Reiseapotheke - Gesundheit auf Reisen mit den richtigen Arzneimitteln

Reife Frau mit Hut lächelt in die Kamera, stützt Kinn auf ihre Hand

Reiseapotheke - Mit der richtigen Reisemedizin Unwohlsein im Urlaub vermeiden

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  • von Paradisi-Redaktion

Eine Reiseapotheke mit bestimmten Arzneimitteln und kleinen Helferlein sollte stets fester Bestandteil es Reisegepäcks sein. In vielen Urlaubsländern sind beispielsweise die Speisen nicht gerade das, was man alltäglich zu sich nimmt; Übelkeit und Magenbeschwerden sind daher leider ein häufiger Begleiter. Diese und andere Beschwerden kann man mit bestimmten Mitteln aus der Reiseapotheke bekämpfen. Informieren Sie sich über nützliche Mittel aus der Reiseapotheke.

Die Reiseapotheke: Ziel und Zweck

Die Reise ist gebucht, die Vorfreude steigt und langsam kann man sich ans Kofferpacken begeben. Dabei sollte man die Reiseapotheke nicht außer Acht lassen, denn vor allem in Reiseländern außerhalb Europas kommt es aufgrund von ungewohnten Speisen oder Zeitrhythmen oftmals zu allerhand Beschwerden.

Wer hier mit entsprechenden Mitteln vorgesorgt hat, kann eventuelle Schmerzen schnell lindern. Zwar sind verschiedene Medikamente in den Urlaubsländern oft günstiger, jedoch weisen Mediziner darauf hin, dass sie eine dementsprechend schlechtere Qualität haben können. Gerade außerhalb der Eurozone werden immer wieder Medikamentenfälschungen angeboten, die im Extremfall der Gesundheit erheblich schaden können.

Und auch, wenn die medizinische Versorgung in den meisten Ländern heute mehr als zufriedenstellend ist, hat man nicht immer gleich einen Arzt oder eine Apotheke in der näheren Umgebung seines Hotels oder seiner Ferienwohnung. Eine gewisse medizinische Grundversorgung sollte daher immer mit auf Reisen sein.

Das Inhalt der Reiseapotheke ist auch von Art und Ziel der Reise abhängig, eine Abenteuerreise durch den Urwald birgt andere Gefahren als ein Strandurlaub auf Mallorca. Je mehr Ihr Reiseziel in Sachen Klima und Hygienestandard von Ihrer gewohnten Umgebung abweicht, desto mehr Gedanken sollten Sie sich um Ihre Reiseapotheke machen. Führt Ihre Reise in tropische Gebiete, empfiehlt es sich außerdem, sich beim Hausarzt oder einem Tropeninstitut über notwendige Impfungen und Medikamente zu informieren.

Verpackung und Transport

Bereits einige Tage vor der Abreise sollte die Urlaubsapotheke komplett zusammengestellt sein. Wichtig ist ebenfalls die Kontrolle des Verfallsdatums von Arzneimitteln. Bei Reisen in tropische Länder müssen zudem die Lagerungshinweise genau beachtet werden.

Beachten Sie, dass Medikamente oft hitzeempfindlich sind und bei besonders hohen Temperaturen verfallen. Packen Sie Ihre Mittel bei Reisen in warme Länder daher in eine klimageschützte Box.

Dauermedikamente gehören ins Handgepäck

Dauermedikamente wie

gehören ins Handgepäck. Ist das Mitführen von Kanülen, Infusionsbesteck oder Einwegspritzen erforderlich, erweist sich eine Bescheinigung vom Arzt, möglichst in englischer Sprache, als sinnvoll.

Flugreisen: Wichtige Medikamente ins Handgepäck!

Rückansicht junge Frau zieht Koffer im Flughafen hinter ihr her, umgeben von vielen Menschen
Aeroport © Laurent CARRARA - www.fotolia.de

Bei längeren Flugreisen sollten Kranke, die regelmäßig Medikamente benötigen, einen mehrtägigen Vorrat mit ins Handgepäck nehmen, rät die Apothekenzeitschrift Diabetiker Ratgeber. Das gilt besonders bei Reisen in Länder mit schlechter medizinischer Versorgung, wo auch die Neubeschaffung von Arzneimitteln problematisch sein kann.

Geht etwa einem Diabetiker ein aufgegebener Koffer mit dem gesamten Insulin-Vorrat verloren, so kann er sich schwere Stoffwechsel-Entgleisungen einhandeln. Die Zeitschrift empfiehlt deshalb, unbedingt den Therapie-Bedarf für mehrere Tage bei sich zu tragen.

Flugreisen: Medikamente ins Handgepäck

Verschiedene Tabletten und Medikamentenpackungen auf blauem Tisch
Medikamente © grafikplusfoto - www.fotolia.de

Wer bei einer Flugreise wichtige Medikamente mitnehmen muss, sollte diese ins Handgepäck packen. Schon mancher aufgegebene Koffer hat unerwartet eine ganz andere Reiseroute genommen als sein Besitzer. Am fernen Urlaubsziel kann es schwierig werden, das von zu Hause gewohnte Medikament zu besorgen.

Außerdem, so mahnt die Apothekenzeitschrift Diabetiker Ratgeber, herrschen im Frachtraum mancher Flugzeuge sehr niedrige Temperaturen, bei denen zum Beispiel das kälteempfindliche Insulin seine Wirkung verlieren kann. Bei Reisen in die USA wird übrigens verlangt, das Diabetiker-Zubehör in der Originalpackung zu transportieren. Bei einigen Fluglinien muss man es der Flugbegleitung übergeben, die es bei Bedarf aushändigt.

Bei Auslandsreisen die Bescheinigung für Arzneien nach dem Betäubungsmittelgesetz mitführen

Junge Frau hält fröhlich Rezept für Medikament in Kamera
medizin © pix4U - www.fotolia.de

Wer auf Reisen ein Schmerzmittel mitführt, das dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt, muss dafür eine entsprechende Bescheinigung mit sich führen, berichtet die Apotheken Umschau. Am häufigsten kommt dies für Morphine infrage.

