Modenschauen - Merkmale, Ablauf und wichtige Fashion Weeks

Models in eleganter Abendgarderobe auf Catwalk

Als "The Big Four" gelten die bedeutendsten Fashion Weeks der Welt

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  • von Paradisi-Redaktion

Wer die aktuellen - und zukünftigen - Modetrends mitbekommen möchte, findet mit einer Modenschau die bestmögliche Adresse. Hier werden Models über den Laufsteg geschickt; diese präsentieren die neuen Kollektionen, je nach Veranstaltung handelt es sich dabei um die Werke namhafter Designer. Doch auch im kleineren Rahmen finden regelmäßig Modenschauen statt. Informieren Sie sich über die Merkmale und den Ablauf einer Modenschau und werfen Sie einen Blick auf die bedeutendsten Fashion Weeks der Welt.

Modenschauen - Merkmale und Ablauf

Unter einer Modenschau versteht man eine Veranstaltung, bei der Kleidermode präsentiert wird. Diese Präsentation erfolgt durch Models, die die Entwürfe tragen und auf dem Laufsteg, dem Catwalk vorführen.

Modenschauen sind weit verbreitet. Während kleinere Marken oftmals vom Designer selbst organisiert werden, gibt es weltweit zudem riesige Events, in denen namhafte Modeschöpfer als auch Models auftreten.

Ein definiertes Rahmenprogramm gibt es nicht. Die Präsentation steht natürlich im Vordergrund; je nach Größe der Veranstaltung können noch weitere Programmpunkte bestehen.

Die Modenschau ansich dauert in der Regel etwa eine Viertelstunde. Größere Modevents starten dabei mit einem Eröffnungsmodell. Nacheinander folgen die anderen Models; entweder trägt jedes von ihnen nur ein einziges Outfit, oder es wird sich zwischen den Läufen umgezogen.

Im Hintergrund einer solchen Veranstaltung sind zu diesem Zweck eine Menge Mithelfer notwendig, die beim Umziehen, Schminken und Stylen helfen. Was die Laufstile angeht, so gibt es Unterschiede: möglich ist

  • natürlich/klassisch (Prêt-à-porter)
  • sexy/dramatisch (Haute Couture) sowie
  • sportlich.

Die Models sind je nach Mode weiblich oder männlich; auch Kinder können bei solchen Veranstaltungen auftreten. Links und rechts vom Laufsteg sitzt das Publikum; die ersten Reihen sind für die "VIP"-Gäste reserviert, zu denen zum Beispiel Prominente und wichtige Kritiker zählen.

Bei einer Haute-Couture-Modenschau wird aufwendige Mode präsentiert; es handelt sich um handgefertigte Einzelstücke, welche man dem Models anpasst. Hier zählt die Trendvorgabe - die Modenschau ist enorm wichtig für das Image des Designers.

Die Kleidung der Prêt-à-porter Modenschau ist hingegen in der Regel in Standardgrößen verfügbar; auf den Markt kommt sie mitunter auch in großer Anzahl. Auf diese Weise wird sie auch von der Stange angeboten.

Zu den besonderen Modenschauen zählt die Plus-Size Modenschau. Bei dieser treten Models mit Konfektionsgrößen zwischen 38 und 56 auf.

Der passende Laufstil ist bei einer Modenschau sehr wichtig
Der passende Laufstil ist bei einer Modenschau sehr wichtig

Modewochen

Große Modeshows finden regelmäßig, meist zwei mal pro Jahr statt. Die bedeutenden Modefirmen veranstalten deren Schauen an festgelegten Zeitpunkten, um die Kleidung für die kommende Saison zu präsentieren.

Unter den zahlreichen regelmäßig veranstalteten Modenschauen erfreuen sich einige besonderer Bekanntheit...

"The Big Four" - Die bedeutendsten Fashion Weeks der Welt

Zweimal im Jahr herrscht Ausnahmezustand in Paris, Mailand, New York und London: Designer, Labels, Einkäufer, Fotografen, Models, Kritiker, Redakteure, Blogger und andere Modeverrückte fallen wie Heuschrecken in die Stadt ein. Man erkennt sie an ihren verrückten Looks – oder an ihrer schwarzen Uniform.

Mehrere Monate vor der "Saison" findet sich die Modeszene zusammen, um einen Blick auf die Kollektionen der Zukunft zu werfen. So etwa präsentieren die Designer ihre Herbst-/Winterkollektionen von Januar bis April, während die Fashion Week für die Frühjahrs-/Sommerkollektion irgendwann zwischen September und November stattfindet.

Einkäufer ordern hier ihr Sortiment, die Modepresse wie etwa die traditionsreiche "Vogue" oder die nicht minder renommierte "Elle" gibt ihrer Leserschaft einen ersten Einblick in "what's hot and what's not", Blogger kommentieren die zukünftigen It-Pieces von stilsicher bis satirisch. Doch allem voran geht es bei diesem "Modezirkus" natürlich darum, zu sehen und gesehen zu werden. Die FROWERS - kurz für: First Rowers, also jene Glücklichen, die in der ersten Reihe der Schauen sitzen dürfen - ziehen mindestens genau so viel Aufmerksamkeit auf sich wie die Kollektionen auf dem Runway.

So übersteht man die Fashion Weeks - Alessandra Ambrosio gibt hilfreiche Tipps

Sie gilt als eine der hübschesten Frauen der Welt. Bekannt ist Alessandra Ambrosio nicht nur durch die Werbekampagnen von "Victoria's Secrets", sondern sie stand schon für Größen wie Armane, Dior und Revlon vor der Kamera. Alessandra verriet nun gegenüber "Modelinia.com", dass für sie gesunde Ernährung die Basis dafür ist, die Fashion Weeks gut zu überstehen.

Sie schwöre auf grünen Saft, der frisch am effektivsten sei, aber auch in guten Geschäften zu bekommen ist. Um die langen Tage auf dem Laufsteg in hohen Schuhen zu überstehen, verwöhnt sich die Mutter von zwei Kindern hin und wieder mit einer Fußmassage. Backstage ist das Super-Model auch sehr genügsam. Ein paar Essig-Chips reichen ihr zum Glücklichsein.

Schauplätze der "Big Four"

  • Den Auftakt im jährlichen Reigen der Fashion Weeks macht New York Ende Januar, Anfang Februar. Hier sind die meisten Stars und Sternchen, Schauspieler, Models, It-Girls und andere Prominente, anzutreffen.

  • Danach zieht die internationale Modenation zur London Fashion Week, wo man sich traditionell avantgardistisch gibt.

  • Bei der darauf folgenden Fashion Week in Mailand geht es stilvoll und exklusiv zu. Kein Wunder, sind hier doch in erster Linie die italienischen Edelmarken von Gucci bis Armani, von Prada bis Versace, vertreten.

  • Den Höhepunkt im Terminplan der Fashion Weeks aber bildet Paris – und das durchaus zu Recht, hat die französische Metropole doch Maßstäbe in Sachen Mode gesetzt, die ihr den Ruf als Zentrum der modernen Mode des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts eingebracht haben. Vor allem die in Paris gefertigte, international be- und anerkannte Haute Couture sorgt dafür, dass die Stadt ihrem Renommee auch im einundzwanzigsten Jahrhundert gerecht wird.

    Für die Paris Fashion Week bedeutet dies, dass sich die einzelnen Labels und Designer allein durch die Inszenierung ihrer Shows gegenseitig zu überbieten versuchen – von ihren Entwürfen ganz zu schweigen, und zwar nicht nur, was die Haute Couture anbelangt, sondern durchaus auch bei den Prêt-à-Porter-Kollektionen.

Deutschland gewinnt an Bedeutung

Neben den "Big Four" New York, London, Mailand und Paris spielt aber auch zunehmend die Berlin Fashion Week eine Rolle im internationalen Modebusiness. Als man anfing, die bis dahin in Deutschland in Düsseldorf und Köln ansässigen Modemessen wie die Bread & Butter peu à peu nach Berlin zu holen bzw. eigens für Berlin Messen wie Premium kreierte, wurde die Hauptstadt oftmals noch als "Fashion-Bonsai" belächelt.

Nach einem eher ungünstigen Start am Bebelplatz ist die Berlin Fashion Week mittlerweile am Brandenburger Tor angekommen – und mit ihr auch ein steigendes Renommee. Allerdings blickt Berlin auch auf eine eigene Geschichte als Modemessestadt zurück. So beruft sich die traditionelle Berliner Messe "Durchreise", die zuerst im Jahr 1950 stattfand, ausdrücklich auf die Fortführung der Tradition durchreisender Tuchhändler im neunzehnten Jahrhundert.

Mehr als für Tradition steht Berlin allerdings für Urbanität, Innovation und Kreativität, weshalb die Berlin Fashion Week zunächst auch als Independent Messe galt. Mittlerweile holt sie kräftig auf und wird in nächster Zeit den "Big Four" wenn auch nicht den Rang ablaufen, so aber zumindest mit ihnen gleichziehen.

Die berühmtesten Modenschauen der Welt
Die berühmtesten Modenschauen der Welt

Im Folgenden gehen wir etwas genauer auf die erwähnten Fashion Weeks ein...

New York Fashion Week

Die New York Fashion Week hieß ursprünglich "Press Week", denn sie hatte den Zweck, die neuesten Kollektionen der Modedesigner der Presse vorzustellen, die ihrerseits wiederum bei ihren Lesern für Verbreitung sorgte. Die erste New York Fashion Week, als weltweit erste organisierte Fashion Week überhaupt, wurde erstmals im Jahr 1943 abgehalten. Zu einer Zeit, wo Modefachleute aufgrund des Zweiten Weltkrieges nicht nach Paris reisen konnten, bestand ihr ursprüngliches Ansinnen darin, auf die französische Mode aufmerksam zu machen.

Geschichte und Modemarken

Organisiert wurde die erste Fashion Week in New York von der Modepublizistin Eleanor Lambert, die es sich auch zum Ziel gesetzt hatte, neben der Pariser Mode amerikanische Designer zu zeigen, deren Innovationsgeist zu erlahmen drohte. Ausschließlich die Presse war zur ersten Fashion Week in New York zugelassen - Einkäufer mussten nach wie vor die Showrooms der Designer aufsuchen, um etwas aus ihren Kollektionen zu ordern.

Die Rechnung ging auf – in der "Vogue", die sonst gänzlich auf französisches Design setzte, wurden zunehmend auch amerikanische Modeschöpfer gezeigt. Der Kreis der Zuschauer – darunter Vertreter der

  • Modeindustrie
  • Modepresse
  • handverlesenen Prominenten und
  • Modeblogger

– ist heute zwar größer, erfolgt aber streng auf Einladung. Im Jahr 2009 kam es zu einem Wendepunkt, als viele Designer vorzogen, ihre Kollektionen nicht im gigantischen Modezelt im Bryant Park zu zeigen, sondern aus wirtschaftlichen Überlegungen kleinere Schauplätze wählten.

Andererseits machten es neue Technologien zu dieser Zeit möglich, dass Designer ihre Kollektionen über das Internet verbreiten und sich so ein neues Publikum erschließen können. Der ursprüngliche Zweck der Fashion Week wurde damit obsolet, vor allem, da sich manche Designer auch noch zu dem Schritt entschlossen, ihre Mode künftig ausschließlich online zu vertreiben.

Aber auch sonst macht der technologische Fortschritt vor der Modeszene nicht halt. So beispielsweise hat die amerikanische Linie "Polo Ralph Lauren Rugby" eine App für das iPhone entwickelt. Im selben Jahr wurde Mercedes Benz zum Hauptsponsor der New York Fashion Week, weshalb sie fortan den offiziellen Titel "Mercedes-Benz Fashion Week" trägt.

Der Vertrieb über das Internet eröffnet den Designern eine Möglichkeit, in der Rezession zu überleben. Viele haben sich aus wirtschaftlichen Erwägungen entschlossen, der New York Fashion Week völlig den Rücken zu kehren, denn um eine qualitativ hochwertige Laufstegshow zu präsentieren, mussten sie zuletzt mit Kosten von bis zu 750.000 US-Dollar rechnen.

Kein Wunder, dass die Designer der New York Fashion Week, darunter Labels wie Betsey Johnson, Vera Wang, Nicholas K, Mara Hoffman oder Sergio Davila, versuchten Kosten zu sparen, wo nur irgend möglich. So etwa zeigten sie ihre verschiedenen Sub-Linien in einer Show. Zu einem großen Trend entwickelte sich 2009 auch die so genannte rezessionsfreundliche Mode – Stücke, die mehr als eine Saison lang en vogue bleiben, oder die umkrempelbaren Blazer von Karen Walker, mit denen der Kunde gewissermaßen zwei Kleidungsstücke zum Preis von einem erhält.

Location und Termine

Im September 2010 zog die Mercedes-Benz Fashion Week vom Bryant Park ins Lincoln Center for the Performing Arts in den Damrosch Park um. Zudem ging man eine Kooperation mit der Softwareneuentwicklung "Fashion GPS" ein, um den Gästen einen schnelleren Check-in und eine komfortablere Platzierung zu ermöglichen.

Bis Sommer 2015 fand die New York Fashion Week zweimal pro Jahr statt - einmal im Februar und einmal im September. 2016 kam es zur ersten Men's, um auch Herrenmode zu präsentieren. Seitdem findet das Event viermal jährlich statt: die Damen-Fashionweek im Februar und im September, die Herren-Fashionweek im Januar/Februar und im Juli.

Designer Richie Rich schickt keine gewöhnlichen Models auf den Laufsteg der Fashion Week

Designer Richie Rich vom Modelabel "Heatherette" sorgte gleich zu Beginn der New York Fashion Week für einen Hingucker. Der schräge Modezar schickte nicht wie andere Modedesigner professionelle Models auf den Laufsteg, sondern die Talskshow- und Comedyqueen Ellen DeGeneres. Diese sorgte mit ihrem außergewöhnlichen Auftritt für viel Wirbel, stolzierte sie doch mit urkomischer Mimik und in einer sehr merkwürdigen Gangart über den Laufsteg der Fashion Week.

In den letzten Jahren schickte Richie Rich Pamela Anderson und Paris Hilton in seinen Roben auf den Catwalk.

Frühling/Sommer 2011 auf der New Yorker Modemesse: der Trend ist weiß, hell und klassisch

Schaut man sich die Catwalks der New Yorker Modewoche an, so sind die Trends für die kommende Frühlings-/Sommer-Saison klar. Es wird hell – die Farben weiß bis champagner sind besonders modern; es wird klassisch - also hohe Taillen und weite Beine; und es wird edel – Stickereien, Lochmuster, Spitze.

Beim Chefdesigner von Lacoste, Christophe Lemaire, erkennt man ganz klar einen Faible für den typischen Tennis-Style der 20er. In Bezug auf Stoffe kommt besonders Leinen wieder groß raus, ebenso Popeline-Stoff und klassische Baumwolle.

Neue Trends auf der New Yorker Modewoche

Im Lincoln Center findet bis einschließlich heute die New Yorker Modewoche statt. Amerikanische und internationale Designer stellen ihre Kollektionen für den Frühling und den Sommer 2011 vor. Bisher gingen die Models dabei ziemlich bunt über den Laufsteg.

So trugen sie Farben und Muster, die an die 70er Jahre erinnerten. Enge Strickkleider, riesige Hüte und Hosenröcke mit großen Blumen verziert dominierten auf der Messe. Donna Karan, die bekannt dafür ist, Mode in Schwarz zu entwerfen, überraschte mit hellen Farben wie beige, kombiniert mit einem schimmernden Hauch.

Erstmals mollige Models bei der New York Fashion Week

Nach 46 Jahren New York Fashion Week gab es in diesem Jahr zum ersten Mal Plus Size Models auf dem Laufsteg zu sehen. Vom Publikum, in dem sich unter anderem die Schauspielerinnen Gabourey Sidibe und Nikki Blonsky fanden, gab es Standing Ovations. Die allgemeine Stimmung zeigte sich ausgesprochen positiv der Entwicklung gegenüber, man sprach von Inspiration und Selbstbewusstsein für viele Frauen dieser Welt.

Unter den Models waren viele prominente Gesichter der Puls-Size-Szene wie Toccara Jones und Lizzie Miller. Sie liefen für das Modelabel "OneStopPlus", welches Mode für Frauen ab Kleidergröße 44 herstellt.

Gwen Stefani's Auftritt bei der New York Fashion Week

Auch dieses Mal war Gwen Stefani bei der New York Fashion Week, aber nicht als Zuschauer sondern als Designerin. Denn als krönenden Abschluss zeigten die Models ihre neuste LAMB Kollektion für Frühling/Sommer 2011.

Getreu dem Motto "Afrika" schillerte jedes einzelne Kleidungsstück in einer Farbenpracht aus ocker, khaki, blau, braun und rot mit schwarzen, weißen oder grauen Highlights. Die weiblichen Rundungen standen bei dieser Kollektion besonders im Vordergrund und sollten bei jedem Stück zur Geltung kommen und das haben sie auch geschafft. Von Jacken über Kleider bis hin zu Hosenanzügen und bauchfreien Pullovern war für jeden Geschmack etwas dabei. Zum Schluss präsentierte sich noch die Designerin höchstpersönlich im eigens kreierten Hosenrock und Blazer auf dem Catwalk.

Fashion Week für Mollige in New York

Da das Schönheitsideal der Modewelt in der Regel relativ weit an der Lebensrealität der meisten Damen weltweit vorbei geht, war in den vergangenen Jahren eine Trendwende hin zu normalgewichtigen und alltäglichen Frauen in der Werbung zu beobachten. Auch stärker übergewichtige Frauen erhalten in der Branche immer mehr Aufmerksamkeit, wie die Plus-Size-Models etwa auf der Vogue und bei der "Full Figured Fashion Week" zeigen.

Gwen DeVoe hat diese Fashion Week für Mollige gegründet, weil sie der Meinung war, diese würden in der Modewelt keine Beachtung finden. Auch seien in Stores von GAP oder H&M meist nur kleine Ecken für Übergrößen reserviert, und angemessene Beratung gebe es nicht.

Vielfalt bei der New Yorker Modewoche

Die New Yorker Modewoche zeigt sich insgesamt äußerst vielfältig. Doch in diesem Jahr wurden einige Designer vom Sport inspiriert. So liefen die Models von Joseph Altuzarra in Motorradjacken, während Designer Alexander Wang eher von Rennfahrern motiviert wurde. Jason Wu setzte auf Stoffe, die atmungsaktiv sind und kombinierte diese mit hauchdünnen Materialien wie Seide und Organza.

Was in den Frühjahrs- und Sommerkollektionen für das nächste Jahr auffällt, sind die weichen Konturen. Die Schultern werden hingegen wieder betont. Zu Motorradjacken und Blazern werden fließende Stoffe kombiniert. Tommy Hilfiger setzt auf Jumpsuits und Hemdkleider, die dennoch äußerst weiblich wirken. Donna Karan zeigte neben klassischen Kreationen fürs Büro hinreißende Abendkleider, die jeder Frau schmeicheln. Hautenge Kleider präsentierten die Models von Victoria Beckham. Insgesamt eine bunte, vielseitige Show.

Zwischen Kunst und Kommerz: Die New Yorker Fashion Week

Wo man sich zwischen etablierten Namen behaupten muss, da darf es getrost etwas schriller zugehen

Model in weißem Hosenanzug und Handtasche läuft über den Laufsteg
fashion model on podium © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

Wer hat behauptet, dass große Mode nur in Mailand oder Paris gemacht wird? Auch die New Yorker Fashion Week hat sich längst zum absoluten Branchenliebling gemausert. Dabei ticket die Modebranche hier immer noch ein wenig anders als im fernen Europa.

Mode zwischen Kunst und Kommerz

Im Gegensatz zur extravaganten Haute Couture mit ihren teilweise gar untragbaren Entwürfen setzt man im Big Apple auf Mode, die den Spagat zwischen Kunst und Kommerz versucht. Hier stürmen nicht nur die großen Designer, sondern auch die großen Modelabels auf die Laufstege: Diesel ist seit vielen Jahren dabei, und auch der amerikanische Jeans-Gigant Levi´s hat sich inzwischen seinen Platz im Modezirkus gesichert. Ganz zu schweigen von Namen wie

  • Donna Karan,
  • Calvin Klein oder
  • Ralph Lauren,

die als Mode-Urgesteine tragbare und doch kreative Kollektionen über den Laufsteg schicken.

Aufstrebende Jungdesigner bei der Arbeit

Trotzdem hat die New Yorker Fashion Week immer wieder auch Ausgefallenes zu bieten. Oder vielleicht gerade deshalb? Denn wo man sich zwischen etablierten Namen behaupten muss, da darf es schon ein wenig lauter, bunter und schriller zugehen als anderswo.

Nicht zuletzt ist die Fashion Week daher ein tolles Event für alle, die aufstrebende Jungdesigner entdecken möchten - von denen die besten und kreativsten vielleicht schon in einigen Jahren ebenfalls ganz vorne mitspielen.

Zac Posen und Victoria Beckham begeistern bei Modewoche in New York

Zac Posen hat mit seiner Show bei der Modewoche in New York bei Presse und Publikum stark gepunktet. Neben seinen tollen Designs fiel indes auch der enorm hohe Promi-Anteil unter seinen Models auf.

Naomi Campbell betrat als erste für Posen den Laufsteg in einem weißen Kleid mit Blumenprint in Korallentönen. Auch Karolina Kurkova war mit von der Partie und trug ein Bustierkleid in Silber.

Ebenfalls viel Lob einheimsen konnte übrigens auch Victoria Beckham mit ihrer Kollektion. Unter den Augen ihres stolzen Ehemanns David Beckham präsentierte das Ex-Spice Girl in der New Yorker Public Library eine farbenfrohe und weibliche Frühjahrskollektion, in der besonders die Farben Rot, Weiß und Schwarz im Vordergrund standen.

Marc Jacobs präsentiert nahezu die gesamte Frühlingskollektion in schwarz-weißem Zebra-Muster

Unter den wachsamen Augen von unzähligen Journalisten und Promis wie Ricky Martin oder Kelly Osbourne präsentierte Marc Jacobs bei der Modewoche in New York seine aktuelle Frühjahrskollektion für 2013.

Die meisten Designs waren dabei in Schwarz-Weiß gehalten. Besonders auffällig war die häufige Wiederholung von Zebramuster in allen Variationen. So gab es lange und langärmelige Kleider in schwarz-weißen Längsstreifen ebenso zu sehen wie gestreifte Schuhe. Auch als Querstreifen konnte man den Zebra-Look sehen. So wurde etwa eine Kombination aus einem knielangen Rock und einem T-Shirt gezeigt, das aus schwarzen und weißen Balken bestand.

Vereinzelt gab es Details in Blau (einen XXL-Rüschenkragen) oder aber in Beigetönen zu sehen. Es sei sehr schnökellos und anschaulich gewesen, erklärte der Kreativchef des Magazins "O", Adam Glassman.

Hohes Lob für Oscar de la Renta und Michael Kors bei der New Yorker Fashion Week

Zu den absoluten Highlights der New Yorker Modewoche gehörten die Shows von Michael Kors und Oscar de la Renta. Letzterer erhielt für seine farbenfrohe Kollektion für den Frühling und Sommer 2013 den Ritterschlag von Vogue-Chefin Anna Wintour. Die Designs seien großartig gewesen, hatte sie danach gesagt.

Eher nicht so bunt ging es bei Michael Kors zu. Er schickte seine Models in schlichten, meist schwarzen Kleidern, die bis zum Boden gingen, auf den Laufsteg. Raffiniert waren hier jedoch die Details und Aussparungen. So waren die Kleider teils aufregend geschlitzt. Ein Entwurf zog mit Aussparungen in dreieckiger Form im Rippenbereich und einem ausgesparten Rücken alle Blicke auf sich. Auch farbige Elemente in Knallgrün oder einem satten Rot waren zu sehen. Reißverschlüsse spielten auch hier eine große Rolle. Zu einigen Designs ließ Kors seine Models auffallend große, rote Sonnenbrillen tragen, die ein wenig an Schweißerbrillen erinnerten.

Bei der Show zeigten sich Stars wie Jennifer Hudson und Heidi Klum. Kors gehört traditionell zu den absoluten Lieblingen der Promis - sogar US-Präsidentengattin Michelle Obama trägt seine Kleider.

Beschwingt, jugendlich, frisch: Oscar de la Renta zeigt Latex und viel Farbe bei Modewoche

Oscar de la Renta ist eigentlich eher der Mann für die ganz großen Auftritte - seine Abendroben sind regelmäßig bei Oscar-Verleihungen und auf anderen roten Teppichen zu sehen und auch seine opulente Brautmode ist bekannt.

Bei der New Yorker Modewoche zeigte der Designer für die kommende Frühlingssaison mal eine andere Seite von sich. Die insgesamt 60 Designs kamen frisch und jugendlich in Farben wie Gelb pder Pink daher. Es dominierten zweiteilige Designs wie etwa das von Model Karlie Kloss präsentierte Outfit bestehend aus einem Latex-Oberteil in Korallenrot und einem engen Bleistiftrock sowie einem Blazer in Marineblau. Latex tauchte immer wieder auf, egal ob als Material oder als Detail.

Natürlich gab es aber auch Kleider zu sehen wie etwa ein schmales schwarzes Kleid, das mit Details aus Chiffon versehen war.

New York Fashion Week - Zum Ende gibt es knallig bunt und schlicht schwarz-weiß

Am vergangenen Donnerstagabend ging die Fashion Week in New York zu Ende. Während das Augenmerk in diesem Jahr vor allem auf den Kollektionen von Katie Holmes und Victoria Beckham lag, überzeugten gegen Ende vor allem Calvin Klein und Ralph Lauren mit ihren Entwürfen für das kommende Frühjahr und den Sommer, auch wenn beide Designer völlig unterschiedliche Ideen hatten.

Während Ralph Lauren von den Farben und Schnitten Mexikos inspiriert worden zu sein schien und seine Models in knallig bunten Boleros, Ponchos und Rüschenblusen über den Laufsteg schickte, setzte Calvin Klein ausschließlich auf schlichte schwarz-weiße Schnitte.

New York Fashion Week dieses Jahr ohne Katie Holmes

Werden wir Zeuge des Endes einer Blitzkarriere, oder eines cleveren Schachzugs der Designerin?

Roter Teppich auf einer kurzen Treppe vor einem prunkvollen Gebäude
Roter Teppich © Jörg Lantelme - www.fotolia.de

Wie bereits viele andere Promis vor ihr, so hat auch Schauspielerin Katie Holmes im letzten Jahr den Schritt unter die Modeschöpfer gewagt. Gemeinsam mit der erfahrenen Designerin Jeanne Yang kreierte sie eine ganze Kollektion, die auf der New Yorker Fashion Week 2012 ihr Debüt feiern durfte. Nach den bei Branchenneulingen üblichen Zweifeln wurden die Kreationen von "Holmes & Yang", so der Name des Labels, durchaus wohlwollend aufgenommen.

