21. September 2010
Eine Übernachtungsmöglichkeit der anderen Art bieten Heuhotels. Sie sind oftmals Bestandteil von Ferienbauernhöfen.
Wer einmal eine Übernachtung der besonderen Art erleben möchte, sollte in einem Heuhotel absteigen. Diese Heuherbergen gehören zum Angebot einiger Ferienbauernhöfe oder alternativer Pensionen.
Unter einem Heuhotel versteht man eine Herberge, in der man im Heu oder im Stroh schlafen kann. Solch rustikale Übernachtungsmöglichkeiten findet man vor allem in Scheunen von Ferienbauernhöfen. Aber auch Burgstallungen oder Indianerzelte werden mitunter als Quartier angeboten. Manchmal besteht sogar die Möglichkeit unter freiem Himmel zu übernachten.
Heuhotels gibt es mittlerweile seit rund 25 Jahren. Damals, als die ersten Heuhotels ins Leben gerufen wurden, hielten viele diese Idee für absurd, doch in der Gegenwart haben sich die alternativen Urlaubsangebote bei den Gästen durchgesetzt. Allein im Bundesland Niedersachen findet man über 50 Hotels dieser Art. Zudem werden regelrechte Heutouren von einem Dachboden zum anderen durchgeführt, wodurch sich Regionen wie die Nordseeküste, das Weserbergland und die Lüneburger Heide kennen lernen lassen. Eine beliebte Variante ist die so genannte Tipi-Tour, bei der bis zu acht Personen auf indianische Art und Weise übernachten können.
Besonders beliebt sind Heuhotels vor allem bei Familien mit Kindern, Vereinen und Reisegruppen. Für fanatische Raucher ist eine Heuherberge allerdings nicht die richtige Umgebung, denn verständlicherweise besteht in sämtlichen Heuhotels striktes Rauchverbot.
Wer Gefallen an dem Leben der alten Rittersleute findet, sollte die mittelalterliche Heuherberge "Zum Alten Marstall" besuchen. Diese befindet sich im Odenwald an der Burg Guttenberg. Wie in alten Ritterzeiten hat man dort die Möglichkeit in weichem, angenehm duftenden Kräuterheu zu nächtigen. Darüber hinaus werden ein Rittermahl und ein Fackelzug zu den Stallungen geboten.
Eine besondere Variante stellt auch das Freiluft-Heuhotel "Ein Bett im Kornfeld" dar. Die Unterkünfte befinden sich dabei in einem Weizenfeld, in dem extra Liegeflächen frei gemäht und mit Heu aufgeschüttet werden. Für den Schutz vor Regen sorgt ein Zeltdach und zum Übernachten benutzt man Schlafsäcke. Auch Kinder kommen auf ihre Kosten, da eine Kistenrutsche sowie eine Strohhüpfburg zur Verfügung stehen.
Angst vor mangelndem Komfort muss man bei einer Übernachtung im Heuhotel nicht haben. Zu den Angeboten der meisten Heuherbergen gehören natürlich auch sanitäre Anlagen und das Frühstück kann in einem speziellen Essraum eingenommen werden.
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