1. Oktober 2009
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Wohnung oder ein Haus zu beheizen. Welche Heizart die effektivste, günstigste und ökologischste ist, kann nicht immer pauschal gesagt werden. Jede Heizung - ob mit Öl, Gas, Strom oder Sonnenenergie betrieben - hat ihre Vor- und Nachteile.
Zwischen den 50er- und 70er-Jahren lag die Nachtspeicherheizung im Trend, heute wird an dieser aber auch viel Kritik geübt. Wo genau liegen die Vor- und Nachteile dieser Heizung und was muss bei der Nutzung beachtet werden?
Nachtspeicherheizungen nutzen Strom als Energiequelle für den Heizbetrieb und die Erzeugung von Warmwasser. Der Strom wird nachts - wenn die Stromtarife niedriger sind - aus dem Stromnetz gezogen und tagsüber verbraucht. Wie viel Strom dabei jeweils gezogen wird, wird durch Messung der Außentemperatur am Vorabend ermittelt. Das bedeutet, dass bei starken Temperaturstürzen u.U. nicht genug Energie vorhanden ist, um die ganze Wohnung ausreichend beheizen zu können. Da das Aufladen der Nachtspeicherheizung rund 8 Stunden dauert, kann in diesem Fall nur mit speziellen Heizelementen ausgeholfen werden, die mit dem teureren Tagstrom arbeiten können.
Eine Nachtspeicherheizung ist also nur dann finanziell rentabel, wenn erstens der Energieversorger Niedrigtarife anbietet und zweitens die Wohnung so gut isoliert ist, dass auch an kalten Tagen kein Tagstrom zum Heizen verwendet werden muss. Sind diese Kriterien erfüllt, kann eine Nachtspeicherheizung günstiger als eine Öl- oder Gaszentralheizung sein. Denn die Wartungskosten sind geringer und auch der günstigere Anschaffungspreis spricht für diese Heizung. Zudem wird kein separater Kellerraum für die Unterbringung des Heizgerätes benötigt.
Die Nachteile einer Nachtspeicherheizung liegen vor allem im ökologischen Bereich sowie in der Wirkungseffizienz. Eine strombetriebene Heizung produziert mehr Kohlendioxid als eine Gas- oder Ölheizung und der Wirkungsgrad ist oft nur halb so gut wie bei herkömmlichen Heizungen. Um die gleiche Leistung zu erzielen, wird also weitaus mehr Strom als beispielsweise Öl oder Gas benötigt.
Bei der Nutzung einer Nachtspeicherheizung sollten ein paar Dinge beachtet werden. Damit kein Wärmestau entsteht, der eine hohe Brandgefahr birgt, sollten tagsüber keine Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände auf den Heizkörper gelegt werden. Zudem sollte beachtet werden, dass Nachtspeicherheizungen mit ihrem Gebläse durchaus störende Geräusche entwickeln können. Auch das Raumklima wird von einer Nachtspeicherheizung beeinflusst. Die Luft ist trockener und staubiger, zudem sind die relativ hohen nächtlichen Raumtemperaturen für einen gesunden Schlaf nicht optimal.
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