichartigen Angeboten für andere Länder kann es von Vorteil sein, eine Organisation wie Verein oder Verband anstelle eines einzelnen Unternehmers oder einer Kapitalgesellschaft anzusprechen. Der Immobilienverband Deutschland, kurz IVD mit Sitz in Berlin, ist ein Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen für die Immobilienwirtschaft. Bundesweit ist er mit sechs regionalen Verbänden präsent, die vor Ort mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Rechtssicherheit schaffen

Der Immobilienkäufer muss von Beginn an Rechtssicherheit schaffen. Dazu gehört es, spätestens den notariellen Kaufvertrag sowohl in der Landessprache als in der eigenen Muttersprache vorliegen zu haben.

Sofern ein Vorvertrag landesüblich ist, gilt für den ebenfalls diese Dualität. In der Regel handelt es sich um eine deutsche Übersetzung des Kaufvertrages aus der Landessprache.

Diese Vertragsfassung muss von einem vereidigten Dolmetscher übersetzt und amtlich beglaubigt sein. Der Käufer muss sich die Zeit nehmen, diese für ihn dann lesbare Fassung inhaltlich zu prüfen.

Einsicht in das Liegenschaftsregister

Zu den wichtigen Aufgaben des beauftragten Maklers gehört die Einsicht in das Liegenschaftsregister, in dem die Auslandsimmobilie eingetragen ist. Ein Registerauszug muss als Anlage zum Bestandteil des Kaufvertrages gemacht werden.

Das verhindert nachträgliche Eintragungen in dem Zeitraum zwischen der Registereinsicht und der notariellen Vertragsbeurkundung. Auf die darf, unabhängig vom geltenden Landesrecht, nicht verzichtet werden, ebenso wenig wie auf die amtlich beglaubigte Übersetzung dieser Anlage.

Kaufnebenkosten

Über die so genannten Kaufnebenkosten muss Klarheit bestehen. Das gilt für die Kostenarten sowie die genauen oder zumindest voraussichtlichen Kostenhöhen. Der Immobilienkäufer muss seinerseits frühzeitig deutlich machen, ob es sich bei seiner Auslandsimmobilie um einen dauerhaften Erst-, oder um einen temporären Zweitwohnsitz handeln soll.

Besteuerung von Immobilienkäufen

Die Besteuerung von Immobilienkäufen ist in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Grunderwerbssteuer wird überall, eine Mehrwertsteuer von bis zu zwanzig Prozent nur in einigen Ländern sowie in besonderen Fällen wie Neubauten erhoben.

Der ausländische Immobilienverkäufer, also der bisherige Eigentümer, ist ebenfalls ausschlaggebend. Ob es eine Behörde wie die örtliche Gemeinde oder eine Privatperson ist, hat durchaus Einfluss die Schnelligkeit der Eigentumsumschreibung im Katasterregister.

Fazit

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der Kauf einer Auslandsimmobilie in seiner Gesamtheit eine Sache des Vertrauens zu dem eigenen Rechtsvertreter ist. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Nach diesem Grundsatz müssen alle wichtigen und maßgeblichen Dokumente in die eigene Muttersprache übersetzt werden. Dieser Aufwand erhöht zwar die Kaufnebenkosten; er schafft aber auch Rechtssicherheit und kann bei zukünftigen Unstimmigkeiten hilfreich bis hin zu rechtsentscheidend sein.

Mit der wichtigste Punkt beim Kauf einer Immobilie stellt deren Finanzierung dar...

Hinweise zur Finanzierung von Immobilien

Der Kauf einer Immobilie übt auf viele Menschen einen großen Reiz aus. So gefällt der Gedanke, dass diese dann beispielsweise selbst bewohnt werden oder später einmal gewinnbringend verkauft werden kann. Doch welche Hinweise zur Finanzierung einer Immobilie sollte man beachten, damit der Kauf nicht schon nach wenigen Jahren bereut wird?

Ideal ist es natürlich, wenn das Geld für den Immobilienkauf direkt aufgebracht werden kann. Da dies aber nur wenigen privaten Käufern möglich ist, sollte sich nach einem passenden Geldgeber umgesehen werden.

Dabei sollten nicht nur Banken und Bausparkassen in Erwägung gezogen werden. Stattdessen bieten sich in manchen Fällen auch Versicherungsgesellschaften und Landesförderinstitute an, um an den benötigten Kredit zu kommen. Bei der Aufnahme des Kredits sollten dann zahlreiche Hinweise berücksichtigt werden.

Die Finanzierung der Immobilie sollte genau geplant sein
Die Finanzierung der Immobilie sollte genau geplant sein

Die Zinslage

Zunächst einmal sollte sich die Art des Kredits an der derzeitigen Zinslage orientieren. Wird der Kredit während einer Hochphase aufgenommen, sollte die Bindung an diesen Zins möglichst kurz ausfallen. Dies erreicht man beispielsweise durch die Vereinbarung eines variablen Zinssatzes.