Ende einer Blitzkarriere, oder...

Trotz guter Kritiken verkündete Holmes jetzt ihre Absage für die kommende Fashion Week 2013. Genaue Gründe hierfür ließ sie nicht verlauten - Gerüchte, ihre Blitzkarriere in der Modebranche könnte bald schon wieder passé sein, halten sich jedoch hartnäckig.

Die Ex von Tom Cruise und Mutter der gemeinsamen Tochter Suri ließ jedoch keine Zweifel gelten und erklärte, Kundinnen für "Holmes & Yang" könnten sich für eine private Präsentation anmelden. Die neue Kollektion soll sich durch gekonnten Purismus mit klaren Schnitten und edlen Materialien von Wildleder bis Seide auszeichnen.

Cleverer Schachzug der Designerin?

Allen Unkenrufen zum Trotz könnte Katies Entscheidung übrigens auch ein äußerst cleverer Schachzug sein: Denn auch in Paris gab es im letzten Jahr Designer, die sich gegen eine öffentliche Schau und für private Veranstaltungen im intimeren Rahmen entschieden. Wer weiß, vielleicht kann die Schauspielerin mit Design-Ambitionen das Interesse an ihrer Kollektion so noch weiter steigern?

New York Fashion Week: Rachel Comey überzeugt mit cooler Kollektion

Das Publikum zeigte sich äußerst angetan von Comeys Material- und Stilmix

Model in weißem Hosenanzug und Handtasche läuft über den Laufsteg
fashion model on podium © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

Paris mag die Hauptstadt der Haute Couture sein, zu den coolsten Hotspots für urbane Mode zählen jedoch längst andere Fashionmetropolen. Allen vorran der "Big Apple", der auch in diesem Jahr wieder zur New York Fashion Week lud.

Fast 300 Designer präsentieren hier ihre Ideen für das kommende Modejahr 2013, darunter vielversprechende Newcomer und natürlich auch alteingesessene "Locals" - wie Rachel Comey, die bereits seit knapp 15 Jahren im Geschäft ist und noch immer zu den heißesten Fashionversprechungen zählt, die NYC zu bieten hat.

Fashion Week-Auftakt mit Comey

Mit nicht einmal 40 Jahren und jeder Menge Erfahrung im Gepäck bringt Comey Jahr für Jahr Kreationen auf den Laufsteg, die jeder haben will: Kritiker und Kunden, Männer wie Frauen. Kein Wunder, dass Rachel Comey dann auch zu den ersten Modeschöpfern zählte, die ihre Kollektionen schon zum Auftakt der berühmten Modewoche präsentieren durften.

Das perfekte Sommeroutfit

Der Applaus ließ ob der coolen Kreationen nicht lange auf sich warten: Das Publikum zeigte sich äußerst angetan von Comeys Material- und Stilmix. Mühelos kombinierte die Designerin grungy Strick zu verruchtem Leder und stattete ihre Models größtenteils mit lässigen Sonnenbrillen aus.

A propos Sommer - für die sommerlicheren Tage hatte die Designerin selbstverständlich auch das passende Outfit im Repertoire: Lässige sandfarbene Sakkos wurden hier zu kurzen Hosen präsentiert, gedeckte Farben und auffällige Prints mit Zitronengelb oder Royalblau kombiniert.

New York Fashion Week: Hunderttausende Gäste erwartet

Zur Fashion Week erwacht das winterliche New York zu neuem Leben

Großstadt - Manhattan Panorama bei Abenddämmerung in New York, viel Beleuchtung
new york / manhattan bei nacht © Jürgen Kroder - www.fotolia.de

Neben Paris, Mailand und London zählt heute auch New York zu den ganz großen Playern im internationalen Modebusiness. Besonders geschätzt wird die Fashion Week im Big Apple für ihren Ideenreichtum - rund 280 Designer, darunter viele "Locals", präsentieren ihre teils ausgefallenenen, immer aber lässigen Kreationen einem begeisterten Publikum.

Newcomer und alte Hasen

Newcomer sind dabei ebenso vertreten wie legendäre amerikanische Modehäuser, die seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Namen der Branche zählen. Hunderttausende Gäste werden auch in diesem Jahr wieder erwartet, darunter neben Modejournalisten und natürlich Einkäufern auch jede Menge modebegeisterte Blogger, die einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen.

Trends und Eigenheiten

Und so unterschiedlich die jeweiligen Kollektionen auch ausfallen werden, einiges bleibt doch immer wieder gleich: Zur Fashion Week erwacht das zu dieser Jahreszeit traditionell eher verschlafene New York nochmals zu völlig neuem Leben. An jeder Straßenecke prägen extravagant gekleidete Fashionfans das Bild.

Ökologisch korrekt liegt übrigens auch im Big Apple voll im Trend - Model Agyness Deyn beispielsweise war berühmt dafür, nur mit dem Rad von Show zu Show zu düsen. Und selbstverständlich werden auch in diesem Jahr wieder jede Menge Promis in den Frontrows sitzen, um die Schau mit ihrem Namen zu schmücken - und natürlich, um jede Menge Trends aus nächster Nähe zu begutachten.

Verführung pur: La Perla auf der New York Fashion Week

Nicht nur Prominente sind angetan von der sinnlichen Dessousmode des beliebten Labels

Junge Frau in Dessous sitzt auf dem Boden
Pose klassisch © Udo Kroener - www.fotolia.de

Wenn es um verführerische Dessous mit extrem hohem Stylefaktor geht, dann fällt unter Fashionistas immer wieder ein Name: La Perla. Das italienische Traditionshaus wurde bereits 1954 gegründet - und hat bis heute nichts von seinem Charme verloren. Wie kaum ein zweites Label schafft es La Perla, Sinnlichkeit und Stilbewusstsein miteinander zu verknüpfen.

Farben, Stoffe und Schnitte

Wie das konkret aussieht, davon konnten sich die illustren Gäste der labeleigenen Show im Rahmen der New Yorker Fashion Week selbst überzeugen. Präsentiert wurden die Kreationen für die Modesaison 2013 im angesagten Dream Downtown Hotel, mitten im hippen Meatpacking District. Auffällig:

  • Schwarz
  • und Sand

scheinen die Dessousfarben der Stunde zu sein,

  • raffinierte Cut-Outs und
  • transparente Stoffe

verliehen den einzelnen Kreationen den letzten Schliff.

Prominenz im Publikum

Ein tolles Label, ein tolles Event - klar, dass hier die Prominenz nicht lange auf sich warten ließ. Einmal ganz davon abgesehen, dass Dessous spätestens seit der Wiederentdeckung der Burlesque-Kultur durch Stars wie Dita von Teese als extrem angesagt gelten. Zur La Perla Show kam alles, was Rang und Namen hatte. Allen voran Olivia Palermo, die dieser Tage ein häufig gesehener Gast auf den Schauen der New Yorker Fashion Week sein dürfte.

New York Fashion Week im Zeichen von Schnee und Eis

Der Wettergott hatte in letzter Zeit wirklich kein Erbarmen mit der amerikanischen Ostküste. Erst Hurrikan "Sandy", jetzt Schneesturm "Nemo" - und der kommt gerade pünktlich zur New Yorker Fashion Week.

Am Rande des Modespektakels, bei dem rund 280 Designer vom Newcomer bis zum etablierten Label ihre Kollektionen für 2013 präsentieren, kam es wetterbedingt denn auch zu der ein oder anderen Panne. Mancherorts fehlte ein lange angekündigter Promi-Gast, an anderer Stelle ein Kleidungsstück, das nicht mehr rechtzeitig zur Show herangeschafft werden konnte. Alles in allem aber ließ sich der Start der berühmten Modewoche erstaunlich unkompliziert an.

Ein kleiner Hinweis auf die heftige Wetterlage ergab sich auch aus den Outfits der Modewochen-Besucher: Wo sonst auch schon einmal im Februar kurzes Beinkleid getragen wird, da herrschte jetzt absolute Schneebekleidung. Hohe Stiefel statt Highheels, dicke Mäntel und Pelzmützen waren für viele Modebegeisterte ein absolutes Muss.

Wobei sich zeigte: Man muss eben nicht immer kurze Röcke und hohe Plateaus tragen, um styletechnisch ganz vorne mitzuspielen - und umgekehrt muss man bei Kälteeinstürzen nicht unbedingt zur praktischen, aber charmelosen Funktionskleidung greifen. Auch aus Schnee und Eis lässt sich in Sachen Mode eine Menge Gutes machen.

Witzig oder fies? Models müssen blind laufen

Mit fast 300 Designern und nochmal so vielen Shows und Events muss man sich schon etwas einfallen lassen, um auf der New Yorker Fashion Week herauszustechen. Hochkarätige Kollektionen und spektakuläre Locations hat hier schließlich jeder im Angebot. Und auch mit prominenten Gästen in der Front Row lockt kein Designer hinterm Ofen hervor - die gehören selbstverständlich ebenfalls längst zum Standard einer jeden Präsentation.

Nein, wer wirklich - und sei es nur für einige Tage - Tratschthema Nummer Eins im Big Apple sein möchte, der muss ein bisschen mehr Kreativität an den Tag legen.

So wie Alexandre Herchcovitch: Der Brasilianer ließ seine Models mit verbundenen Augen über den Catwalk schreiten. Fies oder eine witzige Idee? Dem Publikum schien es zu gefallen. Und die Models nahmen die Herausforderung offenbar auch gern an, hier einmal nicht wegen schwindelerregender High Heels, sondern wegen ganz oder teilweise verschleierten Augen über den Laufsteg zu stolpern.

Wobei "stolpern" definitiv das falsche Wort wäre: Alle Teilnehmerinnen haben sich wacker geschlagen. Und die aufwändig gestalteten Kleider, mit viel Volumen und oft auch sehr viel Haut, würdevoll über den Catwalk getragen.

Fashion Week in New York: Wie steht es mit der Vielfalt?

Grau, wohin man auch schaut: Der Big Apple ist zu dieser Jahreszeit eher ein trostloser Ort. Die Parkanlagen, die im Sommer Tausende Menschen zur Pause mitten in der City laden, warten noch auf die ersten grünen Sprossen. Viele Häuserwände erscheinen in matschigem Schlammgrau, und auch der Himmel ist im Februar oft noch sehr trüb.

Doch zum Glück gibt´s ja die alljährliche Fashion Week, zu der Modehungrige aus aller Welt anreisen. Die bringt ordentlich Farbe nach New York - mit den Kleidern ihrer Besucher, aber auch auf den Laufstegen. Galten bisher häufig cooles Schwarz und puristisches Beige als Aushängeschild des urbanen New Yorkers Styles, zeigen sich die Kreationen der Fashionweek in diesem Jahr auch einmal in leuchtendem Zitronengelb, Royalblau oder Pink. Auch wilder Mustermix wurde von vielen Designern für die Modesaison 2013 präsentiert.

Am Rande der jährlichen Schauen machen sich auch die Macher des Online-Magazins "Jezebel" so ihre Gedanken zur Vielfalt auf den Laufstegen. Ihr Anliegen sind jedoch nicht die Stoffe und Schnitte der Designer, sondern jene Models, die eben diese Entwürfe tragen.

Als wacher Beobachter der Fashion Week weiß "Jezebel", dass ein Großteil aller Laufstegschönheiten noch immer weiß ist - dunkelhäutige oder asiatische Models werden deutlich seltener gebucht. Während die Bevölkerung New York Citys also multiethnisch und enorm vielfältig ist, wird eben diese Vielfalt auf dem Catwalk kaum repräsentiert.

Allenfalls als "Exoten" neben zahlreichen weißen Models haben afro-amerikanische oder asiatisch aussehende Schönheiten überhaupt eine Chance. Dieser Trend scheint sich leicht zu wenden, eine richtiggehende Veränderung ist aber (noch?) nicht in Sicht.

Oscar de la Renta auf der New Yorker Fashion Week

Während andere in seinem Alter längst im Ruhestand sind, denkt Oscar de la Renta nicht ans Aufhören. Der in der Dominikanischen Republik geborene New Yorker zählt auch mit 80 Jahren noch zu den ganz großen Namen der weltweiten Fashionbranche. Von seinem Ausnahmetalent und der absoluten Stilsicherheit konnte sich auch 2013 wieder ein begeistertes Publikum auf der New Yorker Fashion Week überzeugen.

Oscar de la Renta präsentierte das, was er am besten kann und offenbar auch am liebsten entwirft: Aufwändig drapierte Abendroben und Ballkleider, die vor Glamour und Eleganz nur so strotzen. Besonders hübsch: Ein mit Federn und Strass besetztes Exemplar, das ganz im Stile der 20er Jahre daherkam. Und auch die weniger opulenten Stücke der Kollektion, die Mäntel und Business-Anzüge, Kleider und Capes wussten mit der richtigen Balance aus Innovation und Stilbewusstsein zu gefallen.

Was einige Branchenkenner erstaunte: John Galliano, der ehemalige "Dior"-Chefdesigner, war nirgendwo zu sehen. Im Vorfeld der Schauen war bekannt geworden, dass Galliano aktuell in de la Rentas Atelier mitwirkt - wohl auch, um nach seinem unehrenhaften Rauswurf wieder Fuß zu fassen in der Modeszene. Oscar de la Renta hingegen kommentierte die Zusammenarbeit mit seinem britischen Kollegen gewohnt knapp.

In einem Interview erklärte er, Galliano solle gern bei ihm bleiben. Gleichzeitig war es dem Modeschöpfer aber wichtig zu betonen, dass die aktuelle Kollektion ganz seine Handschrift trage und zu einem Großteil bereits fertiggestellt war, als Galliano in sein Atelier kam.

New York Fashion Week - Dennis Basso verschärfte Sicherheitsvorkehrungen für Pelz-Schau

Zu seinem 30. Jubiläum auf der diesjährigen New York Fashion Week, zeigte Dennis Basso eine ganz besondere Pelzkollektion. Damit die Show nicht von Tierschützern überlaufen wird, ließ der Designer, der für seine Pelzoutfits bekannt ist, die Sicherheitsvorkehrungen enorm verschärfen.

Jeder der hauptsächlich prominenten Gäste wurde vom Sicherheitspersonal am Eingang gefilzt, bevor sie in den Reihen platznehmen durften. Für manch einen eine befremdliche Situation. Doch die Show dürfte alles wieder wettgemacht haben. Nahezu jedes Outfit hatte ein Detail aus Pelz.

Der Höhepunkt der Show war der letzte Look: ein blaues Abendkleid mit gestuftem Rock, der fast die gesamte breite des Laufstegs einnahm und darüber ein Oberteil aus glänzend blauem Leder, das aussah wie Reptilien-Haut.

Diesel Black Gold: Ein Norweger in New York

Erst im späten Herbst des letzten Jahres wurde bekannt gegeben, dass Andreas Melbostad der neue Kreativchef hinter Diesel Black Gold, der rockigen Exklusivlinie des italienischen Modegiganten, werden wird. Schon wenige Monate später debütierte der gebürtige Norweger nun auf der New Yorker Fashion Week.

Dass er wenig Zeit hatte, seine Ideen in die Tat umzusetzen, sah man der Kollektion überhaupt nicht an. Ganz im Gegenteil: Melbostad kombinierte cooles Schwarz und metallischen Schimmer, Leder und Seide, als ob er nie etwas anderes getan hätte. Und so passte das italienische Modelabel einfach perfekt in den Big Apple - viele Kreationen sahen aus, als seien sie direkt einem hippen Bewohner der Stadt vom Leib gerissen worden.

Fulminantes Debüt in New York für den Norweger, der seine langjährige Berufserfahrung bei unter anderem Alber Elbaz, Yves Saint Laurent und Nina Ricci hier gewinnbringend einfließen lassen durfte.

GNTM-Gewinnerin Luisa Hartema startet bei Modewoche in New York durch

Nicht alle Teilnehmerinnen bei "Germany's Next Topmodel" haben es geschafft, in der Modewelt Fuß zu fassen. Einige sind von der Bildfläche verschwunden, wieder andere sind vor allem in der Werbung und im Fernsehen präsent. Gut gebucht ist nach wie vor Sara Nuru, und auch Lena Gercke hat für illustre Modehäuser gearbeitet.

Mittlerweile zeichnet sich immer mehr ab, dass die Gewinnerin der letzten Staffel, Luisa Hartema, ebenfalls ganz gut in der Modewelt dasteht. Für das Label "Czar by Cesar Galindo" durfte sie in diesem Jahr sogar auf der Modewoche in New York laufen - in der Branche so etwas wie ein Ritterschlag. Hinzu kamen diverse Jobs auf der Modewoche in Berlin im Januar.

Auch privat läuft es gerade rund für die 18-Jährige. Bei Twitter präsentierte sie unlängst ihren neuen Freund, Modelkollege Keno Weidner, der wie Luisa ebenfalls aus Ostfriesland kommt.

Herbst/Winterkollektion von Marc Jacobs: Glamour und Melancholie

Hurrikan "Sandy" verursachte im letzten Herbst starke Schäden im Großraum New York. Betroffen war auch Designer Marc Jacobs, der gezwungen war, sein Haus zu verlassen. Diese Erfahrungen spiegelten sich nun auch in der neuen Herbst/Winterkollektion wider, die Jacobs auf der New York Fashion Week präsentierte. Seltsam melancholisch zeigten sich seine Entwürfe, die zugleich glamourös wirkten, ab er auch einen Hauch von Traurigkeit ausstrahlten.

Zu sehen waren unter anderem Hotpants und Anzüge, aber auch Bleistiftröcke und elegante bodenlange Kleider in Farbtönen wie Gold oder Dunkelrot. Ein besonderer Hingucker war der knielange Abendmantel, der mit lila Glitter und einem pelzbesetzten Revers beeindruckte. Wie andere Designer zuvor zeigte auch Jacobs Mäntel mit gerundeten Schulterpartien, die sich als einer der stärksten Trends der diesjährigen New York Fashion Week herausstellten.

Neben dem guten alten Kamelhaarmantel wagt auch der Pelzmantel ein Comeback. Dabei handelt es sich jedoch heute in erster Linie um politisch korrekte Kunstpelzmäntel. Bodenständiger kam die Kollektion der Zweitlinie "Marc" daher: Hier setzte Jacobs vor allem auf Retro aus den 40er und 70er Jahren mit strengen Schnitten und Karomustern.

Zurück zu alten Leisten: Die New Yorker Fashion Week

Jede Modewoche hat so ihr ganz eigenes Image. In Paris ist die höchste Schneiderkunst zu Hause, in Mailand geht es klassisch elegant wie eh und je zu. London ist bekannt für seinen schrillen Style, der sich auch in den Designs der Metropole niederschlägt. Und New York? Hier besinnt man sich gern auf das Wesentliche, trägt urbane Coolness zur Schau - für einen Look, der niemals pompös, aber gern einmal ein bisschen ausgefallen sein darf.

Diese entspannte Grundhaltung war auch bei der gerade beendeten Modewoche wieder zu entdecken. Nachdem in den vergangenen Jahren Mut zum Mustermix, zum Colour Blocking und zu aufwändigeren Details gezeigt wurde, besannen sich die Designer des Big Apple in diesem Jahr wieder auf ihre typische Handschrift.

Zugegeben, "Marc by Marc Jacobs" zeigte Herbstprints in 70-er Jahre Farben. Und auch auf anderen Laufstegen waren zumindest einige Farben vertreten. Grundsätzlich aber dominierten dezente Farben und clevere Schnitte, die das entspannte und zugleich sehr präzise Modegefühl New York Citys perfekt auf den Punkt brachten.

Abschluss der New York Fashion Week: Minimalismus bei Calvin Klein

Zum Abschluss der New York Fashion Week präsentierte Stardesigner Francisco Costa seine neueste Kollektion für Calvin Klein, die durch einen minimalistischen Stil und puristische Schnitte beeindruckte. Im Mittelpunkt sollten vor allem die feinen Stoffe stehen, die Klein verarbeitet hatte: Ein pergamentartiges Seide-Crêpe kam dabei ebenso zum Einsatz wie Mohair, Onyx und satiniertes Kaschmir.

Auch bei den Farben mochte Klein es gedämpft: Schwarz, anthrazit und creme dominierten die Palette auf dem Catwalk. Die streng geschnittenen Outfits wurden dabei durch auffällige Taillengürtel optisch aufgepeppt, die in Gold, Silber oder metallic schimmerten.

Die Schau von Calvin Klein wurde weltweit per Livestreaming im Internet übertragen, während amerikanische Film- und Fernsehstars wie Zoe Saldana, Jessica Chastain und Olivia Wilde live in der ersten Reihe dabei waren um die neuen Entwürfe zu bewundern. Der erfolgreiche amerikanische Designer Calvin Klein hatte sein Unternehmen 2002 für 430 Millionen Dollar verkauft und sich im Jahr danach auch als Chefdesigner zurückgezogen. Seit 2002 ist der Brasilianer Francisco Costa als Chefdesigner für den weltweiten Erfolg des bekannten Labels zuständig.

New York Fashion Week: Ralph Lauren ehrt Anna Karenina

Da staunten die Experten der Modewelt nicht schlecht, als sie zur Modeschau von Ralph Lauren Platz nehmen sollten: Auf jedem Platz lag ein Stück Schokolade. Damit wollte Ralph Lauren jedoch nicht die notorisch kalorienscheuen Fashionistas verärgern, sondern seiner Tochter Dylan helfen, die unter dem Namen "Dylan's Candy" eben jene Schokolade selbst vertreibt.

Doch im Mittelpunkt stand natürlich noch immer die neue Herbst/Winterkollektion von Lauren. Während andere Designer auf minimalistisch-futuristischen Chic setzten, schwelgte der Amerikaner in der Vergangenheit: Inspiriert von Kostümfilmen wie Anna Karenina und der sagenhaft erfolgreichen britischen Fernsehserie Downton Abbey setzte er auf elegante Abendkleider, Maxiröcke, üppigen Schmuck und sogar Pelzmäntel.

Alltagstauglicher waren feine Rollkragenpullover aus Cashmere, schwarze Flanellhosen und Schluppenblusen mit herrlich altmodischen Schleifen am Kragen. Damit führt Ralph Lauren konsequent seine nostalgische Linie fort, die er bereits in der Sommerkollektionen mit Motiven aus Fitzgeralds "The Great Gatsby" aus den goldenen Zwanzigern begonnen hatte.

Michael Kors treibt es bunt: Die neue Herbst/Winterkollektion überzeugt

Wenn sich Designer-Darling Michael Kors die Ehre gibt, wimmelt es von Hollywood-Stars am Catwalk. Da machte auch die New York Fashion Week keine Ausnahme, bei der unter anderem Zoe Saldana, Jada-Pinkett-Smith, Michael Douglas und Hilary Swank in der ersten Reihe Platz nahmen, während Topmodels wie Karlie Kloss und Cara Delevingne die neuen Kreationen präsentierten. Und Michael Kors ließ sich wahrhaftig nicht lumpen.

Die Herbst/Winterkollektion 2013 überzeugte vor allem durch gekonnte Farbmischungen, die in klassischen Hahnentrittmustern oder im Camouflage-Look zum Einsatz kamen. Auch das Colour-Blocking blieb weiterhin angesagt, bei dem Kors leuchtende Neonfarben wie Orange und Blau mit Schwarz oder Grau kombinierte. Zu sehen waren unter anderem klassisch geschnittene Pencilskirts und enge Blazer, aber auch sexy Bustiers und lange Schleppen.

Ein Hingucker war ganz sicher das Ensemble aus blau-schwarzem Hahnentritt und der wunderschöne knappe Glitzerdress, den Karlie Kloss überzeugend präsentierte. Natürlich durfte auch das Stretchkleid, einer der Klassiker von Michael Kors, in neuen Varianten nicht fehlen.

Schminktrends auf der New Yorker Modewoche: Orange bleibt ebenso wichtig wie der Nude-Look

Auf den Modewochen geht es - logisch - um Mode, doch auch Hair Stylisten und Visagisten zeigen hier, was sie können. Nach Berlin war nun New York Schauplatz der Fashion Week und hier ließen sich neben Kleidungstrends auch zahlreiche Schminktrends beobachten.

Victoria Beckham rief mit ihrer Kollektion in Erinnerung, dass Tangerine und Orange noch nicht verschwunden sind. Einige ihrer Models liefen nämlich mit orange umrahmten Augen im Gloss-Look über den Laufsteg. Rag & Bone hatte dafür einige Damen im Programm, die leuchtend orangene Lippen zeigten.

Carolina Herrera und Diane von Furstenberg gaben sich zurückhaltender und setzten beim Make-Up auf den Nude-Trend, der auch im kommenden Herbst und Winter ein großes Thema auch Augen und Lippen bleiben wird. Zac Posen orientierte sich indes am anhalten Monochrom-Hype und ließ seine Models mit einem zweifachen Lidstrich laufen - einer in Weiß und einer in Schwarz.

Paris Fashionweek

In Paris wird vor allem elegante Damenoberbekleidung gezeigt – von den großen Prêt-à-Porter-Schauen bis hin zur Haute Couture für einen kleinen, exklusiven Kundenkreis. Kein Wunder, dass die Pariser Fashion Week nicht nur den Abschluss der "Big Four" bildet, sondern auch als Höhepunkt im Kalender der Fashion Weeks gilt.

Modemarken und Karrierechancen

Zu bewundern gibt es natürlich die neuesten Kreationen französischer Traditions-Couturiers wie Chanel, Dior, Yves Saint Laurent, Givenchy oder Louis Vuitton, aber auch neue, auf den anderen Fashion Weeks gezeigte Trends manifestieren sich erst in Paris. Zudem möchte wohl jedes Model einmal hier über die Laufstege schweben, denn hier kann ein Nachwuchsmodel über Nacht zum gefeierten Superstar werden, der sich vor lukrativen Werbeverträgen nicht retten kann.

Dasselbe gilt auch für die Designer: Newcomer schaffen hier den Sprung aus der Indie-Szene zum international renommierten Trendsetter. All dies, gepaart mit dem Nimbus der französischen Hauptstadt als Mode-Mekka, machen die Fashion Week in Paris nicht nur zu irgendeiner beliebigen Modemesse, sondern zu der gefragtesten. Mag New York auch die höchste Dichte an Stars aufweisen – nach Paris kommen die wichtigsten.

Termine und Merkmale

Kann man Ende Februar bzw. Anfang März einen Blick auf die Herbst-/Winter-Kollektion erhaschen, ist Ende September bzw. Anfang Oktober eine Vorschau auf die Frühjahrs-/Sommer-Kollektion zu bewundern. Anhand dieser Daten, die von der Fédération française de la couture festgelegt werden, lässt sich erkennen, dass die Fashion Week in Paris länger als eine Woche dauert, weshalb viele auch von den Pariser Modewochen, den Pariser Modenschauen oder schlicht den Pariser Schauen sprechen.

