Naturreisen - Merkmale, Möglichkeiten und hilfreiche Reisetipps

Naturaufnahme Wald im Gegenlicht

Eine Reise in die faszinierende Natur und Tierwelt

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter Naturreisen versteht man Reisen zu einzigartigen Landschaften oder Naturschauspielen. Dabei steht neben der Natur auch die Tierwelt des Reiseziels im Vordergrund. Eine Naturreise kann sowohl als Gruppenreise als auch als Individualreise geplant werden. Sowohl hierzulande als auch weltweit stehen dem Naturliebhaber zahlreiche interessante Ziele zur Auswahl. Informieren Sie sich über die Merkmale und Möglichkeiten einer Naturreise und holen Sie sich wertvolle Reisetipps.

Naturreisen: Merkmale und Möglichkeiten

Raus in die Natur und den Alltag hinter sich lassen - die freien Tage während des Urlaubs in der Natur zu verbringen, ist das Ziel vieler Reisender, wird der Alltag doch durch stundenlanges Sitzem im Büro, Fernsehen und Smartphone bestimmt. Für dieses Vorhaben bieten sich Naturreisen wohl am besten an, sofern man auf all die Technik gut und gerne auch mal verzichten kann.

Was Möglichkeiten und Ziele angeht, stehen einem beim Natururlaub unzählige Angebote zur Auswahl. Hier kommt es vor allem auch darauf an, wofür man sich interessiert und begeistern kann und wie aktiv man seinen Urlaub verbringen möchte. Entscheidend ist, dass die Natur mit ihrer vielfältigen Landschaft sowie Tierwelt im Vordergrund steht. Und in der Regel handelt es sich um Urlaubsangebote abseits des Massentourismus.

Von Aktivurlaub bis hin zur völligen Entspannung im Grünen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch was Unterkunft und Komfort angeht, hat man die Qual der Wahl. Beliebte Formen und/oder Aktivitäten sind je nach Ziel und Jahreszeit beispielsweise:

und Vieles mehr. Erkundet werden Berge, Küsten, Strände, Seen, Wasserfälle, Meere, Wälder, abgelegene Dörfer, die Wildnis und all das, was man sonst noch "da draußen" vorfindet. Dabei ist es wichtig, die Tierwelt sowie die Natur zu respektieren.

Tierbeobachtung als beliebte Naturreisen
Tierbeobachtung als beliebte Naturreisen

Beliebte Reiseziele

Eine Naturreise ist eine Reise, die den Urlauber zu den Schönheiten der Natur wie

  • Berge
  • Wälder
  • Gewässer oder
  • Wüsten

führt. Dabei spielt jedoch auch die Beobachtung der Tierwelt eine wichtige Rolle. Im Rahmen einer Naturreise wird nicht nur die Landschaft des Reiseziels bewundert, sondern vor allem seine Tierwelt beobachtet. Auf diese Weise hat der Reisende die Gelegenheit, Tierarten in freier Wildbahn zu erleben, die er aus der Heimat nicht kennt oder sonst nur im Zoo zu Gesicht bekommt. Naturreisen können in die verschiedensten Winkel der Erde führen.

Ein Geheimtipp für eine Naturreise auf eigene Faust ist die spanische Extremadura. Die Region gilt als ideales Ziel für Naturliebhaber, erfordert jedoch viel Eigeninitiative. Doch die Angebote der Reiseveranstalter für Naturreisen sind überaus vielfältig.

Skandinavien

Dazu gehört zum Beispiel eine Schlittenhunde-Tour in Schweden. Dabei hat der Urlauber die Gelegenheit, mit einem eigenen Hundeschlittengespann die Winterlandschaften Schwedens zu erkunden, was einen besonderen Reiz von Abenteuer hat.

Sehr beliebte Naturreisen sind auch die Beobachtungen von Pottwalen und Schwertwalen in norwegischen Gewässern. Bei einer mehrtägigen Tour vor der Küste Nordnorwegens kann der Reisende die faszinierenden Meeresbewohner kennen lernen und sie aus nächster Nähe beobachten.

Auch Island bietet an seiner Westküste gute Möglichkeiten zur Beobachtung von Zwergwalen und Weißschnauzen-Delphinen. Darüber hinaus lernt der Reisende Islands berühmte Blaue Lagune kennen.

