Türkei - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Die Türkei ist ein beliebtes Reiseziel. Besonders Badeurlauber wählen dieses Land, um sich an den vielen schönen Stränden zu einem bezahlbaren Preis zu erholen. Doch neben den Bademöglichkeiten hat die Türkei viele weitere Highlights zu bieten; zu den Natursehenswürdigkeiten des Landes gehören beispielsweise auch seine Wasserfälle. Lernen Sie das Reiseziel Türkei kennen.

Sehenswertes im Reiseziel Türkei

Türkei - Geographie

Der Einheitsstaat Türkei liegt in Anatolien, Vorderasien. Man teilt es meist in sieben Regionen ein; dies wären:

  • die Ägäisregion
  • die Marmararegion
  • die Mittelmeerregion
  • Ostanatolien
  • die Schwarzmeerregion
  • Südostanatolien und
  • Zentralanatolien.

Diese sind nach den angrenzenden Meeren sowie nach der Lage benannt. Hauptstadt ist Ankara. Zu den weiteren Millionenstäden gehören

  • Istanbul (größte Stadt des Landes)
  • Diyarbakır
  • Antalya
  • Konya
  • Gaziantep
  • Adana
  • Bursa
  • Ankara und
  • Izmir.

Der größte Teil der Türkei, etwa 97 Prozent, zählen zum besagten asiatischen Antolien. Die restlichen 3 Prozent liegen im europäischen Ostthrakien; hier befindet sich auch der größte Teil der Metropole Istanbul.

Die Türkei grenzt an das Ägäische Meer (im Westen), das Mittelmeer (im Süden) sowie an das Schwarze Meer (im Norden). Zu den angrenzenden Ländern zählen

Geographische Lage der Türkei in Vorderasien
Geographische Lage der Türkei in Vorderasien

Artenvielfalt und Naturschutz

In der Türkei findet man die abwechslungsreichste und vielfältigste Flora im Nahen Osten. Ein Drittel der über 9.000 Arten ist endemisch; viele davon sind gefährdet.

Während man in den zentralen Steppenregionen Dornsträucher vorfindet, zu denen beispielsweise Disteln zählen, wachsen im Norden breite Nadelwälder. Zudem findet man hier Tee-, Mais und Haselnussplantagen.

Zu der Tierwelt zählen - je nach Region:

  • Wildschweine
  • Rinder und Büffel
  • Ziegen und Schafe
  • Kamele
  • Braunbären
  • Wölfe
  • Luchse
  • zahlreiche Vogelarten wie Wildenten, Pelikane, Kormorane, Fasane und Co.

Es gibt einige Naturschutzgebiete, die teils auch zum UNESCO Weltnaturerbe gezählt werden. Man findet

  • 41 Nationalparks
  • 18 Naturschutzgebiete
  • 10 Küstenschutzgebiete
Geographische Lage der Türkei auf der Weltkarte
Geographische Lage der Türkei auf der Weltkarte

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Lesen Sie im Folgenden, worauf Sie sich in der Türkei freuen können.

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Ankara

Ankara ist die Hauptstadt der Türkei und eine echte Millionen-Metropole. Das pulsierende Leben findet inmitten einer Mischung aus modernen und historischen Vierteln statt.

In der Hauptstadt der Türkei leben derzeit etwa 5,4 Millionen Menschen. Das macht Ankara zur zweitgrößten Stadt der Türkei. Nur Istanbul zählt noch mehr Bewohner.

Erste Siedler in der Region gab es schon 230 vor Christus. Seither wurde die Stadt von den unterschiedlichsten Völkern erobert und besetzt. Letztlich wurde Ankara jedoch im Jahr 1923 von Kemal Atatürk zur Hauptstadt der Republik erklärt.

Sehenswertes

Istanbul hat seinen Besuchern sicher mehr Attraktionen zu bieten, als die Hauptstadt Ankara, trotz allem gibt es auch hier zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt einmal gesehen haben sollte.