In ihrer jetzigen Form existiert die Pariser Fashion Week seit 1973. Aktuell findet sie im Carrousel du Louvre statt – und natürlich diversen kleineren Veranstaltungsorten in der ganzen Stadt.

Viel passiert aber auch abseits der Defilees genannten großen Laufsteg-Shows, Insbesondere Blogger, aber auch renommierte Printmagazine, machen sich auf die Jagd nach so genannten "Street Style"-Bildern, also Fotos von Besucherinnen der Fashion Weeks. Diese überraschen oftmals mit besonders ausgefallenen Accessoires oder wagemutigen Kombinationen.

Da es im Februar um die Mode der kommenden Herbs-/Winter-Saison ging, sind hier beispielsweise originelle Mäntel ein großes Thema. Natürlich versuchen in diesem Zusammenhang auch Paparazzi, die Models in ihren Privat-Outfits abzulichten.

Und wo man früher in Paris stolz darauf war, high class und damit anti-kommerziell zu sein, beugt man sich mittlerweile den Bedürfnissen des Publikums. Um in wirtschaftlich schweren Zeiten zu bestehen, hat die Fashion Week in Paris ihre Preise gesenkt, denn kaum noch jemand ist in der Lage oder willens, dreitausend Euro für ein Kleid auszugeben.

Schließlich sind für die "Generation 1000 Euro" fünfhundert Euro auch noch sehr viel Geld. Und um diese Generation geht es, denn die neue Preispolitik von etablierten Pariser Labels wie beispielsweise Kenzo soll eine jüngere – und nicht zuletzt zahlenmäßig größere – Käuferschaft erschließen, die sich bislang eher mit Highstreet-Marken eindeckte als mit Haute Couture.

Mittels eines neuen Typus des "Manager-Designers" hat sich Paris aufgemacht, den bisherigen Widerspruch von Kommerz und Kreativität aufzulösen und Designermode ein Stückchen mehr in den Alltag zu integrieren. Dies war bislang die Domäne amerikanischer Designer wie etwa Calvin Klein. Man darf gespannt sein, wohin sich die bislang so elitären Pariser Modewochen entwickeln.

Haute Couture - Ein Rückblick auf die Pariser Modenschauen 2009

Die Welt steckt in einer Finanzkrise. Klar, dass auch die Modeindustrie darunter leidet.

Und so reduzierten sich die Pariser Haute Couture-Schauen von 26 Schauen in vier Tagen letztes Jahr, zu 21 Präsentationen in drei Tagen dieses Jahr. Viele der großen Modehäuser verzichteten auf aufwändige Shows und zeigten ihre Kollektionen nur noch online. Doch Krisenstimmung kam bei den weißen Roben, Träumen aus Tüll und Federkleidern nicht auf.

Die Chanel Show war ein einziger Traum in weiß. Chefdesigner Karl Lagerfeld setzte auf einen Neuanfang und ließ seine Models in weiße Roben drapiert durch eine Kulisse aus über 4000 Metern Papier schreiten – über drei Monate und ein Team aus 40 Mitarbeitern waren nötig, um das weiße Paradies einer jeden Braut aus Papierblumen zu schaffen.

Die Silhouette blieb schlicht – Lagerfeld hielt sich an klare A-Linien. Ganz im Chanel Stil endeten die Röcke kurz über dem Knie und die kurzen Jäckchen bestachen mit eckigen Schultern und abstehenden Krägen. Hightlight waren die phantastischen Hut-Kreationen des japanischen Haar-Stylisten Katsuya Kamo, die die Models wie Eisprinzessinnen aus einer Märchenwelt erschienen ließ.

Nach nur zwei Saisons als Valentino Garavanis Nachfolgerin, machte Alessandra Facchinetti Platz für Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli, die dem Namen Valentino alle Ehre machten:

  • Stehkrägen mit 60er-Jahre-Flair
  • Plissee
  • Blumenapplikationen und natürlich
  • rote Kleider, das Markenzeichen des berühmten italienischen Modehauses

waren in der Kollektion zu sehen. Raffinierte Drapierungen, eleganten schlichte Schnitte und mit Perlen und Kristallen besetzte Stücke zeigten die perfekte Symbiose aus simpler Eleganz und raffinierten Details.

Doch wenn der Vorhang gefallen ist, kehrt auch die Realität zurück und mit ihr die Finanzkrise. Leisten kann sich solch eine Haute Couture Robe wirklich nur ein Hollywoodstar und selbst die leihen sich die Träume aus Stoff in diesen Zeiten nur aus. Kein Wunder, die ultraluxuriösen Couture-Kleidern von Lagerfeld, Armani, Versace und Co kosten locker mal 40.000 Dollar.

Rihanna im gewagten Halbnackt-Dress auf Pariser Fashion Week

Das Outfit, worüber auf der diesjährigen Pariser Fashion Week am meisten geredet wurde, trug definitiv Rihanna.

Im gewagten Chiffonkleid, welches sie nur streifenweise bedeckte und dazu ohne BH kam die Sängerin auf die "Ready To Wear 2010 Fashion Show" von Gareth Pugh. Dazu kombinierte sie eine riesige Sonnenbrille und einen brombeerfarbenden Lippenstift.

Rihanna ist übrigens gerade dabei, die Klamotten für ihr nächstes Cover zu shoppen. Wer weiß, vielleicht trägt dieses Kleid ja auch einen kleinen Teil dazu bei.

High-Tech-BHs sind Highlights auf der diesjährigen Pariser Wäschemesse

Push-Up-BHs sind Schnee von gestern. Hoch im Kommen sind hingegen Hich-Tech-BHs. Auf der diesjährigen Wäschemesse "Salon International de la Lingerie", die Ende Januar in Paris stattfindet, glänzen der "Antifalten-BH" und ein Slip aus Milchproteinen.

Der "Antifalten-BH" glättet das Dekolleté der Frau über Nacht. Ein französischer Wäschehersteller hingegen stellt Unterwäsche aus, die aus Milchproteinen und somit aus mehreren hautpflegenden Aminosäuren besteht. Inzwischen wird von vielen Wäscheherstellern sogar Ultraschall dazu eingesetzt, um Stoffe zusammenzufügen. Nun hat High-Tech also auch schon die Wäsche-Branche erreicht.

Pariser Modewoche - Chanel sorgt für Begeisterung

Klassisch elegant und für jeden tragbar, so präsentierte sich die neue Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 der Edelmarke Chanel beim Prêt-à-Porter auf der Pariser Modewoche. Mit schlichten Kleidern, lässigen Tweedmänteln und aufwendig bestickten Jeans sorgte Chefdesigner Karl Lagerfeld beim Publikum für Begeisterung. Während der Modenschau spielte ein Orchester moderne Songs der vergangenen Jahre und gab somit die passende musikalische Begleitung. Trends für das kommende Frühjahr sind große Hüte, leichte Stoffe und Details wie Federn oder bunte Perlen.

Auch andere Designer konnten mit ihren neuen Entwürfen punkten. Yves-Saint-Laurent konzentrierte sich auf das Wesentliche, und präsentierte der Pariser Modeszene weiße Kleider mit taillierten Schnitten. Auch die Marke Chloé setzt auf die Farbe Weiß, mit einfachen Blusen und Shirts aus feiner Baumwolle. Insgesamt waren die neuen Kollektionen der großen Designer allesamt erstaunlich tragbar, und wirkten dennoch edel und exklusiv.

Mal keusch, mal offenherzig, aber fast immer chic – Pariser Modewoche geht zuende

Die Pariser Modewoche, die wohl renommierteste Modemesse der Welt, ist nun vorbei. Neun Tage voller Glamour, Sehen und Gesehenwerden und den neuesten Chics liegen hinter der modebegeisterten Welt. Alles, was in der Modewelt Rang und Namen hat, hat dort seine Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 vorgestellt.

Es ist generell ein Trend zu klassischer, edeler und eleganter Mode zu verzeichnen. Reitermode, Charlestonkleider, gedeckte Farben: die nächste Saison scheint ganz im Stile der 20er Jahre zu stehen. Viel Stoff, lange Schlitze und changierende Stoffbahnen waren oft zu sehen. Neben gedeckten Erdfarben steht auch wieder das unschuldige Weiß ganz oben auf der Trendfarbenliste.

Jedoch wird nicht alles klassisch werden. Auch ein Hauch Romantik liegt in der Luft. Alpenstyles mit Rüschen und folkloristischen Elementen sind ebenso zu sehen wie altenglische Blumenmotive und Riemchenschuhe.

Nackte Tatsachen auf der Fashion Week in Paris

Wie bei jeder großen Modenschau versuchten auch die Designer der Pariser Fashion Week mit allen Mitteln Aufmerksamkeit zu erregen. Die Einen setzten dabei auf den Gastauftritt eines berühmten Stars, die Anderen wie so oft auf nackte Haut.

Bis zum 6. Oktober zeigten bekannte Designer wie Karl Lagerfeld, Jean Paul Gaultier oder Wolfgang Joop was ihre Kollektionen zu bieten haben. Lagerfeld ließ für seine Models extra den Garten vom Schloss Versailles nachbauen, Gaultier setzte auf das gesangliche Talent seines XXL-Stargasts Beth Ditto und Joop begrüßte das Publikum gemeinsam mit Bill Kaulitz, dem Sänger von Tokio Hotel. Sonia Rykiel und Vivienne Westwood hingegen setzten lieber auf Freizügigkeit. Bei einigen Kreationen blitzten bei dem ein oder anderen Model schonmal ein Nippel oder gleich eine ganze Brust hervor. Andere Teile waren so durchsichtig, dass die Models auch komplett ohne Oberteil hätten laufen können.

Balenciaga präsentierte bei der Fashion Week in Paris die Mode für den Herbst/Winter 2011

Das französische Modelabel Balenciaga zeigte kürzlich auf der Fashion Week seine neueste Modekollektion - die Mode für den Herbst/Winter 2011.

Der neue Trend in der Saison waren die auffälligen Stilkontraste zu der doch recht schlichten Modelinie. Da gab es die Kombination von Blumenkleidern mit einfachen Netzpullis und Militärsachen kombiniert mit poppigem Neonpink.

Das wichtigste Stilelement der neuen Mode war das Material Netz. Da wurden einfache Klamotten mit derben, groben Netzteilen drappiert. Aber auch Applikationen mit Leder sind äußerst beliebt - Hosen, Mäntel und Röcke werden mit Lederapplikationen attraktiver gemacht. Ein anderer neuer Akzent, der auch bei anderen Designern zu finden ist, ist die Farbe Neonpink.

Plissees, Schößchen, Volumen: Trends auf der Pariser Fashion Week

Die kommende Modesaison wird vor allem eines: extravagant! Einen Vorgeschmack darauf lieferte jetzt die Pariser Fashion Week. Wo man auch hinblickte, entdeckte man außergewöhnliche Silhouetten und eine Extraportion Volumen. Viele Designer gingen geradezu verschwenderisch mit ihren Stoffen um, nähten hier Plissees und Schößchen an Röcke und Kleider und ließen ihre Models dort in kastenartigen Riesen-Klamotten beinahe verschwinden.

Überhaupt spielte das Versteckspiel eine wichtige Rolle auf der diesjährigen Fashion Week - was zumindest die Top-Verdiener unter den Models geärgert haben dürfte: Ihr Gesicht nämlich mussten sie bei etlichen Schauen großzügig verdecken. Mal hinter einer übergroßen Sonnenbrille, ein anderes Mal hinter Schals, die fast schon einer Burka gleichkamen. Wie tragbar speziell dieser Look ist, sei einmal dahingestellt - die extravaganten Entwürfe aber dürften schon bald ihre modebegeisterten Käuferinnen finden...

Grafische Elemente, Sixties, Schlichtheit: Louis Vuitton präsentiert sich in Paris streng und ernst

Die Präsentation der Kollektion von "Louis Vuitton" für den Frühling und Sommer 2013 bei der Modewoche in Paris wurde mit Spannung erwartet. Doch nicht nur, weil die Entwürfe traditionell zu den Highlights der Fashion Week gehören, sondern auch, weil im Vorfeld bekannt geworden war, dass Designer Marc Jacobs erstmals eine Linie präsentieren würde, bei der das berühmte Logo der Marke auf den Entwürfen keine Rolle spielt.

Die Farben waren klassisch und streng - viele Designs waren in Schwarz-Weiß gehalten. Farbe kam durch Beige- und Braun-Töne sowie ein blasses Grün und zwei Töne Gelb hinzu. Die Entwürfe waren schlicht und klassisch und erinnerten vereinzelt an Trends aus den 60er Jahren.

Die Schnitte waren insgesamt sehr schmal, betont wurden vor allem die Schultern. Bei den Röcken beziehungsweise Kleidern konnten drei Längen beobachtet werden: lang, knielang sowie Mini.

Fashion Week in Paris: Berühmte Designer und prominente Zuschauer

Egal ob Berlin, Mailand, London, New York oder Paris - die Geschehnisse auf den Fashion Weeks sind wochenlang in aller Munde und in allen Magazinen. Am meisten für Glanz und Glamour steht dabei immer noch die Pariser Modewoche und hier besonders die Prêt-à-Porter-Schauen. Die Designer treten mit ihren Kollektionen regelrecht in einen Wettstreit und das unter den wachen Augen von Journalisten, Kollegen und natürlich Promis.

In diesem Jahr wurden Stars wie Jessica Chastain oder Salma Hayek in den Zuschauerreihen gesichtet. Auch die Lebensgefährtin von François Hollande, Valerie Trierweiler, war mit dabei. Designer wie Vivienne Westwood oder Marc Jacobs ließen sich die Shows ihrer Kollegen ebenfalls nicht entgehen. Besonders hoch war die Promi-Dichte bei der Präsentation von Hedi Slimanes erster Kollektion für "Yves Saint Laurent".

Besonderer Gast bei Versace - Kevin Costner und die Mode

Donatella Versace eröffnet Modespektakel mit extravaganten Entwürfen

Körper eines männlichen Models in Mantel auf dem Laufsteg
male model © Gina Smith - www.fotolia.de

Kevin Costner ist ein Mann, der sich stets mit Stil und natürlicher Eleganz kleidet. Diesen Eindruck machte er auch bei der Öffung der Modewochen in Paris, als er in einem eleganten Outfit in Schwarz- und Grautönen erschien.

Versace eröffnet Modespektakel mit extravaganten Entwürfen

Donatella Versace durfte mit ihrer neuen Kollektion für die kommende Saison das Modespektakel eröffnen. Ein Dom aus Glas und Stahl, mitten in der Stadt der Liebe, soll die Designerin bei der Kreation der neuen Kollektion inspiriert haben. In einem Interview mit dem "Telegraph" betonte Donatella den Reiz von Härte und Zerbrechlichkeit an dem Gebäude Le Centorial. Zu den Gästen zählten auch R&B-Star Ne-Yo und Monacos Prinzessin Charlene.

Gewöhnungsbedürftiges Debut von Hedi Slimane

Für das Haus Yves Saint Laurent gab Hedi Slimane sein Debut. Die Mode für den Herrn war sehr gewöhnungsbedürftig. Alles war etwas zu groß, zu lang und zwischendurch konnte nicht eindeutig erkannt werden, ob es die Herren- oder Damenkollektion ist, die hier präsentiert wird.

Skurrile Kollektion von Thom Browne

Thom Browne führte allerdings eine noch skurrilere Kollektion vor, in der die Hüften eckig wurden und Sockenstrapse getragen wurden, die sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein dürften.

Dior überzeugt in Paris mit Haute Couture - Raf Simons hat sich endgültig bewiesen

Als Nachfolger von John Galliano trat Raf Simons einen harten Posten an. Doch Stück für Stück etablierte sich der belgische Designer. Mit seiner Präsentation bei der Haute Couture Woche in Paris dürfte ihm nun endgültig die Rückendeckung der kompletten Modebranche sicher sein.

Für die Kollektion zum Frühling und Sommer 2013 ließt Simons sich von dem Motto "Garten" leiten. Dementsprechend war auch der Laufsteg mit grünen Büschen und Blumen ausgestaltet. Unter den Farben dominierten sehr helle Töne - helles Gelb, Hellblau, pastelliges Rosa sowie Grün. Hier und da gab es kräftige Akzente wie etwa einen leuchtend roten Mantel, eine bordeauxfarbene Hose oder aber orangene Strumpfhosen zu sehen.

Die Show war schnitttechnisch traditionell und an klassische Dior-Muster angelegt. So gab es etwa schulterfreie Roben mit ausladenden Röcken, raffinierte Hosenanzüge und Kleider mit voluminösem Rock zu sehen.

Raf Simons: Tosender Applaus für "Dior"-Kollektion

Dior funktioniert auch ohne die typischen Elemente eines extravaganten John Galliano

Zwei Models auf dem Laufsteg, eins kommt, eins geht
asian model on the catwalk © Gina Smith - www.fotolia.de

Nachdem bekannt wurde, dass der Belgier Raf Simons den in Ungnade gefallenen Designer John Galliano als Kreativchef bei "Dior" beerben würde, wurden auch kritische Stimmen laut: Simons sei aus einem völlig anderen Holz geschnitzt als Galliano, hieß es unter anderem, bringe nicht denselben Glamfaktor mit. Alle Zweifler dürften spätestens jetzt, mit der Präsentation einer exklusiven Kollektion auf den Pariser Haute Couture-Schauen, eines Besseren belehrt worden sein.

Kühle Eleganz mit Detail

Denn tatsächlich präsentieren sich die Entwürfe aus Raf Simons Hand völlig eigenständig, ohne die typischen Elemente eines extravaganten John Galliano. Fast schon kühle Eleganz mit äußerst präzise gesetzten Details verströmten die Kreationen, die das französische Traditionshaus inmitten der berühmten Pariser Schlossparkanlage präsentierte.

Farbe und Glamour

Mal erlaubte Simons seiner Mode einen Hauch Farbe, der hier und da aufblitzte.

  • Glitzer,
  • opulente Schnitte und
  • erlesenste Stoffe

verliehen einen Hauch von Glamour, der hier jedoch ganz im modernen Gewand daherkam. Das Feedback ließ nicht lange auf sich warten: "Dior" und Raf Simons erhielten begeisterten Applaus für ihre neue Haute Couture Kollektion.

Jean Paul Gaultier goes India

Mit seiner exotischen Kollektion widmete der Designer dem bezaubernden Indien eine Hommage

Gesichtsportrait einer indischen Frau, halb hinter Tuch versteckt
Indian woman with a beautiful blue sari © PozitivStudija - www.fotolia.de

Große Designer haben schon ein beneidenswertes (Berufs-) Leben: Um die nötige Inspiration für eine neue Kollektion zu erhalten, reisen sie auch schon einmal rund um den Erdball. Die Eindrücke, die sie hier sammeln, finden sich regelmäßig auf den Laufstegen in Mailand und Paris, in London, New York und immer häufiger auch in Berlin wieder.

Hommage an Indien

Was Jean Paul Gaultier jetzt an Inspiration durchscheinen ließ, ging jedoch noch einige Schritte weiter: Wie eine Hommage ans wunderschöne Indien wirkte seine Modenschau, die jetzt angesichts der Haute Couture in Paris gezeigt wurde. Wer hier im Publikum sitzen durfte, der bekam eine phantasievolle Reise ins Milliardenland geboten: Schon die Sitzreihen waren nach berühmten indischen Köstlichkeiten benannt, die Leinwand am Ende des Catwalks leuchtete in sattem Rot, Orange und Gelb.

Hochzeitskleid als Höhepunkt

Zweifellos den Höhepunkt der Präsentation stellte das Model im indischen Hochzeitskleid dar. Mit ihrem

erinnerte sie an eine Schönheit aus einem Bollywood-Streifen.

Extravagante Einfälle des Enfant terrible

Noch mehr Indien können Gaultier-Fans mit der aktuellen Haute-Couture Linie entdecken - die natürlich, wie sollte es beim "Enfant terrible" der französischen Designergilde anders sein, neben exotisch-traditionellen Looks auch jede Menge Absatzschuhe, Spitzen-BHs und viele weitere, extravagante Einfälle bereithält.

Zuhair Murad jetzt auch "Haute Couture" Designer

Wie ein Traum aus 1001 Nacht wirken die kostbaren Kleider, die Zuhair Murad präsentiert

Rückansicht Bauchtänzerin in orange-gelbem Rock
orange belly dancer © Arman Zhenikeyev - www.fotolia.de

Die Haute Couture, die hohe Schneiderkunst, ist nur wenigen Designern vorbehalten: Die exklusive Kammer der Pariser Couture wählt ihre Mitglieder, die ihre Kreationen dann auch bei den entsprechenden Schauen präsentieren dürfen, mit größter Sorgfalt aus. Einer der erfolgreichsten arabischen Designer in der europäischen Welt hat es jetzt geschafft: Zuhair Murad, gebürtiger Libanese aus Beirut, zeigte seine kunstvollen Entwürfe einem hochkarätigen Publikum.

Einflüsse der libanesischen Heimat

Murad ist in der Modebranche längst ein bekannter Name: Neben seiner ersten Boutique in seinem Heimatland unterhält der Modeschöpfer inzwischen auch in Mailand und Paris exklusive Stores. Seine Kreationen spiegeln die Einflüsse seiner libanesischen Heimat wieder, mit typisch orientalischen Ornamenten und luxuriösen Materialien wie Spitze, deren Preis nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind.

Traum aus 1001 Nacht

Und so wirkten die kostbaren Kleider, die Zuhair Murad im Rahmen der Haute Couture Schauen präsentierte, auch wie ein Traum aus 1001 Nacht: Goldene Ornamente rankten sich um die weißen Prachroben, aufwändige Stickereien und aufgedruckte Fresken zierten die verschiedenen Entwürfe. Verständlich, wieso Hollywoodstars von Jennifer Lopez bis Beyoncé angesichts einer echten Zuhair Murad Kreation in schiere Begeisterungsstürme ausbrechen.

Wilde Muster, bunte Farben - Maison Martin Margiela bringt Schwung in Haute Couture Modewoche

Dass die Show von "Maison Martin Margiela" bunt und wild werden würde, war zu erwarten. Und wirklich enttäuschte das Haus die Erwartungen der illustren Zuschauer bei der Pariser Haute Couture Schau nicht im Geringsten.

Die Models waren vermummt und so wäre es beinahe auch nicht aufgefallen, dass sich Rapper Kanye West unter einer roten Maske versteckte und ebenfalls Designs zeigte. Der Fokus lag nicht auf den Modelgesichtern, sondern auf den Designs und ihrer Ausführung.

Die Frühlingskollektion war geprägt durch einen interessanten Material-Mix, bunte Farben und aufregende Muster - eine Ready-to-Wear-Kollektion sieht jedenfalls anders aus. Dafür konnte man sich viel Inspiration und neue Ideen für das Frühlings-Outfit holen.

Der Metallic-Look ist für "Maison Martin Margiela" beispielsweise weiterhin ein Thema. Auch Colour-Blocking und Plateau-Schuhe können 2013 erneut getragen werden. Fließende Stoffe aus Seide sowie florale Prints bleiben ebenfalls angesagt.

Verwunschen und doch klassisch - Valentino holt sich Inspiration bei Mutter Natur

Die Häuser "Dior" und "Chanel" sind nicht die einzigen, die für den kommenden Frühling und Sommer eine Rückkehr zur Natur prophezeien. Auch bei "Valentino" wurde es jetzt bei den Haute Couture Schauen ganz schön ländlich.

Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli präsentierten ihre Vision von einer magischen Welt voller Blumen, Blüten und verwunschener Tiere. Stickereien, Muster, Tüll und Taft sowie allerlei andere Applikationen sind die Konsequenz dieser Inspiration.

Die Grundformen der Roben blieben indes ebenso klassisch wie die Farben: Weiß, Creme, Rot und Schwarz. Besonders auffällig war ein schwarzes Cape, das ein Model über einem weißen Kleid aus Tüll trug. Es erinnerte von der Machart her stark an einen Vogelkäfig mit geschmiedetem Gitter. Die Kombination wiederholte sich ebenfalls in einem anderen Design, hier war ein Gittermuster in Rot auf ein weißes Kleid aufgebracht.

Auffällig auch bei dieser Kollektion: Das Cape scheint im Jahr 2013 eines der wichtigsten Accessoires zu werden.

Pariser Modewoche: Stella McCartney zeigt sich 'very British'

Ein Hauch von London war in Paris zu spüren, als die britische Designerin Stella McCartney ihre Herbst/Winterkollektion 2013 präsentierte: Mit ihren maskulinen Schnitten für die Damenmode wollte sie der weltberühmten Savile Row in London und ihrer Heimat Tribut zollen, so die Designerin in einem Interview. Dort hatte sie selbst einst das Schneiderhandwerk gelernt.

In ihren neuen Designs kombinierte sie maskuline Jacketts mit sehr femininen Bustiers oder Tops, die darunter hervorblitzten. Dazu waren viele Mäntel zu sehen, sowie Kleider mit Nadelstreifenmuster, Jumpsuits und bequeme Sweatshirts. Auffällig waren dabei auch die Farben, darunter sehr viel violett und lila. Die neue Revers-Form ihrer Designs sollte die Kernstücke ihres Lebens neu betonen, so McCartney, genau wie Frauen eine maskuline Seite haben, die auf ihre Entdeckung wartet.

Im Publikum befanden sich unter anderem Topmodel Natalia Vodianova und die Schauspielerin Jessica Alba. Ihr berühmter Vater Paul war jedoch nicht anwesend. Stella McCartney gilt schon länger als Lieblingsdesignerin vieler Hollywoodstars und anderer Künstler.

Givenchy bei der Pariser Modewoche: Viktorianer und Zigeuner sind angesagt

Das Modehaus Givenchy präsentierte bei der Pariser Modewoche eine eigenwillige Kombination aus der "Stärke der Zigeuner und der Romantik der Viktorianer", wie Chefdesigner Riccardo Tisci erklärte. Dabei kombinierte er beispielsweise einen dünnen Spitzenpullover mit Bambi wahlweise zu einem knielangen Flicken-Netzrock oder zu Hosen.

Auch bunte Blumenmuster sollten auf die Zigeuner verweisen, während der viktorianische Look durch Chiffonröcke und sogenannte Fischschwänze repräsentiert wurde, sowie durch die wadenhohen Stiefeletten der Epoche. Eine besonders auffällige Kombination stellten auch schlank geschnittene Röcke und Biker-Jacken aus Leder dar.

