Einteilung und Unterschiede unterschiedlicher Wohnhausarten

Grafik Bearbeitetes Bild Familie auf Wiese mit imaginärem Haus oder Eigenheim

Merkmale verschiedener Wohnhäuser im Überblick

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Wort "Immobilie" drückt von seiner Herkunft eine Unbeweglichkeit, die Immobilität aus. "Immobilie" stammt von der lateinischen Bezeichnung "im-mobilis" ab, zu Deutsch eine nicht bewegliche Sache. Im Bereich der Wohnhäuser unterscheidet man mehrere Arten. Es gibt diverse Bauweisen, Raumeinteilungen und Besonderheiten. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die unterschiedlichen Wohnhausarten.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Bilanziell wird in bewegliches und in unbewegliches Vermögen, in das Anlage- und das Umlaufvermögen unterschieden. Eine Immobilie ist die Summe von Grundstück und darauf stehendem Gebäude - es ist der zusammenhängende Grund und Boden. Solange das Grundstück unbebaut ist, handelt es sich um eine Liegenschaft.

Immobilien werden verschiedenartig genutzt. Sie verkörpern einen pekuniären Wert, der in den meisten Fällen vermehrt, zumindest aber erhalten werden soll. Das ist der Immobilienwert, der nach verschiedenen Kriterien ermittelt, also berechnet oder geschätzt wird.

Wohn- und Gewerbeimmobilie

Ihrer Nutzung entsprechend werden die Immobilien in die zwei Gruppen Wohnimmobilie und Gewerbeimmobilie unterteilt. Während die Gewerbeimmobilie auch ein überwiegend unbebautes Grundstück sein kann, beispielsweise eine regionaler Flugplatz mit Tower, steht bei der Wohnimmobilie immer das Wohnhaus im Vordergrund. Zum Wohnen wird ein überdachtes Haus mit Räumen und Stockwerken benötigt, sozusagen ein umbauter Raum.

Seit jeher spielt das Wohnhaus eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Leben. Seine Größe in Quadratmetern Wohnfläche, an Stockwerken und Räumen sowie deren Nutzung geben Aufschluss über das Standing des Eigentümers innerhalb der Gesellschaft.

Eigene Nutzung oder Vermietung

Das Wohnhaus kann sowohl selbst genutzt als auch ganz oder teilweise vermietet werden. Dafür ist entscheidend, ob es sich um ein Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhaus handelt. Es kann ein freistehendes Haus auf einem Grundstück mit einer großzügigen Gartenfläche rundherum sein.

Wenn die bebaubare Grundfläche knapp oder auch teuer ist, dann wird ein Reihenhaus ausgewählt. Es ist das Immobilieneigentum innerhalb einer Häuserreihe - wahlweise als Reihenmittelhaus oder Reihenendhaus, zuzüglich einer überschaubaren Gartenparzelle. Alles wirkt häufig beengt und buchstäblich zusammengerückt. Von der ursprünglichen Großzügigkeit eines eigenen Wohnhauses ist nicht mehr allzu viel erkennbar.

Eigennutzung oder Vermietung
Eigennutzung oder Vermietung

Unterscheidungsmöglichkeiten

Wohngebäude lassen sich nach mehreren Kriterien unterscheiden, so zum Beispiel

  • nach Material: Holzhaus, Glashaus, Energiesparhaus etc.
  • nach Ausstattung/Komfort: Bungalow, Villa, Hütte, Baracke etc.
  • nach Nutzung: Bauernhaus, Wohnhaus (Ein- oder Mehrfamilienhaus) etc.
  • nach Bauweise: Fachwerkhaus, Blockhaus etc.
  • nach Stellung zu den benachbarten Gebäuden: freistehendes Haus, Doppelhaus, Reihenhaus etc.

Des Weiteren wird differenziert, ob sich die Wirtschaftsräume im Wohngebäude befinden (Eindachhaus), oder ob sie in einem separaten Gebäude untergebracht sind (Haufenhof, Paarhof). Was die Grundrisskonfiguration angeht, unterscheidet man

  • das Einraumhaus
  • das Punkthaus
  • das Hofhaus mit Innenhof

Unterschiede in Wohngegend und Konstruktion

Bauernhaus, Gutshof oder Gufhof sind größere Anwesen in ländlichen Gegenden, weit außerhalb der Stadt. Beruf und privat, das heißt Landwirtschaft und Wohnen, waren vor Jahrhunderten in demselben Gebäude oder sehr dicht beieinander untergebracht.

Ein anderes Bewertungskriterium für das Wohnhaus ist seine Konstruktion. Ob

  • frühere Fachwerkhäuser
  • heutige Blockhäuser
  • Chalets oder
  • Villen -

jedes Wohnhaus war und ist zu seiner jeweiligen Zeit der Ausdruck von sozialem Wohlstand. Wer ein Haus hat, der hat es zu etwas gebracht.

Dabei wird leicht übersehen, dass in den ersten Jahrzehnten, also während der Finanzierungsphase, der Hausbewohner zwar Immobilienbesitzer, aber noch kein Eigentümer ist. Umgangssprachlich gehört das Haus der Bank, weil das Baudarlehen noch nicht abbezahlt, und die Hypothek zur Besicherung noch im Grundbuch eingetragen ist.

Die Bonität des Bauherrn, also seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aus Einkommen und Vermögen, ist jedoch so gut, dass ihm ein Kreditinstitut das notwendige Geld zum Hausbau geliehen hat. Das ist die Chance für den Bauherrn, einen Immobilienwert zu schaffen und zukünftig zu erhalten.

Familienhaus aus Holz am Wasserufer
Familienhaus aus Holz am Wasserufer

Räumpflicht nicht schon während des Schneefalls

Hausbesitzer und Mieter müssen weder nachts noch bei starkem Schneefall Schneeräumen

Große Schneeschaufel steckt im Schnee, Schneeschieber
Schneeschieber 448 © Edler von Rabenstein - www.fotolia.de

Mieter oder Hausbesitzer müssen zum Schneeräumen weder in der Nacht aufstehen, noch tagsüber im heftigen Schneetreiben zum Besen greifen. Das geht aus mehreren Gerichtsentscheidungen hervor, die das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber nun auflistete.

Schadensersatz beim Schneeräumen

Das Oberlandesgericht Düsseldorf etwa stellte fest, dass erst ab sieben Uhr morgens ein geräumter Bürgersteig erwartet werden dürfe (AZ 24 U 143/99). Ein Passant, der gegen sechs Uhr gestürzt war, konnte weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld durchsetzen.

In einem anderen Fall entschieden die Richter vom Oberlandesgericht Hamm, dass wiederholtes Streuen „zwecklos und deshalb nicht zumutbar“ sei, wenn sich in kurzer Zeit immer wieder Glatteis bildet (AZ 13 U 231/82). Auch während eines „anhaltend starken Schneefalls“ muss der Bürgersteig noch nicht gestreut zu werden, sondern erst dann, wenn der Schneefall nachgelassen hat (Landgericht Nürnberg-Fürth, AZ 2 S 2867/92).

Das Problem einfach an einen kommerziellen Streudienst zu delegieren, kann aber problematisch sein: Sind die bezahlten Schneeräumer nachlässig, haftet doch der Auftraggeber (Oberlandesgericht Frankfurt, AZ 17 U 217/87).

Längst abgeschaffte Schadstoffe wabern noch durch deutsche Wohnstuben

Insektenschutzmittel DDT, Asbest und giftige Holzschutzmittel in deutschen Wohnräumen

Gelbes Schild mit Aufschrift "Achtung, Asbest" auf Blechwand
Sign with text CAUTION ASBESTOS © robert paul van beets - www.fotolia.de

Umweltgifte, die zum Teil schon seit einem viertel Jahrhundert verboten sind, überdauern vor allem in älteren Häusern hartnäckig bis heute. Das Umweltbundesamt und das Robert-Koch-Institut fanden auf der Suche nach bekannten Schadstoffen bei knapp 1800 deutschen Kindern sogar noch Substanzen, denen diese aufgrund ihres jungen Lebens gar nicht hätten begegnen dürfen, berichtet die Apotheken Umschau.

Belastung durch Chemikalien in Innenräumen teilweise höher als draußen

Dazu gehörten etwa das alte, verbotene Schädlingsbekämpfungsmittel DDT ebenso wie sogenannte polychlorierte Biphenyle (PCB). Diese sind wegen ihrer krebserregenden Eigenschaft seit gut 30 Jahren nicht mehr im Gebrauch. Auch Asbest und giftige Holzschutzmittel finden sich bis heute in Wohnräumen. „Die Belastung durch Chemikalien ist in Innenräumen teilweise höher als draußen“, bestätigt Patricia Cameron vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Ob und in welchem Umfang sie allerdings auch krank machen, ist bis heute im Einzelfall schwer nachzuweisen. Der „natürliche“ Umweltschadstoff Schimmelpilz bildet da mit seinem gesicherten hohen Allergierisiko eine Ausnahme. Regelmäßiges Lüften kann Schimmelbildung verhindern – und senkt auch die Konzentration der anderen unerwünschten Chemikalien in der Raumluft. Andere Atemgifte ließen sich von vornherein vermeiden: zum Beispiel die Bestandteile des Zigarettenrauchs.

Viele Deutsche in den eigenen vier Wänden von Lärm belästigt

Selbst in den eigenen vier Wänden sind viele Deutsche nicht mehr vor Lärm sicher, so das Ergebnis des Marktforschungsinstituts Innofact.

So würde sich heutzutage jeder Dritte über zu viel Lärm beschweren, der bis in die Wohnungen und Häuser dringt. Vor allem der Straßenverkehr bereitet vielen schlaflose Nächte.

Doch auch zu laute Nachbarn und Haustiere sind Gründe, warum die Deutschen selbst in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr vor dauernder Beschallung sicher sind und immer häufiger unter Symptomen wie Konzentrationsschwäche oder Stress leiden.

Etwa 15 Prozent der Befragten greifen zu Ohrstöpseln, wenn es mal wieder zu laut wird. Jeder Sechste denkt sogar über einen Umzug nach.

Weißfäulepilze eine Bedrohung für Reetdachhäuser

Die in Norddeutschland heimischen Weißfäulepilze sind, laut Mikrobiologe Frieder Schauer, die Hauptschädlinge für die dort verbreiteten Reetdächer. Reethausbesitzer beklagten in der Vergangenheit die vorzeitige Alterung ihrer mit Schilfrohr bedeckten Dächer, welche statt nach 50 Jahren schon deutlich früher nach fünf bis 15 Jahren die ersten Alterungserscheinungen aufgezeigt hatten.

Ursachen für das vermehrte auftauchen der Weißfäulepilze sieht Schauer in den veränderten Umweltbedingungen, eine veränderte Reetqualität und auch immer häufiger aufgetretene Baumängel. Ein nächstes Forschungsprojekt soll Antworten liefern um die noch rund 50.000 bestehenden Reetdachhäuser zu schützen.

Weltgrößtes Lego-Haus hat die Größe eines Einfamilienhauses und ist bewohnbar

Nach nur einem Monat Bauzeit und rund zwei Millionen verwendeten Legosteinen wird in wenigen Tagen das größte Lego-Haus der Welt fertig gebaut sein. Der Bauherr ist der britische Fernsehmoderator James May, der nach dem Bauende auch für einige Tage in dem Lego-Haus wohnen möchte. Dieses hat die Größe eines Einfamilienhauses, verfügt über eine Toilette und ein Badezimmer und soll eine Rolle in einer neuen BBC-Sendungsreise erhalten.

In der Sendung selbst geht es um die beliebtesten Spielzeuge der Briten. Der Aufbau des Lego-Hauses wurde übrigens von Profis übernommen, obwohl die Idee von James May stammt, der sich überlegte, was er als Kind am liebsten mit den Legos gebaut hatte.

