23. September 2010
Der Spreewald nahe Berlin bietet einen gewaltigen Kontrast zur Großstadt. Der rund 48.000 Hektar große Wald zeugt von einer angenehmen Ruhe. Es lassen sich seltene Tierarten, wie Fischotter, Störche und Kraniche vorfinden. Dies ist aber auch erst seit der letzten Eiszeit möglich, als sich das Schmelzwasser zurückzog und viel Sand hinterließ, welches sich zu kleinen Inseln formte. Zudem teilen diese kleinen Erhöhungen die Spree in viele kleine Abzweigungen, die teilweise befahrbar sind.
Zwar steht der Spreewald größtenteils unter Naturschutz und ist seit 20 Jahren Unesco-Biosphärenreservat, aber trotzdem sind etwa 250 von den 1000 Kilometern Fließe mit einem Holzkahn oder einem Paddelboot gut befahrbar. Natürlich alles ohne Motor und nur mit Muskelkraft. Zwischen März und Oktober findet sich immer irgendein noch nicht vollbesetztes Boot. Als Startpunkt eignet sich besonders die Gegend rund um Lübbenau mit ihren zahlreichen Routen.
Selbst die Post, die Polizei als auch die Müllabfuhr sind auf die Kähne angewiesen, um den kleinen Siedlungen im Spreewald ihre Dienste zukommen lassen zu können. Es gibt auch die Möglichkeit mit dem Fahrrad einen der vielen Wege zu erkunden. Besonders interessant erscheint die "Lübbenauer Gurkentour", da der Spreewald gerade für seine ausgezeichneten Gurken bekannt ist.
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