Rumänien - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Transsilvanien und Bukarest: diese Begriffe werden mit Rumänien in Verbindung gebracht. Doch Rumänien ist so facettenreich, dass sich eine Reise in das Land mit der großen Kluft zwischen Arm und Reich wirklich lohnt. Ob Kultur in der Hauptstadt oder Badeurlaub am Strand - hier ist für jeden - und jeden Geldbeutel - etwas dabei. Lernen Sie das Reiseziel Rumänien kennen.

Sehenswertes im Reiseziel Rumänien

Rumänien - Geographie

Rumänien liegt am Schwarzen Meer, im Grenzraum zwischen Mittel-, Süd- und Osteuropa. Zu den Grenzländern zählen

Hauptstadt ist Bukarest. Weitere große Städten sind

  • Brașov (Kronstadt)
  • Craiova
  • Constanța
  • Iași
  • Timișoara (Temeswar) und
  • Cluj-Napoca (Klausenburg).

Die Landschaft Rumäniens lässt sich in etwa zu gleichen Teilen auf Ebene, Hochland und Gebirge aufteilen. Die Karpaten machen den Großteil des Gebirges aus; sie trennen Walachei, Transsilvanien und Moldau voneinander.

Im Zentrum liegt das Siebenbürgische Hochland. Westlich ist dieses vom Apuseni-Gebirge, und in den anderen Richtungen vom Karpatenbogen umrahmt.

Siebenbürgen wird durch die Getisceh Hochebene, die Getischen Vorkarpaten und die Südkarpaten von der Walachischen Tiefebene getrennt. Hier findet man die Kleine sowie die Große Walachei, welche westlich an das Banater Gebirge grenzen.

Nahezu die ganze Südhälfte der Karpaten liegt in Rumänien. Es gibt zehn Berge, die höher als 2.500 Meter sind; höchster Gipfel ist der 2.544 Meter hohe Moldoveanu.

Geographische Lage Rumäniens in Europa
Geographische Lage Rumäniens in Europa

Klima und Artenvielfalt

Rumänien befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Bedingt durch die Lage der Karpaten, die eine natürliche Barriere bilden, weisen die jeweiligen Landesteile jedoch klimatische Unterschiede auf.

So findet man in Sibenbürgen maritimes Klima, während die Moldau von kontinentalem Klima beeinflusst wird. Mediterranes Klima herrscht in der Walahei vor.

Ein gutes Viertel der Landschaft Rumäniens besteht aus Wald; weiter oben wachsen Bergweiden. Die Nadelwälder weisen

  • Lärchen
  • Eiben
  • Kiefern
  • Tannen und
  • Fichten

auf. Im Buchenwald wachsen neben dem Namensgeber auch

  • Hainbuchen
  • Birken
  • Eschen und
  • Ulmen.

In der untersten Waldzone liegt der Eichenwald. In diesem sind abgesehen von der Eiche auch

  • Linde
  • Pappel
  • Weide
  • Platane und
  • Ahorn

zu finden. Ein Teil der Walachischen Tiefebene ist von Steppenlandschaften, das Donaudelta von Sumpflandschaften bedeckt.

In der Tierwelt Rumändiens sind 3.600 Arten vertreten; einige davon sind endemisch. Zu den unterschiedlichen Tieren zählen etwa

  • Otter
  • Luchs
  • Wolf
  • Braunbär
  • Bartgeier
  • Gämse
  • Wildschwein
  • Reh
  • Dachs
  • Rotfuchs
  • Rothirsch
  • Mönchsgeier und
  • Steinadler.

Hinzu kommen einige Amphibien, Fische sowie Zugvögel.

Geographische Lage Rumäniens auf der Weltkarte
Geographische Lage Rumäniens auf der Weltkarte

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Rumänien und seine mehrsprachige Bevölkerung hat eine lange Geschichte hinter sich. Das Land leidet auch heute noch unter einer über Jahrzehnte geführten kommunistischen Misswirtschaft und zählt so zu einem der Länder, in der die Armut weit verbreitet ist.