Konkurrenz für Dubai und Abu Dhabi in Doha

"The Pearl" - künstliche Luxusinsel in Doha in Planung

LuxusTerrasse mit Korbmöbeln und Palmen
Luxury terrace © Yanta - www.fotolia.de

Noch gibt es im Emirat Qatar nur Wüste, Meer, Erdgasanlagen und die kleine Stadt Doha. Dort wird sich aber in den nächsten Jahren einiges verändern, denn zurzeit werden dort mehr als 100 Wolkenkratzer gebaut, so dass einmal Doha als Konkurrenz für Dubai und Abu Dhabi zu sehen ist.

"The Pearl" trumpft mit vielen Angeboten auf

In Doha soll auch eine künstliche Luxusinsel entstehen, der Name steht auch schon fest "The Pearl" ("Die Perle"). Für die vielen erwarteten Besucher wird auch ein Museum errichtet, das Museum of Modern Arab Art, und in zwei Jahren soll die Einweihung stattfinden. Ebenfalls werden viele Galerien entstehen, die Kunstsammlungen zeigen werden. Wer aber noch das ursprüngliche Doha erleben will, der muss sich nach Soukh Waqif, das auch Old Soukh genannt wird, begeben.

Dort findet man noch den typischen arabischen Basar, wo man alles finden und kaufen kann, sogar ein Geschäft für die Falkenjagd gibt es dort, wo man bis zu 100.000 US-Dollar für einen Falken bezahlt. Auch für das leibliche Wohl gibt es belgische Cafés, französische Bistros, oder auch marokkanische Restaurants.

Aber preiswert ist es dort nicht, denn für einen Cappuccino muss man mindestens so viel wie in München oder Düsseldorf bezahlen.

Passend zum Thema

    Immobilienbesitzer dürfen ihre Wohnung an Touristen vermieten

    Der Bundesgerichtshof hat entschieden, das Immobilienbesitzer ihre Wohnungen dauerhaft an Feriengäste vermieten dürfen. Die Hausgemeinschaft muss die Vermietung an ständig wechselnde Nachbarn hinnehmen, auch wenn sie darüber nicht erfreut ist. Denn manche Urlaubsmieter wissen sich nicht zu benehmen, was dem Hausfrieden schadet. Andere Wohnungseigentümer hatten bemängelt, dass so nicht nur die Anonymität im Haus ansteige, sondern auch das Sicherheitsgefühl darunter leide. Auch könnten die Wohnungseinrichtung Schaden nehmen.

    Das Gericht dementierte dies, da auch Langzeitmieter den Wohnraum beschädigen können und das Sicherheitsgefühl so gesehen auch dadurch beeinträchtigt würde, dass ein Nachbar viel Besuch erhalte. Per Gesetz wird jedoch nicht festgelegt, dass eine Wohnung ausschließlich zum Wohnen benutzt werden darf. Sie kann somit als Büro gebraucht oder tage- und wochenweise vermietet werden.

    Wo liegen die teuersten Immobilien in Deutschland

    Immer weniger Immobilienangebote im mittleren Preisbereich

    Lupe über Wohnungsanzeigen in Zeitung
    anzeigen © Dron - www.fotolia.de

    Wer eine Immobilie erwerben will, muss natürlich beim Preis auch auf die Lage achten. So sind die Preise für Objekte in strukturschwachen Gegenden natürlich wesentlich niedriger, beziehungsweise in gefragten Gegenden wie München nur für Leute mit einem höheren Einkommen finanzierbar.

    Dies hat auch eine neuere Studie gezeigt, wie Reinhard Krumbholz, der Vorsitzende des niedersächsischen Gutachterausschusses für Grundstücke, der Zeitschrift "Stern" sagte. Die Angebote für die mittlere Preiskategorie werden immer weniger, dagegen steigen aber die Luxusangebote oder aber auch die Objekte, die in absoluten Randgebieten liegen.

    Höhere Immobilienpreise

    Wer nach München ziehen will, der hat sich eine der teuersten Regionen für den Kauf von Häusern oder Eigentumswohnungen und Grundstücken ausgesucht. So zahlt man im Durchschnitt für ein Haus pro Quadratmeter etwa knapp 4.000 Euro, bei Eigentumswohnungen liegt der Quadratmeterpreis bei 2.370 Euro. Für Baugrund, wenn vorhanden, muss man 650 Euro für den Quadratmeter hinblättern.

    Aber auch Düsseldorf ist nicht gerade billig, so heißt es nach der neusten Ausgabe der Rheinischen Post vom 8.4.2010, dass dort die höchsten Preise in Deutschland verlangt werden.

    Günstigere Immobilienpreise

    Wer aber günstig bauen oder kaufen will, der sollte sich nicht nur in den neuen Bundesländern umsehen, denn auch in strukturschwachen Gebieten von Rheinland-Pfalz gibt es genügend Angebote.

    Die preiswertesten Häuser kann man demnach im Rhein-Lahn-Kreis und im brandenburgischen Prignitz kaufen, denn dort muss man im Schnitt nur 490 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Danach kommen das mecklenburg-vorpommersche Demmin, die Stadt Görlitz in Brandenburg oder auch Salzwedel in Sachsen-Anhalt, nordöstlich von Wolfsburg.

    Wer selber bauen will, der bekommt im Rhein-Hunsrück-Kreis oder im Märkisch-Oderland schon für 15 Euro pro Quadratmeter ein Baugrundstück.

    Was man als Hausbesitzer bei Hochwassergefahr beachten sollte

    Hochwasser im eigenen Haus: Was ist zu tun?

    Rotes Häusschen und kleiner Bootssteg an einem norwegischen Fjord
    fjörd in norwegen © Farida - www.fotolia.de

    Wer ein Haus in der Nähe eines Flusses besitzt, der sollte sich am besten gegen eventuelle Hochwassergefahr versichern. So ist es wichtig, dass bei einer Gebäudeversicherung auch der sogenannte Elementarschutz mit enthalten ist, das heißt auch bei Wasser, welches von außen in das Haus eindringt übernimmt die Versicherung dann die anfallenden Kosten.

    Hausratsversicherung

    Aber manche Versicherungen übernehmen für Häuser, die in von Hochwasser gefährdeten Gebieten sind, oft nicht das Risiko und schließen dieses Fälle aus. Für im Haus befindliche Sachen, wie beispielsweise Möbel und Elektrogeräte, kommt die Hausratversicherung bei Schäden auf, doch sollte man im Keller keine wertvollen Sachen aufheben.

    Was tun, wenn der schlimmste Fall eingetreten ist

    Nun erwarten die Bewohner in den deutschen Gebieten an der Oder das gefürchtete Hochwasser für kommende Woche, und wenn noch extreme Regenfälle dazu kommen, so werden dann wieder einige Keller voll laufen. Die Folge werden dann wieder Trocknungsarbeiten sein oder auch zusätzlich müssen vielleicht neue Fußböden verlegt werden.

    Bei einem Versicherungsfall ist dann sofort die jeweilige Versicherung zu benachrichtigen, die oft dann einen Gutachter hin schicken, der die einzelnen Schäden aufnimmt. Diese Schäden sollte man auch selbst mit Fotos dokumentieren. Die Beseitigung von Schäden sollte man grundsätzlich Fachfirmen überlassen, die dann für die Versicherung die nötigen Kostenvoranschläge erstellen.

    Auch die Überprüfung von den Elektroanschlüssen denn die Sicherungskästen befinden sich meistens in den Kellerräumen, sollte der Fachmann vornehmen. Nach den Aufräumarbeiten sollten die im Keller eventuell vorhandenen Öltanks auch kontrolliert werden, damit das Grundwasser nicht verseucht wird. Sollte jemand im Keller seinen Lebensmittelvorrat lagern, so ist der nach einem Hochwasserschaden nicht mehr verwendbar, weil eventuell Bakterien im Wasser waren.

    Was müssen Hausbesitzer bei einem Wasserschaden beachten

    Ein Wasserschaden sollte schnell behoben werden - wichtig ist die Schadensmeldung und der Nachweis

    Keller Holztür nach Wasserschaden, Schimmel, Feuchtigkeit
    water damaged basement © palms - www.fotolia.de

    Oft stellt man erst nach einiger Zeit den eigentlichen Schaden fest, beispielsweise wenn sich an der Wand feuchte Flecken zeigen oder auf dem Boden eine kleine Pfütze bildet - in diesem Fall kann ein Wasser- oder Abflussrohr aber auch ein Heizungsrohr undicht sein. Wenn es sich um ein Wasserrohr, ob Warm- oder Kaltwasser, handelt, so sollte man zuerst den Haupthahn zudrehen, so dass der Druck von der Leitung verringert wird und der Schaden nicht noch größer wird.

    Bei Heizungsrohren ist es meistens etwas einfacher, weil man dort die einzelnen Verteiler absperren kann. Sollte dies nicht möglich sein, so muss man leider die komplette Heizungsanlage entleeren. Dafür befindet sich am tiefsten Punkt ein Hahn für die Entleerung.

    Schadensmeldung und -nachweis

    Wenn man den Schaden festgestellt hat, so ist es auch wichtig seine Gebäudeversicherung und auch die Hausratversicherung, wenn Schäden beispielsweise bei Teppichboden oder Schränken vorhanden sind, zu benachrichtigen und die weitere Maßnahmen abzusprechen. Viele Gebäudeversicherer haben auch spezielle Firmen mit denen sie gerne zusammen arbeiten, was man aber nicht immer akzeptieren muss.

    Als Nachweis des Schadens sollte man immer Fotos machen und ausgetauschte Teile erst einmal aufheben. Wenn ein undichtes Rohr in der Wand liegt, so kann man ja die Stelle nicht immer direkt bestimmen, doch haben die Fachfirmen die Möglichkeit diese Lecks zu orten, so dass man eventuell nicht größere Stemmarbeiten vornehmen muss.

    Ist auch der Deckenleuchten-Anschluss betroffen, was oft passiert, wenn das Leck beispielsweise beim darüber wohnenden Nachbarn ist, so müssen umgehend auch die Stromsicherungen abgeschaltet werden.

    Tipps zur Behebung des Schadens

    Stellt man einen Wasserschaden fest, so muss man schnell handeln, denn sonst kann sich auch Schimmel bilden, was wiederum zu Schäden an der Bausubstanz führen kann. Ein Sachverständiger sollte dann auch die richtigen Maßnahmen für die Trocknung festlegen, so sind Gebläse oft nicht geeignet, weil sie die Schimmelsporen noch verteilen.

    Besser sind Geräte, die die Raumluft entfeuchten oder auch Heizplatten, die auf den Boden oder gegen die Wände gestellt werden. Da die Geräte für die Trocknung sehr viel Strom verbrauchen, kann man anschließend auch die Kosten dafür am Ende aller Maßnahmen bei seiner Versicherung zur Regulierung einreichen.

    Instandhaltungsrücklage: Hausbesitzer können beim Finanzamt die Kapitalertragssteuer zurückholen

    Die Instandhaltungsrücklage ist im Wohnungseigentumsgesetz festgeschrieben und verpflichtet Hauseigentümer zur Rücklage einer Geldsumme mit der in vermieteten Immobilien Reparaturen bezahlt werden. Die Kapitalertragssteuern, die für diese Rücklage an die Bank abgeführt werden müssen, können jedoch erstattet werden, so der Verbraucherschutzverein Wohnen. Dazu dürfen die Erträge aus den Zinsen den sogenannten Sparerpauschalbetrag nicht überschreiten. Für ledige Personen liegt die Grenze hier bei 801 Euro und für verheiratete Personen bei 1602 Euro.

