Flugreisen - Ablauf, Planung und wertvolle Reisetipps

Junge dunkelhaarige Frau mit Flugangst hält Modellflugzeug in Hand und schaut ängstlich

Mit dem Flugzeug in den Urlaub - Tipps für eine reibungslose Reise

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  • von Paradisi-Redaktion

Flugreisen gehören zu den beliebtesten Reisemöglichkeiten. Dabei ist die erste Flugreise für viele Menschen ein aufregendes Erlebnis, und so manch einer wird von Flugangst geplagt. Um einen reibungslosen Check-in zu gewährleisten, sollten einige Tipps beachtet werden; es kommt auch auf eine gründliche Planung an. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Flugreise und holen Sie sich wertvolle Reisetipps.

Flugreisen: Merkmale und Vorzüge

Besonders, wenn es um den Sommerurlaub geht, stellt die Flugreise die beliebteste Form des Reisens dar, ebenso natürlich bei weit entfernten Zielen. Mit dem Fliger zu verreisen, bietet dem Urlauber einige Vorteile.

Während man früher tief tief in die Tasche greifen musste, um sich diese Reiseform zu leisten, ist sie heute für nahezu jeden Urlauber erschwinglich; besonders wenn man die Reise frühzeitig bucht, kann man ein echtes Schnäppchen machen.

Natürlich zählt auch die Tatsache, dass die Reisedauer deutlich kürzer ausfällt, als beispielsweise mit Auto, Bus oder Bahn, ebenso zu den Vorteilen. Auf diese Weise hat man mehr von seinem Urlaub und kommt - ausgenommen bei Langstreckenflügen, Stichwort "Jetlag" - doch recht entspannt am Ziel an und kann den Aufenthalt vom ersten Moment an genießen.

Dank Flugzeug stehen dem Urlauber zudem eine große Auswahl an Zielen zur Verfügung, die er anders gar nicht erreichen könnte. Steht einem das nötige Budget zur Verfügung, kann man zudem sehr komfortabel reisen.

Und schließlich gilt die Flugreise als sehr sicher. Dies liegt zum einen an der zuverlässigen Technik der Maschine, zum anderen an den strengen Sicherheitsmaßnahmen, die am Flughafen durchgeführt werden. Hier haben wir weitere Informationen zum Thema Sicherheit am Flughafen.

Vielflieger kennen die Regeln auf den Flughäfen und beim Check-in sehr genau und wissen im Voraus, was alles zu beachten ist, um schnell und reibungslos durch die Gepäckabfertigung und Kontrolle zu kommen. Wer nur sporadisch in den Urlaub fliegt, kann mit guter Vorbereitung Zeit, Geld und Nerven beim Check in sparen und entspannt ins Flugzeug steigen. Den Ablauf sollte man zu diesem Zweck unbedingt kennen.

Ablauf

Wer sich mit dem Ablauf der Flugreise auseinandersetzt und weiß, was am Flughafen zu beachten ist, kann sich optimal auf die Reise vorbereiten.

Vorbereitungen für den Flug

Schon bei der Buchung des Fluges beginnen die Reisevorbereitungen. Wird der Urlaub im Reisebüro gebucht, erhalten die Kunden meist ausführliche Informationen zu den Gepäck- und Check-in Bestimmungen der jeweiligen Airlines. Seit 2011 haben sich die Sicherheitsbestimmungen aller Fluggesellschaften geändert, sodass individuell Reisende sich bei einer Flugbuchung im Internet genau belesen müssen.

Es gelten Regeln für das Handgepäck und jede Fluglinie bestimmt, wie viel Gepäck pro Person zugelassen ist. Gerade in den so genannten "Billigfliegern" sind die Regeln sehr streng und Übergepäck muss meist sehr teuer bezahlt werden.

Bei Flügen zu Reisezielen außerhalb der EU sind Reisepässe (und eventuell Visa) Pflicht. Diese sollten noch mindestens sechs Monate gültig sein. Kinder benötigen eigene Ausweisdokumente, da sie nicht mehr im Reisepass der Eltern eingetragen.

In Sachen Vorbereitung ist es zudem empfehlenswert, sich über die Parksituation bzw. die entsprechenden Gebühren am Flughafen zu informieren. Am Airport angekommen, folgt man einfach den Schildern mit der Aufschrift "Abflug" bis zum passenden Parkhaus.

Wer seinen Wagen nicht am Flughafen abstellen möchte, hat natürlich auch die Möglichkeit, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Häufig erhält man diesbezüglich zum Beispiel auch ein Komplett-Reiseangebot, bei dem die Anreise mit der Bahn zum Flughafen integriert ist.

Der Ablauf einer Flugreise ist immer derselbe
Der Ablauf einer Flugreise ist immer derselbe
Der Tag der Abreise: Check-in Regeln beachten

Spätestens einen Tag vor dem Abflug sollte noch einmal die Webpräsenz der Airline gecheckt werden. Falls Flüge durch Streiks o.ä. ausfallen oder deutlich später starten, wird dies meist dort bekannt gegeben und die Fluggäste können entsprechend reagieren.

Es ist wichtig, rechtzeitig zum Check-in am Flughafen zu sein. Je nach Reiseziel und Länge des Fluges geben die Airlines auf ihren Webseiten dazu Empfehlungen; meist wird man gebeten, ein bis höchstens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Nun gilt es, den richtigen Schalter für die Gepäckaufgabe zu finden. Die Timetables mit den aufgelisteten Flügen geben hier schnell die nötige Orientierung. Am Flughafen selbst sind die Wege zudem sehr gut ausgeschildert; notfalls fragt man das Hilfspersonal nach dem richtigen Weg.

Um bei der Gepäckaufgabe keine böse Überraschung zu erleben, sollte das Gepäck für jede Person bereits zuhause gewogen werden, um zu viel Gewicht gleich reduzieren zu können. Das Gleiche gilt für die Größe und Menge des Handgepäcks. Um schnell durch den Check-in zu kommen, sollten auch die Reisedokumente und Ausweis/Pässe griffbereit sein.

Nacheinander stellt man nun seine Koffer auf das Band, damit sie gewogen werden können. Übergepäck muss entsprechend bezahlt werden.

Von der Sicherheitskontrolle bis zum Boarding

Man hat nun die Bordkarten erhalten und macht sich auf den Weg zur Sicherheitskontrolle. Ist noch ausreichend Zeit übrig, kann man die vielen Einkaufs- und Gastronomieangebote am Flughafen nutzen. Getränke zum Mitnehmen sollte man erst nach der Kontrolle kaufen; nur diese sind flugfertig und kontrolliert.

Bei der Sicherheietskontrolle legt man Jacke und Gürtel ab; manchmal wird man auch dazu aufgefordert, die Schuhe auszuziehen. Alles, was man in der Hand hält sowie den Inhalt der Hosentaschen wird in einen Behälter gelegt, der dann über ein Band läuft und dabei kontrolliert wird.

Der Passagier selbst läuft durch einen Bogen durch, sodass er nach Metall und anderen Gegenständen gescannt werden kann - wurden solche gefunden, erfolgt ein Piepen. In diesem Fall wird man vom Sicherheitspersonal - stets geschlechterspezifisch aufgeteilt - kontrolliert.

Ist alles in Ordnung, geht es weiter zum Gate, von dem man aus später zu seinem Flugzeug gebracht wird. In der Regel erfolgt die Boardingzeit 20 Minuten vor Abflug; bis dahin kann man die oftmals sehr vielfältigen Flughafenangebote wahrnehmen.

Im Flieger selbst sucht man sich seinen Platz und verstaut sein Handgepäck über oder unter den Sitzen. Was die weiteren Anweisungen angeht, stehen einem die Flugbegleiter unterstützend zur Seite.

Geheimnis der besten Pätze im Flugzeug gelüftet

Rückansicht Gang im Innenraum eines Flugzeuges, mehrere Menschen in Sitzreihen
interior of a plane © Ivan Hafizov - www.fotolia.de

Wer sich in Flugzeugen beim besten Willen nicht wohl fühlt, der sollte einmal einen Blick in die Süddeutsche Zeitung werfen. Dort wurde vor kurzem eine Grafik veröffentlicht, auf der sich Passagiere im Vorfeld einen Überblick über die Lage der verschiedenen Sitze machen können.

Darauf basierend soll man entscheiden können, wo man am besten mit langen Beinen oder mit Ruhebedarf sitzt. Auch Menschen mit knurrendem Magen, Flugangst oder vielen Kindern finden auf dem interaktiven Plan Ratschläge für geeignete Plätze.

Frauenplätze jetzt auch in Flugzeugen?

Um Streitigkeiten während des Fluges zu minimieren bald Frauenplätze?

Reife Frau in weißer Bluse und rotem Rock auf Sitzplatz in Flugzeug, Fensterplatz, besorgter Blick
flugangst © Udo Kroener - www.fotolia.de

Was sich auf Parkplätzen bewährt hat, könnte vielleicht auch bei Flügen eingeführt werden: spezielle Frauenplätze. Das wünschen sich laut einer Umfrage des Portals lastminute.de viele Frauen. Befragt wurden 1100 Teilnehmer.

Kritik an männlichen Nachbarn

Mehr als ein Sechstel der Frauen, sprachen sich für ein solches Angebot aus. Besonders gestört fühlten sie sich von Männern, die zuviel Platz beanspruchen, die sich schlecht benehmen, zuviel reden oder die Frauen anflirten.

Die interviewten Männer können das im Übrigen nachvollziehen. Jeder Neunte sprach sich ebenfalls für Frauensitzplätze aus. Als Gründe wurden angegeben, Verständnis dafür zu haben, dass sich andere Männer breit machten, sich schlecht benähmen oder versuchten mit den Frauen anzubändeln. Zuviel Reden sahen sie jedoch nicht als Ursache an. Mit null Prozent fiel diese Möglichkeit komplett unter den Tisch.

Auch Frauen haben Mankos

Auch Frauen scheinen nicht immer ideale Platznachbarn zu sein. 17 Prozent der Männer empfanden Frauen als zu redselig. Acht Prozent fanden, dass Frauen zuviel Platz beanspruchen und 13 Prozent ging die Flirterei auf die Nerven.

Lastminute.de schlägt darum Benimmregeln für ein stressfreies Fliegen vor. So rät das Internetportal dazu, nicht verbissen um die sowieso schon kleine Armlehne zu kämpfen oder auf das eigene Benehmen zu achten.

Flugzeiten ändern sich häufig

Verbraucherschützer mahnen Reiseanbieter wegen häufiger Verschiebung von Flugzeiten ab

Fliegen - Abflug-Anzeigetafel im Flughafen
abflug © Philipp Baer - www.fotolia.de

Verbraucherschützer kritisieren die Reiseanbieter, weil sich oftmals die Flugzeiten ändern und es so auch vorkommen kann, dass ein Reisender einen ganzen Urlaubstag dadurch verliert. Aber vielfach ist die Verschiebung der Abflüge nicht immer auf höhere Gewalt zurückzuführen, wie durch eine Aschewolke, weswegen zehn Unternehmen eine Abmahnung erhalten haben.

Bei langfristigen Buchungen sind Verschiebungen der Flugzeiten möglich

Der Verband der Verbraucherschützer will jetzt auch gegen fünf weitere Fluggesellschaften und Reiseveranstalter klagen, denn oftmals gibt es nur versteckte Hinweise wie "Änderungen vorbehalten" bei den Buchungsunterlagen oder auch nur in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Dagegen erläuterte der Deutsche Reiseverband (DRV), dass gerade bei Pauschalreisen Änderungen bei einer langfristigen Buchung nicht immer zu vermeiden seien, so sind in Einzelfällen Verschiebungen der Flugzeiten möglich, weil beispielsweise die Flugsicherung die Startzeiten ändert oder auch irgendwelche Wartungsarbeiten an den Flughäfen durchgeführt werden müssen.

Nachträgliche Bekanntgabe eines Nachtflugs ist unzumutbar

Auch können kurzfristige Änderungen aufgrund der Wetterlage möglich sein. Hierzu sagt Gerd Billen, Vorstand des VZBV-Verbandes, dass diese Änderungen nur in engen Grenzen akzeptabel seien, das beispielsweise eine nachträgliche Bekanntgabe eines Nachtfluges erst in den Reiseunterlagen für den Verbraucher unzumutbar sei. Denn viele Verbraucher hätten dann im Vorfeld die Reise wahrscheinlich erst gar nicht gebucht.

Fluggäste werden anspruchsvoller - Sonderwünsche bei der Bordverpflegung

Unzählige Fluggäste haben sich bereits über die Verpflegung an Bord geärgert. Was sie als Essen erhalten, hängt gewöhnlich von der Flugstrecke und dem Ticketpreis ab. Doch für die Airlines wird die Zusammenstellung der Mahlzeiten immer schwieriger, denn Passagiere äußern vermehrt Sonderwünsche.

Ein Anspruch auf kulinarische Leckerbissen besitzen Fluggäste nicht. Es existiert auch keine gesetzliche Vorschrift, die die Verpflegung regelt. Dies liegt allein im Ermessen der Fluggesellschaften.

In der Economy Class werden auf Kurzstrecken meist alkoholfreie Getränke und kleine Snacks serviert, auf Interkontinentalflügen fallen die Mahlzeiten üppiger aus. Manche Airlines, wie etwa Emirates, haben iranischen Kaviar im Angebot. Singapore Airlines offeriert auf Flügen nach Japan traditionelle Mahlzeiten japanischer Spitzenköche.