Genau das Gegenteil ist dementsprechend für Phasen niedriger Zinssätze der Fall. Hier sollte man sich als Kreditnehmer für eine Immobilie dann darum bemühen, möglichst lange in den Genuss solch niedriger Zinssätze zu kommen. Lange Laufzeiten mit Festzinsen sind demnach die erste Wahl im Falle eines niedrigen Zinsniveaus.

Die Tilgungsrate

Des Weiteren wirkt sich die Tilgungsrate erheblich auf die Höhe des Zinses aus. Aus diesem Grund sollte ein möglichst hoher Tilgungssatz vereinbart werden.

Nichtsdestotrotz sollte im Vorfeld genau abgeklärt werden, ob diese finanzielle Belastung auch noch in einigen Jahren problemlos bewältigt werden kann. Die Tilgungsrate sollte demnach die eigenen Möglichkeiten ausreizen, ohne gleich alle finanziellen Spielräume zu zerstören.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Immobilie bis zum eigenen Ruhestand vollständig bezahlt zu haben. Andernfalls stellt die Tilgung eine erhebliche finanzielle Belastung im Alter dar, welche den Betroffenen in die Altersarmut treiben kann.

Der Abschluss einer Lebensversicherung

Sollte man letztlich noch über eine Familie verfügen, dann sollte eine Lebensversicherung abgeschlossen werden. Andernfalls müsste die Familie im Falle des eigenen Todes für die Tilgung aufkommen, was in den meisten Fällen zum finanziellen Ruin des Partners und der Kinder führt.

Kredit und anfallende Renovierungskosten: den Kauf vom Eigenheim gut planen!

Hand im Büro hält ein Hausmodell, Euro-Geldscheine und Schlüssel
Hand mit Haus und Geld und Schlüssel © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Früher oder später kommt es bei Paaren und Familien zum Wunsch des Eigenheims. Auch wer kein besonders hohes Einkommen hat, hat heutzutage die Möglichkeit, seinen Traum von den eigenen vier Wänden in Erfüllung gehen zu lassen. Das Angebot an Krediten für Immobilien ist zurzeit so niedrig wie es schon seit Jahrzehnten nicht mehr war.

Doch was auf den ersten Blick gut aussieht, sollte gut durchdacht werden, denn wer sich nicht gründlich informiert, bleibt nachher auf seinen Schulden sitzen. Wer einen Bauvertrag abschließen möchte, ist gut damit beraten, diesen mit einem Fachmann Schritt für Schritt durchzugehen, Stichwort Leistungsumfang und Kostenkalkulation. Bei 100-Prozent-Finanzierungen, die man aufgrund eines niedrigen Einkommens wahrnehmen möchte, sollte unbedingt auf lange Sicht hin überlegt werden, ob die Ratenzahlung machbar ist.

Bevor eine Immobilie gekauft wird, ist auch hier genau zu prüfen, welche Kosten in Sachen Renovierung und Instandsetzung noch anfallen – dieses Geld sollte man natürlich übrig haben. Auch hier ist die Meinung eines Experten zu empfehlen, denn auch was auf den ersten Blick in Ordnung erscheint, kann bei genauerem und fachmännischem Hinsehen den einen oder anderen Makel aufweisen.

Beim Hausverkauf dürfen bekannte Mängel nicht verschwiegen werden

Wer beim Hausverkauf bekannte Mängel verschweigt, der kann zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet werden, auch wenn ein Gewährleistungsausschluss besteht. So muss man beim Verkauf eines Hauses bestehende Mängel vollständig und korrekt angeben, ansonsten haftet man wegen Arglist, so beispielsweise bei einem Marderfraß im Dachboden.

Auch wenn man danach das Dach nur zum Teil saniert hat und danach trotzdem noch die Möglichkeit weiterer Schäden besteht, so muss man dies dem Käufer mitteilen, wie das Oberlandesgericht (OLG) in Koblenz in einem Fall geurteilt hat.

Bei diesem Fall hatten die Verkäufer angegeben, dass ihnen keine Mängel bekannt seien, doch der Käufer stellte nach ein paar Monaten fest, dass im Dachgeschoss die Dämmung durch Marder zerstört war. Daraufhin verklagte der Käufer die Vorbesitzer auf Schadensersatz über 25.000 Euro, weil sie die Mängel arglistig verschwiegen hatten.

Zwar gaben die Verkäufer zu, dass sie einige Jahre zuvor die Schäden zum Teil beseitigt hätten und glaubten, dass damit die Sache aus der Welt geschaffen ist, doch schon das Landgericht und nun auch das Oberlandesgericht sahen diese Sache anders und gaben dem Kläger Recht.

