Kanada - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Baby in Fellkapuze neben kanadischer Flagge vor einer schneebedeckten Bergwelt (Fotomontage)

Sehenswertes im Reiseziel Kanada

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  • von Paradisi-Redaktion

Kanada ist ein sehr beliebtes Fernreiseziel. Die Heimat der Lemminge stellt zudem ein beliebtes Auswanderungsland dar. Riesige Waldgebiete und ein extremes Klima machen diesen Staat, der flächenmäßig zu den größten der Welt zählt, gleichzeitig interessant und gefährlich. Es gibt einiges zu entdecken - von beeindruckenden Naturschauspielen bis hin zu sehenswerten Städten. Lernen Sie das Reiseziel Kanada kennen.

Kanada - Geographie

Kanada liegt in Nordamerika und liegt zwischen dem Pazifik (Westen) sowie dem Atlantik (Osten). Einzige ländliche Grenze ist die zu den USA, sowohl im Nordwesten als auch im Süden.

Kanada reicht Richtung Norden bis zum Arktischen Ozean. Flächenmäßig handelt es sich um den zweitgrößten Staat der Erde.

Hauptstadt ist Ottawa. Die Amtssprachen sind Englisch und Französisch.

Provinzen und Territorien

Kanada besteht aus zehn Provinzen und drei Territorien. Die folgende Tabelle gibt einen entsprechenden Überblick.

Provinzen und Territorien Kanadas
Provinz (P) / Territorium (T)HauptstadtFläche in km²Bevölkerung (2017)Amtssprache
Ontario (P)Toronto1.076.39514.193.384Englisch
Québec (P)Québec1.542.0568.394.034Französisch
British Columbia (P)Victoria944.7354.817.160Englisch
Alberta (P)Edmonton661.8484.286.134Englisch
Manitoba (P)Winnipeg647.7971.338.109Englisch
Saskatchewan (P)Regina651.0361.163.925Englisch
Nova Scotia (P)Halifax55.284953.869Englisch
New Brunswick (P)Fredericton72.908759.655Englisch,
Französisch
Neufundland und
Labrador (P)
St. John’s405.212528.817Englisch
Prince Edward
Island (P)
Charlottetown5.660152.021Englisch
Nordwest-
Territorien (T)
Yellowknife1.346.10644.520Englisch,
Französisch
Yukon (T)Whitehorse482.44338.459Englisch,
Französisch
Nunavut (T)Iqaluit2.093.19037.996Englisch,
Französisch
Gesamt (Staat)Ottawa9.984.67036.708.083Englisch,
Französisch

Zu den größten Städten zählen:

  • Toronto
  • Montreal
  • Vancouver
  • Calgary
  • Edmonton
  • Ottawa-Gatineau
  • Winnipeg
  • Québec
  • Hamilton
  • Kitchener–Cambridge–Waterloo
Geographische Lage Kanadas in Nordamerika
Geographische Lage Kanadas in Nordamerika

Klima und Artenvielfalt

Über 2/3 der Fläche Kanadas ist Naturgebiet. Das bedeutet riesige Waldlandschaften, teilweise sogar noch Urwald, in denen sich Otter, Braunbären und Füchse nach Herzenslust tummeln können.

Der Große Bärensee, Große Seen und der Ontariosee sind ein Paradies für Angelfreunde. Kanada ist ein einzigartiges Erlebnis für Naturliebhaber, da der Staat an arktische Gewässer grenzt und daher ein Klima herrscht, in dem sich

  • Polarbären
  • Polarfüchse
  • Seehunde
  • Wale und
  • Polarwölfe

wohl fühlen. Kein Wunder also, dass der Husky, die Rasse der Schlittenhunde, ebenfalls hier zu Hause ist. Ein weitere, weltbekannte Sehenswürdigkeit sind die Rocky Mountains, im Westen des Landes.

Oberhalb der Baumgrenze gibt es kaum fruchtbaren Boden. In der südlichen Tundraregion findet man Gräser, Riedgras und Buschwerk. Nördlich gibt es Mose, die für die Polarregion kennzeichnend sind.

Im Süden der Baumgrenze liegt eines der weltweit größten Nadelgebiete. Im Osten besteht die Vegetation aus Mischwäldern; hier wachsen

  • Birken
  • Buchen
  • Hemlocktannen und
  • Kiefern.

Die Tiefebenen bestehen aus Laubwäldern mit

  • Ahorn
  • Eiche
  • Kastanie
  • Ulme und
  • Walnussbaum.

Obwohl die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt dem Klima zu verdanken ist, birgt selbiges auch Gefahren. In Kanada wird es früh dunkel, so dass es nicht empfehlenswert ist, sich zu diesem Zeitpunkt noch auf einer Wanderung abseits der Zivilisation zu befinden.

m Winter kann es bis zu -35° kalt werden und die Sommer sind zwar heiß (bis 35°), aber nur von kurzer Dauer. Die dunklen, eiskalten Nächte werden durch ein bezauberndes Naturschauspiel erhellt: das mystische Farbenspiel der Nordlichter (Aurora Borealis) ist am Sternenhimmel zu beobachten.

Geographische Lage Kanadas auf der Weltkarte
Geographische Lage Kanadas auf der Weltkarte

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Im Folgenden stellen wir einige sehenswerte Highlights Kanadas vor.