Atakule Turm

So wie den Atakule Turm, der sich etwa vier Kilometer südlich des Stadtzentrums befindet. Der 125 Meter hohe Turm wurde 1989 fertiggestellt und dient als Aussichtsturm. In der Kuppel befinden sich

Am Fuße des Turms befindet sich außerdem ein großes Einkaufszentrum. Der Turm gilt als modernes Wahrzeichen der Stadt.

Flagge der Türkei
Flagge der Türkei
Ankara Zitadelle

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Ankara Zitadelle. Diese alte Zitadelle wurde einst als Militärgarnison auf einem 978 Meter hohen Hügel erbaut.

Antikabir und Kacatepe Moschee

Bauten, die man sich bei einem Aufenthalt in Ankara anschauen sollte sind das Antikabir und die Kocatepe Moschee. Das Antikabir ist das wohl eindrucksvollste und auch bekannteste Gebäude Ankaras, in dem sich alte und neue Architektur auf beeindruckende Weise verbinden. Das Antikabir ist das Mausoleum Atatürks.

Die Kacatepe Moschee ist die größte Moschee in Ankara. Die Bauzeit des imposanten Bauwerks betrug ganze 20 Jahre. Fertiggestellt wurde sie 1987.

Museum für Anatolische Zivilisationen

Darüber hinaus gibt es in Ankara natürlich auch zahlreiche kulturelle Einrichtungen und Museen, die einen Besuch wert sind. Darunter das Museum für Anatolische Zivilisationen.

Bei diesem Museum handelt es sich um eines der bedeutendsten Museen der Türkei. In ihm gibt es unter anderem zahlreiche Schätze früherer Hochkulturen des Landes zu bestaunen.

Vergnügen und Shopping

Ankara hat neben ihren traditionellen Seiten auch sehr moderne Aspekte. Und so gibt es hier neben den unzähligen Geschäften und traditionellen Läden auch seit dem Jahr 2006 das größte Einkaufszentrum der Türkei. In der "Anakmall" gibt es auf einer Fläche von rund 176.000 qm mehr als 300 Geschäfte.

Genclik-Park

Wer hier noch nicht genug Geld ausgegeben hat, kann dies im Genclik-Park nachholen. Dieser Park trägt zwar den Namen "Jugend-Park" ist aber die älteste Park- und Erholungsanlage der Stadt. Innerhalb des Parks gibt es Teiche, die von Restaurants und Cafés gesäumt werden. Außerdem findet man hier einen Vergnügungspark für Alt und Jung.

Highlights der türkischen Riviera

In Anbetracht von ca. 120 km Küstenlänge ist es nicht verwunderlich, dass sich die Mehrzahl der Urlauber der türkischen Riviera auf einen Strandurlaub konzentrieren. Die hohe Dichte der Hotels in Strandlage und die Programme der großen Reiseveranstalter unterstützen diesen Trend.

Geographisch gesehen erstreckt sich die Region von der Küstenstadt Antalya im Westen bis hin zum Kap Anamur im Osten. Die attraktiven Strandabschnitte und Badebuchten liegen zwischen den Orten Kas und Antalya. Das Gebiet ist das bedeutendste Touristenzentrum der Türkei und die beliebteste Urlaubsregion der deutschen Türkeibesucher.

Freizeit und Sport

Die natürlichen Bedingungen bieten eine Fülle von Voraussetzungen für einen gelungenen Urlaub am Meer. Das fängt an mit den sehr günstigen klimatischen Bedingungen für eine überdurchschnittlich lange Badesaison und setzt sich fort über ein ausgesprochen breites Angebot maritimer Freizeit- und Sportmöglichkeiten.

Die Palette reicht vom Tauchen bis hin zum Segeln für echte Sportler. Daneben werden aber auch zunehmend Sportarten für ein breiteres Publikum angeboten. Besonders beliebt bei jüngeren Urlaubern sind Wasser- und Jet-Ski sowie Gleitschirmfliegen.

Das Tagesvergnügen wird ergänzt durch ein breites Angebot für den Abend in Form von Restaurants und Animationen. Für das Nachtprogramm sorgen Bars und Diskotheken.

Natur und Kultur

Damit sind die Erwartungen von 90% der Urlauber bereits voll abgedeckt. Das ist schade, weil die Region weit aus mehr als reines Vergnügen anzubieten hat. Natur- und Kulturverbundene Besucher finden hier eine Fülle von Sehenswürdigkeiten und können auch anderen Aktivitäten nachgehen als nur Baden.

Innerhalb des Olympos Nationalparks an der Westküste befinden sich auf 1000m Höhe Ruinen des antiken Termessos. Der landschaftlich reizvolle Naturpark führt durch Wälder und Schluchten zu den Höhenzügen des Taurusgebirges.

Dort bieten sich wunderschöne Ausblicke aufs Meer. Außerdem kann man dort noch einsame Buchten mit wenig bevölkerten Stränden entdecken.

Auch der bekannte Badeort Side mit seiner 3.000-jährigen Geschichte beherbergt archäologische Schätze, wie das gut erhaltene Amphitheater und die Überreste der antiken Agora. Sehr sehenswert und angenehm kühl an heißen Sommertagen sind die Düden-Wasserfälle nahe der Stadt Antalya - auf diese gehen wir im weiteren Verlauf des Artikels noch ein.

Boote auf blau-türkisem Meer vor weißem Strand in Antalya, im Hintergrund Berge
Boote auf blau-türkisem Meer vor weißem Strand in Antalya, im Hintergrund Berge

Sehenswürdigkeiten der Stadt Antalya an der türkischen Riviera

Antalya gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in der Türkei. Die Großstadt an der Mittelmeerküste bildet das Zentrum der so genannten türkischen Riviera.

Die Steilküsten und die langen Sandstrände bieten ideale Bedingungen für einen perfekten Badeurlaub. Aber auch kulturell hat Antalya einiges zu bieten. Die oberhalb der Steilküste gelegene Altstadt zeichnet sich durch viele Sehenswürdigkeiten aus, und auch das Umland kann mit zahlreichen Natur- und Kulturdenkmälern aufwarten.

Die Altstadt von Antalya

Schon in der Antike gab es auf dem Gebiet des heutigen Antalya eine Stadt und einen Hafen, die von den Römern angelegt wurden. Davon zeugt heute noch das Hadrianstor, das Teil der Stadtmauer war und den Eingang zur Stadt bildete.

Das prachtvolle Tor wurde 130 zu Ehren Kaiser Hadrians erbaut. Es ruht auf vier Sockeln und besteht aus drei Torbögen, die mit Ornamenten geschmückt sind. So wirkt das Hadrianstor wie ein Triumphbogen.

In späterer Zeit wurden rechts und links vom Tor zwei Türme hinzugefügt. Einer stammt aus römischer Zeit, der andere wurde im 13. Jahrhundert von Sultan Ala ad-Din Kai Kobad errichtet.

Aus der Römerzeit erhalten geblieben ist außerdem die Arapsubrücke. Sie liegt im Westen Antalyas am Fuße des alten Siedlungshügels ca. fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Die noch heute genutzte Bogenbrücke führte wohl zur antiken Ortschaft Olbia. Wer mehr über das antike Erbe Antalyas wissen möchte, kann sich im archäologischen Museum der Stadt ausführlich informieren.

Lange Strände und herrliche Landschaften

Antalya liegt idyllisch auf einem Felsplateau am Taurusgebirge. Dieses bietet eine einzigartige Kulisse für die Stadt am Meer.

Die langen Sandstrände Antalyas eignen sich perfekt für einen Badeurlaub. Die beiden schönsten und beliebtesten Strände sind Lara 12 Kilometer in östlicher Richtung vom Zentrum und Konyaalti zwei Kilometer in westlicher Richtung vom Zentrum.

Vom Hafen aus kann man Bootstouren nach Olympos und Kemer unternehmen. Auch für Wanderfreunde bietet Antalya gute Bedingungen.

Im Taurusgebirge gibt es ein ausgedehntes Netz von Wanderwegen. Mögliche Ziele sind die herrlichen Kursunlu-Wasserfälle und der Nilüfer-See, die ca. 18 Kilometer im Norden von Antalya liegen.

