Nordamerika - Geographie, Staaten und Urlaubsmöglichkeiten

Einsame Steinbank vor Bäumen und Felsen auf Berg

Wissenswertes zum Reiseziel Nordamerika

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  • von Paradisi-Redaktion

Urlaub in Nordamerika - für viele Menschen ein Traum. Wenigstens ein mal zu den Metropolen der USA wie etwa New York reisen oder die Naturschönheiten Kanadas entdecken - der nordamerikanische Kontinent bietet unzählige Möglichkeiten. Ob Sightseeing, Wandern im Nationalpark oder Strandurlaub in der Karibik: hier ist für jeden Geschmack das Richtige dabei. Lernen Sie das Reiseziel Nordamerika kennen.

Nordamerika - Geographie

Amerika wird in zwei Kontinente unterteilt: Nordamerika und Südamerika. Nordamerika ist dementsprechend nördlicher Teil von Amerika bzw. des amerikanischen Doppelkontinentes.

Das Land wird im Norden vom Arktischen Ozean, im Osten vom Atlantik, im Süden von der Karibik und im Westen vom Pazifik umgeben. Es handelt sich - nach Asien sowie Afrika - um den drittgrößten Kontinent der Erde. Verbunden werden Nord- und Südamerika durch die Landenge von Panama.

Geographische Lage Nordamerikas im Zoom
Geographische Lage Nordamerikas im Zoom

Großregionen und Naturraum

Zu Nordamerika werden

  • zahlreiche karibische Inselstaaten
  • Zentralamerika
  • Mexiko
  • die USA
  • Kanada und
  • Grönland (autonom zu Dänemark gehörend)

gezählt. Größtenteils liegt die Landesfläche auf der Nordamerikanischen Platte. Im Westen liegen

  • die Sierra Madre Occidental
  • die westlichen Kordilleren
  • die Rocky Mountains sowie
  • die Alaskakette.

Alaska bildet im Nordwesten den Abschluss Nordamerikas. Es handelt sich um den größten Bundesstaat der USA; hier befindet sich auch der höchste Berg Nordamerikas, der Denali (Mount McKinley). Lesen Sie hier, was es in Alaska zu entdecken gibt.

Der Osten ist geprägt von den Appalachen. Zwischen diesen sowie den Rocky Mountains liegt die Tiefebene Great Plains, durch die auch die beiden berühmten Flüsse Mississippi River und Missouri River fließen.

Grönlands Eispanzer schmilzt und Bodenschätze kommen ans Licht

Eisbär auf schwimmender Eisscholle
Polar Bear © lassedesignen - www.fotolia.de

Laut neuesten Satellitenbeobachtungen führt die globale Erwärmung dazu, dass der dicke Eispanzer auf Grönland noch schneller schmilzt als befürchtet. Laut der Studie vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung könnte die Eismasse in den kommenden 500 Jahren um gut 20 Prozent zurückgehen und Grönland in 2.000 Jahren vollkommen eisfrei sein.

Allerdings erhoffen sich die rund 60.000 Grönlander dadurch mehr Wohlstand, da riesige Rohstoffvorkommen im Zuge der Eisschmelze zum Vorschein kommen. Neben Gold, Eisenerz, Zink und Uran gibt es auch große Mengen von Kupfer und den so genannten Seltenen Erden. Diese Metalle sind sehr knapp und werden von der Industrie unter anderem für Laptops, Brennstoffzellen, Handys sowie Elektromotoren dringend benötigt.

Das Monopol auf diese seltenen Erden hat bislang China, wo rund 97 Prozent der weltweiten Vorkommen im Boden stecken. Doch schon bald könnte das Reich der Mitte Konkurrenz bekommen, da Bohrungen ergaben, dass mindestens 6,5 Millionen Tonnen dieser sehr seltenen Metalle in Grönlands Gestein schlummern.