Auch John Galliano zeigte in Paris seine neue Kollektion: Er setzte dabei vor allem auf 7/8-Hosen, die über dem Knöchel endeten, sowie hautenge Hosen, die mit Tops und weiten Mänteln einen tragbaren Look ergaben. Von den Abendkleidern war dies nur eingeschränkt zu behaupten. So waren unter anderem mit Rüschen übersäte Samtkleider in knalligen Farben wie violett zu sehen, aber auch sehr viel schwarz und weiß.

Vom Massenmarkt auf den Laufsteg: H&M auf der Pariser Modewoche

Ein besonderes Comeback war in dieser Woche bei der Pariser Fashion Week zu erleben. Der schwedische Modehersteller H&M präsentierte sich zum ersten Mal nach achtjähriger Pause wieder auf einer internationalen Modenschau.

Zu sehen waren dabei etwa 25 verschiedene Looks, die im Herbst/Winter 2013 in den unzähligen Filialen von H&M weltweit Einzug halten sollen. Zu den Kernstücken gehörten dabei Paillettenkleider und Wollmäntel. Aber auch der Transparent-Look, schwungvolle Silhouetten und Overknee-Stiefel gehörten zur Show von Kreativchefin Ann-Sofie Johansson.

Nicht nur bei der Kleidung zeigte sich H&M kreativ: Vorgestellt wurde die neue Kollektion in einem Zelt auf dem Gelände des berühmtem Musée Rodin. In diesem Zelt waren mehrere Themenräume eingerichtet.

Auf der Runway führten Topmodels wie Cara Delevingne, Arizona Muse und Isabeli Fontana die neue Kollektion vor, während im Publikum u.a. Pixie Geldorf, Ashley Olsen und die Hollywood-Jungstars Chloë Moretz und Emma Roberts zu sehen war. Anschließend gab es eine mitreißende After Show Party mit 2 Many DJ's und Owlle.

Sexy, aber elegant: Etam begeistert auf der Pariser Fashion Week

Was "Victoria's Secret" für die USA, das ist "Etam" für Frankreich: Auch dieses Unternehmen steht für sexy Dessous, die die weibliche Verführkraft ihrer Trägerin optimal betonen sollen. Bei der jetzigen Pariser Fashion Week konnte sich das Publikum nun davon überzeugen, wie Verführung auf französisch aussieht.

Viel klassische Spitze in Schwarz, Weiß und Rot war hier zu sehen, kombiniert mit opulentem exotischem Schmuck, halterlosen Strümpfen und passenden Handschuhen. Sexy, aber mit der nötigen Eleganz - so lässt sich das Konzept von "Etam" vielleicht zusammenfassen.

Musikalisch untermalt wurde die Dessous-Show durch hochkarätige Acts. Das britische It-Girl Rita Ora war auf der Bühne zugegen, und auch Electro-Act M.I.A. heizte dem Publikum ordentlich ein. Krönendes Highlight blieb aber Lilly Allen, die nach langjähriger Bühnenabstinenz zum ersten Mal wieder ihre Hits zum Besten gab.

Kenzo auf der Pariser Fashion Week: Mode aus dem Tempel

Bei der Pariser Fashion Week zeigte das japanische Label Kenzo fantasievolle Entwürfe, für die die Chefdesigner Carol Lim und Humberto Leon ihre Inspiration aus asiatischen Tempelanlagen bezogen: Herrliche Muster und kräftige Farben brachten einen Hauch von China, Nepal und Indien auf den Laufsteg. Auch Kimono-Schnitte und Baumwolljacken mit Ethno-Design ließen Asien aufleben.

Viel Raum wurde dem Augen-Muster gewidmet, das vermutlich den im letzten Jahr angesagten Löwenkopf von Kenzo ersetzt: Das Auge ist an asiatischen Tempelanlagen an den Zinnen angebracht um in alle Richtungen nach Feinden Ausschau zu halten und den Tempel zu beschützen. Nun ist es auf zahlreichen Kenzo-Entwürfen zu sehen, vom Pullover bis zum Rock. Modeexperten erwarten nun, dass das Auge und der Asia-Look noch in dieser Saison den Mainstream erreichen werden.

Aus der ersten Reihe beobachteten unter anderen Jessica Alba, Anna dello Russo und Robyn die Show von Kenzo und zeigten sich begeistert von den bunten Drucken, schlanken Schnitten und opulenten Stoffen. Echte Hingucker waren zum Beispiel Stücke aus goldfarbenem Jacquard und Jumpsuits mit farbenfrohem All-Over-Druck.

Hedi Slimane provoziert bei Saint Laurent mit Grunge-Look

Unter den Neubesetzungen in puncto Design, die die Modebranche im letzten Jahr bewegten, war Hedi Slimanes Wechsel zu Yves Saint Laurent einer der meistdiskutierten. Und das dürfte sich auch nach der jüngsten Präsentation Slimanes auf der Pariser Fashion Week kaum ändern - ganz im Gegenteil: Mit seinen für das heute Saint Laurent benannte Label ungewöhnlichen Kreationen sorgte Hedi Slimane für jede Menge Gesprächsstoff.

"Californian Grunge" sei seine Inspirationsquelle für die aktuelle Herbst-/Winterkollektion gewesen, erklärte der Designer. Und tatsächlich präsentierte Slimane jede Menge düstere Farben und einen lässigen Look mit jeder Menge Babydoll-Kleidern, groben Mänteln, Stiefeln und Fischernetz-Strumpfhosen.

Gelungener Neustart für Saint Laurent oder phantasieloser Abklatsch bekannter Modediscounter? Die Meinungen über Hedi Slimanes zweite Kollektion für das französische Traditionslabel blieben gespalten. Zumindest die Verjüngung der Marke Saint Laurent und die Öffnung für ein breiteres Publikum dürfte Hedi Slimane mit dieser Kollektion gelungen sein. Und auch die Publicity ist ihm mit diesen grungy Outfits sicher - schließlich sorgt auch die kritische Berichterstattung für Beachtung.

Freche Eleganz bei Chloé auf der Pariser Fashion Week 2013

Wenn es ein Label gibt, das französische Eleganz mit einer gesunden Portion Frechheit kombiniert, dann ist es wohl Chloé. Klassische Schnitte und edle Materialien bilden den Ausgangspunkt für Kreationen, mit der Sie stets gut angezogen ist und trotzdem selbstbewusste Akzente setzen kann. Ganz in diesem Sinne lässt sich auch die aktuelle Herbst-/Winterkollektion lesen, die jüngst auf der Pariser Fashion Week präsentiert wurde.

Kreativchefin Clare Waight Keller, die zuvor bereits "Pringle of Scotland" einen frischeren Look verpasste, zeigte auch in diesem Jahr viel Liebe zum Detail - und ein beeindruckendes Talent für stilsichere Kombinationen. Hohe Taillenhosen in Rostbraun wurden hier zu transparenten Tupfenblusen getragen, glänzende Hosen im legeren Boyfriend-Cut zu Strickpullis und graue Fellmänntel mit einem Bubikragen aufgemischt.

Die Farbpalette unterstrich die lässige Eleganz der einzelnen Kreationen - Weiß und Schwarz, Royalbrau und Rostbraun, Grau und Rot setzten Akzente, ohne grell und knallig zu sein.

Louis Vuitton lässt Kate Moss über den Catwalk laufen

Kate Moss ist die Mutter der coolen Models, die sich um Konventionen wenig schert und doch gerade deshalb zu einer wahren Fashion-Ikone geworden ist. Kein Wunder, dass sie sich so gut mit Marc Jacobs versteht. Mit dem New Yorker verbindet sie eine langjährige Freundschaft, die die Britin jetzt mit einem Auftritt für Jacobs Arbeitgeber "Louis Vuitton" krönte.

Tatsächlich ist Kate nicht mehr auf Modelaufträge angewiesen und ist nur noch dabei, wenn sie selbst auch wirklich Lust dazu hat. Umso schöner, sie jetzt bei der Pariser Fashion Week über den Catwalk streifen zu sehen - mit gewohnt coolem Blick, ungewohnter schwarzer Kurzhaarperücke und einem nahezu transparenten, weit ausgeschnittenen Kleid, das an ein elegantes Nachthemd erinnerte.

Überhaupt zeigte sich Marc Jacobs in dieser Saison inspiriert von Kleidung, die man für gewöhnlich eher zu Hause trägt. Der Online-Ausgabe der britischen "Vogue" erklärte er den Reiz des schönen Stylings, wenn man trotz eleganter Kleidung gemütlich in den eigenen vier Wänden bleibt. Doch ganz unter uns: Dafür sind die hochwertigen Kreationen aus transparenter Spitze, hauchzarten Stoffen und romantischen Blumenmustern doch fast zu schade...

Schlichte Eleganz von Hèrmes auf der Pariser Fashion Week

Das französische Luxuslabel Hèrmes kann sehr viel mehr als nur tolle Seidenkarrees zaubern. Auf der Pariser Fashion Week zeigte das Traditionshaus wieder einmal, wo seine Stärken liegen: In Kreationen, die pure und dabei zugleich mühelose Eleganz verströmen. Keine grellen Farben, keine zur Schau gestellte Extravaganz - und trotzdem ist hier garantiert nichts langweilig.

Passend zur kommenden Herbst-/Wintersaison gaben schwere Lodenmäntel, Pelz und Leder den Ton an. Farbtechnisch setzten das Designteam von Hèrmes auf herbstliche Nuancen wie Grau, Braun und Jägergrün. Lässig geschnittene Hosen, feine Blusen und elegante Pencilskirts sorgten für einen aufgeräumten Look. Dazu passten das dezente Make-Up und das natürliche Haarstyling, mit dem die Models über den Catwalk liefen.

Chanel, das Highlight der Pariser Fashion Week

Die "Locals" haben naturgemäß einen Vorteil auf ihren heimischen Modewochen - seien es nun die Londoner Exzentriker in der britischen Hauptstadt oder die coolen New Yorker auf der Fashion Week im Big Apple. In Paris wiederum präsentieren zahlreiche französische Traditionshäuser ihre Kollektionen. Eines jedoch gilt als "Platzhirsch" unter den Luxuslabels: Chanel.

Das von Modeikone Coco Chanel gegründete Modeunternehmen, für das Karl Lagerfeld seit Jahrzehnten kreativ verantwortlich zeichnet, ruht sich auf seinen Lorbeeren nicht aus. Ganz im Gegenteil: Regelmäßig begeistert Chanel sein geneigtes Publikum mit spektakulären Shows und außergewöhnlichen Locations. Bei der diesjährigen Fashion Week überraschte das Label mit einer riesigen, dunklen Weltkugel, die die Erde bei Nacht darstellt. Funkelnde Hotspots zeigen, an welchen Orten die exklusiven Kreationen des Labels zu haben sind.

Die Show beginnt, als die erste Laufstegschönheit aus der Kugel und auf den Catwalk steigt. Ihr folgen zahlreiche weitere Models, die die gewohnt eleganten Herbst-/Winterkollektionen aus Karl Lagerfelds Atelier präsentieren. Viel Tweed und Strick sind dabei zu sehen, als Farben dominieren Schwarz, Blau und Grau. Opulente Accessoires und extravagante Fellhelme runden den Chanel-Look 2013/3014 perfekt ab.

Roland Mouret präsentiert Winterkollektion: Pariser Chic und "Begierde"

Inspiriert durch den Filmklassiker "Begierde" mit Catherine Deneuve präsentierte der französische Designer Roland Mouret auf der Pariser Fashion Week eine ausgesprochen elegante, feminine Kollektion mit breiter Farbpalette. Der Film aus dem Jahr 1983 zeigte die typische Mode jener Zeit mit eleganten Jacketts und Schulterpolstern, die Mouret nun wieder aufleben ließ.

Figurbetonte Kleider, Hosen mit militärischem Schnitt und quadratische Details waren nur einige der Elemente, die an Catherine Deneuve erinnern sollten. Neben dem aktuell angesagten Monochrom-Look waren auch Outfits in Rot und Blau zu sehen, sowie Kleider mit Mustern und Leoparden-Prints. Dazu trugen die Models knalliges Make-Up und High Heels.

Roland Mouret erlebte 2008 seinen Durchbruch mit dem figurbetonten "Galaxy-Kleid" für Victoria Beckham, das im Frühling im Nu ausverkauft war und weltweit kopiert wurde. Nachdem eine Bewerbung bei Jean Peal Gaultier erfolglos geblieben war, hatte er sich auf eigene Faust als erfolgreicher Designer etabliert und betreibt heute erfolgreiche Boutiquen in London und Paris. Klassische Pariser Diven wie Catherine Deneuve haben es ihm dabei ganz besonders angetan.

Kaviar Gauche: Jetzt offiziell auf der Pariser Fashion Week

Mit gerade einmal 37 bzw. 33 Jahren haben die beiden Berliner Designerinnen von "Kaviar Gauche" geschafft, was andere im Laufe ihrer gesamten Karriere nicht erreichen werden: Sie sind mit ihrem Label offizieller Bestandteil der weltberühmten Fashion Week in Paris geworden.

Ob´s (auch) an dem Namen lag? Zumindest spielen Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Roehler hier ganz bewusst mit der französischen Sprache. Vielleicht hat die Franzosen aber auch die Durchsetzungskraft der beiden (Wahl-) Berlinerinnen beeindruckt: Vor acht Jahren starteten "Kaviar Gauche" eine unangekündigte Modenschau, direkt vor dem Luxuskaufhaus "Colette".

Ganz sicherlich aber hat die Entscheidung, das Modeduo aus Deutschland einzuladen, mit dem handwerklichen und kreativen Können der beiden Designerinnen zu tun. Denn das Fischer-Roehler und Kühl es mit den ganz großen der Branche aufnehmen können, haben sie bereits mehr als einmal bewiesen.

Mühelose Eleganz, die immer auch die nötige Portion Coolness mitbringt - das macht "Kaviar Gauche" so schnell keiner nach. Auf der diesjährigen Pariser Fashion Week zeigte sich das Label ganz in Schwarz, Beige und Weiß, präsentierte Kleider und Shirts im angesagten Laser-Cut, Fell-Look und eng geschnittene Zigarettenhosen.

Das in diesem Fall ganz offiziell geladene Publikum zeigte sich begeistert - ein fulminanter Start für das Berliner Modelabel in Paris!

London Fashion Week

London hat zwei Gesichter, was die Mode angeht. Zum einen ist es Heimat der Savile Row, die vor allem für ihre klassischen Herrenausstatter bekannt ist, die für ihre Kunden die Kleidung noch auf traditionelle Art maßschneidern und selbst das Königshaus beliefern. Andererseits atmet London den Geist von Rock, Pop und Punk und hat, wie beispielsweise die Kreationen der Modeschöpferin Vivienne Westwood bezeugen, auch eine wilde Seite, die ihresgleichen sucht.

Gründe genug also, dass die zweimal jährlich stattfindende London Fashion Week zu einem der hochkarätigsten Fashion Events der Welt gehört. Die London Fashion Week wird organisiert vom British Fashion Council (BFC) – und das schon seit 1984. Ihren Geldgebern präsentiert sich die London Fashion Week als Verkaufsmesse, die zudem mit signifikanter Presseaufmerksamkeit rechnen kann.

Zu ihren Sponsoren zählen der Automobilkonzern Mercedes-Benz sowie die große, weltweit vertretene Friseursalonkette Toni & Guy. Für gewöhnlich wird die London Fashion Week von etwa fünftausend Besuchern, also Einkäufern und Pressevertretern, besichtigt, und kann Bestellungen im Wert von vierzig bis einhundert Millionen britische Pfund aufweisen.

Vodafone London Fashion Weekend

Für die Öffentlichkeit dagegen steht das sich der London Fashion Week unmittelbar anschließende Wochenende, London Fashion Weekend (bzw. dank des Sponsors Vodafone London Fashion Weekend) genannt, offen. Das am selben Schauplatz wie die London Fashion Week stattfindende London Fashion Weekend fokussiert deshalb vorwiegend auf den Einzelhandel. Dieser Schauplatz ist kein Geringerer als das Somerset House im Zentrum Londons – ein großes, neoklassizistisches Gebäude an der Südseite der Straße "The Strand" in der City of Westminster mit Ausblick auf die Themse.

Ursprünglich diente das 1776 errichtete Gebäude als Palast der Tudors. Seit dem Jahre 2000 steht das vollständig sanierte Somerset House der Öffentlichkeit für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen und eben die London Fashion Week zur Verfügung.

Die London Fashion Week findet hier seit 2009 statt, und das nicht von ungefähr: Der Ort dient nämlich auch der Designerin Corrie Nielsen, die dort ihr Aterlier unterhält, als ständige Arbeitsstätte und hat damit automatisch einen Bezug zur Modeszene. Im geräumigen Hof der Somerset House wird zur Fashion Week ein großes Zelt aufgebaut, wo die Defilees der Top-Designer und großen Modehäuser auf dem Laufsteg stattfinden.

"On-" und "off-schedules"

Im Somerset House selbst gibt es eine Messe, die im kleineren Rahmen als bei den Shows die Mode von mehr als einhundertfünfzig Designern präsentiert. Die im Somerset House stattfindenden Veranstaltungen bezeichnen Insider als "on-schedule" Events. Daneben finden über die ganze Stadt verteilte weitere Veranstaltungen statt, die demgemäß als "off-schedule" bezeichnet werden.

Zu den bekanntesten "Off-Shows" gehört der Vauxhall Fashion Scout, der seit 2013 unter dem Titel "Fashion Scout (London/Paris)" neu aufgelegt wurde. Hier geht es vor allem darum, die besten und innovativsten Nachwuchsdesigner zu fördern.

Ein weiterer Off-Schedule Event der London Fashion Week ist die "On/Off", eine unabhängige, globale Modenschau, die 2003 ins Leben gerufen wurde, um die Lücke zwischen den On-Schedule und den Off-Schedule-Designern zu schließen. Die On/Off bietet jungen Designern ihre meist erste internationale Plattform und damit die Gelegenheit, ihre Mode professionell zu promoten.

Hier haben schon – mittlerweile renommierte – Modeschöpfer wie Peter Pilottp, Louise Gray, Aminaka Wilmont oder Yang Du ihre Entwürfe präsentiert. Auf der On-Schedule-Seite im Somerset House dagegen präsentieren Traditionsunternehmen und High-Class-Designer wie Burberry Prorsum, Paul Smith oder Vivienne Westwood ihre Entwürfe, außerdem die besten der aufstrebenden Talente, die aus dem von Topshop gesponserten NEWGEN-Programm des British Fashion Council hervorgegangen sind und deren Entwürfe sich als Hoffnungsträger in Bezug auf den nächsten britischen Fashion Shooting Star eignen.

London Fashion Week: Nackt auf dem Laufsteg

Haarkünstler Charlie le Mindu weiß, wie man provoziert. Selbt auf der London Fashion Week zwischen lauter schrillen Outfits schafft er einen auffälligen Auftritt: in diesem Jahr mit splitternackten Modellen.

Unter dem Motto "weniger ist mehr" schickte der 24-jährige Franzose einige seiner Models mit High Heels, Taschen, Hüten und schrillen Frisuren auf den Laufsteg - und sonst nichts. Andere waren in Pelz eingekleidet.

Bereits im Vorjahr hatte Charlie le Mindu für Aufsehen gesorgt; damals mit Kleidern, die aus toten Mäusen und Ratten geschneidert waren. Angeblich ist Sängerin und Stilikone Lady Gaga ein großer Fan.

Umweltfreundliche Mode ist angesagt - Die London Fashion Week im Öko-Rausch

Kleidung in schrillen Farben die im Kopf bleibt, laute Rock-Musik und Prominente in den ersten Reihen: So stellt man sich eigentlich keine Öko-Fashion-Modenschau vor. Doch so geschah es kürzlich bei der Eröffnung der Londoner Fashion Week, die dieses Jahr wohl ganz im Zeichen umweltfreundlicher Mode steht.

Das Event ist ein Bestandteil der Kampagne "START", ins Leben gerufen von Prinz Charles. Bei dieser Initiative dreht sich alles um nachhaltiges Leben, dazu auch Mode und wie man diese umweltfreundlich herstellt. Die Modenschau fand im Garten des Clearance House statt und verschiedene namenhafte Designer nahmen daran teil, unter anderem Stella McCartney und Vivienne Westwood.

Die vorgestellte Kleidung wurde aus Second-Hand-Klamotten und alten Uniformen der Armee hergestellt, neue Klamotten ausschließlich aus Schafwolle und umweltfreundlicher Farbe.

Die "London Fashion Week" auf riesigen Screens

Die "London Fashion Week" ist die zweite der vier Fashion Weeks - aber nur zeitlich gesehen. Denn was den Fortschritt angeht, so ist sie ganz weit vorne.

Wie das British Fashion Council berichtete, werden die Highlights der diesjährigen "London Fashion Week" erstmals auf riesigen Bildschirmen im Londoner "Underground" gezeigt.

An den bekanntesten Haltestellen der Londoner U-Bahn werden auf den eigens dafür installierten LED-Screens von nun an die besten Shows und Models der "London Fashion Week" präsentiert. Am Somerset House werden zusätzlich auch Live Streams übertragen.

Ins Leben gerufen wurde dieser Fortschritt bereits 2009 unter dem Namen „Digital Innovation Strategy“ und nun wurde er endlich umgesetzt. Das Mega-Highlight wird der am Montag live übertragene "Burberry Prorsum", der in über 150 Ländern weltweit gezeigt wird.

Auftakt mit Charme: Paul Costelloe begeistert bei London Fashion Week mit 60er-Jahre-Kollektion

Die besondere Ehre, die London Fashion Week zu eröffnen, wurde diesmal wieder dem Designer Paul Costelloe zuteil und er begeisterte die Branche mit einer stark an Elementen der 60er Jahre angelehnte Kollektion.

Zu sehen gab es kurze Kleidchen mit voluminösem Ballonrock, und Designs in aufregenden Stoffen, die teils mit Pink-, Grün- sowie Goldbrokat besetzt waren. Auch Spitze war als Verzierung ein großes Thema. Die Haare wurden entweder aufgetürmt und toupiert getragen, jedoch nicht offen gelassen. Beim Make-Up stand türkis für die Augen im Vordergrund.

Weitere Shows werden in den kommenden Tagen von unter anderem Henry Holland und Matthew Williamson präsentiert, bevor Tom Ford am Sonntag den letzten großen Auftritt mit seinen Designs hat.

In London startet dieses Jahr die erste Männer-Modewoche

Bisher stand immer nur der letzte Tag der Fashion Weeks in London im Zeichen der Männermode. Da zeitgleich aber auch die Mailänder Modewoche begann, wurden die Herrendesigns bislang immer überschattet.

Damit soll nun Schluss sein, denn in London beginnt in diesem Juni erstmals eine Fashionweek allein für Herrenmode. Geleitet wird die "London Collections: Men" vom 15. bis zum 17. Juni von einem Kommitee rund um "GQ"-Chef Dylan Jones. Auch Elton Johns Lebensgefährte David Furnish ist unter den Vetretern.

Schluss mit Solarium - In London dürfen Models nicht mehr auf die Sonnenbank

Junge Frau liegt lächelnd auf dem Bauch im Solarium
entspannen im Solarium © Spofi - www.fotolia.de

Es ist Winter und damit in unseren Regionen so gut wie unmöglich, die nötige Sonne für schöne gebräunte Haut abzubekommen. Wer dennoch braun sein möchte, der muss auf den Besuch im Solarium zurückgreifen. Was privat weiterhin möglich ist, wird für Models in London ab jetzt zum Tabu.

Die Londoner Modewoche möchte keine Models mehr sehen, die durch künstliche Bräune aus dem Solarium bestechen wollen. Erlaubt ist nur noch das Aufsprühen der Bräune, da dies als unbedenklich gilt. Das Verbot ist offiziell und bindend. Die Agenturen bei der „London Fashion Week“ setzen damit ein deutliches Signal. Man ist vor allen Dingen um die Gesundheit der jungen Menschen besorgt und möchte nicht, dass diese sich nur wegen der Schönheit dem krebserregenden Licht aussetzen. Die Modelagenturen arbeiten derzeit nämlich mit „Cancer Research“ zusammen und wollen so beim Kampf gegen Hautkrebs helfen. Für Models, die eindeutig im Solarium waren, heißt es daher jetzt Schluss mit Aufträgen.

Ob das bei allen auf Verständnis stößt, darf bezweifelt werden. Aus medizinischer Sicht jedoch ist es der richtige Schritt. Gerade junge Haut unter 35 Jahren gilt Studien zufolge für sehr anfällig durch UV-Strahlen. Wer dann also zu viel Zeit auf der Sonnenbank verbringt, beschädigt die Hautschichten und beschwört schnell den Krebs herauf.

Trends zwischen Punk und Tradition: Fashion Week in London ist vorbei

Ob New York, Paris oder London - jede Fashion-Metropole hat ihren eigenen Charme. Das färbt natürlich auch auf die Modewochen ab. Jetzt ging die Fashion Week in London zu Ende, die vor allem deswegen besonders war, weil viele britische Designer zurück in den Schoß der britischen Hauptstadt gekehrt waren.

Das punkige und hippe Image von London erschien Label-Größen wie Stella McCartney, Victoria Beckham oder auch Alexander McQueen wieder als passende Umgebung, ihre Linien zu präsentieren. Trotz aller Coolness gab man sich aber auch in der Heimat traditionsbewusst. Britische Stoffe wie Tweed, Muster wie Karo oder auch der berühmte Union-Jack waren oft zu sehen.

Fashion Week in London: Designern Mary Katrantzou zeigt knallbunte Mode

Die Fashion Week in London ist vorbei und die Presse diskutiert eifrig über das Gesehene. Sehr gut besprochen wird dabei unter anderem auch die farbenfrohe Kollektion von Designerin Mary Katrantzou. Ihre Designs für Herbst und Winter 2012 blieb ihrem Hang zu wilden Mustern und Farb-Mixen treu und präsentierte beispielsweise ein Pulloverkleid in Gelb, Weiß und Pink sowie Röcke mit Streifen.

Ganz im Trend lag sie auch mit betonten Kragen, die bei Katrantzou ebenfalls Knallfarben daher kamen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Lampenschirm-Röcken, die man von dem Label bereits kennt. Ergänzt wurde das Ganze mit Accessoires wie beispielsweise Taschen.

Mary Katrantzou durfte sich bei der Fashion Week ebenfalls über den Launch ihrer "Topshop"-Linie freuen.

Tom Ford bewegt sich mit neuer Kollektion auf dem schmalen Grad zwischen sexy und klassisch

Tom Ford ist eine Modeikone, dessen Ideen von Fans und Journalisten gleichermaßen erwartet und heiß diskutiert werden. Und so verwundert das große Echo, das seine Show bei der Londoner Modewoche auslöste kein bisschen.

Models mit Bienenkorb-Frisuren präsentierten Bleistiftröcke und Seidenblusen, bodenlange Röcke, die mit Perlen besetzt waren sowie schmale Lederjacken. Wie so oft gibt es auch von der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2013 keine Fotos. Gegenüber dem Magazin "GraziaDaily" äußerte sich Ford jedoch zu seinem Konzept.

Er habe sich auf den schmalen Grad zwischen klassisch und sexy begeben, erklärte er. Es sei bei dieser Kollektion vor allem darum gegangen, zu zeigen, dass nicht nur viel Haut sondern auch Outfits, die eher bedecken als offenlegen, sehr sexy sein können. Zu viel Stoff wirke langweilig, aber zu wenig Stoff wirke schnell billig. Manchmal sei dieser Balance-Akt gar nicht so einfach, weder auf individueller Ebene noch für ihn als Designer beim Entwerfen einer Kollektion.

Label "Antoni & Alison" hatte einen guten Auftritt bei der Modewoche in London

Das Label "Antoni & Alison" gehörte zu den ersten, die bei der Modewoche in London ihre Kollektion präsentieren durfte. Der Auftakt gelang nicht nur wegen der wunderbaren Designs für das Frühjahr und den Sommer 2013, sondern auch wegen eines kleinen Tricks der beiden Modemacher Antoni Burakowski und Alison Roberts.

Für die Show engagierten sie eine klassische Blaskapelle, die die Show eröffnete. Anschließend präsentierten die Models Stücke, bei denen Pastellfarben im Vordergrund standen sowie üppige Verzierungen. Skizzenartige Muster oder Animal-Prints gab es ebenso zu sehen. Mit der Verwendung von Rot, Hellorange oder Gelb signalisierten Burakowski und Roberts, dass der kommende Frühling und Sommer wieder enorm bunt und fröhlich werden soll.

Bisher scheinen die beiden nicht häufig falsch gelegen zu haben mit ihren Vorhersagen, denn immerhin durfte das Label mit dieser Kollektion sein 25-Jähriges Bestehen feiern.

Designer Julien Macdonald bringt mit seiner Kollektion Farbe und Frische auf die Modewoche in London

Geht es nach dem walisischen Designer Julien Macdonald, dann wird der Frühling sowie Sommer 2013 modetechnisch sehr bunt und fröhlich. Seine Kollektion präsentierte er zwar bereits am Vorabend der Modewoche und nur für ausgewählte Journalisten, dennoch blieben seine Entwürfe mit ihren farbenfrohen Designs auch später noch Gesprächsthema.

Er habe sich von den Pulverfarben inspirieren lassen, die bei indischen Hochzeiten ein großes Thema seien, erklärte MacDonald gegenüber "WWD". Unter den Designs gab es ein enges Kleid in knalligem Orange zu sehen, das mit funkelnden, asymmetrischen Trägern versehen war. Weiterhin gab es Minikleider in Gelb oder Rot zu sehen, die am Ausschnitt in Gold abgesetzt waren.

Die Kollektion sei sehr glamourös und an Frauen gerichtet, die ihren Körper zur Schau stellen wollten, so MacDonald. Offenbar müssen Anhänger seiner Designs aber nicht nur tolle Körper, sondern auch ordentlich was auf der hohen Kante haben: Das teuerste Stück der Kollektion kostet 18.600 Euro.

Model Daisy Lowe läuft bei Londoner Modewoche für Mark Fast

Sie darf wohl nicht nur als eines der derzeit beliebtesten It-Girls, sondern auch als Muse für viele Designer gelten: Die Tochter von Bush-Sänger Gavin Rossdale und Pearl Lowe, Daisy Lowe.

Als Model lief beziehungsweise shootete sie bereits für Burberry, Chanel, Vivienne Westwood oder Louis Vuitton. Alle lieben ihr wunderschönes Gesicht und ihren rockigen Stil. Nicht einmal die Nackt-Fotos für den Playboy im Jahr 2011 konnten ihrer Reputation schaden.

Bei der Modewoche durfte sie deswegen jetzt für Mark Fast laufen. Designer Christian Louboutin steuerte die Schuhe für die Show bei. Mit seiner Frühjahr/Sommer-Kollektion 2013 habe er sich besonders auf neue, aufregende Formen konzentrieren wollen, so Fast im Anschluss an die Show. Zu sehen gab es deswegen viel flatteriges Chiffon, aufregende Ausschnitte und Lagen-Looks. Es dominierten Pastellfarben wie Mintgrün, blasses Rosa oder Lila sowie ergänzend Schwarz und Gold.

Mode für den Mann - London präsentiert Fashion-Show mit überraschenden Trends

Die Fashion-Weeks stehen wieder vor der Tür und wie immer gibt es auch im Vorhinein bereits sehr interessante Veranstaltungen zum Thema Mode. In London findet derzeit die Show "London Collections: Men" statt. Hier präsentieren Firmen mit stark ausgebauter Männer-Kollektion ihre neuesten Designs, darunter Größen wie Tommy Hilfiger oder Alexander McQueen.

Bei Lee Roach blieb es klassisch und egelgant, er zeigte minimalistische Designs in vornehmlich Schwarz und Weiß. Auch Lou Dalton zeigten allenfalls einmal eine Jacke in Jagdgrün oder Anflüge von Schotten-Karo. Der Rest beschränkte sich ebenfalls auf zurückhaltende Farben und Schnitte, die leicht ins Sportliche reichten.

Mutiger gab sich das Label "Topman". Hier gab es rote Hosen und Mäntel in Hellorange zu sehen. Auch Röcke für Männer präsentierte das Label.

Kein Wunder, dass hier der Stones-Rocker Ron Wood im Publikum zu finden war.

Vorgeschmack auf die London Fashion Week

Das sprichwörtliche Brett vorm Kopf bekommt der Mann von Welt vom Designer höchstpersönlich gezimmert. Das Label "MAN", dem Namen gemäß ganz auf die Kreation eigenwilliger Bekleidung für Ihn spezialisiert, ließ seine männlichen Models jetzt mit kunstvoll arrangierten Holzlatten auf und vor dem Kopf über den Catwalk laufen.

Was die einen als unzumutbar empfanden, das ist den anderen ausgleichende Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern - schließlich müssen weibliche Models zum Beispiel mit schwindelerregend, oft gar gesundheitsgefährdend hohen Absätzen den Weg über den Laufsteg beschreiten. Üble Stürze und umgeknickte Knöchel sind hier keine Seltenheit.

Neben den extravaganten "Accessoires" mit den schwarz und weiß angemalten Brettern zeigte die "London Collections" Show der Herren, die traditionell als Vorgeschmack auf die in vier Wochen stattfindende Londoner Fashion Week begangen wird, jedoch auch allerhand mehr oder weniger Tragbares.

Erlaubt war dabei alles, was (den Designern) gefällt - von Looks, die in Schnittführung und Musterung eher für die weibliche Kundschaft gedacht scheinen, bis hin zu klassisch eleganten Kreationen. Rund 50 Designer und Labels nahmen in diesem Jahr am Event teil, das 2013 erst zum zweiten Mal in Folge veranstaltet wurde.

Androgyne Looks und bunte Farben: Zoë Jordan eröffnet London Fashion Week

Kaum hat die internationale Modewelt die New York Fashion Week hinter sich zurück gelassen, geht es in der britischen Hauptstadt weiter: Dort eröffnete die Designerin Zoë Jordan die London Fashion Week mit ihrer neuen Herbst/Winterkollektion 2013, für die sie großes Lob erhielt. Die Britin, deren Vater der berühmte Formel Eins-Pilot Eddie Jordan ist, studierte zunächst Architektur und war als Investmentbanker tätig, ehe sie im letzten Jahr ihr eigenes Fashion Label gründete.

Bekannt ist Jordan für ihren uniquen Stilmix aus strengen androgynen Schnitten und femininen Formen, die sie auch in ihrer neuen Kollektion wieder zeigte. Dabei kombinierte sie sehr weibliche Farbtöne wie Orange und Pink mit strukturierten schwarzen und weißen Kleidungsstücken. Ein besonderer Hingucker war ein fuchsiablaues Ensemble im Colour-Blocking-Stil und eine silberweiße Bluse mit spitzen Schulterpartien.

Die Entwürfe von Zoë Jordan sind unter anderem im Londoner Nobelkaufhaus Harrods zu finden, sowie in den asiatischen Kaufhäusern Isetan, Takashimaya und Koon. Zu ihren größten Fans gehören Stars wie Lady Gaga und Keira Knightley. Zu den neuesten Projekten der in Hong Kong lebenden Designerin gehört eine erste Swimwear-Kollektion und eine eigene Sonnenbrillen-Reihe.

London Fashion Week: Die Seile der Modestudenten

Die Aufnahme an der renommierten Central Saint Martins Hochschule in London kommt einem Ritterschlag für kreative Talente gleich. Etliche Designer, die heute zu den ganz Großen der Modebranche zählen, haben hier ihr Handwerk gelernt: Sarah Burton, die zuletzt Kate Middletons Brautkleid designte, Stella McCartney, Alexander McQueen, Zac Posen, Gareth Pugh, Print-Königin Mary Katrantzou - die Liste könnte beliebig lang fortgesetzt werden.

Zu den Highlights eines jeden Jahres gehört für die Studenten die Präsentation ihrer Entwürfe auf der Londoner Fashion Week. Die britische Hauptstadt ist bekannt für ihren unvergleichlichen Esprit, für jede Menge Mut und Abenteuerlust - auch in modischer Hinsicht. Mit 08/15-Kollektionen kann man hier also niemanden beeindrucken. Insofern durchaus verständlich, dass für viele Modestudenten "Auffallen!" auf der Agenda steht.

Das ist einigen jetzt bei ihrer Präsentation einer skurrilen Sadomaso-Kollektion gelungen: Ganz in Schwarz gehüllt, wurden die Models mit beigefarbenen Stricken verziert - mal an den Fußfesseln, mal mitten im Gesicht. Die Nähe zum sexuellen Fetisch dürfte hierbei kaum zufällig gewählt sein, sondern als bewusste Provokation.

Oder vielleicht verstehen wir die Entwürfe ja auch völlig falsch, und die zugehörigen Master-Studenten wollten lediglich ihre Makramee Kenntnisse unter Beweis stellen? Die orientalische Flecht- und Knüpftechnik könnte nämlich ebenfalls Inspiration für die ungewöhnlichen Accessoires aus den Seilen gewesen sein...

Moschino Cheap & Chic: Leoparden-Look in London

Die Italiener von Moschino sorgten bei der London Fashion Week mit der Präsentation ihrer Herbst/Winterkollektion für die Zweitlinie Cheap & Chic für viel Aufsehen. Knallbunt und flippig, mit einem Hauch von Punk Rock, kamen die neuen Designs daher.

Neben dem aktuell angesagten Monochrom-Look setzte das Haus dabei auch auf den Leoparden-Look und auf knallpinkes Satin. Echte Hingucker waren der Pullover mit einem riesigen Fragezeichen aus Pailetten und ein Cardigan, der mit bunten Perlen bestickt worden war.

Bei den Popstars, die während der Show im Savoy Ballroom in der ersten Reihe saßen, kam vor allem das sexy Lingeriekleid aus Leopardenprint mit schwarzer Spitze gut an, das garantiert demnächst auf einem roten Teppich zu sehen sein wird. Auch die flauschige pinke Felljacke sorgte für ein Raunen. Must-Have Accessoire der Saison dürfte wohl die schwarz-weiße Lacktasche sein, die in der Form einer E-Gitarre gehalten war. Anwesend waren unter anderem Pixie Lott, Daisy Lowe und die Geldof-Damen Pixie und Peaches.

Vivienne Westwood alterslos: Glitzernde Kollektion in London präsentiert

Kaum zu glauben, dass Vivienne Westwood mittlerweile 71 Jahre alt sein soll. Die britische Kultdesignerin, die einst den Punk salonfähig machte, begeisterte auf der London Fashion Week wieder einmal mit kreativen Entwürfen, die viele jüngere Designerinnen alt aussehen ließen.

Zu den schönsten Kreationen gehörte ein üppiges Cocktailkleid mit Glitzerelementen, ein funkelnder Pullover, der über und über mit Pailetten besetzt war, und eine hellblaue schimmernde Tunika. Auch Karos und Streifen waren wieder zu sehen, sowie bequeme Mäntel in Petrol und anderen Modefarben.

Kritik übte die Designerin an der neuen britischen Stil-Ikone Kate Middleton und ihren modischen Angewohnheiten: Da sie ohnehin ständig den gleichen Stil trage, könne sie eigentlich auch mehrmals das gleiche Outfit tragen, so Westwood. Ein fast identisches Kleid einmal in blau und einmal in rot zu tragen, sei jedenfalls unnötig.

Die Modeschöpferin ist schon lange für ihren Einsatz für politische Projekte und für den Umweltschutz bekannt und nimmt dabei selten ein Blatt vor den Mund. Zuletzt unterstützte sie mit einer Benefizaktion den Wikileaks-Gründer Julian Assange, der sich aus Angst vor einer Auslieferung an die USA in der ecuadorianischen Botschaft in London versteckt hält. Seit 2007 verzichtet sie für den Tierschutz darauf, Tierfell in ihren Kreationen zu verwenden.

Kurioses auf den Catwalk: Louise Gray schickt Model mit Toilettenpapier los

Wer bei der London Fashion Week richtig auffallen will, muss sich schon etwas Besonderes ausdenken. Der schottischen Designerin Louise Gray gelang dies mühelos: Sie schickte ein Model mit einer Rolle Klopapier auf den Laufsteg. Das Teil tauchte gleich mehrmals als Accessoire auf, zum Beispiel am Revers eines kunterbunten Mantels und als Verzierung eines Ringes. Nützlich vielleicht für mehrtägige Wanderungen im Dschungel, aber sicher nicht in der Großstadt.

Ansonsten blieb sich die Schottin treu und präsentierte wieder einmal wilde Farbmixe aus unterschiedlichen Materialen, die das Herz jeder Fashionista höher schlagen ließen. Die vielen Rot und Blau-Töne boten eine gelungene Abwechslung zum angesagten Monochrom-Einerlei und stießen in London auf viel Begeisterung.

Louise Gray studierte an der Glasgow School of Art und machte ihren MA an der Central Saint Martins. Sie gehört zu den vielversprechendsten jungen Designerinnen in London, die zuletzt mit viel Erfolg eine besondere Kollektion für die britische Modekette Topshop entworfen hat.

Kreatives Pflaster London: Die britische Hauptstadt hat sich als Modestadt etabliert

Paris und Mailand waren gestern: Die London Fashion Week hat sich zum ernst zu nehmenden Rivalen der beiden großen europäischen Modestädte und ihrer Frühjahrsshows etabliert. Dazu beigetragen haben neben dem wichtigsten Sponsor Topshop auch die kreativen jungen Designer der britischen Metropole, die mit kreativen Entwürfen punkten. Ihnen wurde in diesem Jahr ein angemessener Rahmen zuteil, der das Image der jungen Wilden noch unterstrich.

So durfte Paul Smith seine neue Kollektion in der Tate Britain präsentieren, dem wichtigsten Museum für moderne Kunst in London, in dem gerade Kurt Schwitters' Spätwerk zu sehen ist. Die angesagte junge Designerin Louise Gray, die in diesem Jahr mit Toilettenpapierrollen an ihren bunten Entwürfen auffiel, zeigte ihre neue Kollektion dagegen in der Tate Modern am Themseufer, wo gerade die große Roy Liechtenstein-Retrospektive das Publikum anlockt.

Damit hat sich die London Fashion Week weit von ihren Anfangsjahren entfernt, als die ersten Modeschauen noch in heruntergekommenen Fabrikhallen im Londoner East East stattfanden, in das sich Models und Einkäufer nur im Taxi trauten. Stattdessen ist nun das vornehme Somerset House im West End, in dem viele Kollektionen gezeigt wurden, Zentrum der Modewelt.

Was die London Fashion Week so besonders macht

Klar, gute Mode wird auch in anderen Metropolen dieser Welt präsentiert. Und obwohl Berlin und jüngst vor allem New York der britischen Hauptstadt in puncto Party in (fast) nichts nachstehen, so gilt die Londoner Fashion Week noch immer als heißeste Location zum exzessiven Feiern.

Schon die Entwürfe sind hier so phantasievoll und schrill wie nirgendwo sonst - insbesondere auch die Kreationen der Modeschüler von der renommierten Central Saint Martins sind jedes Jahr einen näheren Blick wert. Vivienne Westwood gilt als "Urmutter" der exzentrischen Kreationen, Henry Holland hat mit seinen knallbunten Kollektionen durchaus das Zeug zu ihrem Nachfolger.

Neben der Mode, die auf jede Menge Spaß und Verspieltheit schließen lässt, kann sich auch das Publikum auf der Londoner Fashion Week sehen lassen. Allenfalls im Big Apple ist die Promidichte noch so hoch wie hier - wobei auch hier London knapp die Nase vorn hat. Neben It-Models wie Cara Delevigne, die als Britin hier quasi ein Heimspiel genießt, kommen Kreative und Kritiker, Stars und Sternchen aus aller Welt. Klar, dass die nach den Schauen kräftig feiern möchten. Und so fließt der Champagner in Strömen, werden die Bässe aufgedreht - asketisch geht's hier in jedem Fall nicht zu!

Paul Smith präsentiert seine aktuelle Kollektion bei den "London Collections: Men"

Zweimal im Jahr präsentieren britische Marken, Firmen, nahmhafte Designer und neue Talente ihre aktuellen Kollektionen im Rahmen der "London Collections: Men". Jetzt gab das British Fashion Council den provisorischen Zeitplan für die anstehenden London Collections heraus. Die Modenschauen beginnen demnach am 16. Juni mit einer Show von Lou Dalton und enden am 18. Juni mit Nasir Mazhar.

Auch Designer Paul Smith wird in diesem Jahr mit seiner aktuellen Kollektion dabei sein, die er am letzten Tag der Veranstaltung präsentieren wird. Smith eröffnete im Jahr 1979 seine allererste Boutique in London. Mittlerweile hat der Designer über 300 Geschäfte auf der ganzen Welt und gilt als erfolgreichster Designer Großbritanniens.

Mailänder Modewoche

Die Mailänder Modewochen begnügen sich nicht mit einer zweimal jährlich stattfindenden Show – gleich vier Termine pro Jahr sind für sie reserviert. Damit gilt sie Insidern zufolge als zweitwichtigste unter den Fashion Weeks. Auch was die Damenmode anbelangt, steht die "Settimana della moda di Milano" gleich nach Paris auf Platz zwei in der internationalen Aufmerksamkeit.

Termine und Merkmale

Was Paris für die Damenmode ist, das macht Mailand in Sachen Herrenkollektion wieder wett, denn Mailand gilt als besonderer Hotspot für aktuelle, erlesene Herrenoberbekleidung. Anders ausgedrückt: Was man(n) hier zeigt, wird im nächsten Jahr weltweit getragen.

So eröffnet der Terminkalender der Mailänder Modewochen im Januar dann auch konsequent in Sachen Herrenmode mit der "Milano Moda Uomo". Diese findet auch im Juni noch einmal statt. Im Februar und September wiederum steht je eine Woche ganz im Zeichen der Damenmode – nämlich im Rahmen der "Milano Moda Donna".

Während man im Januar und Februar auf der Milan Fashion Week einen Blick auf die kommende Herbst-/Winterkollektion erhaschen kann, werden im Juni und September die Entwürfe für Frühjahr und Sommer des Folgejahres gezeigt. Als Organisator steht der italienische Modeverband Camera nazionale della moda italiana (CNMI) hinter den Mailänder Modewochen.

Geschichte und Modemarken

Die Mailänder Modewochen sind ein Kind der Nachkriegszeit, als sich die Lage in Europa soweit stabilisiert hatte, dass die Menschen wieder Geld für Luxusgüter wie Mode oder Schmuck ausgeben konnten – und wollten.

Die Mode der Fünfzigerjahre trotzte dem Kriegsgrau und denn erlebten Entbehrungen mit einer betont zur Schau gestellten Weiblichkeit, wie sie schon 1947 erstmals mit Christian Diors so genanntem "New Look" zu sehen war, die mit der kargen und praktischen Mode der Kriegsjahre nichts mehr zu tun haben wollte.

Im Jahre 1951 versammelte die italienische Modeszene erstmals ein internationales Publikum in Florenz, um in opulenten Entwürfen zu schwelgen. Hieraus entstand die bis heute florierende Modemesse Pitti Immagine. So beispielsweise findet bis zum heutigen Tag direkt vor den Mailänder Modewochen für Herrenmode die Pitti Immagine Uomo in Florenz statt.

Die eigentlichen Mailänder Modewochen in der Form, wie wir sie heute kennen, etablierten sich nach einigen Irrungen und Wirrungen der Sechzigerjahre erst zur Mitte der 1970er Jahre mit dem Erstarken der großen italienischen Designermarken wie Armani, Versace, Cavalli, Ferré oder Biagiotti.

Zu dieser Zeit war es auch, als heute international renommierte Luxusmarken wie Gucci oder Fendi ihre Bekleidungssparten ins Leben riefen – schließlich startete Gucci als Sattler und stellte bis in die Siebzigerjahre ausschließlich Lederwaren wie Taschen oder Gürtel her, während Fendi zunächst den Pelz- und Lederwarenbereich besetzt hatte und ebenfalls erst 1977 seine Linie für Damenmode lancierte.

In den Achtzigerjahren präsentierten dann schon italienische Designerlabels wie Alberta Ferretti, Dolce & Gabbana oder Moschino ihre Mode, während das heute geläufige Luxus-Label Prada überhaupt erst 1988 begann, Mode zu kreieren. Die bis dahin separaten Messen mit den Namen Milanovendemoda und Modit fusionierten in den 1990er Jahren zur Milano Collezioni, trennten sich 2003 jedoch wieder, sodass aus der Milano Collezioni Donna und Milano Collezioni Uomo die heute bekannten Mailänder Modewochen Milano Moda Donna und Milano Moda Uomo wurden.

Die Mailänder Modewoche hat begonnen

"Milano Moda Donna" ist der Titel der Mailänder Modewoche, die am Mittwoch ihre Pforten öffnete. Dort präsentieren Modegrößen wie Gucci, Versace und Prada ihre neuen Kollektionen.

Bis zum kommenden Dienstag wird das große Schaulaufen für die Trends von Frühling und Sommer 2011 dauern. Insgesamt werden über 70 große Defilees gezeigt werden. Der Tonus liegt dabei, dass die Mode einen Hauch Ethno-Look im mediterranen Stil haben wird.

Mailänder Modewoche: Versace erklärt Schulter zu erogener Zone

In der Kollektion von Designerin Donatella Versace legt sie Wert auf Kleider, die viel Schulter zeigen oder sie durch spezielle Träger zusätzlich betonen. Versace zeigte sich auf der Mailänder Modewoche außerdem kontrastreich mit Kombinationen wie kurzen Jacken und langen Bleistiftröcken. Außerdem waren bei vielen der Kleider waagerechte Streifen aus transparentem PVC oder Leder zu sehen.

Aus dem Modehaus Gianfranco Ferré wurden dagegen viele Details in die Oberflächen der Kleider eingearbeitet, wie etwa Makramee-Knüpfungen, Plisees und Pailletten. Nachwuchs-Designer Colangelo präsentierte seine Models in Kreationen mit raffinierten Volumenspielen und Netzkonstruktionen, während Armani auf lange Unterröcke und Leggings aus Tüll setzte. In seiner jungen Linie zeigte er viele leichte Stoffe.

Modewoche in Mailand: Dolce & Gabbana präsentieren klassischen Stil

Mailänder Modewoche: Weiße und schwarze Mode mit Stickereien und Spitze-Verzierungen

Rückansicht weiß- und schwarzgekleidetes Model auf dem Laufsteg
fashion Show © Gina Smith - www.fotolia.de

Die italienischen Modedesigner Domenico Dolce und Stefano Gabbana zeigten während der Mailänder Modewoche ihre D&G-Kollektion für den kommenden Frühling und Sommer. Bei den Modenschauen präsentierten die Models vor allem sehr klassisch gehaltene Outfits des Duos.

Kollektionen in weiß...

Röcke, Kleider, Shorts und Co. waren zum einen in weiß und meist sehr schlicht gehalten; teilweise waren sie mit Spitze und Stickerei vollendet. Und obwohl viele der Stoffe durchsichtig waren, wurde nur wenig Dekolleté gezeigt. Bei der Abendgarderobe setzten Dolce & Gabbana vielmehr auf Verzierungen mit Strasssteinchen.

...und schwarz

Zum anderen wurde auch Mode in schwarz zur Schau gestellt, vor allem aus Seide und Leder. Auch hier wurde auf Stickereien und Spitze gesetzt. Die Outfits wurden mit goldenen Ohrringen und Ketten kombiniert.

Die Mailänder Modewoche zog dieses Mal wieder eine Menge Prominenter an. In den ersten Reihen wurden unter anderem Naomi Campbell und Sängerin Kylie Minogue gesichtet und auch die kleine Tochter Willow von Schauspieler Will Smith war zu Gast.

Start der Alta-Moda-Tage

Am Samstag haben sie begonnen – die römischen Schauen. Für eine Woche ist die Stadt nun wieder im Modefieber. Bekannte, aber auch neue Designer präsentieren in Italiens Hauptstadt ihre Kunst. Schauplätze der Modewoche sind überwiegend historische Stätten.

Den Auftakt machte das Atelier Fausto Sarli. Höhepunkt war unbestritten eine Brautkleidversion, vorgeführt vom italienischen Supermodel Mariacarla Boscono. Am Sonntag begeisterte Guillermo Mariotto mit einer Huldigung an die Republik Italien, die in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. Das Minikleid mit Schleier zeigte sich in den Nationalfarben: Grün, Weiß und Rot.

Am Dienstag endet das römische Modeereignis.

Mailänder Modewoche - Auch kurvige Models geizen nicht mit Reizen

Die Mailänder Modewoche begann dieses Jahr mit der Kollektion von Elena Mirò. Die Trends der kommenden Herbst- und Wintermode wurden in den Größen 40 bis 54 präsentiert und bewiesen, dass auch kurvige Models nicht mit ihren Reizen geizen. Auch das Publikum war begeistert von den Models, die auf das vermeintliche Schönheitsideal der Magermodels gut ung gerne verzichteten.

Die Mode, die keine Kurven verhüllte, sondern sie gezielt zur Schau trug, wurden in gängigen Farben wie Schwarz und Bordeaux, aber auch in gewagtem Kobalt-Blau über den Laufsteg getragen. Ob Röhrenkleider, sportliche Lurexmode oder Kostüme aus Bouclé-Wolle, alles kam sowohl bei den Models, als auch bei Publikum und Presse extrem gut an. Bis zum ersten März präsentieren nun noch D&G, Armani, Prada und Versace ihre kommenden Kollektionen.