    In der Anlage "Einkünfte aus Kapitalvermögen" kann dieser Anspruch geltend gemacht werden. Dazu benötigt das Finanzamt eine Übersicht über die gezahlten Zinsen, die Abgeltungssteuer sowie den Solidaritätszuschlag. Angegeben werden muss hierbei sowohl die Geldsumme, die insgesamt angefallen ist, als auch die Summe, die für jeden Eigentümer einzeln anfiel. Das Finanzamt benötigt weiterhin eine Auskunft der Bank über diese Einkünfte.

    Hausbesitzer sollten jetzt das Haus für den Winter vorbereiten

    Dachrinne, Fensterdichtung oder Terrassenpflege - bevor der Winter kommt, stehen einige Arbeiten an

    Gartenmöbel (Tisch, Liege, Stühle) auf kleiner Terrasse im Garten
    Gartenliege © Digitalpress - www.fotolia.de

    Jetzt ist der Herbst da und der Winter wird auch bald einkehren, so dass also Hausbesitzer einige Vorkehrungen treffen sollten.

    Dach und Wasseranschluss

    An erster Stelle steht das Dach, so dass eventuell vergangene Stürme im Frühjahr die Dachziegeln verschoben haben, was man im Sommer vielleicht nicht bemerkt hat. Deshalb sollte man zur Sicherheit besser einen Dachdecker mit der Überprüfung beauftragen.

    Wer einen Wasseranschluss im Außenbereich hat, der sollte vor dem ersten Frost daran denken, diesen abzusperren und vorher natürlich auch zu entleeren, sonst kann die Leitung platzen.

    Garten und Terrasse

    Wenn am Haus viele Bäume stehen, so kann sich Laub in den Dachrinnen ansammeln, so dass dann das Wasser nicht richtig abfließen kann, und eine Säuberung wichtig ist.

    Auch Holzterrassen brauchen vor dem Winter eine gewisse Pflege und sollten gereinigt werden. Mit Hochdruckgeräten sollte man vorsichtig sein und nach der Reinigung auch ein Pflegeöl verwenden.

    Auch die Gehwege zum Haus sollte man vor dem Winter von Unkraut und Moos noch befreien, denn sonst besteht erhöhte Rutschgefahr. Schließlich sollte man noch die einzelnen Abflüsse, wie Gullis überprüfen und gegebenenfalls sauber machen.

    Fenster und Kamin

    Zu guter Letzt gilt das Augenmerk auch den Fenstern, denn durch diese kommt oftmals die meiste Kaltluft. So sind die Gummidichtungen zu säubern und vielleicht auch mit einem Glycerin-Pflegestift einzureiben, damit das Gummi geschmeidig bleibt und nicht fest friert. Wer einen Kaminofen hat, der sollte ihn auch rechtzeitig testen, ob der Abzug auch funktioniert und der Schornstein sauber ist, sonst den Schornsteinfeger wegen einer Reinigung anrufen.

    Wer in der Nähe einer Tankstelle wohnt, gefährdet seine Gesundheit

    Wie eine neue Studie der spanischen Universität in Murcia herausgefunden hat, ist das Wohnen in der Nähe einer Tankstelle schädlich für die Gesundheit - so sollte der Mindestabstand für Immobilien etwa 46 Meter betragen und gesundheitliche Einrichtungen wie Krankenhäuser oder aber auch Schulen sollten mindestens 100 Meter von einer Tankstelle entfernt sein. Die Angaben können variieren, je nach unterschiedlicher Wetterlage, der Größe der Tankstelle sowie der Menge an Straßenverkehr.

    Nach Angaben der Forscher sei die Luft in der Umgebung der Tankstelle extrem verschmutzt und könnte Krebs erregende Stoffe enthalten. Die Werte von beispielsweise Benzol lägen dort höher als es in Städten der Fall ist, in denen Straßenverkehr der Hauptgrund für die Luftverschmutzung ist.

    Beim Hausbau richtig versichern

    Wer ein Haus baut, sollte gut versichert sein. Verbraucherschützer raten zu einer Haftpflicht-, einer Bauleistungs- und einer Feuerrohbauversicherung. Wer beim Bau mithilft, sollte auch eine private Unfallversicherung abschließen. Sie kann Bauherren vor hohen finanziellen Belastungen schützen.

    Personen- und Sachschäden sowie Diebstahl von Gegenständen auf der Baustelle können ein großes Loch in das eigene Portemonnaie reißen. Verletzt sich ein Besucher auf der Baustelle, kann dies leicht zu hohen Folgekosten führen. Stehlen Langfinger bereits montierte Heizkörper, entsteht ebenfalls ein großer finanzieller Schaden. Auch mutwillige Zerstörungen ungebetener Gäste können teuer werden.

    Doch Bauherren sollten nicht nur auf die richtigen Versicherungen achten. Experten weisen darauf hin, dass Bekannte oder Freunde, die beim Bau helfen, bei der Berufsgenossenschaft angemeldet sein müssen. Unabhängig davon, ob sie einen Lohn erhalten oder nicht. Sonst droht ein Bußgeld.

    Wer privat eine Immobilie vermietet, sollte einige Dinge beachten

    Frau unterschreibt einen Kauf- oder Mietvertrag für ein Haus, auf dem Tisch liegen ein Schlüssel und ein Modellhaus
    Frau unterschreibt Kaufvertrag für Haus © Gina Sanders - www.fotolia.de

    Viele Vermieter machen die Verwaltung ihrer Immobilie selber und dabei sollten sie einige Dinge beachten. So fängt es schon bei der Suche nach dem geeigneten Mieter an, wobei auch eine Auskunft bei der Schufa sinnvoll ist. Bei den Mietverträgen sollte man die neuesten Vordrucke verwenden, die man auch beim Verband der Eigentümer Haus & Grund erhält.

    So wird in dem Mietvertrag einmal die Kaution geregelt und auch die einzelnen Posten für die Nebenkosten. Jährlich muss man auch diese Nebenkostenabrechnung erstellen, was zum Teil sehr aufwendig ist, wobei man bei Mietwohnungen auch den jeweiligen Umlageschlüssel, zum Beispiel bei den Heizkosten, korrekt anwenden muss. Eventuelle Mieterhöhung sind auch gesetzlich geregelt, so kann die Miete jederzeit steigen, wenn der Mieter einverstanden ist. Aber innerhalb von drei Jahren darf die Steigerung maximal 20 Prozent betragen und nicht höher als der ortsübliche Mietspiegel liegen.

    Ein Grund für eine Mieterhöhung können auch Sanierungen sein, wobei hier jährlich elf Prozent der Gesamtkosten auf die Mieter umgelegt werden können. Wer eine Immobilie vermietet, der muss die Mieteinnahmen bei seiner jährlichen Einkommenssteuererklärung angeben, wobei alle Einnahmen inklusive der Nebenkostenvorauszahlungen eingetragen werden müssen. Von den gesamten Einnahmen werden dann einmal die Anschaffungskosten, meistens über 50 Jahre mit jeweils zwei Prozent, sowie Instandhaltungskosten und die Werbungskosten abgezogen, so dass nur noch der Rest als zu versteuerndes Einkommen gilt.

    Schließlich noch zum Thema Kündigung. Hier kann der Vermieter fristlos kündigen, wenn der Mieter zwei Monate hintereinander keine Miete zahlt oder regelmäßig seine Miete zu spät überweist, wobei man dann ihn abmahnen muss. Auch bei einem berechtigten Eigenbedarf ist eine außerordentliche Kündigung möglich, wenn der Eigenbedarf nicht schon bei Abschluss des Mietverhältnis bekannt war.

    Passivhäuser sparen weniger Energie und Heizkosten als angenommen

    Bauherren, die Heizkosten sparen wollen, wählen nicht selten ein Passivhaus, das aufgrund seiner guten Wärmedämmung in der Regel keine klassische Gebäudeheizung benötigt. Auch Niedrigenergiehäuser erfreuen sich bei immer höheren Preisen für Strom, Gas und Öl großer Beliebtheit.

    Doch die Gebäude sind nicht so energiesparend, wie die Angaben der Hersteller vermuten lassen. Dies ist das Ergebnis einer 34 Monate dauernden Langzeitstudie mit 40 Wohnungen, in der der Heizwärmeverbrauch von Passivhäusern sowie Niedrigenergiehäusern berechnet wurden. Dabei wurde das Verhalten und Befinden der Bewohner ausgewertet und Stromverbrauch, Wohntemperatur und Luftfeuchtigkeit mit Sensoren gemessen.

    Die Untersuchung ergab, dass die berechneten Werte von Passivhäusern über 400 Prozent von den Herstellerangaben abwichen. Bei Niedrigenergiehäusern waren es lediglich rund fünf Prozent. Grund dafür war hauptsächlich, dass die Bewohner der Häuser es gerne wärmer hatten, als in der Berechnung angenommen wurde. So betrug etwa die durchschnittliche Innentemperatur der Passivhaus-Wohnungen 22,1 Grad Celsius.

    Für die Berechnung hatte man aber eine Wohntemperatur von 20 Grad angenommen. Zudem wurde aufgrund von niedrigen Außentemperaturen über einen längeren Zeitraum geheizt. Auch funktionierte die automatische Be- und Entlüftung nicht so gut, wie von den Bewohnern erwünscht.

    Fluchende Häuser - Fiktion oder Realität?

    Luxuriöses großes Haus mit überdachter Veranda und Vorgarten
    classic house with flower garden © Ken Hurst - www.fotolia.de

    Der aktuelle Kinofilm "The Conjuring" soll auf einer wahren Geschichte basieren und sich um ein verfluchtes Haus der Familie Perron in Harrisville drehen. Anfang der 1970er Jahre wurde die Mutter Carolyn angeblich von einem bösen Geist ergriffen, woraufhin der Geisterjäger Ed und Lorraine Warren gerufen und jedoch nichts ausrichten konnten.

    Ein danach verständigter katholischer Priester unternahm daraufhin einen Exorzismus, woraufhin fremde Stimmen aus Carolyn drangen und die Familie letztendlich aus dem Haus auszog.

    Ein ebenso unerklärlicher Fall ereignete sich im Jahr 1974 in Amityville, wo Ronald DeFeo unter Wahnvorstellungen seine komplette Familie in dem Eigenheim ermordete und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Nachdem Familie Lutz die Villa daraufhin nichtsahnend kaufte, sprach deren jüngste Tochter plötzlich mit Geistern und flog kurze Zeit später aus dem Haus. Auch hier konnten die Warrens keinen Freispruch des verurteilten Mörders erzielen, der nach Ansicht der Geisterjäger von einem bösen Dämon besessen war.

    Bis heute ist ungeklärt, ob dies tatsächlich der Fall war, oder die beiden Familien nur Aufmerksamkeit erzielen wollten.

    Pflicht zur Schneeräumung besteht auch für Senioren

    Wer nicht in der Lage ist, den notwendigen Winterdienst durchzuführen, muss einen Dritten dazu beauftragen

    Winterdienst ist in der Regel Sache von Eigentümern. Wer körperlich aufgrund seines Alters nicht in der Lage ist, diese Arbeit selbst auszuführen, muss jemand anderen damit beauftragen. Dies hat das Verwaltungsgericht Berlin (Az.: VG 1 L 299.14) entschieden.

    Schneeräumen mit 95?

    Im vorliegenden Fall hatte das Bezirksamt Berlin-Charlottenburg eine 95 Jahre alte Eigentümerin eines Grundstücks aufgefordert, den Weg vor ihrem Besitz von Laub, Schnee und Abfall zu säubern.

    Dabei berief sich die Behörde auf das Straßenreinigungsgesetz des Landes Berlin. Die Seniorin lehnte dies jedoch ab und erklärte, aufgrund des dichten Bewuchses am Wegesrand nicht reinigen zu können. Außerdem bezog sie sich dabei auf ihr hohes Lebensalter.

