14. September 2010
Viele Reiseziele, die man heute ganz selbstverständlich ansteuert, mussten in der Vergangenheit erst durch wagemutige Expeditionen entdeckt werden. Einer der bedeutendsten Entdecker war Christoph Kolumbus.
In der heutigen Zeit ist es mithilfe moderner Technik problemlos möglich, zu den exotischsten Reisezielen des Erdballs zu gelangen. Doch diese Gebiete, die in der Gegenwart ganz selbstverständlich erreicht werden können, mussten in früheren Jahrhunderten erst einmal entdeckt werden. Zu den bekanntesten Entdeckern der Menschheitsgeschichte zählt Christoph Kolumbus, der Entdecker Amerikas.
Obwohl bereits die Wikinger unter Leif Eriksson den amerikanischen Kontinent erreichten, wird dennoch Christoph Kolumbus als eigentlicher Entdecker Amerikas angesehen, was vor allem daran liegt, dass erst durch ihn die dauerhafte Kolonisierung dieses Kontinents begann. Dabei war es gar nicht das Ziel von Kolumbus einen neuen Kontinent zu erschließen, sondern stattdessen eine Route über den Seeweg nach Indien zu finden.
Geboren wurde Christoph Kolumbus vermutlich im Jahre 1451 in der italienischen Hafenstadt Genua. Als Kind einer Weberfamilie konnte er zunächst weder lesen noch schreiben, lernte es später aber und wurde Seefahrer.
Christoph Kolumbus größtes Ziel war es stets, einen neuen Seeweg nach Indien und Japan zu finden. Nach den Studien alter Karten und Schriften, gelangte er zu der Ansicht, dass man Indien erreichen könne, wenn man nach Westen über den Atlantischen Ozean segelte. Nach zahlreichen vergeblichen Versuchen seine Expedition zu finanzieren, gelang es ihm schließlich das spanische Königshaus für seine Idee zu gewinnen. Nach der Zusicherung gewisser Rechte begann Kolumbus seine geschichtsträchtige Reise am 3. August 1492 mit den drei Schiffen "Santa Maria", "Pinta" und "Nina" sowie einer Besatzung von 90 Mann. Die Expeditionsfahrt dauerte jedoch wesentlich länger, als der Genuese angenommen hatte, da er die Größe des Ozeans unterschätzte. Schließlich wurden seine Männer nach acht Wochen unruhig und drohten zu meutern. Doch dann, nach 71 Tagen Seereise, fand man schließlich Land. Dabei handelte es sich aber nicht um Indien oder Japan, sondern um eine Insel der Bahamas, die den Namen San Salvador erhielt. Im weiteren Verlauf der Expedition wurden auch Kuba und die Antilleninsel Hispaniola entdeckt, auf der sich in der Gegenwart die Dominikanische Republik und Haiti befinden. Da Kolumbus der Ansicht war Ostindien gefunden zu haben, nannte er die Eingeborenen Indianer.
Nach seiner ersten Expedition unternahm der Genuese noch drei weitere Reisen, in deren Verlauf er Jamaika, die kleinen Antillen, Puerto Rico sowie das nördliche Südamerika entdeckte. Christoph Kolumbus starb am 20. Mai 1506 im spanischen Valladolid.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
28.12.11 | |
![]() | EXPEDITIONEN |
20.04.11 | |
![]() | EXPEDITIONEN |
22.03.11 | |
![]() | EXPEDITIONEN |
14.02.11 | |
![]() | EXPEDITIONEN |
12.12.10 | |
![]() | EXPEDITIONEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Expeditionen Forum


Seit 20 Jahren gilt "der Lapp" als Standardwerk, denn er weiß auf alle Fragen zu Expeditionen und Wildnis-Touren...