11. Januar 2012
Die Infrarotstrahlung wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt, welcher Versuche mit der Sonnenstrahlung machte. Dabei fand er heraus, dass es einen für das menschliche Auge nicht sichtbaren Teil des Farbspektrums geben muss, welcher sich jenseits des roten Bereichs befindet und eine starke Hitzewirkung entfaltet. Doch was steckt hinter der Wärme durch Infrarot, welche heutzutage bei diversen Heizsystemen zum Einsatz kommt?
Zunächst einmal ist es interessant zu wissen, worauf die Erhitzung durch die Infrarotstrahlung auf physikalischer Ebene überhaupt beruht. Zur Beantwortung dieser Frage muss zunächst einmal der Begriff "Wärme" kurz geklärt werden. Atome verfügen über Elektronen, welche um den Atomkern kreisen. Vereinfacht ausgedrückt bestimmt dabei die Geschwindigkeit der Elektronen die Wärme, welche von einem Atom ausgeht.
Bei einer beliebigen Masse, welche beispielsweise sehr heiß ist, bewegen sich die Elektronen demnach sehr schnell. Eben hier setzt der Mechanismus der Infrarotstrahlung an. So steigert dieser Abschnitt des Farbspektrums das Energieniveau der Elektronen, wodurch es zu einer Wärmeentwicklung kommt.
Eben diese Infrarotstrahlung kann nun in Form einer Infrarotheizung eingesetzt werden, um die Umgebung zu erwärmen. Die hierfür notwendige Energie kann dabei mit der Hilfe von Strom oder Gas erzeugt werden. Der Mechanismus der Erwärmung durch Infrarotheizungen unterscheidet sich dabei wesentlich von jenem herkömmlicher Heizanlagen.
Bei einer klassischen Heizung wird die Luft des Raums erwärmt, wodurch ein Gefühl der Wärme empfunden werden kann. Im Falle der Infrarotheizung werden hingegen nur all jene Flächen erwärmt, welche direkt durch die Heizung angestrahlt werden. Da dies unter anderem auch die menschliche Haut beziehungsweise Kleidung betrifft, tritt hier ebenso ein vergleichbares Wärmeempfinden auf.
Das Funktionsprinzip der Infrarotheizung, bei welcher es sich beispielsweise um eine Infrarotlampe oder einen Hellstrahler handeln kann, bietet einige Vorteile. Zum einen fällt die Energieeffizienz auffallend hoch aus. Darüber hinaus muss die Raumtemperatur nicht stark erwärmt werden, damit die im Raum befindlichen Personen nicht frieren.
Dies hat wiederum zur Folge, dass das Raumklima angenehm ausfällt und die Arbeitsqualität im Falle eines Betriebs folglich steigt. Letztlich kann eine Infrarotheizung auch im Freien oder in weiträumigen Hallen eingesetzt werden, in welchen eine Erwärmung der Luft ineffizient beziehungsweise unmöglich wäre.
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