10. August 2011
Wer sich nach einer Beleuchtung für die Wohnung oder einzelne Zimmer umsieht, der steht meist recht schnell vor einer entscheidenden Frage: Ist direktes oder indirektes Licht besser? Der Laie kann in der Regel nur wenig mit diesen Begriffen anfangen. Dennoch haben sie einen großen Einfluss auf die Lichtquellen und somit auf den Charakter des Raumes.
Bei direktem Licht handelt sich um einen Lichtstrahl, der lediglich auf ein Objekt leuchtet und dieses beinahe punktuell erhellt. Etwa die Küchenlampe, die auf den Tisch herab scheint und nur ihn mit Helligkeit umspielt. Bei der Verwendung direkten Lichtes ist es häufig schwierig, einen gesamten Raum mit den Strahlen zu erfüllen. So werden oft nur wenige Bereiche beleuchtet, wogegen andere in der Halbdunkelheit gelassen werden. Allerdings kann direktes Licht dort zum Einsatz kommen, wo ein Bild, ein Regal oder Ähnliches besonders zur Geltung kommen soll. Hier lassen sich gezielte Akzente setzen, die zur Verstärkung einzelner Elemente sehr gut einsetzbar sind.
Indirektes Licht trifft dagegen auf eine Wand und wird von dieser reflektiert. Die Helligkeit kann dadurch gedämpft in den Raum zurückgelangen. Das ermöglicht zum einen, die Zimmer weitgehend zu beleuchten. Dadurch wirken die Räume meist sehr lichtdurchflutet, was sich positiv auf das Wohlbefinden der Bewohner auswirkt. Zum anderen kann die Lichtquelle jedoch auch mit der Wand interagieren: So werden hervorstehende Kanten oder Balken dem reflektierten Licht einen ganz eigenen Charakter geben, der wiederum der Räumlichkeit eine spezielle Aura verleiht. Zudem wird das Licht hierbei effektiver genutzt als bei einer direkten Quelle.
Worauf am Ende abzustellen ist, wird stets eine Geschmacksfrage sein. Beide Lichtquellen eignen sich für die Beleuchtung der Wohnräume. Ebenso können beide gezielt zur Hervorhebung markanter Eigenarten der Zimmer oder Wände eingesetzt werden. Daher stellt sich immer auch die Frage, in welchem Raum die Deckenleuchte angebracht werden soll. Je belebter dieser ist, umso vielseitiger darf die Lichtquelle sein. Ideal wäre es somit, beide Elemente zu verbinden: So kann das indirekte Licht zur Beleuchtung des Zimmers, das direkte Licht jedoch zur Unterstreichung einzelner Merkmale verwendet werden. Die Kombination beider Quellen ist dabei sehr geschickt umsetzbar. Wirklich viel falsch machen kann man mit dem direkten oder indirekten Licht zudem nicht. Fehltritte bei der Beleuchtung sind also ausgeschlossen.
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