Trotz steigender Mieten und Häuserpreise sieht Bundesbank keine Immobilienblase

Obwohl die Mieten und Häuserpreise in den Großstädten hierzulande stark ansteigen, glaubt der Bundesbankvorstand Andreas Dombret nicht, dass sich dadurch eine Blase am Immobilienmarkt bildet.

Allerdings ist die Aufsicht vorbereitet, falls es trotzdem zu einer Blase kommen sollte. So könnte man beispielsweise große Kapitalpuffer von den Kreditinstituten verlangen, damit die Banken Beleihungsgrenzen festsetzen oder sich gegen platzende Kredite wappnen.

Da sich die Gewinne durch niedrige Zinsen schmälern, sorgt sich Dombret derzeit vor allem um die Ertragskraft kleiner Geldhäuser in Deutschland. Die momentane Lage in Zypern bezeichnete der Bundesbanker als "speziellen Sonderfall", wobei er nicht davon ausgeht, dass es an den Finanzmärkten zu weiteren Turbulenzen kommen wird.

Nichts desto trotz müsse man seiner Meinung nach die "indirekten Auswirkungen im Auge behalten".

Courtage für Makler auch ohne Auftrag des Verkäufers fällig

Kleines Modellhaus in einer Handfläsche vor grünem Hintergrund, Schlüssel hängt an einem Finger
House, Home Interior, Residential Structure. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de

Auch Immobilienmakler, die ungefragt tätig werden, haben Anspruch auf Zahlung einer Courtage. Selbst wenn Eigentümer ihr Haus selbst zum Verkauf angeboten haben. Darauf haben jetzt Verbraucherschützer hingewiesen.

Verschiedene deutsche Gerichte hat dieses Thema bereits beschäftigt: Bietet ein nicht beauftragter Makler einem Interessenten ein Objekt courtagepflichtig an und nimmt dieser in Kenntnis der Provisionserwartung des Maklers Maklerdienste in Anspruch, so kommt in der Regel auch ein Maklervertrag zustande. Bei Abschluss eines Vertrages, ob Kauf– oder Mietvertrag, ist anschließend eine Provision zu zahlen.

Probleme kann es nur geben, wenn der Eigentümer ausdrücklich ein Maklerverbot erlassen hat oder ein anderer Makler bereits tätig geworden ist. Dann droht Ungemach in Form eines Bußgeldes. Hat ein Verkäufer oder Vermieter sich jedoch von einem Makler zu einem Besichtigungstermin für Interessenten überreden lassen, so ist bei Abschluss eine Courtage fällig.

Wer als Mieter oder Käufer die Zahlung einer Courtage vermeiden will, sollte auf den einschlägigen Immobilienportalen speziell nach Immobilien ohne Provision suchen. Doch Vorsicht: Bei provisionsfreien Kaufangeboten eines Maklers ist die Courtage in der Regel schon im Preis berücksichtigt.

Nur jeder dritte Immobilienkredit ist formal korrekt – Chance auf günstigere Finanzierung

In einem Test der Verbraucherzentrale enthielten von 300 Kreditverträgen für Immobilien nur 100 eine korrekte Widerrufsbelehrung. Die Fehler sind vielfältig, für den Kunden haben sie jedoch einen eindeutigen Vorteil: er kann aus dem Vertrag aussteigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen.

Wenn die Belehrung fehlerhaft ist, darf der Kreditkunde den Vertrag jederzeit widerrufen. Da die Zinsen in den letzten Jahren gesunken sind, bietet das für viele Immobilienbesitzer die Chance, in eine günstigere Finanzierung zu wechseln.

Die Verbraucherschützer raten allerdings nicht pauschal zum Widerruf. Man könne auch zunächst mit der Bank über neue Konditionen verhandeln. Falls das Geldinstitut bessere Zinsen verweigere, bliebe immer noch die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen. Dann müsse man sich jedoch auf einen Rechtsstreit einstellen.

Preise für Ferienimmobilien in Portugal auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen

Kaum ein anderes Land wurde härter von der Euro-Krise getroffen als Portugal, was sich nicht zuletzt in den derzeit niedrigen Preisen für dortige Ferienimmobilien zeige, weshalb nach Auffassung von Experten nun der ideale Zeitpunkt für einen Immobilienkauf sei, zumal der Immobilienwert in absehbarer Zeit wieder deutlich steigen könnte.

Neben dem zu erwartenden Wertzuwachs sprächen noch jüngste Neuerungen im Steuerrecht, von denen vor allem Rentner, die vom Ausland nach Portugal umsiedeln, profitieren könnten, für einen Immobilienkauf. Ungeachtet dessen sollen Ausländer ab einem Kaufpreis von 500000 Euro per se eine Aufenthaltsgenehmigung und nach fünf Jahren auf Wunsch sogar die portugiesische Staatsbürgerschaft erhalten.

Allerdings gelte es beim Kauf auf nationale sowie regionale Besonderheiten zu achten, zumal es in Portugal kaum deutschstämmige oder deutschsprachige Immobilienmakler, Anwälte und Notare gäbe. Eine der besagten Besonderheiten sei zum Beispiel, dass Immobilien bereits beim Kaufvertragsabschluss als Eigentum des Käufers gelten würden, wohingegen in Deutschland zunächst eine Grundbuchauflassung notariell beantragt werden müsse.

Da Immobilienverkäufe in Portugal jedoch per Gesetz zu veröffentlichen seien, verlange die portugiesische Rechtsprechung dennoch eine Eintragung ins Grundbuch. Folglich könne man sich aber anhand des Grundbucheintrags davon vergewissern, ob ein Immobilienanbieter tatsächlich der rechtmäßige Eigentümer ist, obgleich es zumindest in ländlichen Gegenden noch immer denkbar sei, dass manche Grundstücke noch nicht ins Grundbuch eingetragen sind.

Neben dem Blick ins Grundbuch empfehle sich unter anderem noch, beim zuständigen Finanzamt nach dem "caderneta predial", einer Art Immobilienausweis, in dem Alter, Beschaffenheit, Ausstattung und Vermögenswert der betreffenden Immobilie vermerkt sind, zu fragen. Zudem sollten unbedingt die sogenannten Nutzungslizenzen von Baugrundstücken sowie Wohngebäuden bei der betreffenden Stadtverwaltung geprüft werden.

Hypothekenzinsen steigen – Investition in Immobilien bleibt aber attraktiv

Die niedrigen Zinsen sind für Sparer ärgerlich - Häuslebauer konnten sich jedoch in den letzten Jahren freuen. Auch wenn die Preise für Immobilien stiegen, war die Finanzierung billig.

Doch das Blatt wendet sich. Seit dem Frühjahr ist der Hypothekenzins fast um einen halben Prozentpunkt gestiegen. Bis Ende 2014 soll er auf 3,0 bis 3,5 Prozent klettern.

Insgesamt sind das immer noch moderate Werte, Baugeld zum Schnäppchenpreis wird es jedoch kaum noch geben. Da die Zinsen auf dem Sparbuch durch die Inflation aufgefressen werden, bleibt die Investition in Häuser oder Wohnungen aber attraktiv.

Die Gefahr einer Immobilienblase schätzen Experten auch als gering ein. Insgesamt bewege sich der Preisanstieg in den letzten Jahren auf normalem Niveau. Wer sein Geld in Beton anlegen möchte, muss also keinen Wertverlust fürchten.

Immobilienpreise in der Schweiz sind in den letzten Jahren um fast das Doppelte gestiegen

Frau in weißer Bluse hält zwei Schlüssel hoch, in der anderen Hand ein Hausmodell
real estate agent handing over keys to home © Romolo Tavani - www.fotolia.de

Im letzten Jahrzehnt sind die Immobilienpreise in der Schweiz um fast das Doppelte gestiegen, so ist es beispielsweise normal für eine Wohnung von 125 Quadratmetern in der Stadt Zürich umgerechnet eine Million Euro und mehr zu bezahlen.

Die Ursache dafür liegen einmal in den Niedrigzinsen sowie auch an der Zuwanderung von gut bezahlten Arbeitskräften. Doch die Schweizer Notenbank (SNB) warnt vor einem weiteren Anstieg. So könnte höchstens eine Zinserhöhung den Boom bremsen, doch dies will die Notenbank aber nicht, so liegen dort zehnjährige Hypotheken bei einem Zins von unter drei Prozent. Aber dabei besteht die Gefahr, dass sich die Käufer auf Kredit Häuser oder Wohnungen kaufen, die sie im Endeffekt auf Dauer nicht bezahlen können.

So sollte ein Haushalt auch bei Hypothekenzinsen von beispielsweise fünf Prozent dafür nur ein Drittel seines Einkommens dafür aufwenden. Doch etwa 40 Prozent der Käufer halten sich nicht an diese Regel. Deshalb geben die Schweizer Banken seit einem Jahr nur Kredite, wenn die Käufer wenigstens zehn Prozent der Kaufsumme an Eigenkapital haben, wobei aber die Pensionskasse dabei nicht zählen darf.

Da die Notenbank den Zinssatz nicht erhöhen will, hat jetzt die Regierung für den 1. Oktober eine Regelung eines sogenannten antizyklischen Puffers vereinbart, wobei die Banken zusätzlich die Hypotheken mit einem Prozent von ihrem Eigenkapital unterlegen müssen. Dieser Prozentsatz kann sogar bis zu 2,5 Prozent steigen.