Skandinavien ist beliebt für Naturreisen
Skandinavien ist beliebt für Naturreisen

Namibia

Eines der faszinierendsten Naturreiseziele überhaupt ist der afrikanische Kontinent mit seinen unzähligen Naturschauspielen und Tierarten. Besonders zu empfehlen ist eine Rundreise durch Namibia mit seinen Wüstenlandschaften. Zu der Reise gehört auch ein dreitägiger Besuch im Etosha-Nationalpark, in dem sich zahlreiche heimische Tierarten beobachten lassen.

Auf Safaris exotische Tiere beobachten
Auf Safaris exotische Tiere beobachten

Madagaskar

Ein weiteres El Dorado für Naturliebhaber ist die Insel Madagaskar, die als Perle des indischen Ozeans gilt. Tierfreunde finden dort eine einzigartige Tierwelt, zu der neben

gehören.

Uganda

Wer sich für Menschenaffen interessiert, kommt beim Gorilla-Trekking durch den Urwald von Uganda auf seine Kosten. Dort können achtzehn verschiedene Primatenarten, wie zum Beispiel Schimpansen oder Berggorillas bewundert werden.

Antarktis und Arktis

Ist einem Afrika zu heiß, hat man die Alternative eine Expeditionskreuzfahrt in die Antarktis zu unternehmen und dabei

  • Pinguine
  • Wale
  • Pelzrobben und
  • See-Elefanten

zu beobachten. Ebenfalls in frostige Gefilde führt eine Expeditionskreuzfahrt in den arktischen Ozean, genauer gesagt nach Spitzbergen. Dort tummeln sich auch die Könige der Arktis, die Eisbären. Darüber hinaus kann man den Spuren der berühmten Polarforscher folgen und im Packeis bis zum 80. Breitengrad vordringen.

Bei einer Expeditionskreuzfahrt ins ewige Eis kann man auch Tiere beobachten
Bei einer Expeditionskreuzfahrt ins ewige Eis kann man auch Tiere beobachten

Nordlicht auf den Lofoten bietet grandioses Naturschauspiel

Grünes Polarlicht über Winterlandschaft in Spitzbergen, Norwegen
Unusual Arctic winter landscape - Spitsbergen, Svalbard © Incredible Arctic - www.fotolia.de

Für die Einheimischen ist es nichts Besonderes mehr, den Touristen geht jedoch das Herz auf. Die Rede ist vom Nordlicht auf den Lofoten, den norwegischen Inseln.

Das Schauspiel, das sich dem Beobachter in sternklarer, eisiger Nacht bietet, ist eines der grandiosesten Naturphänomene der Erde. Es ist ein Himmelsleuchten, das entsteht, wenn geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die äußeren Schichten der Erdatmosphäre treffen. Mal erzeugen Sauerstoffatome grünes Licht, mal rotes. Das richtet sich danach, wie viele Kilometer Höhe sie sich befinden.

Die interessierten Besucher nehmen für den Anblick des Nordlichtes eisige Nächte auf sich. Die Einheimischen ärgern sich, wenn das Nordlicht zu sehen ist. Denn das bedeutet: Es ist wieder kalt. Es kommt allerdings nicht allzu häufig vor, dass es sich zeigt. Ein bisschen Glück und ein klarer Himmel gehören dazu.

In den schneereichen Monaten Februar und März ist die Wahrscheinlichkeit am größten, das farbenprächtige Naturspektakel zu beobachten.

Reise zum Eyjafjallajökull-Museum nach Island

Skógafoss, Waldwasserfall im Süden Islands
Skogarfoss, Island © Robin Heal - www.fotolia.de

Vor einem Jahr brach auf Island der Vulkan am Eyjafjallajökull-Gletscher im Süden des Landes aus und eine riesige Aschewolke führte zum größten Chaos in der Luftfahrtgeschichte in Europa.

Jetzt will dort der Bauer Olafur Eggertsson auf seinem Thorvaldseyri-Hof ein Museum bauen und auch der Touristenverband erwartet dann viele zusätzlichen Touristen, so dass für diesen Sommer mit einem Saison-Rekord gerechnet wird.