Auch Sonderwünsche sind möglich. Viele Fluggesellschaften bieten Gerichte für bestimmte Religionsgruppen an, so etwa koscheres Essen für Juden. Auch Vegetarier können in der Regel ein fleischloses Gericht genießen. Gebucht werden die speziellen Mahlzeiten im Reisebüro oder über das Internet. Manche Billigflieger lassen sich jedoch jedes Getränk und jeden Imbiss bezahlen.

Beliebt ist zurzeit die italienische Küche mit Pasta, Pesto, Käse und Olivenöl. Auch leichte Mahlzeiten erfreuen sich großer Beliebtheit, ferner Obst und Salat. Manchmal wird es aber auch deftiger. So hat die Lufthansa in der Weihnachtszeit Gänsebraten mit Klößen und Rotkohl auf der Speisekarte.

Flüge werden in Zukunft ungemütlicher - Klimawandel verstärkt Luftlöcher

Britische Forscher prophezeien im Fachjournal "Nature Climate Change", dass Flugreisen in Zukunft deutlich turbulenter und unangenehmer für die Passagiere verlaufen könnten. Schuld daran wird laut der Forscher der Klimawandel sein.

Die Wissenschaftler werteten Modellsimulationen des Klimas über der nördlichen Hälfte des Nordatlantiks aus. Demnach werden in dieser Flugzone in rund 40 Jahren 40 bis 170 Prozent mehr Turbulenzen infolge von Luftlöchern auftreten. Zudem werden diese Turbulenzen die Flugreisenden noch stärker durcheinanderwirbeln als heutzutage. Aufgrund des Klimawandels prallen gegensätzliche Windströmungen häufiger aufeinander.

Sollte es tatsächlich zu vermehrten Turbulenzen über dem Nordatlantik kommen, dann müssten Flugrouten geändert werden, wodurch sich die Reisen verlängern würden.

Verpflegung auf Flügen interessiert Passagiere kaum - Sicherheit und Sauberkeit dagegen schon

Junge Frau sitzt lächelnd im Flugzeug am Fensterplatz
young woman is on passanger seat at airplane © fotum - www.fotolia.de

Viel Aufheben wurde in den letzten Jahren um den Wegfall der kostenlosen Verpflegung an Bord der Airlines gemacht. Dabei stellte sich nun in einer Umfrage heraus, dass die meisten Passagiere gar keinen Wert auf die Verpflegung an Bord legen: Für 47% der Befragten war sie "nicht sehr wichtig" oder sogar "komplett unwichtig".

Genauso unwichtig war den Passagieren ein attraktives Unterhaltungsangebot mit Filmen, Musik und kostenlosen Zeitschriften. Wichtig war den Befragten dagegen die Sicherheit (97%) und die Sauberkeit der Kabine(96%).

Tatsächlich zeigten sich dem Bericht zufolge 88% der Befragten mit ihrem letzten Flug zufrieden oder sogar "sehr zufrieden".

Größtes Ärgernis in der Luft war noch immer der mangelnde Sitzkomfort, mit dem sich 33% unzufrieden zeigten. Dieser sei vor allem dem geringen Absatz zwischen den Sitzen geschuldet, der gerade größer gewachsenen Menschen jegliche Beinfreiheit nimmt. Fast ein Viertel der Befragten (23%) beklagten die Qualität des Essens, während sich 16% über die kleinlichen Gepäckregeln ärgerten.

Hauptanlass für Beschwerden sind in der Regel Verspätungen, dahinter folgen komplett gestrichene Flüge, eine Nichtbeförderung, z.B. bei überbuchten Flügen oder die Herabstufung aus einer höheren Klasse in eine niedrigere Klasse.

Immerhin: Trotz über 200 Millionen Fluggästen in Deutschland im Jahr gingen beim Luftfahrt-Bundesamt nur 5300 Beschwerden ein.

Dichtung und Wahrheit über Flugreisen

Passagierflugzeug bei Abflug von unten mit Blick in Himmel
aeroplane © Eray Haciosmanoglu - www.fotolia.de

Am Sonntag, dem 22. September 2013, ist nicht nur die Bundestagswahl in Deutschland, sondern auch der Tag der Luft- und Raumfahrt. Schon seit Jahrtausenden träumten die Menschen vom Fliegen, so beispielsweise in der griechischen Sage von Dädalus und Ikarus oder in der deutsche Sage Wieland der Schmied. So gibt es natürlich auch in der modernen Luftfahrt etliche Geschichten, die teils Wahrheit oder reine Erfindung, beziehungsweise Irrtümer sind.

Wird man aus einem zerbrochenen Fenster gezogen?

Immer wieder taucht auch die Frage auf, was geschieht, wenn plötzlich ein Fenster in einem Flugzeug zerbricht. Wird man dann durch den plötzlichen Druckabfall durch das Fenster gezogen, wie beispielsweise im James Bond Film "Goldfinger"? Nun im Jahr 1990 kam es tatsächlich einmal zu einer solchen Situation, aber im Cockpit, wobei der Pilot fast hinaus gezogen worden wäre, wenn sein Co-Pilot dies nicht verhindert hätte.

Künstliche Verringerung des Sauerstoffgehalts?

Auch machen sich manche Passagiere Sorgen, ob der Sauerstoffgehalt im Flieger künstlich verringert wird, damit die Fluggäste ruhig gestellt werden sollen. Aber dies ist natürlich Humbug, denn der Sauerstoffgehalt verringert sich automatisch bei einer Flugreise und ist dann vergleichbar mit einer Bergwanderung in 2.000 bis 2.500 Höhe und deshalb wird noch zusätzlich Sauerstoff in die Kabinenluft gepumpt. Vor vielen Jahren musste eine Frau bei einem Atlantikflug die ganze Zeit auf dem "stillen Örtchen" bleiben, weil sie angeblich festgesaugt wurde.

Doppelter Flugpreis für Übergewichtige

Aber auch das Thema "Übergewicht" der Passagiere, weniger der Flugbegleiter, wird immer gerne erwähnt. So gibt es teilweise in Amerika Fluggesellschaften, die von stark übergewichtigen Passagieren den doppelten Flugpreis verlangen.

Überbuchungen

Schließlich gibt es noch einen Punkt der sogenannten "Überbuchungen", die oftmals erfolgen, damit die Fluggesellschaften nicht mit leeren Fliegern unterwegs sind. Die Zahl dieser möglichen Überbuchungen hängt einmal vom Wochentag oder vom Land ab. Hierbei handelt es sich darum, dass viele Passagiere, die zwar einen Flug gebucht haben, trotzdem nicht pünktlich beim Abflug der Maschine sind. Die Japaner gelten als super pünktlich, so dass dort die Zahl der sogenannten "Überbuchungen" sehr niedrig ist, was dagegen in Indien anders ist, denn dort werden etwa zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Kapazitäten doppelt vergeben.

Warum keine Fallschirme vorhanden sind

Mancher Flugpassagier wird bei den Sicherheitsinstruktionen informiert, wo sich die Schwimmwesten befinden, aber warum gibt es keine Fallschirme an Bord?. Nun, die Erklärung ist einfach, denn einmal ließen sich die Türen eines Flugzeugs in 10.000 Metern Höhe wegen des Luftdrucks nicht öffnen und zudem beträgt die Außentemperatur in dieser Höhe Minus 50 Grad, so dass man dann besser nicht Abspringen sollte.

Lassen Flugzeuge vor der Landung Treibstoff ab?

Schließlich wird auch noch von einem anderen Irrtum erzählt, wonach die Flugzeuge bei ihrer Landung aus Sicherheitsgründen wegen Brandgefahr vorher den Treibstoff ablassen. Zwar gibt es bei den Passagierflugzeugen eine solche Vorrichtung, die aber nur in äußersten Notfällen benutzt wird.

Essen im Flugzeug – bei der Auswahl der Bordmenüs tut sich was

Fliegendes Flugzeug mit roter Turbine in der Nahaufnahme
boing © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Ein Flugzeug ist kein Restaurant. Am deutlichsten schmecken das Passagiere in der Economy Class. Meist bekommen sie nur ein pappiges Sandwich serviert. Aber es tut sich was, bei einigen Airlines können die Fluggäste ihre Mahlzeit selbst zusammenstellen.

Auf dem virtuellen Tablett von Air Baltic stehen etwa Lachs und frische Salate, Pfannkuchen mit Früchten und gegrillte Riesengarnelen zur Auswahl. Bestellen kann man online bis zu 48 Stunden vor dem Abflug – aber auch an Bord sind viele Speisen noch erhältlich. Der Preis beträgt acht bis 18 Euro pro Menü.

Gerade Billig-Airlines nutzen die zubuchbare Bordverpflegung als neue Einnahmequelle. So hat auch der Borddienst von Condor neuerdings Premium-Mahlzeiten im Programm, Aufpreis bis zu 15 Euro. Den veränderten Kundenwünschen versucht man hier sogar mit veganen Menüs entgegenzukommen. Air Berlin arbeitet beim Catering mit dem Sylter Restaurant Sansibar zusammen.

Die Lufthansa-Tochter Germanwings bietet drei unterschiedliche Tarifklassen, bei denen nur die teuerste inklusive Essen ist. In den anderen Klassen können Snacks und Menüs individuell an Bord bezahlt werden. Um den Umsatz anzukurbeln, erhalten die Flugbegleiter für jede Mahlzeit eine Provision.

Ärger um zurückgekippte Rückenlehne – was Passagiere von geneigten Sitzen halten

Rückansicht Gang im Innenraum eines Flugzeuges, mehrere Menschen in Sitzreihen
interior of a plane © Ivan Hafizov - www.fotolia.de

Ganz so drängelig wie in einer Sardinenbüchse geht es im Flugzeug noch nicht zu, seit die Airlines Beinfreiheit und Sitzabstand verringern, wird es jedoch enger. Wenn der Vordermann dann noch seine Rückenlehne zurückklappt, können empfindsame Passagiere schon mal Platzangst bekommen. Gibt es verbindliche Regeln?

Leider nein. Kein Reisender muss seinen Hintermann um Erlaubnis fragen, wenn er ihm die Rückenlehne vor die Nase kippt. Eine Umfrage des Reiseportals Skyscanner ergab, dass die meisten das auch gar nicht wollen: Zwei von drei Passagieren würden auch dann auf Neige-Komfort bestehen, wenn hinter ihnen eine Schwangere säße.

Gleichzeitig votierten 43 Prozent der Befragten dafür, auf Langstreckenflügen das Verstellen der Rückenlehne zeitlich zu beschränken. Auf der Kurzstrecke ist die Mehrheit für ein komplettes Verbot des Kippens. Nur neun Prozent brauchen auch zwischen Hamburg und Berlin den vollen Neige-Komfort.

Psychologisch gesehen bedeutet jeder Flug einen Stresszustand. Bereits die Sitzbreite unterschreitet den minimalen Wohlfühlabstand von 60 cm, eine gekippte Lehne vor dem Gesicht fördert zudem Angstattacken. Es wäre daher sinnvoll, wenn das Kabinenpersonal bei seinen Durchsagen auch das "Kippen" regeln könnten.

Airlines verweigern Entschädigung für verspätete Flüge – So bekommen Sie Ihr Recht

Tafel mit Ankunft und Abflug von Flugzeugen in Flughafen, Flugziele
airport © flucas - www.fotolia.de

Flugreisende verschenken jährlich Millionen, weil sie Entschädigungen für verspätete oder ausgefallene Flüge nicht beantragen. Landet der Flieger am Zielort drei Stunden später als geplant, müsste die Airline bis zu 500 Euro zahlen.

Die Fluggesellschaften machen es betroffenen Kunden allerdings schwer. In aller Regel bekommen Passagiere, die auf ihrem Recht beharren, eine standardisierte Ablehnung. Die Unternehmen verweisen darin auf außergewöhnliche Umstände, für die sie nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Wer seine Ansprüche durchsetzen möchte, muss vor Gericht ziehen.

Wenige beantragen Entschädigung

Aufwand und Kosten für das Klageverfahren sind den meisten Antragstellern zu hoch. Deshalb verzichten sie auf ihr Geld. Lediglich zwei bis vier Prozent der Betroffenen erhält nach EU-Schätzungen eine Entschädigung. Am häufigsten profitieren finanzkräftige Geschäftskunden, die aus Ärger über die Ablehnungspraxis der Airlines einen Anwalt engagieren.

Überprüfung auf Online-Portalen

Aber auch normale Passagiere können zu ihrem Recht kommen. Neben der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr, die seit November auch für Fluggäste zuständig ist, helfen einige Online-Portale. Im Internet lässt sich überprüfen, wie hoch die individuellen Ansprüche sind, per Mausklick gelangt man dann zu einem spezialisierten Dienstleister, der den Fall juristisch weiterverfolgt.

Überweist die Airline, kassiert der Vermittler 30 Prozent der Entschädigungssumme. Falls es kein Geld gibt, müssen Passagiere für den Service auch nichts zahlen.

Moderne Technik macht Fliegen immer sicherer

Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, kann sich äußerst sicher fühlen. Flugunfallforschern zufolge gab es 2013 so wenig Unfälle im weltweiten Luftverkehr wie noch nie.

