11. Oktober 2011
Scheibengardinen dürften den meisten vor allem aus der Küche bekannt sein. Und genau dafür wurden sie auch ursprünglich entwickelt: Für die ebenerdigen Küchen in Häusern, bei denen die Nachbarn gern in den sprichwörtlichen Topf gucken. Aus diesem Grunde findet man Scheibengardinen bis heute auch oftmals in Küchendessins, mit stilisierten Blumen, Kräutern, Gewürzen, aber auch Gänsen, vor. Pate hierfür stand der in der französischen Gastronomie als Panneaux verwendete Sichtschutz, weshalb man Scheibengardinen oftmals auch unter dem Namen Caféhausgardinen oder Bistrogardinen findet.
Moderne Scheibengardinen jedoch müssen nicht mehr in erster Linie rustikal oder elegant sein. Von niedlich bis cool reicht das Spektrum für den heimischen Sichtschutz mit Stil. Besonders angesagt sind aktuell Scheibengardinen im modernen Landhauslook. Karierte Stoffe und plakative Elemente wie Blumen oder Rehe kokettieren mit dem klassischen Landhausstil, sind durch ihre moderne Farbgebung und die klaren Silhouetten der Applikationen jedoch ganz klar im Hier und Jetzt zu Hause. Auch Dekoelemente wie beispielsweise Strass finden bei modernen Scheibengardinen Verwendung. Es muss eben nicht immer nur weiße Spitze sein.
Klassische Bistrogardinen bedecken das untere Drittel des Fensters der Länge nach. Diese Kurzgardinen werden zumeist mit auch Vitragen genannten Scheibenstangen direkt an der Fensterscheibe befestigt. Scheiben- und Klemmstangen sind auf die individuellen Maße eines Fensters zuschneidbar, sodass sie überall für den perfekten Sichtschutz sorgen. Eine weitere Form der Scheibengardine ist der Behang, der oben am Fenster beginnt und spitz zuläuft. Er ist auch unter dem Namen "Schwalbenschwanz" bekannt. Schwalbenschwanz-Scheibengardinen lassen sich auf die Schnelle auch selbermachen: Hierfür wird einfach ein Tischläufer über die Gardinenstange gehangen. Da Schwalbenschwanzgardinen allerdings den unteren Teil des Fensters frei lassen, eignen sie sich eher zu Dekorationszwecken denn als Sichtschutz - es sei denn, man kombiniert sie mit klassischen Bistrogardinen. Manche Hersteller bezeichnen den Behang auch als textiles Fensterbild, gemeint ist jedoch immer das Gleiche. Eine andere, noch nicht so verbreitete Form der Scheibengardine sind sogenannte Clip Panels - diese lassen sich durch simples Anclipsen in Form und Höhe ändern.
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