Vulkan im Kongo lockt Schaulustige an

Der momentan Lava speiende Nyamuragira im Virznga Nationalpark ist eine wahre Touristenattraktion

Flagge der Demokratischen Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Der Nyamuragira gilt als der aktivste Vulkan Afrikas. Derzeit spuckt der Gigant im Virznga Nationalpark im Kongo bis zu 400 Meter hohe Lavasäulen in die Luft. Da man sich dem Vulkan bis auf etwa 1,5 Kilometer nähern kann, werden nun geführte Touren zu dem spektakulären Naturschauspiel angeboten.

Für Touristen und Siedlungen besteht keine Gefahr

Cal Tjeenk Willink, der Tourismusleiter des Parks, erklärte im Interview, das Touristencamp habe eine optimale Entfernung zum Vulkan. Es läge weit genug vom Geschehen entfernt um Gefahren zu vermeiden. Trotzdem könne man die Eruption deutlich beobachten. Das Camp wurde von dem Vulkanologen Dario Tedesco eingerichtet, der außerdem versicherte, dass zumindest derzeit keine Gefahr für die naheliegenden Siedlungen besteht.

Die Anreise zu dem Nationalpark ist umständlich

Sollte die Eruption anhalten, werden noch weitere interessierte Touristen erwartet - und das obwohl die Anreise eher beschwerlich ist. Um zu dem Camp zu gelangen, muss man zuerst nach Kigali in Uganda fliegen, von wo aus es dann in einer dreistündigen Autofahrt nach Goma geht. Im Kongo angekommen benötigt man eine weitere Stunde auf der Straße zum Nyamuragira Nationalpark.

Urlaub mitten im Grünen: Worauf Naturfreunde achten sollten

Zwei Wanderer bei einer Rast am See
Rast am See © Konstanze Gruber - www.fotolia.de

Nachhaltigkeit liegt auch in der Reisebranche voll im Trend. Immer mehr Menschen wünschen sich einen naturnahen Urlaub, der mit anonymen Bettenburgen von einst nichts mehr gemein hat. Eine tolle Möglichkeit, diesem Ziel im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt näher zu kommen, bietet der Wanderurlaub.

Dabei ist jedoch längst nicht alles "umweltfreundlich", was Naturfreunde gern zu tun pflegen. Insbesondere beim Wandern in der freien Natur gelten einige Einschränkungen. In Naturschutzgebieten beispielsweise dürfen Besucher ausschließlich auf den gekennzeichneten Wegen wandern - um seltene Tiere und Pflanzen nicht zu gefährden. Ähnliches gilt für Anreise und Unterkunft: Auch hier kann der schönste Urlaub im Grünen nicht garantieren, dass man auch wirklich nachhaltig reist.

Wem dieser Aspekt wichtig ist, der sollte zum Beispiel im Öko-Hotel einchecken oder seine Anreise mit umweltfreundlicher Klimabilanz planen. Doch auch hier sollte man nicht übertreiben: Nachhaltigkeit beinhaltet neben ökologischen auch soziale Gesichtspunkte. Insbesondere in ärmeren Ländern fehlen oft die Mittel für umweltverträglich einwandfreien Tourismus - gerade das Fernbleiben von Besuchern kann aber dazu führen, dass die Infrastruktur langfristig weiter brach liegt statt sich zum Positiven zu entwickeln.

Deshalb muss jeder für sich entscheiden, welche Gewichtung er Klimabilanz auf der einen und sozialem Gewissen auf der anderen Seite zuschreibt.

"Schwarze Sonne" - Hunderttausende Stare in Nordfriesland

Bei Aventoft in Nordfriesland kommt es jedes Frühjahr zu einem besonderen Naturspektakel, welches sich zahlreiche Bewohner und Touristen nicht entgehen lassen möchten.

Nicht weit entfernt von der dänischen Grenze lassen sich Jahr für Jahr Hunderttausende Stare an den Seen nieder. Dieser Vogelschwarm wird auch als "schwarze Sonne" bezeichnet und gilt als das beste Naturphänomen in dieser Region. Nach Angaben der Touristenführer seien die Stare auf dem Weg nach Russland und ins Baltikum und würden hier eine Pause machen um sich satt zu fressen. Dabei bilden die Vögel mehrere Formationen um sich vor möglichen Angreifern zu schützen, an denen erfahrene Vogelbeobachter verschiedene Angriffstypen erkennen.