Die Zahl der Unfalltoten ist schon seit Jahren rückläufig. Katastrophen mit mehreren hundert Toten kamen 2013 nicht vor und gehören dank ausgefeilter Sicherheitstechnik mittlerweile zur absoluten Ausnahme. Im Flugzeugbau hat sich die Technik im Laufe der Jahre rasant weiterentwickelt. Mittlerweile kann bei Passagierflugzeugen selbst der Ausfall eines Triebwerks kompensiert werden.

Unfälle im Flugverkehr drohen heutzutage eher durch menschliches Versagen, etwa bei falschen Fluglotsen-Anweisungenoder übermüdeten Piloten. Mit einem Mythos räumen die deutschen Unfallforscher von JACDEC auf. Der Flug mit einer Billig-Airline bedeutet keineswegs ein höheres Sicherheitsrisiko. Im Gegenteil, Billig-Anbieter im Luftverkehr transportieren rund die Hälfte aller europäischen Fluggäste, einen ernsthaften Unfall gab es bei ihnen in den letzten 15 Jahren nicht.

Boeing gegen Airbus - Wer gewinnt das Duell der weltgrößten Flugzeugbauer?

Fliegendes Flugzeug mit roter Turbine in der Nahaufnahme
boing © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Jedes Jahr aufs Neue bieten sich die beiden Flugzeugbauer Boeing und sein europäischer Erzrivale Airbus ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen um den Titel des weltweit größten Flugzeugbauers.

Boeing stellt einen Unternehmensrekord auf

Während der Tochterkonzern des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS seine Zahlen für das letzte Jahr erst am 13. Januar veröffentlicht, hat dies der US-Konzern bereits getan. Verglichen mit dem Vorjahr hat Boeing demnach im Jahr 2013 knapp acht Prozent mehr Verkehrsflugzeuge an seine Kunden ausgeliefert, was er in erster Linie dem neuen Verkaufsschlager 787 "Dreamliner" zu verdanken hat.Insgesamt hat Boeing im letzten Jahr abzüglich der Stornierungen 1355 Aufträge verbucht und damit einen Unternehmensrekord aufgestellt.

Während der US-Flugzeugbauer 648 Verkehrsmaschinen auslieferte, kam Airbus auf eine Auslieferung von bis zu 620 Maschinen. Allerdings heißt es aus Branchenkreisen vor der Veröffentlichung der Airbus-Auslieferungszahlen, dass der europäische Rivale bereits an Boeing vorbeigezogen sei. Nichts desto trotz setzen die Amerikaner alles daran, um ihre einstige Vormachtstellung wieder zurückzugewinnen.

Modernisierungen für die Luftfahrtmesse in Dubai angekündigt

Im Zuge der Luftfahrtmesse in Dubai haben sie bereits eine Modernisierung ihres Langstreckenjets 777 angekündigt. Ähnlich wie beim Dreamliner sollen auch bei dieser Maschine leichte Verbundmaterialien Einzug halten, womit die Reichweite steigt und der Kerosinverbrauch sinkt.

Neuigkeiten für Flugreisende – von günstigen Tickets bis zum Surfen über den Wolken

Grafik Stilisiertes Flugzeug oben mit Ankunftstafel aus Flughafen unten
aeroplane arrivals © Julian Addington-Barker - www.fotolia.de

Für Flugreisende gibt es einige Neuerungen. Mehrere Airlines haben die Nutzung elektronischer Geräte während Starts und Landungen erlaubt. Neue Flugverbindungen bringen Hamburg und Stockholm näher zusammen. Und eine statistische Auswertung von Skyscanner zeigt, wann die Tickets zu verschiedenen Reisezielen am günstigsten sind.

Das richtige Timing bei der Buchung

Der optimale Zeitpunkt, um eine USA-Reise zu buchen, ist etwa 25 Wochen vor dem Abflug. Thailandurlauber können sich etwas mehr Zeit lassen: 19 Wochen vor dem Start sind die Tickets am billigsten. Für die meisten europäischen Ziele sollten drei bis sechs Wochen Vorlaufzeit eingeplant werden. Interessant für Kurzentschlossene: In die Karibik fliegt man am günstigsten, wenn man erst eine Woche vorher bucht.

Surfen am Boden und in der Luft

Handy und Tablets gehören heute dazu. Kostenloses Surfen bietet dabei der Frankfurter Flughafen. In allen Gebäuden können Reisende gratis für eine Stunde ins Internet. Wer mit einem Laptop unterwegs ist, kann mit Air Berlin demnächst auch über den Wolken surfen. Die gesamte Flotte soll mit WLAN ausgestattet werden. Grund zur Freude auch für Passagiere von TAP Portugal: wenn das Smartphone im Flugzeug auf Flugmodus ist, darf es künftig beim Starten und Landen eingeschaltet bleiben.

Führen Handys zum Absturz? Fünf Mythen über das Fliegen

Rückansicht Gang im Innenraum eines Flugzeuges, mehrere Menschen in Sitzreihen
interior of a plane © Ivan Hafizov - www.fotolia.de

Flugreisen sind heute etwas Alltägliches. Dennoch ranken sich um das Fliegen zahlreiche Mythen und Märchen. Was stimmt wirklich – und was ist reine Fantasie?

  1. Handys stören die Bordelektronik

    Das Ausschalten von Handys und Tablets war im Flugzeug jahrelang Pflicht. Die meisten Airlines verlangen beim Starten und Landen auch heute noch, elektronische Geräte abzustellen. Hintergrund: Man fürchtet, dass sendefähige elektronische Geräte die empfindliche Bordelektronik und die Funkverbindung stören könnten.

    Eine Studie der US-Luftaufsichtsbehörde FAA gibt allerdings Entwarnung. Der elektromagnetische Einfluss von Handys ist geringer als bisher angenommen, Fluggesellschaften könnten ihre Sicherheitsvorkehrungen also lockern.

  2. Airlines verkaufen mehr Tickets als Sitzplätze

    Das stimmt. Überbuchungen sind bei Flugreisen gängige Praxis. Damit vermeiden die Airlines, dass sie wegen kurzfristiger Stornierungen mit freien Plätzen starten müssen. Im Laufe der Jahre haben die Gesellschaften ein eigenes Berechnungsverfahren entwickelt, an welchen Wochentagen und in welchen Ländern sie wieviele Tickets mehr verkaufen können. Geht die Rechnung einmal nicht auf, gilt das Prinzip: wer zuerst eincheckt, bekommt den Platz. Spätkommer werden auf folgende Flüge umgebucht.

  3. Die Bordtoilette wird während des Flugs geleert

    Nein! Diese Vorstellung ist ebenso unappetitlich wie unwahr. Der Inhalt der Toilette fliegt nicht als Eisklumpen zur Erde. Vielmehr werden die Hinterlassenschaften der Passagiere in einen Unterdrucktank gesogen, wo sie bis zum Abpumpen am nächsten Flughafen verbleiben.

    Allerdings: Das Wasser, mit dem die Passagiere sich die Hände waschen, wird nach der Säuberungsaktion fein zernebelt und in die Atmosphäre gepustet.

  4. An Bord riecht und schmeckt man anders

    Vollkommen richtig. In der Flugzeugkabine herrscht Niederdruck, der die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung verändert. Dadurch schmeckt das Flugzeugessen fader, als es auf dem Boden schmecken würde. Auch die Beliebtheit von Tomatensaft auf Flugreisen lässt sich dadurch erklären: außerhalb der Kabine empfinden die meisten Menschen den Geschmack als muffig.

  5. Die Kabinenluft enthält weniger Sauerstoff

    Stimmt nicht! Da der Luftdruck in der Passagierkabine nur 753 Millibar beträgt, sind pro Kubikmeter Atemluft zwar weniger Sauerstoffmoleküle vorhanden, über die Klimaanlage wird aber künstlich Sauerstoff zugeführt. Unter Normalbedingungen wäre die Luft im Flugzeug so dünn wie auf einem 2.500 Meter hohen Berggipfel – eine zusätzliche Reduzierung von Sauerstoff könnte die Gesundheit der Passagiere gefährden.

Randale über den Wolken: Gibt es eine First Class, kommt es eher zu Zwischenfällen

Ist der Flieger in zwei Klassen unterteilt, steigt die Unzufriedenheit und das löst schneller unsoziales Verhalten aus

Blick aus einer hinteren Reihe durch ein Flugzeug mit blauen Sitzen
in a Airplain © Michael Schütze - www.fotolia.de

Immer wieder kommt es vor, dass Passagiere bei der Reise über den Wolken die Nerven verlieren. Das kann vom ängstlichen Schreien über Tränenausbrüche bis hin zu aggressivem Verhalten führen. Auch

  1. das Missachten des Rauchverbots,
  2. Trunkenheit und
  3. daraus folgendes Fehlverhalten

sind von Zeit zu Zeit ein Problem. Ein Forscherteam hat sich über eine Million Flüge angesehen und alle Zwischenfälle ausgewertet. Dabei fiel ihnen ein merkwürdiger Zusammenhang auf: problematisches Verhalten der Fluggäste tritt dann gehäuft auf, wenn es im Flieger neben der Economy Class auch eine First Class gibt.

Der Einfluss der "Zwei-Klassen-Gesellschaft"

Ist der Flieger in zwei Klassen unterteilt, steigt offenbar die Unzufriedenheit und das löst schneller ein unsoziales Verhalten aus. Das Problem war dabei eindeutig eher bei männlichen Passagieren zu finden. 75 Prozent der Zwischenfälle wurden von Männern ausgelöst. Insgesamt entfielen

  • 32 Prozent auf Trunkenheit beim Flug,
  • 29 Prozent auf aggressives Verhalten,
  • 19 Prozent auf Regelverstöße und
  • elf Prozent auf Nikotinkonsum.
  • Die übrigen neun Prozent waren Zwischenfälle anderer Art.

Die Forscher sahen für jeden Fall nach, ob es besondere Auslösefaktoren wie eine Verspätung oder einen ungeplanten Zwischenstopp gegeben hatte. Doch tatsächlich war es das Vorhandensein der First Class, die einen Zusammenhang ergab.

Entschärfung durch weniger Kontakt

Allerdings gab es dabei nicht nur Ärger in der Economy Class, wie man vermuten könnte. Zwar traten hier am ehesten Probleme auf, doch immerhin entfielen 15 Prozent der Zwischenfälle auf Reisende in der ersten Klasse. In der First Class war dabei aggressives Verhalten die Problemursache Nummer 1. In der Economy Class waren es emotionale Ausbrüche.

Um das Risiko in Zukunft zu senken, schlagen die Forscher vor, die Flugzeugeingänge für beide Klassen besser zu trennen. Dann gibt es weniger Berührungspunkte und das dürfte zu einer Entschärfung beitragen.

Planung ist alles: Tipps für die Reise per Flugzeug

Auch wenn die meisten Leute immer noch mit dem Auto in Urlaub fahren - Flugreisen werden heute mehr denn je angeboten und angenommen, vor allem aufgrund der gefallenen Kosten für Auslandsflüge. Mit einer Flugreise lassen sich auch die entferntesten Winkel der Erde erreichen.

Doch manchmal kann das Fliegen auch mit Stress oder gesundheitlichen Problemen verbunden sein. Vor allem Langstreckenflüge stellen eine Belastung für den menschlichen Organismus dar. Um eine reibungslose Flugreise zu gewährleisten, ist es daher ratsam, vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Bei Flugreisen eventuell vorher ärztliche Untersuchung nötig

Arzt mit Halbglatze und weißem Poloshirt sitzt mit Patient in der Sprechstunde
Allgemeinmedizin © ISO K° - photography - www.fotolia.de

Menschen, die unter Herz- und Lungenkrankheiten leiden, sollten, bevor sie eine Flugreise buchen, vorher zu ihrem Arzt gehen und sich ausführlich beraten lassen, wie auch der Leiter des medizinischen Dienstes der Lufthansa, Professor Uwe Stüben, in dem Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" erläutert.

So sollten Patienten, die an einem akuten Infekt der Lunge oder auch im Bereich Hals-Nasen-Ohren erkrankt sind, auf eine Flugreise verzichten. Wenn ein Flugpassagier auch regelmäßig Medikamente einnehmen muss, so sollte er dies auch tun, aber auf einiges achten. So dürfen Herzkranke das Nitrospray, das die Gefäße erweitert, nicht nehmen, weil es sogar zu einer Bewusstlosigkeit im Flugzeug kommen kann. Auch Diabetiker, die sich mit Insulin spritzen müssen, sollten erst wenn das Essen serviert wird, sich das Insulin spritzen, weil es sonst eventuell zu einer "Unterzuckerung" kommen könnte. Frauen, die schwanger sind, dürfen bis zur 36. Woche ohne Einschränkung fliegen, wenn keinerlei Komplikationen zu erwarten sind.

Die richtige Vorbereitung für Langstreckenflüge

Bei stundelangen Flügen sollte man passend ausgerüstet und angezogen sein

Junger lächelnder Mann auf Fensterplatz in Flugzeug, neben ihm lächelnde junge Frau
Couple traveling by air. © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Langstreckenflüge sind anstrengend und können für Risikogruppen sogar gefährlich werden. Wer einen solchen Flug vor sich hat, sollte umsichtig handeln und seinen Körper nicht unnötig belasten. Das fängt schon bei der Kleidung an.

Alles was einschnürt - ob Unterwäsche, Socken oder Hosenbünde - sollte vermieden werden. Auch wenn man optisch nicht viel hermacht, sollte man den Jogginganzug wählen. Am Flughafen kann man sich immer noch umziehen.