Ein spektakuläres Bild bietet auch der Düden-Wasserfall im Osten Antalyas, der ins Meer mündet. In der Wintersaison zwischen Februar und April werden die Skipisten im Taurusgebirge eröffnet und bieten vielfältige Wintersportmöglichkeiten.

Sehenswerte Wasserfälle

Die Türkei hat als Reiseziel faszinierende Natursehenswürdigkeiten zu bieten. So findet man in der Nähe der Großstadt Antalya die Düden-, Kursunlu- und Manavgat-Wasserfälle.

Wer sich für Naturschauspiele wie Wasserfälle interessiert, ist in Antalya genau an der richtigen Adresse. Die türkische Stadt liegt an der Südküste des Landes und ist der wichtigste Ort der Region, die man auch türkische Riviera nennt.

In der Türkei gibt es einige schöne Wasserfälle zu besichtigen
In der Türkei gibt es einige schöne Wasserfälle zu besichtigen

Düden-Wasserfälle

Die Düden-Wasserfälle (Karpuzkaldiran Selalesi), die sich unmittelbar in Antalya befinden, sind ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. So hat man dort die Möglichkeit, im Düdenbasi Piknik Alani, einem kleinen schattigen Park, ein Picknick zu veranstalten oder sich zu entspannen. Vor allem im Hochsommer bietet der Wasserdunst der Wasserfälle eine willkommene Abkühlung.

Den Düden-Wasserfall unterteilt man in den oberen und den unteren Düden. Mit einer Höhe von rund 30 Metern ist der untere Düden der höchste Wasserfall in der Region Antalya. Der Ursprung der Quellflüsse Pinarbasi und Kirkgozler liegt im etwa 30 Kilometer entfernten Taurus-Gebirge.

Die beiden Flüsse vereinigen sich Flussabwärts zum Düden und fließen dann in Richtung Meer. Möchte man den Wasserfall ganz aus der Nähe bewundern, kann man ihn durch einen Felsengang, dessen Mündung in einer Höhle liegt, erreichen.

Kursunlu-Wasserfall

Der Kursunlu-Wasserfall (Kursunlu Selalesi) ist etwa 40 Kilometer nordöstlich von Antalya zu finden. In seiner Nähe liegt auch die interessante Ruinenstadt Perge. Eingebettet ist der Kursunlu in einen Park, der ein beliebtes Ziel für Picknicks darstellt.

Darüber hinaus findet der Besucher dort eine natürliche Seenlandschaft vor, die reich an Schildkröten, Fischen und anderen Wassertieren ist. Auch Hobbyfotografen kommen dort auf ihre Kosten. Seit 1991 gilt der Kursunlu-Wasserfall als Naturschutzgebiet.

Manavgat-Wasserfall

Etwas weiter entfernt, etwa 75 Kilometer östlich von Antalya, liegt der Manavgat-Wasserfall (Manavgat Selalesi), der ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel in der Region ist. So finden dort zahlreiche Bustouren zum Manavgat-Fluss statt, der sich aber auch auf eigene Faust erkunden lässt.

Zu den Merkmalen des Wasserfalls gehören sein imposantes Getöse sowie die atemberaubende Natur in seiner Umgebung. Unmittelbar am Wasserfall befinden sich zudem mehrere

  • Beobachtungsterrassen
  • Picknickplätze
  • Souvenirgeschäfte
  • Cafés und
  • Restaurants.

Besonderheiten der Mondlandschaft Kappadokien

Kappadokien ist eines der lohnenswerten Reiseziele in der Türkei. Die Region in Zentralanatolien ist eine einzigartige Berglandschaft vulkanischen Ursprungs.

In die Berge aus Tuffstein wurden in frühchristlicher Zeit Höhlensiedlungen gehauen. Besonders spektakulär sind die Höhlenkirchen von Göreme.

Geologische Struktur

Intensive vulkanische Tätigkeit hat um Göreme ein einzigartiges Landschaftsbild entstehen lassen. Die Entstehung des Atlasgebirges brachte in Kappadokien große Mengen Lava an die Oberfläche. Aus dem erkalteten Gestein bildete sich eine bergige Mondlandschaft.