Baukredite sind günstig - worauf Verbraucher achten sollten

Rotes, modernes Einfamilienhaus mit großen Fenstern
Rotes Glashaus (2007) © Dark Vectorangel - www.fotolia.de

Für einen Baukredit mit 10 bis 15 Jahren Laufzeit verlangen die Banken heute nur rund drei Prozent Zinsen. Damit ist das Eigenheim eine attraktive Altersvorsorge. Neben den Zinsen spielen aber auch andere Konditionen eine Rolle. Worauf Kunden beim Kreditvergleich achten sollten.

Eigenkapital sollte vorhanden sein

Die wichtigste Säule bei der Immobilienfinanzierung ist das Eigenkapital. Sinnvoll sind 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises, Top-Zinsen gibt es meist erst ab einer Quote von 40 Prozent. Für eine Vollfinanzierung werden dagegen saftige Risikoaufschläge fällig.

Baukredite sind individuell je nach Lebenssituation

Jedes Bauprojekt ist anders, jeder Bauherr sowieso. Wie günstig ein Kreditvertrag ist, hängt deshalb davon ab, wie flexibel er sich an veränderte Lebenssituationen anpassen lässt. So sollte der Kunde die Raten auf sein jeweiliges Einkommen abstimmen dürfen, und auch das Recht auf Sondertilgungen gehört in den Vertrag.

Viele Banken lassen das Kreditrisiko durch eine Versicherungspolice abdecken. Sinnvoll ist das nach Meinung von Verbraucherschützern vor allem bei Versicherungen für den Todesfall. Ob sich auch eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit rechnet, muss individuell berechnet werden. Am besten mit einem unabhängigen Fachmann.

Der Staat finanziert mit

Ob Bausparen oder Wohnriester, Zuschüsse oder Darlehen von der KfW-Förderbank – es gibt viele Möglichkeiten, den Staat an der Finanzierung zu beteiligen. Gute Konzepte berücksichtigen daher auch öffentliche Fördergelder.

Preise für Stadtwohnungen sind überzogen – aber keine Gefahr einer Immobilienblase

Rotes Haus mit rundem Dach und geradem, gläsernen Anbau, Sitzgruppe auf der Veranda
Stilvolles Einfamilienhaus © Digitalpress - www.fotolia.de

Die Bundesbank sieht derzeit keine Gefahr für eine Immobilienblase – aber Wohnraum in Ballungszentren ist überteuert. Da in den Metropolen kaum Geschosswohnungen auf den Markt kommen, sind die Preise um rund 25 Prozent nach oben geschossen. Trotz der Übertreibungen ist jedoch keine schnelle Wende zu erwarten. Niedrige Zinsen und fehlende Anlagealternativen halten die Immobilienpreise hoch.

Bereits 2012 zeigte sich ein Unterschied zwischen der Preisentwicklung in Stadt und Land. Dieser Trend setzte sich in den letzten Monaten fort. Am eklatantesten war der Anstieg bei Geschosswohnungen in begehrter Großstadtlage. Teilweise seien die Objekte bis zu 20 Prozent überbewertet. Für die Gesamtwirtschaft erwachsen daraus aber keine Risiken, so die Experten der Notenbank.

Zur Begründung führen sie an, dass die Banken strenge Vergabestandards für Kredite eingeführt haben. Außerdem ist der Gesamtumfang an Baudarlehen kaum gestiegen - anders als in den USA, wo ein gigantisches und kaum abgesichertes Kreditprogramm zur Wirtschaftskrise führte.

Länder erhöhen Grunderwerbsteuer – Kaufwillige sollten schnell entscheiden

Jeder Immobilienkäufer muss Grunderwerbsteuer zahlen. Wie hoch die Rechnung ausfällt, hängt vom Kaufpreis und den länderspezifischen Steuersätzen ab. Während Bayern nur 3,5 Prozent verlangt, kassiert Berlin derzeit 5 Prozent der Kaufsumme extra. Ab 2014 wird es tendenziell noch teurer. Vier Länder gehen mit den Steuern nach oben.

In Berlin fallen dann 6 Prozent Grundwerbsteuern an, Schleswig-Holstein springt sogar von 5 auf 6,5 Prozent und nimmt damit die Spitzenposition ein. Bei einem Immobilienwert von 500.000 Euro steigen die Steuern für Käufer damit von 25.000 Euro auf 32.500 Euro. Auch Bremen und Niedersachsen wollen den Steuersatz anheben – allerdings nur um einen halben Prozentpunkt.

Seit 2006 hat sich der damals einheitliche Steuersatz von 3,5 Prozent in einigen Ländern also fast verdoppelt. Nur Bayern und Sachsen halten sich beim Griff in das Portemonnaie von Hauskäufern zurück. Wer unnötige Ausgaben vermeiden möchte, sollten seinen Vertrag noch 2013 unterschreiben.

