4. August 2011
Alarmanlage, Überwachungskamera, Massivbauweise: All diese Eigenschaften können allenfalls Laien von einem Einbruch abhalten. Routinierten Einbrechern hingegen muss man auf ganz andere Weise Einhalt gebieten - wir zeigen, wie das funktioniert.
Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllt, der sieht das neu erworbene Haus gern durch die rosarote Brille. Kein Wunder, schließlich hat man sich das Einfamilienhaus oftmals einiges kosten lassen - etwaige Mängel erst später festzustellen, kann sehr frustrierend sein. Dabei sollten Hausbewohner an einem Punkt besser nicht sparen: Einem umfassenden Einbruchschutz. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Hauseinbrüche vornehmlich größere Anwesen und stattlichen Villen zum Ziel hatten. Gerade die Sorglosigkeit, mit der viele (frisch gebackene oder alteingesessene) Hausbesitzer ans Werk gehen, macht Einfamilienhäuser und Co. zu einem so attraktiven Ziel für den Einbruch. Dabei müssen nicht immer zwangsläufig große Wertgegenstände vorhanden sein: Nicht wenige Einbrecher begnügen sich heute mit Mobiltelefonen, Notebook und ähnlichem.
Wichtigster Sicherheitstipp für alle Einfamilienhäuser: Fenster und Türen sollten optimal gegen Aushebeln geschützt sein. Befindet sich das Haus noch in der Bauphase, sollte hier rechtzeitig auf entsprechende Maßnahmen geachtet werden. Für alle anderen empfiehlt sich eine umfassende Nachrüstung. Neben allen Balkon- und Terrassentüren sowie den Fenstern im Erdgeschoss sollten alle leicht erreichbaren Fenster, beispielsweise auch im Keller oder in den oberen Etagen (Beispiel: Dachfenster; Fenster in Nähe zum Balkon) besonders gut gesichert werden. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Kleinere Fenster wie auf dem Gäste-WC können durch ein fest montiertes Gitter von außen gegen Einbruch schützen. Darüber hinaus empfiehlt sich bei allen zugänglichen Fenstern und Türen eine besondere Sicherung durch sogenannte Pilzköpfe. Den Namen erhält diese praktische Befestigung durch ihr typisches Aussehen, welches an einen runden Pilzhut erinnert. Sorgfältig angebracht, können Pilzköpfe das Aushebeln von Fenstern und Türen verhindern helfen.
Erst nachdem das komplette Haus einbruchsicher ausgestattet ist, lohnt sich die Investition in Alarmanlagen und Co. Oftmals haben diese in erster Linie eine abschreckende Funktion; Profi-Einbrecher können die Geräte meist binnen Sekunden außer Gefecht setzen. Aber auch ganz andere Aspekte können sich bezahlt machen: Ein guter Kontakt zu den Nachbarn beispielsweise, welche zum Beispiel im Urlaub ein besonders wachsames Auge auf Ihr Haus werfen können. Zusätzliche Sicherheit bringt ein programmierbares Lichtsystem, welches das Einfamilienhaus auch bei Abwesenheit belebt wirken lässt.
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