30. September 2010
Karten und Atlanten können auf eine lange Tradition zurückblicken. Auch in der heutigen Zeit leisten sie trotz moderner Navigationssysteme wertvolle Dienste.
Karten und Atlanten dienen dazu, dem Reisenden wichtige geographische Informationen über ein bestimmtes Reiseziel zu vermitteln. Auch in Zeiten moderner Navigationssysteme erfüllen die guten alten Landkarten noch immer ihren Zweck.
Landkarten und Atlanten gibt es in den verschiedensten Größen und Varianten. So erhält man einen Atlas sowohl in Papierform als auch in elektronischer Form. Außerdem kann ein Atlas sehr groß sein oder als Handatlas bequem in die Tasche passen. Unterteilt werden Karten und Atlanten u.a. nach Städten, Staaten, Regionen oder Kontinenten.
Als Erfinder der Bezeichnung Atlas gilt der Kartograf und Geograph Gerhard Mercator (1512–1594). Dieser bezeichnete sein umfangreiches kartografisches Werk als Atlas und bildete die Figur des gleichnamigen Himmelsträgers darauf ab. Die Geschichte der Land- und Seekarten reicht weit bis in die Antike zurück. Etwa um 100 n. Chr. wurde von Marinus von Tyrus die Gradnetzkarte eingeführt. Nur fünfzig Jahre später erstellte der berühmte griechische Geograph Claudius Ptolemäus (100–175) eine frühe Form von Atlas. Als erster Weltatlas von Bedeutung gilt die spanische Mapa Mundi, die um 1375 entstand und speziell das Mittelmeer darstellte. Durch die großen Entdeckungsreisen kam es zu einer neuen Entwicklung auf dem Gebiet der Kartografie. Da im Laufe der Jahrhunderte immer mehr neue Länder und Regionen auf Entdeckungsreisen und Expeditionen gefunden wurden, mussten die Karten und Atlanten regelmäßig erneuert und verändert werden. Mit der Zeit wurden die Land- und Seekarten immer präziser und die Atlanten immer umfangreicher, bis schließlich von jedem Teil des Erdballs Kartografien existierten.
In der heutigen, modernen Zeit werden zunehmend so genannte Navigationssysteme benutzt, die vor allem in Autos zu finden sind und das Auffinden eines gesuchten Reiseziels erleichtern. Über zwanzig Prozent der deutschen Haushalte verfügen bereits über ein mobiles oder fest eingebautes Navigationsgerät. Dennoch bedeutet dies keineswegs das Ende der klassischen Landkarten und Atlanten, da die meisten Autofahrer nach wie vor gedrucktes Kartenmaterial verwenden. Vor allem für Grobplanungen von größeren Touren oder zur Orientierung sind die klassischen Karten und Atlanten sehr beliebt, da sich z.B. eine Reise von Stuttgart nach Hamburg mit einem Navigationsgerät kaum sinnvoll planen lässt. Als Ergänzung zu den Navigationssystemen ist das klassische Kartenmaterial also vorerst nicht wegzudenken.
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11.05.11 | |
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17.01.11 | |
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25.02.10 | |
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