Aber auch Medikamente gegen ADHS („Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung“) können darunter fallen. Die Bescheinigung des behandelnden Arztes muss von der Landesgesundheitsbehörde beglaubigt sein. Für Länder des Schengener Abkommens („alte“ EU) gibt es im Internet unter www.bfarm.de ein Formular zum Ausdrucken. Vor Reisen in andere Staaten sollte diese Frage rechtzeitig mit der Botschaft des Ziellandes geklärt werden.

Bei Flügen noch keine einheitliche Regelung für Medikamente im Handgepäck

Älterer Geschäftsmann verstaut seinen kleinen Koffer im Handgepäckfach eines Flugzeugs
mature businessman putting luggage into overhead locker on airpl © michaeljung - www.fotolia.de

Zur Zeit gibt es noch keine einheitliche Regelung wie bei Flügen das Mitführen von Medikamenten im Handgepäck gehandhabt werden soll. Je nach Airline und Land gibt es unterschiedliche Regeln.

Besonders chronisch kranke Personen sollten sich vor Antritt einer längeren Flugreise bei der jeweiligen Airline erkundigen, ob sie ihre benötigten Medikamente wie zum Beispiel Insulin im Handgepäck mit in den Flieger nehmen dürfen.

In vielen Fällen reicht ein Rezept oder eine Verordnung mit dem selben Namen des Flugticketbesitzers aus.

Ein Arzt soll für Flughafen-Kontrollen die Notwendigkeit von Spritzen und Ampullen bestätigen

Junge Frau in engem schwarzem Kleid mit Smartphone und kleinem Rollkoffer auf einer Rolltreppe
Happy young lady is using mobile phone with gladness © YakobchukOlena - www.fotolia.de

Wenn insulinpflichtige Diabetiker eine Flugreise antreten, sollen sie sich wegen der mitgeführten Medikamente, Spritzen, Ampullen und Stechhilfen von ihrem Arzt ein "Attest für Flugreisende" ausstellen lassen, betont das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber".

Dann gebe es beim Sicherheits-Check keine Probleme. Das Blatt rät, beim Flug in den Urlaub den Bedarf für zwei bis drei Tage bei sich zu tragen und für die gesamte Urlaubszeit etwa das Doppelte der voraussichtlich benötigten Menge einzupacken. Die Vorräte sollen auf mehrere Gepäckstücke verteilt werden, falls ein Teil einmal verloren geht.

Gerade in fernen Urlaubsländern ist nicht immer die gewohnte Art der Medikamente zu beschaffen. Reisende, die ein U40-Insulin verwenden, müssen ausreichend Vorrat einplanen, denn in den meisten Ländern gibt es nur U100-Präparate.

Bei Reisen ins Ausland auch auf Einfuhrbestimmungen für Medikamente achten

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss und ins Ausland reisen will, der sollte sich vorher über die Einfuhrbestimmungen für Medikamente erkundigen.

Normalerweise denkt zwar jeder an eine bestimmte Menge von Tabakwaren oder Alkohol, doch an die Medikamente denken die wenigsten Urlauber. Im Prinzip sind die rechtlichen Bestimmungen des Reiselandes grundlegend, weshalb man sich darüber informieren sollte.

Besonders, wenn man Betäubungsmittel mitführen will, denn dafür muss man für die Staaten, die dem Schengener Abkommen angehören, eine beglaubigte Bescheinigung mitführen, die der Arzt ausfüllt und die zusätzlich vom Referat Arzneimittel- und Apothekenwesen des Landesverwaltungsamtes bestätigt sein muss. Wer in andere Länder reist, braucht eine ärztliche Bescheinigung möglichst in Englisch, wobei die Medikamente bezeichnet sein müssen, sowie auch die Dosis der täglichen Einnahme.

Großeinkäufe von Medikamenten im Ausland können zu Problemen bei der Ankunft in der Heimat führen, denn wenn der Zoll kontrolliert, so darf man nur eine übliche Menge für den persönlichen Bedarf an Arzneimittel einführen.

Bei Reisen ins Ausland sich bei starken Medikamenten eine Arztbescheinigung besorgen

Auch im Urlaub abgesichert: Die Medikamentenversorgung dank des Schengener Abkommens

Nahaufnahme Spritze, Tabletten, Ampulle
Medikamente, Pillen und Medizin © Sven Bähren - www.fotolia.de

Wer ins Ausland reist, egal ob mit dem Flugzeug oder auch mit dem Auto, der sollte, wenn er starke Medikamente benötigt, die eventuell unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, sich diese auch von behandelnden Arzt schriftlich bestätigen zu lassen, wie die Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn rät.

Das Schengener Abkommen

Wer also in Urlaub, bis zu 30 Tagen, in ein Land reist, das zu den Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens zählt, der benötigt ein ärztliches Dokument, das auch die Landesgesundheitsbehörde beglaubigen muss. Für alle anderen Länder muss man sich eine Bescheinigung ausstellen lassen, die den Richtlinien des International Narcotics Control Board (INCB) entspricht und auch mehrsprachig ist. Hier müssen die nötige Tagesrationen und die genauen Wirkstoffe aufgelistet werden.

Zu den Ländern, die das Schengener Abkommen unterzeichnet haben, gehören unter anderem die BeneLux-Länder, sowie die skandinavischen Länder, aber auch Spanien, Italien, Portugal und die osteuropäischen Länder, außer Rumänien und Bulgarien. Aber genauere Angaben, sowie auch Vordrucke findet man im Internet, oder man fragt bei den einzelnen Auslandsvertretungen nach.

Medikamente für den Urlaub richtig lagern

Medikamente bei hohen Temperaturen in Kühlbox oder Obstfach lagern

Rote Erste Hilfe-Tasche mit Fieberthermometer und Tabletten
reiseapotheke © liveostockimages - www.fotolia.de

Viele deutsche Urlauber packen ihre Medikamente, die sie im Urlaub auch benötigen, einfach in ihre Handtaschen oder verstauen diese in den Handschuhfächern der Autos. Aber besonders im Auto können während der Fahrt große Temperaturen herrschen, so dass dann die Medikamente unter der Hitze Schaden nehmen könne, das heißt die Wirksamkeit wird beeinträchtigt, wie auch Ursula Sellerberg, stellvertretende Pressesprecherin bei der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin, warnt.

Auswirkungen von Hitze auf Medikamente

So kann beispielsweise ein Zäpfchen durch die Wärme seine Form verlieren und damit ist auch die Wirkung nicht mehr gewährleistet. Aber auch Salben und Cremes leiden unter der Hitze, so dass anschließend nur der Weg in den Müllbeutel übrig bleibt.

