28. September 2010
Fremdenführer sind für den Tourismus sehr wichtig. Doch was ist nötig, damit man Fremdenführer in seinem Heimatort werden kann?
Ein Fremdenführer nimmt in der Tourismusbranche wichtige Aufgaben wahr. So zeigt er den Besuchern seiner Stadt deren kulturelle Attraktionen und Sehenswürdigkeiten und vermittelt gleichzeitig Wissenswertes darüber. Die Arten von Führungen können dabei ganz unterschiedlich sein. So gibt es zum Beispiel Themenführungen, bei denen ein ganz bestimmtes Thema des Ortes im Vordergrund steht, alternative Führungen, die sich nicht nur auf herkömmliche Sehenswürdigkeiten beschränken, Theaterspaziergänge oder sportliche Führungen. Die Aufgaben eines Fremdenführers können also sehr vielfältig und interessant sein. Doch wie kann man Fremdenführer werden?
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es keine gesetzliche Regelung zum Beruf des Fremdenführers. Nicht einmal ein genaues und einheitliches Berufsbild ist vorhanden, sodass Fremdenführer häufig mit Reiseleitern verwechselt werden. Aus rechtlicher Sicht kann also hierzulande jeder Mensch den Beruf des Fremdenführers ausüben. In den meisten Fällen übernehmen die Fremdenverkehrsämter von Städten und Gemeinden die Schulung von Touristenführern und bieten zu diesem Zweck spezielle Kurse an. Aber auch auf Fachschulen der Tourismusbranche können entsprechende Seminare absolviert werden.
Obwohl es keine rechtlichen Regelungen gibt, sollte man dennoch einige Voraussetzungen mitbringen, um ein guter Fremdenführer zu werden. Dazu gehört vor allem ein kultivierter, vorurteilsloser und freundlicher Umgang mit Menschen. Zudem sollte man die Fähigkeit besitzen, sich auf unterschiedliche Personen und ihre Wünsche einstellen zu können sowie redegewandt beim Vortragen sein. Will man Führungen durch eine Stadt oder durch historische Gebäude wie z.B. Schlösser oder Burgen durchführen, sollte man über gutes Wissen in Geschichte und Kunstgeschichte verfügen. Unternimmt man dagegen Führungen durch die Natur, sind zoologische und biologische Kenntnisse von Wichtigkeit. Darüber hinaus muss man in der Lage sein, die Führungen auf die jeweilige Zielgruppe wie z.B. Kinder oder Erwachsene sowie Laien oder Fachleute abzustimmen. Auch das Sprechen von Fremdsprachen wie Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch oder Russisch ist ein großer Vorteil.
Im Unterschied zu Deutschland, gibt es in Ländern wie Österreich, Italien, Frankreich, Polen, Spanien, Portugal, Griechenland, der Türkei und Zypern gesetzliche Bestimmungen für den Beruf des Fremdenführers. Dort ist eine Ausbildung mit entsprechender Qualifikation sowie das Ablegen einer staatlichen Prüfung erforderlich, um diesen Beruf ausüben zu dürfen.
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