Durch Erosionen und weitere Ablagerungen veränderte sich die Gestalt der Landschaft ständig, bis schließlich die vulkanische Aktivität abnahm. Die früheren Sumpf- und Moorlandschaften wurden durch die Vulkanausbrüche überlagert oder, wie die Tallandschaft Kizilirmak und das Seengebiet von Ürgüp, verschoben.

Die unterirdischen Städte in Kappadokien

In frühchristlicher Zeit entstanden in den Bergen Kappadokiens unterirdische Kirchen, Klöster und Städte. Sie dienten als Versteck und zum Schutz ihrer Bewohner vor Angriffen. In ganz Kappadokien gibt es mindestens 40 komplette unterirdische Städte mit einem komplexen System von Gängen, bis zu 19 Stockwerken und großen Räumen mit unterschiedlichen Funktionen.

Diese Städte sollen zwischen 3.000 und 30.000 Einwohnern gehabt haben. Die größte bislang entdeckte Stadt ist Özkonak im Nordwesten von Avanos.

Von den unterirdischen Städten Kappadokiens sind nur wenige begehbar, viele sind noch unentdeckt oder unerforscht. Touristisch erschlossen sind dagegen die Höhlenstädte von Kaymakli und Derinkuyu sowie die unterirdischen Kirchen- und Klosteranlagen von Göreme.

Leben in den Felsenstädten

In ihrem Ausmaß sind die Felsenstädte von Kapadokien einzigartig. Das Tuffgestein eignete sich besonders gut, untereinander vernetzte Höhlensysteme aus dem Fels zu arbeiten. Die labyrinthartigen Gänge konnten abschnittweise mit Mühlsteinen verschlossen werden, die nur von innen bewegt werden konnten.

Die Städte erstrecken sich über mehrere Stockwerke über 100 Meter tief in den Fels. Es handelte sich nicht um reine Zufluchtsorte.

Die Städte boten alle damals üblichen Einrichtungen gewöhnlicher Siedlungen.

  • In den oberen Stockwerken waren zumeist Verteidigungsanlagen, Ställe oder Lagerräume untergebracht.
  • In den unteren Etagen gab es Wohn- und Wirtschaftsräume, die mit einem Belüftungssystem, Feuerstellen und eigener Trinkwasserversorgung ausgestattet waren.
  • Die untersten Stockwerke beherbergten zumeist schlicht gehaltene Kloster- und Kirchenräume.

Die wenigen Einrichtungsgegenstände wurden direkt in den Stein gemeißelt, Mulden, Gefäße und Tröge ebenso wie Tische, Betten und Sitzbänke. Im Belagerungsfall konnten die Eingeschlossenen mindestens sechs Monate in der Stadt ausharren.

Die Hagia Sophia in Istanbul - eine der größten Sakralbauten der Welt

Die Hagia Sophia ist einer der größten Sakralbauten weltweit. Die Istanbuler Kuppelbasilika wurde bereits in der Spätantike errichtet.

Besonders eindrucksvoll sind die prachtvollen Mosaike aus byzantinischer Zeit. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde die Kirche 1453 zur Moschee umgeweiht. Einige Spuren aus christlicher Zeit blieben aber erhalten.

Baugeschichte

Die Hagia Sophia ist eine architektonische Meisterleistung. Das Bauwerk wird von einer gigantischen Kuppel beherrscht, die auf vier mächtigen Pfeilern ruht.

Der Kuppelraum ist 55 Meter hoch, und die Spannweite der Kuppel beträgt 32 Meter. Im Norden schließen sich Seitenschiffe an das Hauptschiff an, im Osten und Westen weitere Halbkuppeln.

Der Bau der Hagia Sophia wurde 532 von Kaiser Justinian begonnen und sechs Jahre später abgeschlossen. Fortan diente die Hagia Sophia als Staatskirche des byzantinischen Reiches. Seit 641 fanden dort alle Krönungen statt.

Die orthodoxe Kirche wurde zwischen 1204 und 1261 zeitweilig in eine römisch-katholische Kirche verwandelt, als Konstantinopel von den Kreuzfahrern besetzt war.