Besonders betroffen sind Diabetiker, die auf ihr Insulin angewiesen sind, denn dies sollte immer gekühlt transportiert werden.

Richtiger Transport in einer Kühlbox

Grundsätzlich gilt aber bei allen Medikamenten, die in einer Kühl-Box mitgenommen werden, dass man diese nicht direkt auf die eiskalten Akkus legt, sondern in ein Tuch einwickelt, damit sie nicht ein- oder anfrieren. Am Ferienort sollte man dann die Arzneien im sogenannten "Obstfach" lagern, weil dort für alle Medikamente die besten Temperaturen herrschen.

Vor einer Reise sollten Betroffene sich aber auch mit ihrem Hausarzt oder Apotheker besprechen.

Bei Flugreisen Medizin nicht in den Koffer

Brauner Reisekoffer liegt leicht geöffnet auf einem Bett, auf dem Koffer ein Sonnenhut
Suitcase with clothing on bed in room © Africa Studio - www.fotolia.de

Wer wegen einer chronischen Krankheit auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte bei Flugreisen seine Medikamente im Handgepäck verstauen und nicht in den Koffer geben.

Allerdings wird dafür seit den Anschlägen im September 2001 auf das World Trade Center eine ärztliche Bescheinigung in englisch benötigt. Wer eine solche Bescheinigung nicht vorweisen kann, dem droht die Wegnahme der Medikamente. Betroffene sollten sich daher rechtzeitig um eine solche Bescheinigung kümmern.

Wer denkt, es sei einfacher, die Medikamente im Koffer zu verstauen, dem kann es jedoch passieren, dass sein Gepäck während des Fluges abhanden kommt und dann ohne Medizin dasteht. Also besser rechtzeitig mit dem Arzt über dieses Thema sprechen.

Reiseapotheke besser immer im Handgepäck transportieren

Arzneimittel - Transparenter Dosierlöffel liegt vor vier verschiedenen Medikamenten
verschiedene medikamente auf weissem hintergrund © Ramona Heim - www.fotolia.de

Wer mit einem Flugzeug in den Urlaub reist, sollte die Reiseapotheke besser im Handgepäck mit sich führen. Das ist vor allem für chronisch Kranke sehr zu empfehlen. Zum einen ist die Medizin immer griffbereit und zum anderen kann sie nicht aufgrund von verloren gegangenen Gepäck verschwinden.

Sonderregelung für Medikamente

Für Medikamente gibt es andere Richtlinien beim Flugtransport im Handgepäck, als für normale Flüssigkeiten. Idealerweise wird die Arznei in einem stoß- und bruchsicheren Behälter transportiert. Auch Isoliertaschen eignen sich sehr gut, da dann die Temperatur gleichmäßig erhalten bleibt.

Wichtig ist jedoch, dass die Medikamente stets in der originalen Verpackung mit dem entsprechenden Beipackzettel transportiert werden. Denn bei einigen Ländern kann es zu Problemen mit den Sicherheitsbehörden beziehungsweise mit dem Zoll bei der Einfuhr von Medikamenten kommen. Es ist ratsam, eine Liste mit allen Inhaltsstoffen auch in englischer Sprache griffbereit zu haben.

Ist es erforderlich, dass Medizin eingenommen werden muss, die unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, dann sollte man in jedem Fall eine beglaubigte Bescheinigung vom Arzt dabei haben.

Welche Mittel gehören in eine Reiseapotheke?

Natürlich kommt es bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke auf das Ziel an; bei seinem Arzt oder Apotheker kann man sich genauestens darüber informieren, welche Mittel man auf jeden Fall dabei haben sollte.

Die Basics

Wer in südliche Länder reist, sollte auf Insekten- und Sonnenschutzmittel achten. Weiterhin ist es ratsam, Medikamente gegen

im Reisegepäck dabei zu haben. Oftmals hat man anfangs Schwierigkeiten, sich an die Spezialitäten des jeweiligen Landes zu gewöhnen; ein sensibler Magen kann einem da schnell die Laune vermiesen.

Zudem gehören

in die Reiseapotheke.

Vorsicht im Ausland

Besondere Vorkehrungen sind zu treffen, wenn die Reise ins Ausland geht. Hier geben die Reiseveranstalter häufig Tipps, aber auch der Hausarzt und der Apotheker stehen beratend zur Seite.

Eine gute und vollständige Ausstattung der Reiseapotheke ist bei Auslandsreisen besonders wichtig, weil nicht unbedingt davon ausgegangen werden kann, dass die dortigen Arzneien mit denen in Deutschland üblichen übereinstimmen. Außerdem kann es auf Grund von Verständigungsschwierigkeiten zur Herausgabe von falschen Medikamenten kommen. Zu beachten ist auch, dass es in abgelegenen Regionen über weite Entfernungen keine Ärzte oder Hospitäler gibt und lokale Reiseleiter keine medizinischen Kenntnisse haben.

Vorsorge für Kinder, chronisch Erkrankte und hormonell verhütende Frauen

Zu beachten ist auch die Vorsorge für Kinder, wie das Mitführen von Fieberzäpfchen und Personen mit chronischen Krankheiten, die sich mit einer ausreichenden Reserve der regelmäßig einzunehmenden Medikamente ausstatten sollten. Frauen, die die Pille einnehmen, sollten bei Fernreisen darauf achten, dass sich durch Zeitverschiebungen die Einnahmeregeln verändern können. Hier erteilt der Arzt entsprechende Auskünfte.