Kein Urlaub für Weicheier: Mit dem Kajak durch die eisige Welt Grönlands

Eisbär auf Eisplatte im Wasser
The last Polar Bear © Jan Will - www.fotolia.de

Was machen Urlauber, die bereits alles erlebt und alles gesehen haben? Für sie bieten ein grönländischer Reiseveranstalter Kajaktouren durch die Eiswelt von Ostgrönland an. Die Kajaktouren, die von der ostgrönländischen Hauptstadt Tasiilaq aus durch imposante Fjorde an Gletschern und Eisbergen vorbei führen, orientieren sich dabei an den uralten Kajaktouren der einheimischen Inuit, die seit Jahrhunderten mit ihren kleinen Booten auf Jagd nach Seehunden und Fischen gehen. Bei schlechtem Wetter kann es dabei schon einmal passieren, dass die Kanuten vollständig von der Außenwelt abgeschnitten werden und tagelang festsitzen.

Abenteurer, die sich heute mit Kajaks durch das raue Eismeer wagen, genießen vor allem die paradiesische Stille und Einsamkeit der unberührten Gletscherwelt fernab jeder Zivilisation. Dabei besteht Grönland nicht nur aus Eis: In den Fjorden wächst nicht nur Gras, sondern auch Blumen wie Löwenzahn und Weideröschen. Die ersten isländischen Entdecker, die im 10. Jahrhundert die ersten Siedlungen gründeten, nannten ihr neues Heim gar "Grünland" – doch ihre Hoffnungen auf Ackerbau und Viehzucht wurden enttäuscht und sie verließen die eisige Insel nach einigen Jahren wieder.

In Zukunft dürfte Grönland jedoch tatsächlich zum Grünland werden, denn dank der Klimaerwärmung schmilzt die Eisdecke jährlich um 240 Kubikkilometer. Wer das eisige Paradies noch in seiner ganzen Schönheit erleben will, sollte sich beeilen.

Staaten

Nordamerika besteht aus 23 Staaten. Die folgende Tabelle gibt einen entsprechenden Überblick.

Staaten Nordamerikas
StaatHauptstadtFläche in km²Einwohner
KanadaOttawa9.984.67036.503.097 (2017)
MexikoMexiko-Stadt1.972.550124.574.795 (2017)
Vereinigte StaatenWashington, D.C.9.826.675327.774.344 18 (2018)
BelizeBelmopan22.966353.858 (2016)
Costa RicaSan José51.1004.947.490 (2017)
El SalvadorSan Salvador21.0417.332.000
GuatemalaGuatemala-Stadt109.02116.913.503 (2017)
HondurasTegucigalpa112.0908.893.259 (2016)
NicaraguaManagua129.4946.150.000
PanamaPanama-Stadt75.5173.929.141 (2015)
Antigua und BarbudaSaint John’s44294.731 (2017)
BahamasNassau13.939353.658 (2010)
BarbadosBridgetown430278.000
DominicaRoseau74672.514
Dominikanische RepublikSanto Domingo48.73010.767.000 (2017)
GrenadaSt. George’s344107.850 (2012)
HaitiPort-au-Prince27.75010.711.000 (2016)
JamaikaKingston10.9912,9 Mio. (2017)
KubaHavanna109.884,0111.239.224 (2016)
St. Kitts und NevisBasseterre26956.000 (2016)
St. LuciaCastries616,3165.595
St. Vincent und die GrenadinenKingstown389117.200
Trinidad und TobagoPort of Spain5.1281.218.208 (2017)

Von den drei Staaten auf der Hauptlandmasse - Kanada, Mexiko und die Vereinigten Staaten - abhängige Inseln sind Bermuda, Grönland sowie Saint-Pierre und Miquelon. Die Inselstaaten der Karibik - in der Tabelle die letzten 13 - haben folgende abhängige Inseln und Inselteile:

  • Amerikanische Jungferninseln
  • Anguilla
  • Aruba
  • Bonaire, Sint Eustatius, Saba
  • Britische Jungferninseln
  • Curaçao
  • Cayman Islands
  • Guadeloupe
  • Martinique
  • Montserrat
  • Navassa
  • Puerto Rico
  • Saint-Barthélemy
  • Saint-Martin
  • Sint Maarten
  • Turks- und Caicosinseln
Geographische Lage Nordamerikas auf der Weltkarte
Geographische Lage Nordamerikas auf der Weltkarte

Klima

Nordamerika weist sehr unterschiedliche Klimagebiete auf. Nordkanada und der Bereich Hudson Bay sind von einem polaren Tundrenklima betroffen. Hudson Bay gilt dabei als "America's icebox"; zusammen mit der Ostküste kommt es zur Ausdehnung dieses Klimas bis in den Süden.