Die richtige Ausrüstung für den Flug

Vorsicht bei Klimaanlagen! Auch wenn es draußen warm ist, sollte man einen Schal einpacken. Auch bei den Schuhen gilt, dass sie nicht zu eng sein sollten.

Gegen Probleme mit dem Druck in der Kabine sollte man Kaugummis einstecken und eventuell eine abschwellend wirkendes Nasenspray. Wer schlafen will, sollte sich mit Oropax und Schlafmaske ausrüsten, so das Geräusche und Licht ausgeblendet werden können.

Während des Fluges sollte man dann regelmäßig aufstehen, einige Schritte gehen und vielleicht einige leichte Stretching-Übungen machen. Enorm wichtig ist auch die Flüssigkeitsaufnahme und darauf zu achten, dass nur leichte Speisen verzehrt werden, um den Magen und Darm nicht zu belasten.

Deutsche Reisende in die USA können bald mit Erleichterungen bei der Einreise rechnen

Um den Tourismus in den USA anzukurbeln, soll die Einreise für Deutsche jetzt erleichtert werden

Einsicht in Flughafenhalle mit vielen menschen an Schaltern
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Deutsche Reisende, die öfters in die USA fliegen, können bald bei der Einreise Zeit sparen, wenn Deutschland in das "Global Entry Program" aufgenommen wird. Zurzeit finden diesbezügliche Gespräche statt und dann könnten die deutschen Reisenden die Einreise-Formalitäten am Automaten selber erledigen, so auch das Scannen des Reisepasses und des Fingerabdrucks.

Mehr Tourismus durch erleichterte Einreisebedingungen

Vorher wird jedoch aus Sicherheitsgründen bei den deutschen und amerikanischen Behörden eine einmalige Befragung durchgeführt. Die USA will durch die Lockerung der Einreiseregelungen auch den Tourismus fördern und auf ein Visum soll man in Zukunft nur maximal 10 Tage anstatt der 100 Tage warten müssen. Chinesen warten derzeit etwa 120 Tage auf ein Einreisevisum in die USA.

Seit dem Jahr 2002 ist die Besucherzahl in die USA nur wenig gestiegen im Vergleich zu der Zahl der Gesamtreisenden. Auch will man jetzt mehr Beamte für die Abfertigung der Einreiseformalitäten anstellen. Im letzten März wurde eine Corporation for Travel Promotion (CTP) gegründet, die für mehr Touristen sorgen soll.Diese Organisation wird teilweise durch die Einreisegebühr (ESTA) von 10 Euro (umgerechnet 14 Dollar) finanziert, die im letzten Jahr eingeführt wurde.

Sanfter Start in den Urlaub: So wird die Flugreise perfekt

Um sich nach dem Flug nicht unwohl zu fühlen, sollten einige Dinge beachtet werden

Junge Frau sitzt lächelnd im Flugzeug am Fensterplatz
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Der Jetlag ist längst nicht alles, was dem Organismus nach einer Flugreise zu schaffen macht. Schon kürzere Strecken können richtig an die Substanz gehen. Verantwortlich dafür ist ein Mix aus verschiedenen Faktoren, wie die besonders trockene Luft an Bord, die geringe Bewegungsfreiheit und der niedrige Luftdruck.

Dabei muss es nicht zwangsläufig zu verheerenden Folgen wie Thrombose kommen - auch, wenn das Risiko gerade bei vorbelasteten Passagieren gar nicht so selten ist. Sehr viel häufiger aber sind Symptome wie

nach dem Flug. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Flugreisende rechtzeitig vorsorgen.

Angemessene und bequeme Kleidung

Eine angemessene Kleidung zum Beispiel sollte ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Das gilt auch für Accessoires wie Schuhe, Gürtel oder für Hosenbünde. Im Zweifel also lieber die Jogginghose wählen! Das Zwiebelprinzip (dünne Kleidungsstücke in mehreren Lagen) sorgt dafür, dass man bei allen Temperaturen gut angezogen ist.

Genug Wasser trinken und zwischendurch bewegen

  1. Um den Körper vor Austrocknung zu schützen, sollte man an Bord ausreichend Wasser trinken.

  2. Gereizten Augen und Schleimhäuten kann man mit speziellen Augentropfen sowie Feuchtigkeit spendenden Nasensprays vorbeugen.

  3. Und um den gesamten Körper einschließlich der Blutzirkulation in Schwung zu halten, sollte man sich hin und wieder bewegen - bei Langstreckenflügen ist ein kleiner "Spaziergang" absolut empfehlenswert.

  4. Um Thrombose vorzubeugen, sollte man lieber mehr Geld investieren und optimal angepasste Strümpfe kaufen, die in jedem Fall über das Knie hinausgehen müssen.

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    Von wegen Last Minute: So kommen Sie günstig an Ihr Flugticket

    Junge Frau sitzt am Koffer angelehnt und hält Ticket in Hand
    Girl sitting near a suitcase © Monika Wisniewska - www.fotolia.de

    Bei Pauschalreisen mag Last Minute ein guter Tipp sein um günstig auf Reisen zu gehen, doch bei reinen Flugtickets sollte niemals auf den letzten Drücker gebucht werden: Dann verlangen die Airlines heftige Aufpreise auf die letzten noch freien Sitze im Flugzeug, da sie wissen, dass es immer wieder Menschen gibt, die spontan von einem Ort der Welt an einen anderen reisen müssen und diese Preise zahlen.

    Generell sollten mindestens 8-10 Wochen zwischen dem Abflugtag und der Buchung liegen um günstige Preise zu bekommen. Wer beispielsweise einen Flug in die USA zwei Monate im Voraus bucht, kann bis zu 20% sparen. Dies können je nach Ziel und Preis einige hundert Euro sein. Bei innereuropäischen Buchungen sind durch rechtzeitige Buchung ebenfalls Ersparnisse bis zu 50% möglich.

    Gut dran ist, wer bei seinen Reisedaten flexibel sein kann: Ideale Tage zum Fliegen sind der Freitag und der Sonntag, bei Inlandsflügen der Montag. Auch die Reisedauer kann den Preis beeinflussen: Bei europäischen Flügen sollten mindestens drei Tage am Zielort verbracht werden, bei interkontinentalen Flügen zwischen drei und zehn Tagen. Kaum verwunderlich ist, dass Flüge, die mitten am Tag stattfinden, generell teurer sind als die unpopulären Flüge in den frühen Morgen- und späten Abendstunden.

    Auch Großevents und Messen sollten berücksichtigt werden: Airlines und Hotels verlangen traditionell mehr Geld, wenn zahllose Geschäftsreisende zwangsläufig in eine bestimmte Stadt fliegen müssen.

    Google Flights: Flugpreissuche überzeugt mit übersichtlichem Internetauftritt

    Tafel mit Ankunft und Abflug von Flugzeugen in Flughafen, Flugziele
    airport © flucas - www.fotolia.de

    Auch der Internetriese Google bietet seit Oktober 2013 in Deutschland eine Flugpreissuche an. Bisher ist Google Flights hierzulande eher unbekannt, doch das neue Angebot muss sich hinter den etablierten Flugpreisportalen nicht verstecken.

    Wo ist "Google Flights" zu finden?

    Bei einem Vergleich von sechs Flugreiseportalen von Stiftung Warentest machte Google Flights sogar das Rennen. Zu finden ist die Flugpreissuche auf der Startseite von Google unter dem Menüpunkt "Mehr".

    Klickt man dort Google Flights an, öffnet sich eine übersichtliche Seite. Die Seite ist nicht so überladen, wie man es von manch anderen Flugpreisportalen kennt und beschränkt sich auf die Suchfelder für Start und Ziel sowie die Flugtermine.

    Wie funktioniert die neue Flug-Suche von Google?

    Darüber hinaus zeigt eine Karte potenzielle Reiseziele inklusive der Flugpreise an. Ein Vorteil von Google Flights ist die kurze Bearbeitungsdauer der Anfrage. Ein kurzer Wimpernschlag und dem Nutzer wird eine Ergebnisliste präsentiert.

    Diese enthält mit dem Preis, der Airline, der Abflugzeit am Startflughafen und der Flugdauer die wichtigsten Informationen. Die günstigsten Angebote stehen nicht zwangsläufig oben auf der Liste, dort finden sich mitunter auch die schnellsten Verbindungen.

    Wer wirklich den billigsten Flug für eine bestimmte Route sucht, sollte also noch andere Flugpreisportale abchecken. Vor allem da manche Billig-Airlines bei Google Flights gar nicht auftauchen.

    Eine Buchung von Flügen ist über das Angebot von Google nicht möglich, jedoch leitet das Programm die Nutzer bei Bedarf zu den angegebenen Fluggesellschaften oder zu Online-Diensten weiter.

    Streik bei Lufthansa – was bedeutet das für die Passagiere?

    Rückansicht junge Frau zieht Koffer im Flughafen hinter ihr her, umgeben von vielen Menschen
    Aeroport © Laurent CARRARA - www.fotolia.de

    Wenn die Lufthansa-Piloten streiken, müssen Fluggäste mit Einschränkungen rechnen. Was tun, wenn der Flug ausfällt? Wo können Passagiere sich informieren – und welche Rechte haben sie?

    Infos über betroffene Flüge

    Der am 21. März beschlossene Streik betrifft sowohl die Lufthansa als auch Germanwings. Um zu erfahren, ob der eigene Flug bestreikt wird, erfahren Kunden auf der Website ihrer jeweiligen Fluggesellschaft. Wer seine Handynummer angegeben hat, wird auch mobil informiert.

    Ansprüche bei Ausfällen und Verspätungen

    Verspätet sich der Abflug wegen eines Streiks, können Betroffene eine besondere Betreuung erwarten. Ab zwei Stunden Verspätung gibt es Essen, Getränke und zwei Freitelefonate oder Mails. Bei längeren Flugstrecken müssen Passagiere aber mehr Geduld aufbringen: Anspruch auf Catering haben sie erst nach drei oder vier Stunden. Sechs Stunden Wartezeit rechtfertigen generell den Rückritt von der Reise.

    Tipp: Erfahrungsgemäß klappt es nicht überall mit der kostenlosen Betreuung. Wer sich selbst etwas zu essen oder trinken kauft, sollte deshalb Belege sammeln und diese später zur Erstattung einreichen. Auch ein Hotelzimmer muss die Airline unter Umständen bezahlen.

    Schadenersatz wegen verpasster Termine

    Nach einem aktuellen Urteil des BGH haben Fluggäste bei Streiks keinen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung, die über die tatsächlich angefallenen Kosten hinausgeht. Wer einen wichtigen Geschäftstermin oder den Start der Kreuzfahrt verpasst, kann deshalb keinen Schadenersatz verlangen. Ausnahmen gelten nur bei Reisen, die als Paket gebucht wurden.

    Pauschalurlauber, die wegen des Streiks einen oder mehrere Tage später in die Sonne fliegen, bekommen das Geld für die entgangenen Ferientage zurück. Bei massiven Urlaubsverkürzungen gibt es sogar eine Entschädigung für die entgangene Erholung.

    Sitzplatzwahl im Flugzeug – sollten beliebte Plätze teurer sein?

    Junger Mann auf Fenstersitz in Flugzeug, schaut aus dem Fenster in den Himmel, junge lächelnde Frau unscharf daneben
    Leaving on a jet plane © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Wer zuerst bucht, zahlt weniger. Dieses Prinzip ist bei vielen Fluggesellschaften üblich – und sorgt regelmäßig für Verdruss. Denn es ist kaum einzusehen, warum Passagiere für ein und denselben Sitzplatz unterschiedlich viel bezahlen sollen. Manche Billigairline macht aus der Suche nach dem Sitzplatz sogar ein Rattenrennen: wer vordrängelt, sitzt besser.

    Wo wollen Passagiere sitzen?

    Nicht alle Entscheidungen von Fluggästen sind rational. Dass die meisten Urlauber am Fenster sitzen wollen, scheint verständlich.

    Auch die Beliebtheit der vorderen Sitzreihen ist nachvollziehbar, schließlich kommt man nach der Landung schneller nach draußen. Warum viele Passagiere einen Sitz auf der rechten Seite oder Reihen mit geraden Nummern bevorzugen, entzieht sich jedoch der Logik.

    Preise nach Beliebtheit staffeln

    Fluggesellschaften könnten daraus allerdings ein Geschäftsmodell machen. Statt die schnellsten Buchungen zu belohnen, wäre es sinnvoll, die unbeliebteren Plätze zur Schnäppchenzone zu deklarieren.

    Wer einen Fensterplatz wünscht, sollte dagegen draufzahlen. Auch Ängstliche, die nah beim Notausstieg Platz nehmen wollen, würden höhere Kosten akzeptieren. Übersichtlicher wäre die Buchung nach diesem Prinzip allemal.

    Fernreisen rechtzeitig planen: Langstreckenflüge drei Monate im Voraus am günstigsten

    Wenn Sie eine Flugreise planen, sollten sie auf den passenden Buchungsmonat und Vorlauf achten

    Fliegen - Abflug-Anzeigetafel im Flughafen
    abflug © Philipp Baer - www.fotolia.de

    Wer eine Fernreise nach Asien, Nordamerika oder in die Karibik plant, sollte sich beim Buchen der Flüge nicht zulange Zeit lassen: Einer neuen Analyse der Metasuchmaschine Skyscanner zufolge sind die Tickets rund zwölf Wochen vor Abflug am günstigen, ehe sie kontinuierlich anziehen. Auch der Buchungsmonat spielt eine große Rolle, was natürlich mit dem Wetter zusammen hängt.