    Hilfe beauftragen

    Das Gericht lehnte dieses Ansinnen jedoch ab. Zwar müsse die 95-Jährige den Bewuchs nicht entfernen, doch den Weg müsse sie frei und begehbar halten. Notfalls müsse ein Dritter dies in ihrem Auftrag erledigen.

    Schnee und Frost - worauf Hausbesitzer achten sollten

    Bei Schnee auf dem Dach und Eis vorm Haus ist richtiges Handeln besonders wichtig

    Eingeschneite Skihütte in Schneelandschaft
    Skihütte © Bertram Klehenz - www.fotolia.de

    Winterliches Wetter setzt nicht nur den Menschen zu, auch Häuser leiden unter Schnee und Kälte. Die meisten Hausbesitzer sorgen vor, indem sie Leitungen frostsicher machen und die Dachrinnen reinigen. Was ist sonst noch zu beachten?

    Schnee auf dem Dach

    Wächst die Schneedecke auf dem Dach über 10 Zentimeter an, sollten Hausbesitzer die Statik überprüfen. Wie viele Kilogramm Schnee das Dach pro Quadratmeter aushalten kann, steht im sogenannten Standsicherheitsnachweis des Hauses.

    Wichtig: Je nasser der Schnee ist, desto mehr Gewicht lastet auf dem Dach. Bei 10 Zentimetern Schneehöhe kommen bis zu 100 Kilogramm auf einen Quadratmeter. Im Extremfall kann das Dach unter der Überlast zusammenbrechen.

    Wenn Fenster oder Türen plötzlich klemmen, ist fachmännische Hilfe gefragt. Für eine professionell installierte Solaranlage stellen die Schneemassen dagegen keine Gefahr dar.

    Auf keinen Fall sollten Hausbesitzer selbst aufs Dach steigen, um zu räumen.

    Schneeverwehungen und Eiszapfen

    Eiszapfen an der Dachkante sehen romantisch aus. Oberhalb von Türen oder begehbaren Flächen sind sie jedoch gefährlich und sollten abgeschlagen werden. Hausbesitzer haften für eventuelle Unfälle.

    Schneeverwehungen sind ebenfalls kritisch. Wenn sie tauen, kann die Feuchtigkeit in das Mauerwerk oder Türritzen dringen. Am besten räumen.

    Eingefrorene Leitungen

    Wenn es doch einmal passiert, dass ein Wasserrohr einfriert, ist umsichtiges Handeln gefragt. Statt mit Föhn oder Heizgerät anzurücken, empfehlen Experten in behutsames Vorgehen:

    Zunächst sollte die Zuleitung zum betroffenen Rohr abgesperrt werden. Dann versucht man, die Leitung mit warmem Wasser langsam aufzutauen. Für Anschlussleitungen und Wasserzähler haben die Energieversorger eigene Entstörungsteams.

    So lassen sich Haus und Wohnung vor Blitzen bei Gewitter schützen

    Mit diesen Vorkehrungen können Eigentümer ihre Immobilien vor Schäden durch Gewitter schützen

    Eisenbahnschienen bei Nacht, Blitze am dunklen Himmel
    Eisenbahnschienen © Claudia Perez Leal - www.fotolia.de

    Allein in Deutschland gab es im Jahre 2014 mehr als 620.000 Blitze. Der Süden ist häufiger betroffen als der Norden.

    Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft werden jedes Jahr zwischen 300.000 und 500.000 Blitz- und Überspannungsschäden gemeldet. Die Schadenssumme lag im vergangenen Jahr bei 340 Millionen Euro.

    Zu Schäden an elektrischen Geräten, wie etwa

    kann es selbst dann kommen, wenn der Blitz in größerer Entfernung einschlägt. Die Spannung wird dann über

    in das Haus geleitet.

    Ein gewöhnlicher Blitzableiter reicht nicht aus

    Eigentümer können dafür sorgen, dass ihre Immobilie bei Gewittern geschützt ist. Ein gewöhnlicher Blitzableiter auf dem Dach und ein Draht an der Fassade als Erdung reichen jedoch meist nicht aus.

    Besser geeignet sind nach Meinung des Bauherren-Schutzbundes Fangstangen in Verbindung mit Maschennetzen. Alle metallenen Aufbauten am Haus wie

    • Schneefanggitter,
    • Entlüftungsrohre und
    • Dachgauben

    müssen dabei mit der Blitzschutzanlage verbunden sein.

    Schäden an elektrischen Geräten verhindern

    Im Haus selbst sollten alle Bauteile aus Metall - Rohre und Leitungen - in Kontakt mit der Hauptschiene der Erdung stehen. Das leitet die Blitzenergie vom Netz ab, was Schäden an der Technik vermeidet.

    Kleine Module in dem Zähler der zentralen Stromversorgung verhindern Überspannungen in der Hauselektronik. Weiteren Schutz bieten Überspannungsableiter in Form von Adaptern für die Steckdose. Diese werden unmittelbar vor die Elektrogeräte geschaltet und sorgen dafür, dass die Überspannung nicht in die Geräte gelangt.

    Bei Gewitter weder duschen noch baden

    Wenn es blitzt, sollte man in einem Haus ohne Blitzschutz weder duschen noch baden. Sollte kein Überspannungsschutz vorhanden sein, gehören alle elektrischen Geräte vom Stromnetz getrennt.

    Zudem gilt es,

    • Fenster,
    • Roll- und
    • Fensterläden

    zu schließen und sich von ungeschützten Öffnungen fernzuhalten. Dagegen lassen sich Handys und schnurlose Telefone gefahrlos nutzen.

    Pflege und Unterhalt

    Jedes Wohnhaus muss als Immobilie dauerhaft gepflegt und unterhalten werden. Als Ausgangswert werden die Baukosten, also die Investition zugrundegelegt. Das ist die Grundlage zur Werterhaltung. Eine Wertsteigerung ergibt sich aus mehreren Faktoren.

    Auf manche, keineswegs aber auf alle hat der Immobilieneigentümer einen direkten Einfluss. Historische Bauwerke oder gepflegte ältere sowie alte Häuser bekommen durch den Denkmalschutz sowohl einen besonderen ideellen als auch materiellen Wert.

    Mehrfamilienhäuser in der Stadt
    Mehrfamilienhäuser in der Stadt

    Moderne Häuser wie das Holzhaus oder das Energiesparhaus sind ihrer Ausstattung wegen wertvoll. Auch hier muss zur Werterhaltung investiert werden, um mit der fortschreitenden Technik Schritt zu halten.

    Das Bauen und Finanzieren eines Wohnhauses sind der erste Schritt hin zur werthaltigen Immobilie. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bauherrn muss jedoch so weit gehen, dass sowohl während als auch nach der Finanzierungszeit weitere Investitionen möglich sind, um zu reparieren und zu modernisieren.

    Das Angenehme bei einer eigenen Immobilie ist die Eigenständigkeit. Sowohl der Besitzer als auch der Eigentümer ist im wahrsten Sinne des Wortes Herr im eigenen Hause.

    Auf den folgenden Seiten dieses Artikels gehen wir auf die unterschiedlichen Arten der Wohnhäuser ein.

    Soll man eine Immobilie besser kaufen oder nur mieten?

    Ausgestreckter Männerarm, offene Hand, darauf blau gemaltes Haus
    Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de

    Immer mehr Verbraucher in Deutschland stellen sich die Frage, soll ich mir eine eigene Immobilie anschaffen oder weiterhin zur Miete wohnen?

    Anstieg der Immobilienpreise ist regional unterschiedlich

    Jetzt zeigen aktuelle Daten, dass die Mieter im Vorteil sind, denn die Immobilienpreise sind stärker gestiegen als die Mieten. Doch gilt dies natürlich nicht für alle Regionen in Deutschland.

    So ist ein Immobilienkauf beispielsweise in Münster in Westfalen oder auch in der Messestadt Leipzig durchaus sinnvoll, wie Experten feststellten. Dagegen sind die Immobilienpreise in München wesentlich höher gestiegen als dort die Mieten.

    Zudem hängt es natürlich auch von der eigenen Lebenssituation ab, denn wer beispielsweise häufiger seinen Arbeitsplatz wechseln muss, der überlegt sich natürlich genau, wo sein zukünftiger Hauptwohnsitz sein soll. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Familien.

    Immobilienbesitzer sind sparsamer als Mieter

    Doch gerade jetzt sind auch die Hypothekenzinsen sehr niedrig, was für einen Kauf einer Immobilie spricht. So schlummert bei vielen Verbrauchern das Vermögen auf irgendwelchen Konten mit Niedrigzinsen. Fest steht aber auch, dass Besitzer von Immobilien ein ganz anderes Sparverhalten als Mieter zeigen, denn sie sind wesentlich disziplinierter und schaffen im Endeffekt mehr Vermögen an.

    Wie unter anderem auch ein Internetportal beim Vergleich in den deutschen Städten feststellte, sind im Durchschnitt die Immobilienpreise im letzten Jahr um 6,2 Prozent gestiegen.

    Kostenkalkulation bei einem Kauf

    Aber ein Immobilienbesitzer muss beim Kauf auch noch einmal die Grunderwerbssteuer und die Notarkosten bezahlen, in den meisten Fällen sogar noch einen Makler, und sich später auch um die Instandhaltung seiner Immobilie kümmern, was alles auch zusätzliches Geld kostet.

    Immobilien verschenken statt vererben – was ist zu beachten?

    Nahaufnahme Kleines Modellhaus wird in offenen Händen gehalten
    The house in human hands © Andrey Armyagov - www.fotolia.de

    Bei größeren Erbschaften hält auch das Finanzamt die Hand auf. Wer seinen Erben die Steuern ersparen möchte, kann einen Teil des Vermögens schon zu Lebzeiten verschenken. Vor allem Immobilien lassen sich steuerfrei in der Familie weitergeben. Die Schenkung hat aber auch ihre Tücken.

    Vor dem Finanzamt sind Erbe und Schenkungen nahezu gleich. Über die Höhe der zu entrichtenden Steuern entscheidet das Familienverhältnis. Dabei gelten teilweise hohe Freibeträge.

    Ehepartner, eingetragener Lebenspartner, Kinder

    Ehepartner und eingetragene Lebenspartner dürfen bis zu 500.000 Euro einstreichen, bevor sie Steuern zahlen müssen. Bei Kindern sind es noch 400.000 Euro – von jedem Elternteil. Solange der Wert des Gesamterbes niedriger liegt, ist eine Schenkung also überflüssig.

    Familien, in denen mehrere Immobilien oder andere Wertgegenstände zu vererben sind, können durch gestaffelte Schenkungen jedoch die Steuerpflicht umgehen. Denn, der Freibetrag darf alle zehn Jahre ausgeschöpft werden.

    Großeltern

    Um die mittlere Generation steuerlich zu entlasten, können Großeltern zudem ihre Enkel bedenken. Der Freibetrag liegt bei 200.000 Euro – jeweils von Oma und von Opa.

    Langfristige Planung sinnvoll

    Wer langfristig plant, sollte jedoch auch die rechtlichen Konsequenzen einer Schenkung bedenken. Wenn das Eigentum aus der Hand gegeben wurde, steht es nicht mehr für eigene Ausgaben im Alter zur Verfügung. Juristen empfehlen deshalb, ein lebenslanges Wohnrecht oder besser noch ein Nießbrauchrecht in die notarielle Schenkungsurkunde eintragen zu lassen. Der Nießbrauch senkt zudem den steuerlich relevanten Wert der Immobilie.