Die Hagia Sophia als Moschee

1453 wurde Konstantinopel von den Osmanen erobert. Dabei wurde auch die Hagia Sophia geplündert. Kurz darauf wurde der repräsentative Kirchenbau durch Sultan Mehmed II. zur Moschee umgeweiht.

Altar, Glocken und liturgische Ausstattung wurden entfernt, christliche Mosaike, Ikonen und Bilder wurden übermalt oder mit Putz überzogen. An den Flanken des Bauwerks wurden vier Minarette errichtet, die die Hagia Sophia einrahmen. Inzwischen sind einige christliche Insignien wieder freigelegt worden.

Berühmte Mosaike in der Hagia Sophia

Aus der Erbauungszeit sind nur wenige Mosaike erhalten geblieben. Die ältesten befinden sich auf der Empore und in den Seitenräumen. Zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert entstanden die prachtvollsten Mosaike mit Menschen, Tieren und Symbolen.

Heute noch zu sehen sind Mosaike, die Konstantin IX. und Kaiserin Zoe zeigen, sowie Abbildungen der Kaiser Alexander und Johannes II. Komnenos mit Gemahlin und Sohn. Das wohl berühmteste Mosaik "Jesus als Weltenrichter" aus dem späten 13. Jahrhundert ist in Fragmenten erhalten.

Es befindet sich im Narthex über der Kaisertür. Über dem gegenüberliegenden Ausgang ist Maria mit Kind abgebildet. An ihrer Seit sind Kaiser Konstantin und Kaiser Justinian zu sehen.

Eines der ältesten Mosaike befindet sich an der unteren Schildwand. Es zeigt die Kirchenväter Johannes Chrysostomos und Ignatius von Antiochien.

Die byzantinische Kirche Hagia Irene in Istanbul, Türkei
Die byzantinische Kirche Hagia Irene in Istanbul, Türkei

Jeepsafari durch das Ararat- und Taunusgebirge

Der Osten der Türkei ist durch das Ararat- und das Taurusgebirge geprägt. Entlang der Grenzen zu Syrien, Armenien und dem Iran erheben sich majestätische Berge auf zum Teil über 5.000 Metern Höhe. Am besten kann man die atemberaubende Berglandschaft Ostanatoliens im Rahmen einer Jeepsafari erkunden.

Der Ararat

Das Araratgebirge erstreckt sich in Ostanatolien entlang der Grenzen zum Iran und zu Armenien. Der Berg Ararat selbst ist mit 5.137 Metern die höchste Erhebung der Türkei. Es handelt sich um einen ruhenden Vulkan - dementsprechend gleicht die Umgebung einer spektakulären Vulkanlandschaft.

Das Araratgebirge ist seit 2001 für Wanderer und Bergsteiger zugänglich. Allerdings nur unter strengen Auflagen, denn in der Vergangenheit kam es in dem Gebiet immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Rebellen und der Armee.

Für Bergtouren im Ararat benötigt man neben einem Visum eine Genehmigung des Verteidigungsministeriums und der Tourismusbehörde. Individualtouren sind nicht möglich und aufgrund der Sicherheitslage sowie den geographischen und klimatischen Tücken der Bergwelt nicht zu empfehlen. Geführte Touren, die die Umgebung per Jeep erkunden, um sich dann auf sicheren Wander- und Bergsteigerrouten ins Araratgebirge begeben, ermöglichen es, diese atemberaubende Bergwelt näher kennenzulernen.

Gipfelbesteigungen zum Ararat sind in den Sommermonaten am günstigsten. Die Besteigung erfolgt zumeist auf der Südroute von einem Basislager aus, das sich auf 3.150 Metern Höhe befindet.

Empfehlenswert ist auch die Nordroute, die am Bergsee Köp Gölü vorbeiführt. Zwischen März und Mai kann der Ararat auch mit Skiern bestiegen werden.