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Ottawa

Ottawa ist am gleichnamigen Fluss gelegen und die Hauptstadt von Kanada. Obwohl Ottawa zahlreiche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, gilt das Regierungsviertel als besonders sehenswert.

Die Stadt, die am Fluss Ottawa liegt, beheimatet derzeit etwa 890.000 Menschen. Etwa 63 Prozent der Einwohner sprechen Englisch und rund 15 Prozent der in Ottawa lebenden Menschen sprechen Französisch. Ottawa ist damit die einzige offiziell zweisprachige Stadt der Region.

Im Gegensatz zu den anderen kanadischen Metropolen, wie zum Beispiel Montreal, gibt es in Ottawa kaum hohe Gebäude. Das höchste Gebäude der Stadt ist gerade einmal 112 Meter hoch.

Der Peace Tower ist 92 Meter hoch. Dieser Turm ist Teil des Centre Block. Und dieser Gebäudekomplex wiederum ist Teil des Regierungsviertels – ein ganz besonders sehenswertes Viertel.

Das Regierungsviertel von Ottawa

Das Regierungsviertel von Ottawa befindet sich auf dem Parliament Hill, dem Parlamentshügel. Bei diesem handelt es sich um einen flachen Hügel aus Kalkstein, der am Ottawa River liegt. Das Regierungsviertel besteht im Wesentlichen aus drei Gebäudekomplexen,

  • dem Centre Block
  • dem East Block und
  • dem West Block.

In den Gebäuden befinden sich unter anderem der Sitz des Unterhauses, die Bibliothek des Parlaments, Verwaltungseinrichtungen und die Büros der Senatoren. Was jedoch jährlich mehr als drei Millionen Besucher anlockt, ist die Architektur der Gebäude, die vorwiegend im neugotischen Stil erbaut wurden. Es sind hier aber auch Einflüsse aus Italien, Frankreich oder den Niederlanden zu entdecken.

Auch der quadratisch angelegte Barockgarten zwischen den drei Hauptgebäuden ist ebenfalls ein Anziehungspunkt für Besucher. In diesem Garten, in dem zahlreiche Statuen wichtiger kanadischer Persönlichkeiten aufgestellt sind, finden regelmäßig Events statt.

Museen

In Ottawa gibt es nicht nur historische Regierungsgebäude zu sehen. Auch in den zahlreichen Museen kann man wertvolle Schätze und Kunstwerke sehen. Das Nationalmuseum ist aufgrund seiner Architektur schon selbst eine Sehenswürdigkeit.

Der imposante Kuppelbau aus Glas ist schon weithin sichtbar. In dem Museum kann man unter anderem Kunstwerke von Pablo Picasso, Andy Warhol oder Gustav Klimt bewundern.

Neben dem Nationalmuseum lohnt es sich auch, dem Canadian Museum of Civilization einen Besuch abzustatten. Hier bekommt man einen Einblick in die Besiedlungsgeschichte und das Leben der Ureinwohner Kanadas.

Flagge von Kanada
Flagge von Kanada

Sehenswürdigkeiten der Stadt Vancouver im Westen Kanadas

Kanada ist ein beliebtes Urlaubsziel auf dem nordamerikanischen Kontinent. Vor allem die zum Teil unberührte Natur macht den Reiz dieses Landes aus, doch auch einige Städte sollte man bei einem Urlaub in Kanada nicht versäumen. An der Westküste Kanadas eine besonders sehenswerte Stadt ist Vancouver.

Die Skyline von Vancouver

Vancouver ist eine verhältnismäßig junge Stadt mit vielen Wolkenkratzern. Diese beeindruckende Skyline erhebt sich vor den North Shore Mountains.

Den besten Ausblick auf die Hochhäuser der Stadt hat man übrigens während einer Bootsfahrt vom Hafen aus. Harbour Cruises ist hier die führende Schifffahrtsgesellschaft, welche regelmäßig Rundfahrten anbietet. Ein ganz besonderes Erlebnis sind diese in den Abend- und Nachtstunden mit Blick auf die hell erleuchtete Skyline.

Marine Building

Als ein Wahrzeichen der Stadt gilt das im Jahr 1929 erbaute Marine Building. Dieses knapp 100 Meter hohe Bauwerk ähnelt durchaus dem Empire State Building in New York.

Vancouver Public Library

Ebenfalls ein markantes Gebäude in Vancouver ist die Vancouver Public Library, welche ihrem Aussehen her dem Kolosseum in Rom ähnelt. Höchstes Gebäude der Stadt ist der knapp 180 Meter hohe Harbour Center Tower. Von diesem hat man zudem den besten Panoramablick über die Stadt.

Stanley Park mit weltberühmten Aquarium

Etwa elf Prozent der Stadtfläche von Vancouver sind Parkflächen, in denen man sich wunderbar entspannen kann. Größte Anlage ist dabei der Stanley Park, hier befindet sich auch ein sehenswertes Aquarium.

In diesem größten und ältesten Aquarium Kanadas wird der Urlauber entführt in eine bunte und schillernde Unterwasserwelt mit Haien, Rochen und Delfinen. Auch Seehunde und Seeotter kann man in dem Aquarium bestaunen.

Erholungsgebiet der Grouse Mountains

Nur 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt befindet sich ein weiteres Erholungsgebiet, die Grouse Mountains. Nordamerikas längste Schwebebahn bringt Touristen auf diese Erhebung, von welcher aus man einen tollen Panoramablick über die Stadt bis hin zum Ozean hat. Vor allem im Winter sind die Grouse Mountains ein ideales Ziel für alle Skifahrer.