Bestandteile der Familien-Reiseapotheke

Im Prinzip gehören die wichtigsten Medikamente und Hilfsmittel aus der Hausapotheke auch in die Reiseapotheke. Als Basisausstattung für Familien empfiehlt sich folgende Packliste:

  • Bei Verletzungen: Pflaster, Wundkompressen, Mullbinden, Dreieckstuch, Heilsalbe, Wunddesinfektionsmittel und Schere
  • Bei Erkältungen: Hustensaft, abschwellende Nasentropfen, rezeptfreie Erkältungsmittel, Salbe zum Einreiben, Augen- und Ohrentropfen für Kinder
  • Bei Fieber und Schmerzen: Fieberthermometer, Fieberzäpfchen für Kinder, Schmerztabletten für Erwachsene
  • Bei Magen- und Darmerkrankungen: Elektrolyte- oder Glukosepulver zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten, krampflösende Medikamente bei Bauchschmerzen wie Butylscopolamin oder Loperamid gegen Durchfall und Brechreiz
  • Bei Sonnenbrand und zur Vorbeugung von Hautschäden: Kühlende Gels mit Antihistaminen wie Fenistil. Für Kinder Sonnenschutzmittel mit extra hohem Lichtschutzfaktor (Faktor 50 für Babys und kleine Kinder). Zusätzlich Lippenpflege mit hohem Lichtschutzfaktor und gute After-Sun-Creme verwenden
  • Bei Insektenstichen: Insektenmilch oder Insektenspray wie Autan, eventuell Fliegenschutzgitter. In Malariagebieten vorbeugend Malariatabletten mitnehmen
Zusätzliche Mittel für die Kinder-Urlaubsapotheke
  • Fahren Säuglinge mit in den Urlaub, gehört eine Wundsalbe für die Windelzone in die Kinder-Reiseapotheke
  • Auch fiebersenkende Säfte und juckreizstillende Salben sind wichtige Mittel, um Kinder optimal zu versorgen
  • Virenhemmende Mittel gegen Herpes, Haut- und Nagelpilz sind sinnvoll, wenn sich kleine Ferienfans häufig in Hallenbädern oder Pool-Landschaften aufhalten
  • Bei längeren Reisen ist die Mitnahme von kreislaufstabilisierenden Naturheilmitteln empfehlenswert
  • Gegen Säuglingskoliken wirken Tropfen wie SAB
  • Fentrinol-Tropfen eignen sich insbesondere zum Druckausgleich in Flugzeugkabinen

Auf zur erträumten Fernreise: Woran sollten Eltern mit Kleinkind denken?

Kinderärzte warnen: Reisen mit Kleinkindern sollten sich bestenfalls auf Deutschland und Nachbarländer beschränken

Familie mit drei Kindern beim Check-in am Flughafen
Family at the airport © famveldman - www.fotolia.de

Der Urlaub ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr und auch junge Eltern wollen trotz Nachwuchs nicht ganz auf das Wegfahren oder Wegfliegen verzichten. Allerdings warnen Kinderärzte vor Fernreisen, wenn die Kinder noch sehr jung sind.

Im Kleinkindalter wäre es besser, wenn die Familie nur innerhalb Deutschlands und in die umliegenden Nachbarländer in den Urlaub fährt. Die Gesundheitsrisiken bei Fernreisen sind meist zu groß.

Mögliche Gefahren

Beispielsweise sollten die Tropen gemieden werden. Die teils extremen Temperaturunterschiede sind für den Kleinkindorganismus zu viel. Die Haut ist zudem noch empfindlicher gegenüber UV-Strahlung, was zu schweren Sonnenbränden führen kann. Hinzu kommen Durchfallerkrankungen, die das Kind dehydrieren und lebensgefährlich schwächen können.

Auch Länder mit hoher Malaria-Gefahr sind tabu. Übertragen die Stechmücken den Malaria-Erreger auf Kleinkinder und Babys, ist der Verlauf der Infektion oft untypisch. Es tritt seltener Fieber auf, weswegen die Eltern gar nicht merken, dass ihr Kind infiziert ist. Gleichzeitig ist der Krankheitsverlauf oft drastischer und fordert öfter Todesfälle.

Unabhängig vom Reiseland sollten Eltern darauf achten, mit kleinen Kindern nicht zu waghalsig auf Berge zu steigen. Befindet sich eine Region über 2.500 Meter, kann das für Kinder unter fünf extrem belastend sein. Die geringere Konzentration an Sauerstoff kann bei ihnen zur Höhenkrankheit führen.

Beratung durch Kinderarzt empfehlenswert

Prinzipiell gilt also: Noch bevor die Eltern ins Reisebüro gehen, sollten sie einen Beratungstermin beim Kinderarzt vereinbaren. Dort können sie mit ihm über die geplanten Reiseziele sprechen und eine Fachmeinung zu den konkreten Risiken vor Ort einholen.

Lässt sich eine Reise beispielsweise aus beruflichen Gründen gar nicht vermeiden, muss unbedingt frühzeitig der Impfstatus des Kindes (aber auch der aller Erwachsenen) abgeklärt werden. Ist die Reise wirklich unvermeidbar, übernehmen die Krankenkassen oft den notwendigen Impfschutz.

Welche Arzneimittel man mitnehmen sollte, ist den meisten Menschen klar - nun stellt sich die Frage nach den richtigen Wirkstoffen, besonders, wenn man mit Kindern verreist...

Hilfreiche Wirkstoffe

Auf dem Arzneimittelmarkt gibt es eine Menge unterschiedlicher Medikamente. Doch welche Wirkstoffe sind bei den typischen Urlaubserkrankungen besonders zu empfehlen?

Durchfall und Erbrechen

Hier sollte man nach Alter auswählen. Für Erwachsene gibt es einerseits Tabletten mit dem Wirkstoff Loperamid, die den Darm beruhigen und auch als Lutschtabletten erhältlich sind.

Neu ist ein Kombinations-Präparat aus Loperamid und Simeticon. Dieser zweite Wirkstoff lässt Bauchkrämpfe und Blähungen rascher verschwinden, die gerade bei Durchfällen meistens als begleitende Symptome mit auftreten.

Da man bei Durchfall und Erbrechen wichtige Elektrolyte ausscheidet, stellen Elektrolyt-Pulver die innere Balance mit einem Salz-Zucker-Mix wieder her. Reist man mit einem Baby, dann hilft ein Saft oder Tropfen mit pflanzlichem Uzara gegen den Durchfall.

Fieber und Schmerzen

Gegen diese Beschwerden sollte man die persönliche Reiseapotheke mit einem Saft, Tropfen oder Tabletten ausrüsten, die entweder

  • Paracetamol
  • Ibuprofen oder
  • Acetylsalicysäure

enthalten. Für Kinder bewährt sich der gut schmeckende Nurofen-Saft am besten.