Hier folgen ein gemäßigte Klimaa mit den USA als Zentrum. Zu diesen zählen kontinentale Steppen und Prärien, ebenso humides kontinentales Klima im nördlichen Osten - Richtung Südosten wird es zu humidem subtropischem Klima.

Merkmal des Kordillerengebiets ist ein Hochgebirgsklima. Diese Region beeinflusst die Klimasituation der umliegenden Gegenden. So gibt es im Westen ein ozeanisches Klima, während in Kalifornien und Südkalifornien mediterranes, teils wüstenhaftes Klima vorherrscht. Auf der Lee-Seite der Kordillerenregion trifft man auf arides Klima, welches im Südwesten der USA zu heiß-trockenem Wüstenklima führt.

Beliebte Reiseziele

Sämtliche sehenswerte Ziele Nordamerikas aufzulisten, ist nahezu unmöglich. Es gibt unzählige Länder und Orte, die einen Besuch wert sind. Im Folgenden kann daher nur ein grober Überblick gegeben werden.

Die meisten denken bei Nordamerika vermutlich in erster Linie an die USA sowie Kanada. Hier trifft man auf Millionenstädte sowie beeindruckende Naturschönheiten. Auf den paradiesischen Inseln, wie etwa der Bahamas sowie der Dominikanischen Republik, lässt sich ein traumhafter Badeurlaub verbringen. Costa Rica wiederum kann sich als perfektes Reiseziel für Abenteurer erweisen.

Wenn Sie sich über Urlaubsmöglichkeiten in den einzelnen Staaten Nordamerikas informieren möchten, haben wir hier weiterführende Informationen zu den beliebtesten Destinationen:

Städtereisen in Nordamerika

Wer gerne Städtereisen unternimmt, wird in Nordamerika natürlich fündig. Zu den beliebtesten Zielen zählt dabei beispielsweise New York mit Freiheitsstatue, Central Park und Empire State Building.

In San Franciso darf die Golden Gate Bridge nicht fehlen und Las Vegas wird man sicher nicht ohne Casinobesuch verlassen. Auch Vancouver in Kanada sowie Toronto mit seinen Niagarafällen sind beliebte Ziele.

Beliebte Städtetrips nach New York
Beliebte Städtetrips nach New York

Badeurlaub in Nordamerika

Auch einen Strand- und Badeurlaub kann man hier bestens verbringen. Es gibt weiße Sandstrände, türkisfarbenes Meer und eine Umgebung, die mit Palmen versehen ist. Zu den beliebten Zielen, wenn es um einen erholsamen Strandurlaub geht, zählen

  • Hawaii
  • die Bahamas und
  • Florida.
Bahamas - Leerer Strand mit großer Palme und Blick aufs türkisfarbene Meer
Bahamas - Leerer Strand mit großer Palme und Blick aufs türkisfarbene Meer

Winterurlaub in Nordamerika

Auch wer lieber einen unvergesslichen Winterurlaub verbringen möchte, kommt in Nordamerika auf seine Kosten. In einem besonderen Bergpanorama mit Pulverschnee und tollen Abfahrten findet hier jeder Wintersportler die perfekten Pisten. Zu den empfehlenswerten Skigebieten in den USA sowie in Kanada zählen:

  • Jackson Hole
  • Alta
  • Park City
  • Breckenridge
  • Vail
  • Snowmass
  • Aspen
  • Whistler und
  • Banff.
Nordamerika hat tolle Wintersportgebiete zu bieten
Nordamerika hat tolle Wintersportgebiete zu bieten

Interessante Nationalparks in Nordamerika

Für Naturinteressierte haben die Vereinigten Staaten einiges zu bieten. Besonders spektakuläre und schützenswerte Naturlandschaften werden in den USA zu Nationalparks zusammengefasst, die unter der Verwaltung des National Park Service stehen. Insgesamt gibt es 58 Nationalparks mit einer Fläche von 210.000 Quadratkilometern - das entspricht fast der Größe der alten Bundesrepublik.