Der Nordfriesland-Tourismus möchte in Zukunft vermehrt auf deutsche Besucher setzen und hat bereits an eine Kooperation mit Sylt gedacht, denn aktuell besuchen besonders Dänen das Spektakel "schwarze Sonne".

Andernach lockt Touristen mit dem weltweit größten CO2-Geysir

Am Rand der Eifel liegt die beschauliche Stadt Andernach und lockt jährlich Tausende Touristen wegen dem größten CO2-Geysir der Welt an. In dieser Gegend raucht es seit Jahrtausenden an vielen Orten, doch die beeindruckenden Wasserfontänen in Andernach übertreffen alle anderen Gasaustritte.

Nachdem man vor rund 100 Jahren dort aufsteigende Gase beobachtete, wurden zahlreiche Entlastungsbohrungen durchgeführt, woraufhin man ungewollt eine neue Touristenattraktion schuf. Inzwischen schießen jeden Tag vier Fontänen bis zu 60 Meter hoch in die Luft, was jährlich 120.000 Besucher anlockt, die wegen strenger Naturschutz-Auflagen zu dem Geysir geführt werden. Für die Fährüberfahrt und den Besuch der Wasserfontäne müssen Erwachsene 13,50 Euro und Ermäßigte knapp 10 Euro zahlen.

Entspannen im Grünen – in den schönsten Parks Deutschlands

Grüner Park im Sonnenlicht
Green park © Elenathewise - www.fotolia.de

Gerade jetzt, wenn die Sonne sich immer häufiger blicken lässt und bereits einen Hauch Sommer versprüht, zieht es die Menschen in die zahlreichen Parks. Wer dort gerne spazieren geht oder einfach nur relaxt, sollte sich die folgenden Tipps einmal anschauen.

Hamburg und Potsdam

In Hamburg lädt der Stadtpark „Planten und Blomen“ zum Entspannen ein. Mitunter gibt es einen japanischen Garten sowie einen Apothekergarten, indem man etwas über verschiedenste Heilpflanzen und Kräuter lernen kann.

Kunstvoller geht es im Potsdamer Sanssouci-Park daher, hier kommen Liebhaber der Kunst aus dem 18. Jahrhunderts auf ihre Kosten, und dies in einer beeindruckenden Kulisse aus Weinbergterrassen.

München und Schwetzingen

Der Englische Garten in München zählt zu den größten Parks weltweit; wer Bayerns Hauptstadt besucht, sollte sich diesen nicht entgehen lassen. Unter anderem gibt es Biergärten und das Angebot, mit dem Boot auf dem Kleinhesseloher See zu fahren.

Neben einem englischen Abschnitt gibt es im Schwetzinger Schlosspark zudem eine französische Parkanlage. Neben dem Schloss ist auch eine Moschee besonderer Blickfang der Anlage.

Hannover und Mannheim

Die Herrenhäuser Gärten in Hannover bestehen aus vier unterschiedlichen Parks. Es gibt eine Grotte zu sehen; zudem sind Wasserspiele sowie ein Festival Ende Mai großer Anziehungspunkt der Parkanlage.

Ein Festival – das „Seebühnenzauber“ – gibt es ebenfalls im Mannheimer Luisenpark zu sehen. Dieser Park wartet mit einem chinesischen Garten, dem Kutzerweiher, auf dem Bootsfahrten möglich sind sowie einem Gebirgsbach auf.

Doch auch in Deutschland findet man interessante Angebote...

Deutschland

Wer raus in die Natur möchte, muss nicht unbedingt weit reisen. Interessante Ziele gibt es beispielsweise für Vogelliebhaber.

Kranichbeobachtung im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist dank seiner vielgestaltigen Naturräume ein überaus beliebtes Ziel für Naturreisende. Ein besonderes Highlight stellt dabei der Zug der Kraniche dar. Im Herbst verweilen mehr als 70.000 Vögel im Nationalpark.