Wunden

Zum Desinfizieren kleinerer Wunden eignet sich eine Tinktur aus Jod oder Alkohol. Salben aus

  • medizinischem Honig
  • Zink-Hyaluronat oder auch
  • Echinacea und
  • Calendula

unterstützen den Heilungsprozess der Verletzung.

Prellungen und Verstauchungen

Ob beim Sprung in die kühlen Fluten oder beim Ball spielen, schnell ist man umgeknickt und eine Prellung oder Verstauchung taucht auf. Neben einer Schonung des betreffenden Körperteils bewähren sich hier Salben mit Heparin oder Diclofenac. Auch Beinwell und Arnika lindern die Schwellungen und helfen zur rascheren Genesung bei.

Es gibt einige unverzichtbare Wirkstoffe im Urlaub
Es gibt einige unverzichtbare Wirkstoffe im Urlaub
Schwindel, Übelkeit und Brechreiz

Ob im Auto, Flugzeug oder Bus - ohne Schaukelbewegungen geht es selten. Hier stellen sich dann sehr leicht Schwindelgefühle, eine Übelkeit oder gar ein Brechreiz ein. Sehr gut helfen dann Kapseln, Dragees, Zäpfchen oder Sirup mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat. Der Wirkstoff wirkt sich als regulierend auf das Brechreizzentrum aus und stoppt bereits nach 15 bis 30 min den Brechreiz, beruhigt den "drehenden" Magen und kann schon Kindern ab einem Gewicht von 6kg gegeben werden. Ebenso wirksam bei Reiseübelkeit: Antivertiginosa oder Vomex.

Abgerundet wird die Reiseapotheke mit den persönlichen Medikamenten, die man in der Regel zu sich nimmt. Insulin, Anti-Babypille oder Herzmedikamente sollten auf ihre Haltbarkeit untersucht werden und auch auf die benötigte Menge, so dass die Medikamente auch über den Zeitraum des Urlaubs in genügender Anzahl vorhanden sind. Wer möchte, kann sich auch in der Apotheke hinsichtlich homöopathischer Mittel beraten lassen und das eine oder andere Präparat ergänzend mit in die Reiseapotheke einpacken.

Weitere empfehlenswerte Wirkstoffe

Die Anzahl möglicher Beschwerden und Erkrankungen, die man sich im Urlaub zuziehen kann, ist groß. Dementsprechend viele unterschiedliche Wirkstoffe können zum Einsatz kommen. Neben den bereits erwähnten zählen beispielsweise ebenfalls dazu:

  • bei Insektenstichen und Sonnenbrand: Antihistamin, Hydrocortison
  • als Mückenschutz in Risikogebieten: DEET
  • bei Sodbrennen und Magenbeschwerden: Kompensan, Maaloxan,
  • bei Bauchkrämpfen: N-Butylscopolamin
  • bei Ohrenschmerzen: Otalgan

Was auch noch wichtig ist

Wer unter spezifischen Beschwerden leidet wie

füllt die Reiseapotheke am besten mit Mitteln auf, die bereits bei einer früheren Behandlung gut gewirkt haben.

Bei Ferienreisen in entlegene Gebiete besteht das Risiko mangelnder Wasserhygiene. Silbernitrat-Tabletten eignen sich beispielsweise, um Flusswasser keimfrei zu machen.

In Urlaubsregionen, wo Gelbfieber oder Dengue-Fieber auftritt, ist ein effektiver Mückenschutz unabdingbar. Geeignet sind Insektenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid); Teebaum- oder Zitronenöl haben dagegen eine zu schwache Wirkung.

Reiseapotheke für den Winterurlaub

Skifahrer mit roter Hose und roten Stöcken bei einer schwungvollen Abfahrt
skiing © bilderbox - www.fotolia.de

Wer im Winter seinen Urlaub in den Bergen zum Skifahren, Langlauf oder auch Schneeschuhwandern in den Bergen verbringe möchte, sollte immer eine gute gepackte Reiseapotheke dabei haben. Dabei sollte bedacht sein, dass sich im Winterurlaub andere Verletzungen oder Krankheiten zugezogen werden können als im Sommer.

Auch Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände macht darauf aufmerksam, dass die Verletzungsgefahr bei Aktivitäten im Schnee deutlich höher ist. Hier empfiehlt es sich zum Beispiel Salben oder elastische Kurzzugbinden für eventuelle Verstauchungen und Prellungen einzupacken. Bei solche Verletzungen sollte auch darauf geachtet werden die betroffenen Gelenke ruhig zu halten und bei nicht abklingendem Schmerz einen Arzt aufzusuchen.

In der winterlichen Reiseapotheke dürfen auch Hustenlöser, Nasenspray und Halstabletten nicht fehlen.

Frauen sollten Durchfallmedizin in den Koffer packen, Männer Insektenschutz

Die Sommerurlaubssaison hat begonnen - bei vielen geht es in den nächsten Wochen und Monaten gen Süden in ferne Länder. Dabei darf man nicht vergessen: andere Länder, andere Krankheiten! Unser Körper ist auf die hohen Temperaturen und viele Bakterien, mit denen wir in anderen Ländern zwangsläufig konfrontiert werden, nicht eingestellt. Einer Studie zufolge leiden Männer im Urlaub häufiger an Fieber als Frauen. Diese haben hingegen viel öfter im Urlaub Durchfall als Männer. Auch Atemwegsinfektionen treten bei Frauen häufig auf.

In den Reisekoffer der Frau darf also keineswegs ein Mittel gegen Durchfall fehlen. Der Mann hingegen sollte unbedingt an Insektenschutz denken. Insekten übertragen Krankheiten, sodass es bei vielen zu Fieber kommt.

Sommer, Sonne, Urlaubszeit – denken Sie beim Kofferpacken auch an die Gesundheit

Bioflavonoide und Durchfallpräparate sollten in keiner Reiseapotheke fehlen

Blaue Tasche mit Schrift "Reise-Apotheke" und Bildern von Auto, Flugzeug und Schiff
Reiseapotheke © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

Die Hälfte des Jahres liegt schon wieder hinter uns und die Sommerferien der Kinder lassen auch nicht mehr lange auf sich warten. Sollten Sie planen, mit Ihren Liebsten zum Beginn der Urlaubszeit in die Tropen oder in den Mittelmeerraum zu reisen, sollten Sie bei aller Vorfreude auch an ernste Themen denken: zum Beispiel, was passiert, wenn Sie im Urlaub krank werden.