Capilano Suspension Bridge

Noch ein Highlight, welches man in Vancouver keinesfalls versäumen sollte, ist der Regenwald, welcher sich mitten in der Stadt befindet. Am besten kann man diesen von der 70 Meter hohen Capilano Suspension Bridge betrachten - einer der größten Hängebrücken für Fußgänger weltweit.

Kultur in Vancouver

Kunst- und kulturinteressierte Touristen wiederum sollten den zahlreichen Museen und Galerien Vancouvers einen Besuch abstatten. Die Vancouver Art Gallery ist mit etwa 8.000 Kunstwerken besonders empfehlenswert.

Unterwegs in British Columbia im Norden von Kanada

Zu den beliebtesten Zielen in British Columbia gehören Prince Rupert und Port Edwards

Die meisten Menschen erinnern sich, wenn sie von Kanada und British Columbia hören, an die Olympiastadt Vancouver, wo im Februar 2010 die 21. Winterspiele stattfanden, und den "Champagner-Schnee" von Whistler. Aber diese Gegend bietet den Urlaubern vieles anderes mehr, denn so finden auch verwöhnte Gaumen dort Besonderes.

Prince Rupert

In Prince Rupert zum Beispiel im "Cow Bay Cafe", das zwar sehr einfach, wie bei uns eine Kneipe, ausgestattet ist, werden die täglichen aktuellen Menüs, je zwölf Hauptgerichte und Desserts, von der Wirtin auf einer Pinnwand notiert, so auch ein Plattfisch-Gericht.

Zu dieser Kleinstadt kommt man natürlich nur auf dem Luftweg, denn mit einer Propellermaschine braucht man von Vancouver bis hierher eine gute Stunde. Aber schon der Flug zeigt die herrliche Landschaft.

Hier oben treffen wir auch noch viele von den Ureinwohnern, so leben die Tsimshian und die aus den Stämmen der Haida und Nisga'as um Prince Rupert und zeigen auch den Touristen gerne ihre handwerkliche Holzkunst, die man natürlich auch kaufen kann. In der umliegenden Gegend kann man, aber am besten nur in Begleitung eines einheimischen Führers, auch Seeadler beobachten.

Port Edwards

In Port Edwards ist noch die älteste Lachskonservenfabrik an der Westküste Nordamerikas in Betrieb. Wer Glück hat, der sieht auch dort oben auch Bären in freier Wildbahn, wenn er mit dem Zug weiter nach Prince George fährt.

Früher war natürlich die Holzindustrie die Haupteinnahmequelle des Landes, doch mittlerweile hat es nur noch eine touristische Bedeutung. Das Wappentier in dieser Region ist der sogenannte Kermodei-Bären, eine weiße Unterart des Schwarzbären, den man aber nur zufällig in der Wildbahn antreffen kann.

Wer sich noch ein Andenken mit nach Hause nehmen möchte, die Schnitzkunst der Nisga'as-Ureinwohner ist bekannt, so dass Masken, Marterpfähle oder traditionelle Instrumente überall angeboten werden. Aber wer dorthin reist, der sollte auch Regenkleidung einpacken, denn nur an 50 Tagen im Jahr ist es dort oben trocken.

Urlaubsreisen für Sportbegeisterte - beliebteste Anlaufziele sind Whistler und Vancouver

Die Faszination dieser beiden Urlaubsorte liegt an der sportlichen und landchaftlichen Vielfalt

Junger Skifahrer fährt Hang im Wald hinunter
skiing © GOL - www.fotolia.de

Wer Whistler oder Vancouver hört, der denkt sofort an Sport. Vancouver ist die Stadt schlecht hin, wenn man in einem Skigebiet sein möchte und doch gleichzeitig einen Strand am Pazifik vor der Nase haben will.

Das gebirgige Whistler

Und wenn es Wandern sein soll, reicht eine kurze Fahrt, die einen direkt ins gebirgige Whistler bringt. Whistler bietet aber nicht nur Wanderwege, sondern ebenfalls Ski-Pisten und Rennstrecken für Cross-Biker. Und wer es ruhig angehen will, der findet neben gemütlichen Fußgängerzonen auch

Der beliebte Stanley-Park

Die Faszination dieser beiden Urlaubsorte ist bei Sportfans ungebrochen. Auch die Anwohner wissen um das reiche Angebot ihrer Region und sind überdurchschnittlich sportlich aktiv.

Besonders beliebt bei Joggern und Radfahrern ist der Stanley-Park. Das Parkgelände liegt auf einer vorgelagerten Insel und bietet sogar getrennte "Fahrspuren" für

  • Jogger,
  • Radfahrer,
  • Fußgänger und
  • Skater

Im Zeichen des Sports

Eine Steigerung der Reiselust nach Vancouver gab es selbstverständlich 2010, als die Olympischen Winterspiele zu Gast waren. Dafür wurde extra die Hafenanlage erneuert, was ein Plus an Reiselustigen per Kreuzfahrtschiff einbrachte.

Da Vancouver ganz im Zeichen des Sports steht, sieht man in den Straßen auch eher selten Fastfood-Läden.

Saskatchewan - Urlaub in Kanadas Prärieprovinz

Wer Kanada liebt aber nicht unbedingt in die touristischen Orte wie Montreal oder Vancouver reisen möchte, für den könnte die Prärieprovinz Saskatchewan ein echter Geheimtipp sein.

