26. August 2010
Ein gutes Ziel für eine Literaturreise ist Portugals Hauptstadt Lissabon. Dort kann der Reisende auf den Spuren des Nationalliteraten Fernando Pessoa wandeln.
Wer Portugals Hauptstadt Lissabon aus einem speziellen Blickwinkel heraus erkunden möchte, kann den Spuren des bedeutenden Schriftstellers Fernando Pessoa folgen. Auf diese Weise lässt sich eine Bildungsreise der poetischen Art erleben.
Der portugiesische Schriftsteller, Dichter und Geisteswissenschaftler Fernando Pessoa (1888–1935) zählt zu den bedeutendsten Lyrikern des Landes und den wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Pessoa wurde in Lissabon geboren und liebte die Hauptstadt, die er als "Dorf" bezeichnete, sehr. Freunden des melancholischen Literaten bietet sich die Möglichkeit bei einer Reise nach Lissabon die Stadt aus Pessoas Blickwinkel zu erkunden und durch seine Augen zu sehen. Mit dem Beginn des literarischen Spaziergangs fängt man am besten in der Casa Fernando Pessoa an. Dabei handelt es sich um ein Forschungszentrum im Stadtteil Campo Ourique, das in der Rua Coelho da Rocha liegt. In dem Haus lebte der Poet bis zu seinem Tod. Besichtigt werden können in der Casa seine Bibliothek, seine Schreibmaschine sowie ein Bild von Pessoa. Der Einritt ist kostenlos. Obwohl sein Werk insgesamt 24.000 Fragmente umfasst, wurde zu Lebzeiten nur wenig veröffentlicht, sodass der Dichter seinerzeit nicht sehr bekannt war.
Nächste Station des literarischen Spaziergangs ist Pessoas Lieblingscafe mit dem Namen Marthino do Arcada. Dieses liegt im Süden von Lissabon am Praco di Comercio. Der Tisch, an dem Pessoa stets saß, bleibt ihm zu Ehren noch heute leer. An der Wand des Cafés hängen zahlreiche Fotos, die an ihn erinnern.
Spaziert man weiter durch Lissabon, fallen einem zahlreiche kleine Details über Fernando Pessoa auf. Dazu gehört vor allem eine Skulptur im Stadtteil Chiado vor dem Café a Brasileira. Der menschenscheue Künstler liebte die einsamen Plätze in den Cafés, die er als Dorf in der Stadt bezeichnete. Eine weitere Stelle, die Pessoa gerne aufsuchte, war der rustikale Aufzug Elevador de Santa Justa. Dieser führt dreißig Meter in die Höhe. Angekommen auf einer Terrasse bietet sich dem Besucher eine faszinierende Aussicht auf Lissabon, die auch schon der Dichter sehr zu schätzen wusste.
Wer das Grab Fernando Pessoas aufsuchen möchte, begibt sich mit der Straßenbahn nach Belem, einem Vorort von Lissabon. Dort befindet sich im Hieronymuskloster die letzte Ruhestätte des Literaten.
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