Wer in warme Regionen fährt, wird vom Arzt oder einer qualifizierten Apothekenkraft über eventuelle Risiken gern informiert. Nehmen Sie sich die Zeit für ein solches Gespräch. Die wirklich heißen Regionen bergen vor allem zwei Risiken, die Sie bereits hier nachlesen können:

Venenschwäche

Zum einen ist das warme Klima gefährlich für Menschen, die eine Venenschwäche haben. Um die auf den Körper einwirkende Wärme zu verarbeiten, macht jeder Körper automatisch die Venen etwas breiter, um die Wärme aus dem Blut abgeben zu können.

Wer eine Venenschwäche hat, verliert bei diesem Prozess Flüssigkeit, die ins Gewebe wandert und uns das Gefühl der "schweren Beine" gibt. Betroffene können dabei Präparate, die Bioflavonoide enthalten, einnehmen, die den Austritt der Flüssigkeit reduzieren.

Durchfall

Was den Urlaub ebenfalls gehörig vermiesen kann, ist Durchfall. Laut Statistiken ist zirka jeder 5. Urlauber davon betroffen. Auch für diese Fälle gibt es dementsprechende Medikamente, wobei auch jeder Arzt und Apotheker einen dazu beraten kann.

Was alles in die Reiseapotheke gehört

Damit der Urlaub nicht im totalen Fiasko endet und bis zum Schluss genossen werden kann, ist es empfehlenswert, für eine ordentliche Reiseapotheke zu sorgen.

Dabei ist zu beachten, wohin die Reise geht, ob chronisch Kranke und/oder Kinder dabei sind. Die Medikamente für chronisch Kranke sind natürlich unbedingt einzupacken. Auch empfiehlt es sich, Medikamente, mit denen bereits im Voraus gute Erfahrungen gemacht wurden, einzupacken.

Neben dem Verfallsdatum sollten auch die Lagerungshinweise genauestens beachtet werden. Besonders wichtig sind vor allem Wunddesinfektionsmittel, Fieberthermometer, Verbandsmaterial, Schmerzmittel und fiebersenkende Präparate. Aber auch Medikamente gegen Durchfall, Übelkeit, Allergien und Verstopfung, sowie Sonnencremes und Brandsalben sollten zur Grundausstattung gehören.

Des Weiteren ist es nicht nur für Aktivurlauber empfehlenswert, Insektenmittel und Moskitonetze dabei zu haben.

Deutschlandweiter Apothekentest zeigt, wie schlecht viele Reise-Apotheken sind

Eine deutschlandweite Untersuchung von Reiseapotheken zeigt die mangelhafte Beratung und Kompetenz

Apotheker berät Kundin in Apotheke
pharmacy © diego cervo - www.fotolia.de

Da freut man sich auf den Urlaub, oder ist geschäftlich unterwegs und im Stress und dann passiert es: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Rückenprobleme. Wer nicht derart belastet weiterreisen will, schaut schnell in der nächsten Apotheke am Bahnhof oder Flughafen vorbei. Ein aktueller Apothekentest zeigt aber, wie schlecht Reisende dort oft beraten werden.

Ungenügende Beratung und unzureichende Fachkenntnisse

26 Reiseapotheken wurden durch Tester besucht und die Betreuung bewertet. Das Personal vor Ort war leider oft ungenügend geschult, so der Test der Pesquisa GmbH. Oft wird auf Fragen unzureichend eingegangen, was sogar gesundheitsgefährdend werden kann. Angestellte setzen sich kaum mit Bedenken zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auseinander und entwarnen leichtfertig bei Fragen zu Nebenwirkungen.

Bewertung in Großstädten

Am Besten beraten werden Kunden in Köln und der Hauptstadt Berlin. Hier ist die Beratungsbereitschaft am Höchsten, Symptome werden angehört und passende Medikamente gesucht. Auch wird bei der Medikamentenabgabe vor Risiken gewarnt. 53 Prozent der Beratungen waren in diesen Städten vorbildlich. In Düsseldorf sank diese Zahl auf 34 Prozent, in Frankfurt auf 35 Prozent. In 15 Apotheken wurden sogar Medikamente verkauft, die für die beschriebenen Beschwerden völlig ungeeignet waren.

Ferien- und Urlaubszeit - vergessen Sie bei aller Vorfreude nicht die passende Reiseapotheke

Bei der Fahrt in den Urlaub an die Reiseapotheke denken!

Reiseapotheke, daneben Palette mit Pillen, weißer Hintergrund
Reiseapotheke - first aid travel kit 03 © Lianem - www.fotolia.de

Die Sonne kündigt es uns schon an: bald heißt es Tschüss Arbeitsstress und rein in die Urlaubszeit. Bei aller Vorfreude sollte man dabei aber auch an die Gesundheit und den eventuellen Notfall denken. Eine gutausgerüstete Reiseapotheke ist daher Pflicht. Aber was genau sollte man mitnehmen?

Was in eine gut sortierte Reiseapotheke gehört:

Wer chronische Krankheiten hat, sollte seine nötigen Medikamente immer bei sich haben, das erklärt sich von selbst. Man muss bei Fernreisen immer davon ausgehen, dass keine Apotheke in der Nähe ist, oder das spezielle Mittel dort nicht erhältlich ist. Vorsorge ist daher Pflicht.

Ebenso bei sich haben sollten sie kleine Schmerzkiller wie Aspirin. Bei Kopfschmerzen, Rückenproblemen, oder kleineren Wunden können Sie sich so zunächst selbst versorgen. A propos Wunden: denken Sie auch an ein Desinfektionsmittel, oder Desinfektionstücher, für die Erstversorgung von offenen Wunden.

Auch ein fiebersenkendes Mittel sollte unbedingt dabei sein, damit sie nicht erst mehrere Nächte Qual durchstehen, bevor ein Arzt oder eine Apotheke gefunden ist. Wer weiß, dass er einen empfindlichen Magen hat, oder sich in Regionen mit fremden Speisen begibt, sollte auch mit Tropfen und Tabletten gegen Durchfall bewaffnet sein.

Nur acht von zehn Reisende denken an die Reiseapotheke

Leider haben Erhebungen gezeigt, dass ganze acht von zehn Reisenden nicht an eine solche Reiseapotheke denken und im Krankheitsfall dann oft vor Problemen stehen.