    Dubai und New York

    So sollten Flüge nach Dubai ganze 24 Wochen vorab gebucht werden um die günstigsten Preise zu bekommen. Der günstige Monat ist hier der Juni - wenn es am Persischen Golf bis zu 40°C heiß wird.

    Flüge nach New York sind hingegen im Februar am billigsten - wenn im Nordosten der USA die Chance auf Schneestürme hoch ist. Gebucht werden sollte hier etwa 19 Wochen vorab um günstige Tickets zu bekommen.

    Innereuropäische Flüge

    Bei innereuropäischen Flügen können sich Reisende etwas mehr Zeit lassen. London und Barcelona sind 12-13 Wochen vorab am günstigsten zu haben und bei Mallorca reicht es sogar, sieben Wochen im Voraus zu buchen.

    Für alle drei Ziele ist der November der günstigste Monat. Mallorca gibt es dann für durchschnittlich 197,74 Euro, Barcelona sogar schon für 168,46 Euro.

    Sparen bei Langstreckenflügen: Vier Monate im Voraus buchen, dienstags fliegen

    Wer günstige Ticketpreise für Flugreisen ergattern möchte, muss auf Buchungstag und Vorlaufszeit achten

    Flugangst: Junge Frau hält sich Hände ans Gesicht, schaut besorgt, Gedankenblase mit Flugzeug darin
    Flugzeug © DDRockstar - www.fotolia.de

    Wer zu möglichst günstigen Preisen einen Langstreckenflug nach Nordamerika, Asien oder in die Karibik ergattern will, sollte mindestens vier Monate im Voraus buchen und die Flüge möglichst auf den Dienstag legen: Dann sind die Ticketpreise am niedrigsten.

    Dies ergab eine Auswertung der Metasuchmaschine Kayak.com, die aus allen Fluggesellschaften und Flügen die günstigen Tickets heraussucht. Für Ihre Studie wurden nach eigenen Angaben Millionen unterschiedliche Flüge ausgewertet.

    Zentralamerika, Afrika und Europa

    Noch weiter im Voraus sollten Reisende nach Zentralamerika planen. Hier sind die Tickets fünf Monate vorab am günstigsten, während für Südamerika drei Monate Frist genügen.

    Wer nach Afrika will, sollte gute Nerven haben: Oft fallen die Preise hier kurz vor dem Flug noch einmal, so dass die günstigsten Tickets erst zwei Wochen vor der Abreise zu haben sind. Für innereuropäische Flüge gilt eine First von etwa zwei bis drei Monaten.

    Wochentag und Reiseziel

    Als günstigste Wochentage gelten Mittwoch und vor allem Dienstag für Langstreckenflüge. Innerhalb Europas sind dagegen Freitag und Montag die besten Tage für einen möglichst billigen Flug. Die Preise sind jedoch auch vom Ziel abhängig.

    In südamerikanische Metropolen wie Buenos Aires und Rio de Janeiro geht es kaum unter 1000 Euro, nach Afrika hingegen schon für durchschnittlich 631 Euro. Für mittelamerikanische Reiseziele wie Costa Rica sollten Urlauber rund 672 Euro einplanen, für die Karibik sogar 887 Euro.

    Früh einchecken

    Den Check-in Ihres Gepäcks sollten Sie wenn möglich bereits am Abend vor Reiseantritt vollziehen. Somit sparen Sie sich kurz vor Abflug die Sicherheitskontrollen und möglicherweise zeitlichen Stress.

    Arzneimittel gehören ins Handgepäck

    Ihre Arzneimittel sollten Sie besser im Handgepäck und nicht im Koffer verstauen. So sind die Medikamente während des Fluges und auch danach jederzeit griffbereit, denn die Koffer können unter Umständen verspätet am Reiseziel ankommen.

    Das Warten am Flughafen: Warum Passagiere früh einchecken müssen

    Mann schiebt Gepäckwagen mit roten Koffern
    man with red bags at the airport © Mikael Damkier - www.fotolia.de

    Bei Flugreisen müssen sich die Passagiere in der Regel 60 bis 120 Minuten vor dem Start Ihres Flugzeugs am Check-In sein, um keinen Ausschluss von ihrem Flug zu riskieren.

    Viele ärgern sich über diese Regelung, die meistens mit einer längeren Wartezeit am Gate verbunden ist, bis das Flugzeug schließlich betreten werden kann. Doch die Regelung dient nicht dazu, gelangweilte Passagiere zum Shoppen am Flughafen zu bewegen, sondern hat praktische Gründe.

    Gerade bei interkontinentalen Flügen bilden sich oft lange Schlangen am Check-In, wenn 300 Passagiere große Gepäckstücke an nur zwei Schaltern der Airline aufgeben müssen. Dadurch kann es zu entsprechenden Verzögerungen bei der Abfertigung kommen und wer erst 30 Minuten vor dem Start ankommt, schafft es möglicherweise nicht mehr durch die Sicherheitskontrollen zum Gate.

    Dazu kommt, dass die aufgegebenen Gepäckstücke auf Großflughäfen oft einen langen Weg vom Check-In-Schalter zum Flugzeug zurücklegen müssen: Werden sie zu spät eingecheckt, kommen sie möglicherweise nicht mehr rechtzeitig vor dem Abflug an der Maschine an.

    Wer Zeit sparen will, sollte möglichst nur mit Handgepäck reisen und schon zuhause den Online Check-In durchführen. Mit der selbst ausgedruckten Bordkarte in der Hand kann der Passagier direkt durch die Sicherheitskontrolle zum Gate gehen und braucht gar nicht am Check-In anstehen.

    Da genügt es dann auch, eine halbe Stunde vor dem Abflug am Flughafen zu sein.

    Viel trinken

    Während des Flugs gilt es, den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Viel Wasser hält den Kreislauf auf Trab und senkt dadurch die Thrombosegefahr; auf einen Fruchtsaft kann man dabei auch zurückgreifen. Der Genuss von Alkohol gilt natürlich nicht als Flüssigkeitszufuhr.

    Kleidung und Schuhe

    Da Ihre Füße im Flugzeug leicht anschwellen, ist es ratsam, bequeme und leichte Schuhe für die Flugreise anzuziehen. Die Kleidung sollte auf keinen Fall eng sein, da dies die Durchblutung nur behindern würde.

    Bei Reisen in warme Länder sollten Sie ein T-Shirt ins Handgepäck stecken. Ziehen Sie es kurz vor der Landung an, damit Sie keine Kreislaufprobleme beim Ausstieg aus dem klimatisierten Flugzeug in die Hitze bekommen.

    Stützstrümpfe und Bewegung gegen Thrombose

    In der Apotheke gibt es spezielle Reise-Stützstrümpfe gegen Thrombose. Besonders auf längeren Flugreisen und wenn Sie unter Venenschwäche leiden, empfiehlt es sich, Reise-Stützstrümpfe zu tragen. Auch Frauen, die die Pille nehmen, sollten bei längeren Flügen nicht darauf verzichten.

    Darüber hinaus ist es wichtig, sich während Fluges regelmäßig zu bewegen und etwas Beingymnastik auszuüben. Auf diese Weise wird die Venenmuskelpumpe angeregt. Zudem sollte während der Flugreise auf Beinfreiheit geachtet werden.

    Beinfreiheit

    Die Sitze in Flugzeugen sind bekanntlich relativ eng. Wenn Sie Probleme mit der eingeschränkten Beinfreiheit haben oder ohnehin sehr lange Beine haben, dann versuchen Sie beim Einchecken einen Platz am Mittelgang oder Notausgang zu ergattern.

    Besonderer Service im Flugzeug: Designerfirma konzipiert extra breite Sitze

    Reife Frau in weißer Bluse und rotem Rock auf Sitzplatz in Flugzeug, Fensterplatz, besorgter Blick
    flugangst © Udo Kroener - www.fotolia.de

    Manche Menschen haben im Flugzeug Platzangst, insbesondere wenn jemand neben einem Passagier sitzt, der ein wenig breiter ist. Nun hat eine englische Designerfirma das Problem erkannt und Flugzeugsitze entworfen, die sich den individuellen Bedürfnissen der Passagiere anpassen lassen.

    Die Firma Seymourpowell konzipierte Sitze, deren Breite sich durch das Verschieben der Abgrenzungen verschieben lassen. Die Firma preist ihren Sessel als "smart architecture", also kluge Architektur an. Dabei löst sie eine Diskussion um die Diskriminierung fülliger Flugreisender aus. Das wehrt ein Verantwortlicher von Seymourpowell mit den Worten ab: "Eine Fluglinie hat uns erzählt, dass sie übergewichtige Passagiere zwei Sitze kaufen lässt. Ich kann mir nichts Demütigenderes vorstellen." Eine Praxis, die durchaus von verschiedenen Fluglinien bekannt ist.

    Airbus hat schon im letzten Jahr davon gesprochen, den Service extrabreiter Sitze bereithalten zu wollen. Allerdings nicht speziell für Übergewichtige, sondern für jeden, der mehr Platz möchte. Dazu gehören auch Mütter mit Kleinkindern, oder auch sehr große Passagiere. Samoa Air möchte seine Ticketpreise künftig nach dem Gesamtgewicht kalkulieren, nämlich Person plus Koffer.

    Nackenkissen

    Durch das lange Sitzen im Flugzeug wird die Nackenmuskulatur verspannt. Insbesondere auf längeren Flügen empfiehlt es sich, hier ein aufblasbares Nackenkissen mitzunehmen.

    Nasenspray gegen trockene Luft

    Ihre Nasenschleimhäute werden durch die sehr trockene Luft im Flugzeug gereizt, wodurch Sie anfälliger für Erkältungskeime sind. Packen Sie daher Nasenspray oder Melkfett mit ins Handgepäck.

    Druckunterschiede ausgleichen

    Flugzeuge machen das Reisen bequem. Die veränderten Druckverhältnisse in der Kabine können jedoch unangenehm sein.

    Fast alle Passagiere spüren beim Starten und Landen einen schmerzhaften Druck auf den Ohren. Im Extremfall kann das Trommelfell einreißen. Mit verschiedenen Methoden lässt sich der Druck jedoch ausgleichen, so etwa durch

    • Schlucken
    • Gähnen oder
    • das Kauen eines Kaugummis

    Für Menschen, die Probleme mit dem Druckausgleich haben, können auch spezielle Ohrenstöpsel aus der Apotheke hilfreich sein. Somit gibt es beim Start oder bei der Landung keine stechenden Ohrenschmerzen.

    Wodurch entsteht der Ohrendruck?

    Auf dem Boden beträgt der Luftdruck rund 1 bar. Beim Fliegen ist der Körper jedoch ganz anderen Druckverhältnissen ausgesetzt. In der regulären Reisehöhe entspricht der Druck etwa 0,6 bar - so viel wie auf einem 2.500 Meter hohen Berg. Beim Starten und Landen muss das Ohr nun relativ schnell den veränderten Druck ausgleichen:

    Wenn das Flugzeug steigt, dehnt sich die Luft im Mittelohr aus. Über einen kleinen Verbindungsgang zum Nasen-Rachenraum, die so genannte Eustachi-Röhre oder Ohrtrompete, können die überschüssigen Gase entweichen.

    Beim Landen reagiert der Luftdruck dagegen umgekehrt. Das Volumen der Gase nimmt ab, im Mittelohr entsteht ein Überdruck.

    Zum Ausgleich muss über die Ohrtrompete zusätzliche Luft aus dem Nasen-Rachenraum einströmen. In diese Richtung kann die Luft jedoch physiologisch schwerer fließen, weshalb die meisten Menschen besonders beim Landeanflug unter Ohrendruck leiden.

    Was hilft gegen den Ohrendruck?

    Um die Tube zum Öffnen zu stimulieren, helfen gezielte Kieferbewegungen. Der Körper versucht etwa durch Gähnen die Eustachi-Röhre zu öffnen. Auch Kaugummi kauen oder Bonbon lutschen kann helfen.

    Bei Erkältung

    Sind die Schleimhäute durch die trockene Luft oder eine Erkältung angeschwollen, ist der Verbindungsgang jedoch verengt: der Druck baut sich im Ohr schmerzhaft auf. Wer mit einer Erkältung fliegen muss, sollte deshalb Nasenspray dabei haben. Zwei Sprühstöße rund eine eine halbe Stunde vor der Landung reichen meist aus, um den Druckausgleich zu erleichtern.

    Ohrstöpsel gegen Schmerzen

    Schmerzen und eine gefährliche Wölbung des Trommelfells lassen sich zudem durch spezielle Ohrstöpsel vermeiden. Sie wirken wie ein Ventil und sorgen für einen gleichmäßigen Druckausgleich.

    Druckausgleich per Valsalva-Manöver

    Das Valsalva-Manöver ist ein medizinisches Verfahren zur Behandlung von Herzrasen. Es unterstützt aber auch den Druckausgleich beim Tauchen oder Landen im Flugzeug.

    Dabei muss der Betroffene mit verschlossenem Mund und Nase kräftig ausatmen. Dadurch erhöht sich der Druck in den Atemwegen und die Luft wird in das Mittelohr gepresst.

