Zauberkünstler - Tätigkeiten, Einsatzbereiche und nötige Voraussetzungen, um Zauberer zu werden

Zauberer in schwarzem Frack und weißen Handschuhen macht einen Zauberstab-Trick vor rotem Vorhang

So wird man Zauberer: ein Überblick über Ausbildungsmöglichkeiten; wo kann man als Zauberkünstler oder Magier arbeiten?

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  • von Paradisi-Redaktion

Zauberer und Magier faszinieren seit eh und je die Menschen. Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, welche Geheimnisse hinter den unglaublichen Darbietungen der Zauberkünstler stecken und mit wie viel Übung diese Kunst verbunden ist? Und bestimmt ist die Anzahl derer, die auch mal selbst in die Haut eines Zauberers schlüpfen möchten, nicht gering. Informieren Sie sich über die Tätigkeiten und Einsatzbereiche von Zauberkünstlern und lesen Sie, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um Zauberer zu werden.

Zauberkünstler - Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Ein Zauberer, auch Zauberkünstler, Illusionist oder Magier genannt, arbeitet als Künstler im Bereich der darstellenden Kunst. Sein Ziel ist es, dem Zuschauer sensationelle oder übernatürliche Vorgänge vorzutäuschen.

Um dies zu erreichen, müssen sie sich verschiedene Zaubertricks aneignen. Schon mit einfachen Zaubertricks ist es möglich, sein Publikum zu verblüffen - weitere Infos erhalten Sie hier - um als Zauberer auf der Bühne beeindrucken zu können, bedarf es jedoch deutlich mehr Arbeit.

Dabei gibt es Tricks, die besonders beliebt sind, beispielsweise Entfesselungstricks oder Vorgänge, die scheinbar lediglich durch mentale Kraft geschehen. Um das Publikum in seinen Bann zu ziehen, arbeitet der Zauberkünstler oftmals mit diversen Hilfsmitteln, wie etwa Würfel oder Tücher.

Zudem hat er mehrere Assistenten und holt auch mal ein Tier auf die Bühne, beispielsweise, um dieses verschwinden zu lassen. Auch wird gerne jemand aus dem Publikum gebeten, dem Magier bei einem Trick zur Hand zu gehen. Licht- und Toneffekte unterstützen die geheimnisvolle Atmosphäre so einer Bühnenshow.

Zauberer fangen in der Regel klein an - um auf sich aufmerksam zu machen, treten sie beispielsweise auf Kindergeburtstagen oder anderen privaten Festen auf. Große Magier wiederum haben ihre eigenen Shows und treten mitunter auch im Fernsehen auf. Stets ist jedoch die Bühne der Arbeitsplatz eines Zauberkünstlers - ob nun klein oder groß.

Eine Karriere als Zauberer

Um die Zauberkunst zu erlernen, stehen einem verschiedene Möglichkeiten offen. Einfache Zaubertricks kann man sich über Bücher aneignen.

Einen geregelten Einstieg in diesen Beruf gibt es nicht; es empfiehlt sich somit, früh mit der Zauberkunst zu beginnen. Tatsächlich gibt es schon für Kinder entsprechende Zauberkästen, die zumindest das Interesse für die Zauberkunst wecken können.

Selbststudium und Schauspielschule

Hilfreich ist es immer, sich Vorstellungen anderer Zauberer anzusehen. Wie die Tricks funktionieren, wird man dadurch in der Regel nicht herausfinden - schließlich ist genau das Sinn solcher Tricks - jedoch kann man sich anschauen, welche Präsenz man auf so einer Bühne benötigt, welche Hilfsmittel verwendet werden, vielleicht auch, um Zuschauer abzulenken etc.

Hat man sich ein paar Tricks angeeignet, das Internet bietet in diesem Zusammenhang auch diverse Videos und Anleitungen, muss man diese immer und immer wieder üben. Das Selbststudium macht einen Großteil der Vorbereitung auf das Zaubererdasein aus.

Hilfreich ist der Besuch einer Schauspielschule. Hier erlernt man wichtige Fähgikeiten, um auf der Bühne zu glänzen.

Zauberkunst in Zauberschulen erlernen

Die richtige Kunst der Zauberei allerdings erlernt man ausschließlich in Zauberschulen. Hier werden die unterschiedlichsten Kurse angeboten - vom eintägigen Schnupperkurs über Intensivkurse bis hin zu speziellen Kinderkursen.

