2. September 2008
Von Tanja Tasci
Transsilvanien und Bukarest, diese Begriffe werden mit Rumänien in Verbindung gebracht. Doch Rumänien ist so Facettenreich, dass sich eine Reise in das Land mit der großen Kluft zwischen Arm und Reich wirklich lohnt.

Großauer Kirchenburg in Siebenbürgen
Rumänien und seine mehrsprachige Bevölkerung hat eine lange Geschichte hinter sich. Das Land leidet auch heute noch unter einer über Jahrzehnte geführten kommunistischen Misswirtschaft und zählt so zu einem der Länder in der die Armut weit verbreitet ist. Doch die Armut der Bevölkerung mindert nicht die Gastfreundschaft, denn die Rumänen sind sehr gesellig und nehmen auch gerne Touristen in ihre Gemeinschaft auf. So ist es in Rumänien durchaus eine Möglichkeit sich private Unterkünfte für den Urlaub zu besorgen, wenn man auf Luxus verzichten kann. Neben Rumänisch ist auch Bulgarisch eine weit verbreitete Sprache in Rumänien. Wer eine Reise nach Siebenbürgen (Transsilvanien) plant, der findet auch heute noch ganze Ortschaften die Deutsch sprechen und sogar Deutsche Schulen haben sich bis heute noch in Transsilvanien. Englisch wird nur von der Oberschicht und in Touristenzentren gesprochen und ist somit nicht immer hilfreich.
Wer durch Rumänien reist sollte die Hafenstadt Constante direkt an der Küste des Schwarzenmeers besuchen - diese bietet interessante Einkaufsmöglichkeiten und einen traumhaften Strand. Von hier aus lässt sich eine kleine Rundreise starten durch Dobrudscha, Walachei bis nach Transsilvanien und natürlich dürfen auch die Karpaten nicht fehlen. Auf der Strecke trifft man auf Sinaia einem der schönsten Luftkurorte und Skigebiete. Der Deutsche Einfluss ist bis heute noch bemerkbar und so sollte ein Besuch in Rasnov (Rosenau) nicht fehlen, hier können Gäste eine Burg des Deutschen Ritterordens besichtigen, die bereits aus dem 13. Jahrhundert stammt. Nur einige Kilometer weiter findet sich die Törzburg aus dem 14. Jahrhundert, die als Schloss von Dracula bekannt wurde. Auch heute kommen Touristen aus aller Welt um das Schloss von Dracula zu besichtigen.
Besonders sehenswert ist auch Brasov (Kronstadt) die im 12. Jahrhundert von deutschen Rittern gegründet wurde, was bis heute in der Altstadt noch erkennbar ist. Die Region Bukwina zeigt ein anderes Bild, denn sie ist geprägt von zahlreichen Klöstern und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Besonders bekannt ist die Stadt Sibiu (Hermannstadt) die bis heute ein Augenschmaus ist. Natürlich darf die Hauptstadt Bukarest bei keiner Rundreise fehlen. Gerade in der Hauptstadt wird die Spanne zwischen Arm und Reich besonders deutlich. Ungefähr 20 Prozent der Bevölkerung sind hier Romas und auch dieser Einfluss wird deutlich sichtbar. Die verwinkelten Gassen der Altstadt sollten Besucher sich in Bukarest nicht entgehen lassen, denn genau hier zeigt sich Rumänien mit seiner gesamten Geschichte und seinen über die Jahrhunderte immer wieder wechselnden Einflüssen.
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