Beim Immobilienkauf ist nicht mehr die gute Lage, sondern die Region wichtig

Männliche Hand hält Schlüssel mit Haus-Schlüsselanhänger hoch
The key symbolizes the house that is waiting for you © ktsdesign - www.fotolia.de

Im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) wurde jetzt eine Studie veröffentlicht, die den Immobilienmarkt in Deutschland näher untersucht hatte. Zurzeit legen viele Menschen ihr Geld in Immobilien an, weil einmal die Zinsen für Geldanlagen nur wenig Rendite bringen, aber im gleichen Moment auch die Kreditzinsen für Hypotheken sich auf einem niedrigen Niveau befinden. Aber auch als Vorsorge für das Alter investieren viele Menschen in Immobilien, sei es zur Eigennutzung oder auch als Objekt zur Vermietung.

Der Standort muss sorgfältig ausgewählt werden

Doch während früher die "gute Lage" mit entscheidend für den Immobilienkauf war, so hat sich dies heute in "gute Region" geändert. So ist es auch wichtig, wo in Zukunft mit einem Bevölkerungswachstum zu rechnen ist. Dabei gibt es Städte, in die junge Menschen gerne ziehen wollen, aber in einigen Städte werden in Zukunft überwiegend nur ältere Menschen wohnen. Dies gilt natürlich auch für bestimmte Stadtteile. So sollte man dort investieren, wo es einmal schön ist und auch etwas geboten wird, aber zugleich müssen die Verkehrsanbindungen stimmen. Zudem müssen auch genügend Arbeitsplätze in der Nähe sein.

Aber nicht jeder sollte sich gleich eine Immobilie anschaffen, auch wenn die Banken mit niedrigen Krediten werben. Zurzeit steigen deswegen auch die Immobilienpreise, weil eben mehr Nachfragen sind. Doch nur wer durch sein regelmäßiges Einkommen auch die Kredite für die Immobilie im Laufe der Jahre tilgen kann, der hat auch so für das Alter vorgesorgt. Wie die Autoren der Studie weiter erklären, liegt die langfristige Rendite bei Wohneigentum bei jährlich ein bis zwei Prozent.

Hausbesitzer müssen mit einer Erhöhung der Beiträge für die Wohngebäudeversicherung rechnen

Nahaufnahme Kleines Modellhaus wird in offenen Händen gehalten
The house in human hands © Andrey Armyagov - www.fotolia.de

Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berichtet, werden die Hausbesitzer mit einer Erhöhung ihrer Wohngebäudeversicherung rechnen müssen. Dabei werden die Kunden auch aufgefordert, ihren Vertrag mit der Erhöhung zu verlängern, ansonsten würde die Versicherung ihrerseits kündigen.

Wie die Verbraucherzentrale erklärt, ist die Versicherung zu diesem Schritt auch berechtigt, denn mit einer dreimonatigen Frist zum Ende der Versicherung ist dies möglich. Aber auch nach einem Schaden können die Versicherungen dem Kunden kündigen. Doch die Verbraucher haben bei einer solchen Kündigung ein Problem, denn der neue Versicherer fragt an, wo man vorher versichert war und warum die Kündigung erfolgte. Dies kann dazu führen, dass man schlechtere Konditionen erhält als zuvor und wenn es besonders schlecht läuft, steht man sogar ohne Versicherungsschutz da. So sollte man, bevor man seine alte Versicherung kündigt, zuerst einmal die Erhöhung akzeptieren und dann sich einen neuen Anbieter suchen, wobei man natürlich auf die Fristen achten muss.

Normalerweise liegt die Kündigungsfrist bei drei Monaten. Bei einem Versicherungswechsel muss aber auch die Bank informiert werden, wenn noch Verbindlichkeiten bestehen. Eine Wohngebäudeversicherung begleicht grundsätzlich Schäden durch Sturm, Hagel oder Feuer, aber je nach Vertrag werden auch zusätzlich andere Schäden abgedeckt.

Tipps für den Hauskauf von privat

Damit der Hauskauf nicht zur Katastrophe wird, sollten Interessenten einige Dinge beachten. Wer Wert auf eine Gewährleistung legt, muss diese mit dem Verkäufer vereinbaren. Sonst gilt der Grundsatz: gekauft wie gesehen. Eine sanierungsbedürftige Heizung oder frühere Wasserschäden müssen selbst dann angegeben werden, wenn seitdem zehn Jahre vergangen sind. Sie zählen zu den Mängeln, die offenbarungspflichtig sind.

Fragen des potenziellen Käufers nach Schäden oder Umbauten müssen Eigentümer korrekt und lückenlos beantworten. Auch das Einholen von Auskünften bei Nachbarn kann weiterhelfen.

Genehmigungen für alle An- und Umbauten müssen vorliegen, ansonsten handelt es sich um Schwarzbauten. Notfalls sollten sich Kaufinteressenten Angaben im Bauamt bestätigen lassen. Nachfragen, welche Bauten auf dem eigenen oder dem Nachbargrundstück noch erlaubt sind, schützen zudem vor unliebsamen Überraschungen.

