19. Oktober 2010
In Paris tobt zurzeit der Konkurrenzkampf der Luxus-Herbergen, wo man für eine Übernachtung auch mal locker 20.000 Euro bezahlen muss. So wird seit Jahren wieder ein Luxus-Hotel mit dem "Royal Monceau" in den nächsten Tagen eröffnet und drei weitere werden bis zum Jahr 2012 noch folgen, so dass die alteingesessenen Hotelbesitzer leicht beunruhigt sind, denn auch Kritiker bezweifeln, dass es einen so großen Bedarf an Luxus-Hotels in Paris nicht gibt.
Aber so werden auch die bekannten Hotels wie das "Bristol", "George V" oder "Plaza Athénée" sich jetzt noch mehr anstrengen, damit die Gäste auch nicht ausbleiben. Doch sehr viel Spielraum an Angeboten von noch mehr Luxus ist aber kaum möglich, denn mittlerweile gehören teure Marmorbäder und dementsprechende Möbel zu den Standardeinrichtungen der Luxus-Herbergen. Auch die Restaurants sorgen mit ihren "Drei-Sterne-Köchen" für die Gaumenfreuden der Gäste. Auch gehören Wellness und Beauty-Personal zum hauseigenen Service. Aber dies hat natürlich alles seinen Preis, wobei es aber auch sogenannte preiswerte Angebote gibt, wie beispielsweise im "Bristol", wo man für eine Suite nur 2.300 Euro für die Übernachtung bezahlen muss. Von dem Swimmingpool auf der Dachterrasse hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt Paris.
Nun haben die neuen Eigentümer also das neue "Royal Monceau" geschaffen, das aber weniger den klassischen Luxus bietet. Und so wurde für die Renovierung der Innenarchitekt und Star-Designer Philippe Starck beauftragt. Ehemals verkehrten in dem Hotel Stars und Schriftsteller wie Ernest Hemingway, Coco Chanel oder der "King of the Pop" Michael Jackson. Die Stadtväter in Paris freuen sich, denn sie hoffen so auch Mehreinnahmen in ihrer Kasse und es werden neue Arbeitsplätze entstehen. Aber die meisten Besitzer der Luxus-Hotels stammen aus dem Ausland und nur das "Fouquet's" an den Champs-Élysées zählt noch zu einer französischen Gruppe.
Auch Deutschland ist mit der Bielefelder Oetker-Familie neben dem Sultan von Brunei und dem ägyptischen Milliardär Mohamed Al Fayed vertreten. Übrigens ist im Jahr 1977 der Sohn von Mohamed Al Fayed, Dodi, damals mit der britischen Prinzessin Diana im Auto in Paris tödlich verunglückt, nachdem sie das väterliche Hotel "Ritz" verlassen hatten.
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