Viele junge Menschen erträumen sich eine Karriere als Schauspieler. Dabei sind die Vorstellungen ihres Traumjobs nicht immer realistisch. Der Beruf des Schauspielers geht nicht automatisch mit großen Kino- und Fernsehrollen, gutem Verdienst und einem hohen Bekanntheitsgrad einher. Auch der Weg zum Schauspieler-Werden ist nicht so einfach, wie in diversen Casting-Shows in den Medien dargestellt.
Der Weg in den Schauspielberuf beginnt bereits bei den Voraussetzungen. Ohne das Talent, sich in Personen und Figuren hineindenken und sie glaubwürdig darstellen zu können, hat man bei keiner Schauspielschule eine Chance. Weitere Voraussetzungen sind eine gute Körperbeherrschung, eine aussagekräftige Gesichtsmimik, ein gutes Gedächtnis, Konzentration sowie eine gute psychische und physische Belastbarkeit.
Zudem sollte ein starkes Interesse an Theater, Tanz, Film und Funk vorhanden sein und der Bewerber sollte über gewisse Vorerfahrungen auf der Bühne verfügen, die z.B. über die Teilnahme an einer Theater-AG in der Schule oder über einen Lehrgang an einer Volkshochschule gegeben sein können.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, gibt es unterschiedliche Wege, um den Beruf des Schauspielers einzuschlagen. Der klassische Weg ist der Besuch einer Schauspielschule. An öffentlichen oder privaten staatlich anerkannten Schulen kann man sich für eine Ausbildung zum Schauspieler bewerben, mit der ein staatlich anerkannter Abschluss erworben werden kann.
Allerdings sollte man beachten, dass die Bewerberzahlen die Anzahl der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze bei Weitem überschreitet. Um die Chancen auf einen der begehrten Plätze zu erhöhen, sollte man in Erwägung ziehen, zunächst privaten Unterricht zu nehmen.
Bei der Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule muss man Vorsprechen und verschiedene Rollen darstellen. Oft kann man sich diese Rollen selbst aussuchen. Um erfolgreich durch das Bewerbungsverfahren zu kommen, sollte man zudem bekannte Autoren und Stücke der Weltliteratur, wie z.B. Shakespeare, Schiller, Goethe oder Ibsen kennen.
Die Ausbildung an einer Schauspielschule dauert 3-4 Jahre. Während an öffentlichen Schulen nur ein Semesterbeitrag fällig ist, kostet der Besuch einer privaten Schule mehrere tausend Euro pro Jahr. Die Ausbildungsinhalte sind dagegen gleich, sie reichen von Stimm- und Sprechtraining über Tanz und Improvisation bis hin zur Theatergeschichte und allgemein bildenden Fächern.
Neben dem Besuch einer Schauspielschule kann man auch an verschiedenen Castings teilnehmen oder sich bei einer Agentur bewerben und in eine Kartei aufnehmen lassen. Der Weg zur Schauspielerei führt dann meist über kleinere, unbezahlte Rollen als Komparse oder Laiendarsteller.
Dieser Weg zum Schauspieler-Werden hat den Nachteil, dass man keine anerkannte Ausbildung erhält, die die meisten großen Theater voraussetzen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
HEUTE | |
![]() | SCHAUSPIELER |
10.05.13 | |
![]() | SCHAUSPIELER |
07.02.13 | |
![]() | SCHAUSPIELER |
![]() | SCHAUSPIELER |
05.02.13 | |
![]() | SCHAUSPIELER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Schauspieler Forum


Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen und bewerten Sie ihn bitte: