Die Büttenrede ist eine der am meisten unterschätzten Vortragsformen. Denn sie soll leicht, locker, lustig und improvisiert erscheinen, ist in Wirklichkeit aber ein sorgsam vorbereitetes und sensibles Gebilde. Denn es gilt, die Zuhörer bei der Stange zu halten. Gelingt dies nicht, werden sie sich schnell anderweitig unterhalten und der Redner steht einsam und auf verlorenem Posten. Deshalb geben wir Ihnen gerne ein paar hilfreiche Tipps, welche Elemente Ihre Büttenrede auf jeden Fall enthalten sollte.
Zu Beginn sollten Sie sich die Aufmerksamkeit des Publikums sichern. Denken Sie nicht, dass Ihr Publikum schon bei interessanten Passagen automatisch aufhorchen wird. Im Gegenteil: Gelingt es Ihnen nicht, die Zuhörer von Anfang an zu fesseln, so wird die Unaufmerksamkeit nur steigen. Geben Sie sich deshalb mit Ihrem Einstieg besonders große Mühe. Begrüßen Sie Ihr Publikum und Ihre Zuschauer. Ein hilfreiches Stilmittel ist es zum Beispiel, auf einige der Anwesenden gezielt einzugehen. Das müssen keine Prominenten sein, sondern können besondere Kostüme oder Gruppierungen sein, auf die Sie hinweisen.
Ebenso sollten Sie gleich zu Anfang ein interessantes und sehr aktuelles Thema aufnehmen. Manche dieser Themen eignen sich hervorragend dazu, kleine provokative Thesen in den Raum zu stellen. Entnehmen Sie Ihre Themen aus der aktuellen Politik, werden Sie dabei aber nicht allzu spezifisch, damit Ihre Rede gut verständlich bleibt. Versuchen Sie, entweder eine provokante aber humoristische Frage zu stellen, die das Publikum so fesselt, dass es wirklich auf Ihre Antwort und die Auflösung gespannt ist. Oder verulken Sie das Thema, so dass Sie Ihr Publikum gleich mit einer Lachsalve für sich gewinnen können.
Doch es gibt noch weitere Elemente, die in einer guten Büttenrede nicht fehlen dürfen. Wichtig ist in jedem Fall der humoristische Ansatz. Ebenso wichtig ist es aber auch, kritische Themen aufzunehmen. Für den Büttenredner gilt dasselbe wie früher für den Hofnarren: Er hat Redefreiheit und darf aussprechen, was immer er möchte. Treten Sie zum Beispiel vor regionalen Vertretern auf, können Ihre Spitzen sich auf die Regionalpolitik beziehen.
Greifen Sie aber auch das eigentliche Thema der Fastnacht, der fünften Jahreszeit auf. Erwähnen Sie zum Beispiel alte Bräuche oder erzählen Sie etwas über die Geschichte der Büttenrede. Nur einen Fehler dürfen Sie dabei nicht machen: Werden Sie nicht zu trocken, zu geschichtlich und zu belehrend. Bauen Sie diese Elemente interessant und unterhaltend mit ein, dann werden sie gut angenommen.
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27.04.11 | |
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27.01.11 | |
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06.12.10 | |
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14.09.10 | |
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