28. Juli 2009
Hängematten aus Garn haben den Vorteil, dass sie sich jeder Körperform anpassen und eine bequeme und sichere Liegeposition ermöglichen. Diese Hängemattenart lässt sich mit ein bißchen Geduld und Ausdauer auch selbst herstellen. Eine Anleitung und das richtige Garn spielen dabei eine wichtige Rolle.
Für das Knüpfen einer Hängematte benötigt man festes, dickes und nichtelastisches Garn. Dieses erhält man in Seglerfachgeschäften oder im Internet, seltener in Bastelläden oder im Baumarkt. Für die Stabilität und den Liegekomfort ist das richtige Garn unbedingt erforderlich.
Zu Beginn der Arbeit muss das Garn in ca. zwanzig Schnüre geschnitten werden, die jeweils zehn Meter lang sind. Diese Schnüre werden nun doppelt gelegt und anschließend über ein horizontal straff gespanntes Seil gelegt, so dass die zwei Schnurenden durch die Öse am anderen Ende gesteckt und festgezogen werden. In gleichmäßigen Abständen von ca. 3-5 cm knotet man die anderen Schnüre auf die gleiche Art an dem Seil fest, so dass nun alle Garnschnüre von der horizontalen Halterung hinabhängen. Jede Schnur besteht nun aus zwei Einzelschnüren, die jeweils fünf Meter lang sind.
Nun kann die Knotenarbeit beginnen. Anzusetzen ist ca. 50 cm unter dem gespannten Seil. Je nach Geschmack und handwerklichem Geschick kommen verschiedene Knoten in Frage. Zu den einfachen Knoten gehören unter anderem die Bretzel- und Achterknoten. Hier werden die Schnüre zu Schlingen miteinander verbunden. Es muss immer die eine Schnur des ersten Schnurpaares mit einer des zweiten Paares verknüpft werden usw. Wichtig ist, dass die Knoten immer auf gleicher Höhe, also parallel zum gespannten Seil ausgerichtet und fest gezogen werden. Ist die erste Knotenreihe fertig, muss die Maschenbreite bestimmt werden. Mit einem Abstandshalter kann dieser Breite entsprechend die zweite Knotenreihe angesetzt werden. So fährt man fort, bis nur noch 50-60 cm Schnur übrig sind oder die gewünschte Hängemattenlänge erreicht ist.
Jeweils sechs doppelt gelegte Schnüre bilden nun die etwas dickeren Seitenschnüre. Diese werden an beiden Außenseiten ebenfalls am gespannte Seil befestigt und entlang der äußeren Maschen und unter Einbindung dieser zu einem Zopf geflochten. Anschließend kann die fertig geknüpfte Hängematte von dem gespannten Seil gezogen werden. Die etwa 50 cm langen Schnurenden an beiden Kopfenden werden nun - je nach Wunsch - entweder über einen Ring direkt, oder aber zunächst durch einen Spreizstab geschoben und anschließend miteinander verknotet.
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