In diesem Ort gibt es viele Farmer und so genannte Wrangler, die sich um Pferde kümmern und um die wenigen Touristen, die sich für eine Reise hierher entscheiden. Die Provinz ist geprägt von herrlicher Natur und darum zieht es besonders Menschen an, die raus aus dem stressigen Alltag wollen und sich nach Erholung sehnen - die finden sie hier in großen Maßen.

Besonders Ausritte in den Prince Albert National Park werden in Saskatchwan gerne angeboten. Dabei haben die Touristen die Möglichkeit, beispielsweise Bisons zu beobachten. Ebenfalls im Angebot sind Ausflüge mit dem Hundeschlitten, je nach Lust und Laune für eine Stunde oder aber auch mehrere Tage lang. Die Kanadier freuen sich über jeden Gast - ob dieser aus dem eigenen Land kommt oder mehrere Tausend Kilometer anreist.

Der Wilde Westen lebt in Kanada - Die Calgary Stampede wird 100 Jahre alt

Bei Kanada denken die meisten Menschen eher an Grizzlybären und endlose Wälder als an Cowboys und Rodeos. Und doch ist die Calgary Stampede das größte Rodeo-Event auf dem nordamerikanischen Kontinent, das jedes Jahr im Juli Heerscharen von Besuchern anlockt um Cowboys beim berühmten Bullenreiten anzufeuern. In diesem Jahr wird das traditionsreiche Volksfest 100 Jahre alt.

Doch die Calgary Stampede ist weit mehr als ein Rodeo: Für die Einheimischen hält sie die Traditionen der Pionierzeit wach und die ganze Stadt ist auf den Beinen, wenn die große Parade zum Auftakt durch die Straßen zieht. Auf dem riesigen Gelände vermitteln die Ureinwohner im Indian Village einen Einblick in ihre Kultur und Größen der Country Music geben sich auf den Bühnen ein Stelldichein. Rancher fachsimpeln auf der Landwirtschaftsausstellung und Touristen decken sich mit Wild West-Souvenirs ein. Auch für das leibliche Wohl ist mit klassischen Barbecues gesorgt.

Zum zehntägigen Jubiläum, das vom 6. bis 15.Juli stattfindet, werden auch in diesem Jahr wieder über 1,5 Millionen Besucher in Calgary erwartet.

Kanada auf Schienen erleben: Unterwegs mit dem Rocky Mountaineer

Die kanadischen Rocky Mountains östlich der Pazifikmetropole gelten als eine der landschaftlichen schönsten Regionen der Erde. Nationalparks wie Jasper und Lake Louise gehören seit längerem zum Weltnaturerbe der UNESCO und jedes Jahr zieht es Wanderer, Mountainbiker und Motorradfahrer in Scharen in diese herrliche Region.

Noch schöner ist jedoch die Fahrt mit dem Luxuszug Rocky Mountaineer, aus dessen komfortablen Plüschsitzen sich die prachtvolle Bergwelt noch schöner durch die Panoramafenster betrachten lässt. An tiefblauen Bergseen, majestätischen schneebedeckten Bergen und hohen Wasserfällen geht die gemächliche Fahrt vorbei auf dem Weg nach Vancouver und wer Glück hat, bekommt auch das amerikanische Wappentier, den Weißkopfseeadler zu Gesicht. Abenteuerlich geht es am Fraser River zu, wo die Schienen über das "Hell’s Gate" führen, die engste Stelle des Flusses. Nichts für Ängstliche ist auch die Flußüberquerung des schweren Zugs auf der wackeligen Holzbrücke "Skuzzy Creek Bridge".

Schlafwagen bietet der Rocky Mountaineer jedoch keine an: Touristen können jedoch Pauschalpakete buchen, die eine Übernachtung im Ort Kamloops enthalten, in dem der Zug auf dem Weg von Jasper oder Banff nach Vancouver über Nacht anhält. Eine weitere Route führt vom Wintersportgebiet Whistler nach Vancouver. Eine echte Kreuzfahrt auf Schienen ist das große Trans-Canada-Abenteuer, das in 12 Tagen von Küste zu Küste führt.

Ungewöhnliche Fakten über Kanada

Eine englische Firma hat es sich zur Aufgabe gemacht, Urlaubern das Land Kanada schmackhaft zu machen. Dabei sind es jedoch vor allem verrückte Aspekte und Reisetipps, über welche in Form von Grafiken berichtet werden. Zu den jeweiligen Kategorien gehören zum Beispiel die Punkte Sprache, Ernährung, Tiere und Pflanzen, Bevölkerung und generelle Regeln, die in Kanada gelten.

So erfährt man auf der Seite unter anderem, dass 35 bis 50 Prozent der ausgestrahlten Musik aus Kanada selbst stammen muss, man keine Comics besitzen darf, die eine kriminelle Handlung in diesem Land beschreiben oder dass 80,5 Prozent der Haushalte über Internet verfügen.

Des Weiteren wird darüber informiert, wer den längsten Bart (2,37 Meter) in Kanada trägt, dass 9,5 Millionen der Einwohner Französisch sprechen und dass 15.500 der weltweit lebenden Eisbären ihr Zuhause in Kanada haben.