Zauberschulen gibt es in ganz Deutschland. Ortnahe Adressen findet man im Branchenbuch oder im Internet.

Einstieg in die Zauberei

Steht der Entschluss, Zauberer werden zu wollen, sollte man Kontakt zu einer Zauberschule und damit auch Kontakt zu erfahrenen Zauberkünstlern aufnehmen. Ein Schnupperkurs oder Workshop ist meist der Einstieg in die Zauberei.

Aufbauend darauf können Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene belegt werden. Hier werden sowohl die Grundtechniken der Zauberei gelehrt als auch die Fingerfertigkeiten trainiert.

Magischer Zirkel von Deutschland e.V.

Viele Zauberschulen bieten am Ende des Kurses die theoretische und praktische Abschlussprüfung an, die obligatorisch für alle Zauberer ist, die in den Magischen Zirkel von Deutschland e.V. aufgenommen werden möchten. Bei diesem Verein handelt es sich um eine internationale Vereinigung von Zauberkünstlern. Wer hier Mitglied ist, kann u.a. an nationalen und internationalen Meisterschaften teilnehmen.

Auftritte vor Publikum

Wer die Zauberei erlernt hat, möchte natürlich schnellstmöglich vor Publikum auftreten. Der Einstieg hierfür kann der Auftritt auf einem Kindergeburtstag oder in der Fußgängerzone sein.

Wer am Ball bleibt und kontinuierlich an seinen Zaubertricks arbeitet, kann bald auf größeren Bühnen auftreten und mit seinen Darbietungen sogar Geld verdienen. Ist dieses Ziel erreicht, hat man sich den Titel des Zauberers endgültig verdient.

Für den Auftritt vor Publikum sollte man gute Tricks beherrschen
Für den Auftritt vor Publikum sollte man gute Tricks beherrschen

Weiterbildung und Spezialisierung

Wenn man bemerkt, dass einem die Zauberkunst liegt und dass die Tricks auch bei den Zuschauern gut ankommen, kann man darüber nachdenken, sich fortzubilden und/oder sich auch auf bestimmte Bereiche zu spezialisieren. Angebote findet man in diesem Zusammenhang beispielsweise in der

  • Verschwindekunst
  • Manipulation
  • Straßenzauberei
  • Großillusion
  • Tischzauberei
  • Bühnenmagie oder
  • Mentalmagie.

Anforderungen

Um als Zauberkünstler zu arbeiten, sollte man einige Voraussetzungen mitbringen. Wer Zauberer werden möchte, sollte sich in erster Linie natürlich für Zauberei und Magie begeistern. Zudem sind

  • schauspielerisches Talent
  • artistische Fähigkeiten
  • Überzeugungskraft
  • Kreativität
  • Geschicklichkeit
  • schnelle Reflexe
  • Fingerfertigkeit und
  • Geduld

gefragt. Wer zukünftig Klein und Groß mit seinen Zaubereien verblüffen und eigene Tricks erarbeiten möchte, sollte mit vollem Herzen bei der Sache sein. Auch ist es immer hilfreich, das Publikum zum Lachen bringen zu können - Humor und Charisma sind somit weitere Voraussetzungen.

Berühmte Magier

Vorbilder zu haben, ist immer lohnenswert - so bleibt man motiviert. Auch im Bereich der Zauberkunst gibt es einige Menschen, die es weit gebracht haben. Zu den berühmtesten Magiern zählen bzw. zählten:

  • Harry Houdini, berühmt für seine Entfesselungskünste
  • David Copperfield, der als erfolgreichster Illusionist gilt
  • Johann Nepomuk Hofzinser, der Kartenkünstler des 19. Jahrhunderts
  • Jean Garin, in der digitalen Welt als Magier berühmt
  • Wiljalba Frikell, ein Manipulator, der ohne Hilfsmittel auskam
  • Siegfried & Roy, das wohl berühmteste Magierduo der Welt
  • Uri Geller, ist fest davon überzeugt, tatsächlich magische Kräfte zu besitzen

Grundinformationen und Hinweise zu Zauberkünstlern

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Close-up Of Magician Showing Trick © Andrey Popov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: magician showing trick with playing cards © Syda Productions - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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