Die Küstenlandschaft Vorpommerns als Lebensraum und Urlaubsziel

Nirgendwo in Deutschland findet man eine derart ausgeprägte und weitläufige Boddenlandschaft wie an der Küste Vorpommerns. Hier legt sich die Halbinselkette von

  • Fischland
  • Darß und
  • Zingst

schützend vor die Buchten des Barther und des Saaler Boddens. Während im Norden weite Sandstrände die Badegäste erfreuen, erstrecken sich an den südlichen Ufern breite Schilfgürtel, Feuchtwiesen und Flachwassergebiete.

Dieses überaus empfindliche Ökosystem, das zahlreichen Tierarten einen Lebensraum bietet, wird im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft geschützt. Gleichzeitig jedoch wird die Schönheit und abwechslungsreiche Vielfalt der Region den interessierten Naturreisenden zugänglich gemacht.

Auf ausgedehnten Radtouren und Wanderungen bekommt man spannende Einblicke in die großartige Natur der Boddenufer. Der Nationalpark hat im Besonderen bei den Hobbyornithologen einen hohen Stellenwert, schließlich können sie hier Jahr für Jahr Zehntausende von Kranichen beobachten.

Kranichbeobachtung
Kranichbeobachtung
Kraniche rasten auf ihrem Weg in den Süden im Nationalpark

Kraniche sind Zugvögel mit jahreszeitlich unterschiedlichen Lebensräumen. Im Sommer ist dieser stolze Vogel mit der kräftigen Stimme vornehmlich in Nord- und Osteuropa anzutreffen.

In den Herbstmonaten, wenn die Temperaturen allmählich fallen, zieht es die Kraniche südwärts, wo in Frankreich, Spanien und Nordafrika die Winterquartiere des Kranichs liegen. Zehntausende Vögel überqueren dann in typischen Keilformationen das Land, um erst im Frühjahr wieder nordwärts zu ziehen.

Zwei entscheidende Routen sind für den Kranichzug bekannt, die osteuropäische und die westeuropäische. Der Westeuropäische Kranichzug – und das ist für hiesige Naturreisende so spannend – verläuft direkt durch die Region rings um den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Mit seinen Feuchtwiesen, Mooren und den umliegenden Feldern ist er wie geschaffen für eine Rast, und davon machen die Kraniche auf ihrem Weg nach Süden oder Norden zuhauf Gebrauch.

Kraniche im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft beobachten

Wer als Naturreisender das einmalige Schauspiel rastender und auffliegender Kraniche bestaunen möchte, muss von Mitte März bis Anfang April hierherkommen. Weitaus eindrucksvoller ist jedoch der Vogelzug im Herbst, wenn zwischen September und November Zehntausende Kraniche im Nationalpark rasten.

Eine der bedeutendsten Plätze ist dafür das Gebiet rund um die Inseln Bock und Werder. Die Kraniche gehen etwa zur Rast auf der Boddeninsel Kirr nieder, auf der Rügenschen Halbinsel Ummanz oder auf den weiten Grünflächen rund um Groß Moordorf. Auf mehr als 70.000 beziffert der Nationalpark die Zahl der Kraniche, die hier gleichzeitig rasten.

Das Spektakel aufsteigender und landender Vogelscharen und ihrer ungemein lauten Gesänge begeistert immer mehr Naturreisende. Zahlreiche Aussichtspunkte wurden in der Landschaft eingerichtet, die eine sehr gute Beobachtung der Vögel mit dem Fernglas erlauben. Wissenswertes über den Kranich und seinen Zug in den Süden gibt hingegen das Informationszentrum in Groß Moordorf preis.

Storchenbeobachtung in den Storchendörfern Nordostdeutschlands

Meister Adebar, so wie der Storch in Fabeln genannt wird, ist natürlich kein reines Fabelwesen. Allerdings ist die Population seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts deutlich geschrumpft.

Von den damals rund 50.000 in Deutschland brütenden Paaren sind inzwischen nur noch circa 4000 Storchenpaare hierzulande anzutreffen. Viele dieser Paare können auf Naturreisen in den Storchendörfern in Nordostdeutschland beobachtet werden.

Das Leben der Störche

Störche gehören zu den Schreitvögeln und es gibt insgesamt 19 verschiedene Storchenarten. Dazu zählen unter anderem der Schwarzstorch, der Marabu oder der Sattelstorch.