Bei öffentlicher Förderung von Handwerkerleistungen entfällt der Steuerbonus

Eigentümer sollten sich vor Beginn der Baumaßnahmen die kostengünstigere Alternative ausrechnen

Wer für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten in seiner Immobilie öffentliche Darlehen oder einen Zuschuss, etwa durch die KfW, in Anspruch nimmt, kann die Kosten für die Baumaßnahmen nicht von der Steuer absetzen. Verbraucher sollten daher vorher überlegen, welche Variante kostengünstiger ist.

Steuerbonus bei öffentlichen Fördermaßnahmen ausgeschlossen

Privatkunden können 20 Prozent ihrer Handwerksrechnung von der Einkommenssteuer abziehen, bis zu 1200 Euro pro Jahr und Haushalt lässt das Gesetz zu. Steuerlich absetzbar sind nur die Arbeitskosten, also alle Ausgaben für Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten.

Der Steuerbonus ist jedoch ausgeschlossen, wenn Verbraucher für die Handwerkerleistung zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse durch eine öffentliche Fördermaßnahme in Anspruch genommen haben (§ 35a Abs. 3 Satz 2 EStG).

So lange zahlen Deutschen ihre Immobilie ab: 27 Jahre bis zum Eigenheim

Die Zeiten für die Abbezahlung des Darlehens für das Eigenheim unterliegen jedoch starken regionalen Unterschieden

Rosa Sparschwein auf einem Tisch, im Hintergrund steht ein Einfamilienhaus
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Aufgrund der niedrigen Zinsen entschließen sich immer mehr Deutsche, ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. Da die wenigsten über ausreichende Barmittel verfügen, nehmen sie einen Kredit auf - meist mit langer Laufzeit.

27 Jahre im Durchschnitt

Eine aktuelle Studie zeigt, wie lange es dauert, bis solch ein Kredit abbezahlt ist. So benötigen Durchschnittsverdiener etwa 27 Jahre, um den Kredit für eine 110-Quadratmeter-Wohnung abzubezahlen – bei einem Tilgungssatz von 2,89 Prozent pro Jahr.

Regionale Unterschiede

Es gibt jedoch große regionale Unterschiede. Haushalte mit mittlerem Einkommen brauchen in Augsburg für die Tilgung ihres Kredits beim Kauf einer 110-Quadratmeter-Wohnung 42 Jahre, im Kyffhäuserkreis dagegen lediglich acht Jahre für eine Wohnung derselben Größe.

Volltilgung in Großstädten

Generell ist eine schnelle Volltilgung der Verbindlichkeiten in Großstädten nahezu unmöglich. In fast allen Metropolen, darunter Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Dresden, aber auch der Landkreis Esslingen oder die Stadt Magdeburg, dauert die Tilgung länger als 40 Jahre.

Ausnahmen bilden etwa Dortmund und die Region Hannover. Dort ist ein Darlehen in der Regel nach gut 40 Jahren abbezahlt. Voraussetzung ist, dass für die Tilgung, wie von Fachleuten angeraten, höchstens 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausgegeben werden – bei einem Eigenkapitalanteil von 20 Prozent.

Wohnangebote im Internet: Immobilien-Portale im Test

Immobilienscout24 ist bestes Immobilienportal im Internet

Immobilienportale im Internet helfen bei der Suche einer neuen Bleibe. In den Tageszeitungen finden sich dagegen immer weniger Anzeigen mit Wohnangeboten. Doch nicht alle Online-Portale sind empfehlenswert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung.

Die Testergebnisse

"Gut" schnitten drei Anbeiter ab:

  1. Immobilienscout24
  2. Immonet und
  3. Immowelt.

Testsieger Immobilienscout24 erhielt als einziges Unternehmen sowohl bei der Internetanalyse als auch bei der Leistungsanalyse die Note "gut". Zudem fanden sich in diesem Portal die meisten Wohnungs- und Hausangebote. Ebenso wie Immonet und Immowelt überzeugte der Testsieger mit einem guten Internetauftritt und zahlreichen Suchoptionen.

In der Untersuchung vom "Deutschen Institut für Service-Qualität" vergaben die Tester keinmal die Note "befriedigend", dafür jedoch sechsmal ein "ausreichend". "Mangelhaft" schnitt sogar der Anbieter 1a-Immobilienmarkt ab.

Amt muss Eigenheim für Hartz-IV-Empfänger im Ausnahmefall abbezahlen

Gericht verurteilt Main-Taunus-Kreis dazu, einen Zuschuss zu den Tilgungsraten zu zahlen

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
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Hartz-IV-Empfänger, die in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus wohnen, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anrecht auf einen Zuschuss zu den Tilgungsraten.

