Reisen während der Schwangerschaft - Was zu beachten ist

Schwangere Frau in blauem Top hält sich den Bauch mit beiden Händen

Eine Schwangerschaft bedeutet selbstverständlich nicht, dass die betroffene Frau von nun an fest an ihr Zuhause gebunden ist und keinen Urlaub machen kann. Dennoch sollten einige grundsätzliche Regeln beherzigt werden.

Die beste Zeit für eine Reise in der Schwangerschaft liegt zwischen dem fünften und dem siebten Schwangerschaftsmonat. Wichtig ist vor allem, dass die kritischen ersten Wochen ohne große klimatische Schwankungen überstanden werden.

Wer unter Morgenübelkeit und anderen Schwangerschaftsbeschwerden leidet, sollte sich zusätzlich Zeit nehmen, um diese hinter sich zu lassen und seinen Urlaub genießen zu können. Kurz vor der Geburt sind größere Reisen allerdings auch nicht zu empfehlen; allein schon deswegen, weil ein großer Babybauch eine gewisse Einschränkung bedeutet.

Auto, Bahn und Flugzeug

Wer mit der Bahn in den Urlaub fahren möchte, sollte daran denken, zuvor einen Sitzplatz für die werdende Mutter zu reservieren. Der Vorteil ist, dass relativ viel Platz bleibt, um sich zu bewegen, die Sitzposition zu ändern und gelegentlich einige Schritte den Gang auf und ab zu tun.

Bei einer längeren Autofahrt hingegen sollte man etwa alle zwei Stunde eine kurze Pause zum Strecken, Bewegen und zum Toilettengang einlegen.

Zudem sollte der Sicherheitsgurt so angelegt werden, dass er nicht auf den Bauch bzw. die Gebärmutter drückt. Der untere Teil des Gurts sollte unter dem Bauch liegen, der obere darüber zwischen den Brüsten verlaufen.

Kürzere Flugreisen sind in der Regel kein Problem. Allerdings verlangen die meisten Fluggesellschaften ab der 28. Schwangerschaftswoche ein ärztliches Attest über die Flugtauglichkeit der Mama in Spe.

Ab der 34./35. Schwangerschaftswoche sollte nach Möglichkeit kein Flugzeug mehr bestiegen werden. Dazu ist es ratsam, Kompressionsstrümpfe zu tragen und ab und zu im Gang auf und ab zu gehen.

Was sonst noch zu beachten ist

Fernreisen sind grundsätzlich möglich; jedoch ist es wichtig, sich im Vorhinein ausgiebig über die Risiken im Reiseland zu informieren. Exotische Länder mit einem hohen Infektionsrisiko sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Auch eine Malariaprophylaxe kann nicht in einer Form durchgeführt werden, dass sie für das ungeborene Kind gänzlich unbedenklich wäre. Ebenso können bestimmte nötige Reiseimpfungen dem Kind in den ersten Schwangerschaftswochen schaden.

Im Gepäck sollte sich auf jeden Fall die Krankenversicherungskarte sowie der Mutterpass befinden. Auch eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ist in vielen Fällen sinnvoll.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Pregnant belly © Olivier - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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