20. Juni 2008
Von Annett Biermann
Miete oder Eigentum? Für viele von uns stellt sich diese Frage. Die Realisierung des Projektes Eigenheim stellt einen jedoch vor ungeahnte Fragen und birgt neben den vielen Vorteilen auch zahlreiche versteckte Nachteile.

Ein Eigenheim ist der Traum jeder Familie
Raus aus der ständigen Abhängigkeit und hinein ins Eigenheim. Für die Meisten von uns ist das wohl einer der größten Kindheitsträume. Gerade junge Familien entscheiden sich oftmals für den Bau eines eigenen Hauses. Gründe dafür und Vorteile gibt es zur Genüge. Als Beispiele lassen sich die Unabhängigkeit vom Vermieter, das Zahlen in die eigene Tasche, die Alterversorgung, das Platzangebot und die Entfaltung der persönlichen Kreativität anführen.
Nachteile und Gründe, die gegen einen Bau sprechen, gibt es jedoch ebenfalls. In aller Regel steht die Finanzierungsfrage an erster Stelle. Gerade für junge Familien ohne größeren Kapitalstock ist es oftmals sehr schwierig, den Traum vom Eigenheim zu realisieren.
Inzwischen gibt es zahlreiche und auch günstige Finanzierungsmöglichkeiten mit und ohne größere Risiken. In jedem Falle ist es lohnenswert, die Finanzierung von Beratern der Hausbank oder Bausparkassen überprüfen zu lassen. Ist die Finanzierungshürde erst einmal genommen, so stellt sich als zweites die Standortfrage. Hier spielen Faktoren, Stadtnähe, Landschaft, Nähe zum Arbeitsplatz, Freizeitangebot und andere individuelle Faktoren eine Rolle. Diese grundlegende Entscheidung sollte gut überdacht sein, da sie später nicht mehr revidierbar ist.
Weiter geht es mit dem Auswählen des richtigen Grundstückes. Auch hierbei gibt es einiges zu beachten, da neben dem Standort auch Faktoren wie Bebauungsmöglichkeiten, Umwelteinflüsse, Bodenbeschaffenheit und andere eine Rolle spielen.
Sind die Formalitäten über den Grundstückskauf abgeschlossen, so sollte man sich spätestens dann Gedanken über den Haustyp und dessen Bauweise machen. Soll das Haus für ein- oder zwei Familien geeignet sein? Bietet sich gegebenenfalls ein Fertig- oder Massivhaus an? Oder käme vielleicht auch ein Schwedenhaus in Frage? Hat man sich ausgiebig über Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Haustypen informiert und sich endlich zu einer Entscheidung durchgerungen, so stellt sich die Frage nach dem richtigen Baupartner. Bei Fertighäusern ist der Markt überschaubar. Die Angebote der unterschiedlichen Fertighaushersteller können gut miteinander vergleichen werden.
Hier bekommt in aller Regel der Hersteller den Zuschlag, der die gewünschten Vorstellungen kostengünstig realisiert. Die Auswahl an Architekten, Bauingenieuren oder Bauunternehmern fällt in Anbetracht der Auswahl dabei schon merklich schwerer. Unabhängig davon, für wen man sich entscheidet, sollte heutzutage ein besonderes Augenmerk auf die Energiekostenfrage gelegt werden. Bei dem Anstieg der Rohstoffpreise scheint derzeit kein Ende in Sicht zu sein. Möglicherweise ist bei einem neuen Objekt der Einsatz von regenerativen Energiequellen ratsam. Das ist jedoch vom individuellen Bauvorhaben abhängig.
Nach Fertigstellung des Rohbaus spielt auch der Innenausbau eine große Rolle. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil des Eigenheimes, da technisch und handwerklich Begabte hier hohe Kosten sparen können.
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