Kanada beansprucht Nordpol für sich - Wettlauf um Bodenschätze und Rohstoffe in der Arktis

Flagge von Kanada
Kanadische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Zeitungsberichten zufolge erhebt Kanada Anspruch auf den Nordpol. Die Regierung des Landes hat bei den Vereinten Nationen seinen Anspruch auf das Gebiet geltend gemacht. Bei einer speziellen UNO-Kommission will Kanada einen Antrag einreichen, der es erlaubt, sein Staatsgebiet weiter nach Norden auszudehnen.

Unentdeckte Bodenschätze und Erdölbestände

Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich in der Arktis-Region ein Viertel der unentdeckten Energieressourcen der Welt verbirgt, darunter rund 30 Prozent des gesamten, noch unentdeckten Gasvorkommens und 13 Prozent der weltweiten Erdölbestände. Außerdem soll es dort Vorkommen von Zinn, Mangan, Gold, Nickel, Blei und Rohdiamanten geben. Die fortschreitende Eisschmelze ermöglicht eine immer einfachere Erschließung dieser Bodenschätze. Zudem ergeben sich neue Schiffsrouten.

Konkurrenz um Seerecht

Kanada steht in Konkurrenz mit vier weiteren Anrainerstaaten der Arktis: die USA, Russland, Dänemark/Grönland sowie Norwegen. Jedes dieser fünf Länder hat nach internationalem Recht Anspruch auf eine 200-Seemeilen-Zone vor der Küste zur ausschließlichen wirtschaftlichen Nutzung. Gemäß der UN-Konvention über das Seerecht kann dieses Gebiet auf 350 Seemeilen ausgedehnt werden, wenn sich wissenschaftlich beweisen lässt, dass die Region Teil des Territoriums des jeweiligen Staates ist.

Huskytour in Kanada - mit dem Hundeschlitten durch unberührten Schnee

Wo sich Falke und Bär gute Nacht sagen, können kälteresistente Touristen tolle Landschaften per Schlitten erkunden

Schlittenhunde, Huskys mit angeschnalltem Geschirr auf Schnee in Grönland
Sled dogs running in Greenland © mady70 - www.fotolia.de

Im kanadischen Haliburton Forest werden die Träume von Outdoor-Fans wahr: Abenteuerlustige können mit dem Hundeschlitten durch Schnee und Eis fahren.

Der deutsche Auswanderer Peter Schleifenbaum betreibt hier ein eigenes Wild Life Reserve mit 140 Huskys. 40.000 Hektar misst der Privatwald, den der promovierte Forstwirt von seinem Vater erbte.

Weiße Landschaften und wilde Tiere

Im Sommer bietet das Öko-Resort Überlebenstraining für Manager an, auch Schulklassen und Familien zieht es in den Haliburton Forest. Zum Besitz gehört ein eigenes Wolfsrudel, das sich aber ungern blicken lässt.

Auf dem errichteten Baumwipfelpfad sind Besucher dagegen in Augenhöhe mit den Falken, während unter ihnen

  • Elche,
  • Bären,
  • Stachelschweine und
  • Biber zuhause sind.

Der Kälte trotzen

Der lange kanadische Winter taucht die Landschaft in stilles Weiß. Für Touristen bieten sich dann einmalige Aussichten – für die sich allerdings warm anziehen müssen.

Den Husky macht die Kälte nichts aus. Im Gegenteil, sie fühlen sich bei zweistelligen Minusgraden so richtig wohl und genießen es, bei einer Schlittentour ihre Energie abzubauen.

Nach der dreistündigen Runde kehren die Ausflügler in ihr Gatter zurück, wo die Besucher sie gern besuchen dürfen. Nach dem Abenteuer kommt das Kuscheln.

Ice Walking in Kanada – die gefrorene "Queen of Maligne"

Fans des Ice Walkings kommen in den faszinierenden Revieren Albertas auf ihre Kosten

Nahaufnahme gefrorenes Wasser, blauer Hintergrund
frost © Nico Armbrust - www.fotolia.de

Eisfälle zu erklimmen, ist die hohe Schule der Kletterei. In frostigen Wintern finden Outdoor-Fans auch in Süddeutschland, Tirol oder dem Salzburger Land spannende Klettermöglichkeiten. Am berühmtesten für seine Eisfälle ist allerdings Kanada.

Die drei faszinierenden Reviere Albertas

Der Maligne Canyon in den Rocky Mountains garantiert beste Bedingungen für das Ice Walking. Für Anfänger empfiehlt sich eine geführte Tour.

Rund um die Ortschaften Banff und Jasper in der Provinz Alberta verteilen sich gleich drei Reviere mit faszinierenden Eis-Formationen.

  1. Der Johnston-Canyon mit seinen 30 Meter hohen "Upper Falls", deren blau schimmerndes Eis schon von weitem beeindruckt.
  2. Im Grotto Canyon wandern Besucher an prähistorischen Fels-Zeichnungen vorbei.
  3. Und im Maligne Canyon ragt die Eissäule der "Queen of Maligne" über 30 Meter in die Höhe.

Die gefrorenen Kaskaden setzen dabei eine gute Erfahrung im Eis voraus – oder einen erfahrenen Guide.

Sehenswürdigkeiten der Stadt Toronto

Kanada ist nicht nur ein lohnendes Urlaubsziel für alle Naturliebhaber, auch einige Städte des Landes sind durchaus einen Besuch wert. Ein besonders schönes Beispiel ist Toronto, die größte Stadt Kanadas und Hauptstadt der Provinz Ontario. Natürlich ist Toronto vor allem als Finanzmetropole des Landes bekannt, doch kann man hier noch weitaus mehr Sehenswürdigkeiten entdecken.

