8. Mai 2008
Von Annette Folge
Reisen mit Kindern ist für die Eltern nicht selten eher strapaziös als erholsam. Es stellt sich die Frage welche Urlaubsform Familien mit Kindern und im Besonderen mit kleinen Kindern am meisten entgegenkommt. Ist es der Aufenthalt im Hotel, in einer Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz.

Beim Campingurlaub mit Babys ist ein Wohnmobil dem Zelt vorzuziehen
Die unterschiedlichen Möglichkeiten unterscheiden sich zunächst durch den Preis. Ein Urlaub im Hotel bedeutet für Familien wegen des höheren Platzbedarfes als bei Einzelreisenden und Paaren von vornherein höhere Kosten. Genauso verhält es sich mit einem Flugurlaub.
Die Anmietung einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses ist demgegenüber eine kostengünstigere Variante und hat den Vorteil, dass sich die Kinder freier bewegen können und der Tagesablauf sowie die Verpflegung den familiären Bedürfnissen besser angepasst werden kann. Im Vergleich zum Campingurlaub besteht der Nachteil in der Fixierung auf einen bestimmten Ort.
Diesem Vorteil beim Campen steht allerdings das Problem längerer Autofahrten zur Erreichung der jeweiligen Zielgebiete gegenüber. Für Kinder eine wahre Strapaze und für Eltern Stress ohne Ende. Diese Form des Reisens ist mit einem enormen Bedarf an Gepäck verbunden. Die zusätzliche Mitnahme von Spielzeugen und Fahrrädern aber auch Kinderwagen und Babyausstattung für Kleinkinder ist hoch problematisch. Hinzukommt der langwierige Aufbau eines Familienzeltes und die doch eher komfortarme Unterbringung. Nicht selten entsteht dadurch für die Erwachsenen ein höherer Aufwand bei der Haushaltsführung als daheim. Das dringende Erholungsbedürfnis bleibt auf der Strecke. Dennoch entscheiden sich die meisten Familien aus finanziellen Gründen für das Campen, das dann zur einzig machbaren Form des Urlaubs wird.
Daran zeigt sich, dass Familien mit Kindern leider auch in Bezug auf den Urlaub benachteiligt sind. Aus diesem Grund sind auf Zeltplätzen auch ganz überwiegend Familien anzutreffen. Sehr positiv ist, dass diese untereinander viele Gemeinsamkeiten haben und deshalb schnell Kontakte knüpfen. Bei den Kindern sieht es ganz ähnlich aus. Daraus entstehen sehr häufig nachbarschaftliche Gemeinschaften, die den Umgang mit den Kindern erleichtern und den Eltern mehr Zeit für sich einräumen.
Eine weitere Erleichterung für Eltern geht von den Betreibern der Campingplätze aus, die sich schon lange auf die Bedürfnisse ihrer Klientel eingestellt haben. Für Kinder aller Altersgruppen stehen diverse Spiel- und Sportmöglichkeiten zur Verfügung. Für Abwechslung sorgen Veranstaltungsangebote, die sich auch an die Erwachsenen richten.
Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass ein Urlaub auf dem Campingplatz für Familien durchaus viele Vorteile bietet. Wichtig ist allerdings, sich vor Antritt der Reise nach der jeweiligen Ausstattung und den vorhandenen Angeboten zu erkundigen um sicherzustellen, dass diese auf die Altersgruppe der eigenen Kinder abgestimmt sind.
Für einen Urlaub mit dem Baby bzw. mit Kleinkindern empfiehlt sich eher die Unterbringung in einem Wohnmobil, das neben mehr Platz für Gepäck eine bessere Ausstattung bietet und den Kindern mehr Ruhe und Abgeschlossenheit verschafft.
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