Doch die Armut der Bevölkerung mindert nicht die Gastfreundschaft, denn die Rumänen sind sehr gesellig und nehmen auch gerne Touristen in ihre Gemeinschaft auf. So ist es in Rumänien durchaus eine Möglichkeit, sich private Unterkünfte für den Urlaub zu besorgen, wenn man auf Luxus verzichten kann.

Neben Rumänisch ist auch Bulgarisch eine weit verbreitete Sprache in Rumänien. Wer eine Reise nach Siebenbürgen (Transsilvanien) plant, der findet auch heute noch ganze Ortschaften, die Deutsch sprechen, und sogar Deutsche Schulen halen sich bis heute noch in Transsilvanien. Englisch wird nur von der Oberschicht und in Touristenzentren gesprochen und ist somit nicht immer hilfreich.

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Bukarest

Gerade in der Hauptstadt Bukarest wird die Spanne zwischen Arm und Reich besonders deutlich. Ungefähr 20 Prozent der Bevölkerung sind hier Romas und auch dieser Einfluss wird deutlich sichtbar.

Die verwinkelten Gassen der Altstadt sollten Besucher sich in Bukarest nicht entgehen lassen, denn genau hier zeigt sich Rumänien mit seiner gesamten Geschichte und seinen über die Jahrhunderte immer wieder wechselnden Einflüssen. Die rumänische Hauptstadt Bukarest ist ein Konglomerat an architektonischen Stilen und ein wunderbar vielfältiges Reiseziel. Der Beiname "Paris des Ostens" klingt dabei wie eine Einladung - der man, ohne es zu bereuen, nachkommen sollte.

Geschichte und Stadtbild

Die Stadt Bukarest wird urkundlich erstmals im Jahre 1459 erwähnt. Interessanterweise wurde eben jene Urkunde von einem Mann namens Vlad Tepes ausgestellt, der seines Zeichens Feldherr war, und im Allgemeinen unter dem Namen "Dracula" bekannt ist.

Zur damaligen Zeit war Bukarest eine Handwerkersiedlung. Inzwischen leben hier rund 1,7 Millionen Menschen.

Das Bild der Stadt ist von den unterschiedlichen Einflüssen ihrer Geschichte deutlich geprägt. Und so findet man in Bukarest unter anderem Gebäude mit türkischen, italienischen, französischen und natürlich auch rumänischen Elementen.

Auch der Sozialismus hat, beispielsweise in Form von Plattenbauten, seine Spuren hinterlassen. Ebenso wie der Diktator Nicolae Ceausescus, der zahlreiche Gebäude in dem ihm eigenen "Zuckerbäckerstil" errichten ließ.

Flagge von Rumänien
Flagge von Rumänien
Triumphbogen

Sehr sehenswert ist der Triumphbogen. Mit dem Bau des am Ende der Kiseleff-Avenue befindlichen Objekts wurde bereits im Jahr 1878 begonnen. Fertiggestellt wurde der Triumphbogen nach etlichen Änderungen allerdings erst im Jahr 1936. Den Triumphbogen zieren zahlreiche eindrucksvolle Reliefs - und nicht ganz zufällig erinnert er stark an sein französisches Pendant.

Athenäum

Weitere Bauten, die man bei einem Besuch Bukarests besuchen sollte, sind das Athenäum und die Patriarchalkathedrale. Das Athenäum ist ein prachtvoller Kuppelbau mit Säulen nach römischen Vorbild und großartigen Goldmosaiken, die jeweils Portraits rumänischer Fürsten zeigen.

In dem Athenäum gibt es einen Konzertsaal. Neben diesem Konzertsaal gibt es übrigens noch zahlreiche weitere Theater und Opernhäuser in Bukarest.

Dorfmuseum

Etwas abseits des Stadtzentrums befindet sich das Dorfmuseum. Wer den Weg dorthin findet, den erwartet ein ausführlicher Blick in die Vergangenheit Rumäniens. Denn in dem 1936 eröffneten Museumsdorf gibt es

  • rund 50 Häuser
  • alte Holzkirchen
  • Bauernhäuser
  • Werkstätten und
  • Mühlen aus verschiedenen Jahrhunderten

zu besichtigen.