    Wann eine Erkältung beim Fliegen besonders qualvoll werden kann

    Rothaarige Frau mit geschlossenen Augen hält sich mit den Zeigefingern die Ohren zu
    Frau hält sich Ohren zu © style-photographs - www.fotolia.de

    Wer erkältet eine Flugreise antreten muss und den Druck in den Ohren fürchtet, soll besonders vor der Landung frühzeitig mit Übungen für den Druckausgleich beginnen. Der Grund: Im Sinkflug steigt der Druck im Mittelohr deutlich und schnell an, berichtet die Apotheken Umschau.

    Das unangenehme bis schmerzhafte Geschehen im Ohr entsteht, wenn die Eustachische Röhre zwischen Rachen und Mittelohr blockiert ist. Ihr Zweck ist, im Mittelohr immer den gleichen Druck wie in der Außenluft herzustellen. „Sie besteht zum Teil aus weichem Muskelgewebe, das beim Abstieg kollabieren kann“, erklärt der Flugarzt Götz Kluge vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln.

    Gähnen, kauen, schlucken, Bonbons lutschen: Das alles hilft, die Ohrtrompete offen zu halten“, rät er. Es bewegt die Muskulatur und öffnet den Verbindungskanal zwischen Ohr und Rachen.

    Hilfe für den Druckausgleich bei Flugreisen

    Wer öfters in den Urlaub fliegt, der kennt das Problem des Druckausgleichs beim Start und bei der Landung. Aber besonders, wer Schnupfen hat, sollte ein Nasenspray dabei haben, weil es durch den Druck in den Nasennebenhöhlen oder auch in den Stirnhöhlen zu Ohren- oder Kopfschmerzen kommen kann.

    Die Sprays, die man auch ohne Rezept kaufen kann, sollten eine halbe Stunde vor dem Start, beziehungsweise dann nochmals bei längeren Flügen vor der Landung benutzt werden. Grundsätzlich aber Nasensprays nie länger als eine Woche verwenden, weil sonst die Nasenschleimhäute austrocknen.

    Auch ohne Schnupfen-Spray gibt es noch Möglichkeiten, etwas für den Druckausgleich zu tun, so beispielsweise helfen das Kaugummikauen, herzhaftes Gähnen oder einmal den Mund fest schließen, Nase zuhalten und versuchen, durch den Mund auszuatmen.

    Was man gegen den Ohrendruck beim Landeanflug tun kann

    Gähnen und die Anwendung von Nasenspray können den Ohrendruck etwas mindern

    Junge Frau sitzt lächelnd im Flugzeug am Fensterplatz
    young woman is on passanger seat at airplane © fotum - www.fotolia.de

    Jeder Flugreisende kennt das Problem, wenn das Flugzeug zur Landung ansetzt und sich plötzlich dieser unangenehme Druck in den Ohren bildet, der auch nicht selten Schmerzen verursachen kann.

    Dieser entsteht durch die raschen Druckveränderungen, die durch die abfallende Flughöhe der Maschine zustande kommen. Während der Druck in 10.000 Metern Höhe relativ niedrig ist, nimmt er mit abfallender Höhe schnell wieder einen normalen Wert ein.

    Tipps zur Druckminderung

    In den meisten Fällen kann man den Ohrendruck mit einem Schlucken oder Gähnen loswerden, hilft dies allerdings nicht, kann man versuchen den Druck auszugleichen indem man bei zugehaltener Nase die eingeatmete Luft fest in den Nasenraum presst.

    Bei Fluggästen, die eine leichte Erkältung haben und durch den Schnupfen den Druck noch viel heftiger spüren, kann die Verwendung eines Nasensprays hilfreich sein. Wer keines zur Hand hat, sollte sich nicht scheuen die Flugbegleiter zu fragen, denn auch sie haben im besten Fall kleine Nasensprays für die Passagiere bereitliegen.

    Treten in Kombination mit dem Druck auch Schmerzen auf, die nicht so leicht weggehen, kann man am besten zu Schmerzmitteln mit dem Wirkstoff Ibuprofen greifen. Auch können schmerzstillende Ohrentropfen eine Lösung sein, um die lästigen Ohrenschmerzen zu bekämpfen.

    Auf Ohrenstöpsel hingegen kann man bei einer Flugreise verzichten, außer die Lautstärke zu dämpfen haben diese nämlich keine Funktion. Wer die Schmerzen nicht loswerden kann, sollte nach dem Flug lieber einen Arzt aufsuchen, denn in seltenen Fällen kann es durch den Ohrendruck auch zu Entzündungen oder Blutungen kommen.

    Nach der Flugreise

    Um bei Fernreisen das so genannte Jetlag besser in den Griff zu bekommen, sollten Sie sich nach der Ankunft besonders viel im Freien aufhalten. Dies hilft Ihrer inneren Uhr sich besser umzustellen.

    Vernetzt im Flugzeug - Handy und Internet an Bord

    Lufthansa bietet WLAN-Nutzung auf Langstreckenflügen - Air Berlin zögert noch

    Junger Mann in blauem Hemd mit Krawatte blickt in 1. Klasse im Flugzeug zum Fenster raus, liest Buch und trinkt Sekt
    Enjoying the flight © Dragan Trifunovic - www.fotolia.de

    Telefone gibt es schon lange an Bord von Flugzeugen. Immer mehr Fluggesellschaften bieten ihren Kunden nun aber an, mit ihrem eigenen Handy oder Laptop weltweit auch im Reiseflug erreichbar zu bleiben.

    Telefonieren im Flugzeug - Zukunftsmusik oder Realität?

    Viele Passagiere kennen die Ansage, dass Mobiltelefone während eines Fluges ausgeschaltet werden müssen. Man befürchtete negative Auswirkungen auf die sensible Elektronik der Luftfahrzeuge. Doch zu einem Absturz durch das Benutzen eines Handys ist es bisher nicht gekommen.

    Daher erlauben Fluggesellschaften wie Emirates oder Singapore Airlines mittlerweile Telefonieren und Surfen an Bord. Voraussetzung für die mobile Kommunikation ist allerdings ein WLAN-fähiges Gerät.

    Internetnutzung bei der Lufthansa

    Die Lufthansa bietet zwar auf ausgesuchten Strecken die Nutzung des Internets an, lehnt das Telefonieren mit dem Handy aber bisher ab. Ihr Pressesprecher Boris Ogursky erklärte, dass "die Passagiere das gar nicht wollen".

    Bei der Lufthansa kostet eine Stunde Surfen im Netz 10,95 Euro oder 3.500 Meilen. Für 19,95 Euro oder 7.000 Meilen können Flugreisende 24 Stunden das Internet nutzen. Bis Ende Januar ist dieser Service sogar gratis.

    Interessant für Ferienflieger oder Geschäftsreisende?

    Ferienflieger wie Air Berlin sind noch deutlich zurückhaltender. Es existieren zwar Überlegungen, auf Langstreckenflügen den Gebrauch von Handy und Laptop zu ermöglichen, konkret sei aber noch nichts, so eine Sprecherin von Air Berlin.

    Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband glaubt, dass die Internet-Nutzung eher für Geschäftsreisende interessant sei. "Für Ferienflieger ist das nicht so ein Thema", so Schäfer.

    Ab in den Flieger - auch lange Flüge in den Urlaub gut überstehen

    Flugzeug von vorne, auf einer braunen Landebahn
    Boing on runway © Mikael Damkier - www.fotolia.de

    Viele Deutsche zieht es zur Urlaubszeit ins Ausland. Gern greift man dabei auf Angebote der Fluggesellschaften zurück, denn Fliegen ist inzwischen recht günstig. Allerdings können Flüge über viele Stunden zur echten Probe für die Nerven und auch den Körper werden. Kleine Tricks für einen angenehmen Aufenthalt über den Wolken sollte daher jeder kennen.

    Der Sauerstoffgehalt im Flieger ist etwas geringer als an der frischen Luft und wird mit höheren Luftdruck in die Kabinen abgegeben. Daher kann der Kreislauf auf langen Strecken Probleme bereiten. Vermeiden Sie daher unbedingt Alkohol während des Fluges und trinken Sie stattdessen viel Wasser, Tee oder Säfte. Dennoch leiden viele Fluggäste an Kopfschmerzen. Diese sind meist harmlos, doch für den Notfall sollte man ein leichtes Schmerzmittel im Handgepäck haben.

    Am besten hat man auch Ohrenstöpsel und eine Schlafbrille dabei, damit man die lange Strecke einfach in Ruhe verschlafen kann. Eventuelle Gleichgewichtsstörungen lassen sich durch Reisekaugummis beseitigen. Auch diese gehören also am besten in die Reiseapotheke direkt in der Handtasche.

    Gegen gestautes Blut in den Beinen hilft nur das regelmäßige Aufstehen. Gehen Sie ruhig aller zwei Stunden im Gang auf und ab und machen sie kleine Kniebeugen. Im Sitzen macht es Sinn, im Stundentakt die Füße zu kreisen und auf und ab zu bewegen. Das fördert den gesunden Blutfluss und schützt vor Thrombosen.

    Die bekannte Langweile lässt sich durch Gespräche oder das Schauen eines Films besiegen. Wer weder das noch schlafen möchte, kann ein gutes Buch oder Reisespiele mitnehmen.

    Pro und Kontra der Internetnutzung und Mobiltelefonie in Flugzeugen

    Aus rein technologischer Sicht ist es mittlerweile möglich, dass Flugpassagiere an Board mit ihren eigenen Handys telefonieren und mit Notebooks oder Tablets auf das Internet zugreifen. Dass noch längst nicht alle Fluggesellschaften auf all ihren Flügen diesen Service anbieten, hat gleich mehrere Gründe.

    Zunächst bedürfe die Internetnutzung in Flugzeugen spezielle Antennen, die sich während des Flugs flexibel auf Satelliten, die jeweils günstig stünden, ausrichten können. Diese Antennen würden jedoch einschließlich ihrer Installation im Schnitt gut 250.000 Euro kosten, weshalb die meisten Fluggesellschaften zumindest zurzeit noch dementsprechend hohe Nutzungsgebühren verlangen müssten.

    Ähnlich verhält es sich bei der Ausstattung, die für die Mobiltelefonie in Flugzeugen schon aufgrund der empfindlichen Bordelektronik zwingend erforderlich sei. Hinzu käme, dass einige Länder in ihren Lufträumen die Internetnutzung sowie das mobile Telefonieren strikt untersagten.

    Einer Bitkom-Umfrage zufolge seien aber ohnehin bloß 19 Prozent aller Befragten dafür, dass Fluggäste ihre mobilen Telefone und Computer uneingeschränkt nutzen dürfen. Der klare Großteil der Befragten befürchte hingegen eine zu große Lärmbelästigung, als dass die Nutzung unreglementiert bleiben dürfe.

    Ein Kompromiss zwischen dem "Redebedarf" und der "Ruhebedürftigkeit" konnte die Telefonie via Internet mithilfe eines Headsets sein, die zwar nicht bei allen Fluggesellschaften erlaubt sei, aber zumeist geduldet würde, sofern sich keine Fluggäste dadurch gestört fühlen.

    Flugreisen mit Beinfreiheit – in der Economy Class nicht möglich

    Fliegen ist mitunter die beliebteste Reiseart. Innerhalb weniger Stunden gelangt man stressfrei zu seinem Urlaubsziel. Das einzige Manko – zumindest in der Economy Class - ist der wenige Platz, der den Passagieren zur Verfügung gestellt wird. So gibt es so gut wie keine Beinfreiheit und das Zurücklehnen des Sitzes ist eigentlich unmöglich.

    Ganz anders sieht dies jedoch in der Business Class aus; hier können sich die Fluggäste teilweise auf ihren Sitzen so weit zurücklehnen, dass sie schon liegen. Auch ist der Platz zum Vordermann mehr als ausreichend. Zusätzlicher Pluspunkt ist ein deutlich besseres Essen.

    Leisten können sich diesen Luxus aber die wenigsten, denn ein paar Hundert bis sogar 1.000 Euro mehr muss man je nach Airline und Reiseziel schon ausgeben, wenn man bequem fliegen möchte. Ein Upgrade gibt es lediglich irgendwann für Vielflieger, die mit jeder zurückgelegten Meile Punkte sammeln können, oder für diejenigen die das Glück haben, dass die Airline sich vertan hat und die Economy Class bereits ausgebucht war.

    Bei der österreichischen Fluggesellschaft „Austrian Airlines“ gibt es mit dem so genannten „Smart Upgrade“ die Möglichkeit, den Aufpreis für die Luxusklasse im Rahmen einer Auktion selbst zu bestimmen. Allerdings lässt sich die Airline nicht auf jedes Gebot ein; ein gewisser Betrag muss schon erreicht werden.

    Auch andere Gesellschaften ziehen mit und bieten verschiedenste Arten von Auktionen an. Doch in vielen Fällen sind den Normalfliegern dann auch nur 100 Euro mehr einfach zu viel; sie nehmen dann doch lieber den Flug in der Economy Class in Kauf.

    Ist die Nutzung elektronischer Geräte in Flugzeugen bald erlaubt?

    Beim Start und bei der Landung waren Handys bis jetzt verboten, dies ändert sich vielleicht bald. Die US-Flugsicherheitsbehörde möchte jetzt prüfen, ob Handys nicht doch beim Start und der Ladung genutzt werden können.