Das Fazit der Mailänder Fashion Week ist so bunt wie die Shows

Die Mailänder Modewoche bot viel Kurioses - Schlaghosen, Sternenmotive und Fliegerklappen

Die Mailänder Modewoche ist vorbei und damit ist es an der Zeit ein Resümee zu ziehen. Worüber sprach man? Was bleibt in der Erinnerung? Der Guardian aus England macht eine Aufstellung.

Sternenmotive und Pelze

Es gab jede Menge Sterne. Dolce & Gabbana überschüttete seine Kleider damit. Auch als Ohrschmuck fanden sie sich wieder. Hosen, die kaum jemandem stehen, wurden bei Armani gezeigt. Niemand, der nicht Modelmaße hat oder ununterbrochen seinen Körper trimmt, wird mit zu kurzen Schlaghosen auch nur annähernd so gut aussehen, wie die die Damen auf dem Laufsteg. Man sieht Pelz und Tierhäute. Und das, obwohl der Umweltschutz auch bei der exklusiven Mode längst Einzug gehalten hatte. Enttäuschend.

Weitere modische Highlights

Tina Turner kommt mit eigener Background-Musik. Bei Armani wurde sie zu eigenen Klängen auf ihren Platz in der ersten Reihe geleitet. Mit 71 kann man durchaus noch mega-cool sein. Die Fliegerkappen von Prada sehen aus, als könne man damit in den nächstbesten Pool springen. Sie sind so enganliegend, dass die Frisur darunter garantiert trocken bleibt. Vielleicht nicht der Trend für die Straße, aber zumindest ein Hingucker.

Am meisten sprach man jedoch von jemandem, der gar nicht da war. John Galliano und dessen Entgleisung waren das Thema Nummer eins.

Sportliche Modemesse in Mailand

Auf der „Milano Moda Uomo“, der Männermodemesse in Mailand, stand das sportliche Outfit im Vordergrund.

Mailands Designer haben sich offenbar von den Olympischen Sommerspiele 2012 in London inspirieren lassen. In ihrer Mode spiegelten sich vor allem Sportarten wie Fechten, Golf und Tennis wider und verleihen dem modebewussten Mann eine interessante Mischung aus elegantem und sportlichem Look.

Modewochen in Italien geht los

Die "Milano Moda Donna" - die Mailänder Modewoche - ist in Italien gestartet. Hier versammelt sich wie auch schon in London und New York alles, was in der Branche Rang und Namen hat. Natürlich gilt Italien immer noch heimlich als das Modeland schlechthin.

Die Kollektionen von legendären Häusern wie Prada, Versace und natürlich Giorgio Armani werden auf der ganzen Welt mit besonderer Spannung erwartet. Präsentationen von Häusern, die nicht aus Italien stammen, gibt es relativ wenige. Eine große Ausnahme ist das deutsche Label Aigner.

Weil die Italiener bekannt für rauschende Feste und ausreichend Klüngel abseits der Shows bekannt sind, wird die Mailänder Modewoche auch immer von reichlich Aftershow-Partys und anderen Festivitäten begleitet.

Auffällig, auffälliger, Mailand! Modewoche in Italien gibt sich opulent und verrückt

Geht es nach den Designern, die bei der Milano Fashion Week bisher ihre Vorstellungen von Trend für Frühjahr und Sommer 2012 präsentiert haben, dann wird das nächste Jahr ein buntes Spektakel.

So zeigte Salvatore Ferragamo ausladende Prints in Pink oder Rot sowie riesige Muster beispielsweise im Safari-Stil. Bei Laura Biagiotti wurden Blumenmuster aufgetischt. Wichtige Elemente waren dort auch Steine, die in den Stoff eingearbeitet wurden. Dolce & Gabbana versuchten sich an einer Hommage an Italien und präsentierten Stoffe, auf die beispielsweise riesige Zucchini oder Peperoni aufgedruckt waren. Selbst das sonst eher biedere Haus Missoni präsentierte wilde Patchwork-Looks mit Elementen aus Plexiglas. Und Byblos zeigte gar Blousons und Kleider, in die mittels Laser Muster eingebracht waren.

Hoffentlich verlieren wenigstens die Modeblogs und Kritiker in dem ganzen Chaos nicht den Kopf, damit wir im kommenden Sommer wissen, was wir anziehen sollen.

Bei der Mailänder Fashion Week ging es düster zu

Viel Schwarz und dunkles Ambiente waren bei der Mailänder Fashion Week angesagt. Gucci stellte die neue Kollektion „Intellektueller Luxus für neue Rebellen“ vor. Diese zeichnete sich vor allem durch übergroße Mäntel und auffällige Metallknöpfe aus. Neben wenigen roten und grünen Farbtönen verzichtet diese Kollektion allerdings fast vollständig auf leuchtende Farben.

Bei dem Designer John Richmond fällt die neue Kollektion nicht ganz so düster aus. Hier bestimmen braun-, grau-und Beigetöne die Kleidung. Auffällig ist außerdem, dass bei der Kollektion des Briten, die den Namen „Eleganz mit Rock `n` Roll Haltung“ trägt, alle männlichen Models nicht ohne eine Wollmütze unter einem Hut auskommen.

Allein bei den italienischen Modelabel Etro ging es in Mailand etwas farbenfroher zu. Wie die Marke im Programm verkündete, gehe es bei dieser Kollektion um eine Mischung aus traditionellen Elementen und romantischem Anteil. Das Ergebnis sind auffällige Halskrausen und prächtige Feder-Accessoires.

Mode-Ikone Miuccia Prada setzte dieses Jahr auf einen besonderen Werbe-Gag. Sie schickte gleich mehrere Prominente über den Laufsteg, die ihre Mode präsentierten. Darunter befanden sich sowohl Adrien Brody, Gary Oldman als auch Tim Roth und Jamie Bell aus dem bekannten Film „Tim und Struppi“.

Bei der Mailänder Fashion Week werden die neuen Kollektionen für 2012 und 2013 in insgesamt 39 Shows vorgestellt.

Mal dezent, mal Knallfarben: Die Mailänder Modewoche für Männer

Die Mailänder Modewoche zählt zu den wichtigsten Seismografen in Sachen Fashion überhaupt. Viermal jährlich präsentieren die wichtigen Designer und Modehäuser hier ihre Ideen zu den Trends der Saison, davon zwei Mal im Jahr die Milano Moda Uomo für die Herren der Schöpfung.

Die zeigte in diesem Juni das gesamte Repertoire moderner Männermode - mit Altbewährtem, aber auch mit vorsichtigen Neuerungen. Die ganz große Überraschung war in dieser Saison nicht zu finden. Auf allen Laufstegen waren Entwürfe zu bewundern, die oft nur wie eine leichte Abwandlung bereits bekannter Stücke wirkten. Allgemein ließ sich eine Fortsetzung des scheinbar ungebrochenen Eighties-Revival feststellen - eine Spur eleganter zwar, aber mit extradicken Sohlen und Loafers, Seidenblousons und Gold immer noch ganz klar in jenem Jahrzehnt verhaftet.

Ansonsten zeigten die Designer, dass Männer heute so vielseitig gekleidet sein können wie Frauen auch: Short und Röcke, dezente Töne und Knallfarben, in auffälligen Musterprints oder mit ganz und gar unifarbener Garderobe.

Die Männermode wird kurz: Mailänder Modewoche zeigt viel Haut

Die Mailänder Modewoche widmet sich zwei Mal im Jahr ganz den Herren der Schöpfung. Im Juni war es wieder soweit: Jeder, der in der Modewelt etwas auf sich hielt, pilgerte in die italienische Großstadt und bewunderte die aktuellen Sommertrends auf den Laufstegen.

Ein ganz besonders augenfälliger Trend: Männerhosen dürfen wieder kurz sein. Klar, schließlich steht der Sommer vor der Tür - und wer möchte da der Mode zuliebe schon gern schwitzen? Mit den aktuellen Kreationen kann Er also guten Gewissens Stilbewusstsein zeigen und trotzdem schön luftig unterwegs sein.

Die Hosenlänge war dabei in allen Variationen zu sehen: Knielange Shorts, lässige 7/8-Hosen...ein Designer allerdings schoss den Vogel regelrecht ab. Denn bei Raf Simons wurden Männermodels in äußerst knappen Pants über den Catwalk geschickt, die dank Schlitz noch tiefere (oder in diesem Fall wohl eher: höhere) Einblicke erlaubten. Ob man(n) dafür eigentlich die Beine rasieren muss - oder selbstbewusst Haar trägt?

Modefrühling bei Gucci - Mailand wird mit Knallfarben überrascht

Die Mailänder Modewoche war auch für Gucci die Möglichkeit, einen glänzenden Auftritt zu präsentieren. Die Models des Modehauses trugen Kreationen der Designerin Frida Giannini. Besonderer Blickfang sind duftige, zarte Stoffe, weite Schnitte und knallige Farben.

Erlaubt ist, was gefällt. Ob kräftiges Grün, Fuchsrot oder Royalblau, alle Farben, die auffallen, liegen voll im Trend. Frisuren und Make-up strahlen Strenge aus. So trugen die Models hauptsächlich strenge Mittelscheitel. Die Augen wirkten geheimnisvoll im Smokey-Look.

Fehltritt des Abends war der Auftritt der Designerin selbst, denn diese betrat den Cat-Walk in verwaschenen Jeans, die deutlich zu lang waren. Während der Modewoche werden weitere Highlights der kommenden Saison erwartet.

So steht die Kollektion von Jil Sander noch aus. Große Labels wie Armani, Prada und Versace werden das Publikum aber auch noch in ihren Bann ziehen.

Ganz in Weiß: Luisa Beccaria auf der Milan Fashion Week

Auf den ersten Blick hätte man denken können, man sei auf einer eleganten Hochzeit gelandet: Weiße Kleider, so weit das Auge reichte - und zur Krönung auch noch jede Menge roter Rosen. So jedenfalls das Bild, das Besucher der diesjährigen Milan Fashion Week in Mailand von der Kollektion aus dem Hause Luisa Beccaria bewundern durften.

Wer sich ein bisschen genauer mit den Designs der italienischen Modemacherin auskennt, der dürfte jedoch kaum überrascht gewesen sein: Schließlich gilt die tatsächlich aus Mailand stammende Beccaria als Inbegriff der romantisch-verspielten Mode. Mühelos verbindet sie angesagten Landhausstil mit höchster Schneiderkunst, lässigen Hippiestil mit italienischer Eleganz.

Fans ihres unverwechselbaren Stils werden auch in der kommenden Frühjahr-/ Sommersaison nicht enttäuscht: Weiße, wallende Kleider mit schicken Details, jede Menge Rüschen und fantasievolle Accessoires wurden hier über den Laufsteg geführt.

Milan Fashion Show: Gucci setzt auf Farben

Das italienische Luxuslabel Gucci zeigte sich bei der Milan Fashion Show am Wochenende mit viel Mut zu Farben: Kleider und Blusen kamen in kräftigen Beerenfarben daher oder sogar mit auffälligen Karomustern. Für festliche Abende wurden Samtkleider in Burgunderrot oder dunklem Blau präsentiert, während eine knallige orange Jacke der Hingucker für den Stadtbummel war.

Auch mehrere Jacketts mit kontrastierenden Farben und kantigen Schnitten gehörten zur Kollektion. In die gleiche Kerbe schlug die Designerin Alberta Ferretti, deren Kleider in fröhlichen Farben wie Violett, Rot und Knallblau daherkamen.

Der Trend zu monochromer Kleidung, der schon auf den Laufstegen in New York zu sehen war, setzt sich auch in Mailand fort: Francesco Scognamiglio präsentierte am Wochenende eine durchgehend monochrome Kollektion für die Herbst/Wintersaison 2013. Zu Beginn traten die Models vor allem in weiß und schwarz auf und zeigten beispielsweise schwarze Zottelmäntel und Blusen mit Rüschen. Weitere Highlights waren sexy knielange Bleistiftröcke und hochtaillierte Hosen.

Plüschig-herbstlich: Max Mara auf der Mailänder Modewoche

Max Mara gehört zu den wichtigsten und erfolgreichsten Modeunternehmen in Italien. Dort ansässig, war der Auftritt auf der Mailänder Modewoche natürlich eine Selbstverständlichkeit für das angesagte Label.

Dabei verstehen die Designer hinter Max Mara wie wenige andere, urbane Lässigkeit und italienische Eleganz mit einer großen Portion modischer Extravaganz und Innovation zu kombinieren.

Beispiele gefällig? Nun, der klassische Wintermantel sieht bei Max Mara 2013 eigentlich ganz gewöhnlich aus - mit schönen Karamellfarben und plüschigem Material. Wäre da nicht die Form: Mit überdimensionierten Schultern und mindestens ebenso ausladendem Kragen kamen die Mäntel daher, unter denen die Models auf dem Catwalk fast zu versinken drohten.

In ähnlichem Stile zeigte sich die gesamte Herbst-/Winterkollektion des italienischen Modelabels: Man legt in diesem Jahr viel Wert auf Volumen und teils extravagante Schnitte, ebenso auf kuschelige Materialien (Plüsch!) und herbstliche, eher gedeckte Farben.

Milan Fashion Week: Auch Ferragamo setzt auf Monochrom

Salvatore Ferragamo hat mit seiner Modenschau auf der Milan Fashion Week den großen Trend zu monochrom bestätigt: Der italienische Stardesigner präsentierte in seiner Herbst/Winterkollektion 2013 zahlreiche Kleidungsstücke in Grautönen und monochromatischem Schwarz-Weiß. Daneben mischten nur einige dunkelblaue Stücke den tristen Look auf.

Neben den berühmten Lederlooks des Modehauses, wagte sich Chefdesigner Massimiliano Giornetti auch an Pelze, die in den kommenden Wintermänteln verarbeitet wurden. Der ansonsten häufig zu sehende Trend zu runden Schultern war jedoch hier abwesend.

Insgesamt zeigten sich die Looks von Ferragamo als ausgesprochen tragbar mit klaren Linien und eleganten Schnitten.

Die Salvatore Ferragamo Group aus Florenz gehört heute zu den wichtigsten italienischen Modehäusern mit über 550 eigenen Geschäften weltweit. Der Italiener Ferragamo war 1914 aus Italien in die USA ausgewandert, wo er sich als Schuhdesigner in Hollywood einen Namen machte. 1927 kehrte er nach Italien zurück und gründete in Florenz das heutige Modeimperium.

Noch immer gilt das Label als eines der einflussreichsten in ganz Italien und was auf den Catwalks zu sehen ist, wird schon bald auf der Straße getragen.

Die Hingucker der Mailänder Modenschau

Am vor kurzem stattgefundenen Mailänder Mode-Wochenende zeigten die Stardesigner in ihren Kollektionen, was für den kommenden Herbst und Winter die Boutiquen erreichen wird. Dabei konnte eine ganz klare Tendenz festgehalten werden: die Mode wird luxuriös. Vor allem der Pelz spielt dabei eine Rolle, wie etwa Consuelo Castiglioni, der in seinen Entwürfen auf Fell gar nicht mehr verzichten wollte – ob Jacke, Stiefel oder Handtasche – überall wurde der Pelz mit eingebaut.

Versace, Gucci und Roberto Cavalli setzten indes auf zahlreiche Stickereien mit Pailletten, Perlen und Edelsteinen. Auch Federn wurden bei den Kollektionen großzügig verarbeitet und fanden auf Kostümen, Kleidern oder Jacken ihren Platz. Auffallend war, dass neben den vielen fast schon adelig wirkenden Outfits auch solche dabei waren, die in Richtung Punk gingen und durch (spitze) Nieten, Halsschmuck aus Leder und Spikes auf sich aufmerksam machten.

Puristische Eleganz: Francesco Scognamiglio auf der Mailänder Fashion Week

Jede Modewoche hat bekanntlich ihre ganz eigene Handschrift - in London gehören ausgeflippte Outfits fast schon zur Tradition, in New York hat man es gerne cool und urban, und in Paris ist die hohe Schneiderkunst zu Hause.

Im italienischen Mailand wiederum setzt man auf pure Eleganz. Natürlich finden sich auch hier zahlreiche Trends und Einflüsse wieder, die man so oder ähnlich auf anderen Fashion Weeks finden könnte. Und trotzdem: Schrill oder extravagant wird eher anderswo entworfen.

Als Meister der Eleganz präsentierte sich wieder einmal auch Francesco Scognamiglio. In nahezu ausnahmsloser Konsequenz setzte der italienische Designer auf Looks in Schwarz und Weiß - und bewies, dass diese Farbkombi alles andere als langweilig sein muss. Hauchzarte Kleider in transparenten Stoffen auf der einen, schwere Fellmäntel auf der anderen Seite: Auch in puncto Materialien zeigte Scognamiglio scharfe Kontraste.

Aigner auf der Mailänder Modewoche

Rückansicht weiß- und schwarzgekleidetes Model auf dem Laufsteg
fashion Show © Gina Smith - www.fotolia.de

Aigner ist zwar ein deutsches Label, aber in der ganzen Welt zu Hause: Wo immer erstklassige Lederwaren höchster Güte und von bestem Design gewünscht werden, ist das Traditionshaus gleich zur Stelle.

Und auch Gründer Etienne Aigner selbst war ausgesprochener Kosmopolit, in Ungarn geboren und in New York aufgewachsen. Kein Wunder also, dass mit Aigner auch ein berühmtes deutsches Luxuslabel auf der Mailänder "Moda Donna", der dortigen Fashionweek für Sie, vertreten war.

Unter dem berühmten Logo mit dem stilisierten A, das an ein Hufeisen erinnert, präsentierten die Models stolz die schönsten Kreationen für die kommende Herbst-/Wintersaison. Dabei ging es gewohnt elegant und glamourös zu.

Das Genie in Sachen Handtasche

Allein in puncto Handtaschen kann Aigner so schnell niemand das Wasser reichen: Ob mondäne Clutchbag oder geräumige Doctor´s Bag, ob großformatig oder winzig klein - hier findet wirklich jede anspruchsvolle Frau ihre neue Lieblingstasche.

Klassisches Leder und klassische Farben von Cognac über Rot und Blau bis Schwarz bestimmten die Kollektion, aufwändige Details vom Kettenhenkel bis zur Goldverzierung sorgten für das besondere Mode-Statement. Gürtel in teils extravaganter Ausführung rundeten die Kollektion ab.

Berlin Fashion Week

Neben den als "Big Four" bekannten Austragungsorten der Fashion Week – New York, Paris, London und Mailand – macht in letzter Zeit zunehmend auch Berlin von sich reden. Anfangs wurde die deutsche Hauptstadt noch gern als Mode-Wüste belächelt, gelten ihre Bewohner doch nicht gerade als leuchtendes Beispiel in Sachen Stil und Eleganz.

Geschichte

Zu Unrecht, denn Berlin blickt auf eine bis ins neunzehnte Jahrhundert zurück gehende Tradition durchreisender Tuchhändler fort, weshalb die Messe "Berliner Durchreise" mit Fug und Recht in Anspruch nehmen kann, die älteste Modemesse der Welt zu sein. Die Berlin Fashion Week dagegen startete als Off- oder Independent-Messe, hat sich aber mittlerweile auch zu einer bedeutenden Modewoche für die Designer entwickelt, was man auch daran merkt, dass Jahr für Jahr immer renommiertere Namen unter den Teilnehmern auftreten – und das, obwohl die Berlin Fashion Week noch jung ist.

Erst seit Sommer 2007 findet sie zweimal jährlich statt, die dank ihres Sponsors offiziell den Namen "Mercedes-Benz Fashion Week Berlin" führt und vor einer weltweit einmaligen Kulisse stattfindet: dem Brandenburger Tor, die Straße des 17. Juni hinab. Man könnte auch sagen: Die Berlin Fashion Week ist erwachsen geworden.

Neben dem Hauptschauplatz für Fachbesucher, Einkäufer und Medienvertreter locken zwei öffentlich zugängliche Laufstege die Modeinteressierten. Und als wären die ohnehin schon vollen Terminkalender durch die parallel stattfindenden elf großen und einigen kleinen Modemessen in Berlin noch nicht voll genug, buhlen auch die Showroomdays um die Gunst der Besucher.

Termine und besondere Modeevents

2013 fand die erste Mercedes-Benz Fashion Week Berlin vom 15. Bis 17. Januar statt. Parallel dazu präsentierte die Bread & Butter Berlin Streetwear, Sportbekleidung und Denim und die ebenfalls zeitgleich in Berlin stattfindende Modemesse Premium setzte auf ausgesuchte Kollektionen, exklusive Produkte und internationale Newcomer.

Andere im Rahmen der Berliner Modewochen in der Hauptstadt stattfindende Modeevents und Messen sind Seek, Showfloor Berlin, Show & Order, Panorama Berlin, The Gallery Berlin, Brigth, (Capsuled), Green Showroom, Ethical Fashion Show, Scoop und The Projektgallerie Showroom. Das Thema Berlins ist vor allem nachhaltige, "grüne" Mode – so genannte "Eco Fashion" – und junge Designer. Auf den Laufstegen der offiziellen Berlin Fashion Week sind aber auch zunehmend Big Player wie Hugo, Escada oder Schumacher vertreten – und auch der Berliner Designer Michael Michalsky, der vielen nicht zuletzt dank seiner Kollaboration mit einem großen Kaffeeröster bekannt ist, ist von der Berlin Fashion Week nicht mehr wegzudenken.

Er lässt seine Models übrigens mit Biokosmetik-Produkten schminken, und hier schließt sich der Kreis von großem Laufsteg zum "grünen" Gedanken der Indie-Labels wieder. Sein Image als "Modezirkus" hat Berlin jedenfalls abgestreift und gilt mithin als ernstzunehmender Austragungsort der Modewochen der etwas anderen Art.

Wie die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin ablaufen kann bzw. was präsentiert wird, kann man beispielsweise in Form eines Rückblicks auf das Jahr 2009 erkennen...

Berlin Fashion Week: Review auf Shows und Kollektionen 2009

Zum fünften Mal traf sich in Berlin das "Who is Who" der Modebranche. Vom 1. bis 4. Juli fand in der Landeshauptstadt die Mercedes-Benz Fashion Week statt und Berlin stand ganz im Zeichen der Mode.

Deutsche und auch internationale Designer präsentierten in einem extra für die Fashion Week aufgebauten Zelt am Bebelplatz ihre Kollektionen. Wer es sich leisten konnte, lud wie z.B. Boss Orange oder Michael Michalsky in auserwählte Locations rund um und in Berlin.

So beeindruckend diese "off side" gelegenen Events auch waren, so schwierig war doch das Hinkommen. Zwar stellte der Sponsor Mercedes-Benz eigens für die Show Woche eine stattliche Anzahl an Shuttle Limousinen zur Verfügung, doch war auch damit kein pünktliches Eintreffen garantiert – die Straßen erinnerten an den Broadway zur Rush Hour.

Erstklassige Gäste

Allerdings erweckte nicht nur der Verkehr Weltstadt-Feeling, auch die international bekannten Gäste sorgten für eine außergewöhnlich glamouröse Atmosphäre in Mitte. Neben Hollywood Stars und Sternchen erregte vor allem das Erscheinen von Suzy Menkes Aufsehen.

Die berüchtigte Modekritikerin vom "Herald Tribune" besuchte zwar nicht alle 33 Schauen, war aber doch täglich mehrmals in der First Row zu sehen und erteilte der deutschen Modestadt somit den Ritterschlag. Und den hat sie auch verdient – es war die erfolgreichste Fashion Week seit ihrem Beginn und Berlin hat bewiesen, dass es im wahrsten Sinne des Wortes en vogue ist.

Bei uns erfahren Sie alles über die interessantesten Shows und Kollektionen, Gewinner und Verlierer...

Boss Orange - Mode gab es auch zu sehen

Adrien Brody war da. Sienna Miller auch. Thomas Kretschmann sowieso. Welche Promis die BOSS Orange Fashion Show beehren sollten, war hinlänglich bekannt - dass die Kollektion daneben fast unterging, umso enttäuschender. Denn Boss-Designer Eyan Allen zeigte mit seiner Kollektion, was die Mode-Metropole Berlin auszeichnet: Schmuddel-Look trifft auf erstklassiges, individuelles Design.

Vor der Kulisse einer gewaltigen Turbine und einem eigens für die Show gestalteten Frachtcontainer präsentierte BOSS Orange in den abgewrackten Berliner Rathenau-Hallen in Treptow-Köpenick eine sehr bodenständige und trotzdem sehr coole Kollektion. Sportlich, modern, mit einer Prise "Rock Star" und einem Quäntchen "Glamour Chic": Models in

führten eine junge Casualwear Linie für den urbanen Lifestyle vor.

Kleider und Röcke in Pastelltönen - Hellblau, Rosa und Beige als vorherrschende Nuancen - reichten bis zum Boden und zeigten die feminine Seite von BOSS Orange. Das Ganze meist in Kombination mit großzügig fallenden Shorts, weiten Hemden und halblangen, in der Taille mit einem Tunnelzug gerafften Mänteln – und alles aus weichfallendem Denim. Daneben viele Variationen beigefarbener Trenchcoats.

Auch die Männer trugen viel Jeans, gern im Used Look und in Kombination mit T-Shirts plus Farbklecksen und legeren Strickjacken in Grau und Beige. Für die optischen Highlights sorgten Topmodel Toni Garrn im bonbonpinken Minikleid und passendem Lederblouson sowie Lakshmi Menon, Modelimport aus Indien, in einem mit silbernen Pailletten bestickten Maxirock. Wer da noch Augen für Sienna und Co. hatte, war selber Schuld – und hatte vor allem das Wichtigste verpasst: eine großartige Kollektion, die den Geist der deutschen Hauptstadt perfekt eingefangen hat.

Lala Berlin - Wegen Überfüllung geschlossen

Wer am 2. Juli die Show von Lala Berlin sehen wollte, musste schnell sein. Denn trotz Reservierung und Platzkarte war das Bebelzelt kurz nach Einlass restlos überfüllt. Für alle, die es schafften, sich in der Menge irgendwo hinter Modeguru Suzy Menkes und Stargast Heike Makatsch einen Platz zu ergattern, hat sich der Einsatz gelohnt.

Unter dem Motto "20's porn" präsentierte Designerin Leyla Piedayesh eine Kollektion, die den "Golden Twenties" alle Ehre machte: Glamouröse schwarze oder nudefarbene Kleider im Charleston Stil glänzten im Scheinwerferlicht dank unzähliger Golddetails und Perlenstickereien.

Fransen, Chiffonschleppen und freizügige Rückenausschnitte machten den 20er Jahre Look perfekt und bewiesen einmal mehr, dass sich die Mode auch in Krisenzeiten nicht unterkriegen lässt. Knitterfreies Jersey, kühle Seide und luftiges Chiffon – Leyla Piedayesh weiß, worin sich Frauen wohlfühlen. Sie verbindet Weiblichkeit mit Coolness und schafft es, höchsten Komfort mit strahlender Eleganz zu vereinbaren.