    Starke Nachfrage lässt Immobilienpreise in Städten steigen – Kauf kann trotzdem lohnen

    Männliche Hand hält Schlüssel mit Haus-Schlüsselanhänger hoch
    The key symbolizes the house that is waiting for you © ktsdesign - www.fotolia.de

    Eigentumswohnungen in Großstädten wie Hamburg, Düsseldorf, München oder Frankfurt sind gefragt wie nie. In begehrten Vierteln kann das Angebot die Nachfrage bei weitem nicht decken. Folge: die Preise kletterten 2013 um rund 6 Prozent in die Höhe. Wenn Lage und Ausstattung stimmen, kann der Kauf trotzdem lohnen.

    Am deutlichsten zeigt sich der Trend zur Sachwertinvestition bei Immobilien aus dem mittleren und gehobenen Bereich. Gut verdienende Städter gibt es genug, und viele suchen eine Alternative zur Geldanlage bei der Bank oder an der Börse. Angesichts niedriger Zinsen verspricht "Betongold" einen sicheren Parkplatz für das Vermögen. Zudem steigt in der eigenen Immobilie die Wohnqualität.

    Experten geben allerdings zu bedenken, dass die Attraktivität von Stadtvierteln schwankt. Auch wenn der Prenzlauer Berg in Berlin oder das Schanzenviertel in Hamburg heute als Hotspots gelten, könnten die Preise in einigen Jahren wieder nach unten korrigiert werden. Besonders schnell verfällt der Wert von Häusern mit baulichen Mängeln. Ein Gutachter sollte deshalb schon beim Besichtigungstermin dabei sein.

    Finanzierung maximal bis Renteneintritt

    Mancher entscheidet sich noch im höheren Alter für die eigene Immobilie. Während Dreißigjährige ihre Ratenzahlungen gern über 25 Jahre strecken können, sollten ältere Käufer ihre Finanzierung so planen, dass sie zum Renteneintritt abgeschlossen ist.

    Wo sich ein Kauf einer Immobilie besonders lohnt

    Nahaufnahme Kleines Modellhaus wird in offenen Händen gehalten
    The house in human hands © Andrey Armyagov - www.fotolia.de

    Aufgrund der zurzeit niedrigen Zinsen stellt sich für viele Menschen in Deutschland die Frage, ob man weiter zur Miete wohnen oder sich besser eine Immobilie kaufen sollte. Auch wenn die Immobilienpreise steigen, lohnt sich oftmals ein Kauf wegen der niedrigen Kreditzinsen.

    Immobilienpreise sind gestiegen, Kreditzinsen gesunken

    Im ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Preise für die Immobilien um durchschnittlich 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 4,1 Prozent, für ein Ein- oder Zweifamilienhaus musste man 1,8 Prozent mehr bezahlen. Doch wie auch eine Untersuchung durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, lohnt sich ein Kauf.

    Bei den Berechnungen wurde der Kaufpreis nebst Zinsen für eine Hypothek im Vergleich zur Miete gesetzt. Hierbei gingen die Forscher von einer Kreditaufnahme von 60 Prozent des Kaufpreises aus. Aber nicht in allen Regionen und Bundesländern empfiehlt sich auch ein Kauf, so beispielsweise sollte man in Bayern und in Baden-Württemberg besser zur Miete wohnen. Dagegen ist ein Kauf einer selbst genutzten Immobilien in den östlichen Bundesländern lohnenswert, was auch auf Nordrhein-Westfalen sowie das Saarland und Rheinland-Pfalz zutrifft. Auch in den Großstädten wie München und Hamburg wohnt man besser zur Miete, wie die Forscher berichten.

    Was man beim Kauf einer Immobilie bei einer Zwangsversteigerung beachten sollte

    Linke Hand eines Mannes hält Haustürschlüssel; Himmel, Bäume und mehrere Einfamilienhäuser im Hintergrund
    real estate agent hands over the keys. © Feng Yu - www.fotolia.de

    Manche Immobilienkäufer gehen zu Zwangsversteigerungen, weil sie glauben dort ein besonders Schnäppchen zu machen. Dies ist aber nicht immer der Fall, denn besonders begehrte Objekte werden oftmals sogar über dem Verkehrswert versteigert.

    Tipps für den Kauf einer Immobilie aus einer Zwangsversteigerung

    Wer zu einer solchen Zwangsversteigerung geht, der sollte sich im Vorfeld genau über das angebotene Objekt informieren. Einige wichtige Angaben findet man in den Aushängen in den Gerichtsgebäude, der Tagespresse oder auch im Internet, beispielsweise unter "zvg-portal.de". Doch noch besser ist es, wenn man sich das Objekt vor Ort ansieht, wobei oftmals zwar eine Besichtigung nicht möglich ist, doch allein das äußere Erscheinungsbild sagt viel über die Immobilie aus. Wichtig sind auch die Lage und die ganze Infrastruktur.

    Am Tage der Versteigerung sollte man sich auf jeden Fall ein Limit setzen, denn oft bietet man im Eifer des Gefechts mehr als man eigentlich wollte. Zusätzlich sollte man natürlich seinen Personalausweis dabei haben.

    Erhält man den Zuschlag müssen zehn Prozent des Verkehrswerts als Sicherheit hinterlegt werden - entweder als Verrechnungsscheck oder auch über eine Bankbürgschaft, was aber manchmal schwierig ist, denn man besitzt die Immobilie ja noch nicht.

    Eintragungen im Grundbuch und Verkehrswert

    Schließlich sollte man sich noch nach irgendwelchen Rechten erkundigen, die mit der Immobilie bestehen. Im Grundbuch könnten beispielsweise Wegerechte oder noch eine Grundschuld eingetragen sein.

    Wird bei dem ersten Versteigerungstermin weniger als 50 Prozent des Verkehrswerts geboten, so wird ein zweiter Termin angesetzt. Aber auch wenn das Höchstgebot unter 70 Prozent des Verkehrswertes liegt, so kann der Gläubiger einen neuen Termin beantragen, so dass der eventuelle Käufer noch ein bis zwei Wochen warten muss.

    Die Preise für Immobilien steigen

    Luxuriöses großes Haus mit überdachter Veranda und Vorgarten
    classic house with flower garden © Ken Hurst - www.fotolia.de

    Bei den derzeit niedrigen Zinsen, bleiben den Anlegern nur wenige Optionen, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Immobilien gehören zu den beliebtesten Investitionsformen. Das führt zu steigenden Preisen für Häuser und Eigentumswohnungen.

    Bessere Optionen auf dem Land

    Die Nachfrage regelt den Preis. Das gilt ganz besonders für Immobilien in großen Städten. Das Interesse von Käufern ist nach wie vor groß, darum klettern die Preise kontinuierlich nach oben. Besser sieht es auf dem Land aus. In strukturschwachen Gegenden sind die Preise sogar rückläufig.

    Wertsteigerung der Immobilien seit der Wirtschaftskrise

    Im 3. Immobilienmarktbericht der amtlichen Gutachterausschüsse wird festgestellt, dass der deutsche Markt alles in allem recht stark ist. Dass es sich bei der ausgeprägten Nachfrage um eine „Blase“ handeln könnte, wird eher verneint. Die niedrigen Zinsen als Grund für Käufe sprechen dagegen.

    Im zugrunde gelegten Jahr 2012 stieg der Wert der gehandelten Häuser oder Wohnungen so stark an, wie nie nach 2008, dem Jahr der Wirtschaftskrise. In der Bundesrepublik wurden Immobilien für 170 Milliarden Euro umgesetzt. Etwa 65 Prozent der veräußerten Liegenschaften gehörten zu Wohnimmobilien.

    Hohe Wohnpreise in München

    München liegt bei den Preisen noch immer an der Spitze. 6100 Euro müssen dort für den Quadratmeter im Einfamilienhaus gezahlt werden. Selbst im Landkreis der bayrischen Landeshauptstadt werden noch 5450 Euro verlangt. Sehr viel preiswerter ist es in Thüringen oder Sachsen-Anhalt. Dort kann man bereits für 550 Euro Wohnraum erstehen.

    Bei Eigentumswohnungen ist die Lage ähnlich. Dabei gab es einen durchschnittlichen Wertzuwachs um 23,5 Prozent.

    Immobilienpreise in den deutschen Ballungszentren steigen seit 2010 weiter an

    Die Immobilienpreise in Deutschland sind seit 2010, besonders in den Großstädten, gestiegen, so dass auch der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble beunruhigt ist. Ein Grund mit dafür sind die zurzeit historisch niedrigen Hypothekenzinsen, die auch in naher Zukunft so bleiben werden, denn die Europäische Zentralbank will den Leitzins von 0,15 Prozent erst einmal nicht verändern. So legen viele Verbraucher ihr Geld lieber in Immobilien jetzt an, weil auch andere Anlageformen weniger an Rendite versprechen.

    Aber Experten glauben nicht, dass es in Deutschland wie vor einigen Jahren in Amerika oder auch in Spanien zu einer sogenannten Immobilienblase kommen wird. Doch auch die deutsche Notenbank warnt vor einem weiteren Preisanstieg, der durch die große Nachfrage, besonders in den Ballungsräumen, begünstigt wird, obwohl dort mittlerweile mehr gebaut wird.

    Zudem meint auch die Bundesbank, dass die Wohnungen und Häuser oftmals viel zu teuer sind. Aber in manchen Regionen in Deutschland, beispielsweise in Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg sinken seit 2012 die Immobilienpreise.

    Wohnungsgenossenschaft – Alternative zu Miete oder Kauf?

    Wir erklären, wie das System funktioniert und worin die Vorteile liegen

    Klingel-Schild an Wohnungswand, bei jeder Klingel steht "frei"
    Wohnungssuche © DeVIce - www.fotolia.de

    Ob Miete oder Kauf - bezahlbare Wohnungen sind rar. Als Mieter lebt man zudem ständig mit dem Risiko von Mieterhöhungen oder Kündigung. Speziell in den Städten finden deshalb Wohnungsgenossenschaften immer mehr Zulauf. Wer einen Mitgliedsanteil erwirbt, kann preiswert und sicher wohnen.

    Wie funktioniert das System?

    Im Unterschied zu herkömmlichen Immobilienfirmen sind Genossenschaften nicht allein am Profit interessiert. Sie verstehen sich auch als Sozialgemeinschaft. Wer eine Wohnung beziehen möchte, muss deshalb Mitglied der Genossenschaft werden und entsprechende Geschäftsanteile erwerben.

    Wie teuer die Anteile sind, hängt von Lage, Größe und Ausstattung der Wohnung ab. Bei älteren Genossenschaften liegen die Kosten meist zwischen 600 und 3000 Euro. Neu gegründete Wohnungsgenossenschaften, die ihr Kapital erst ansammeln müssen, verlangen oft mehr als 10.000 Euro.

    Wohnrecht und geringe Kosten

    Verloren ist dieses Geld aber nicht. Mit seinen Genossenschaftsanteilen erwirbt der Nutzer ein lebenslanges Wohnrecht. Eine Kündigung droht nur, wenn er seine monatliche Nutzungsgebühr nicht zahlt oder gegen die üblichen Regeln verstößt.

    Weiterer Vorteil: die Wohnkosten in einer Genossenschaft liegen meist niedriger als für vergleichbare Wohnungen auf dem freien Markt. Falls der Nutzer eine größere Wohnung benötigt, etwa durch Familienzuwachs, muss er diese nur bei der Genossenschaft beantragen.

    Zwar kann es etwas dauern, bis passender Wohnraum frei wird, dann haben Mitglieder jedoch Vorrang vor anderen Bewerbern. Auch ein Austritt aus der Genossenschaft ist möglich. Bis Mitglieder ihre Anteile ausgezahlt bekommen, können jedoch mehr als zwei Jahre vergehen.