Bedingung ist, dass sie ihre Immobilie lange vor dem Bezug der Grundsicherung gekauft haben und die Finanzierung weitgehend abgeschlossen ist. Dies entschied der 6. Senat des Hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 6 AS 422/12).

Bildung von Vermögen

Im vorliegenden Fall hatte ein Diplom-Ingenieur aus dem Main-Taunus-Kreis sich 1984 ein Eigenheim für 290.000 D-Mark (heute 148.000 Euro) gekauft. Als er seinen Job kurz vor der Rente verlor, bezog er erst Arbeitslosengeld.

Anschließend erhielt er zeitweilig Hartz-IV-Leistungen. Das Sozialamt räumte ihm aber lediglich ein Darlehen für die Tilgungsraten ein, da Sozialleistungen nicht der Bildung von Vermögen dienen sollten.

Übernahme der Tilgungsraten

Das Gericht verurteilte den Main-Taunus-Kreis nun dazu, einen Zuschuss zu den Tilgungsraten anstelle eines Darlehens zu zahlen. Es handele sich bei dem Fall des Ingenieurs um eine Ausnahme, teilten die Richter mit.

Der Mann habe das Haus gekauft, als er noch keine Hartz-IV-Leistungen erhalten habe. Er hätte wahrscheinlich sein Haus verloren, wenn die Tilgungsraten nicht übernommen worden wären.

Die Übernahme der monatlichen Tilgungsraten sei auch deshalb gerechtfertigt, weil die Gesamtleistungen für das Haus zuzüglich der Tilgung unter den in der Stadt als angemessen geltenden Mietkosten in Höhe von 360 Euro für einen Single-Haushalt lägen. Inzwischen bekommt der Mann Rente und benötigt keine Hartz-IV-Leistungen mehr.

Zeitbombe Baufinanzierung: Wie Käufer die Zinsfalle umgehen können

Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Alptraum wird, setzen Sie auf ein individuelles Finanzierungskonzept

Hausbau und Finanzierung: Skizze, Grundriss, Geldscheine und Taschenrechner
Hausplan mit Taschenrechner © Gina Sanders - www.fotolia.de

Die Baufinanzierung ist derzeit so günstig wie nie. Mit zwei Prozent für zehnjährige Laufzeiten sind die Zinsen für Immobilien nur noch halb so hoch wie vor zehn Jahren.

Wohnungsbaukredite boomen

Dies veranlasst viele Menschen, sich für den Bau eines Eigenheims zu entschließen. Die Bundesbank zählte bei privaten Haushalten im November 2014 Wohnungsbaukredite im Volumen von etwa einer Billion Euro.

Gut drei Viertel aller Kreditnehmer haben in diesem Monat ein fest verzinstes Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren abgeschlossen, viele sogar über zehn Jahre. Danach benötigen tausende Häuslebauer und Käufer eine Anschlussfinanzierung.

Gefahr einer Immobilienkrise?

In den USA war die Immobilienkrise dadurch zustande gekommen, dass Bürger Baukredite erhielten, die sie aufgrund ihrer Bonität nicht hätten bekommen dürfen. Die Banken wussten schon bei der Kreditvergabe, dass diese Personen leicht in Schwierigkeiten geraten könnten, ihr Darlehen abzuzahlen.

Auch in Deutschland besteht die Gefahr, dass die Zinsen in zehn Jahren wieder höher liegen und manche Bauherren dann in finanzielle Not geraten könnten. Ökonomen beschwichtigen jedoch, dass das Risiko nicht so hoch wie in anderen Ländern sei, denn der Kredit betrage meist rund 75 Prozent der Bau- oder Kaufsumme.

Der Rest werde üblicherweise aus eigenen finanziellen Mitteln bestritten. In den Niederlanden dagegen habe es vor der Immobilienkrise in der Regel Baukredite über 120 Prozent gegeben. Zudem sei die Tilgungsrate in Deutschland mit zwei bis drei Prozent recht hoch.

Individuelle Finanzierungskonzepte

Damit der Traum vom Immobilienbesitz trotz niedriger Zinsen nicht zum finanziellen Albtraum wird, raten Verbraucherschützer, in Ruhe ein individuelles und langfristig tragbares Finanzierungskonzept zu erstellen. Das bestehende Zinsänderungsrisiko lässt sich am besten durch eine Festschreibung des Zinssatzes auf mindestens 15 Jahre reduzieren.

Gerade bei niedrigen Zinsen sollte zum rascheren Schuldenabbau eine möglichst hohe Tilgungsrate von wenigstens drei Prozent vereinbart werden.

Grundinformationen und Tipps zu Immobilien

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: Hausplan mit Taschenrechner © Gina Sanders - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Man signing a contract when buying a new house © Gajus - www.fotolia.de
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  • Bildnachweis: Haus und Geldscheine © Eisenhans - www.fotolia.de

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