Und weil Lala Berlin ohne Strick kein Lala Berlin wäre, wurde die Kollektion mit grobmaschigen Strickpullis in zarten Pudertönen ergänzt und sogar noch um ein Highlight erweitert: ein pinkfarbener Overall löste begeisterten Beifall aus und spätestens da war klar: bei der nächsten Lala Berlin Show würde es wieder heißen: wegen Überfüllung geschlossen.

Penkov bleibt ihrem Stil treu - und überzeugt nicht

Mit zarten Elfenkleidchen in Nude, viel Goldapplikation, transparenten Leggings plus Herrenjackets versuchte die Berliner Designerin Bernadett Penkov ihre Gäste zu beeindrucken. Suzy Menkes, die berüchtigte Modekritikerin der "Herald Tribune" ließ sich in der First Row nieder, um einen Blick auf die Sommerkollektion von Penkov zu werfen.

Diese entsprach genau dem, was sich die Designerin zu ihrem Markenzeichen gemacht hat: bodenständige Mode mit klaren Schnitten und puren Farben. Sommerkleider, die aus mehreren Lagen transparenten Chiffons bestehen, sollten das Highlight der Kollektion sein – begeisterten allerdings nur mäßig.

Was fehlte, war Spannung und mehr als das Fazit "nett" hinterließ Penkov nicht bei ihren Zuschauern. Daran ist zwar grundsätzlich nichts auszusetzen - aber Mode, die jeglichen Kontrast vermeidet, wirkt leider meist nur eins: langweilig.

Transparente Barbarella-Leggings, die unter den Kleidern hervorlugten und flotte Schößchenjacken retteten da auch nicht viel. Sorry also, dass auch wir auf dem Boden blieben, anstatt vor Begeisterung an die Decke zu gehen.

Michalsky - Gute Stimmung mit passender Mode und Techno Beats

Wenn die Kirchturmuhr auf fünf vor zwölf steht, ein Flugzeugwrack am Boden liegt und eine überdimensionale Champagnerflasche in einem Meer aus Dollarnoten und Aktienscheinen schwimmt, dann kann das nur eins bedeuten: Die Show zur Krise. Michael Michalsky verwandelte den Friedrichstadtpalast für einen Abend in eine Mischung aus Berlin und New York der 20er Jahre und entführte seine 1200 Gäste für eine halbe Stunde zurück in die Zeit des Börsencrashs und schwarzen Freitags.

Doch schlechte Stimmung kam nicht auf. Gedeckte Farben und Schwarz sahen dank fröhlichem Mix mit Polka Dots, floralen Dessins, Schleifen in der Taille und pinken High-Heels gar nicht mehr nach Krisenkluft aus. Spätestens bei Sommerkleidern in Türkis und silberfunkelnden Charleston Dresses war klar – Michalsky hat keine Angst vor schlechten Zeiten.

Akustische Unterstützung holte er sich bei Diskjockey Legende DJ Hell, der mit harten Techno Beats gegen schlechte Stimmung anschmetterte und auch auf der Aftershow Party dafür sorgte, dass gefeiert wurde, wie es sich für die 20er Jahre Reminiszenz gehört. Die Krise war für einen Abend und eine lange Nacht vergessen – die Michalsky Show war es sicherlich noch lange nicht.

Sam Frenzel: Garantiert keine langweilige Mode

And the winner is... Sam Frenzel! Aus Gold war der Award, den Sam Frenzel nach Hause nehmen durfte zwar nicht, aber für den jungen Berliner mindestens genauso wertvoll.

Er und sieben weitere Kandidaten erhielten von Peek&Cloppenburg die Chance, bei der "Designer for Tomorrow" Show ihre Frühjahr/Sommer Kollektion zu präsentieren. Der Gewinner überzeugte die Jury, in der neben Instyle Chefredakteurin Annette Weber auch Strenesse Juniorchefin Viktoria Strehle saß, mit seinen futuristischen Entwürfen und entlockte dem Publikum sogar spontanen Applaus.

Die trotz des außergewöhnlichen Designs sehr tragbare Kollektion bestach mit voluminösen, fast schon architektonischen Kreationen in Transparenz und Erdtönen und professioneller Verarbeitung. "Alles was glatt ist, langweilt mich", beschrieb Frenzel seinen Stil und irgendwie wurden wir den Gedanken nicht los, dass seine Heimatstadt eine große Rolle für ihn spielt - denn wenn Berlin eines nicht ist, dann glatt.

Kaviar Gauche - Diese Show machte Lust, zu heiraten

"Je t'aime, moi non plus" hauchte Jane Birkin durch die Lautsprecher und rotes Licht verwandelte das Berliner Bebelzelt in ein schummriges Bordell. Die beiden Designerinnen Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl stellten am 4. Juli erstmals ihre Kaviar Gauche "Bridal Couture" Linie vor, die schon im Vorfeld viele Promis anlockte.

Doch selbst Boris Becker und seine frisch angetraute Lilly, die nach zehnminütiger Verspätung und viel Blitzlichtgewitter endlich ihre Plätze eingenommen hatten, konnten die Aufmerksamkeit nicht vom Wesentlichen lenken: der Mode. Und mit Unterstützung von Rammstein, die "Heirate mich!" in die Menge brüllten, richtete sich auch das letzte Augenpaar auf den Laufsteg und das erste Model.

Ob bodenlange Seide, knapper Chiffon oder androgyner Look mit weißer, geschlitzter Lederhose: die "Bridal Couture" erwies sich als vielseitig und überraschend tragbar. Der gelungene Mix aus Eleganz, Romantik und Coolness machte allen Fashionistas Lust auf das Thema "Hochzeit".

Mit raffinierten Details aus Pythonleder, Nietensandalen und schwarzen Schleifen in der Taille sorgte das Duo Kühl und Fischer-Roehler für die nötige Spannung und Modernität und zeigten, dass die Interpretation der starken Frau auch ohne das Rezitieren klassischer Männermode möglich ist.

Die Bräute von morgen sind alles andere als schwächlich und zerbrechlich - zum Altar schreitet man nicht mit Heavy Metal und nicht dem herkömmlichen Hochzeitsmarsch. Von dem war am Schluss allerdings nicht mehr viel zu hören - der Applaus für das Berliner Designer Duo fiel tosend aus.

Welche Modenschau man auch immer wählt - was gilt es, beim Besuch zu beachten?

Als Besucher auf der Modemesse

Auf einer Modemesse erhalten Besucher einen einzigartigen Überblick über internationale und aktuelle Modetrends. Namhafte Aussteller und Designer präsentieren ihre Kollektion; Events und Modeschauen runden das Programm ab. Besucher haben die Möglichkeit, sich auf den regelmäßig stattfindenden Modemessen im In- und Ausland auf beruflicher oder privater Ebene inspirieren zu lassen.

Nicht jede Modemesse ist für jeden Besucher offen. Auf vielen große Messen, wie z.B. auf der CPD Düsseldorf oder der JAM Berlin, erhalten nur Fachbesucher Eintritt.

Wer in der Modebranche arbeitet oder sich anderweitig als Fachbesucher ausweisen kann, hat Zutritt zu allen namhaften internationalen Messen. Privatbesucher sollten sich dagegen informieren, welche Modemessen öffentlich sind.

Vorbereitung

Der Besuch einer großen Modemesse muss immer gut vorbereitet werden. Oft ist es sinnvoll, im Vorverkauf Tickets zu erwerben, das gilt vor allem für besondere Events, Modeschauen und Veranstaltungen.

Für den Besuch einer Fachmesse müssen Besucher sich in der Regel frühzeitig anmelden. Die Vorbereitung schließt auch Fragen zu Anreise und Übernachtung mit ein sowie Informationen zu genauen Öffnungszeiten.

Viele Messen stellen online einen Hallenplan, ein Ausstellerverzeichnis und einen Veranstaltungsplan zum Download bereit. Die Gäste haben so die Möglichkeit, ihren Besuch auf der Messe individuell zu planen.

Angebot

Auf der Modemesse erwartet den Besucher schließlich ein großes Angebot an international bekannten und erfolgreichen Stardesignern sowie an jungen Newcomern. Es werden Trends der aktuellen und kommenden Saison präsentiert, je nach Jahreszeit präsentieren die Aussteller Sommer- oder Wintermode.

Zum weiteren Angebot zählen je nach Messe und Aussteller

Die Besucher sollten wissen, dass auf einigen Messen ausschließlich Damen- oder Herrenmode präsentiert wird.

Modenschauen

Ein besonderes Highlight ist für viele Besucher eine Modenschau. Welcher Designer seine Mode auf einer Schau präsentiert, sollte man beim Messeveranstalter im Voraus erfragen. In der Regel muss man hierfür nämlich ein extra Ticket erwerben. Weitere Höhepunkte können Auftritte und Interviews mit Stardesignern oder Fototermine mit namhaften Models sein.

Weitere Serviceleistungen

Da viele Besucher den Besuch einer Modemesse über mehrere Tage planen, werden oft zusätzliche Services wie Shuttlebusse zum Hotel oder Kinderbetreuung angeboten. Selbstverständlich ist ein Gastronomieangebot auf dem Gelände der Messe.

Mercedes Benz Fashion Week in Berlin gestartet

Vom 1. Juli an strahlt Julia Stegner wieder für die Modewelt. Sowohl Mercedes Benz als auch Premium und Bread & Butter veranstalten Shows, Walks und Parties in Berlin. Über 30 Designer präsentieren die neuesten Trends für Frühling und Sommer des kommenden Jahres.

Neu dabei sind Argentinien mit Pablo Ramìrez und Südafrika mit dem Label Black Coffee, die für ganz neue Nuancen sorgen. Beide haben ihre Shows durch einen Wettbewerb von Mercedes Benz gewonnen. Mit etlichen Preisen machen sich diese Marken nun endgültig einen Namen im internationalen Modemarkt. Außerdem neu zu sehen sind GANT, Escada Vintage, Anja Gockel, Patrick Mohr, Lena Hoschek, Deanoor, BOSS Orange und CUSTO Barcelona.

Berliner Fashion Week lockt auch Kulturinteressierte

Nächste Woche steht das deutsche Fashion-Highlight des Jahres an - die Berliner Fashion Week. Erwartet werden neben dem üblichen Messepublikum viele Stars und Modezaren. Doch Berlin hat nicht nur Mode zu bieten, sondern auch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Wer parallel zur Modemesse die deutsche Hauptstadt näher kennenlernen möchte und sich für Museen interessiert, kommt voll auf seine Kosten.

Im "The Kennedys Museum" kann man sich mit Politik, aber auch mit Mode beschäftigen. Die Ausstellung "Fashion goes Politics" zeigt, wie wichtig Kleidung für Politiker ist und was sie bewirkt. Im Deutschen Guggenheim-Museum werden modische Modelle und Zeichnungen ausgestellt. Das Neue Museum hingegen zeigt ägyptische Kunst.

Protest eines Berliners wegen Fashion Week auf dem Bebelplatz in Berlin

"1933 Bücherverbrennung – 2010 Modeparty" - Proteste durch Berliner Einwohner

Auf dem Bebelplatz in Berlin Mitte fand am 10. Mai 1933 unter der Losung "Wider den undeutschen Geist" die Bücherverbrennung statt. Im Jahr 1995 wurde dort ein Denkmal errichtet, was aus einem 5x5x5 Meter großen unterirdischen Raum - der in den Bebelplatz eingelassen, aber durch eine Glasplatte verschlossen ist - besteht.

An den Wänden des vollständig weiß getünchten Raumes befinden sich leere Regale für 20.000 Bände, die an den Zustand in der Alten Bibliothek nach der Plünderung erinnern sollen.

Jetzt fand dort auch die Fashion Week 2010 statt, eine Modemesse mit vielen Programmpunkten und mehr als 23.000 Besuchern.

Führen Proteste zur letzten Fashion Week am Bebelplatz?

Dagegen hat der 64-jährige Philipp Heinisch protestiert, indem er auf einem Stuhl vor dem Denkmal, das an die Bücherverbrennung erinnern soll, mit einem Plakat "1933 Bücherverbrennung – 2010 Modeparty" sitzt und so die Menschen auf das Denkmal aufmerksam macht. Der Vater von Philipp Heinisch war seinerzeit Maler und malte auch Porträts von Juden. Er selber war früher Anwalt, heute ist er als freier Maler und Künstler tätig.

Gegen die Modenschauen auf dem Bebelplatz haben auch die Jüdische Gemeinde von Berlin sowie Vertreter der CDU protestiert. Somit dürfte auf dem Bebelplatz dieses Jahr eventuell die letzte Fashion Week stattgefunden haben.

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    Berliner Modewoche mit vielen Star-Designern

    Heute beginnt die von Designern, Models, Modefreaks und Modejournalisten schon sehnlichst erwartete Berliner Modewoche. Bis Samstag zeigen 120.000 Aussteller die aktuellen und künftigen Modetrends. Ein Fashionstatement gibt auch Calvin Klein ab. Er ist zum ersten Mal in Berlin mit dabei. Seine Show soll eine der größten werden. Mit Freude wird auch John Malkovich erwartet. Der Schauspieler ist ebenfalls zum ersten Mal in Berlin mit von der Partie. Seine Herrenkollektion wird in einer Boutique ausgestellt.

    Nicht nur auf den Laufstegen werden Berühmtheiten erwartet, sondern auch im Publikum. In den ersten Reihen der Modenschauen werden deutsche Stars wie Boris Becker und Diane Kruger sitzen.

    Berliner Fashion Week Nr. 7 – es ist vorbei!

    Viele Stars, viele Sternchen und viel Mode gab es im Rahmen der Berliner Fashion Week. Die Fashion-Week wurde neben den ganzen modischen Neuigkeiten auch genutzt, um sich ein wenig von der Niederlage im Halbfinale der Fußball-WM abzulenken.

    Die Messe lief zur Freude der Veranstalter sehr erfolgreich. Besonders der Teil für die hochpreisige Mode war zu 20 Prozent besser besucht als im Jahr zuvor. Von Wirtschaftskrise ist bei den Gut-Betuchten wohl keine Rede. Im nächsten Sommer kann man sich übrigens scheinbar auf klassische Styles einrichten. Hellgraue Blusen mit Pailletten, Kleider, die das Schulterblatt entblößen und rosarote Dresses werden wohl des Öfteren zu sehen sein.

    Auftakt zur Berliner Modewoche

    StyleNite von Michael Michalsky auf der Berliner Fashion Week das größte Highlight

    Gestern war es soweit. Der Startschuss zur Berlin Fashion Week fiel. Hier werden die Trends für den Winter 2011/2012 gezeigt. Für Fachleute ein Muss. Auch die Prominenz fehlt bei diesem Event nicht. Und so mancher Jungdesigner hofft darauf, entdeckt zu werden. Viele Wünsche und Erwartungen bei der Berliner Modewoche.

    Berlin, der Modetreff

    Die Hauptstadt hat sich längst zu einem Modetreff entwickelt. Neben der Fashion Week gibt es aber noch weitere Höhepunkte. So die Fachmesse für Trendmode, Sport- und Streetwear "Bread & Butter" in Tempelhof. Unrath & Strano feiern im Rahmen der Berliner Modewoche ihr Comeback. Treffpunkt ist im Zelt am Bebelplatz.

    Stardesigner Michael Michalsky mag es glamourös. Seine StyleNite auf der Berliner Fashion Week zählt zu den größten Events der Modewoche. Und wie immer überrascht er. Die Zuschauer erleben die Deutschland-Premiere des neuen Disney-Films "Tron: Legacy".

    Nach Schauspielerin Milla Jovovich ist Supermodel Karolina Kurkova die neue Fashion-Week Botschafterin. Sie ist bei dem weltbekannten Dessous-Label "Victoria’s Secret" unter Vertrag. Die Berlin Fashion Week geht bis zum 23. Januar.

    Berliner Fashion Week: Designer Marc Jacobs stattet Berlin Besuch ab

    Die Berliner Fashion Week steht kurz bevor. Vom 6. bis 9. Juli findet das Großereignis in der Hauptstadt statt. In der Vergangenheit hatte es öfters Kritik gehagelt: Es kämen eher kleine Sternchen statt große Stars und das Ereignis hätte in der Modewelt keine wirkliche Relevanz.

    Mit dem Stargast dieser Fashion Week, Marc Jacobs, dürften die bösen Zungen jedoch verstummen, denn der Amerikaner gehört zu den absoluten Top-Stars in der Branche. Dabei eckt der durchaus an und sorgt für den ein oder anderen Skandal, wie als er unlängst am Nichtrauchertag Kate Moss mit einem Glimmstengel über den Laufsteg schickte.

    Doch einem Traditionshaus wie Louis Vuitton, für das Jacobs designt, tut der frische Wind durchaus gut. Seine Kollektionen finden reißenden Absatz. Jacobs kommt nun für Peek & Cloppenburg und gibt beim Contest "Designer for Tomorrow" das Jurymitglied.

    Berlin Fashion Week lockt mit Mix aus jungen Kreativen und bekannten Modehäusern

    Die Mercedes-Benz Fashion Week läuft in diesem Jahr im Herzen Berlins, direkt vor dem Brandenburger Tor auf, und zeigt vor allem eine Rekordzahl an Shows. Berlin ist beliebt wie nie zuvor. Eine besondere Qualität dieser Veranstaltung sind die jungen Kreativen, die Berlin in den letzten Jahren in Scharen angezogen hat.

    Nun zeigen Nachwuchstalente wie Celia Czerlinski, Hannes Kettritz oder Sam Frenzel, die an unterschiedlichen deutschen und ausländischen Hochschulen studiert haben und innovative Designs für Accessoires, Schuhe oder eben Kleidung vorlegten, was sie können. An traditionellen Häusern und Designer wie Stefanel und Marc Jacobs darf es aber auch nicht fehlen - die Mischung macht es eben in Berlin. Das gilt auch für die Location, denn Berlin verbindet eben historisches Flair mit neuen Trends.

    Berliner Fashion Week: Das waren die wichtigsten Shows

    Wenn sich unter die Touristen und das ohnehin schon bunte Publikum in Berlin mit einem Mal auffallend viele Paradiesvögel und gut Gekleidete mischen, dann ist wieder Fashion Week. Auch in diesem Jahr parkte das Hauptzelt direkt neben dem Brandenburger Tor und brachte die Hauptstadt in Sachen Mode wieder auf den neuesten Stand. Die Auftaktshow von "Escada Sport" wurde als voller Erfolg gewertet.

    Gezeigt wurden klassische Schnittmuster und schwere Stoffe wie Karo und Samt. Designerin Lena Hoschek präsentierte Röcke mit hoher Taille und ausgefallene Blusen im Fifties Style. Bei "Mongrels in common" gab es dunkle Farben mit Prints sowie individuell kombinierbare Einzelteile. Und Designer Dimitrios Panagiotopoulos bespielte für sein Label "Dimitri" das klassische Feld: Hosenanzüge, High Heels und opulente, auf Taille geschnittene Abendkleider wurden gezeigt.

    Tragbare Trends im Tiergarten: Die Fashion Week Berlin beginnt

    Anders als bei den großen Modeschauen in Paris oder Mailand steht bei der Berliner Fashion Week tragbare Mode im Vordergrund, die von Frauen jeden Alters getragen werden kann. In über 50 Shows präsentieren bekannte Labels wie Guess, Hugo, Escada und Rena Lange ihre Kollektionen für das nächste Jahr.

    Zu sehen gab es da eine Menge: Mexikanische Stilelemente mit Stickereien und Borten bei Lena Hoschek, weite Hosen und Kleider bei Escada und noch immer viele Chinos, den aktuell angesagten bunten Hosen. Doch auch von einem Denim-Comeback ist die Rede auf der Streetwear-Messe Bread & Butter mit ihren fast 700 Austellern, die auf dem Flughafen Tempelhof einen "Temple of Jeans" errichtet hat.

    Nicht nur bei Designern und Ausstellern hat sich die Berlin Fashion Week etabliert, sondern auch bei den Stars und Sternchen: Zahlreiche Blogger tummeln sich vor dem Zelt an der Siegessäule um gestylte Promis wie Bryan Adams und Sylvie van der Vaart zu fotografieren und damit möglichst zeitnah ihre Modeblogs im Internet zu füttern.

    Kaviar Gauche präsentiert kontrastreiche Mode auf der Berlin Fashion Week

    Promis wie Heike Makatsch und Nadja Auermann stehen schon länger auf die Mode der von Kaviar Gauche, die nun bei der Berlin Fashion Week ihre neue Kollektion vorstellten und dafür begeistert gefeiert wurden. Fließende leichte Stoffe wie Chiffon und Seide, transparente Spitzenkreationen und tiefe Dekolletés geben der Mode von Kaviar Gauche eine ganz besonders feminine Erscheinung.

    Für das kommende Jahr setzen die Designerinnen auf eine ganze Palette von hellen Tönen wie Gelb, Gold, Weiß und Crème, durchmischt mit erdigen Khaki-Tönen und etwas Leder. In mehreren Kreationen wurde auch der aktuelle Trend zu Schößchen aufgegriffen, die der weiblichen Silhouette das gewisse Etwas verleihen.

    Hinter Kaviar Gauche stehen die beiden Modeschöpferinnen Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl aus Berlin, die das Label im November 2004 gründeten und ihre Kreationen mittlerweile in über 10 Länder verkaufen. Außer im Flagship-Store in Berlin sind die herrlichen Kleider auch in Premium-Kaufhäusern wie dem KaDeWe und dem Alsterhaus Hamburg erhältlich.

    Lena Hoschek begeistert auf der Berliner Fashion Week

    Lena Hoschek hat es geschafft: Binnen weniger Jahre konnte sich die sympathische Österreicherin einen Platz unter den vielversprechenden Nachwuchsdesignern in Europa sichern. Wobei diese Bezeichnung fast schon einer Beleidigung gleichkäme - schließlich konnte die Modemacherin sich mit ihrem unverwechselbaren Stil inzwischen bei Branchenkennern, Journaille wie auch Fashionistas einen festen Platz im Herzen sichern.

    So verwunderte es denn auch kaum, dass zu Lena Hoscheks Show auf der Berlin Fashion Week reichlich Prominenz angereist kam: Die deutsche Moderatorin Enie van de Meiklokjes, selbst bekannt für ihre traumhaft weiblich-verspielten Looks, war nur eine von vielen begeisterten Fans, die der Österreicherin die Ehre gaben. Belohnt wurde das Kommen mit spannenden und formschönen Entwürfen, die ganz die Handschrift Lena Hoscheks trugen - und in den Details doch zu überraschen wussten.

    So setzte Hoschek auch in dieser Saison auf weibliche Formen und verspielte Details wie Spitzensaum oder Rüschenröcke. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Kollektionen wirkten diese aber über lange Strecken erwachsener, manchmal gar etwas strenger. Dazu passten die gruselig bemalten Gesichter der Models, die ganz im Stile des mexikanischen Tag der Toten (ein hoher Nationalfeiertag!) geschminkt waren. Oder handelte es sich hierbei vielleicht vielmehr um ein ganz besonders humorvolles, augenzwinkerndes Detail, die den präsentierten Entwürfen einen völlig neuen Dreh geben könnten?

    Escada Sport eröffnet Berliner Fashion Week

    Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass neben Paris, Mailand und London auch Berlin inzwischen seine eigene Fashion Week hat. Und die kann sich sehen lassen - mit frischen Entwürfen und überraschenden Styles, die oftmals so herrlich unverkrampft daherkommen.

    Ganz in diesem Sinne war auch die Auftaktveranstaltung, die in diesem Jahr wieder von Escada Sport bestritten wurde. Das Label gab dem begeisterten Publikum aus Journaille, Einkäufern, Modefans und natürlich jeder Menge Prominenz einen tollen Eindruck davon, wie lässig Eleganz aussehen kann - oder, um es umgekehrt zu formulieren, wie elegant sommerliche Lässigkeit sein kann.

    Weich fließende, leichte Stoffe und sommerliche Farben von Zitrone bis Apricot bildeten die Basis für einen Look, der sowohl an der Côte dÁzur wie auch auf der Nordseeinsel funktionieren dürfte. So viel modischen Spielraum bieten sonst nur wenige Labels - wenn dann noch die richtigen Accessoires (wie auf dem Catwalk gezeigt!) hinzukommen, steht einem lässigen Modesommer eigentlich nichts mehr im Weg.

    Wild, knallig, Miranda Konstantinidou: Designerin präsentiert verrückte Kollektion bei Modewoche

    Das dürfte wohl die ausgefallenste Show der Berliner Modewoche gewesen sein: Miranda Konstantinidou zeigte ihre Sommerkollektion 2013 und versetzte das Publikum in Staunen. Sie mischte Farben, Muster und Schnitte so wild wie niemand sonst und verzierte das Ganze obendrein mit einer Menge Accessoires. Das wichtigste Kleidungsstück war dabei meist ein mal sehr kurzes, mal sehr knöchellanges Sommerkleid. Vorherrschende Farben waren Himmelblau, Koralle, Hellgrün, Türkis und Braun. Die Models trugen Sonnenbrillen mit sehr kleinen, runden Gläsern und üppigen Armschmuck mit Perlen und vielen Bändern. In der Regel kombinierte Konstantinidou Plateau-Pumps zu ihren Designs.

    Insgesamt herrschte eine starke Folkloreatmosphäre mit Einschlag in die 70er Jahre. Zurückhaltender kombiniert könnten aber besonders die luftigen Kleider zu unseren Favoriten für den kommenden Sommer gehören. Die Muster, die Konstantinidou designt hat, sind einfach ein wunderschöner Hingucker.

    Designer Kilian Kerner war der Liebling der Stars bei der Berliner Modewoche

    Für viele Promis war er das absolute Highlight bei der Berliner Modewoche. Zur Präsentation der Sommerkollektion 2013 von Kilian Kerner strömten Stars und Sternchen noch und nöcher, darunter Eva Hassmann, Tim Bendzko und Minu Barati Fischer. Unter dem Motto "Vom GLAUBEN und FREI sein – POP meets NATURE" zeigte Kerner eine Mischung aus Eleganz und Street-Wear.

    Luftige Kleider wurden mit Lackelementen gebrochen, fließender Taft, Seide und Chiffon im Lagenlook und in gewagten Farbvariationen waren zu sehen. Highlight waren ein hautenges Meerjungfrauenkleid, das über und über mit Pailletten besetzt war und über dem Knöchel in einen weiten Saum aus Taft überging.

    Viele Blicke zog auch ein Kleid auf sich, dessen Rock aus vielen Lagen weißen Tafts bestand und dessen Oberteil über und über mit ganz Rosenblüten bestickt war.