Mit der richtigen Reiseapotheke in einen entspannten Urlaub starten

Apotheker beraten gerne über nötige Impfungen und sinnvolle Inhalte einer Reiseapotheke

Blaue Tasche mit Schrift "Reise-Apotheke" und Bildern von Auto, Flugzeug und Schiff
Reiseapotheke © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

Damit man seinen Sommerurlaub unbeschwert genießen kann, sollte die Reiseapotheke ein fester Bestandteil des Reisgepäcks sein. Auf diese Weise spart man sich den Gang zur Apotheke und kann möglichen Sprachbarrieren aus dem Weg gehen.

Generell gilt es, vor Reiseantritt eine Apotheke aufzusuchen. Gemeinsam mit dem Apotheker kann man dann eine speziell auf sich zugeschnittene Reiseapotheke zusammenstellen und auch zu bestimmten Impfungen, wie etwa gegen Gelbfieber, kann der Urlauber sich hier einen Rat einholen.

Gängige Medikamente, die man während des Urlaubs brauchen könnte, sind Mittel gegen:

Ebenfalls notwendig sind:

Menschen, die auf eine regelmäßige Medikamenteneinnahme angewiesen sind, müssen sich besonders auf die Reise vorbereiten.

So müssen sie sicher gehen, genügend der Mittel einzupacken und wenn es sich um eine Flugreise handelt, sollten Betroffene noch etwas mehr mitnehmen und die Medikamente in verschiedenen Taschen verstauen, falls mal ein Gepäckstück verloren geht.

Bei Fernreisen unbedingt die richtigen Medikamente mitnehmen

Eine Reiseapotheke ist besonders bei Reisen in tropische Länder Pflicht - wir erklären, was man dabei beachten sollte

Rote Erste-Hilfe-Metallkiste (Hausapotheke) mit weißem Kreuz, davor liegen Tabletten und ein Verband
Hausapotheke - Metallkiste mit Kreuz © euthymia - www.fotolia.de

Gerade im Winter zieht es viele Sonnenhungrige in die Ferne. In Europa herrscht fast überall Schmuddelwetter und so muss man schon etwas weiter reisen, um Wärme zu tanken. Eine Reiseapotheke ist dabei gerade für tropische Länder Pflicht. Das, was man an Medikamenten mitnehmen sollte, unterscheidet sich von den üblichen Arzneien für innereuropäische Badereisen.

Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer weist darauf hin, dass es auch bei Fernreisen von den einzelnen Vorhaben abhängt, was dann letztlich mit muss. Wer wandernd durchs Land zieht, braucht andere Mittel als derjenige, die meiste Zeit am Strand verbringt.

Was in die Reiseapotheke gehört

Seine Reiseapotheke sollte man stets im Handgepäck verwahren. Das schützt vor langen Gesichtern, wenn der Koffer auf der Reise in die Ferne verloren gegangen sein sollte. Neben gutem Sonnenschutz sind besonders Desinfektionsmittel wichtig. Darüber hinaus gehören fiebersenkende Medikamente und Arzneien für Verdauungsbeschwerden, wie

unbedingt ins Gepäck. Auch ein Fieberthermometer ist sinnvoll.

Ärztliches Attest erspart Ärger mit Einreisebehörden

Wer ständig Medikamente nehmen muss, sollte sich einen genügend großen Vorrat besorgen. Den verteilt er dann zwischen Handgepäck und Koffer. Es ist ratsam, sich vom Arzt eine Bescheinigung mitgeben zu lassen, dass diese Medikamente notwendig sind. Das erspart in manchen Ländern Ärger mit den Einreisebehörden. Mit dem behandelnden Mediziner kann man auch vorab klären, ob man die Medikamenteneinnahme der Zeitverschiebung anpassen sollte.

Elektrolytlösungen kann man leicht selbst herstellen

Fast jeder, der einmal an einer Durchfallerkrankung gelitten hat, weiß, wie schlapp man sich recht schnell fühlt. Das kommt auch durch die fehlenden Elektrolyte. Man scheidet mehr Stoffe aus, als man aufnimmt. Dieses Ungleichgewicht belastet den Körper und macht schwach. Auch bei übermäßigem Schwitzen, beispielsweise beim Sport, kann die Balance aus dem Ruder geraten. Darum ist es wichtig besonders Elektrolyte zuzuführen. Die kann durch entsprechende Mittel aus der Apotheke geschehen. Die mineralhaltige Lösung kann jedoch auch selbst zusammengemischt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) mit Sitz in Hamburg hat dazu Tipps veröffentlicht. In einen Liter abgekochtes Wasser gibt man acht Esslöffel Zucker und einen Teelöffel Salz. Damit führt man dem Körper die fehlenden Stoffe zu.

Hat es einen auf einer Reise erwischt, sollte man nur Wasser aus original verschlossenen Flaschen verwenden. Sind die Symptome nach spätestens drei Tagen nicht verschwunden oder findet sich Blut oder Schleim im Stuhl, ist der Gang zum Arzt unbedingt nötig. Besonders kleine Kinder, ältere Menschen oder chronisch Kranke sind durch eine Dehydrierung stärker gefährdet.

Am besten ist natürlich eine gezielte Vorbeugung, da auch sonst Gesunde bei Durchfall sehr geschwächt werden können. Die alte englische Regel, nur Gekochtes oder Geschältes zu verzehren, ist der Garant, dass man ohne Verdauungsprobleme durch den Urlaub kommt.

Eigene Reiseapotheke im Ausland sorgt für mehr Sicherheit vor gefälschten Medikamenten vor Ort

Verschieden farbige Kapseln (weiß, lila-grün, gelb-weiß) in einer Hand
Gib mir die Pillen! © Martin Allinger - www.fotolia.de

Urlauber, die eine Reise in Entwicklungs- oder auch Schwellenländer planen, sollten eine eigene Reiseapotheke mit sich führen und auf den Kauf von Medikamenten vor Ort verzichten. Das berichtet das Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Vor allem Reisen nach Afrika, Lateinamerika und Asien sollten gut geplant werden, was die medizinische Versorgung anbelangt. Laut Angaben der WHO sind dort 10 bis 30 Prozent der verfügbaren Medikamente gefälscht.