    Versteckte Mängel beim Hauskauf – kein Haftungsausschluss bei arglistiger Täuschung

    Vertuschte oder gar verschwiegene Mängel setzen den Haftungsausschluss außer Kraft

    Malerbedarf - Pinsel, Farbe auf weißem Hintergrund
    malerbedarf © Ramona Heim - www.fotolia.de

    Wer beim Hausverkauf arglistig täuscht, haftet auch nachträglich für versteckte Mängel. Das gilt selbst dann, wenn der Vertrag einen Haftungsausschluss vorsieht.

    Ist das Haus wegen verborgener Schäden nicht nutzbar, muss der Verkäufer zusätzlich zum Kaufpreis die Grunderwerbsteuer und Gebühren für Sachverständige erstatten. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg hervor.

    Täuschung und Haftungsausschluss

    Wohl jeder Verkäufer ist bestrebt, seine Immobilie im besten Licht erscheinen zu lassen. Da wird geputzt und gemalt, geflickt und geleimt. Wenn der Anstrich dann nicht hält, was er auf den ersten Blick versprochen hat, ist das Sache des Käufers. Der vertraglich vereinbarte Haftungsausschluss stellt den Verkäufer von Forderungen frei.

    Bekannte Mängel darf der Altbesitzer aber nicht verschweigen. Wenn er feuchte Wände mit Alu-Folie isoliert und anschließend mit Tapete überklebt, handelt es sich dabei um eine arglistige Täuschung.

    Mängel nicht verschweigen

    Im verhandelten Fall stellte ein nachträglich bestellter Sachverständiger fest, dass das erworbene Haus im Boden- und Sockelbereich komplett durchfeuchtet war. Der Käufer konnte deshalb nicht einziehen und forderte eine Rückabwicklung des Kaufs.

    Zu Recht, wie die Oldenburger Richter urteilten. Da der Verkäufer die Mängel verschwiegen und sogar noch vertuscht hatte, kann er sich nicht auf den Haftungsausschluss berufen.

    Nach dem Immobilienkauf – diese Fristen sollten angehende Eigentümer kennen

    Eigenbedarf oder Mieterhöhung unterliegen gesetzlichen Fristen und Vorgaben

    Schlüsselbund und Geldscheine auf Mietvertrag
    Mietvertrag © Andre Bonn - www.fotolia.de

    Wohin mit dem Geld, wenn das Sparen nicht mehr lohnt? Wegen der Niedrigzinsen investieren immer mehr Deutsche in vermietete Immobilien. Wenn sie die Miete anheben oder selbst einziehen wollen, müssen sie jedoch gesetzliche Fristen beachten.

    Mietverträge bleiben gültig

    Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung kauft, übernimmt auch automatisch die bestehenden Mietverträge. Drastische Mieterhöhung sind dabei nicht möglich.

    Nach derzeitiger Rechtslage darf der neue Eigentümer maximal 20 Prozent mehr verlangen. Überall dort, wo die Mietpreisbremse greift, dürfen Eigentümer künftig maximal 10 Prozent mehr als die örtliche Vergleichsmiete fordern.

    Kündigen wegen Eigenbedarf

    Wenn der Mieter regelmäßig zahlt, haben Eigentümer kein Recht, das Mietverhältnis zu kündigen. Es sei denn, sie melden Eigenbedarf an, weil sie selbst oder nahe Angehörige in der Immobilie wohnen wollen. Aber auch dabei können sie nicht sofort einziehen.

    Wohnt der Mieter seit fünf Jahren in der Wohnung, beträgt die Kündigungsfrist sechs Monate. Ab acht Jahren Mietdauer verlängert sich die Frist auf neun Monate.

    Umwandlung in Eigentum

    Oftmals werden Immobilien angeboten, die gerade erst in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. In diesem Fall genießen die Mieter drei Jahre Kündigungsschutz – auch bei Eigenbedarf. In Regionen mit knappem Wohnraum kann die Landesregierung die Frist bis maximal zehn Jahre verlängern.

    Außerdem haben Mieter bei der Umwandlung ein Vorkaufsfrecht. Hat der Alt-Eigentümer versäumt, seinen Mietern die Wohnung anzubieten, kann der Kaufvertrag nachträglich platzen.

    Immobilien als Kapitalanlage: Damit sich der Kauf einer Wohnung lohnt

    Wer über den Immobilienkauf nachdenkt, sollte sich vorher einige Dinge bewusst machen

    Dachfenster einer Wohnung mit Parkettboden
    Dachfenster © Günter Menzl - www.fotolia.de

    Aufgrund der niedrigen Zinsen nutzen immer mehr Menschen eine Immobilie als Kapitalanlage. Doch dabei ist Vorsicht geboten, denn nach einer Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erzielen lediglich 18 Prozent der Kapitalanleger in Immobilien Renditen von fünf Prozent und mehr.

    Gut ein Viertel erreicht gerade mal eine schwarze Null. Für 8,5 Prozent ist der Besitz einer nicht selbst genutzten Immobilie sogar ein Verlustgeschäft.

    Schnelle Gewinne sind bei Immobilien nicht zu erwarten

    Wer Immobilien kauft, sollte immer langfristig denken. Schnelle Gewinne sind nicht zu erwarten. Bei vermieteten Eigentumswohnungen können

    • Hausgeld,
    • Instandhaltungsmaßnahmen,
    • Kosten bei Mieterwechsel und
    • längere Leerstandszeiten

    die Erträge kräftig reduzieren.

    Wer sich zum Kauf einer Immobilie entschließt, sollte darauf achten, in welcher Gegend diese liegt. Nur so ist eine finanziell lohnende Vermietung wahrscheinlich.

    • Größe,
    • Grundriss und
    • Ausstattung

    sollten der aktuellen Nachfrage entsprechen. Sonst bleibt die Immobilie länger leer stehen.

    Gibt es Sanierungsbedarf?

    Auch der Zustand

    • der Briefkästen,
    • der Gegensprechanlage oder
    • des Hausflurs

    geben Auskunft über den Zustand eines Hauses. Bröckelt etwa der Putz oder ist das Treppenlicht defekt, dann lässt dies in der Regel auf einen bestimmten Sanierungsbedarf und damit verbundene Ausgaben schließen.

    Finanzierungsmöglichkeiten abwägen

    Vor dem Kauf sollten sich Interessenten gut über Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Kredite mit einer langen Laufzeit sind bei den aktuell niedrigen Zinsen sinnvoll.

    sollte man aus eigenen Mitteln finanzieren können. Weitere etwa 20 Prozent an Eigenkapital sind sinnvoll.

    Wann sich der Hauskauf im Gegensatz zur Miete lohnt

    Mieten-Kaufen-Rechner im Internet helfen bei der Entscheidungsfindung zwischen Eigenheim und Mietobjekt

    Nahaufnahme Kleines Modellhaus wird in offenen Händen gehalten
    The house in human hands © Andrey Armyagov - www.fotolia.de

    Niedrige Zinsen und steigende Immobilienpreise in Großstädten fachen die Diskussion, ob man zur Miete wohnen oder ein Haus kaufen soll weiter an. Der Wunsch, endlich Herr in den eigenen vier Wänden zu sein, sollte jedoch bei einer Entscheidung nicht ausschlaggebend sein.

    Miete oder Kauf?

    Eigentümer benötigen eine zusätzliche Liquiditätsreserve, da sie künftig für Reparaturen und Pflege alleine aufkommen müssen. Bei vielen Eigentumswohnungen fallen zusätzlich zu den Finanzierungskosten oft erhebliche Umlagen für Verwaltung und Rücklagen an. Wer Eigenkapital beim Kauf einsetzt, sollte bedenken, dass dieser Betrag nicht mehr verzinst angelegt werden und kein Vermögen gebildet kann.

    Selbst bewohnte Immobilien

    Der Kauf einer selbst bewohnten Immobilie rechnet sich nach Meinung von Experten erst nach zehn Jahren, ansonsten droht alleine durch die fälligen Nebenkosten ein Verlust. Auch die Anschlussfinanzierung durch einen Kredit kann zu einer Belastung werden, gerade bei einem Jobverlust. Am ruhigsten schläft man, wenn man eine Immobilie erst kauft, wenn 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises (plus Nebenkosten) vorhanden sind.

    Vermietete Immobilien

    Wer eine Immobilie als Altersvorsorge und Wertanlage möchte, sollte lieber an eine vermietete Immobilie denken. Die monatliche Rendite liegt meist über den aktuellen Zinssätzen für eine Geldanlage. Mieten-Kaufen-Rechner im Internet helfen bei der Entscheidungsfindung.

    Schöner Garten erhöht den Wert einer Immobilie

    Wer einen gepflegten Garten mit gepflasterten Wegen und schönen Bäumen besitzt, der kann sein Haus teurer verkaufen

    Steinweg in Gartenteich
    Footpath from stones. © Kushnirov Avraham - www.fotolia.de

    Wer sein Haus verkaufen möchten, sollte sich nicht nur um den Zustand des Hauses kümmern, sondern auch um die Beschaffenheit des Gartens. Potenzielle Käufer würden vom Zustand des Gartens Rückschlüsse auf das Haus ziehen, meint der Verband Wohneigentum. Studien zeigen, dass ein gepflegter Garten den Wert einer Immobilie um bis zu 30 Prozent erhöhen kann.

    Welche Merkmale den Verkaufswert besonders in die Höhe treiben

    Als besonders wertsteigernd gelten

    Auch eine Terrasse und ein Geräteschuppen werden gern gesehen. Obstbäume, vor allem in der Blütezeit, erhöhen die Chance auf einen höheren Verkaufswert. Schöne Gärten würden positive Emotionen wecken, wissen Immobilienexperten. Im Trend liegen aktuell wild-romantische Gärten.

    Sanierungspflichten für Hauskäufer können Immobilie zur Kostenfalle werden lassen

    Wer über den Kauf einer Immobilie nachdenkt, sollte sich zunächst über seine Pflichten informieren

    Ausgestreckter Männerarm, offene Hand, darauf blau gemaltes Haus
    Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de

    Viele Menschen kaufen sich aufgrund der niedrigen Zinsen eine Immobilie als Geldanlage. Doch manche Schnäppchen entpuppen sich manchmal schon nach kurzer Zeit als Kostenfalle.

    Bestimmungen in Sachen Heizung

    Sind Häuser älter als 30 Jahre müssen Käufer die Gas- oder Ölheizungskessel innerhalb von zwei Jahren austauschen. Ausgenommen sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel mit hohem Wirkungsgrad sowie Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit mindestens 400 Kilowatt Nennleistung.

    Bei Häusern, die wenigstens vier Monate im Jahr auf mehr als 19 Grad beheizt werden, darf der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient nicht mehr als 0,24 Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin betragen. Sonst müssen Hausbesitzer die obersten zugänglichen Geschossdecken über diesen Räumen oder das Dach dämmen.

    Mindestwärmeschutz und Energieeinsparverordnung

    Bei einem Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) von 0,90 entfällt die Dämmpflicht. Der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 soll die Bausubstanz vor Tauwasser schützen und verhindern, dass das Raumklima nicht zu feucht wird. Ansonsten besteht auch in diesen Fällen eine Frist von zwei Jahren, die jedoch bei einer Unwirtschaftlichkeit von Baumaßnahmen laut Energieeinsparverordnung (EnEV) Ausnahmen zulässt.

    In nicht geheizten Räumen besteht eine Dämmpflicht für alle zugänglichen, wärmeführenden

    • Leitungen,
    • Formstücke und
    • Armaturen.

    Für das Einhalten der EnEV-Vorgaben sind in der Regel die örtlichen Bauämter zuständig. Heizkessel und Wärmeleitungen überprüft dagegen der Bezirksschornsteinfeger.