CN Tower

Eindeutiges Wahrzeichen der Stadt ist der 553 Meter hohe CN Tower - von dessen Aussichtsplattform hat man einen schönen Blick über die gesamte Stadt. Auch ein Restaurant ist in diesem vorhanden. Lange Zeit war der CN Tower das höchste freistehende Bauwerk der Welt, wurde aber mittlerweile von einigen Bauten in Dubai übertroffen.

Blick über die Stadt Toronto (Kanada) mit dem CN Tower im Hintergrund
Blick über die Stadt Toronto (Kanada) mit dem CN Tower im Hintergrund
Eaton Centre

Wer einmal ausgedehnt shoppen möchte, sollte dem Eaton Centre einen Besuch abstatten. Dieses Einkaufszentrum beherbergt immerhin etwa 800 Geschäfte auf insgesamt vier Stockwerken.

Casa Loma

Mitten in der Stadt Toronto befindet sich zudem ein imposantes Schloss, welches im europäischen Stil errichtet wurde, das Casa Loma. Einen botanischen Garten sowie ein Museum mit insgesamt knapp 100 Zimmern kann man hier ebenso entdecken wie zahlreiche Geheimgänge.

Yonge Street

Nicht versäumen sollte man zudem die Yonge Street, eine der längsten Straßen in Nordamerika überhaupt. Diese beginnt etwa 2.000 Kilometer entfernt im Hinterland und führt durch Toronto bis an den Ontariosee.

In Toronto gilt diese als Hauptverkehrsstraße und wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum Torontos. Charakteristisch sind hier die unzähligen Wolkenkratzer.

Parkanlagen und Toronto Islands

Auch für die Erholung ist in Toronto gesorgt, immerhin mehr als 200 Parkanlagen gibt es in der Stadt. Größter Park mit einer Fläche von etwa 160 Hektar ist dabei der High Park.

Zur Erholung bieten sich aber ebenso die Toronto Islands, vier im Ontariosee gelegene Inseln, an. Hier gibt es zahlreiche Vergnügungseinrichtungen - erreichen kann man die Inseln gut mit der Fähre.

Kultur

Kulturell interessierte Touristen kommen in Toronto ebenso auf ihre Kosten. Immerhin gilt die Stadt als eines der größten Kulturzentren des Landes.

Das Royal Ontario Museum beispielsweise gilt als das größte Museum in ganz Kanada. Naturwissenschaft, Kunst- und Kulturgeschichte sind die Hauptschwerpunkte in diesem beeindruckenden Museum.

Niagarafälle

Für einen Tagesausflug bestens geeignet sind die Niagarafälle, eine der Hauptattraktionen in Kanada. Mit dem Auto kann man dieses beeindruckende Naturschauspiel in einer guten Stunde erreichen. Detaillierte Informationen zu diesen Wasserfällen erhalten Sie hier.

Skyline von Toronto (Kanada) am Ontariosee bei Abenddämmerung, mit beleuchtetem Rogers Centre und CN
Skyline von Toronto (Kanada) am Ontariosee bei Abenddämmerung, mit beleuchtetem Rogers Centre und CN Tower

Die schönsten Plätze zum Wandern

Kanada ist ein Land, welches vor allem mit einer außergewöhnlichen Natur besticht. Während ausgedehnter Wanderungen kann man diese am besten kennenlernen. Aufgrund der Größe des Landes ist es aber nahezu unmöglich, die schönsten Wanderrouten zu küren - jede Region hat ihren ganz speziellen Reiz.

Wandern im Nationalpark

Besonders der Westen Kanadas aber ist ist bei Wanderfreunden besonders beliebt und wird häufig besucht. Startpunkt dabei ist die Stadt Calgary, von dieser aus gelangt man direkt in den Banff Nationalpark. Dieser gilt als drittältester Nationalpark der Welt.

Malerische Seen wie den Stuart See findet man hier ebenso wie die Tombstone Mountains, eine beeindruckende Gebirgskette. Hier kann man mit etwas Glück einer Herde Karibus begegnen. Zudem ist es von hier aus nicht mehr weit bis zum nördlichen Polarkreis, der Grenze zur Arktis.

Ein Urlaub in diesem Gebiet lohnt sich besonders in den Monaten von Juni bis September, wenn die Lachse hier ihren Weg zum Laichen einschlagen. Die Moricetown Falls sind hier ein beliebter Anlaufpunkt.

Während dieser Wanderung kommt man auch vorbei an dem Lake Louise, einem der bekanntesten Wintersportorte des Landes. So ist diese Region auch im Winter also bei Touristen ein beliebtes Anlaufziel.

Übernachten kann man dabei in der ältesten Skihütte des Landes, der so genannten "Skoki Lodge". Diese befindet sich auf einer Höhe von 2.200 Metern und bietet Platz für 25 Personen. Ganz urig geht es hier zu, sein Geschäft muss man auf dem Plumpsklo erledigen.

