9. September 2010
Bei einem Fahrsicherheitstraining handelt es sich um eine spezielle Schulung für Kraftfahrzeugfahrer. Dabei soll der Teilnehmer lernen, besser und schneller auf mögliche Gefahrensituationen zu reagieren.
Ziel und Zweck eines Fahrsicherheitstrainings (SHT) ist es, das Fahrverhalten eines Kraftfahrzeugfahrers zu verbessern. Durch spezielle Übungen lernt der Kursteilnehmer bei bestimmten Situationen, die im Straßenverkehr eintreten können, rasch und richtig zu reagieren.
Bei einem Fahrsicherheitstraining wird dem Kursteilnehmer vermittelt, wie er durch vorausschauendes Fahren mögliche Gefahrensituationen vermeidet. Das ist überaus wichtig, denn durch plötzlich eintretende Situationen, wie beispielsweise einen überraschenden Schaden am Fahrzeug oder ein Tier, das unverhofft über die Fahrbahn läuft, kann es rasch zu Unfällen mit schlimmen Folgen kommen. Eine wichtige Rolle bei einem Fahrsicherheitstraining spielen auch die Beherrschung des Fahrzeugs und das Wissen über die Fahrzeugtechnik. Zielsetzung des Kurses ist dabei Gefahren zu erkennen, zu bewältigen oder auch ganz zu vermeiden.
Zu den rund 30 Veranstaltern, die in Deutschland ein Fahrsicherheitstraining anbieten, gehören vor allem der ADAC und die DVW (Deutsche Verkehrswacht). Durchgeführt wird der Kurs normalerweise in einem Fahrsicherheitszentrum. Neben Pkw-Sicherheitstrainings finden auch Kurse für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkws, Busse, Geländewagen, Campingfahrzeuge, Transporter, Einsatzwagen und Tankwagen statt.
Wie das Fahrsicherheitstraining gestaffelt wird, hängt auch von den Vorkenntnissen des Kursteilnehmers ab. So gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade wie Aufbaukurse, Perfektionstrainings oder Trainings für Fortgeschrittene. Zu Beginn des Kurses wird der Teilnehmer erst einmal theoretisch in den Programmablauf eingeführt. Der Veranstalter geht dabei auch auf die Wünsche und Kenntnisse der Trainingsteilnehmer ein. Eine wichtige Rolle spielen zudem die Fahrphysik sowie die vorherrschende Fahrzeugtechnik samt ihren Grenzen.
Bevor die Trainingsfahrt beginnt, überprüft der Trainer zunächst die richtige Sitzposition sowie das mögliche Verletzungsrisiko durch den Airbag. Danach erfolgen die praktischen Übungen, an denen höchstens zwölf Fahrer teilnehmen. Zu den Trainingsaktionen, die zur Erfahrung der Fahrphysik dienen, gehören Vollbremsungen, Brems- und Ausweichmanöver auf verschiedenen Fahrbahnbelägen, Kreisbahnfahrten mit Über- oder Untersteuerung, Rückwärtsfahren des Fahrzeugs um Hindernisse sowie Kurven- und Slalomfahrten.
Normalerweise wird bei einem Fahrsicherheitstraining das eigene Fahrzeug des Kursteilnehmers verwendet, damit dieser seinen Wagen noch besser beherrschen kann. Fahrschüler dürfen mitunter auch Fahrzeuge des ADAC benutzen. Dies hat den Vorteil, dass der Schüler fahrtechnische Systeme kennen lernen kann, die ihm zuvor nur aus der Theorie bekannt waren.
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