Parks

Die Stadt Bukarest bietet Einheimischen und Gästen auch ausreichend Raum für Erholung in der Natur. Dafür gibt es nicht nur zahlreiche Seen an den Randgebieten der Stadt, die in den recht warmen Sommermonaten für Abkühlung sorgen, sondern auch etliche Parkanlagen.

Herastrau

Der im Norden der Stadt liegende Park "Herastrau" ist mit einer Fläche von 187 Hektar nicht nur beeindruckend groß, sondern auch herrlich angelegt.

  • Brücken
  • Säulen, Statuen
  • prächtige Blumenbeete und
  • gepflegte Alleen

sorgen dafür, dass dieser Park das wohl beliebteste Naherholungsgebiet der Stadt ist.

Zoologischer Garten

Etwas außerhalb der Stadt liegt im Norden zudem noch der rund sechs Hektar große Zoologische Garten.

Playa Mamaia - Postkartenstrand in Rumänien

Es muss nicht immer der teure All-Inclusive-Urlaub sein. Ganz im Gegenteil, immer mehr Urlauber fühlen sich von Hotels und Reiseveranstaltern schlichtweg abgezockt. Schließlich kennt jeder die ungeschriebene Regel: dort wo viele Touristen sind, kann man locker einmal das Dreifache des angemessenen Preises verlangen.

Kein Wunder, dass viele Sonnenhungrige auf südosteuropäische Länder wie zum Beispiel Rumänien zurückgreifen. Auch hier gibt es Sonne, Strand und Meer, und zwar nicht nur für Großverdiener.

Zwischen dem Schwarzen Meer und dem Siutgiol-See befindet sich eine Region, die bei Sonnenhungrigen aus ganz Europa sehr beliebt ist. Die Rede ist von Mamaia. Grund hierfür ist der über sechs Kilometer lange Sandstrand, der den Vergleich mit anderen seiner Art nicht zu scheuen braucht.

In Mamaia findet man alles, was das Urlauberherz begehrt, zum kleinen Preis. So bleibt genug übrig für all die kleinen Dinge, die eine Reise erst zum absoluten Highlight machen.

Sauberer Strand mit ausreichend Platz

Der Playa Mamaia ist jedoch nicht nur deshalb so beliebt, weil man hier günstig Urlaub machen kann. In Sachen Sauberkeit und Schönheit ist der Strand kaum zu übertreffen, außerdem findet man immer ein freies Fleckchen, auf dem man sein Handtuch ausbreiten kann.

Wer aus anderen Urlaubsländern verdreckte und überfüllte Strände gewöhnt ist, wird sich am Playa Mamaia wie im Paradies fühlen. Aufgrund seiner Länge und auch Breite ist der Strand groß genug, dass selbst in der Hochsaison keine Platznot aufkommt.

Schöne, saubere Strände findet man auch an vielen anderen Küsten. Hier hat man jedoch sehr oft das Problem, dass es in der Nähe einfach nichts gibt, was einen Tag am Strand etwas aufregender macht.

Sportangebote und kulinarische Köstlichkeiten

Ganz anders der Playa Mamaia. Hier kann man allerlei Wassersport treiben, wie zum Beispiel

Für den kleinen und großen Hunger nach dem Baden gibt es außerdem auch zahlreiche Restaurants und Cafés mit internationaler Küche.

Bezahlbare, moderne Unterkünfte

Um sich lange Anfahrten zu ersparen, sucht man sich am besten ein Hotel in unmittelbarer Nähe des Playa Mamaia. Viele Reisende sind skeptisch, was die Qualität der Häuser anbelangt, schließlich gilt Osteuropa nicht gerade als die Heimat der High-Class-Hotels.

Wer nicht mehr als gehobenen Standard erwartet, wird jedoch auf keinen Fall enttäuscht sein. Mamaia ist ein verhältnismäßig junger Urlaubsort, weshalb die meisten Unterkünfte überaus neu sind und daher modernsten Ansprüchen genügen.