Kanada ist für Naturliebhaber und Wanderer ein Traumziel
Kanada ist für Naturliebhaber und Wanderer ein Traumziel
Wandern im Wells Gray Provincial Park

Ebenfalls ein beliebter Ort in Kanada zum Wandern ist der Wells Gray Provincial Park - hier kann man in urigen Berghütten übernachten; sicher ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

Wandern in den Rocky Mountains

Auch die wohl spektakulärste Landschaft Kanadas, die Rocky Mountains, eignen sich zum Wandern perfekt. Hier gibt es ebenfalls genügend Übernachtungsmöglichkeiten - für einen ganz komfortablen Urlaub eignen sich die Lodges am besten. Am besten führt man solch eine Wanderung mit einem erfahrenen Führer durch - dieser begleitet den Aktivurlauber zu den schönsten Punkten der Rockies mit herrlichen Panoramaaussichten.

Viele Reiseanbieter offerieren geführte Wanderungen in Kanada, doch man kann sich natürlich auch auf eigene Faust auf Wanderschaft begeben. In den örtlichen Reisebüros gibt es verschiedene Wanderreisen, die von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen andauern.

Duffey Lake - ein See mit unglaublich schönem Panorama

Das Urlaubsland Kanada ist bekannt für seine zahlreichen Naturschönheiten - zum Teil unberührte Landschaften und großartige Naturphänomene warten hier auf den Besucher. Ein besonders schönes Beispiel ist der in British Columbia gelegene Duffey Lake, ein malerischer See mit traumhaften Panoramasichten. Er befindet sich zwischen den Städten Whistler und Lillooet direkt am Highway 99.

Malerische Umgebung

Eingerahmt wird dieser von steilen und meist schneebedeckten Bergen, die sich in dem türkisfarbenen Wasser spiegeln - wahrlich ein unbeschreiblich schönes Fotomotiv. Besonders an windstillen Tagen gleicht die Oberfläche des Sees dabei einem Spiegel und gilt als eines der schönsten Motive in ganz Kanada.

Direkt am See befindet sich die Südseite der Cayoosh Range, eines mächtigen Gebirgszuges. Auch die Felswände des Mount Rohr fallen nahezu senkrecht in den See hinab. Das Tal, in welchem sich der See befindet, wird als Cayoosh Creek Valley bezeichnet.

Der See selbst befindet sich in dem im Jahr 1993 gegründeten Duffey Lake Provincial Park. Dieser erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von etwa 2.800 Hektar und ist für alle Naturliebhaber ein ideales Urlaubsziel.

Tierwelt im Duffey Lake Provincial Park

Besonders beeindruckend ist die hier lebende Tierwelt; sowohl Schwarz- als auch Grizzlybären haben ihren natürlichen Lebensraum gefunden. Bergziegen sowie zahlreiche andere Säugetiere kann man ebenfalls am See entdecken - für Tierliebhaber sicher interessant.

Auch die für das Land Kanada so typischen Lachswanderungen kann man in der Gegend rund um den Duffey Lake beobachten. Kurz gesagt: für Hobbyfotografen bieten sich rund um den Duffey Lake etliche lohnende Fotomotive.

Lohnenswert für Entspannungssuchende und Aktivurlauber

Doch auch Erholungssuchende sollten sich zu diesem beeindruckenden Naturschauspiel begeben, immerhin hilft die klare Bergluft durchaus, dem Alltagsstress entfliehen zu können. Selbst für Aktivurlauber ist der Duffey Lake Provincial Park bestens als Reiseziel geeignet, denn in einigen der Flüsse und Ströme kann man sehr gut Kajak oder Kanu fahren.

Die Gegend rund um den Duffey Lake ist geprägt von kanadischer Geschichte - hier kann man noch heute auf den Spuren der Goldgräber wandeln. Auch kann man hier sowohl im Sommer als auch im Winter seine Freizeit aktiv gestalten.

Vor allem Wintersportler kommen in der Gegend voll auf ihre Kosten. Nicht umsonst wurden in der Stadt Whistler im Jahr 2010 die Olympischen Winterspiele ausgetragen.

Besonderheiten, die es bei der Reise dorthin zu beachten gibt

Eine Einreise nach Kanada ist nur mit gültigem Reisepass möglich. War es bisher so, dass man bis zu einem Aufenthalt von sechs Monaten kein Visum benötigt hat, so gelten seit dem 15.03.2016 neue Einreisebestimmungen: Pflicht ist jetzt die Electronic Travel Authorization (eTA), die EInreise per Luftweg vorausgesetzt.

Der Antrag lässt sich online stellen. Benötigt werden ein gültiger Reisepass, eine Kreditkarte sowie eine E-Mail Adresse.

Die Arbeitslosigkeit ist gering, so dass die guten Jobchancen und die Aussicht auf ein besseres Leben viele Einwanderer anlocken. Da die größeren Städte oft meilenweit auseinander liegen, sollte Auswanderungswilligen bewusst sein, dass eine gute Vorbereitung nötig ist, um auf sich allein gestellt zurecht zu kommen.

Kanada und seine wilden Bären - Toursiten sollten jedoch aufpassen

In Kanada ist es inzwischen nichts Außergewöhnliches, wenn ein Bär auf der Suche nach Futter auch mal in ein Schnellimbiss kommt. Die Tiere sind Allesfresser und eigentlich ziemlich Scheu vor Menschen - mit eigenen Ausnahmen. Durch den Bau von neuen Siedlungen, Straßen sowie die Errichtung von Campingplätzen mitten in der wunderschönen kanadischen Wildnis, wird das Territorium der Bären zerschnitten. Die wilden Tiere stehen also vor einem Hindernislauf und haben gar keine andere Möglichkeit, als nach der Fastenzeit in bewohnten Gebieten nach Fressen zu suchen.