Das Taurusgebirge

Das Taurusgebirge erstreckt sich vom Südwesten der Türkei bis zur östlichen Grenze. Dabei verläuft der 1.500 Kilometer lange Gebirgszug parallel zur Mittelmeerküste und wendet sich dann nach Norden zur syrischen Grenze. Die Ausläufer des Taurusgebirges setzen sich bis zum persischen Elbrus-Gebirge und zum Hindukusch fort.

In der Südosttürkei erheben sich aus diesem Gebirgszug Gipfel mit bis zu 4.000 Metern Höhe. Einige von ihnen sind vulkanischen Ursprungs. Das Taurusgebirge bietet seinen Besuchern eine äußerst kontrastreiche Landschaft.

Von der tropisch anmutenden Schwarzmeerküste sind es nur wenige Kilometer bis zu üppigen Bergwiesen und ausgedehnten Wäldern, die an eine Alpenszenerie erinnern. An den südlichen Gebirgshängen durchquert man auf der Jeepsafari ein steiniges und steppenartiges Hochland, das von grünen Oasen in den Flusstälern unterbrochen wird.

Besonderheiten, die es bei der Reise dorthin zu beachten gibt

Einreisen kann man mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass. Die Beantragung eines Visums ist nicht notwendig. Impfvorschriften gibt es nicht; empfohlen werden jedoch Impfungen gegen

Gewisse Impfungen werden vor der Reise empfohlen
Gewisse Impfungen werden vor der Reise empfohlen

Speisen und Getränke

Die türkischen Gerichte weisen Einflüsse der persischen, indischen sowie islamisch-arabischen Küche auf. Zu den typischen Bestandteilen der Speisen zählen beispielsweise

um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Türkische Gerichte sind zum Beispiel

  • Meze, eine Vorspeise in Form von kleinen Antipasti-Tellern
  • Rote-Linsen-Suppe
  • Kebap
  • Köfte (Frikadellen)
  • Pide, Weißbrot mit unterschiedlichen Zutaten
  • Pilavlar (Reisgerichte)
  • Börek, Yufka-Teig mit würziger Füllung
Der Döner Kebab als in Deutschland bekanntestes türkisches Gericht
Der Döner Kebab als in Deutschland bekanntestes türkisches Gericht

Bekannt ist die Türkei des Weiteren für ihre süßen Nachspeisen, häufig auch in Form von Gebäck. Zu den typischen Getränken zählen

  • Ayran, ein Joghurt-Getränk
  • Kahve, türkischer Kaffee
  • Şalgam, ein säuerlich-scharfes alkoholfreies Getränk
  • Boza, ein süß-saures Getreidegetränk, leicht vergoren
  • Raki, Anisschnaps
Teller mit Kunafah, einer türkischen Süßspeise, garniert mit Minzblättern
Teller mit Kunafah, einer türkischen Süßspeise, garniert mit Minzblättern

Wenn Sie mehr über die türkische Küche erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

Quellen:

  • Wolfgang Dorn: DuMont Kunst-Reiseführer Türkei und Zentralanatolien. Zwischen Phrygien, Ankara und Kappadokien, DuMont Reiseverlag, Ostfildern, 2006, ISBN 3770166167
  • Iris Alanyali: Gebrauchsanweisung für die Türkei, Piper, 2008, ISBN 3492275303
  • Manfred Ferner: KulturSchock Türkei: Andere Länder - andere Sitten: Alltagskultur, Tradition, Verhaltensregeln, Religion, Tabus, Mann und Frau, Stadt- und Landleben, Reise Know-How Verlag Rump, 2007, ISBN 3831713162
  • Michael Bussmann und Gabriele Tröger: Türkei, Müller (Michael), Erlangen, 2006, ISBN 3899533267
  • Rüstem Aslan, Stephan Blum und Frank Schweizer: Türkei - Städte und Regionen, Komet, 2008, ISBN 3898367487
  • Edgar P. Hoff und Marita Korst: Türkei Handbuch: Für Reisen zwischen Orient und Okzident, Reise Know-How Verlag Hoff, 2002, ISBN 3923716028
  • Jürgen Gottschlich: Türkei. Ein Land jenseits der Klischees, Ch. Links Verlag, 2008, ISBN 3861534894

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