    Viele Passagiere haben sich beschwert und daher wird alles noch einmal überdacht. Im September sollen neue Regeln vorgestellt werden. Bis jetzt ist man davon ausgegangen, dass die Strahlung der Handys die Bordelektronik schädigen kann. Dies ist zwar nicht bewiesen, kann aber auch nicht ganz abgewiesen werden.

    Viele Fluggesellschaften bieten den Passagieren W-Lan während des Fluges über eine Satellitenverbindung. Während des Fluges kann so also im Internet gesurft werden, vor allem bei Langstreckenflügen besonders vorteilhaft. Die Bordelektronik wird dabei nicht geschädigt.

    Beim Start und der Landung wird es wahrscheinlich verboten bleiben, aber nicht wegen der Strahlung. Handys können bei Turbulenzen gefährlich werden und andere Passagiere verletzen.

    Elektronische Geräte müssen beim Start und der Landung vielleicht nicht mehr ausgeschaltet werden

    Rückansicht Gang im Innenraum eines Flugzeuges, mehrere Menschen in Sitzreihen
    interior of a plane © Ivan Hafizov - www.fotolia.de

    Flugpassagiere kennen die Aufforderung des Bordpersonals, denn vor dem Abflug oder der Landung heißt es "bitte alle elektronischen Geräte ausschalten". So müssen dann die Passagiere ihren Laptop, das Handy und die Tablets komplett ausschalten, was aber besonders manchen Geschäftsreisenden ärgert. Doch jetzt prüfen amerikanische Sicherheitsexperten, ob diese Maßnahme in der heutigen Zeit bei modernen Flugzeugen noch erforderlich ist.

    Bislang gilt das Verbot der Nutzung der elektronischen Geräte bei einer Flughöhe unter 10.000 Fuß, das sind zirka 3.050 Meter. Piloten hatten von Störungen der Flugelektronik berichtet, die durch andere elektronischen Geräten an Bord verursacht wurden.

    Selten Störungen und unklare Ursachen

    Wie auch die Fluggesellschaft Delta Airlines berichtet, wurden in den letzten zwei Jahren bei 2,3 Millionen Flügen auch 27 Mal Störungen von den Piloten und den Wartungsmitarbeitern registriert, die aber nicht eindeutig auf andere elektronische Geräte an Bord zurückgeführt werden konnten. Doch bevor es zu irgendwelchen Lockerungen kommt, muss die US-Flugsicherheitsbehörde FAA eine Entscheidung treffen.

    Computerspielen ja, Telefonieren und Surfen nein

    So könnten vielleicht irgendwelche Computer-Spiele, die auf eigene Daten zurückgreifen, wahrscheinlich erlaubt werden, ohne dass die Flugsicherheit beeinträchtigt wird. Aber dagegen dürfte auch in Zukunft weiterhin das Telefonieren mit dem Handy oder im Internet zu surfen beim Start und der Landung verboten bleiben. Wenn die FAA sich für eine Lockerung entscheidet, so dürfte sich dies auch auf den Flugverkehr in Europa auswirken.

    Umsteigen am Drehkreuz

    Fliegen - Abflug-Anzeigetafel im Flughafen
    abflug © Philipp Baer - www.fotolia.de

    Das lästige Umsteigen und ewige Wartezeiten gehören bei den Drehkreuz-Airlines mit perfekten Flugplänen der Vergangenheit an. Hauptsächlich Umsteiger nutzen diese Airlines, die günstig angeboten werden.

    Verbesserung durch Drehkreuz-Airlines

    In Dubai sind die Flugpläne wellenartig organisiert. 90 Minuten vor Mitternacht landen Großraummaschinen aus Hamburg, Frankfurt und anderen großen Städten. Weiter geht es zwei Stunden später nach der Umverteilung der Passagiere nach Fernost und Australien. Durch den Dreh am Kreuz ist eine gute Verbindungsdichte entstanden und viele Ziele können schnell erreicht werden. Mit den günstigen Angeboten werden die Flieger optimal ausgelastet.

    Lufthansa, British Airways und Air Berlin steigen mit ein

    Die Lufthansa und British Airways nehmen dies zum Anlass, dem Boom Drehkreuze zu folgen und so ist bereits ein neuer großer Flughafen in Dschebel Ali in Bau. Für den Frachtverkehr ist die erste Piste bereits in Betrieb, die ersten Billigflieger werden folgen.

    In Doha wird 2014 der Scheich-Hamad-Airport in Betrieb gehen. Des Weiteren soll außerhalb von Istanbul der größte Flughafen der Welt entstehen, um Umsteiger zu transportieren. Air Berlin bezieht sich auf Osteuropäer, um diese aus Moskau einzufliegen und am Tegeler Drehkreuz zu verteilen. Passagiere werden mit kurzen Wegen, Bequemlichkeit in den Wartesälen, guter Ausschilderung und dem besten Angebot zum Shoppen beworben.

    Jeder Reisende sieht allerdings das positive der Stoppflüge. Diese möchten einfach schnell wieder mit dem Anschlussjet abheben.

    Knigge für Flugreisende – richtiger Benimm auf engem Raum

    Junger Mann auf Fenstersitz in Flugzeug, schaut aus dem Fenster in den Himmel, junge lächelnde Frau unscharf daneben
    Leaving on a jet plane © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Eine Flugreise strapaziert die Toleranz. Auch die großzügigsten Menschen sind von der Enge im Flugzeug, den Geräuschen und Gerüchen ihrer Nachbarn irgendwann erschöpft. Wer in einen Flieger steigen muss, sollte sich deshalb in Gelassenheit und ein paar Benimmregeln verinnerlichen.

    Einsteigen und Gepäck verstauen

    Keine Angst, das Flugzeug fliegt nicht ohne Sie. Es gibt also keinen Grund, schon beim Einsteigen zu drängeln. Im Gegenteil: Passagiere auf den vorderen Rängen ersparen sich und den anderen viel Stress, wenn sie beim Boarding warten. Statt beim Verstauen ihres Handgepäcks den Gang zu blockieren, können sie noch etwa die Bewegungsfreiheit am Gate nutzen.

    Richtig sitzen

    Egal wo Sie sitzen, eine Armlehne macht den Flug angenehmer. Zumindest auf den mittleren Plätzen müssen Sie die Lehnen allerdings mit ihren Nachbarn teilen. Eine Grundregel lautet hier: Die Armlehne mit der Buchse für den Kopfhörer gehört Ihnen. Ansonsten können die Passagiere auf den äußeren Plätzen Großzügigkeit beweisen, indem sie den beengt Sitzenden in der Mitte die Lehne überlassen.

    Diplomatie gilt auch für die Rückenlehne. Leider gibt es keine Regeln, die das Einengen von Hintermännern verbieten. Aber allein die Höflichkeit gebietet, vor dem Verstellen einen kurzen Blick zurück zu werfen und zu warnen. So lassen sich zumindest Flecken in der Garderobe vermeiden. Und die Rückenlehne des Vordersitzes ist tabu: wer sich beim Aufstehen an ihr festhält, schüttelt beim Loslassen automatisch den Vordermann durcheinander.

    Das menschliche Miteinander

    Im Flugzeug kommt man sich meist näher als man mag. Umso wichtiger ist ein korrektes Sozialverhalten. Auch wenn nicht jeder Spaß an einer Unterhaltung mit dem Sitznachbarn hat: ein freundlicher Gruß muss sein, ebenso wie ein paar Abschiedsworte beim Aussteigen. Falls sich ein Gespräch entwickelt – bleiben Sie leise. Und belästigen sie die Menschen in ihrer Nähe nicht mit aufdringlichen Parfums oder dem Duft verschwitzter Socken.

    Menschen, die zum ersten Mal fliegen, sollten in Sachen Planung ein paar besondere Punkte beachten...

    Tipps für die erste Flugreise

    Für Menschen, die noch nie geflogen sind, ist die erste Flugreise ein besonders aufregendes Erlebnis. Manchmal kann sie auch mit Flugangst verbunden sein. Beachtet man bei der Planung des Fluges ein paar Tipps, lässt sich die Angst jedoch rasch abbauen.

    Ein in der Nähe liegendes Ziel wählen

    Reisende, die oft mit dem Flugzeug unterwegs sind, sehen das Fliegen nicht mehr als besonders aufregend an. Fliegt man jedoch das erste Mal, sieht dies ganz anders aus, da man nicht genau weiß, was einem bevorsteht und ob einem das Fliegen überhaupt bekommt.

    Wer also Bedenken vor der Reise hat, sollte sich das Reiseziel gut überlegen, denn eine Fernreise dauert erheblich länger und ist wesentlich anstrengender als ein kurzer Flug. Daher wird empfohlen, für die erste Flugreise ein Ziel in benachbarten Ländern wie zum Beispiel

    auszuwählen. Diese Länder sind nahe genug, um auch ohne Flugzeug leicht die Rückreise nach Deutschland antreten zu können, falls einem der Flug nicht gefällt.

    Tipps zur Wahl der Fluggesellschaft

    Auch die Wahl der Fluggesellschaft spielt eine wichtige Rolle beim ersten Flug. Hat man Bedenken, ist es besser, eine Fluglinie auszuwählen, die sich durch guten Service und kompetente Beratung auszeichnet. Vertrauen sollte in diesem Fall wichtiger sein als Kostenersparnis, denn gespart werden kann bei späteren Flügen immer noch.

    Unklarheiten im Vorfeld beseitigen

    Hat man Fragen über den Ablauf einer Flugreise, kann man den Schalter der Fluggesellschaft am Flughafen besuchen und sich dort vor Reisebeginn über alle Unklarheiten informieren. Dazu können

    • die Versorgung mit Essen und Getränken während des Fluges
    • das vorgeschriebene Gewicht des Reisegepäcks
    • die Sicherheitsbestimmungen sowie
    • mögliche Vorgänge beim Abflug und Anflug

    gehören. Ein solcher Informationsbesuch trägt dazu bei, Unsicherheiten abzubauen.

    Medizinische Zwischenfälle welche am häufigsten an Bord vorkommen

    Arztkoffer, Notfallkoffer, leuchtend roter Kastenkoffer mit rotem Kreuz, vor weißem Hintergrund
    arztkoffer © Hakan Tasdöndüren - www.fotolia.de

    Magen-Darmbeschwerden und Ohnmachtsanfälle sind die am häufigsten vorkommenden medizinischen Zwischenfälle während einer Flugreise. Diese Erkenntnis geht aus einer Studie der Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum hervor.

    So rangieren auf der "Hitliste der Flugerkrankungen" Ohnmachtsanfälle, Verdauungsbeschwerden und Herzattacken ganz weit oben. Weitaus weniger wurden allerdings Thrombosen und Blinddarmentzündungen diagnostiziert.

    Im Fünf-Jahres-Zeitraum dieser Untersuchung wurden zwei erfreuliche "Erkrankungen" innerhalb der zwei europäischen Airlines registriert: Zwei Geburten versetzten das Flugpersonal in eine stressige, aber freudige Situation.

    Insgesamt sind die Forscher jedoch mit der Datenerhebung der Airlines unzufrieden, da sich so kaum Empfehlungen für die Flugreisenden aussprechen lassen würden, um entsprechende Vorkehrungen für die Reise treffen zu können.

    Infektionen im Flugzeug müssen nicht sein

    Gerade durch die besonderen Bedingungen der Raumluft beim Fliegen, kommt es immer wieder zu Infektionen. Auch die Nähe zu anderen Reisenden fördert die Ansteckungsgefahr. Dem ist man jedoch nicht hilflos ausgeliefert. Mit wenigen Vorsichtsmaßnahmen kann man sich relativ zuverlässig schützen.

    Am gesündesten kommt man nach einem Flug am Ziel an, wenn man vorher den eigenen Körper nicht zu sehr belastet. Vorinfektionen, Alkohol oder auch Beruhigungstabletten machen anfälliger gegen Keime.

    Die sehr trockene Luft im Flieger schädigt die Schleimhäute zusätzlich. Bakterien können sich leichter in Nasen-Rachen-Raum ansiedeln und zu Entzündungen führen. Mit einem Meerwasser-Nasenspray bringt man Feuchtigkeit auf die Schleimhäute auf. Damit hat man bereits den eigenen Schutz deutlich verbessert. Außerdem sollte die Lüftung etwas beiseite gedreht werden. So verhindert man, dass etwaige Grippeerreger direkt ins Gesicht gepustet werden.

    Bedenkt man, wie viele Menschen in einem Flugzeug im Laufe der Zeit transportiert werden, bekommt man eine ungefähre Vorstellung darüber, welcher Anzahl von Bakterien auf Lehnen, Polstern und Griffen vorhanden sind. Am besten stattet man sich mit einem Desinfektionsmittel für Hände aus. Hat man einen Platz neben einem sichtbar Kranken, darf man die Stewardess ruhig nach einem anderen Platz fragen. Stundenlang neben einem Erreger versprühenden Passagier zu sitzen, ist für kein Immunsystem auszuhalten.

    Tierhaarallergiker im Flugzeug: Was tun, wenn der Nachbar mit seiner Katze reist?

    Es gibt viele Kleinigkeiten, über die sich Passagiere in Flugzeugen ärgern - zu wenig Sitzabstand, schlechte Luft oder schreiende Kleinkinder führen dabei regelmäßig die Hitlisten der Ärgernisse an. Viel schlimmer für Tierhaarallergiker ist jedoch ein anderes Problem: In der Kabine mitreisende Haustiere. Wenn der Katzenallergiker stundenlang neben einem Passagier mit Katzenkorb unter dem Sitz verbringen muss, sind qualvolle Stunden voller Niesen an Bord garantiert.