Ansicht von oben: kleines Mädchen mit Hut am Strand vor Meer
Ansicht von oben: kleines Mädchen mit Hut am Strand vor Meer

Weitere Strände in Rumänien

Zu den weiteren empfehlenswerten Stränden und Badeorten in Rumänien zählen:

  • Neptun
  • Olimp
  • Eforie Nord, einer der ältesten Kurorte am Schwarzen Meer
  • Gura Portiţei
  • Costineşti
  • Vama Vech
  • 2 Mai
  • Venus
  • Mangalia
  • Saturn

Weitere Reisetipps

Wer durch Rumänien reist, sollte die Hafenstadt Constante direkt an der Küste des Schwarzenmeers besuchen - diese bietet interessante Einkaufsmöglichkeiten und einen traumhaften Strand. Von hier aus lässt sich eine kleine Rundreise durch Dobrudscha, Walachei bis nach Transsilvanien starten, und natürlich dürfen auch die Karpaten nicht fehlen. Auf der Strecke trifft man auf Sinaia, einen der schönsten Luftkurorte und Skigebiete.

Der deutsche Einfluss ist bis heute noch bemerkbar, und so sollte ein Besuch in Rasnov (Rosenau) nicht fehlen - hier können Gäste eine Burg des Deutschen Ritterordens besichtigen.

Etwa 13 Kilometer entfernt befindet sich Bran in Siebenbürgen; hier steht die Törzburg (Schloss Bran) aus dem 14. Jahrhundert, die als Schloss von Dracula bekannt wurde. Auch heute kommen Touristen aus aller Welt, um das Schloss von Dracula zu besichtigen.

Besonders sehenswert ist auch Brasov (Kronstadt), die im 12. Jahrhundert von deutschen Rittern gegründet wurde, was bis heute in der Altstadt noch erkennbar ist. Die Region Bukwina zeigt ein anderes Bild, denn sie ist geprägt von zahlreichen Klöstern und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Besonders bekannt ist die Stadt Sibiu (Hermannstadt), die bis heute ein Augenschmaus ist.

Ebenfalls sehenswert:

  • die zahlreichen Klöster in der Region Moldau
  • die die Holzkirchen in der Maramureș
  • die Ausgrabungsstätten von Sarmizegetusa
  • das historische Salzbergwerk von Cacica
  • <
  • die Eishöhle Scǎrișoara
  • die Bicaz-Klamm, eine beeindruckende Schlucht

Speisen und Getränke

Zu den Grundnahrungsmitteln der rumänischen Küche zählt der Mais. Dieser findet Verwendung als Maismehl und Maisgrieß. Ein Maisbrei, der Mămăligă, stellt Rumäniens Nationalgericht dar. Ebenfalls wichtige Bestandteile sind Schafsfleisch und Schafsmilch.

Zu den typischen Gerichten zählen:

  • Zacuscă, ein Gemüseaufstrich
  • Bulz, Schafskäse mit Maisbrei ummantelt
  • Tocăniță de carne cu gutui, ein Eintopf aus Fleisch und Quitten
  • Caltaboș, Presssack
  • Pastramă, geräuchertes Rindfleisch mit Paprikamantel
  • Ciorbă de burtă, Kuttelsuppe
  • Mititei, gegrillte Röllchen aus Hackfleisch
  • Sarmale de varză acră, Krautwickel mit Reis und Hackfleisch
  • Pârjoale moldovenești, Frikadellen, mit Gemüse und Kräutern gefüllt
  • Cozonac, Hefekuchen
  • Lapte de pasăr, Eischaum in Vanillemilch
  • Coliva, Roggentorte

Getrunken wird beispielsweise gerne Schnaps aus Pflaumen oder Sauerkirschen. Zudem spielen Bier sowie diverse Fruchtsäfte und Softdrinks eine Rolle.

Quellen:

  • Ebba Hagenberg-Miliu und Cezar Miliu: DUMONT Richtig Reisen Rumänien, DuMont Reiseverlag, Ostfildern, 2008, ISBN 3770176146
  • Dieter Schlesak: Eine transsylvanische Reise: Auf Reisen: Rumänien, Edition Köln, 2004, ISBN 3936791082
  • Joscha Remus und Hans-Gerd Spelleken: Rumänien und Republik Moldau Reisehandbuch, Reise Know-How Verlag Rump, 2008, ISBN 3831716668

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