Diese gefälschten Medikamente haben meist andere Inhaltsstoffe, sind differenzierter dosiert und oftmals haben sie auch fehlende Wirkstoffe. All das kann zu schweren, gesundheitlichen Schäden führen und sogar tödlich enden. Wer wirklich einmal auf Medikamente im Ausland angewiesen ist, sollte diese niemals auf dem Markt kaufen, sondern nur in lizenzierten Apotheken. Diese verkaufen original verpackte Medikamente.

Fälschungen lassen sich unter anderem an abweichender Verpackung, anderem Geruch und unterschiedlichen Geschmack erkennen. Auch ein extrem niedriger Preis ist ein klarer Hinweis auf eine Fälschung. Leider sind die meisten gefälschten Medikamente auf dem Markt für Laien nicht erkennbar!

Erste Hilfe im Urlaub – diese Dinge gehören in die Reiseapotheke

Apotheker scannt den Barcode eines weißen Arzneimittels
Pharmacy. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de

Der Urlaub naht, und Sie freuen sich auf spannende und erholsame Tage? Damit die Ferien wirklich die schönste Zeit des Jahres werden, sollten Sie eine sinnvoll sortierte Reiseapotheke dabei haben.

Medikamente, Insektenschutz und Pflaster für alle Eventualitäten

Welche Medikamente und medizinischen Accessoires erforderlich sind, unterscheidet sich je nach Reiseland, geplanten Aktivitäten und eventuellen Grunderkrankungen. Es gibt aber ein paar Essentials, die auf jeden Fall mit müssen.

Viele Menschen setzen bei der Wahl der Medikamente auf pflanzliche Wirkstoffe...

Reiseapotheke mit Pflanzenpower

Es ist immer gut, im Notfall auf Reisen auf Medikamente zurückgreifen zu können. Das bedeutet jedoch nicht, dass in jedem Fall die chemische Keule im Gepäck sein sollte.

Die meisten Symptome, mit denen man auf Reisen zu tun hat, sind eher harmloser Natur. Arznei-Hammer mit starken Nebenwirkungen sind also nicht unbedingt die erste Wahl für die Reiseapotheke.

Übelkeit natürlich lindern

Gegen Übelkeit und Völlegefühl, wie es etwa durch fremdartiges Essen entstehen kann, gibt es eine ganze Reihe bewährter pflanzlicher Magentropfen, die schnell dafür sorgen, dass der Verdauungstrakt sich beruhigt. Auch Reiseübelkeit und Kopfschmerzen kann man meist gut mit Tabletten auf pflanzlicher Basis begegnen, die auch präventiv genommen werden können.

Bei konkreten Verdauungsstötungen wie Durchfall und Blähungen sind Kräutertees mit

meist sehr wirksam. Halten die Beschwerden jedoch an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Erkältung und Heuschnupfen

Auch in fernen Ländern blühen die Bäume, Sträucher und Gräser - für Pollenallergiker ist es daher wichtig, je nach Reiseziel zur Sicherheit ein mildes Heuschnupfenspray einzupacken. Hier gibt es viele milde aber wirksame Mittel auf Pflanzenbasis, beispielsweise mit Quitte und Zitrone.

Nichts ist im Urlaub ärgerlicher als eine dicke Erkältung. Daher sollte man auf eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung vor und bei Reiseantritt achten, vor allem durch frisches Obst und Gemüse.

Prellungen und Schürfwunden

Wer im Urlaub gerne wandert, klettert, Ski läuft oder anderweitig sportlich aktiv ist, sollte auch auf kleinere Verletzungen vorbereitet sein.

  • Eine Wundsalbe mit Ringelblume oder Trauma-Beinwell-Extrakt fördern die Heilung bei kleineren Schürfwunden effektiv.
  • Bei fast allen Arten von Verletzungen, also auch Verstauchungen, Prellungen etc., ist Arnika das Mittel der Wahl.

Natürliche Arzneimittel sollen mit in die Reiseapotheke

Homöopathie - Medikamentenglas und weiße Kügelchen mit zwei Gänseblümchen auf blauem Untergrund
Homeopathic medication © Iosif Szasz-Fabian - www.fotolia.de

Ein verdorbener Magen oder Sonnenbrand im Urlaub vermiesen einem die schönsten Stunden im Jahr. Aus dem Grunde sollte jeder auch eine kleine Reiseapotheke mitnehmen, wobei Arzneimittel auf natürlicher Basis, ohne Nebenwirkungen, nicht fehlen sollten.

So gibt es von Weleda ein paar wichtige Arzneimittel, die die Heilpflanzen wie Arnika und Calendula beinhalten. Gegen Übelkeit helfen Nausyn-Tabletten und bei Magenbeschwerden Amara-Tropfen, die verschiedene Bitterstoffe enthalten. Bei kleineren Verletzungen nimmt man die Calendula Wundsalbe oder auch das Arnika-Gelee bei Prellungen und Verstauchungen.

Aber wer noch mehr Produkte sucht, alle diese sind in der Apotheke erhältlich und fragen sie doch einfach einmal ihren Apotheker. In diesem Sinne eine gute Reise und Erholung.

Was soll in die Reiseapotheke? Immer mehr Menschen wählen homöopathische Mittel

Homöopathische Medizin auf grünen Blättern und in Flaschen
Homeopathic medicine and bottles on green © egal - www.fotolia.de

Der Urlaub steht bevor. Neben der freudigen Erwartung, endlich etwas Erholung und fremde Kultur schnuppern zu können, muss man sich natürlich auch auf Probleme vorbereiten. Ein Schnupfen im Urlaub, oder Verdauungsprobleme können immer auftreten. Für solche Eventualitäten muss natürlich auch vorgesorgt werden. Dafür sollte jeder vor Urlaubsantritt eine kleine individuelle Reiseapotheke für sich zusammenstellen.

Umfragen zeigen, dass sich immer mehr Menschen dabei auf Produkte ohne Chemie verlassen. In Reiseapotheken finden sich immer öfter homöopathische Mittel. Neben Tabletten kommen daher auch ätherische Öle, diverse Salze und Blüten in den Koffer. Dafür braucht man oft spezielle Aufbewahrungsboxen. Der Markt hat sich längst darauf eingestellt. Etuis in allen Größen, Farben und Designs lassen sich heute schon kaufen.

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Quellenangaben

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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