    Verstöße können ein Bußgeld nach sich ziehen. Modernisierungen ersparen nicht nur ein Strafgeld, sondern steigern auch den Wert einer Immobilie.

    Beim Kauf einer Eigentumswohnung unbedingt die Teilungserklärung beachten

    Die Teilungserklärung als wichtiger Bestandteil des Kaufvertrages einer Eigentumswohnung

    Einsicht moderner Wohnraum mit dunklem Parkett, großem Fenster
    Architektur © Günter Menzl - www.fotolia.de

    Aufgrund niedriger Zinsen kaufen derzeit viele Menschen eine Immobilie. Wer sich eine Eigentumswohnung zulegt, sollte nicht nur Lage, Ausstattung und Preis bewerten, sondern sich auch intensiv mit der Teilungserklärung befassen. Dieses Dokument regelt, über welchen Teil einer Immobilie und eines Grundstücks alle Eigentümer verfügen dürfen (Gemeinschaftseigentum) und welcher Teil einzelnen Eigentümern vorbehalten ist (Sondereigentum).

    Geltende Regelungen und Inhalte der Hausordnung

    Ein Notar beglaubigt die Teilungserklärung, die mit der Gründung einer Eigentümergemeinschaft ins Grundbuch eingetragen wird. Eine Änderung des Vertrages kann nur durch einen einstimmigen Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft erfolgen. Wem die Regelungen nicht gefallen, sollte daher lieber Abstand vom Kauf einer Wohnung nehmen. Änderungen lassen sich meist nur schwer durchsetzen.

    Neben Ausführungen zur Benutzung des Gemeinschaftseigentums beinhaltet eine Teilungserklärung auch in der Regel die Hausordnung, Gemeinschaftsordnung genannt.

    • Diese kann Ruhezeiten vorschreiben
    • und nennt Vorgaben zu Zahlungsverpflichtungen,
    • zur Hausverwaltung und
    • zur Eigentümerversammlung, etwa zum Stimmrecht,
    • oder zu Stellplätzen für Autos.

    Rechte und Pflichten der Eigentümer

    Wohnungseigentümer müssen sich strikt an die Teilungserklärung halten. Nur wenn die Erklärung gegen ein Gesetz oder die guten Sitten verstößt, kann eine Regelung als nichtig angesehen werden.

    Käufer sollten darauf achten, dass Bauträger und Investoren das am Miteigentumsanteil orientierte Wertprinzip bevorzugen. Das räumt ihnen bis zum Abverkauf aller Wohnungen die meisten Stimmrechte ein.

    Wenn beim Verkauf einer Immobilie Steuern für das Arbeitszimmer fällig sind

    Wir informieren darüber, unter welchen Umständen eine Steuerpflicht für den Verkäufer besteht

    Ausgestreckter Männerarm, offene Hand, darauf blau gemaltes Haus
    Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de

    Eigenheimbesitzer, die ihr Haus oder ihre Wohnung innerhalb von zehn Jahren nach Erwerb der Immobilie verkaufen, müssen den Teil des Verkaufsgewinns versteuern, der auf ein Arbeitszimmer entfällt. Für das häusliche Arbeitszimmer müssen sie für den Gewinn Steuern zahlen. Die Steuerpflicht besteht auch dann, wenn Betroffene in der Vergangenheit keine oder nur eingeschränkte Werbungskosten für ihr häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht haben.

    Nutzungsänderung melden

    Diese Regelung lässt sich nur umgehen, wenn der Besitzer vor dem Verkauf das ehemalige Arbeitszimmer so schnell wie möglich wieder überwiegend privat nutzt - etwa für ein Kinderzimmer oder einen Bügelraum - und diese Nutzungsänderung dem Finanzamt meldet. Der Verkauf einer selbstgenutzten Immobilie bleibt dann steuerfrei, wenn Eigentümer ihre Immobilie im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben.

    Einnahmen und Gewinne

    Liegen zwischen Anschaffung und Verkauf wenigstens zehn Jahre fallen keine Steuern an. Es sei denn, es gab Einnahmen aus

    Dann muss der Teil des Gewinns, der auf das Arbeitszimmer entfällt, immer versteuert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kosten des Arbeitszimmers bisher steuerlich geltend gemacht wurden.

    So können Eigentümer beim Kauf einer Immobilie Steuern sparen

    Mit diesen Tipps haben Sie die Möglichkeit, die Steuerlast beim Immobilienkauf zu verringern

    Lupe und Taschenrechner
    loupe et calculatrice © laurent hamels - www.fotolia.de

    Eine Immobilie zu kaufen, lohnt aufgrund der aktuell niedrigen Zinssätze. Der Staat freut sich über den florierenden Immobilienmarkt, da er bei jedem Kauf Steuern einnimmt. Doch es gibt Möglichkeiten, die Steuerlast zu verringern.

    Faktor Grunderwerbsteuer

    Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks oder Grundstückanteils anfällt. Sie ist eine Ländersteuer, die diese an die Kommunen weiterreichen können. Je nach Bundesland liegt der Steuersatz zwischen

    • 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen und
    • 6,5 Prozent in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Saarland.

    Demnach beeinflusst schon der Standort einer Immobilie oder eines Grundstücks die gesamte Steuersumme. Bei einer zeitlichen Trennung von Grundstückskauf- und Bauvertrag fällt die Grunderwerbsteuer nur auf den Kaufpreis des Grundstücks an.

    Grunderwerbsteuer lässt sich auch sparen, wenn man sogenannte bewegliche Güter, wie etwa Einbauküche oder Markisen, aus der Kaufsumme herausrechnet. Stattdessen sollten sie im Notarvertrag aufgeführt und dort mit einem Wert belegt werden.

    Sonderausgabenabzug und Arbeitskosten

    Beim Kauf einer Eigentumswohnung muss der neue Besitzer den Anteil seines Vorgängers an der Instandhaltungsrücklage ablösen. Die Grunderwerbsteuer ist für diesen Betrag dann nicht fällig, wenn der Anteil des Alteigentümers im Kaufvertrag gesondert aufgeführt wird. Bis zu 1200 Euro jährlich dürfen zudem für Handwerkerarbeiten in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

    Generell sind dies 20 Prozent der Arbeitskosten. Wohn-Riester-Beiträge in der Steuererklärung (Anlage AV) können bis zu 2100 Euro im Jahr einbringen, und zwar als Sonderausgabenabzug.

    Keine Miete mehr: Was Käufer einer Immobilie bedenken sollten

    Bei den niedrigen Zinsen gerät schnell in Vergessenheit, dass ein erfolgreicher Kauf von verschiedenen Faktoren abhängt

    Hausbau und Finanzierung: Skizze, Grundriss, Geldscheine und Taschenrechner
    Hausplan mit Taschenrechner © Gina Sanders - www.fotolia.de

    Immer mehr Menschen kaufen aufgrund der niedrigen Bauzinsen eine Immobilie. Ob dies eine gute Idee ist, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses ganz ohne Eigenkapital ist zwar möglich, empfiehlt sich jedoch nicht. Die Abzahlung des Kredites inklusive der Zinsen dauert dementsprechend länger und ist mit größerem finanziellen Risiko behaftet.

    Tilgung beachten

    Wer zur Miete wohnt, sollte berücksichtigen, ob er nach dem Kauf einer erheblich höheren finanziellen Belastung im Monat ausgesetzt ist. Angehende Immobilienbesitzer müssen aktuell mit einer Tilgung von drei Prozent jährlich beginnen. Dies verteuert den Preis einer Immobilie zusätzlich.

    Wertverlust und Weiterverkauf

    Bei den niedrigen Zinsen gerät schnell in Vergessenheit, dass eine Immobilie mit den Jahren an Wert verliert. Dies beginne wie beim Auto bereits beim Kauf, schätzt die FMH-Finanzberatung. Gerade die Käufer, die einen hohen Preis bezahlen, können kaum mit einem Gewinn beim Weiterverkauf rechnen.

    Persönliche Lebenssituation berücksichtigen

    Berücksichtigen sollten Käufer unbedingt die eigene Lebenssituation. Die Ausgaben für eine Immobilie rentieren sich in der Regel erst nach zehn Jahren. So lange sollte es gewährleistet sein, dass man sie selbst nutzt. Wer häufiger umziehen muss, sollte eher etwas mieten.

    Studie zufolge steigt der Wert von Immobilien bis 2030 fast überall weiter an

    In vielen Städten, Landkreisen und Regionen sind in den nächsten Jahren Wertsteigerungen von Immobilien zu erwarten

    Luxuriöses großes Haus mit überdachter Veranda und Vorgarten
    classic house with flower garden © Ken Hurst - www.fotolia.de

    Aufgrund der niedrigen Zinsen kaufen immer mehr Menschen eine Immobilie. Daher kam es in letzter Zeit zu deutlichen Preissteigerungen. Dennoch können Eigentümer in fast der Hälfte der 402 deutschen Kreise und Städte damit rechnen, ihren Besitz später mit Gewinn verkaufen zu können. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag der Postbank.

    Städte, in denen gute Chancen auf Wertsteigerungen bestehen

    Die größten Chancen auf eine Wertsteigerung bis zum Jahr 2030 gibt es bei den Städten demnach in Hamburg. Auch in

    • München,
    • Oldenburg,
    • Stuttgart,
    • Bonn und
    • Ingolstadt

    sind die Aussichten günstig, die Immobilie mit Gewinn veräußern zu können. Bei den Landkreisen finden sich unter den besten zehn neun Gemeinden aus Bayern. Trotz der jetzt schon hohen Preise führt der Landkreis München die Rangliste an.

    In Ostdeutschland sind eher Wertverluste zu erwarten

    Auch in ländlichen Regionen wie

    • Cloppenburg,
    • Lüneburg und
    • Harburg in Niedersachsen,
    • Trier in Rheinland-Pfalz,
    • Segeberg in Schleswig-Holstein sowie
    • dem Havelland und
    • Barnim in Brandenburg

    sind Wertsteigerungen zu erwarten. Schlecht ist dagegen die Perspektive für Eigentümer in vielen Gegenden Ostdeutschlands. Aufgrund teils stark rückläufiger Bevölkerungszahlen ist die Gefahr groß, dass Immobilien dort in Zukunft Wert einbüßen.

    Barrierefreies Leben und Wohnen auf einer Ebene: Der Bungalow ist wieder da

    Vor allem für Senioren und Menschen mit Gehproblemen ist der stufenlose Bungalow als Eigenheim attraktiv

    Ausgestreckter Männerarm, offene Hand, darauf blau gemaltes Haus
    Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de

    Ihre Blütezeit erlebte die Bauform des Bungalows in Deutschland in den 1960er und 1970er Jahren. Ganze Siedlungen entstanden mit den zumeist flach gedeckten, freistehenden Einfamilienhäusern, in denen alle Zimmer auf einer Ebene liegen.

    Zu den größten Vorteilen eines Bungalows gehört die barrierefreie Erschließung aller Wohnräume. Da selbst der Eingang in der Regel stufenlos erreichbar ist, hat der Bungalow wieder an Beliebtheit gewonnen. Gerade für ältere Menschen ist er besonders attraktiv, denn das Verlassen und Erreichen ihrer Wohnung ist für viele Senioren ein entscheidendes Kriterium dafür, wie lange sie selbstständig darin leben können.

    Schwachpunkte lassen sich umändern

    Zu den Schwachpunkten eines Bungalows aus den 1970er Jahren zählen

    • der hohe Energieverbrauch,
    • die schlechte Belüftung und
    • Feuchtigkeit an den Außenwänden, besonders auf dem Dach.

    Doch auch solche Gebäude lassen sich noch zu einem Passivhaus umgestalten. Das Dach erhält eine leichte Neigung von zwei bis drei Grad. So kann das Regenwasser abfließen.

