3. August 2011
Oslo ist nicht nur Norwegens Hauptstadt, sondern mit 600.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. Besucher beeindruckt Oslo mit seiner besonders schönen Lage im Südosten des Landes an der Mündung des gleichnamigen Fjords. Oslo ist eine pulsierende Großstadt, die sich aber in ihren Bauten und in ihrer Einbettung in die Fjordlandschaft ein typisch norwegisches Flair erhalten hat.
Oslo wurde um 1000 gegründet, wurde Bischofssitz und 1299 die Hauptstadt Norwegens. Mehrfach brannte die mittelalterliche Stadt ab, weshalb das heutige Stadtbild Oslos erst zur Zeit der Renaissance entstand. Während an das mittelalterliche Oslos nur noch die erhaltene Festung Akershus erinnert, verlor die Stadt für lange Zeit sogar ihren Namen. Als Norwegen zu Dänemark und später zu Schweden gehörte, hieß die Stadt nach einem Dänenkönig "Christiana". Erst 1925 erhielt Oslo seinen ursprünglichen Namen zurück. Heute gilt Oslo als modernste Stadt Skandinaviens. Es verfügt über eine große Universität, und war 1952 Gastgeber der Olympischen Winterspiele.
Das Herz Oslos bildet die Altstadt, wo sich das königliche Schloss und die Festung Akershus befinden. In der Altstadt wurden an einigen Stellen die Grundmauern der mittelalterlichen Stadt freigelegt. Sehenswert sind der Osloer Dom und das markante Rathaus. Dort wird jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen. Mit dem neuen Opernhaus erhielt Oslos 2008 ein weiteres kulturelles Zentrum. Viele Sehenswürdigkeiten und Geschäfte liegen entlang der "Karl Johans gate", einer zentralen Einkaufsmeile. Hier befinden sich das Residenzschloss und das Parlamentsgebäude Storting. Ebenso kann man auf der "Karl Johans gate" auf den Spuren eines der berühmtesten Söhne Oslos wandeln, des Schriftstellers Henrik Ibsen. Er verkehrte im Grand Café, das heute noch im Grand Hotel zu Hause ist.
Die Museumslandschaft Oslos ist gleichzeitig vielfältig und einzigartig. Auf der Insel Bygdoy liegen das Volkskunde- und Fischereimuseum. Hier kann man einen Eindruck vom Leben in vergangenen Zeiten gewinnen, als Norwegen noch ganz überwiegend vom Fischfang lebte. Auf Gut Frogner widmet sich ein Museum der Stadtgeschichte, und auf dem Gelände der Festung Akershus gibt es eine Ausstellung zur Besatzungszeit während des Zweiten Weltkriegs. Norwegen als Land der Künstler kann man im Museum für moderne Kunst und im Munch-Museum entdecken, wo sich der Nachlass des berühmten Malers Edward Much befindet.
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