Als oberste Ziele der Nationalparks gelten Naturschutz und Bildung. Die Flora und Fauna genießt in den Parks besonderen Schutz. Sie soll die Vielfalt der Naturlandschaften der USA abbilden von den Sumpflandschaften im Süden bis zu den Rocky Mountains.

Yosemite Nationalpark

In ihrer touristischen Nutzung unterscheiden sich die einzelnen Parks voneinander. Einige abgelegene Reservate haben eher Wildnischarakter wie die Parks in Alaska, der Karibik oder die Sümpfe des Congaree Nationalparks in South Carolina. Andere Nationalparks sind für den Massentourismus geöffnet und verzeichnen jährliche Besucherzahlen von bis zu drei Millionen.

Zu letzteren Parks gehört auch der Yosemite Nationalpark. Der 300 Kilometer im Osten von San Francisco gelegene Park ist einer der ältesten und bekanntesten seiner Art. Der Yosemite Nationalpark umfasst Teile der Sierra Nevada und vereinigt auf mehr als 3.000 Quadratkilometern mehrere Ökosysteme mit einer großen Artenvielfalt.

Weltweit berühmt sind seine

  • spektakulären Felslandschaften
  • Wasserfälle und
  • die uralten Mammutbäume.

Im Yosemite Valley finden sich jedes Jahr mehrere Millionen Besucher ein. Seit 1984 gehört der Yosemite Nationalpark zum UNESCO Weltnaturerbe.

Thermalquelle "Grand Prismatic Spring" im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming, USA
Thermalquelle "Grand Prismatic Spring" im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming, USA
Bryce Canyon Nationalpark

Weniger bekannt, aber nicht minder spektakulär, ist die Landschaft im Bryce Canyon Nationalpark. Er befindet sich im Südwesten des Bundesstaats Utah und besteht im Wesentlichen aus dem Pausaugunt-Plateau. Durch nicht linear verlaufende Felsabbrüche entstand hier eine einzigartige canyonarige Landschaft mit den Hoodoos genannten Felspyramiden.

Die halbrunden Abbruchstellen am Pausaugunt-Plateau werden Amphitheater genannt. Der Bryce Canyon Nationalpark liegt auf einer Höhe zwischen 2.400 und 2.700 Metern, was eine herrliche Aussicht über die fast außerirdisch anmutende Landschaft ermöglicht.

Cuyahoga Valley Nationalpark

Spektakuläre Felslandschaften hat auch der Cuyahoga Valley Nationalpark im Bundesstaat Ohio zu bieten. Durch den bei Cleveland und Akron gelegenen Park verläuft der Fluss Cuyahoga mit seinen zahlreichen Stromschnellen.

Der Cuyahoga Valley Nationalpark eignet sich ausgezeichnet zum Wandern und Radfahren und auch für den Wassersport. An einem ehemaligen Teil des fast 500 Kilometer langen Ohio-Erie-Kanals wurde ein Treidelpfad angelegt.

Nordamerikanische Küche

Die nordamerikanische Küche lässt sich nicht in eine "Schublade" stecken. So unterschiedlich wie die einzelnen Staaten des Kontinents, so verschieden wird auf diesen auch gekocht und gegessen.

Fast Food ist typisch USA
Fast Food ist typisch USA

So findet man vom typisch amerikanischen Fast Food bis hin zu exotischen Speisen alles, was man sich nur vorstellen kann - und Vieles mehr. Was man als typisch amerikanisch bezeichnen würde, können Sie hier in unserem separaten Artikel nachlesen. Besuchen Sie außerdem unter dem Abschnitt "Beliebte Reiseziele" dieses Artikels die einzelnen Länder Nordamerikas; dort finden Sie eine Auswahl typischer Speisen und Getränke.

Grundinformationen und Hinweise zu Nordamerika

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: ruheplatz © Martina Berg - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Nordamerika Geografische Lage 2 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: Nordamerika Geografische Lage 1 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: The Statue of Liberty and New York City skyline © Gary - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Plage Iles Turkoises - Bahamas © foxytoul - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Skier in high mountains © Ilja Masík - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Grand Prismatic Spring, Yellowstone National Park, Wyoming © forcdan - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: close up of fast food snacks and drink on table © Syda Productions - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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