Neben frischem Gras und jungen Trieben lieben die Bären auch diverse Blumen wie Löwenzahn, weshalb man sie in vielen kanadischen Gegenden in der Nähe von Landstraßen und Autobahnen beobachten kann. Auf den stark befahrenen Wegen wie dem Icefields Parkway sind in der Hochsaison tausende Touristen unterwegs, die oft anhalten, wenn sie einen Bären am Straßenrand beim Fressen sehen. Allerdings mögen es die Tiere überhaupt nicht, wenn man ihnen zu nah kommt und sie ihre Jungtiere bei sich haben.

Speisen und Getränke

Kanada mag sich nicht unbedingt durch seine berühmte Küche auszeichnen. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch ein paar Spezialitäten zu entdecken gibt. Natürlichkeit spielt dabei eine große Rolle - so bekommt man beispielsweise Wild aus dem Wald und Fisch aus dem Meer.

Typische Gerichte und Zutaten in Kanada sind etwa:

  • Poutine - Pommes frites mit Bruchkäse und brauner Bratensauce
  • Ahornsirup, beispielsweise zu den beliebten Pancakes
  • Fisch und Meeresfrüchte wie Lachs, Austern, Shrimps und Hummer
  • Butter Tart, beliebte Süßspeise aus Butter, SIrup, Eiern und Zucker, häufig auch mit Nüssen oder Rosinen gefüllt
  • Alberta Beef - ein leckeres Steak ist in Kanada ein Muss
  • Wild wie Hirsch, Bison, Wildschwein oder Rentier
  • Montreal Bagels, besonders zum Frühstück beliebt
  • Mac n'Cheese - Makkaroni mit Käse
  • Cranberries, beliebt zum Kochen und Backen

Zu den beliebten Getränken in Kanada zählt der Caesar, ein Cocktail aus u.a. Wodka, Tomatensaft, Muschelbrühe und Tabasco Sauce. Auch Bier wird gerne getrunken; dies stammt vor allem auch aus kleinen lokalen Brauereien. Ebenso beliebt:

Schlemmen in Kanada - in Nova Scotia ist der Hummer der Star

Nova Scotia ist eine Provinz im Osten Kanadas. Wer hierher reist, wird vor allem auf eins treffen: Hummer. Dieses Schalentier wird hier angeboten wie anderswo Fast Food. An nahezu jeder Imbissbude bekommt man den "Lobster" - je nach Wunsch mit Pommes oder aber auch als Pfannkuchen.

Doch nicht nur auf dem Teller landet das Schalentier, auch überall sonst in Nova Scotia ist es zu sehen - als Wappentier auf T-Shirts, Fahnen und Gläsern. Während Hummer in Deutschland als Delikatesse gilt, ist es hier in Kanada ein Grundnahrungsmittel. Die Variationen sind dabei sehr vielfältig. Neben dem herrlichen Geschmack sind die Schalentiere damit auch ein sehr guter Wirtschaftszweig, 80 Prozent der Fänge werden dabei exportiert.

Auch in Sachen Kultur dreht sich in Nova Scotia alles um den Hummer: es gibt Musikfestivals, Lieder und besonders in Kinderbüchern spielt das Tier eine große Rolle als Figur.

Junge Küchen-Szene in Québec – wo Kanada seine kulinarische Identität neu erfindet

Flagge von Kanada
Kanadische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Hummer und Lachs, Büffel und Wild, Kürbis und Cranberries – kanadische Köche können auf abwechslungsreiche Nahrungsmittel zugreifen – frisch aus der Natur. Rund um Québec hat sich daraus eine französisch orientierte Kreativ-Küche entwickelt, die das Warenangebot der Region voll auskostet.

Moderne Interpretation bekannter kanadischer Gerichte

Das kanadische Nationalgericht Poutine, Fritten mit Käse und Bratensauce, verwandeln die jungen Köche in eine kulinarische Offenbarung. Selbst die traditionelle Fleischpastete Tourtière bekommt im Montrealer Szene-Restaurant "Au Pied de Cochon" einen modernen Touch. Und im "Le Contemporain" bekommt der Gast heimische Forelle in Ahornsirup, bei nur 39 Grad im Ofen gegart, bis der Fisch blättrig auf der Zunge zergeht.

Regionale Spezialitäten durch heimische Produkte

Ganz allein haben die neuen Starköche das Küchenwunder nicht geschaffen. Je mehr Restaurants auf regionale Spezialitäten setzten, desto stärker konnten sich die Landwirte, Züchter, Winzer und Co. auf ihre heimischen Produkte konzentrieren.

Am schönsten zeigt sich dies bei einem Bummel über den "Marché Jean Talon". Berge von Blaubeeren, duftende Würste, geräucherter Kräuterlachs, Rohmilchkäse oder Ice Cider – schon das Betrachten verlockt zu neuen kreativen Rezepten.

Grundinformationen und Hinweise zu Kanada

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Canada Winter mountain baby © Barbara Helgason - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kanada Geografische Lage 2 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: Kanada Geografische Lage 1 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: Kanadische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Trekkingurlaub © Diana Kosaric - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Toronto from the West © sleg21 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Toronto skyline © rabbit75_fot - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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