    Mitarbeiter der Airline empfehlen Allergikern, direkt beim Check-In am Flughafen nachzufragen, ob Haustiere an Bord sein werden. Diese müssen beispielsweise bei der Lufthansa spätestens 24 Stunden vor Abflug angemeldet werden, so dass die Mitarbeiter am Flughafen frühzeitig Auskunft geben können. Allergiker können so einen Platz möglichst weit weg von den Passagieren mit Haustier bekommen. Wird erst an Bord die Katze im Nachbarsitz bemerkt, können Allergiker die Flugbegleiter bitten, einen anderen Platz für sie zu finden.

    Hilfreich ist auch die Mitnahme eines Medikamentes auf Flügen. Denn selbst wenn weder Hund noch Katze an Bord sind, kann es immer wieder vorkommen, dass auf dem Nachbarsitz ein Tierhalter Platz nimmt, an dessen Kleidung noch die Tierhaare von Zuhause kleben.

    Verhalten nach dem Flugzeugabsturz: Passagiere sollten einige Dinge beachten

    Natürlich möchte in der Reisezeit niemand daran denken, doch beim Flug zum Urlaubsort kann etwas schief gehen. Kommt es zum Absturz einer Maschine, müssen sich die Crew und die Passagiere richtig verhalten, damit so wenig Menschen wie möglich zu Schaden kommen. Daher ist es besonders wichtig, dass die Gäste an Bord vorab genau informiert werden, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben.

    Nach einer Bruchlandung ist es zum Beispiel der größte Fehler, erst einmal in aller Ruhe das eigene Handgepäck zu suchen. Das kostet viel Zeit und versperrt anderen den Gang. Da eine notgelandete Maschine trotz anscheinender Sicherheit noch immer Feuer fangen oder gar explodieren kann, sollte jeder so schnell wie möglich aus der Nähe der Maschine verschwinden. Das Handgepäck sollte dabei nicht so wichtig sein wie das eigene Leben und das der Mitmenschen.

    Die wichtigste Regel ist im Ernstfall natürlich oft nur schwer einzuhalten: Bewahren Sie Ruhe. Nicht jeder Mensch ist dazu geboren und viele reagieren instinktiv mit Panik. Es gibt jedoch auch Sicherheitskurse, die das bessere Verhalten in kleinen Gruppen lehrt. Seit einiger Zeit können auch Privatpersonen an solch einem Kurs teilnehmen.

    In der Realität kann es sich als großer Vorteil erweisen, wenn man das Szenario bereits einmal durchgespielt hat. Sicher wird auch dann die Angst spürbar sein, aber mit großer Wahrscheinlichkeit ist sie kontrollierter, sodass die Überlebenschancen besser sind.

    Auch vor der möglichen Katastrophe kann man etwas tun. Zum Beispiel sollte man immer beim Einsteigen die Sitze bis zur nächsten Tür in beide Richtungen zählen, sodass man im Notfall weiß, welcher Weg der kürzere ist.

    Die EU schiebt eine Reform der Ausgleichzahlungen bei Flugverspätungen auf

    Fliegen - Abflug-Anzeigetafel im Flughafen
    abflug © Philipp Baer - www.fotolia.de

    Für Reisende wäre es schlechter geworden. Die geplante EU-Reform für Zahlungen, wenn der Flieger Verspätung hat, hätte rund 2,5 Milliarden eingespart. Zumindest für die Airlines. Dieser Betrag wäre auf der anderen Seite den Passagieren, im Verhältnis zur derzeitigen Regelung, entgangen.

    Reform der Ausgleichszahlungen bei Flugverspätungen auf Eis gelegt

    Das Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz teilte jetzt mit, dass es zu dieser Änderung vorerst wohl nicht kommen werde. Es hätte so viele Auseinandersetzungen und Gegenstimmen gegeben, dass das Projekt erst einmal auf Eis liege. Griechenland, das die augenblickliche Ratspräsidentschaft innehat, wird in seiner Amtsperiode das Thema nicht weiterverfolgen. Auch Italien, Ratspräsident im nächsten halben Jahr, will sich nicht damit befassen. Wie es danach weitergeht, steht in den Sternen. Durch die Ablehnung der beiden EU-Staaten, wird der Plan möglicherweise endgültig ad acta gelegt.

    Der von der EU-Kommission vorgelegte Gesetzesentwurf verlängerte die ausgleichspflichtigen Verspätungen von drei auf fünf Stunden. Erst dann hätten die Fluggesellschaften ihre Passagiere entschädigen müssen. Nicht nur Verbraucherschützer, sondern auch das europäische Parlament sahen darin eine Benachteiligung der Flugkunden.

    Für den deutschen Justizminister Heiko Maas (SDP) ist dies eine Beruhigung. Er hatte sich schon im Vorfeld gegen die Änderung ausgesprochen. Damit bleibt der Verbraucherschutz erst einmal so, wie gehabt.

    Fliegen mit Rollstuhl – was sollten Passagiere mit eingeschränkter Mobilität wissen?

    Junger lächelnder Mann auf Fensterplatz in Flugzeug, neben ihm lächelnde junge Frau
    Couple traveling by air. © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat die gleichen Beförderungsrechte wie andere Passagiere. Beim barrierefreien Fliegen ist allerdings einiges zu beachten – von der Buchung und eventuell erforderlichen Begleitpersonen bis zum Ablauf der eigentlichen Reise.

    Was ist bei der Buchung zu beachten?

    Menschen mit eingeschränkter Mobilität müssen ihre Reisen sehr detailliert und frühzeitig planen. Trotz einer generellen Transportpflicht können Airlines eine Buchung zum Beispiel ablehnen, wenn bereits mehrere schwerbehinderte Gäste an Bord sind. Ein Recht auf jederzeitigen Transport haben nur Reisende, die eine Begleitperson mitbringen. Tipp: Manche Gesellschaften gewähren bei innerdeutschen Flügen einen Rabatt für den Begleiter.

    Theoretisch müssen Passagiere ihren Rollstuhl erst 48 Stunden vor dem Abflug melden. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, empfehlen Reiseexperten jedoch, den Bedarf bereits bei der Buchung anzumelden - inklusive exakter Infos zu Gewicht und Maßen. Wer die Anmeldung vergessen hat, wird zwar mitgenommen, muss aber längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

    Wie läuft die Reise ab?

    In der Regel steigen Rollstuhlfahrer bereits am Check-In auf einen Leihrollstuhl um. Der eigene Rollstuhl wird als kostenloses Sperrgepäck im Frachtraum transportiert. Wer allein reist, wird dann nach der Sicherheitskontrolle von einem Flughafenmitarbeiter bis zum Gate begleitet. Steht das Flugzeug auf dem Rollfeld, bringt ein behindertengerechter Bus den Passagier als erstes zum Flieger. Beim Aussteigen müssen Rollstuhlfahrer dagegen bis zuletzt warten.

    Für Fluggäste, die komplett auf einen Rollstuhl angewiesen sind, gibt es beim Einstieg extra schmale Kabinenrollstühle. Mit diesen können sie auch die bordeigene Toilette anfahren. Auf dem WC selbst ist es jedoch zu eng für einen Rollstuhl.

    Was tun bei einer Beschädigung des Rollstuhls durch die Airline?

    Aus Sicherheitsgründen dürfen in Flugzeugen nur Rollstühle mit Trockenbatterie transportiert werden. Vor dem Verladen muss zudem die Batterie abgeklemmt sein. Sollte es während des Transports zu Beschädigungen kommen, muss die Airline am Zielort einen Ersatz-Rollstuhl stellen. Bei Problemen, die sich nicht direkt mit der Fluggesellschaft klären lassen, hilft die Schlichtungsstelle für Fluggastrecht.

    Das Flugzeug als Tatort: Immer öfter rasten Passagiere aus

    Diese Umstände führen zu Unruhen unter den Passagieren und so reagiert das Flugpersonal

    Blick durch den langen Gang eines vollbesetzten Passagierflugzeugs
    Passengers on the airplane. © kasto - www.fotolia.de

    Wer geschäftlich oder privat eine Reise im Flugzeug antritt, möchte in erster Linie einen ruhigen Flug erleben und möglichst schnell am Zielort ankommen. Ein kleiner Snack auf Kurzflügen und ein richtiges Mahl bei Fernreisen gehört für viele dazu. Was inzwischen jedoch auch immer öfter dazugehört:

    • Pöbeln,
    • Geschrei und
    • Handgreiflichkeiten.

    Randale auf engstem Raum

    Zwischen 2007 und 2014 registrierten Fluggesellschaften 38.230 Probleme mit randalierenden Passagieren. Das sind 65 Übergriffe pro 10.000 Flügen. Was relativ wenig klingt, kann jedoch größere Auswirkungen haben. Da sich die Maschine in der Luft befindet, sind alle Menschen auf engstem Raum zusammen. Niemand kann das Szenario verlassen und Hilfe von außen ist unmöglich. Das Flugzeug als Tatort wird daher zur Gefahr für alle.

    Statistisch sind 75 Prozent der Problemgäste männlich. Oft spielt Alkohol eine Rolle, nicht selten aber auch das Gefühl ungerechter Behandlung aufgrund einer First Class an Bord. Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass bei Flügen mit erster Klasse an Bord eher unsoziales Verhalten ausbricht.

    Gäste in der Economy-Class fühlen sich sozial herabgesetzt und sind eher zu aggressivem Verhalten bereit. Ohne Klassensystem treten nur 0,14 Zwischenfälle pro 1.000 Flüge auf. Mit First Class sind es schon 1,58 Fälle pro 1.000 Flüge.

    Deeskalierende Maßnahmen

    Um Randale im Flieger zu vermeiden, werden die Flugbegleiter entsprechend geschult

    1. An erster Stelle steht eine deeskalierende Gesprächsführung.
    2. Bei physischer Gewalt haben sie jedoch auch die Berechtigung, eine Fixierung am Sitz zu erwirken.
    3. Bleibt eine Gefahr für den Gast und die übrigen Passagiere bestehen, können Beruhigungsmittel verabreicht werden.
    4. Im Worst Case kontaktiert der Pilot den nächsten Flughafen und muss außerplanmäßig landen.

    Befragungen unter den Airlines haben ergeben, dass 40 Prozent in den letzten zwölf Monaten mindestens einen Flug wegen Passagierproblemen umleiten mussten.

    Flugangst bei Kindern vermeiden

    Besonders aufregend ist der erste Flug für Kinder. Auch hier kann vor der Reise ein Ausflug zum Flughafen helfen, Flugangst abzubauen. Für kleinere Kinder werden Nachtflüge empfohlen, weil sie auf diese Weise ihren Schlafrhythmus einhalten können.

    Da es bei Kindern während des Fliegens leicht zu Übelkeit kommen kann, ist es ratsam, Medikamente gegen die Reisekrankheit im Handgepäck mitzunehmen. Verläuft der erste Flug angenehm und wie geplant, legt sich die Flugangst rasch und weiteren Flügen steht nichts mehr im Wege.

    Klatschen nach der Landung ein Zeichen der Erleichterung

    Angstforscher untersucht, warum Menschen nach der Landung klatschen

    Rückansicht Gang im Innenraum eines Flugzeuges, mehrere Menschen in Sitzreihen
    interior of a plane © Ivan Hafizov - www.fotolia.de

    Für viele ist es einfach nur unangenehm: Nach einer Landung klatschen die Passagiere im Flugzeug. Hauptsächlich bei Ferienflügen in den Mittelmeer-Raum gibt es zum Abschluss des Fluges Applaus der Reisenden.

    Angstforscher untersucht Klatschen im Flieger nach der Landung

    Dass mehr hinter diesem Verhalten steckt, als nur eine Anerkennung für die Piloten, glaubt der Angstforscher Borwin Bandelow. Für ihn steht die Freude, wieder auf der Erde zu sein, im Vordergrund. Aus der Sicht des Gehirns sei ein Flug durchaus eine gefährliche Sache. Und das nicht nur für Menschen mit Flugangst.

    Wenn man dann schließlich heil dort ankommt, wo man hin wollte, werden Botenstoffe frei gesetzt, die zu Glücksgefühlen führen. Das äußert sich in Reaktionen, wie dem Klatschen. Gerade die „Urlaubsflieger“ sind seltener in der Luft als Menschen, die häufig geschäftlich unterwegs sind. Darum ist ihr Gehirn deutlich mehr mit der scheinbaren Gefahr beschäftigt. Das erklärt auch, warum in der Business-Class noch nie geklatscht wurde. Die Vielflieger schätzen einen Flug weitaus weniger gefahrvoll ein, so Bandelow.

    Klatschen als Wertschätzung

    Das fliegende Personal sieht dies anders. Christine Berger-Danzinger, Chef-Flugbegleiterin bei Condor empfindet das Klatschen als Wertschätzung. Auch wenn die Piloten den Applaus im Cockpit nicht hören können und zudem mit dem Parken der Maschine beschäftigt sind, gibt sie das Erlebnis stets an die Crew weiter. Darüber freuen sich dann auch die Piloten.

    Grundinformationen und Hinweise zu Flugreisen

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: fly fear © Mitarart - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Happy, female airplane passanger enjoying the view from the cabo © lightpoet - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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