Die Art die hierzulande am häufigsten vertreten ist, ist der Weißstorch. Typisch für den Weißstorch sind das hauptsächlich weiße Gefieder mit einzelnen schwarzen Federn an den Flügeln, der lange, spitze Schnabel und die langen, dünnen Beine.

Die Weißstörche verbringen den Winter, anders als einige andere Storchenarten, gerne im warmen Süden. Kehren sie aus ihren Winterquartieren zurück, dann beginnt für sie die Brutsaison. Und dabei kann man die majestätischen Vögel in den Storchdörfern in Nordostdeutschland beobachten.

Im Frühjahr und Sommer kann man die Störche samt Nachwuchs in ihren Nestern beobachten
Im Frühjahr und Sommer kann man die Störche samt Nachwuchs in ihren Nestern beobachten
Eine Storchentour über acht Stationen

Storchenpaare beziehen nach der Rückkehr aus ihren Winterquartieren jedes Jahr aufs Neue ihre alten Horste. Das macht sie für den Menschen wunderbar berechenbar.

Und so gibt es, insbesondere in den Storchdörfern in denen sich besonders viele Paare niedergelassen haben, beste Voraussetzungen für Beobachtungen. Wer Interesse für das Leben von Meister Adebar aufbringt, der kann beispielsweise auf eigene Faust das Leben der Storchenpaare auf einer Naturreise in acht Stationen erforschen.

  • Ihren Anfang könnte diese lehrreiche Naturreise zum Beispiel in der schönen Niederlausitz finden. Hier, im Storchendorf Vetschau, kann man sich sodann auch die grundlegenden Fakten über den Weißstorch aneignen.

    Im örtlichen Informationszentrum findet man unter anderem eine Ausstellung, in der etwas über die Lebensweise und die Schutzmaßnahmen des Weißstorchs erzählt wird. Und selbstverständlich lassen sich hier die Storchenpaare auch via Life-Cam ins Nest schauen.

  • Als weitere Stationen folgen Richtung Norden der Ort Dissen-Strisow und der Nationalpark "Unteres Odertal". Dieses weitläufige Gebiet ist eine fast naturbelassene Flussauenlandschaft, in der bis zu 30 Storchenpaare nisten. Der Naturpark lässt sich ebenso gut auf geführten Wanderungen wie auf eigenständigen Fahrradtouren erkunden.

  • Die nächsten Stationen der "Storchentour" durch Nordostdeutschland sind Ankershagen und das Storchendorf Mestlin. In Mestlin gibt es derzeit 12 Storchennester, von denen jährlich etwa acht von den Storchenpaaren genutzt werden.

  • Weiter geht es in Richtung Norden in das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" und die Storchendörfer Rühstädt und Linum. Rühstädt ist mit rund 40 Storchenpaaren und etlichen einzelnen Störchen übrigens das Dorf mit den meisten Störchen in Deutschland. Aber auch Linum kann sich mit bis zu 18 nistenden Paaren durchaus sehen lassen. Darüber hinaus können in Linum im Frühjahr und im Herbst tausende rastende Kraniche bestaunt werden.

Die beste Zeit für die Storchentour

Wer die Störche in den genannten Orten beobachten möchte, der kann dies am besten in der Zeit zwischen April und August tun. Dann stehen interessierten Besuchern in allen Orten "Storchen-Cams" zur Verfügung, die das Leben der Störche und ihres Nachwuchses live aus dem Horst dokumentieren. Zudem gibt es überall Ausstellungen und Informationsmaterial rund um den Storch.

Kreativer durch den Aufenthalt in der Natur

Ohne technische Hilfsmittel zur Hand, besinnt sich der Mensch im Freien auf seine Kreativität

Paar beim Wandern in Wald mit Rucksäcken und Karte
Hiking couple © Alexander Raths - www.fotolia.de

In der heutigen Zeit spielen elektronische Medien eine wichtige Rolle – es gibt kaum jemanden, der ohne

auskommt. Während Kinder ihre Freizeit früher draußen verbracht haben, sitzen sie heute meist an der Konsole oder im Chatraum. Die Auswirkungen sind deutlich: besonders das Thema Übergewicht aufgrund von Bewegungsmangel wird schon seit längerem diskutiert.