    Berlin im Griff der Fashion Week

    Es ist wieder soweit: Der Berlin Fashion Week hat offiziell ihre Tore geöffnet! Anfangs noch belächelt und angesichts der ganz großen Schauen in Paris, Mailand, London und New York als zweit- oder gar drittklassiges Event abgestempelt, hat sich die Modewoche binnen weniger Jahre zu einem absolut hochkarätigen Must-do gemausert.

    Das spannende am deutschen Modezirkus: Hier sind nicht nur bekannte Labels vertreten, auch vielversprechende Newcomer und schräge Off-Designer präsentieren selbstbewusst ihre Kollektionen. Auch Nachhaltigkeit hat hier traditionell einen besonders hohen Stellenwert - die Vielzahl angesagter Kreationen, die gleichzeitig ökologisch korrekt produziert worden sind, beeindruckt auch das Fachpublikum aus dem Ausland.

    Während der Fashion Week ist Berlin Hotspot für Designer und Journalisten, für Einkäufer und Blogger aus aller Welt. Doch man muss kein großer Name sein, um am unvergleichlichen Flair dieses Events teilzuhaben: Auch jenseits der ganz bekannten Locations schlägt das Herz Berlins in diesen Tagen ganz für die Mode. In den Cafés und Clubs der Metropole treffen sich Kreative und Künstler, Wirtschaftsbosse und Alternative, um gemeinsam über die Zukunft der Fashionbranche zu diskutieren.

    Mit ein wenig Glück begegnet man dem Stardesigner hier auch schon einmal beim Bierholen an der Theke - schließlich möchten alle den besonderen Spirit Berlins erleben, und das geht eben am besten abseits der hochpreisigen Glamour-Locations. Mit noch mehr Glück ergattert man sogar einen Platz auf einer Gästeliste: Viele Labels und Designer bieten Restplätze für ihre Schauen an jeden, der sich rechtzeitig anmeldet.

    Berlin Fashion Week 2013 - Lena Hoschek setzt auf Russland

    Die österreichische Designerin hat auf der Berlin Fashion Week 2013 ihre neue von Russland inspirierte Kollektion vorgestellt. Ihre beliebte Sanduhr-Silhouette bleibt dabei erhalten und wird mit besonders weiten Röcken, Bubikragen, folkloristischen Stickereien und süßen Blumen-Mustern ergänzt. Kombiniert werden ihre "Liebesgrüße nach Moskau" mit Schnürstiefeln oder zerrissenen Strumpfhosen um der Kollektionen einen Hauch von Bohemian Chic zu verleihen.

    Präsentiert wurden die neuen Entwürfe von Lena Hoschek in Berlin unter anderem von Ex-GNTM-Teilnehmerin Marie Nasemann, die der femininen Mode eine gewisse Coolness verlieh. Schließlich ist es das erklärte Ziel der Designerin aus Graz Frauen mit ihrer Mode Selbstbewusstsein zu verpassen. So wurde sie in einem Interview mit den Worten zitiert: "An den Tagen, an denen sich Frauen am liebsten selbst daten würden, weil sie so stolz auf sich sind, sollten sie meine Sachen tragen.".

    Lange brauchen sich die Fashionistas nicht mehr gedulden: Die Herbst/Winterkollektion 2013/14 von Lena Hoschek wird schon bald im Handel erhältlich sein.

    Anja Gockel begeistert bei der Modewoche in Berlin das Publikum mit mutigen Designs

    Mit der Show von Anja Gockel scheint die Modewoche in Berlin einen ersten Höhepunkt erreicht zu haben. 59 Outfits präsentierte die gebürtige Mainzerin unter dem Motto "Woman I am". Beinahe sprengt sie mit diesem Überfluss an modischen Ideen den Zeitrahmen im großen Zelt am Brandenburger Tor.

    Die Winterkollektion 2013/2014 weist die für Gockel typischen Merkmale auf. Sie ist sehr sinnlich und feminin und schöpft mit Kupfer, Lila oder Rubinrot die warmen Teile der Farbpalette ab. Gebrochen wird das ganze mit asymmetrischen Schnitten und coolen Elementen wie XXL-Ärmeln oder Capes.

    Einige Teile schließen sich dem allgemeinen Trend zu Weiß als vorherrschender Farbe an. So etwa ein Zweiteiler, bestehend aus einer weißen Satin-Hose mit schwarzen Streifen und einem Oberteil mit langer Schleppe. Schultern und Kragen waren häufig ausgestellt und brachten einen frischen Wind in klassische Blazer- oder Pulloverschnitte.

    Einige Teile wiesen Print-Muster auf, darunter Hosen mit Blumen und Kleider mit kleinen weißen Flecken.

    Coole Ethno-Stücke bei "Lala Berlin" - Designerin Leyla Piedayesh begeistert bei der Modewoche

    2005 hat Leyla Piedayesh das Label "Lala Berlin" gegründet. Da war sie "schon" 35 Jahre alt. Die in Teheran geborene Designerin hat durchaus einige Umwege gemacht - etwa über ein BWL-Studium - und auch einige Erfahrungen.

    Nach der Islamischen Revolution im Jahr 1979 floh sie mit Teilen ihrer Familie aus dem Iran. Heute ist ihr Label eine feste Größe in der Modewelt. Bei der Fashion Week in Berlin begeisterte sie auch in diesem Jahr wieder mit ihrer Kollektion für den kommenden Herbst und Winter.

    Die Stücke wechselten zwischen Knallfarben wie Rot und Pink sowie elegantem Schwarz und Beige. Auch bei den Stoffen gab es viel Abwechslung: Kaschmir traf beispielsweise auf Seide und Leder. Unter den Accessoires waren Hüte und sehr hohe Lederstiefel. Der lässige Ethno-Mix kam bei den Besuchern am zweiten Tag der Fashion-Week durchweg gut an.

    Perret Schaad überzeugen auf der Fashion Week

    Auch bei der Fashion Week 2013 wurden die beiden Designerinnen gebührend gefeiert

    Models in eleganter Abendgarderobe auf Catwalk
    catwalk 8 © Diorgi - www.fotolia.de

    Mit gerade einmal 29 bzw. 30 Jahren gehören Johanna Perret und Tutia Schaad längst nicht mehr zu den Küken der Berliner Modeszene - ganz im Gegenteil! Bereits 2009 gründeten die coolen Hauptstädterinnen ihr gemeinsames Label, das sich jeweils aus ihren Nachnamen zusammensetzt. Quasi von Beginn an ernteten die Kreationen von "Perret Schaad" begeisterten Zuspruch sowohl von Kundinnen wie auch von der Modejournaille.

    Kollektion in gewohnter Handschrift

    Und so ist es kaum verwunderlich, dass die beiden Designerinnen auch bei der kürzlich zu Ende gegangenen Fashion Week 2013 wieder gefeiert wurden. Johanna Perret und Tutia Schaad präsentieren eine Kollektion, die die gewohnte Handschrift des Labels trug und trotzdem mit einigen neuen Details zu überraschen wusst. Erstklassiges Handwerk bildet die Basis jedes einzelnen Kleidungsstücks - die Schnitte sind gekonnt, die Materialien exklusiv.

    Gewinnbringende Kooperation

    Die künstlerische Ader konnten die jungen Berlinerinnen an der Kunsthochschule Weißensee festigen: Hier lernten die beiden das Einmaleins des kreativen Schaffens, hier lernten sie sich kennen. Offenbar eine mehr als gewinnbringende Entscheidung - wie tosender Beifall auch von prominenten Gästen im Publikum belegt haben dürfte.

    Berlin Fashion Week - Rot, rot und nochmals rot

    Viele Designer erklärten die Farbe der Liebe zur Nuance der kommenden Herbst-/Wintersaison

    Frau im schulterfreien, langen roten Kleid aus Seide
    long dress © Konstantin Yuganov - www.fotolia.de

    So viele Shows wie nie, so viele Promis wie nie, und auch die Stimmung auf den After-Show Partys könnte besser kaum sein: Berlin mausert sich langsam aber sicher zur echten Modemetropole. Zwar geben gerade in der traditionellen Schneiderskunst selbstverständlich Paris und Mailand den Ton an, und auch New York und London haben international betrachtet noch deutlich die Nase vorn. Und trotzdem: Die Berlin Fashon Week 2013 konnte sich wahrhaft sehen lassen - und tat es auch, vor einem begeisterten (zunehmend auch internationalen) Publikum.

    Rot als neue Lieblings-Nuance

    Ein interessanter Trend war in diesem Januar besonders zu beobachten: Galt das typische Berliner Design bisher als äußerst cool, gern auch mal etwas schriller, insgesamt aber doch angenehm zurückgelehnt, so durfte es dieses Mal deutlich glamouröser und opulenter zugehen. Wo man auch hinblickte, war Rot die Farbe der Stunde - und die ist nun wirklich alles andere als kühl.

    Kilian Kerner setzte neben herbstlichen Tönen in Braun und Grün auf jede Menge Tiefrot, auch viele andere Designer erklärten die Farbe der Liebe zur Nuance der kommenden Herbst-/Wintersaison.

    Deutsche Diva im Rot-Rausch

    Da passte es nur zu gut, dass die Diva der deutschen Schauspielerinnen Iris Berben in einem Interview erklärte, absolut auf Rot zu stehen. Und nein, damit meinte die talentierte Schöne keineswegs nur den berühmten Teppich, auf dem sie gerne steht.

    Kühle Eleganz - Das Label "Dimitri" präsentiert Kollektion auf der Berliner Modewoche

    Von einem italienischen Label würde man eher nicht erwarten, dass sich die Designer ausgerechnet von Sibirien inspirieren lassen, doch genau das haben die Kreativen bei "Dimitri" getan. Die Reaktionen auf die Show bei der Modewoche in Berlin zeigen, dass das Konzept aufgegangen ist. Begeistert nahm das Publikum etwa die Farben der Stücke für den Herbst/Winter 2013/14 auf.

    Anwesend waren namhafte Promis wie etwa Jette Joop, Simone Thomalla sowie Bruce Darnell. Die verschiedenen Blau-Töne wurden kombiniert mit eisigem Weiß sowie Grau und Metallic-Tönen. Um im Thema zu bleiben, trugen die Models kleine Eiskristalle in den Brauen. Es sei um luxuriöse Eleganz an kalten Wintertagen gegangen, erklärte Designer Dimitri Panagiotopoulos.

    Zu überzeugen wusste neben der Farbpalette auch der Material-Mix. So gab es leichte Chiffon-Kleider ebenso zu sehen wie Lederhosen mit metallischem Schimmer.

    Fashion made in Germany - Rena Lange begeistert die Kritiker

    Mit einer fulminanten Show feierte Fielitz einen ersten Abschied von Rena Lange

    Models in eleganter Abendgarderobe auf Catwalk
    catwalk 8 © Diorgi - www.fotolia.de

    Dass feinste Couture, höchste Qualität und kreative Innovation auch in Deutschland möglich sind, beweist das Modelabel Rena Lange: 1916 von Martha Lange in München gegründet, konnte sich das Fashion-Unternehmen nun knapp ein Jahrhundert behaupten - und das, ohne jemals langweilig zu werden.

    Gekonnter Detailreichtum überzeugt

    Wie das funktioniert, bewiesen Creative Director Karsten Fielitz und sein Team jetzt wieder auf der Berlin Fashion Week 2013: Inspiriert von den klaren Linien und faszinierenden Farbflächen moderner Kunst präsentierte sich die Herbst-/Winterkollektion für dieses Jahr gewohnt puristisch, aber ungemein elegant und ausgefeilt.

    Neben Schwarz und Weiß waren Braun, herbstliches Orange und Grau die Farben der Stunde. Zahlreiche kleine Eyecatcher wie Kragen und Schleifen verrieten den gekonnten Detailreichtum, für den das Label Rena Lange so beliebt ist.

    Begeisterte Kritiker und Gäste

    Kein Wunder also, dass sich sowohl die Modekritiker im Publikum wie auch die prominenten Gäste begeistert zeigten - einige hielten die Show für eines der absoluten Highlights auf der diesjährigen Fashion Week.

    Gleichzeitig ist mir ihr jedoch auch ein kleiner Wermutstropfen verbunden: Karsten Fielitz wird künftig andere Wege einschlagen, mit der fulminanten Show feierte er gewissermaßen auch einen ersten Abschied von Rena Lange.

    Hugo Boss ist das Highlight der Berliner Fashion Week

    Akkurate Schnitte und gedeckte Farben wurden durch modische Details und Cut-Outs aufgelockert

    Körper eines männlichen Models in Mantel auf dem Laufsteg
    male model © Gina Smith - www.fotolia.de

    Die Berlin Fashion Week wäre wohl unvollständig ohne die Shows des deutschen Erfolglabels Hugo Boss: Kaum ein Event ist so begehrt wie dieses, kaum eine andere Präsentation so aufwändig in Szene gesetzt.

    Neben jeder Menge Deutscher war hier auch die internationale Prominenz zugegen - Hollywoodstar Renée Zellweger beispielsweise ehrte die stylische Linie Hugo by Hugo Boss mit ihrem Besuch.

    Unifarben und Cut-Outs

    Geboten bekamen sie und die anderen Gäste wie gewohnt eine ganze Menge. Ganz besonders gelungen: Hosenanzüge und Kleider mit gezielt platzierten Cut-Outs, die ansonsten ganz klassisch und elegant in Unifarben daherkamen. Ein deutlicher Kontrast zu der Kollektion vom letzten Jahr, in der silbern schillernde Flächen für spacig-schrille Kontraste sorgten.

    Mode, mit Liebe zum Detail

    Neben akkuraten Schnitten und eher gedeckten Farben (Rot war auch vertreten) überzeugte die junge Linie HUGO des Modeunternehmens vor allem durch die Liebe zum Detail:

    • Doppelt gelegte, opulente Kragen,
    • Ledereinsätze und
    • doppelt gereihte Military-Knöpfe

    zählten neben den raffinierten Cut-Outs zu den absoluten Highlights der Kollektion. Verantwortlich für das gefeierte Design zeichnen Eyan Allen und Bart de Backer, die für ihre Kreationen nach der Show jede Menge Lob einheimsen konnten.

    Berlin Fashion Week - Der Vorhang fällt mit Michael Michalsky

    Sein urbaner, cooler Look, gepaart mit einer guten Portion Eleganz, lockt Prominenz nach Berlin

    Körper eines männlichen Models in Mantel auf dem Laufsteg
    male model © Gina Smith - www.fotolia.de

    Knapp eine Woche lang war Berlin nicht nur Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch der Modebranche: Immer weiter eilt der gute Ruf dem Event voraus, so dass man hier und da sogar einige illustre Gäste aus Hollywood in den Reihen des Publikums (meistens natürlich: in der Front Row!) ausmachen konnte.

    Urbane Eleganz bei der Michalsky-Show

    Krönender Höhepunkt und zugleich Abschlussveranstaltung war die Show von Michael Michalsky. Der Berliner Designer zählt modetechnisch zu den Aushängeschildern der Hauptstadt - obwohl er eigentlich in Göttingen zur Welt kam und später in London seine Ausbildung absolvierte.

    Nach langjährigen Engagements für Levi´s und adidas ist Michalsky seit einigen Jahren mit seinem eigenen, gleichnamigen Label erfolgreich. Sein Markenzeichen: Ein urbaner, cooler Look, gepaart mit einer guten Portion Eleganz.

    Gesellschaftskritisches Kollektions-Thema

    Fans der typischen Michalsky-Handschrift wurden auch bei der diesjährigen Fashion Week in Berlin nicht enttäuscht: Unter dem Motto "Broken promises", das der Designer als Kritik am zwischenmenschlichen Miteinander heute formulierte, zeigte die neue Kollektion viel Schwarz, kombiniert mit

    • Weiß und Ocker,
    • Zebra- oder
    • Eighties-Prints.

    Zurückhaltende Romantik - Dorothee Schumacher besticht bei Berliner Modewoche mit ihrer Kollektion

    Die von Rosen inspirierte Kollektion kann als Ode an die weibliche Stärke verstanden werden

    Rote Rose liegt auf weißem Hintergrund, umgeben von roten Herzen auf Boden
    red rose © Kati Molin - www.fotolia.de

    Modemacherin Dorothee Schumacher legte bei der Berliner Modewoche den Begriff "Romantik" einmal ganz anders aus. Sie zeigte ihn nämlich nicht als eine Ansammlung von Rosa, Rot und puffigen Schnitten, sondern eher zurückhaltend.

    Feminine und starke Looks

    Die Herbst-/Winterkollektion 2013/2014, die unter dem Motto "Every Rose Has Its Thorn" stand, zeigte verspielte Designs. Gleichzeitig wurden feminine Looks immer auch gebrochen mit sehr straighten Elementen, die Stärke vermittelten. So zeigte sie enge Lederhosen zusammen mit einem sehr ausladenden dunklen Cape, das dann aber eine glitzernde, verspielte Brosche trug.

    Gedeckte Farben mit starker Message

    Die Schnitte waren durchweg sehr körperbetont und weiblich. Die Farben waren eher gedeckt:

    • Schwarz,
    • Braun und
    • Olive

    dominierten. Dann gab es aber immer auch Details in kräftigem Rot oder in Silber. Die Kollektion ist dementsprechend von Rosen inspiriert, aber eher von den verdeckten Seiten der Rosen.

    Es geht um den Widerspruch zwischen Schönheit und Sanftheit sowie Härte. Ganz genau so wie die moderne Frau ihr Leben auch zwischen ihrer sanften Seiten und der harten Realität meistern muss.

    Was für das Auge - "Laurel" bringt heiße Luxus-Kollektion zur Berliner Fashion Week mit

    Heiß, heißer, "Laurel" - so kann man die Kollektion des Design-Teams bei der aktuellen Berliner Modewoche getrost zusammenfassen. Mit sexy bodenlangen Roben, engen, glitzenden Hosen sowie Felljacken sind die Macher des Labels ganz weit vorne dabei, wenn es um die eher gewagtere Mode für den Herbst und Winter 2013 geht.

    Das Publikum scheint den Machern recht zu geben, denn es schauten sich unter anderem solch illustre Promis wie Schauspieler Joseph Fiennes und seine Frau, Natascha Ochsenknecht und Dana Schweiger die Show an. Neben Silber und Schwarz dominierten Lila- und Blau-Töne bei den Designs.

    Viele Kleider waren mit Cut-Outs versehen oder aber mit Versatzstücken aus Perlen und Fell. Ein Kleid bestand ausschließlich aus silber schimmernden, aneinandergereihten Platten. Einige eher zurückhaltende Kleider wurden mit Schößchen aufgepeppt.

    Auch sehr klassische Designs waren zu sehen, so etwa ein bodenlanges, ärmelloses Kleid in nachtschwarz, das mit Seitentaschen versehen war.

    Designer Kilian Kerner präsentiert zum elften Mal auf der Berliner Fashion Week

    Kilian Kerner hat in diesem Jahr zum elften Mal in Folge auf der Fashion Week in Berlin präsentiert. Obwohl der Berliner Designer mittlerweile zu den erfolgreichsten Modeschöpfern Deutschlands gehört, war er vor der Modenschau am gestrigen Dienstagabend sichtlich nervös. Aber das ist kein Wunder, denn die Erwartungen waren hoch.

    Als Kerner im Jahr 2004 sein Label mit drei Mitarbeitern gründete, glaubte niemand so recht an einen großen Erfolg. Immerhin hatte der Schauspielschüler nie eine Ausbildung zum Designer gemacht. Der große Erfolg kam erst, als sich Sängerin Nena regelrecht in seine Entwürfe verliebte.

    Mittlerweile hat Kerner 25 Mitarbeiter und sogar Shops in Großbritannien. Im September wird er auch zum ersten Mal auf der Londoner Fashion Week präsentieren. Doch trotz aller Aufregung lief die Modenschau glatt über die Bühne. Die insgesamt 51 Entwürfe von Kerners aktueller Kollektion standen unter dem Motto "Hör nicht auf mit Träumen" und waren vor allem eines: farbenfroh.

    Erste Highlights der Berliner Fashion Week

    Endlich ist es wieder soweit: Die Mercedes Benz Fashion Week in Berlin hat vor wenigen Tagen begonnen! Unnötig zu erwähnen, dass seitdem ein Highlight das nächste jagte. Die Fashion Week hat sich binnen weniger Jahre von einem kleinen Event zu einer Veranstaltung von Weltruf gemausert. Einige Labels und Designer sind hier groß geworden, haben dank Berlin nun auch andernorts einen Fuß in der Tür.

    Ein Beispiel für diesen Wandel: Lena Hoschek. Die österreichische Modeschöpferin war zwar bereits zuvor keine kleine Nummer mehr, trotzdem dürften ihr die regelmäßigen Auftritte auf der Berliner Fashion Week nochmals deutlich mehr Fans und Aufmerksamkeit verschafft haben. Auch in diesem Sommer präsentierte Hoschek wieder die für sie so typischen Retro-Looks im herrlichen Fifties- und Sixties-Stil, der auch Frauen mit weiblicheren Formen so gut steht.

    A propos weibliche Formen - die stehen auch bei Designerin Anja Gockel hoch im Kurs. Die Mainzerin präsentierte ihre Kollektionen aus weichen, fließenden Stoffen mit tollen Farben und Mustern am 3. Juli - und beweist mit einer zusätzlichen Plus Size-Linie, dass gute Mode auch in großen Größen wunderbar ausschaut.

    Weitere Highlights der ersten Tage auf der Mercedes Benz Fashion Week umfassen unter anderem die heiß ersehnte Show von Hien Le, außerdem standen am zweiten Tag Szenegrößen wie Marcel Ostertag, Kaviar Gauche, Blacky Dress und viele weitere auf dem Programm.

    Trash Pur - Bonnie Strange setzt auf Provokation

    Die Berliner Fashion Week ist nicht nur für ihre hochkarätigen Events bekannt, sondern auch für die zahlreichen Veranstaltungen und Schauen am Rande, die nicht unbedingt offiziell dazugehören müssen, aber mindestens ebenso viel Spaß bringen. Besonders heiß ersehnt: Die Schau von Bonnie Strange, schrilles It-Girl, Ex-Freundin von Wilson Gonzales Ochsenknecht und neuerdings Designerin mit ihrem eigenen Label "The Shit" und dem gleichnamigen "The Shit Shop".

    Trash ist Trumpf bei der Berlinerin, die bisher vor allem für ihre kunterbunt gefärbte Mähne und den außergewöhnlichen Look bekannt war. Ihre ganz persönliche Vorstellung von gutem Geschmack lebt Bonnie jetzt auch kreativ aus - und jeder, der möchte, kann es ihr nachmachen. Shirts und Pullis mit derben Aussprüchen, etliche Anleihen aus den 90er Jahren und jede Menge Haut: Wer die Extravaganz liebt, der kommt bei "The Shit" voll auf seine Kosten.

    Insofern verwunderte auch die neue Kollektion, die Bonnie Strange hier präsentierte, kaum. Für das Styling setzte die Jungdesignerin mit Starvisagistin Miriam Jacks sogar auf eine klassische Branchengröße, die auch bei den deutlich konservativeren Labels fürs Make-Up sorgt.

    Ein bisschen Provokation musste dann aber doch sein - Bonnie ließ den anwesenden Gästen Goodie-Bags mit Sexspielzeug aushändigen, die den extravaganten Charakter des Events noch einmal mit einem Ausrufezeichen versahen.

    Nachhaltige Mode auf der Berliner Fashion Week

    Zwei Models auf dem Laufsteg, eins kommt, eins geht
    asian model on the catwalk © Gina Smith - www.fotolia.de

    An Mode kommt niemand vorbei. Selbst jene Menschen, die behaupten dass es ihnen "eigentlich egal" sei, was sie tragen, suchen dann eben doch das ein oder andere Lieblingsstück aus. Trends mögen kommen und gehen - doch etwas zum Anziehen benötigt jeder Mensch, und hübsch aussehen soll es dann meist auch noch.

    Berliner Fashionweek gewinnt immer mehr Ansehen

    Inspiration für die eigene Garderobe kann man sich jetzt wieder von der Berliner Fashion Week holen. Die Modenschau, die jetzt bereits zum 15. Mal ihre Zelte in der Hauptstadt aufschlägt, hat sich vom kleinen Event für Insider zum international beachteten Massenspektakel geschlagen.

    Auch, wenn die Berliner Fashion Week noch nicht mit New York oder London mithalten kann - Anerkennung und Aufmerksamkeit sind der Modewoche sicher. Dazu passt auch, dass die Mercedes Benz Fashion Week Berlin, kurz MBFWB, eigene Akzente setzt.

    Fokus auf Nachhaltigkeit

    Gleich mehrere Events beschäftigen sich in diesem Jahr mit dem Thema Green Fashion, bei der von nachhaltig produzierter Baumwolle bis hin zu extravagantem Upcycling zum Beispiel aus Plastikflaschen alles dabei ist.

    Auch der regionale Bezug wird in Berlin besonders groß geschrieben: Manch ein Designer, der hier präsentiert, entwirft seine Kreationen nicht nur in der größten deutschen Metropole, sondern lässt die Kleider auch gleich vor Ort anfertigen.

    Fashion Week Berlin: Auch ein Blick auf das Publikum lohnt sich

    Model in weißem Hosenanzug und Handtasche läuft über den Laufsteg
    fashion model on podium © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

    Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass sich auf den Fashion Weeks dieser Welt auch gerade abseits der großen Laufstege spannende Outfits ausmachen lassen.

    So natürlich auch bei der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin: Das modeverrückte Publikum aus Einkäufern, Journalisten, Bloggern und Promis zeigte sich ganz im typischen Stil der Hauptstadt - cool, lässig elegant, mit feinen Details.

    Wohl dosierte Extravaganz

    Ganz in diesem Sinne trugen die Fashion Ladys im Publikum zum Beispiel monochrome Looks in nur einer, dafür auffälligen Farbe wie Blau oder Rot oder aber ganz und gar puristische Etui-Kleider zum Beispiel in Grau oder Eierschale, die durch perfekte Schnitte und hochwertige Materialien glänzten.

    So richtig edel wurden diese Looks aber erst durch die Details - tolle Clutchbags in glänzendem Metallic-Schimmer oder knalligem Neon und Schuhen, die von klassischen High Heels über Plateau und Wedges mit Bast oder Kork bis hin zu den ultimativen Lieblingstretern der Saison, coolen Sneakers reichten.

    Akzente setzt man in Berlin bekanntlich durch wohl dosierte Extravaganz. Konkret bedeutet das: Einzelne Knallfarben, ausgefallene Muster oder großformatige Logos und Slogans waren sehr willkommen.

    Grundinformationen und Hinweise zu Modemessen

    • Modenschauen - Merkmale, Ablauf und wichtige Fashion Weeks

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: catwalk 8 © Diorgi - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: asian model on the catwalk © Gina Smith - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Fashion Show © martinkay78 - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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