6. April 2009
Von Viola Reinhardt
Eine spezielle Aura geht von so manchem Ort auf dieser Welt aus, die weder greifbar, noch erklärbar ist. Manchmal können sie auch Wunder vollbringen für die selbst die Wissenschaft keine eindeutigen Belege hat. Eines ist jedoch allen diesen Plätzen gemeinsam: Eine Kraftausstrahlung, die zu neuen Energien und einer Erdung verhelfen kann.

Steinköpfe der Osterinsel
Gigantische Steinköpfe blicken einem entgegen, wenn man in die Nähe der Osterinsel kommt. Imposant und ein bisschen verwunschen sehen die etwa 900 Kolosse aus. Bis zu zehn Metern Höhe recken sie ihre Köpfe aus vulkanischem Tuffgestein, die bis heute für zahlreiche Rätsel sorgen. 163qm umfasst die Osterinsel und über Rapa Nui werden immer wieder wilde Spekulationen laut. Sollten sie einen zauberhaften Schutz für die Insel sein? Oder stellen die Felsriesen Denkmäler einer untergegangenen Kultur dar, die damit ihren Herrschern Tribut zollen wollten? Eine Aufklärung dieser felsigen Wächter ist nach wie vor nicht in Sicht.
Machu Picchu im südlichen Peru gelegen, erzählt ebenfalls eine Geschichte ohne Worte. Auf einem Plateau gelegen, wird über die alte Ruinenstadt beständig spekuliert. 1911 von dem US-Archäologen Hiram Bingham entdeckt, zeigt sich dieser mystische Ort mit einer fesselnden Ausstrahlung und der Besucher fragt sich wie die Menschen einst diese Stätte erschaffen konnten. Vermutungen hinsichtlich der Entstehung und der Bedeutung von Machu Picchu gehen dahin, dass im 15. Jahrhundert die Inka diese heilige Stadt mit einem Opferalter, Tempeln und Palästen erbaut haben, um sie im 16. Jahrhundert wieder zu verlassen.
Ein weiterer verwunschener Ort findet sich mit dem Golden Rock. Er sitzt erhaben und golden auf einem Zipfel von Fläche und scheint jeden Moment den steilen Hang hinunter zu fallen. Die Buddhisten auf Myanmar glauben, dass der Felsstein nur durch ein Haar von Buddha an seinem Platz gehalten wird. Betrachtet man sich den Golden Rock, scheint er tatsächlich etwas überirdisches auszustrahlen und der Glaube der Buddhisten erscheint als gar nicht mehr so abwegig.

Sandsteinblöcke von Stonehenge
Zu einem der bekanntesten mystischen Orte zählt allerdings Stonehenge. Um die Sandsteinblöcke mit einer Größe von bis zu siebeneinhalb Metern und einem stolzen Gewicht von fünfzig Tonnen ranken sich zahlreiche Legenden um diesen Ort, der eine Geschichte aus der Steinzeit aufzeigt und damit umso mehr erstaunt, da damals gewiss keine schweren Arbeitsgeräte zur Verfügung standen. Wer hat sie aufgestellt und vor allem wie? Auch für Stonehenge gibt es nur Vermutungen. So scheint es eine alte Pilgerstätte gewesen zu sein, die selbst Pilger aus den Alpenregionen angezogen hat. Sind die Blausteine mit einer besonderen Heilkraft ausgestattet und waren demzufolge schon damals eine Art Sanatorium? Auch Stonehenge zieht immer wieder seine Besucher in den Bann und lässt diese fast ehrfürchtig innerlich ganz ruhig werden.
Wie auch immer. Manchmal muss man auf seine Fragen keine Antwort erhalten. Kraftorte sind dazu da dem Menschen neue Energie zu verleihen, mit sich selbst wieder in Einklang zu kommen und eine Kraft zu schöpfen, die einem durch einen hektischen Alltag des 21. Jahrhundert verhilft. Und wie viele Menschen glauben, manchmal auch mit der Kraft der Engel oder einer kosmischen Energie, die an mystischen Orten besonders oft anzutreffen ist.
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