Wandern ohne technische Hilfsmittel

Doch die Natur hält weitaus mehr bereit: amerikanische Forscher der Universitäten Kansas und Utah haben in einer Studie gezeigt, dass der Aufenthalt im Freien ohne Elektronik unsere Kreativität fördert.

In ihrer Untersuchung ließen sie Probanden eine mehrtätige Rucksackwanderung machen; ihre elektrischen Geräte durften sie nicht mitnehmen. Vor der Tour absolvierte ein Teil der Frauen und Männer einen Kreativitätstest, der andere Teil nach der Wanderung – und dieser schnitt mehr als doppelt so gut ab.

Erholung in der freien Natur

Was durch diese Studie jedoch nicht geklärt werden konnte, ist die Frage ob die Förderung der Kreativität vor allem durch den Aufenthalt in der Natur oder vielmehr durch den Verzicht von Handy, PC und Co. stattgefunden hat. Fakt ist jedoch, dass sich die Menschen heutzutage immer weniger in der freien Natur erholen und ihrem Körper damit auf Dauer schaden können.

Wohin auch immer die Reise geht - eine gründliche Planung ist zu empfehlen...

Tipps zur Reiseplanung

Auf einer Naturreise bewundert der Reisende nicht nur die Naturschönheiten des Urlaubsziels wie beispielsweise

sondern auch dessen Tierwelt.

Auf diese Art bekommt der Urlauber Tierarten zu Gesicht, die er ansonsten nur aus dem Zoo oder aus dem Fernsehen kennt. Naturreisen lassen sich sowohl in der Gruppe als auch einzeln durchführen.

Die Wahl des Reiseziels

Wer eine Naturreise auf eigene Faust plant, sollte sich zunächst einmal überlegen, welches Ziel für ihn infrage kommt, denn Möglichkeiten für Reisen in die Natur gibt es viele.

  • So kann man sowohl einen Streifzug durch die Wälder Deutschlands oder Europas unternehmen als auch in die Ferne schweifen und die exotische Tierwelt Afrikas, Südamerikas oder Asiens beobachten.
  • Auch Schlittenhundetouren sowie Schiffsreisen in die Arktis oder Antarktis gehören zum überaus vielfältigen Angebot der Reiseveranstalter.
  • Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Walbeobachtungen vor der Küste Nordnorwegens, Streifzüge durch die osteuropäischen Wälder sowie Safaris durch die afrikanischen Wüsten und Savannen.

Informationen sammeln und die entsprechende Ausrüstung besorgen

Hat man das richtige Ziel für eine Naturreise gefunden, gilt es, sich so ausführlich wie möglich darüber zu informieren. Dazu gehört zum Beispiel das Wissen über

  • die hiesigen Tierarten
  • die gesetzlichen Vorschriften sowie
  • die richtige Bekleidung und Ausrüstung.

Wer während des Urlaubs in der Natur zelten möchte, benötigt natürlich die entsprechende Ausstattung. Darüber hinaus muss man sich im Klaren sein, dass Reisen in die Natur nicht immer leicht zu planen sind, denn ab und zu können einem das Wetter oder auch die Tiere einen Strich durch die Rechnung machen. Außerdem ist es gelegentlich erforderlich, den Ablauf der Reise zu ändern.

Gesundheitliche Aspekte

Unternimmt man eine Fernreise in exotische Länder, muss man bei der Planung die Impfvorschriften des jeweiligen Staates bedenken. So sind in einigen Ländern Schutzimpfungen gesetzlich vorgeschrieben. In den Tropen kann zudem eine Malaria-Prophylaxe erforderlich sein.

Vor einer Fernreise ist es grundsätzlich ratsam, sich vom Hausarzt untersuchen und beraten zu lassen, denn bei einer Expedition in tropische Gefilde sollte man über eine gute Konstitution verfügen.

Grundinformationen und Hinweise zu Naturreisen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Wald im Gegenlicht © Hubert Körner - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Handsome young hiker with camera © guerrieroale - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hütte am Strand (Trollfjord, Lofoten) © pure-life-pictures - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: giraffen © tarei - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Emperor Penguin Chicks © Silver - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kranich Rast © dieter76 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Couple of storks in the nest © kirvinic - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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