    Neue Materialien sorgen für eine erheblich bessere Dämmung und Abdichtung. Flachdächer bieten Platz für Gärten und Solarpaneelen, die man vom Boden aus nicht sieht.

    Bungalows benötigen mehr Grundfläche

    Ein Nachteil lässt sich trotz aller Baumaßnahmen nicht beheben. Da Bungalows nur eine Etage haben, benötigen sie mehr Grundfläche als ein mehrgeschossiges Haus. Es ist daher besonders wichtig, das Grundstück gut auszunutzen.

    Das sollte der Kaufvertrag einer Immobilie enthalten

    Wer eine Immobilie kaufen will, sollte den Kaufvertrag vorher genauestens auf seinen Inhalt überprüfen

    Geschäftsmann unterzeichnet Vertrag
    Business contract © Halfpoint - www.fotolia.de

    Sich eine Immobilie zu kaufen, ist immer eine große Investition. Vor der Unterschrift des Kaufvertrages sollte man sich diesen daher genau durchlesen. Anders als bei der Anschaffung von Elektrogeräten gibt es keine Umtauschfrist.

    Ein Rücktritt ist nur in Ausnahmefällen möglich

    Der Rücktritt vom Kaufvertrag ist nur in eng begrenzten Ausnahmefällen möglich, so etwa wenn im notariellen Kaufkontrakt beide Vertragsteile sich ein Rücktrittsrecht ausdrücklich vorbehalten haben. Da auch Baumängel den Rücktritt vom Kauf einer gebrauchten Immobilie nicht rechtfertigen, empfiehlt es sich, den Zustand des Gebäudes zuvor genau zu überprüfen.

    Was in dem Kaufvertrag enthalten sein muss

    Mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Beurkundungstermin erhält ein Interessent den Kaufvertrag zur Prüfung zugeschickt. Der Notar passt den Kontrakt zudem den individuellen Gegebenheiten an. Enthalten sein müssen eine Beschreibung

    der Immobilie. Auch Angaben zu

    gehören in den Kaufvertrag.

    Der Verkäufer verliert sein Eigentum erst, wenn er den Kaufpreis bekommen hat

    Der Kaufpreis sowie mögliche Fristen, innerhalb derer Zahlungen fällig werden, müssen ebenfalls in die Vereinbarung. Eine Klausel, die eine sofortige Zwangsvollstreckung in das persönliche Vermögen des Käufers ermöglicht, falls er nicht rechtzeitig zahlen kann, ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, dennoch meist Bestandteil des Vertrages.

    Der Käufer muss in der Regel erst dann zahlen, wenn der Notar alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt hat. Andererseits verliert der Verkäufer sein Eigentum erst dann, wenn er den Kaufpreis bekommen hat.

    Ab dem Termin des Besitzerwechsels benötigt der neue Eigentümer eine ausreichende Versicherung

    Bestandteil der Vereinbarung ist auch der Termin des Besitzerwechsels. Ab dann benötigt der neue Eigentümer auch eine ausreichende Versicherung. Sollten sich die Parteien auf einen Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen bei Mängeln geeinigt haben, sollten Käufer vorher einen Gutachter oder Sachverständigen hinzuziehen, der die Immobilie besichtigt.

    Straßensanierung – wann müssen Hauseigentümer zahlen?

    Wenn Straßenarbeiten ihnen einen objektiven Vorteil bringen, müssen Hauseigentümer hierfür zahlen

    Rechte des Mieters: aufgeschlagenes Gesetzbuch mit großem Paragraphen davor
    Mieterrechte © M. Schuppich - www.fotolia.de

    Für viele Hausbesitzer ist es ein Schock: teilweise noch Jahre nach den Straßenarbeiten flattert eine Rechnung von der Gemeinde ins Haus. Der sogenannte Straßenausbaubeitrag ist gesetzlich erlaubt, aber nicht jeder Gebührenbescheid erfüllt die rechtlichen Bedingungen. Wann müssen Eigentümer zahlen – und worauf sollten Sie achten?

    Sind die Kosten fair umgelegt?

    In einer Wohnsiedlung mit lauter Einfamilienhäusern teilen sich die Kosten gleichmäßig auf. Gewerbebetriebe, die viel Wasser in die Kanalisation leiten, müssen jedoch mehr bezahlen. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass von einzelnen Grundstücken die Abwässer nicht in die Kanalisation der Straße fließen, der sie postalisch zugewiesen sind.

    Eine Gemeinde musste etwa ihre Bescheide korrigieren, weil sie eine Großwäscherei vergessen hatte, die zwar nicht an der sanierten Straße lag, deren Abwässer aber in die von Bauarbeiten betroffenen Abflüsse geleitet wurde. Es kann also lohnen, ein paar Recherchen "im Untergrund" zu machen.

    Stimmt die Abrechnungskategorie?

    Wie hoch die Beteiligung der Anwohner an den Ausbau- und Sanierungskosten ist, hängt auch von der Bedeutung der Straße ab. Generell gilt: je wichtiger die Straße für den allgemeinen Verkehr ist, desto weniger müssen die Anlieger zahlen.

    Im Zweifel sollten Hauseigentümer deshalb den Verkehr protokollieren: wer fährt und parkt hier eigentlich? Wenn sie nachweisen können, dass die angebliche Anliegerstraße auch von Besuchern eines nahegelegenen Parks oder Krankenhauses genutzt wird, können sie eine Neuberechnung fordern.

    Welche Maßnahmen sind umlagefähig?

    Nicht jede Kostenbeteiligung für den Straßenbau ist gerechtfertigt. So müssen Anwohner nur zahlen, wenn die Arbeiten ihnen einen objektiven Vorteil bringen. Kosten für die reine Instandhaltung können nicht umgelegt werden.

    Falls die Gemeinde versäumt hat, eine Straße ordnungsgemäß zu unterhalten, darf sie die Anlieger auch nicht für Erneuerungsmaßnahmen zur Kasse bitten.

    Für

    • eine Verbreiterung der Straße,
    • einen Parkstreifen oder
    • die erstmalige Anlage von Rad- und Gehwegen

    müssen die Hausbesitzer aber zahlen. Diese gelten als Verbesserung, ebenso wie

    • "Flüsterasphalt",
    • neue Lampen oder
    • größere Abwasserkanäle.

    Die neuen Immobilienportale im Vergleich: Mietwohnungen vermitteln ohne Makler

    Die Zeitschrift "Finanztest" testet Internetportale, die günstig bei der Wohnungsvermittlung helfen wollen

    Klingel-Schild an Wohnungswand, bei jeder Klingel steht "frei"
    Wohnungssuche © DeVIce - www.fotolia.de

    Seit dem 1. Juni 2015 muss bei der Vermietung von Wohnraum derjenige den Makler bezahlen, der ihn auch bestellt. Dies ist in der Regel der Vermieter. Als Provision sind 2,38 Kaltmieten fällig, für die vor jenem Stichtag meist der Mieter aufkommen musste. Diese Kosten zu senken, versuchen zahlreiche neue Dienstleister, die günstiger arbeiten als Immobilienmakler. Die Zeitschrift "Finanztest" hat nun zehn dieser neuen Internet-Plattformen unter die Lupe genommen.

    Verschiedene Konzepte in der Übersicht

    Die Konzepte dieser Portale unterscheiden sich stark. Während sich bei Smmove.de Mietwohnungen sogar ersteigern lassen, findet bei

    • Faceyourbase.de und
    • Mietercasting.de

    ein Auswahlverfahren statt, bei dem Miet­interessenten zur Kasse gebeten werden, wenn sie sich bewerben oder den Zuschlag bekommen. Bei

    • Wunderagent.de und
    • Lifelife.io

    gibt es für Vermieter Geld zurück, wenn bestimmte Erfolge nicht eintreten. Zu den Dienstleistungen zählen klassische Makleraufgaben, wie etwa das Erstellen von Ex­po­sés, Besichtigungstermine und der Vertragsabschluss. Dies jedoch zu erheblich günstigeren Konditionen. So kostet bei Rentkit das Vollprogramm mit

    • Exposé,
    • Besichtigung und
    • Interessentenüberprüfung

    etwa 500 Euro, ebenso bei Lifelife.

    Makler oder Portal?

    "Finanztest" moniert, dass bei den Plattformen Leute ohne entsprechende Ausbildung und Qualifikation beschäftigt seien, etwa Studierende oder Nebenjobber. Der Deutsche Mieterbund bemängelt, dass Wohnungssuchende einer "unbegrenzten Zahl" von Menschen zu viele Daten preisgeben müssten. Dem widerspricht jedoch etwa das Start-up nesthub.de, Interessenten-Daten würden niemals eins zu eins an die Vermieter übermittelt.

    Die Tester raten, bei schwer vermietbaren Wohnungen oder Luxusimmobilien, sich trotz der höheren Kosten an klassische Makler zu halten. Bei Standardwohnungen könnten die neuen Portale jedoch eine günstige Alternative zu Maklern sein.

    Beim Immobilienkauf ist der Notar Pflicht

    Wer eine Immobilie erwerben möchte, sollte beachten, dass die Anwesenheit eines Notars in Deutschland dabei Pflicht ist

    Geschäftsmann unterzeichnet Vertrag
    Business contract © Halfpoint - www.fotolia.de

    Wer sich ein Häuschen oder eine Eigentumswohnung kaufen möchte, hat oft einen stressigen Weg vor sich. Neben der Suche nach der passenden Immobilie gibt es viele rechtliche Dinge zu beachten.

    Einer der wichtigsten Punkte lautet dabei: Denken Sie rechtzeitig an den Gang zu einem Notar. Tatsächlich ist die Anwesenheit eines solchen bei allen Immobilienkäufen in Deutschland verpflichtend.

    Die Aufgaben des Notars beim Immobilienkauf

    Der Gesetzgeber hat die Anwesenheit eines Notars zur Pflicht gemacht, um einen stabilen Rahmen für Käufer und Verkäufer zu schaffen. Größere Rechtsstreite sollen so von vorn herein ausgeschlossen werden.

    Der Notar kümmert sich darum, dass für den Kaufvertrag alle rechtlichen Voraussetzungen bestehen und beide Parteien einen beglaubigten Vertrag unterzeichnen. Während des Abschlusstermins beim Notar wird daher der komplette Vertragstext in Anwesenheit von Käufer und Verkäufer vorgelesen und dann unterzeichnet.

    Es fällt außerdem in den Aufgabenbereich des Notars alle notwendigen Unterlagen für die Parteien einzuholen und zu prüfen. Er informiert ferner den Käufer über den Fälligkeitszeitpunkt für die Zahlung und kümmert sich bei Bedarf um die Löschung von nicht übernommenen Belastungen.

    Der Notar als Konfliktlöser

    Kommt es zu einem Konflikt zwischen Käufer und Verkäufer, ist ebenfalls die Mitarbeit des Notars gefragt. Er sucht als neutrale Partei für eine möglichst gute Lösung, die im Interesse der beiden anderen liegt.

    Der schlussendliche Vertrag sollte ausgewogen zu beiden Seiten hin sein. Diese rechtliche Beratung ist Teil der Beurkundungsgebühr, die man an den Notar zahlt. Wer allerdings eine weiterführende Beratung wünscht, muss dafür im Regelfall auch mehr zahlen. Die Höhe der Kosten ist eine individuelle Verhandlungssache, orientiert sich aber meist am Wert der Immobilie.

    Grundinformationen und Tipps zu Immobilien

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: family grass sky. dream house © Pavel Losevsky - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: The house in human hands © Andrey Armyagov - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Haus am Wasser © Günter Menzl - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Stadthäuser aus der Gründerzeit in Dresden © dedi - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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